Und kurz zu meinen Erfahrungen (re:publica, digital social summit und noch andere):

D3 scheint gerade auch das Thema zu bearbeiten https://so-geht-digital.de/dig[...]konferenzlandschaft/ (im Newsletter stand auch, dass sie ein Handbuch zur Videokonferenzlandschaft machen wollen).


Und kurz zu meinen Erfahrungen (re:publice, digital social summit und noch andere, kleinere):


  • technisches Funktionieren sollte vorher erprobt werden und es sollte ne Ausfallstrategie auch auf der Vortragenden-Seite da sein (mobile hotspot, wenn mal das W-lan wegbricht und das am besten auch vorher probiert)
  • einer trägt vor und jemand anderes sammelt währenddessen Fragen z.B. über einen Chat und beantwortet einfache auch gleich – eine Person alleine kann das nicht
  • gleichzeitig ner Podiumsdiskussion zuhören und in einem deep dive Raum währenddessen mit vier Leuten diskutieren mit Bezug auf die Podiumssache – nette Idee, aber wenn ich einem Vortrag zuhöre, kann ich halt nicht gleichzeitig mit Leuten schreiben, dass überfordert eher und die Frage ist, ob man dann dafür unbedingt die Infrastruktur bereitstellen muss
  • ein tolles tool um sich zu vernetzen auf so ner Konferenz habe ich noch nicht kennengelernt, slack wird oft angeboten, aber ich krieg meine vielen slackchannels nicht mehr so richtig auseinander und klicke dann die Benachrichtigungen eher weg – dieses freie Erzählen und Netzwerken auf Konferenzen geht damit ein bisschen verloren
  • die Leute brechen sehr viel schneller online als vor Ort ab, wenn es technische Probleme gibt, das Thema ausfranst, die Diskussion ausufert oder auch einfach nicht klar ist, was jetzt passiert (oft bei schlechter und chaotischer Moderation)
  • mehr als drei Mentimeter in einer dreiviertel Stunde find ich nervig

Tatsächlich fand ich die technische Umsetzung bei der re:publica am besten, war recht störungsfrei und die Streams liefen gut. Jedoch war da der Konferenzplan schwierig zu verstehen (wann gibt es jetzt deep dive Räume, wann nicht, wo sind die etc.) allerdings ist das auch bei der re:publica vor Ort manchmal etwas ... komplexer
Beim digital social summit gab es immer wieder Ausfälle, Standbilder oder ein Stream lief nicht (und wenn ich nicht weiß, wann es weiter geht zb über den Chat mitgeteilt, bin ich weg und mache was ganz anderes).


keine Tagung, sondern Videokonferenzen (Teams, Workshops etc.): ich vermisse klare Aussagen am Anfang (Zeitplanvorstellung plus fehlende Themen nachtragen; wenn man nicht spricht Mikro ausmachen; wenns Video zu stark ruckelt Kamera ausmachen; pünktlicher Start ohne Warten auf Nachzügler etc.); viele Methoden sind nicht einfach vom analogen ins Digitale übertragbar, etwa ich wähle eine Postkarte aus um mich vorzustellen – da braucht es andere Methoden; das Einbinden von Tools, zB Whiteboards sharen und gemeinsam bearbeiten, muss man halt mal vorher mit der ganzen Gruppe üben, sonst verliert man zumindest bei den Sozialarbeitenden die Hälfte...; und am Besten am Anfang direkt ansagen plus eventuell schon in die Ankündigung per Mail schreiben, ob es eine Aufzeichnung gibt, wenn ja ob nur vom Video oder auch vom Chat, ob die Präsi rumgeschickt wird, nen kurzes Statement vllt auch zum Datenschutz und zu der Software (beugt Nachfragen und Diskussionen vor)


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