Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V




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127 127 griffen der anderen. Evvivvne wirtschaftliche Krise muss innerhalb
128 128 der Währungsgrenze zum Austrage kommen und kann nach aussen nur
129 129 mittelbar über den Weltmarkt, wie durch Absatzkrisen und dergl.
130   auch für anderen Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden
131   die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade-
  130 auch für anderen [sic] Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden
  131 die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade-
132 132 aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein.
133 133 Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte
134   einer solchen, denn der Wvvevvvchselkurs ist ja nur der Umrechnungskohe-
  134 einer solchen, denn der Wvvevvchselkurs ist ja nur der Umrechnungskohe-
135 135 fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan-
136 136 ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö-
137 137 rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und
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149 149 in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder
150 150 gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un-
151   seren Kvvovvnsum mit gleichen werten bezahlt machen. Der normale
152   Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst erzeugen und dann
  151 seren Kvvovvnsum mit gleichen Werten bezahlt machen. Der normale
  152 Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er**z**eugen und dann
153 153 aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk-
154 154 te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der
155 155 zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und
167 167 möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird
168 168 uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für
169 169 den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati-
170   schen Preisden der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export
  170 schen Preisden [sic] der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export
171 171 reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den
172 172 wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach
173 173 dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch
189 189 ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also,
190 190 dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach
191 191 aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se-
192   hen auch, dass wir die Umlagerung cer wirk[übertippt l]ichen Einkommen auf
193   Grund des Bestehens von Klassen-oder Personalmonopol nicht als
  192 hen auch, dass wir die Umlagerung der wirk**l**ichen Einkommen auf
  193 Grund des Bestehens von Klassen- oder Personalmonopol nicht als
194 194 das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also
195 195 ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln
196 196 müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten?
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220   ankämpfen können. U[übertippt vvnvv]ter der Herrschaftvder Goldwährung war
  220 ankämpfen können. U**n**ter der Herrschaftvder Goldwährung war
221 221 die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun-
222   gen aus eigenem Streben heruas und gezwungen durch die gleich
  222 gen aus eigenem Streben heraus und gezwungen durch die gleich
223 223 handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten,
224 224 der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei
225 225 erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von
226 226 der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität
227 227 ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die
228   Einkommensschichtung, die Art der Gütererzeugung( wie z.B.die
  228 Einkommensschichtung, die Art der Gütere**r**zeugung ( wie z.B. die
229 229 Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem
230   Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung der Kriegsumlagerung
  230 Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes
  231 Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung
231 232 ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit
232 233 einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche
233 234 von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe-
234 235 darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro-
235   dukion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
  236 duktion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
236 237 Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan-
237 238 lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe
238 239 nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus-
258 259 sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je-
259 260 den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den
260 261 Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge-
261   tan, wie alle Einkommen inGeld oder geldgleicher Form aus der
262   Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Preis-
  262 tan, wie alle Einkommen in Geld oder geldgleicher Form aus der
  263 Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei-
263 264 ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als
264 265 Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen.
265 266 Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein-
266 267 kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt-
267 268 schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene
268 269 Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek-
269   kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Marktbetrag,
270   der zur letzten Kvvovvnsumtion( Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
  270 kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Markbetrag,
  271 der zur letzten Kvvovvnsumtion ( Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
271 272 veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte
272 273 kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu,
273 274 ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab-
274 275 nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein-
275 276 kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen-
276 277 de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich
277   die Arbeitsleistung angewandt auf ein Nautrgut, die es zum Ent-
  278 die Arbeitsleistung angewandt auf ein Naturgut, die es zum Ent-
278 279 stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter
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289 290 die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein-
290 291 kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser
291 292 Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser
292   dafür erlangten Menge mit unserer [schlecht leserlich übertippt Lei]stung und im weiteren Ver-
  293 dafür erlangten Menge mit unserer **Lei**stung und im weiteren Ver-
293 294 gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält-
294 295 nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer-
295 296 den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der
296 297 wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle,
297 298 wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen
298   eine bewusste Tarifisierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch =
  299 eine bewusste Tarifierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch **-**
299 300 schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn
300   wir aber die be[übertippt z]ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen
  301 wir aber die be**z**ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen
301 302 in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so-
302 303 viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter-
303 304 vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner
310 311 und bei reiner Goldwährung endlich gleich dem Arbeitswerte,
311 312 der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das
312 313 Maass anlegen, wir(müssen immer die gleiche Grösse finden.
313        Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg,
  314      Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg [sic] ,
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323   als wir die Steuerpolitik des Staates unter geregelten wirt-
  324 als wir die S**t**euerpolitik des Staates unter geregelten wirt-
324 325 schaftlichen Verhältnissen ins Auge fassten und die Bindungen
325 326 nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die
326   Kriegsfinanzeirung der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf
  327 Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem
  328 Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf
327 329 Kaufkräfte, ohne die vorhandenen seiner Bürger vorhergehend zu
328 330 schwächen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus-
329 331 gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel,
335 337 er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten
336 338 die Anteile der einzelnen geschmälert werden. Es ist in der
337 339 Wirkung gleichgültig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum
338   entsage oder ob anders neben mit nicht durch Vorleistung legi-
  340 entsage oder ob andere neben mir nicht durch Vorleistung legi-
339 341 timierte Einkommen genau so wie die rechtmässigen zu kaufen
340 342 vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen
341 343 ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im
342 344 gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings
343   betrachtet, erweist sich diese F[übertippt o]rm als die denkbar einfachste,
344   denn er sit durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom in[übertippt =]
  345 betrachtet, erweist sich diese F**o**rm als die denkbar einfachste,
  346 denn er ist durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom [sic] in**x**
345 347 Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir
346 348 müssen sie über uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier
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357 359 kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in
358   der stabilen Wirthscaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-
359   längern sowohl der Einkommens-als auch der Gütergrösse erkennen,
360   sodaass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen
  360 der stabilen Wirtschaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-
  361 längern sowohl der Einkommens- als auch der Gütergrösse erkennen,
  362 sodass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen
361 363
362 364 %%(math)
363 365 können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %%
364 366 und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben
365   wir nun eine sich in entgegengesetzter Richtung verändernde Rei-
  367 wir nun eine sich in entgegengesetzter Rvvivvchtung verändernde Rei-
366 368 he. Das Einkommen nur in Konsumgütern Verwendung finden, dürfen wir
367   die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustire nicht mit
  369 die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustrie nicht mit
368 370 in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender
369 371 Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %%
370 372 Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei Konsumgüter mehr
377 379 schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er-
378 380 klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer
379 381 Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht
380   und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutaabwertung des
  382 und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutabewertung des
381 383 Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir-
382 384 kung gelangte und was dergleichen sinnfällige Täuschungen der
383 385 Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen
393 395
394 396 ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens,
395 397 auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa-
396   pergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
  398 piergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
397 399 gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis-
398 400 herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise
399 401 waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen
403 405 am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht-
404 406 mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als
405 407 einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen
406   mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d.h. die Preise
  408 mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d**.**h. die Preise
407 409 müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine
408   Unterschiedung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
  410 Unterscheidung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
409 411 gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft.
410 412 Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung
411 413 nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der
413 415 etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei-
414 416 ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel-
415 417 nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind.
416   Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass das eben die beweglichsten Ein-
  418 Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Ein-
417 419 kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen
418   anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmenrgewinnes hat die
  420 anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die
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429 431 Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und
430   wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhes Nominaleinkommen
431   bezigen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
  432 wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhtes Nominaleinkommen
  433 bezogen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
432 434 trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern.
433 435 Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-
434   genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar [übertippt h]errschte auf
  436 genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar **h**errschte auf
435 437 der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und
436 438 Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der
437 439 Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla-
438 440 tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer
439     einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung
  441  einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung
440 442 hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-
441     währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den
  443  währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den
442 444 bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt
443 445 sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei-
444     den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
  446  den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
445 447 liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-
446 448 schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden,
447   sind nun völlig frei und streiten sich u[übertippt m] die Priorität. Dass die
  449 sind nun völlig frei und streiten sich u**m** die Priorität. Dass die
448 450 Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-
449 451 ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte
450 452 Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-
464 466 aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen,
465 467 die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit
466 468 nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und
467   Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger [übertippt g]leich-
  469 Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger **g**lei-
468 470 cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-
469 471 rium der gesunden Wirtschaft.
470 472      Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die
471 473 gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe
472 474 der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.
473   Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis-oder Ein-
  475 Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- oder Ein-
474 476 kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung
475 477 ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan-
476 478 de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde
477 479 zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä-
478 480 digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede
479   Kalkulation als Preis-und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
480   Herstellungsprozessen so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
  481 Kalkulation als Preis- und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
  482 Herstellungsprozesses so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
481 483 auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-
482 484 dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso
483 485 die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht
484 486 gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen
485 487 abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen
486   Kalkulation zu lösen und darum fiden auch die Grössen, die sich
  488 Kalkulation zu lösen und darum finden auch die Grössen, die sich
487 489 negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.
488 490
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497 499
498 500      Die stabile Währung hat aufgehört in jedem Augenblick,
499   wo das Gleichgewicht des ersten Gütertausches gestört wurde
  501 wo das Gleichgewicht des ersten Güteraustausches gestört wurde
500 502 und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Ein-
501   kommensseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber
  503 kommenseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber
502 504 hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen
503 505 anderen berechtigten Gläubigern der Wirtschaft ihre Ansprüche
504 506 schmälerten. Hvvivver wurde das in Preisen und Einkommen angewandte
505   einheitliche Maass, für das die Werteinehit in Geldform nur das
  507 einheitliche Maass, für das die Werteinheit in Geldform nur das
506 508 Bewegungsmittel war, weil es eben als Nvvovvminaleinkommen der Pro-
507 509 duktion auf dem Fvvuvvsse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit
508 510 stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und
509   schient wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales
  511 schien wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales
510 512 Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich
511 513 dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche
512 514 ist, auf den verkörperten Arbeitswert stützen kann und zwar, was
514 516 in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkom-
515 517 men ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können
516 518 wir jetzt im immerwährend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel
517   von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen;- wir
  519 von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen**;**- wir
518 520 können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht
519 521 mehr am Gelde schätzen, können ihm Warencharakter nicht zuerken-
520 522 nen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers.
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533   überhaupt verneinen. Die Güter-und Dienstleistungen in der Wirt-
  535 überhaupt ver**n**einen. Die Güter- und Dienstleistungen in der Wirt-
534 536 schaft wurden infolge des nie zur Ruhe Kommens dadurch auch
535 537 immer nur in den verschiedensten Währungen ausgedrückt; d.h. der
536   immer gleich genannten Werteinehit wu[übertippt r]de stets ein anderer
  538 immer gleich genannten Werteinheit wu**r**de stets ein anderer
537 539 ökonomischer Inhalt imputiert. Die Mark von gestern war etwas
538 540 grundsätzlich anderes wie die von heute und jeder dazwischen
539 541 liegenden Stunde. Was unserer Währung fehlte, um als solche an-
540   gesprochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses
  542 ges**p**rochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses
541 543 an die Währung von gestern zur Umrechnung auf die neue und auf
542 544 die einheitliche Einheit. Bei einer aus freien Stücken gewähl-
543   ten Währungsänderung muss das Preisniveau sich ebenfalls um-
  545 ten Währungsänderung muss das Preisnive--n--au sich ebenfalls um-
544 546 stellen, aber diese Uvvmvvrechnung erfolgt in einem Zuge, und es be-
545 547 stehen dann die gleichen Relationen auf anderer Grundlage doch
546 548 genau wie vordem. Bei unserer immerwährenden, nie zur Ruhe ge-
547 549 langenden Umrechnung waren Deklassierung, Krisen und Klassen-
548   käm[übertippt p]fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin
  550 käm**p**fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin
549 551 erschöpft hätte wirtschaftlich ungerechtfertigte, nicht durch
550 552 Vorleistung erworbene Kaufkraft erzeugt zu haben, so wäre diese
551 553 Wirkung allein, wenn sie jedermann gleichmässig und unentrinn-
552   bar getroffen hätte, eine notwendige Erscheinung gewesen. Die
  554 bar getroffen hätte, eine notwendige Evvrvvscheinung gewesen. Die
553 555 schlimmste Wirkung aber brachte sie uns in der __Verschiebung__
554 556 der Einkommen.
555 557      Dass auch der Stand der Valuta in diesem Zvvuvvsammenhange