Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit
hinzugefĂŒgt:
- 35 - Was an jeder bildlichen Darstellung fehlerhaft sein muss, ist das stossweise Geschehen der Akte, die sich in Wirklich- keit natĂŒrlich im organischen Flusse befinden. Das mĂŒssen wir auch hier berĂŒcksichtigen, wenn wir eine Periode in ein einmaliges Ge- schehen zusammenpressen. Was uns deutlich werden soll, ist die Para[ergĂ€nzt handschriftlich: l]ellitĂ€t von Nominaleinkommen mit der Preishöhe der Gesamtpro- duktion. Wenn nach unserer Zeichnung in der Kalkulation das Produkt einen Preis von 100 erzielt, so darf fĂŒr jenes Produkt auch nicht mehr wie 100 Einheiten auf dem Markte kaufkrĂ€ftig werden. Arbeiter, Angestellte, Produzenten und HĂ€ndler (Gruppe I) geben insgesamt ab an Beamte durch Steuern und Abgaben 4 mal 3 ist 12, an freie Berufe 4 mal 2 ist 8, an die Kapitalerstellenden 4 mal 3 ist 12; treten also von ihren Einkommen ab 12 , 8 und 12 ist 32 und es bleiben ihnen folglich 68 und diese 68 und 32 zusammen auf dem KonsumgĂŒtermarkt ausgegeben, heben das Produkt von 100 auf. Weiter ist im Bilde angenommen, dass die verschiedenen sekundĂ€ren Einkommenszweige sich gegenseitig ZuschĂŒsse leisten, der Einfach- heit halber hier immer das gleiche. Was an die kapitalerzeugenden Berufe hingegeben wurde, bedeutet zwar fĂŒr die Abtretenden privat- wirtschaftliches Kapital ; - privatwirtschaftliches Kapital aber, das sich in sog. volkswirtschaftlichem Kapital niedergeschlagen hat in dem Werk derjenigen, welche die Konsummöglichkeit von den Sparenden erhielten. Diese haben dann, sofern es sich nicht um direkten Eigenbesitz mit Eigenverantwortung handelt [ergĂ€nzt handschriftlich:, ] einen obligato- rischen oder schliesslich auch dinglichen Anspruch. - 36 - Halbfabrikate gelten als GenussgĂŒter, denn es ist leicht zu ersehen, dass diese in der weiterverarbeitenden Produktion in deren Kalku- lationen als ein fertiger Posten erschienen, fĂŒr den in der voraus- gegangenen Produktion EinzelarbeitsaufwĂ€nde entlohnt werden muss- ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und HĂ€nd- leranteil zugerechnet. Des weiteren sind die Posten fĂŒr Abschrei- bung und Abnutzung weggelassen, denn ob von der Gesamtheit aus ge- sehen 20 mal 5 zurĂŒckbehalten, dafĂŒr dann einmal 100 aufgewendet wurde, ist belanglos und muss sich zum mindesten in grösseren Zeit- lĂ€ufen ausgleichen. Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse der erzeugten GĂŒter, das Nominaleinkommen in der Summe ihrer Geld- preise. Das ist nichts zufĂ€lliges, sondern die notwendige Folge des Gleichlaufs von Produktion und sie begleitender Einkommensbildung . Wenn wir sagen, die Preise und in ihnen die Idee der Werteinheit seien VerhĂ€ltniszahlen zwischen den einzelnen GĂŒterwerten, so dass diese vergleichbar und gesellschaftlich gĂŒltig austauschbar wer- den, so mĂŒssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich ist, doch nach gesellschaftlicher Wertung geschieden und vergleichbar. Die Nominaleinkommen sind das Speigelbild der Preise und so können wir die letzteren auch als VerhĂ€ltniszahlen zwischen Real- und Nominal- einkommen bezeichnen. Das wir den Preisen die primĂ€re Rolle ein- rĂ€umen, könnte als gegen die Tatsachen verstossend erschienen, denn