Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V
131 | die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade- |
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132 | aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein. |
133 | Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte |
134 | einer solchen, denn der Wvvevv |
135 | fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan- |
136 | ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö- |
137 | rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und |
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149 | in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder |
150 | gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un- |
151 | seren Kvvovvnsum mit gleichen |
152 | Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er |
153 | aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk- |
154 | te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der |
155 | zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und |
… | … |
167 | möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird |
168 | uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für |
169 | den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati- |
170 | schen Preisden |
171 | reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den |
172 | wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach |
173 | dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch |
… | … |
189 | ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also, |
190 | dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach |
191 | aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se- |
192 | hen auch, dass wir die Umlagerung |
193 | Grund des Bestehens von Klassen- |
194 | das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also |
195 | ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln |
196 | müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten? |
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220 | ankämpfen können. U |
221 | die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun- |
222 | gen aus eigenem Streben her |
223 | handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten, |
224 | der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei |
225 | erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von |
226 | der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität |
227 | ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die |
228 | Einkommensschichtung, die Art der Gütere |
229 | Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem |
230 | Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes |
231 | Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung |
232 | ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit |
233 | einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche |
234 | von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe- |
235 | darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro- |
236 | duk |
237 | Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan- |
238 | lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe |
239 | nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus- |
… | … |
259 | sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je- |
260 | den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den |
261 | Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge- |
262 | tan, wie alle Einkommen in |
263 | Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei |
264 | ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als |
265 | Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen. |
266 | Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein- |
267 | kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt- |
268 | schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene |
269 | Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek- |
270 | kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Mark |
271 | der zur letzten Kvvovvnsumtion |
272 | veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte |
273 | kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu, |
274 | ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab- |
275 | nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein- |
276 | kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen- |
277 | de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich |
278 | die Arbeitsleistung angewandt auf ein Na |
279 | stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter |
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281 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s139.png |
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290 | die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein- |
291 | kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser |
292 | Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser |
293 | dafür erlangten Menge mit unserer |
294 | gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält- |
295 | nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer- |
296 | den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der |
297 | wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle, |
298 | wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen |
299 | eine bewusste Tarifi |
300 | schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn |
301 | wir aber die be |
302 | in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so- |
303 | viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter- |
304 | vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner |
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311 | und bei reiner Goldwährung endlich gleich dem Arbeitswerte, |
312 | der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das |
313 | Maass anlegen, wir(müssen immer die gleiche Grösse finden. |
314 | Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg |
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324 | als wir die S |
325 | schaftlichen Verhältnissen ins Auge fassten und die Bindungen |
326 | nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die |
327 | Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem |
328 | Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf |
329 | Kaufkräfte, ohne die vorhandenen seiner Bürger vorhergehend zu |
330 | schwächen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus- |
331 | gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel, |
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337 | er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten |
338 | die Anteile der einzelnen geschmälert werden. Es ist in der |
339 | Wirkung gleichgültig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum |
340 | entsage oder ob ander |
341 | timierte Einkommen genau so wie die rechtmässigen zu kaufen |
342 | vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen |
343 | ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im |
344 | gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings |
345 | betrachtet, erweist sich diese F |
346 | denn er |
347 | Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir |
348 | müssen sie über uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier |
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359 | kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in |
360 | der stabilen Wirt |
361 | längern sowohl der Einkommens- |
362 | soda |
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364 | %%(math) |
365 | können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %% |
366 | und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben |
367 | wir nun eine sich in entgegengesetzter R |
368 | he. Das Einkommen nur in Konsumgütern Verwendung finden, dürfen wir |
369 | die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindust |
370 | in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender |
371 | Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %% |
372 | Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei Konsumgüter mehr |
… | … |
379 | schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er- |
380 | klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer |
381 | Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht |
382 | und gar auf dem Wege über die schlechtere Valuta |
383 | Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir- |
384 | kung gelangte und was dergleichen sinnfällige Täuschungen der |
385 | Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen |
… | … |
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396 | ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens, |
397 | auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa- |
398 | p |
399 | gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis- |
400 | herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise |
401 | waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen |
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405 | am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht- |
406 | mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als |
407 | einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen |
408 | mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d |
409 | müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine |
410 | Untersch |
411 | gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft. |
412 | Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung |
413 | nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der |
… | … |
415 | etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei- |
416 | ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel- |
417 | nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind. |
418 | Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass |
419 | kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen |
420 | anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehme |
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431 | Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und |
432 | wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöh |
433 | bez |
434 | trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern. |
435 | Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge- |
436 | genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar |
437 | der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und |
438 | Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der |
439 | Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla- |
… | … |
443 | währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den |
444 | bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt |
445 | sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei- |
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447 | liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt- |
448 | schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden, |
449 | sind nun völlig frei und streiten sich u |
450 | Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver- |
451 | ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte |
452 | Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis- |