Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V




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Einzelindividuum Einkommen und Verbrauch in Gleichklang bringen.
zeugung der für das Leben des Einzelnen oder der Familie notwen-
gelegentlicher Tausch darüber hinaus. Wo Erzeugung und Verbrauch
gung und der des Verbrauchs Zvvuvvsammenfallen, da erscheint uns das
nunmehr auf den Markt bringen, der an den Einzelpreisen die letz-
nisse de**c**ken können. Der Marktmechanismus schuf das Geld im
Charak-
  ter des Tauschgutes als auch späterhin in dem des Tauschmittel**s**.
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Konkurrenzkampfes, durch die immer grösseren Ausmaasse --(-- der Ge-
-verteilung in Form von in Geld ausgedrückten Nominaleinkommen,
die Ha**r**monie der gerechten Güteraufteilung auf Grund des geleis-
Gebilde, das in sich und im Zvvuvvsammenwirken aller den Weg von
Er**-**
Leistung garantiert wäre. Ivvnvv einer i**r**gendwie verbundenen
Gruppe
erscheint gesund und ausbilanziert; trotzdem kann damit in der 
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in der die Nationen die Rolle der Einzelindividuen spielen**.**
innerhalb der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten nur auf
sellschaftliche oder mach**t**politische, vielleicht in langer histo--
rischer, immer aber in organischer Entwic**k**lung entstanden--d--e
und
Oekonomik zu trüben vermögen, keine Rolle. Ganz besonders ist die
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auch für anderen [sic] Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta
werden
die Störungen in einem Lande auf ihren  Wert begrenzt, aber gerade-
einer solchen, denn der Wvvevvchselkurs ist ja nur der
Umrechnungskohe-
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seren Kvvovvnsum mit gleichen Werten bezahlt machen. Der normale
Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er**z**eugen und dann
schen Preisden [sic] der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser
Export
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hen auch, dass wir die Umlagerung der wirk**l**ichen Einkommen auf
Grund des Bestehens von Klassen- oder Personalmonopol nicht als
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ankämpfen können. U**n**ter der Herrschaftvder Goldwährung war 
gen aus eigenem Streben heraus und gezwungen durch die gleich
Einkommensschichtung, die Art der Gütere**r**zeugung ( wie z.B. die
Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes
Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung
duktion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
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tan, wie alle Einkommen in Geld oder geldgleicher Form aus der
Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei-
kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Markbetrag,
der zur letzten Kvvovvnsumtion (  Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
die Arbeitsleistung angewandt auf ein Naturgut, die es zum Ent-
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dafür erlangten Menge mit unserer **Lei**stung und im weiteren Ver-
eine bewusste Tarifierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch **-**

wir aber die be**z**ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen 
     Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg [sic] ,
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als wir die S**t**euerpolitik des Staates unter geregelten wirt-
Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem
Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf
entsage oder ob andere neben mir nicht durch Vorleistung legi-
betrachtet, erweist sich diese F**o**rm als die denkbar einfachste,
denn er ist durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom [sic] in**x**
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kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in 
der stabilen Wirtschaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-
längern sowohl der Einkommens- als auch der Gütergrösse erkennen,
sodass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen
wir nun eine sich in entgegengesetzter Rvvivvchtung verändernde Rei-
die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustrie nicht mit
und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutabewertung des
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piergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d**.**h. die Preise
Unterscheidung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Ein-
anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die
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Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und
wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhtes Nominaleinkommen
bezogen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern.
Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-
genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar **h**errschte auf
der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und
Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der
Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla-
tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer
 einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung
hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-
 währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den
bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt
sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei-
 den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-
schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden,
sind nun völlig frei und streiten sich u**m** die Priorität. Dass die
Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-
ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte
Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-
g[übertippt ebühr] güter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres
Produktes
abzüglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die
Unkosten über den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle
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     -  145  -
aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen,
die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit
nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und
Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger **g**lei-
cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-
rium der gesunden Wirtschaft.
     Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die
gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe
der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.
Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- oder Ein-
kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung
ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan-
de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde
zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä-
digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede
Kalkulation als Preis- und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
Herstellungsprozesses so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-
dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso
die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht
gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen
abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen
Kalkulation zu lösen und darum finden auch die Grössen, die sich
negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.
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     Die stabile Währung hat aufgehört in jedem Augenblick,
wo das Gleichgewicht des ersten Güteraustausches gestört wurde
und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Ein-
kommenseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber
hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen
anderen berechtigten Gläubigern der Wirtschaft ihre Ansprüche
schmälerten. Hvvivver wurde das in Preisen und Einkommen angewandte
einheitliche Maass, für das die Werteinheit in Geldform nur das
Bewegungsmittel war, weil es eben als Nvvovvminaleinkommen der Pro-
duktion auf dem Fvvuvvsse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit
stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und
schien wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales
Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich
dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche
ist, auf den verkörperten Arbeitswert stützen kann und zwar, was
wesentlich ist, in jedem Falle und  nach jeder Seite auf einen
in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkom-
men ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können
wir jetzt im immerwährend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel
von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen**;**- wir
können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht
mehr am Gelde schätzen, können ihm Warencharakter nicht zuerken-
nen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers.
     Wenn wir unter Währung einen Masswert uns vorstellen, so
können wir bei unstabiler Wirtschaft das Bestehen einer Währung
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     -  147  - 
überhaupt ver**n**einen. Die Güter- und Dienstleistungen in der Wirt-
schaft wurden infolge des nie zur Ruhe Kommens dadurch auch
immer nur in den verschiedensten Währungen ausgedrückt; d.h. der
immer gleich genannten Werteinheit wu**r**de stets ein anderer
ökonomischer Inhalt imputiert. Die Mark von gestern war etwas
grundsätzlich anderes wie die von heute und jeder dazwischen
liegenden Stunde. Was unserer Währung fehlte, um als solche an-
ges**p**rochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses
an die Währung von gestern zur Umrechnung auf die neue und auf
die einheitliche Einheit. Bei einer aus freien Stücken gewähl-
ten Währungsänderung muss das Preisnive--n--au sich ebenfalls um-
stellen, aber diese Uvvmvvrechnung erfolgt in einem Zuge, und es be-
stehen dann die gleichen Relationen auf anderer Grundlage doch
genau wie vordem. Bei unserer immerwährenden, nie zur Ruhe ge-
langenden Umrechnung waren Deklassierung, Krisen und Klassen-
käm**p**fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin
erschöpft hätte wirtschaftlich ungerechtfertigte, nicht durch
Vorleistung erworbene Kaufkraft erzeugt zu haben, so wäre diese
Wirkung allein, wenn sie jedermann gleichmässig und unentrinn-
bar getroffen hätte, eine notwendige Evvrvvscheinung gewesen. Die
schlimmste Wirkung aber brachte sie uns in der __Verschiebung__
der Einkommen.
     Dass auch der Stand der Valuta in diesem Zvvuvvsammenhange
nichts wesentliches bedeutet, ist uns wohl klar geworden. Wir
haben es hier mit einer durchaus innerwirtschaftlichen Erschei-
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     -  148  -
nung zu tun und die Valuta lässt nur das Chaos der Wirtschaft
in besonders grellem Lichte erscheinen. Ebenso wenig dürfen wir
glauben, fehlende Werte vom Ausland gestellt zu erhalten. Die ganze
Wirkung muss sich im vvLavvnde selbst kundtun. In erster vvLvvinie
umge.= [sic]
waälzt [sic] wurde alles, was mit einer Forderung oder Schuld in
irgend-
einer Form zusammen **h**ing. Was das Einkommen anlangt, so sagten wir
davon bei der stabilen Währung, dass wir mit ihm gleichzeitig im
Besitze des Equivalents hiezu sind und eine Auswahl gleicher
Werte auf dem Markte uns zur Verfügung steht. Bei der gestörten
Wirtschaft ist das Evvivvnkommen schon einmal in der Spanne, in der
es dem einzelnen zur Verfügung gelangt, nur mehr oder weniger
dasjenige einer Währung niedrigeren und verschiedensten Wertes;
nämlich eines solchen, **d**er auf dem Gütermarkte bereits in der Ver-
gangenheit in Anwendung gebracht wurde. Dagegen könnte es mögli-
cherweise auch ein Einkommen sein mit einer  Wertmaass-Zugrunde-
legung, die auf dem Gütermarkte erst späterhin Regel wird; - auf
der einen Seite also ein Einkommen, das nicht annähernd das Equi-
valent der Arbeitsleistung und - das ist wesentlich - auch nicht
das des Einkommens am Tage der Leistung und auch nicht an dem 
des Bezuges darstellt, auf der anderen Seite wieder ein solches,
das sofort ausgegeben, den Käufer in den Besitz grösserer Güter-
mengen setzt, als er an Werten der Wirtschaft beigesteuert hat oder
bei Vorauszahlung nach leisten wird. Die meisten wirtschaftlichen
Fragen waren nicht mehr solche der Ueberlegung und die einer 
Kalkulation, sondern Machfragen der Berufsorganisationen. 
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Betrachten wir auf der anderen Seite die Händler auf dem 
Ma**r**kt**e**. Befolgten sie wirklich die Gesetze der Behörden
betreff
Preisfixierung, dann gäben sie gegen die Werteinheiten in Geldform
in ih**r**en Waren kein Equivalent gleichen Wertes hin, sondern ein 
Vielfaches davon. Dieser wirkliche Verlust bedeutet wieder Gewinn
für den Konsumenten. Ebenso stand es mit der Stundung von Schulden
im Verkaufe auf Kredit. Je nach der den Verhältnissen Rechnung
tragenden und sie erkennenden Einstellung konnten auch hier wie-
derum private Gewinne oder Verluste eine Folgeerscheinung der
Inflation sein. Der Fabrikant konnte auf der einen Seite im Export
Valutagewinne erzielen, die im Innenhandel möglicherweise vergrös-
sert, möglicherweise aber auch vielleichthgar aufgezehrt werden
konnten. Wir denken daran, dass andere Berufsarten, besonders die 
freien Berufe, wie Künstler, Schriftsteller usw. fast völlig ein-
kommenslos wurden, dass die Höhe der Entlohnung ncicht [sic] mehr das 
Equi**v**alent der Qualität der Arbeit bedeutet, dass ungelernte Ar-
beit nahezu gleich gesetzt wurde mit individuellster, künstleri-
scher Handarbeit. Mit der Verschiebun**g** der Einkommen ging auch die
Verschiebung der Berufe Hand in Hand. Ganz neue Existenzen machten
sich breit, ein Heer von Zwischenhändlern, Agenten und Kommissionä-
ren, die ihr Einkommen lediglich in der Ausnützung von Preisspan-
nungen bezogen. Wir erlebten die Vergrösserung der Beamtenapparate
die Schaffung bisher unbekannter Aemter; - es war im ganzen ein
Abwandern  von der unmittelbar produktiven Tätigkeit.
     Wir wissen von den Börsenspekulationen, der Möglichkeit
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     -  150  - 
der Geldbeschaffung auf den Wechsel hin, von Spekulationen à la
hausse auf weite Sicht. Nicht vergessen wollen wir die mögliche
Ausnutzung der verschiedenen Kurssetzungen auf den Weltmarkt-
plätzen. Ueberlegen wir auch, dass das, was wir mehr verzehrten, als
wir erzeugten, Gewinn bedeutet für die Kvvovvnsumenten und Verlust
sein muss für die Besitzer der Kapitalgüter, mit denen der Aus-
gleich hat bewerkstelligt werden müssen.
     Ueberall sehen wir, wie die Inflation alle Fesseln spreng-
te, wie sie die Einkommen revolutionieren liess, vor allem deshalb,
weil sie in der Neuschaffung von solchen kein einheitliches
Arbeitswertmaass mehr anwenden liess, weil sie die Bindung zwi-
schen Einkommen und Preisen zerstörte. Was in lenger Entwicklung
gewachsen war, was das Fundament eines Staates, was die Struktur
der Gesellschaft bedeutet, das wurde durcheinander geschüttelt
und kann nur schwer zur Ruhelage kommen.
     Dass die ganze Entwicklung nur möglich war in einer
so viel und weit verzweigten modernen arbeitsteiligen Wirtschaft
wissen wir. Im vvLavvnde mit realem vvAuvvstausch liegen
vvPrvvoduktion und
Verbrauch zu nahe beisammen und sind zu eng gebunden, als dass
wir den Versuch machen könnten, Ovvpvvfer von uns auf andere abzuwäl-
zen und umgekehrt von anderer Leute Arbeit zu schmarotzen. Wir
dürfen aber deswegen wohl kaum dem Gelde als einer Erscheinungs-
form der modernen Wirtschaft die Schuld an ihrem Chaos zuschreiben
und auch nicht dem Papiergelde als der notwendigen und der einzig
möglichen Form der wirtschaftlich ungesunden Entwicklung.
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     -  151  - 
Dass wir in der modernen Wirtschaft die Opfer, die wir notwendig
bringen mussten, nicht gleich als solche für den einzelnen ver-
spürten und nicht verspüren wollten, dass uns die Scheinmöglichkeit
belassen wurde, sie auf andere abzuwälzen, ohne dass die Volks-
wirtschaft als ganzes Schaden nehme, dass liess den Kampf und die
Verschiebung der Einkommen Folge werden. Wir erkennen also, nicht
die Preissteigerung, auch nicht der Stand der Valuta ist das Ent-
scheidende und Schädigende der Inflation und beides ist kein 
Gradmesser, sowohl nicht unseres Wohlergehens, als unseres Elends.
Beides könnte die Wirtschaft wohl ertragen ohne nennenswerte Stö-
rung. Das tief greifende und schwer zu heilende Uebel der Infla-
tion, das ist die Verschiebung der Einkommen, entstanden durch
die verschiedenartige Bewertung der Leistung als der realen Güter
und notwendig bedingt durch ständig neu geschaffene Einkommens-
wellen, die jegliches vvAuvvsgleichsbestreben von neuem überfluteten
und jegliches Vergleichsmaass uns raubten. Das Vergleichsmaass
Arbeit war im Nominaleinkommen nicht mehr heraus zu lesen, weil
es die Beziehung zu den Preisen und den durch Arbeitsaufwand
erzeugten Gütern verloren hatte.
     Das Charakteristikum der stabilen Währung ist Paralleli-
tät in der Entstehung und die Kongruenz der beiden Wirtschafts-
pole, Einkommen und Preise, aufgebaut auf Arbeitswertgrössen, in
nur jeweils anderer Zusammenfügung; das restlose Aufgehen der Wer-
te beim Gütertausch. Das Merkmal der unstabilen Währung bedeutet
das vvBrvvechen dieser Grundsätze und damit das Zerstören des doppelt
gebundenen Maasses der Arbeit. Der Boden, auf dem die unstabile
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Währung Raum hat, ist die wirtschaftliche Not; die Inflation war
gewissermassen nur ein mit Notwendigkeit ausbrechendes Mittel,
sie uns fühlbar werden zu lassen, und sie hatte im Gefolge die
wirtschaftliche und gesellschaftliche Schädigung, wie wir sie bei
unserer Betrachtung kennen lernten.
     Haben wir mit diesem letzten Abschnitt anscheinend den
Boden der Theorie verlassen und unser Augenmerk auf eine tatsäch-
liche und praktische Erscheinung gerichtet, so geschah es, um diè
Wahrheit der vorher entwickelten Sätze hier zu erhärten. Wir stell-
ten diese Betrachtung an den Schluss, weil wir sie für den Aufbau
unserer Gedanken nicht benötigten, weil wir nicht rückwärts von
den Tatsachen ableiten, sondern diese auf eine theoretische Mei-
nung projezieren.
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((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV IV)) | **V** |
((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/VI VI)) |
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entfernt:
Einzelindivifuum Einkommen und Verbrauch in Gleichklang bringen.
zeugung der für das Leben des Einzelnen oder der Falilie notwen-
gelegentlicher Tausch darüber hinaus. Wo Erzeugung und Verbauch
gung und der des Verbrauchs Zvvuvvsammenfallsen, da erscheint uns das
nunmehr auf den MArkt bringen, der an den Einzelpreisen die letz-
nisse de[übertippt c]ken können. Der Marktmechanismus schuf das Geld
im Charak-
  ter des Zauschgutes als auch späterhin in dem des
Tauschmittel[übertippt z].
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s132
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Konkurrenzkampfes, durch die immer grösseren Ausmaasse [durchgestr.
handschr. ---(--] der Ge-
-verteilung in Form von in Geld ausgefrückten Nominaleinkommen,
die Ha[übertippt r]monie der gerechten Güteraufteilung auf Grund des
geleis-
Gebilde, das in sich und im Zvvuvvsammenwirken aller den Weg von Er-
Leistung garantiert wäre. Ivvnvv einer i[übertippt r]gendiwe
verbundenen Gruppe
erscheint gesund und ausbalanziert; trotzdem kann damit in der 
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s133
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in der Die Nationen die Rolle der Einzelindividuen spielen -.
innerhalb der gegebenen wirtschaftliche Möglichkeiten nur auf
sellschaftliche oder machtpolitische, vielleicht in langer histo--
rischer, immer aber in organischer Entwicklung entstanden[handschr.
durchgestr. --d--]e und
Oekonomik zu trübern vermögen, keine Rolle. Ganz besonders ist die
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s134
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auch für anderen Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden
die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade-
einer solchen, denn der Wvvevvvchselkurs ist ja nur der
Umrechnungskohe-
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s135
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seren Kvvovvnsum mit gleichen werten bezahlt machen. Der normale
Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst erzeugen und dann
schen Preisden der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s136
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hen auch, dass wir die Umlagerung cer wirk[übertippt l]ichen Einkommen
auf
Grund des Bestehens von Klassen-oder Personalmonopol nicht als
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ankämpfen können. U[übertippt vvnvv]ter der Herrschaftvder Goldwährung
war 
gen aus eigenem Streben heruas und gezwungen durch die gleich
Einkommensschichtung, die Art der Gütererzeugung( wie z.B.die
Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung der Kriegsumlagerung
dukion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s138
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tan, wie alle Einkommen inGeld oder geldgleicher Form aus der
Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Preis-
kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Marktbetrag,
der zur letzten Kvvovvnsumtion(  Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
die Arbeitsleistung angewandt auf ein Nautrgut, die es zum Ent-
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s139
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dafür erlangten Menge mit unserer [schlecht leserlich übertippt
Lei]stung und im weiteren Ver-
eine bewusste Tarifisierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch =
wir aber die be[übertippt z]ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen

     Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg,
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als wir die Steuerpolitik des Staates unter geregelten wirt-
Kriegsfinanzeirung der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat
schuf
entsage oder ob anders neben mit nicht durch Vorleistung legi-
betrachtet, erweist sich diese F[übertippt o]rm als die denkbar
einfachste,
denn er sit durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom in[übertippt
=]
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s141
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kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schidern wollen. Während wir in 
der stabilen Wirthscaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-
längern sowohl der Einkommens-als auch der Gütergrösse erkennen,
sodaass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen
wir nun eine sich in entgegengesetzter Richtung verändernde Rei-
die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustire nicht mit
und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutaabwertung des
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file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s142
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pergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d.h. die Preise
Unterschiedung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass das eben die beweglichsten
Ein-
anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmenrgewinnes hat die
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