Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V
290 | die dafĂŒr erhĂ€ltlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein- |
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291 | kommen mit einander wohl in Beziehung stĂŒnden; wenn wir unser |
292 | Einkommen in GĂŒtern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser |
293 | dafĂŒr erlangten Menge mit unserer |
294 | gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die VerhÀlt- |
295 | nismÀssigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer- |
296 | den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der |
297 | wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle, |
298 | wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen |
299 | eine bewusste Tarifi |
300 | schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn |
301 | wir aber die be |
302 | in GĂŒtermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so- |
303 | viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im GĂŒter- |
304 | vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner |
… | … |
311 | und bei reiner GoldwÀhrung endlich gleich dem Arbeitswerte, |
312 | der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das |
313 | Maass anlegen, wir(mĂŒssen immer die gleiche Grösse finden. |
314 | Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg |
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316 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s140.png |
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… | … |
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324 | als wir die S |
325 | schaftlichen VerhÀltnissen ins Auge fassten und die Bindungen |
326 | nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die |
327 | Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem |
328 | Wesen der unstabilen WÀhrung nÀher zu kommen. Der Staat schuf |
329 | KaufkrĂ€fte, ohne die vorhandenen seiner BĂŒrger vorhergehend zu |
330 | schwÀchen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus- |
331 | gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel, |
… | … |
337 | er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten |
338 | die Anteile der einzelnen geschmÀlert werden. Es ist in der |
339 | Wirkung gleichgĂŒltig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum |
340 | entsage oder ob ander |
341 | timierte Einkommen genau so wie die rechtmÀssigen zu kaufen |
342 | vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen |
343 | ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im |
344 | gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings |
345 | betrachtet, erweist sich diese F |
346 | denn er |
347 | Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir |
348 | mĂŒssen sie ĂŒber uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier |
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… | … |
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359 | kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. WĂ€hrend wir in |
360 | der stabilen Wirt |
361 | lÀngern sowohl der Einkommens- |
362 | soda |
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364 | %%(math) |
365 | können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %% |
366 | und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben |
367 | wir nun eine sich in entgegengesetzter R |
368 | he. Das Einkommen nur in KonsumgĂŒtern Verwendung finden, dĂŒrfen wir |
369 | die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindust |
370 | in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender |
371 | Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %% |
372 | Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei KonsumgĂŒter mehr |
… | … |
379 | schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er- |
380 | klĂ€rung fĂŒr die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer |
381 | Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht |
382 | und gar auf dem Wege ĂŒber die schlechtere Valuta |
383 | Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir- |
384 | kung gelangte und was dergleichen sinnfÀllige TÀuschungen der |
385 | Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen |
… | … |
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396 | ganz natĂŒrlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens, |
397 | auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa- |
398 | p |
399 | gen fĂŒr die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis- |
400 | herigen AusfĂŒhrungen folgendermaassen erklĂ€ren: Die alten Preise |
401 | waren der Ausdruck einer in den rechtmÀssigen Einkommen gegebenen |
… | … |
405 | am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht- |
406 | mÀssigem und unrechtmÀssigem Einkommen zusammengenommen auch als |
407 | einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum mĂŒssen |
408 | mehr solche Einheiten fĂŒr ein Gut gegeben werden, d |
409 | mĂŒssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine |
410 | Untersch |
411 | gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft. |
412 | Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung |
413 | nicht alle gleichmÀssig betrifft, sondern abgestuft je nach der |
… | … |
415 | etwas in der Reihenfolge Erzeuger, HĂ€ndler, Agenten, Makler, Arbei- |
416 | ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel- |
417 | nen vvvorvvĂŒbergehende Verschiebungen natĂŒrlich durchaus möglich sind. |
418 | Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass |
419 | kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden VerhÀltnissen |
420 | anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehme |
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431 | Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und |
432 | wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöh |
433 | bez |
434 | trischen Ringe auf der WvvavvsserflÀche sich mehr und mehr erweitern. |
435 | Mit einem Preise hÀngen alle Preise zusammen und ziehen sich ge- |
436 | genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar |
437 | der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und |
438 | Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der |
439 | Ausgleich zwischen Einkommen und GĂŒtern gegeben wĂ€re, aber Infla- |
440 | tionwelle auf Welle lÀsst den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer |
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442 | hÀtte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer- |
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444 | bekannten Zvvuvvstand der dauernden UnstabilitÀt. AllmÀhlich lÀsst |
445 | sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primÀr und sekundÀr schei- |
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447 | liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt- |
448 | schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die GoldwÀhrung gebunden, |
449 | sind nun völlig frei und streiten sich u |
450 | Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver- |
451 | stÀndlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte |
452 | GĂŒterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis- |