Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V




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369 es soll damit vielmehr nur ausgedrückt sein, dass die Nominalein- 369 es soll damit vielmehr nur ausgedrückt sein, dass die Nominalein-
370 kommen stetig anschwollen, während die Gütermenge ständig die Ten- 370 kommen stetig anschwollen, während die Gütermenge ständig die Ten-
371 denz zur Verringerung aufwies. Periodisch gesehen, war es vielleicht 371 denz zur Verringerung aufwies. Periodisch gesehen, war es vielleicht
372 folgendermassen: %%(math) \( {100 \over 10}\) dann \({200 \over 9}\) dann \({309 \over 9}\) dann \({300 \over 8}\) %% usf. mit 372 folgendermassen: %%(math) \( {100 \over 10}\) dann \({200 \over 9}\) dann \({300 \over 9}\) dann \({300 \over 8}\) %% usf. mit
373 immerwährender Vergrösserung des Zählers. Wir wollen ja aus diesen 373 immerwährender Vergrösserung des Zählers. Wir wollen ja aus diesen
374 schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er- 374 schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er-
375 klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer 375 klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer
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    391 ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens,
    392 auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa-
    393 pergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
    394 gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis-
    395 herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise
    396 waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen
    397 Arbeitsleistung, nunmehr treten Einkommen ohne solche Arbeitsleis-
    398 tung hinzu, und der schliessliche Erfolg muss der sein, dass die
    399 Preise nominell steigen, denn die Werteinheiten, die güterheischend
    400 am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht-
    401 mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als
    402 einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen
    403 mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d.h. die Preise
    404 müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine
    405 Unterschiedung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
    406 gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft.
    407 Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung
    408 nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der
    409 Entfernung des Berufes vom Güterbesitz und der Güterproduktion,
    410 etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei-
    411 ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel-
    412 nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind.
    413 Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass das eben die beweglichsten Ein-
    414 kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen
    415 anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmenrgewinnes hat die
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    426 Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und
    427 wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhes Nominaleinkommen
    428 bezigen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
    429 trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern.
    430 Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-
    431 genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar [übertippt h]errschte auf
    432 der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und
    433 Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der
    434 Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla-
    435 tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer
    436   einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung
    437 hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-
    438   währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den
    439 bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt
    440 sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei-
    441   den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
    442 liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-
    443 schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden,
    444 sind nun völlig frei und streiten sich u[übertippt m] die Priorität. Dass die
    445 Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-
    446 ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte
    447 Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-
    448 g[übertippt ebühr] güter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres Produktes
    449 abzüglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die
    450 Unkosten über den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle
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    461 aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen,
    462 die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit
    463 nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und
    464 Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger [übertippt g]leich-
    465 cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-
    466 rium der gesunden Wirtschaft.
    467      Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die
    468 gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe
    469 der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.
    470 Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis-oder Ein-
    471 kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung
    472 ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan-
    473 de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde
    474 zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä-
    475 digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede
    476 Kalkulation als Preis-und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
    477 Herstellungsprozessen so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
    478 auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-
    479 dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso
    480 die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht
    481 gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen
    482 abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen
    483 Kalkulation zu lösen und darum fiden auch die Grössen, die sich
    484 negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.
    485
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    495      Die stabile Währung hat aufgehört in jedem Augenblick,
    496 wo das Gleichgewicht des ersten Gütertausches gestört wurde
    497 und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Ein-
    498 kommensseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber
    499 hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen
    500 anderen berechtigten Gläubigern der Wirtschaft ihre Ansprüche
    501 schmälerten. Hvvivver wurde das in Preisen und Einkommen angewandte
    502 einheitliche Maass, für das die Werteinehit in Geldform nur das
    503 Bewegungsmittel war, weil es eben als Nvvovvminaleinkommen der Pro-
    504 duktion auf dem Fvvuvvsse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit
    505 stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und
    506 schient wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales
    507 Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich
    508 dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche
    509 ist, auf den verkörperten Arbeitswert stützen kann und zwar, was
    510 wesentlich ist, in jedem Falle und nach jeder Seite auf einen
    511 in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkom-
    512 men ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können
    513 wir jetzt im immerwährend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel
    514 von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen;- wir
    515 können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht
    516 mehr am Gelde schätzen, können ihm Warencharakter nicht zuerken-
    517 nen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers.
    518      Wenn wir unter Währung einen Masswert uns vorstellen, so
    519 können wir bei unstabiler Wirtschaft das Bestehen einer Währung
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