Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / V
1 | #| |
---|---|
2 | || ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV zurück)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/I I)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/II II)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/III III)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV IV)) | **V** | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/VI VI)) | ((((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/VI weiter)) || |
3 | |# |
4 | |
5 | ===Seite 132=== |
6 | #|| |
… | … |
14 | |
15 | Jede Wirtschaft muss ihrem wahren Wesen nach eigentlich |
16 | eine stabile sein, denn Wirtschaften als Zeitwort heisst für das |
17 | Einzelindivi |
18 | Das will bedeuten in der Periode der Naturalwirtschaft die Er- |
19 | zeugung der für das Leben des Einzelnen oder der Fa |
20 | digen Bedarfsgüter, und auf weiterer Stufe kommt hinzu noch ein |
21 | gelegentlicher Tausch darüber hinaus. Wo Erzeugung und Verb |
22 | von so kleinem Kreise, möglicherweise gar von der Arbeit und dem |
23 | Kvvovvnsum ein und derselben Person getätigt wird, wo Ort der Erzeu- |
24 | gung und der des Verbrauchs Zvvuvvsammenfall |
25 | Wirtschaften, wenn wir von der Art und Weise der Bedarfsbefriedi- |
26 | gung absehen, nur als der Ablauf eines sich immerfort wiederholen- |
27 | den Naturgesetzes. Eine unstabile Währung kann nicht existieren, |
28 | wo nur ein Verzehren des selbst Erarbeiteten stattfindet und an- |
29 | deres ist uns dort nicht erreichbar. Mit der modernen Entwicklung, |
30 | ganz besonders der der Arbeitsteilung, müssen wir unsere Produkte |
31 | nunmehr auf den M |
32 | ten Korrekturen trifft und der uns die Güter anbietet, gleichdi- |
33 | mensionale Dinge, unter denen wir nach freier Wahl unsere Bedürf- |
34 | nisse de |
35 | ter des |
36 | |
37 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s132.png |
38 | || |
… | … |
45 | Verbauch, sind nun weit auseinander gerissen und doch sollen, |
46 | wie im allerprimitivsten Verhältnis beide in Parallelität ge- |
47 | bracht werden, sollen durch das Dazwischntreten [sic] des Marktes, des |
48 | Konkurrenzkampfes, durch die immer grösseren Ausmaasse |
49 | meinschaften, durch die ganze Art der Einkommenschichtung und |
50 | -verteilung in Form von in Geld ausge |
51 | die Ha |
52 | teten Beitrages nicht gestört werden. |
53 | Ivvmvv Verhältnis nach aussen tritt jedes wirtschaftliche |
54 | Gebilde, das in sich und im Zvvuvvsammenwirken aller den Weg von Er |
55 | zeugung zu Verbrauch durchmisst, anderen gleich inhaltlichen For- |
56 | men als eine selbständige, den Werten nach sich selbst genügende |
57 | und gleichwertige Grösse entgegen. Damit ist nicht ausgedrückt, |
58 | dass innerhalb der Gemeinschaft der gerechte Güteraustausch und |
59 | Einkommensbezug auf Grund des wirklich realen Inhalts jeder |
60 | Leistung garantiert wäre. Ivvnvv einer i |
61 | kann das Sozialprodukt bei Verausgabung aller Einkommen wohl |
62 | restlos aufgezehrt sein und die Wirtschaft als Einheit genommen |
63 | erscheint gesund und ausb |
64 | Art der Verteilung jeweils ungleiches zu gleichem werden. Denken |
65 | wir beispielsweise an einen selbständigen Haushalt mit Sklaven- |
66 | arbeit. Deren Wahren Equivalent wäre meist die ganze Erzeugung; |
67 | statt dessen erhalten die Sklaven das physische Existenzminimum |
68 | und der Rest ist arbeitsloses Herreneinkommen. Wer aber wird |
69 | |
70 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s133.png |
71 | || |
… | … |
83 | wo sie auftreten und dennoch - das Gleichgewicht der Wirtschaft |
84 | als ganzes braucht dadurch nicht gestört zu werden. Wir können |
85 | endlich wieder die ganze Welt als e i n e Wirtschaft ansehen, |
86 | in der |
87 | Bilanziert dieses Weltwirtschaftsgebilde nicht auch in dem Sinne, |
88 | dass es sich selbst genügt und mit seinen Mitteln haushält und |
89 | sind nicht auch hier die einzelnen Mitglieder, die abhängigen |
… | … |
93 | lande Kolonialgewinne zu ermöglichen . |
94 | Alle die erwähnten Fälle aber sind solche, wo es sich |
95 | um eine Verteilungsfrage handelt, immer aber eine Verteilungsfrage |
96 | innerhalb der gegebenen wirtschaftliche |
97 | Grund des vorhandenen Vorrats, und da spielt der Grad, in dem ge- |
98 | sellschaftliche oder mach |
99 | rischer, immer aber in organischer Entwic |
100 | in dem Wesen des modernen Einkommensbezugs in Geldform wie in |
101 | der Struktur der Wirtschaft liegenden Momente die Reinheit der |
102 | Oekonomik zu trübe |
103 | Schichtung der Einkommen auf Grund ihrer Entlohnung in sich genau |
104 | |
105 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s134.png |
… | … |
127 | griffen der anderen. Evvivvne wirtschaftliche Krise muss innerhalb |
128 | der Währungsgrenze zum Austrage kommen und kann nach aussen nur |
129 | mittelbar über den Weltmarkt, wie durch Absatzkrisen und dergl. |
130 | auch für anderen |
131 | die Störungen in einem Lande auf ihren |
132 | aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein. |
133 | Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte |
134 | einer solchen, denn der Wvvevv |
135 | fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan- |
136 | ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö- |
137 | rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und |
… | … |
148 | |
149 | in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder |
150 | gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un- |
151 | seren Kvvovvnsum mit gleichen |
152 | Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er |
153 | aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk- |
154 | te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der |
155 | zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und |
… | … |
167 | möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird |
168 | uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für |
169 | den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati- |
170 | schen Preisden |
171 | reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den |
172 | wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach |
173 | dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch |
… | … |
189 | ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also, |
190 | dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach |
191 | aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se- |
192 | hen auch, dass wir die Umlagerung |
193 | Grund des Bestehens von Klassen- |
194 | das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also |
195 | ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln |
196 | müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten? |
… | … |
217 | |
218 | - 138 - |
219 | |
220 | ankämpfen können. U |
221 | die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun- |
222 | gen aus eigenem Streben her |
223 | handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten, |
224 | der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei |
225 | erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von |
226 | der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität |
227 | ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die |
228 | Einkommensschichtung, die Art der Gütere |
229 | Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem |
230 | Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes |
231 | Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung |
232 | ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit |
233 | einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche |
234 | von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe- |
235 | darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro- |
236 | duk |
237 | Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan- |
238 | lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe |
239 | nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus- |
… | … |
259 | sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je- |
260 | den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den |
261 | Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge- |
262 | tan, wie alle Einkommen in |
263 | Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei |
264 | ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als |
265 | Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen. |
266 | Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein- |
267 | kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt- |
268 | schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene |
269 | Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek- |
270 | kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Mark |
271 | der zur letzten Kvvovvnsumtion |
272 | veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte |
273 | kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu, |
274 | ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab- |
275 | nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein- |
276 | kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen- |
277 | de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich |
278 | die Arbeitsleistung angewandt auf ein Na |
279 | stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter |
280 | |
281 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s139.png |
… | … |
290 | die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein- |
291 | kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser |
292 | Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser |
293 | dafür erlangten Menge mit unserer |
294 | gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält- |
295 | nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer- |
296 | den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der |
297 | wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle, |
298 | wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen |
299 | eine bewusste Tarifi |
300 | schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn |
301 | wir aber die be |
302 | in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so- |
303 | viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter- |
304 | vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner |
… | … |
311 | und bei reiner Goldwährung endlich gleich dem Arbeitswerte, |
312 | der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das |
313 | Maass anlegen, wir(müssen immer die gleiche Grösse finden. |
314 | Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg |
315 | |
316 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s140.png |
317 | || |
… | … |
321 | || |
322 | |
323 | - 141 - |
324 | als wir die S |
325 | schaftlichen Verhältnissen ins Auge fassten und die Bindungen |
326 | nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die |
327 | Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem |
328 | Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf |
329 | Kaufkräfte, ohne die vorhandenen seiner Bürger vorhergehend zu |
330 | schwächen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus- |
331 | gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel, |
… | … |
337 | er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten |
338 | die Anteile der einzelnen geschmälert werden. Es ist in der |
339 | Wirkung gleichgültig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum |
340 | entsage oder ob ander |
341 | timierte Einkommen genau so wie die rechtmässigen zu kaufen |
342 | vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen |
343 | ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im |
344 | gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings |
345 | betrachtet, erweist sich diese F |
346 | denn er |
347 | Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir |
348 | müssen sie über uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier |
349 | |
… | … |
357 | - 142 - |
358 | |
359 | kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in |
360 | der stabilen Wirt |
361 | längern sowohl der Einkommens- |
362 | soda |
363 | |
364 | %%(math) |
365 | können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %% |
366 | und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben |
367 | wir nun eine sich in entgegengesetzter R |
368 | he. Das Einkommen nur in Konsumgütern Verwendung finden, dürfen wir |
369 | die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindust |
370 | in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender |
371 | Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %% |
372 | Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei Konsumgüter mehr |
… | … |
379 | schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er- |
380 | klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer |
381 | Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht |
382 | und gar auf dem Wege über die schlechtere Valuta |
383 | Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir- |
384 | kung gelangte und was dergleichen sinnfällige Täuschungen der |
385 | Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen |
… | … |
395 | |
396 | ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens, |
397 | auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa- |
398 | p |
399 | gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis- |
400 | herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise |
401 | waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen |
… | … |
405 | am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht- |
406 | mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als |
407 | einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen |
408 | mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d |
409 | müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine |
410 | Untersch |
411 | gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft. |
412 | Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung |
413 | nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der |
… | … |
415 | etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei- |
416 | ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel- |
417 | nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind. |
418 | Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass |
419 | kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen |
420 | anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehme |
421 | |
422 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s143.png |
423 | || |
… | … |
429 | - 144 - |
430 | |
431 | Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und |
432 | wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöh |
433 | bez |
434 | trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern. |
435 | Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge- |
436 | genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar |
437 | der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und |
438 | Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der |
439 | Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla- |
440 | tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer |
441 | |
442 | hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer- |
443 | |
444 | bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt |
445 | sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei- |
446 | |
447 | liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt- |
448 | schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden, |
449 | sind nun völlig frei und streiten sich u |
450 | Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver- |
451 | ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte |
452 | Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis- |
… | … |
466 | aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen, |
467 | die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit |
468 | nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und |
469 | Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger |
470 | cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite- |
471 | rium der gesunden Wirtschaft. |
472 | Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die |
473 | gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe |
474 | der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins. |
475 | Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- |
476 | kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung |
477 | ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan- |
478 | de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde |
479 | zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä- |
480 | digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede |
481 | Kalkulation als Preis- |
482 | Herstellungsprozesse |
483 | auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan- |
484 | dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso |
485 | die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht |
486 | gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen |
487 | abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen |
488 | Kalkulation zu lösen und darum fi |
489 | negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor. |
490 | |
491 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s145.png |
… | … |
600 | #|| |
601 | || |
602 | |
603 | - 149 - |
604 | |
605 | Betrachten wir auf der anderen Seite die Händler auf dem |
606 | Ma[übertippt r]kt[übertippt e]. Befolgten sie wirklich die Gesetze der Behörden betreff |
607 | Preisfixierung, dann gäben sie gegen die Werteinheiten in Geldform |
… | … |
635 | #|| |
636 | || |
637 | |
638 | - 150 - |
639 | |
640 | der Geldbeschaffung auf den Wechsel hin, von Spekulationen à la |
641 | hausse auf weite Sicht. Nicht vergessen wollen wir die mögliche |
642 | Ausnutzung der verschiedenen Kurssetzungen auf den Weltmarkt- |
643 | plätzen. Ueberlegen wir auch, dass das, was wir mehr verzehrten, als |
644 | wir erzeugten, Gewinn bedeutet für die Kvvovvnsumenten und Verlsut |
645 | sein muss für die Besitzer der Kapitalgüter, mit denen der Aus- |
646 | gleich hat bewerkstelligt werden müssen. |
647 | Ueberall sehen wir, wie die Inflation alle Fesseln spreng- |
648 | te, wie sie die Einkommen revolutionieren liess, vor allem deshalb, |
649 | weil sie in der Neuschaffung von solchen kein einheitliches |
650 | Arbeitswertmaass mehr anwenden liess, weil sie die Bindung zwi- |
651 | schen Einkommen und Preisen zerstörte. Was in lenger Entwicklung |
652 | gewachsen war, was das Fundament eines Staates, was die Struktur |
653 | der Gesellschaft bedeutet, das wurde durcheinander geschüttelt |
654 | und kann nur schwer zur Ruhelage kommen. |
655 | Dass die ganze Entwicklung nur möglich war in einer |
656 | so viel und weit verzweigten moernen arbeitsteiligen Wirtschaft |
657 | wissen wir. Im vvLavvnde mit realem vvAuvvstausch liegen vvPrvvoduktion und |
658 | Verbrauch zu nahe beisammen und sind zu eng gebunden, als dass |
659 | wir den Versuch machen können, Ovvpvvfer von uns auf andere abzuwäl- |
660 | zen und umgekehrt von anderer Leute Arbeit zu schmarotzen. Wir |
661 | dürfen aber deswegen wohl kaum dem Gelde als einer Erscheinungs- |
662 | form der modernen Wirtschaft die Schuld an ihrem Chaos zuschreiben |
663 | und auch nicht dem Papiergelde als der notwendigen und der einzig |
664 | möglichen Form der wirtschaftlich gesunden Entwicklung. |
665 | |
666 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s150.png |
667 | || |
668 | ||# |
… | … |
670 | #|| |
671 | || |
672 | |
673 | - 151 - |
674 | |
675 | Dass wir in der modernen Wirtschaft die Opfer, die wir notwendig |
676 | bringen mussten, nicht gleich als solche für den einzelnen ver- |
677 | spürten und nicht verspühren wollten, dass uns die Scheinmöglichkeit |
678 | belassen wurde, sie auf andere abzuwälzen, ohne dass die Volks- |
679 | wirtschaft als ganzes Schaden nehme, dass liess den Kampf und die |
680 | Verschiebung der Einkommen Folge werden. Wir erkennen also, nicht |
681 | die Preissteigerung, auch nicht der Stand der Valuta ist das Ent- |
682 | scheidende und Schädigende der Inflation und beides ist kein |
683 | Gradmesser, sowohl nicht unseres Wohlergehens, als unseres Elends. |
684 | Beides könnte die Wirtschaft wohl ertragen ohne nennenswerte Stö- |
685 | rung. Das tief greifende und schwer zu heilende Uebel der Infla- |
686 | tion, das ist die Verschiebung der Einkommen, entstanden durch |
687 | die verschiedenartige Bewertung der Leistung als der realen Güter |
688 | und notwendig bedingt durch ständig neu geschaffene Einkommens- |
689 | wellen, die jegliches vvAuvvsgleichsbestreben von neuem überfluteten |
690 | und jegliches Vergleichsmaass uns raubten. Das Vergleichsmaass |
691 | Arbeit war im Nominaleinkommen nicht mehr heraus zu lesen, weil |
692 | es die Beziehung zu den Preisen und den durch Arbeitsaufwand |
693 | erzeugten Gütern verloren hatte. |
694 | Das Charakteristikum der stabilen Währung ist Paralleli- |
695 | tät in der Entstehung und die Kongruenz der beiden Wirtschafts- |
696 | pole, Einkommen und Preise, aufgebaut auf Arbeitswertgrössen, in |
697 | nur jeweils anderer Zusammenfügung; das restlose Aufgehen der Wer- |
698 | te beim Gütertausch. Das Merkmal der unstabilen Währung bedeutet |
699 | das vvBrvvechen dieser Grundsätze und damit das Zerstören des doppelt |
700 | gebundenen Maasses der Arbeit. Der Boden, auf dem die unstabile |
701 | |
702 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s151.png |
703 | || |
704 | ||# |
… | … |
706 | #|| |
707 | || |
708 | |
709 | - 152 - |
710 | |
711 | Währung Raum hat, ist die wirtschaftliche Not; die Inflation war |
712 | gewissermassen nur ein mit Notwendigkeit ausbrechendes Mittel, |
713 | sie uns fühlbar werden zu lassen, und sie hatte im Gefolge die |
714 | wirtschaftliche und gesellschaftliche Schädigung, wie wir sie bei |
715 | unserer Betrachtung kennen lernten. |
716 | Haben wir mit diesem letzten Abschnitt anscheinend den |
717 | Boden der Theorie verlassen und unser Augenmerk auf eine tatsäch- |
718 | liche und praktische Erscheinung gerichtet, so geschah es, um diè |
719 | Wahrheit der vorher entwickelten Sätze hier zu erhärten. Wir stell- |
720 | ten diese Betrachtung an den Schluss, weil wir sie für den Aufbau |
721 | unserer Gedanken nicht benötigten, weil wir nicht rückwärts von |
722 | den Tatsachen ableiten, sondern diese auf eine theoretische Mei- |
723 | nung projekzieren. |
724 | |
725 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s152.png |
726 | || |
727 | ||# |
728 | |
729 | {{paragraphs style=left}} |
730 | ---- |
731 | #| |
732 | || ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV zurück)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/I I)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/II II)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/III III)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV IV)) | **V** | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/VI VI)) | ((((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/VI weiter)) || |
733 | |# |