Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V




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12      Jede Wirtschaft muss ihrem wahren Wesen nach eigentlich 11      Jede Wirtschaft muss ihrem wahren Wesen nach eigentlich
13 eine stabile sein, denn Wirtschaften als Zeitwort heisst für das 12 eine stabile sein, denn Wirtschaften als Zeitwort heisst für das
14 Einzelindividuum Einkommen und Verbrauch in Gleichklang bringen. 13 Einzelindivifuum Einkommen und Verbrauch in Gleichklang bringen.
15 Das will bedeuten in der Periode der Naturalwirtschaft die Er- 14 Das will bedeuten in der Periode der Naturalwirtschaft die Er-
16 zeugung der für das Leben des Einzelnen oder der Familie notwen- 15 zeugung der für das Leben des Einzelnen oder der Falilie notwen-
17 digen Bedarfsgüter, und auf weiterer Stufe kommt hinzu noch ein 16 digen Bedarfsgüter, und auf weiterer Stufe kommt hinzu noch ein
18 gelegentlicher Tausch darüber hinaus. Wo Erzeugung und Verbrauch 17 gelegentlicher Tausch darüber hinaus. Wo Erzeugung und Verbauch
19 von so kleinem Kreise, möglicherweise gar von der Arbeit und dem 18 von so kleinem Kreise, möglicherweise gar von der Arbeit und dem
20 Kvvovvnsum ein und derselben Person getätigt wird, wo Ort der Erzeu- 19 Kvvovvnsum ein und derselben Person getätigt wird, wo Ort der Erzeu-
21 gung und der des Verbrauchs Zvvuvvsammenfallen, da erscheint uns das 20 gung und der des Verbrauchs Zvvuvvsammenfallsen, da erscheint uns das
22 Wirtschaften, wenn wir von der Art und Weise der Bedarfsbefriedi- 21 Wirtschaften, wenn wir von der Art und Weise der Bedarfsbefriedi-
23 gung absehen, nur als der Ablauf eines sich immerfort wiederholen- 22 gung absehen, nur als der Ablauf eines sich immerfort wiederholen-
24 den Naturgesetzes. Eine unstabile Währung kann nicht existieren, 23 den Naturgesetzes. Eine unstabile Währung kann nicht existieren,
25 wo nur ein Verzehren des selbst Erarbeiteten stattfindet und an- 24 wo nur ein Verzehren des selbst Erarbeiteten stattfindet und an-
26 deres ist uns dort nicht erreichbar. Mit der modernen Entwicklung, 25 deres ist uns dort nicht erreichbar. Mit der modernen Entwicklung,
27 ganz besonders der der Arbeitsteilung, müssen wir unsere Produkte 26 ganz besonders der der Arbeitsteilung, müssen wir unsere Produkte
28 nunmehr auf den Markt bringen, der an den Einzelpreisen die letz- 27 nunmehr auf den MArkt bringen, der an den Einzelpreisen die letz-
29 ten Korrekturen trifft und der uns die Güter anbietet, gleichdi- 28 ten Korrekturen trifft und der uns die Güter anbietet, gleichdi-
30 mensionale Dinge, unter denen wir nach freier Wahl unsere Bedürf- 29 mensionale Dinge, unter denen wir nach freier Wahl unsere Bedürf-
31 nisse de**c**ken können. Der Marktmechanismus schuf das Geld im Charak- 30 nisse de[übertippt c]ken können. Der Marktmechanismus schuf das Geld im Charak-
32   ter des Tauschgutes als auch späterhin in dem des Tauschmittel**s**. 31   ter des Zauschgutes als auch späterhin in dem des Tauschmittel[übertippt z].
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42 Verbauch, sind nun weit auseinander gerissen und doch sollen, 41 Verbauch, sind nun weit auseinander gerissen und doch sollen,
43 wie im allerprimitivsten Verhältnis beide in Parallelität ge- 42 wie im allerprimitivsten Verhältnis beide in Parallelität ge-
44 bracht werden, sollen durch das Dazwischntreten [sic] des Marktes, des 43 bracht werden, sollen durch das Dazwischntreten [sic] des Marktes, des
45 Konkurrenzkampfes, durch die immer grösseren Ausmaasse --(-- der Ge- 44 Konkurrenzkampfes, durch die immer grösseren Ausmaasse [durchgestr. handschr. ---(--] der Ge-
46 meinschaften, durch die ganze Art der Einkommenschichtung und 45 meinschaften, durch die ganze Art der Einkommenschichtung und
47 -verteilung in Form von in Geld ausgedrückten Nominaleinkommen, 46 -verteilung in Form von in Geld ausgefrückten Nominaleinkommen,
48 die Ha**r**monie der gerechten Güteraufteilung auf Grund des geleis- 47 die Ha[übertippt r]monie der gerechten Güteraufteilung auf Grund des geleis-
49 teten Beitrages nicht gestört werden. 48 teten Beitrages nicht gestört werden.
50      Ivvmvv Verhältnis nach aussen tritt jedes wirtschaftliche 49      Ivvmvv Verhältnis nach aussen tritt jedes wirtschaftliche
51 Gebilde, das in sich und im Zvvuvvsammenwirken aller den Weg von Er**-** 50 Gebilde, das in sich und im Zvvuvvsammenwirken aller den Weg von Er-
52 zeugung zu Verbrauch durchmisst, anderen gleich inhaltlichen For- 51 zeugung zu Verbrauch durchmisst, anderen gleich inhaltlichen For-
53 men als eine selbständige, den Werten nach sich selbst genügende 52 men als eine selbständige, den Werten nach sich selbst genügende
54 und gleichwertige Grösse entgegen. Damit ist nicht ausgedrückt, 53 und gleichwertige Grösse entgegen. Damit ist nicht ausgedrückt,
55 dass innerhalb der Gemeinschaft der gerechte Güteraustausch und 54 dass innerhalb der Gemeinschaft der gerechte Güteraustausch und
56 Einkommensbezug auf Grund des wirklich realen Inhalts jeder 55 Einkommensbezug auf Grund des wirklich realen Inhalts jeder
57 Leistung garantiert wäre. Ivvnvv einer i**r**gendwie verbundenen Gruppe 56 Leistung garantiert wäre. Ivvnvv einer i[übertippt r]gendiwe verbundenen Gruppe
58 kann das Sozialprodukt bei Verausgabung aller Einkommen wohl 57 kann das Sozialprodukt bei Verausgabung aller Einkommen wohl
59 restlos aufgezehrt sein und die Wirtschaft als Einheit genommen 58 restlos aufgezehrt sein und die Wirtschaft als Einheit genommen
60 erscheint gesund und ausbilanziert; trotzdem kann damit in der 59 erscheint gesund und ausbalanziert; trotzdem kann damit in der
61 Art der Verteilung jeweils ungleiches zu gleichem werden. Denken 60 Art der Verteilung jeweils ungleiches zu gleichem werden. Denken
62 wir beispielsweise an einen selbständigen Haushalt mit Sklaven- 61 wir beispielsweise an einen selbständigen Haushalt mit Sklaven-
63 arbeit. Deren Wahren Equivalent wäre meist die ganze Erzeugung; 62 arbeit. Deren Wahren Equivalent wäre meist die ganze Erzeugung;
64 statt dessen erhalten die Sklaven das physische Existenzminimum 63 statt dessen erhalten die Sklaven das physische Existenzminimum
65 und der Rest ist arbeitsloses Herreneinkommen. Wer aber wird 64 und der Rest ist arbeitsloses Herreneinkommen. Wer aber wird
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80 wo sie auftreten und dennoch - das Gleichgewicht der Wirtschaft 80 wo sie auftreten und dennoch - das Gleichgewicht der Wirtschaft
81 als ganzes braucht dadurch nicht gestört zu werden. Wir können 81 als ganzes braucht dadurch nicht gestört zu werden. Wir können
82 endlich wieder die ganze Welt als e i n e Wirtschaft ansehen, 82 endlich wieder die ganze Welt als e i n e Wirtschaft ansehen,
83 in der die Nationen die Rolle der Einzelindividuen spielen**.** 83 in der Die Nationen die Rolle der Einzelindividuen spielen -.
84 Bilanziert dieses Weltwirtschaftsgebilde nicht auch in dem Sinne, 84 Bilanziert dieses Weltwirtschaftsgebilde nicht auch in dem Sinne,
85 dass es sich selbst genügt und mit seinen Mitteln haushält und 85 dass es sich selbst genügt und mit seinen Mitteln haushält und
86 sind nicht auch hier die einzelnen Mitglieder, die abhängigen 86 sind nicht auch hier die einzelnen Mitglieder, die abhängigen
90 lande Kolonialgewinne zu ermöglichen . 90 lande Kolonialgewinne zu ermöglichen .
91      Alle die erwähnten Fälle aber sind solche, wo es sich 91      Alle die erwähnten Fälle aber sind solche, wo es sich
92 um eine Verteilungsfrage handelt, immer aber eine Verteilungsfrage 92 um eine Verteilungsfrage handelt, immer aber eine Verteilungsfrage
93 innerhalb der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten nur auf 93 innerhalb der gegebenen wirtschaftliche Möglichkeiten nur auf
94 Grund des vorhandenen Vorrats, und da spielt der Grad, in dem ge- 94 Grund des vorhandenen Vorrats, und da spielt der Grad, in dem ge-
95 sellschaftliche oder mach**t**politische, vielleicht in langer histo-- 95 sellschaftliche oder machtpolitische, vielleicht in langer histo--
96 rischer, immer aber in organischer Entwic**k**lung entstanden--d--e und 96 rischer, immer aber in organischer Entwicklung entstanden[handschr. durchgestr. --d--]e und
97 in dem Wesen des modernen Einkommensbezugs in Geldform wie in 97 in dem Wesen des modernen Einkommensbezugs in Geldform wie in
98 der Struktur der Wirtschaft liegenden Momente die Reinheit der 98 der Struktur der Wirtschaft liegenden Momente die Reinheit der
99 Oekonomik zu trüben vermögen, keine Rolle. Ganz besonders ist die 99 Oekonomik zu trübern vermögen, keine Rolle. Ganz besonders ist die
100 Schichtung der Einkommen auf Grund ihrer Entlohnung in sich genau 100 Schichtung der Einkommen auf Grund ihrer Entlohnung in sich genau
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124 griffen der anderen. Evvivvne wirtschaftliche Krise muss innerhalb 124 griffen der anderen. Evvivvne wirtschaftliche Krise muss innerhalb
125 der Währungsgrenze zum Austrage kommen und kann nach aussen nur 125 der Währungsgrenze zum Austrage kommen und kann nach aussen nur
126 mittelbar über den Weltmarkt, wie durch Absatzkrisen und dergl. 126 mittelbar über den Weltmarkt, wie durch Absatzkrisen und dergl.
127 auch für anderen [sic] Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden 127 auch für anderen Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden
128 die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade- 128 die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade-
129 aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein. 129 aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein.
130 Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte 130 Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte
131 einer solchen, denn der Wvvevvchselkurs ist ja nur der Umrechnungskohe- 131 einer solchen, denn der Wvvevvvchselkurs ist ja nur der Umrechnungskohe-
132 fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan- 132 fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan-
133 ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö- 133 ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö-
134 rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und 134 rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und
135 nicht dort, wo sie wohl sinnfällig, aber erst in sekundärer Folge 135 nicht dort, wo sie wohl sinnfällig, aber erst in sekundärer Folge
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146 in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder 146 in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder
147 gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un- 147 gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un-
148 seren Kvvovvnsum mit gleichen Werten bezahlt machen. Der normale 148 seren Kvvovvnsum mit gleichen werten bezahlt machen. Der normale
149 Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er**z**eugen und dann 149 Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst erzeugen und dann
150 aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk- 150 aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk-
151 te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der 151 te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der
152 zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und 152 zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und
164 möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird 164 möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird
165 uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für 165 uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für
166 den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati- 166 den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati-
167 schen Preisden [sic] der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export 167 schen Preisden der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export
168 reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den 168 reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den
169 wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach 169 wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach
170 dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch 170 dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch
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186 ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also, 186 ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also,
187 dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach 187 dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach
188 aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se- 188 aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se-
189 hen auch, dass wir die Umlagerung der wirk**l**ichen Einkommen auf 189 hen auch, dass wir die Umlagerung cer wirk[übertippt l]ichen Einkommen auf
190 Grund des Bestehens von Klassen- oder Personalmonopol nicht als 190 Grund des Bestehens von Klassen-oder Personalmonopol nicht als
191 das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also 191 das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also
192 ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln 192 ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln
193 müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten? 193 müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten?
205 len des Münzparis hätte uns nur unseres Goldes beraubt und wir 205 len des Münzparis hätte uns nur unseres Goldes beraubt und wir
206 hätten doch nicht gegen die Naturnotwendigkeit der Loslösung 206 hätten doch nicht gegen die Naturnotwendigkeit der Loslösung
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217 ankämpfen können. U**n**ter der Herrschaftvder Goldwährung war 217 ankämpfen können. U[übertippt vvnvv]ter der Herrschaftvder Goldwährung war
218 die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun- 218 die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun-
219 gen aus eigenem Streben heraus und gezwungen durch die gleich 219 gen aus eigenem Streben heruas und gezwungen durch die gleich
220 handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten, 220 handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten,
221 der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei 221 der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei
222 erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von 222 erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von
223 der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität 223 der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität
224 ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die 224 ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die
225 Einkommensschichtung, die Art der Gütere**r**zeugung ( wie z.B. die 225 Einkommensschichtung, die Art der Gütererzeugung( wie z.B.die
226 Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem 226 Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem
227 Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes 227 Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung der Kriegsumlagerung
228 Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung    
229 ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit 228 ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit
230 einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche 229 einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche
231 von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe- 230 von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe-
232 darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro- 231 darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro-
233 duktion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der 232 dukion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
234 Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan- 233 Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan-
235 lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe 234 lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe
236 nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus- 235 nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus-
240 entlohnt werden, und zwar traten alle diese neuen Anforderungen 239 entlohnt werden, und zwar traten alle diese neuen Anforderungen
241 an den Staat mit zwingender Gewalt heran und forderten dringend 240 an den Staat mit zwingender Gewalt heran und forderten dringend
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256 sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je- 255 sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je-
257 den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den 256 den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den
258 Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge- 257 Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge-
259 tan, wie alle Einkommen in Geld oder geldgleicher Form aus der 258 tan, wie alle Einkommen inGeld oder geldgleicher Form aus der
260 Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei- 259 Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Preis-
261 ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als 260 ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als
262 Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen. 261 Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen.
263 Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein- 262 Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein-
264 kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt- 263 kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt-
265 schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene 264 schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene
266 Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek- 265 Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek-
267 kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Markbetrag, 266 kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Marktbetrag,
268 der zur letzten Kvvovvnsumtion ( Beschaffung zum Zwecke der Weiter- 267 der zur letzten Kvvovvnsumtion( Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
269 veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte 268 veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte
270 kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu, 269 kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu,
271 ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab- 270 ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab-
272 nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein- 271 nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein-
273 kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen- 272 kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen-
274 de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich 273 de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich
275 die Arbeitsleistung angewandt auf ein Naturgut, die es zum Ent- 274 die Arbeitsleistung angewandt auf ein Nautrgut, die es zum Ent-
276 stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter 275 stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter
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287 die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein- 286 die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein-
288 kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser 287 kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser
289 Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser 288 Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser
290 dafür erlangten Menge mit unserer **Lei**stung und im weiteren Ver- 289 dafür erlangten Menge mit unserer [schlecht leserlich übertippt Lei]stung und im weiteren Ver-
291 gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält- 290 gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält-
292 nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer- 291 nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer-
293 den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der 292 den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der
294 wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle, 293 wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle,
295 wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen 294 wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen
296 eine bewusste Tarifierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch **-** 295 eine bewusste Tarifisierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch =
297 schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn 296 schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn
298 wir aber die be**z**ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen 297 wir aber die be[übertippt z]ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen
299 in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so- 298 in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so-
300 viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter- 299 viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter-
301 vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner 300 vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner
304 ökonomische Inhalt der Werteinheit gleich sein, bezogen auf den 303 ökonomische Inhalt der Werteinheit gleich sein, bezogen auf den
305 Arbeitswert jedes einzelnen Gutes, gemessen auch am Arbeitsauf- 304 Arbeitswert jedes einzelnen Gutes, gemessen auch am Arbeitsauf-
306 wand jeder einzelnen Tätigkeit, muss ferner gleich sein dem Ex- 305 wand jeder einzelnen Tätigkeit, muss ferner gleich sein dem Ex-
307 trakt aus der ganzen Wirtschaft in der Form %%(math) \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) %% 306 trakt aus der ganzen Wirtschaft in der Form {{math}} %%(math) __Realeinkommen__ \over Nominaleinkommen%%
308 und bei reiner Goldwährung endlich gleich dem Arbeitswerte, 307
309 der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das 308 | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s140.png
310 Maass anlegen, wir(müssen immer die gleiche Grösse finden.    
311      Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg [sic] ,    
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321 als wir die S**t**euerpolitik des Staates unter geregelten wirt-    
322 schaftlichen Verhältnissen ins Auge fassten und die Bindungen    
323 nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die    
324 Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem    
325 Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf    
326 Kaufkräfte, ohne die vorhandenen seiner Bürger vorhergehend zu    
327 schwächen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus-    
328 gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel,    
329 dass der Präsentant des letzteren mit dem Schein eine Quittung    
330 über eine Leistung, und zwar eine von der Wirtschaft akzeptierte    
331 Leistung in Händen hält, während der Staat mit seinem Wechsel    
332 nicht Banknoten, sondern aus dem Nichts geschaffenes Papiergeld,    
333 aber das mit gleicher Wirkung in Verkehr bringt. Damit fand    
334 er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten    
335 die Anteile der einzelnen geschmälert werden. Es ist in der    
336 Wirkung gleichgültig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum    
337 entsage oder ob andere neben mir nicht durch Vorleistung legi-    
338 timierte Einkommen genau so wie die rechtmässigen zu kaufen    
339 vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen    
340 ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im    
341 gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings    
342 betrachtet, erweist sich diese F**o**rm als die denkbar einfachste,    
343 denn er ist durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom [sic] in**x**    
344 Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir    
345 müssen sie über uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier    
346    
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355    
356 kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in    
357 der stabilen Wirtschaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-    
358 längern sowohl der Einkommens- als auch der Gütergrösse erkennen,    
359 sodass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen    
360    
361 %%(math)    
362 können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %%    
363 und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben    
364 wir nun eine sich in entgegengesetzter Rvvivvchtung verändernde Rei-    
365 he. Das Einkommen nur in Konsumgütern Verwendung finden, dürfen wir    
366 die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustrie nicht mit    
367 in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender    
368 Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %%    
369 Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei Konsumgüter mehr    
370 erzeugt worden wären und diese schliesslich bis auf 0 anlangten;    
371 es soll damit vielmehr nur ausgedrückt sein, dass die Nominalein-    
372 kommen stetig anschwollen, während die Gütermenge ständig die Ten-    
373 denz zur Verringerung aufwies. Periodisch gesehen, war es vielleicht    
374 folgendermassen: %%(math) \( {100 \over 10}\) dann \({200 \over 9}\) dann \({300 \over 9}\) dann \({300 \over 8}\) %% usf. mit    
375 immerwährender Vergrösserung des Zählers. Wir wollen ja aus diesen    
376 schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er-    
377 klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer    
378 Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht    
379 und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutabewertung des    
380 Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir-    
381 kung gelangte und was dergleichen sinnfällige Täuschungen der    
382 Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen    
383    
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392    
393 ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens,    
394 auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa-    
395 piergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-    
396 gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis-    
397 herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise    
398 waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen    
399 Arbeitsleistung, nunmehr treten Einkommen ohne solche Arbeitsleis-    
400 tung hinzu, und der schliessliche Erfolg muss der sein, dass die    
401 Preise nominell steigen, denn die Werteinheiten, die güterheischend    
402 am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht-    
403 mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als    
404 einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen    
405 mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d**.**h. die Preise    
406 müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine    
407 Unterscheidung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-    
408 gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft.    
409 Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung    
410 nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der    
411 Entfernung des Berufes vom Güterbesitz und der Güterproduktion,    
412 etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei-    
413 ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel-    
414 nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind.    
415 Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Ein-    
416 kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen    
417 anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die    
418    
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427    
428 Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und    
429 wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhtes Nominaleinkommen    
430 bezogen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-    
431 trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern.    
432 Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-    
433 genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar **h**errschte auf    
434 der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und    
435 Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der    
436 Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla-    
437 tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer    
438  einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung    
439 hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-    
440  währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den    
441 bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt    
442 sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei-    
443  den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-    
444 liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-    
445 schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden,    
446 sind nun völlig frei und streiten sich u**m** die Priorität. Dass die    
447 Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-    
448 ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte    
449 Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-    
450 g[übertippt ebühr] güter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres Produktes    
451 abzüglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die    
452 Unkosten über den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle    
453    
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462    
463 aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen,    
464 die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit    
465 nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und    
466 Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger **g**lei-    
467 cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-    
468 rium der gesunden Wirtschaft.    
469      Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die    
470 gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe    
471 der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.    
472 Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- oder Ein-    
473 kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung    
474 ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan-    
475 de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde    
476 zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä-    
477 digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede    
478 Kalkulation als Preis- und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des    
479 Herstellungsprozesses so vielfache Verschiebungen, dass wir darin    
480 auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-    
481 dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso    
482 die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht    
483 gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen    
484 abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen    
485 Kalkulation zu lösen und darum finden auch die Grössen, die sich    
486 negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.    
487    
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496    
497      Die stabile Währung hat aufgehört in jedem Augenblick,    
498 wo das Gleichgewicht des ersten Güteraustausches gestört wurde    
499 und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Ein-    
500 kommenseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber    
501 hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen    
502 anderen berechtigten Gläubigern der Wirtschaft ihre Ansprüche    
503 schmälerten. Hvvivver wurde das in Preisen und Einkommen angewandte    
504 einheitliche Maass, für das die Werteinheit in Geldform nur das    
505 Bewegungsmittel war, weil es eben als Nvvovvminaleinkommen der Pro-    
506 duktion auf dem Fvvuvvsse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit    
507 stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und    
508 schien wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales    
509 Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich    
510 dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche    
511 ist, auf den verkörperten Arbeitswert stützen kann und zwar, was    
512 wesentlich ist, in jedem Falle und nach jeder Seite auf einen    
513 in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkom-    
514 men ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können    
515 wir jetzt im immerwährend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel    
516 von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen**;**- wir    
517 können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht    
518 mehr am Gelde schätzen, können ihm Warencharakter nicht zuerken-    
519 nen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers.    
520      Wenn wir unter Währung einen Masswert uns vorstellen, so    
521 können wir bei unstabiler Wirtschaft das Bestehen einer Währung    
522    
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531    
532 überhaupt ver**n**einen. Die Güter- und Dienstleistungen in der Wirt-    
533 schaft wurden infolge des nie zur Ruhe Kommens dadurch auch    
534 immer nur in den verschiedensten Währungen ausgedrückt; d.h. der    
535 immer gleich genannten Werteinheit wu**r**de stets ein anderer    
536 ökonomischer Inhalt imputiert. Die Mark von gestern war etwas    
537 grundsätzlich anderes wie die von heute und jeder dazwischen    
538 liegenden Stunde. Was unserer Währung fehlte, um als solche an-    
539 ges**p**rochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses    
540 an die Währung von gestern zur Umrechnung auf die neue und auf    
541 die einheitliche Einheit. Bei einer aus freien Stücken gewähl-    
542 ten Währungsänderung muss das Preisnive--n--au sich ebenfalls um-    
543 stellen, aber diese Uvvmvvrechnung erfolgt in einem Zuge, und es be-    
544 stehen dann die gleichen Relationen auf anderer Grundlage doch    
545 genau wie vordem. Bei unserer immerwährenden, nie zur Ruhe ge-    
546 langenden Umrechnung waren Deklassierung, Krisen und Klassen-    
547 käm**p**fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin    
548 erschöpft hätte wirtschaftlich ungerechtfertigte, nicht durch    
549 Vorleistung erworbene Kaufkraft erzeugt zu haben, so wäre diese    
550 Wirkung allein, wenn sie jedermann gleichmässig und unentrinn-    
551 bar getroffen hätte, eine notwendige Evvrvvscheinung gewesen. Die    
552 schlimmste Wirkung aber brachte sie uns in der __Verschiebung__    
553 der Einkommen.    
554      Dass auch der Stand der Valuta in diesem Zvvuvvsammenhange    
555 nichts wesentliches bedeutet, ist uns wohl klar geworden. Wir    
556 haben es hier mit einer durchaus innerwirtschaftlichen Erschei-    
557    
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566    
567 nung zu tun und die Valuta lässt nur das Chaos der Wirtschaft    
568 in besonders grellem Lichte erscheinen. Ebenso wenig dürfen wir    
569 glauben, fehlende Werte vom Ausland gestellt zu erhalten. Die ganze    
570 Wirkung muss sich im vvLavvnde selbst kundtun. In erster vvLvvinie umge.= [sic]    
571 waälzt [sic] wurde alles, was mit einer Forderung oder Schuld in irgend-    
572 einer Form zusammen **h**ing. Was das Einkommen anlangt, so sagten wir    
573 davon bei der stabilen Währung, dass wir mit ihm gleichzeitig im    
574 Besitze des Equivalents hiezu sind und eine Auswahl gleicher    
575 Werte auf dem Markte uns zur Verfügung steht. Bei der gestörten    
576 Wirtschaft ist das Evvivvnkommen schon einmal in der Spanne, in der    
577 es dem einzelnen zur Verfügung gelangt, nur mehr oder weniger    
578 dasjenige einer Währung niedrigeren und verschiedensten Wertes;    
579 nämlich eines solchen, **d**er auf dem Gütermarkte bereits in der Ver-    
580 gangenheit in Anwendung gebracht wurde. Dagegen könnte es mögli-    
581 cherweise auch ein Einkommen sein mit einer Wertmaass-Zugrunde-    
582 legung, die auf dem Gütermarkte erst späterhin Regel wird; - auf    
583 der einen Seite also ein Einkommen, das nicht annähernd das Equi-    
584 valent der Arbeitsleistung und - das ist wesentlich - auch nicht    
585 das des Einkommens am Tage der Leistung und auch nicht an dem    
586 des Bezuges darstellt, auf der anderen Seite wieder ein solches,    
587 das sofort ausgegeben, den Käufer in den Besitz grösserer Güter-    
588 mengen setzt, als er an Werten der Wirtschaft beigesteuert hat oder    
589 bei Vorauszahlung nach leisten wird. Die meisten wirtschaftlichen    
590 Fragen waren nicht mehr solche der Ueberlegung und die einer    
591 Kalkulation, sondern Machfragen der Berufsorganisationen.    
592    
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601    
602 Betrachten wir auf der anderen Seite die Händler auf dem    
603 Ma**r**kt**e**. Befolgten sie wirklich die Gesetze der Behörden betreff    
604 Preisfixierung, dann gäben sie gegen die Werteinheiten in Geldform    
605 in ih**r**en Waren kein Equivalent gleichen Wertes hin, sondern ein    
606 Vielfaches davon. Dieser wirkliche Verlust bedeutet wieder Gewinn    
607 für den Konsumenten. Ebenso stand es mit der Stundung von Schulden    
608 im Verkaufe auf Kredit. Je nach der den Verhältnissen Rechnung    
609 tragenden und sie erkennenden Einstellung konnten auch hier wie-    
610 derum private Gewinne oder Verluste eine Folgeerscheinung der    
611 Inflation sein. Der Fabrikant konnte auf der einen Seite im Export    
612 Valutagewinne erzielen, die im Innenhandel möglicherweise vergrös-    
613 sert, möglicherweise aber auch vielleichthgar aufgezehrt werden    
614 konnten. Wir denken daran, dass andere Berufsarten, besonders die    
615 freien Berufe, wie Künstler, Schriftsteller usw. fast völlig ein-    
616 kommenslos wurden, dass die Höhe der Entlohnung ncicht [sic] mehr das    
617 Equi**v**alent der Qualität der Arbeit bedeutet, dass ungelernte Ar-    
618 beit nahezu gleich gesetzt wurde mit individuellster, künstleri-    
619 scher Handarbeit. Mit der Verschiebun**g** der Einkommen ging auch die    
620 Verschiebung der Berufe Hand in Hand. Ganz neue Existenzen machten    
621 sich breit, ein Heer von Zwischenhändlern, Agenten und Kommissionä-    
622 ren, die ihr Einkommen lediglich in der Ausnützung von Preisspan-    
623 nungen bezogen. Wir erlebten die Vergrösserung der Beamtenapparate    
624 die Schaffung bisher unbekannter Aemter; - es war im ganzen ein    
625 Abwandern von der unmittelbar produktiven Tätigkeit.    
626      Wir wissen von den Börsenspekulationen, der Möglichkeit    
627    
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636    
637 der Geldbeschaffung auf den Wechsel hin, von Spekulationen à la    
638 hausse auf weite Sicht. Nicht vergessen wollen wir die mögliche    
639 Ausnutzung der verschiedenen Kurssetzungen auf den Weltmarkt-    
640 plätzen. Ueberlegen wir auch, dass das, was wir mehr verzehrten, als    
641 wir erzeugten, Gewinn bedeutet für die Kvvovvnsumenten und Verlust    
642 sein muss für die Besitzer der Kapitalgüter, mit denen der Aus-    
643 gleich hat bewerkstelligt werden müssen.    
644      Ueberall sehen wir, wie die Inflation alle Fesseln spreng-    
645 te, wie sie die Einkommen revolutionieren liess, vor allem deshalb,    
646 weil sie in der Neuschaffung von solchen kein einheitliches    
647 Arbeitswertmaass mehr anwenden liess, weil sie die Bindung zwi-    
648 schen Einkommen und Preisen zerstörte. Was in lenger Entwicklung    
649 gewachsen war, was das Fundament eines Staates, was die Struktur    
650 der Gesellschaft bedeutet, das wurde durcheinander geschüttelt    
651 und kann nur schwer zur Ruhelage kommen.    
652      Dass die ganze Entwicklung nur möglich war in einer    
653 so viel und weit verzweigten modernen arbeitsteiligen Wirtschaft    
654 wissen wir. Im vvLavvnde mit realem vvAuvvstausch liegen vvPrvvoduktion und    
655 Verbrauch zu nahe beisammen und sind zu eng gebunden, als dass    
656 wir den Versuch machen könnten, Ovvpvvfer von uns auf andere abzuwäl-    
657 zen und umgekehrt von anderer Leute Arbeit zu schmarotzen. Wir    
658 dürfen aber deswegen wohl kaum dem Gelde als einer Erscheinungs-    
659 form der modernen Wirtschaft die Schuld an ihrem Chaos zuschreiben    
660 und auch nicht dem Papiergelde als der notwendigen und der einzig    
661 möglichen Form der wirtschaftlich ungesunden Entwicklung.    
662    
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671    
672 Dass wir in der modernen Wirtschaft die Opfer, die wir notwendig    
673 bringen mussten, nicht gleich als solche für den einzelnen ver-    
674 spürten und nicht verspüren wollten, dass uns die Scheinmöglichkeit    
675 belassen wurde, sie auf andere abzuwälzen, ohne dass die Volks-    
676 wirtschaft als ganzes Schaden nehme, dass liess den Kampf und die    
677 Verschiebung der Einkommen Folge werden. Wir erkennen also, nicht    
678 die Preissteigerung, auch nicht der Stand der Valuta ist das Ent-    
679 scheidende und Schädigende der Inflation und beides ist kein    
680 Gradmesser, sowohl nicht unseres Wohlergehens, als unseres Elends.    
681 Beides könnte die Wirtschaft wohl ertragen ohne nennenswerte Stö-    
682 rung. Das tief greifende und schwer zu heilende Uebel der Infla-    
683 tion, das ist die Verschiebung der Einkommen, entstanden durch    
684 die verschiedenartige Bewertung der Leistung als der realen Güter    
685 und notwendig bedingt durch ständig neu geschaffene Einkommens-    
686 wellen, die jegliches vvAuvvsgleichsbestreben von neuem überfluteten    
687 und jegliches Vergleichsmaass uns raubten. Das Vergleichsmaass    
688 Arbeit war im Nominaleinkommen nicht mehr heraus zu lesen, weil    
689 es die Beziehung zu den Preisen und den durch Arbeitsaufwand    
690 erzeugten Gütern verloren hatte.    
691      Das Charakteristikum der stabilen Währung ist Paralleli-    
692 tät in der Entstehung und die Kongruenz der beiden Wirtschafts-    
693 pole, Einkommen und Preise, aufgebaut auf Arbeitswertgrössen, in    
694 nur jeweils anderer Zusammenfügung; das restlose Aufgehen der Wer-    
695 te beim Gütertausch. Das Merkmal der unstabilen Währung bedeutet    
696 das vvBrvvechen dieser Grundsätze und damit das Zerstören des doppelt    
697 gebundenen Maasses der Arbeit. Der Boden, auf dem die unstabile    
698    
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707 393 ||
708 Währung Raum hat, ist die wirtschaftliche Not; die Inflation war 394 ||#
709 gewissermassen nur ein mit Notwendigkeit ausbrechendes Mittel,    
710 sie uns fühlbar werden zu lassen, und sie hatte im Gefolge die    
711 wirtschaftliche und gesellschaftliche Schädigung, wie wir sie bei    
712 unserer Betrachtung kennen lernten.    
713      Haben wir mit diesem letzten Abschnitt anscheinend den    
714 Boden der Theorie verlassen und unser Augenmerk auf eine tatsäch-    
715 liche und praktische Erscheinung gerichtet, so geschah es, um diè    
716 Wahrheit der vorher entwickelten Sätze hier zu erhärten. Wir stell-    
717 ten diese Betrachtung an den Schluss, weil wir sie für den Aufbau    
718 unserer Gedanken nicht benötigten, weil wir nicht rückwärts von    
719 den Tatsachen ableiten, sondern diese auf eine theoretische Mei-    
720 nung projezieren.    
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