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überhaupt verneinen. Die Güter-und Dienstleistungen in der Wirt- |
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schaft wurden infolge des nie zur Ruhe Kommens dadurch auch |
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immer nur in den verschiedensten Währungen ausgedrückt; d.h. der |
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immer gleich genannten Werteinehit wu[übertippt r]de stets ein anderer |
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ökonomischer Inhalt imputiert. Die Mark von gestern war etwas |
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grundsätzlich anderes wie die von heute und jeder dazwischen |
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liegenden Stunde. Was unserer Währung fehlte, um als solche an- |
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gesprochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses |
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an die Währung von gestern zur Umrechnung auf die neue und auf |
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die einheitliche Einheit. Bei einer aus freien Stücken gewähl- |
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ten Währungsänderung muss das Preisniveau sich ebenfalls um- |
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stellen, aber diese Uvvmvvrechnung erfolgt in einem Zuge, und es be- |
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stehen dann die gleichen Relationen auf anderer Grundlage doch |
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genau wie vordem. Bei unserer immerwährenden, nie zur Ruhe ge- |
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langenden Umrechnung waren Deklassierung, Krisen und Klassen- |
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käm[übertippt p]fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin |
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erschöpft hätte wirtschaftlich ungerechtfertigte, nicht durch |
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Vorleistung erworbene Kaufkraft erzeugt zu haben, so wäre diese |
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Wirkung allein, wenn sie jedermann gleichmässig und unentrinn- |
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bar getroffen hätte, eine notwendige Erscheinung gewesen. Die |
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schlimmste Wirkung aber brachte sie uns in der __Verschiebung__ |
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der Einkommen. |
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Dass auch der Stand der Valuta in diesem Zvvuvvsammenhange |
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nichts wesentliches bedeutet, ist uns wohl klar geworden. Wir |
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haben es hier mit einer durchaus innerwirtschaftlichen Erschei- |
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