Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V




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Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und
wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhes Nominaleinkommen
bezigen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
trischen Ringe auf der WvvavvsserflÀche sich mehr und mehr erweitern.
Mit einem Preise hÀngen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-
genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar [ĂŒbertippt
h]errschte auf
der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und
Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der
Ausgleich zwischen Einkommen und GĂŒtern gegeben wĂ€re, aber Infla-
tionwelle auf Welle lÀsst den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer
  einmaligen VerrĂŒckung und nachheriger automatischer Anpassung
hÀtte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-
  wÀhrendes und sich immer wiederholendes VerÀndern bedingte den
bekannten Zvvuvvstand der dauernden UnstabilitÀt. AllmÀhlich lÀsst
sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primÀr und sekundÀr schei-
  den. In der immerwÀhrenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-
schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die GoldwÀhrung gebunden,
sind nun völlig frei und streiten sich u[ĂŒbertippt m] die PrioritĂ€t.
Dass die
Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-
stÀndlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte
GĂŒterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-
g[ĂŒbertippt ebĂŒhr] gĂŒter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres
Produktes
abzĂŒglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die
Unkosten ĂŒber den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle
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aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die ĂŒbrigen,
die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit
nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und
Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger [ĂŒbertippt
g]leich-
cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-
rium der gesunden Wirtschaft.
     Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die
gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe
der KonsumgĂŒter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.
DarĂŒber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis-oder Ein-
kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung
ist als Versuch zu bewerten, GĂŒtermengen, die einem bestimmten Stan-
de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde
zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schÀ-
digenden Parteien die tatsÀchliche Wirkung gewahr wurden. Jede
Kalkulation als Preis-und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
Herstellungsprozessen so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-
dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso
die dafĂŒr erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht
gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen
abgesehen frei, die GĂŒterpreise von der vorhergehenden nominellen
Kalkulation zu lösen und darum fiden auch die Grössen, die sich
negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.