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Para[ergÀnzt handschriftlich: l]ellitÀt von Nominaleinkommen mit der Preishöhe der Ge-
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Para[ergÀnzt handschriftlich: l]ellitÀt von Nominaleinkommen mit der Preishöhe der Gesamtpro-
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1283 |
samtproduktion. Wenn nach unserer Zeichnung in der Kalkulation das Produkt
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duktion. Wenn nach unserer Zeichnung in der Kalkulation das Produkt
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1284 |
einen Preis von 100 Einheiten auf dem Markte kaufkrÀftig werden. Arbeiter,
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einen Preis von 100 erzielt, so darf fĂŒr jenes Produkt auch nicht
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1285 |
mehr wie 100 Einheiten auf dem Markte kaufkrÀftig werden. Arbeiter,
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1285 |
Angestellte, Produzenten und HĂ€ndler (Gruppe I) geben insgesamt ab
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Angestellte, Produzenten und HĂ€ndler (Gruppe I) geben insgesamt ab
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1286 |
an Beamte durch Steuern und Abgaben 4 mal 3 ist 12, an freie
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1287 |
an Beamte durch Steuern und Abgaben 4 mal 3 ist 12, an freie
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1287 |
Berufe 4 mal 2 ist 8, an die Kapitalerstellenden 4 mal 3 ist 12;
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1288 |
Berufe 4 mal 2 ist 8, an die Kapitalerstellenden 4 mal 3 ist 12;
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KonsumgĂŒtermarkt ausgegeben, heben das Produkt von 100 auf.
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1291 |
KonsumgĂŒtermarkt ausgegeben, heben das Produkt von 100 auf.
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1291 |
Weiter ist im Bilde angenommen, dass die verschiedenen sekundÀren
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Weiter ist im Bilde angenommen, dass die verschiedenen sekundÀren
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1292 |
Einkommenszweige sich gegenseitig ZuschĂŒsse leisten, der Einfach-
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Einkommenszweige sich gegenseitig ZuschĂŒsse leisten, der Einfach-
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Halbfabrikate gelten als GenussgĂŒter, denn es ist leicht zu ersehen,
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dass diese in der weiterverarbeitenden Produktion in deren Kalku-
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lationen als ein fertiger Posten erschienen, fĂŒr den in der voraus-
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gegangenen Produktion EinzelarbeitsaufwÀnde entlohnt werden muss-
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ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und HĂ€nd-
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leranteil zugerechnet. Des weiteren sind die Posten fĂŒr Abschrei-
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bung und Abnutzung weggelassen, denn ob von der Gesamtheit aus ge-
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sehen 20 mal 5 zurĂŒckbehalten, dafĂŒr dann einmal 100 aufgewendet
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wurde, ist belanglos und muss sich zum mindesten in grösseren Zeit-
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lÀufen ausgleichen.
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Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse
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der erzeugten GĂŒter, das Nominaleinkommen in der Summe ihrer Geld-
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preise. Das ist nichts zufÀlliges, sondern die notwendige Folge des
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Gleichlaufs von Produktion und sie begleitender Einkommensbildung .
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Wenn wir sagen, die Preise und in ihnen die Idee der Werteinheit
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seien VerhĂ€ltniszahlen zwischen den einzelnen GĂŒterwerten, so dass
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diese vergleichbar und gesellschaftlich gĂŒltig austauschbar wer-
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den, so mĂŒssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen
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selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie
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werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich ist, doch
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nach gesellschaftlicher Wertung geschieden und vergleichbar. Die
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Nominaleinkommen sind das Speigelbild der Preise und so können wir
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die letzteren auch als VerhÀltniszahlen zwischen Real- und Nominal-
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einkommen bezeichnen. Das wir den Preisen die primÀre Rolle ein-
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rÀumen, könnte als gegen die Tatsachen verstossend erschienen, denn
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Àusserlich treten tatsÀchlich zuerst die Einkommen in Erscheinung
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und nehmen möglichst an dem Preise im einzelnen die letzte Kor-
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rektur vor; aber die Preise sind nicht nur historisch gegenĂŒber
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dem Nominaleinkommen das UrsprĂŒngliche, sondern selbst in der von
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uns geschilderten Ordnung bilden sie sich nur in strenger Anlehnung
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an einen wirtschaftlichen bereits fixierten, oder wenigstens voraus-
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kalkulierten Preis.
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Was aber nachzuholen wichtig ist, das ist der Begriff des
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Nominaleinkommens, den wir bisher als etwas Gegebenes hingestellt
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haben. Wir konnten das tun, nachdem wir im ersten Abschnitt vom
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Gelde gesprochen und in ihm das technische Mittel erkannt haben,
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das die Verkehrswirtschaft zu funktionieren befÀhigt. Aber wir
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sahen auch, Voraussetzung fĂŒr das Geld ist wiederum das Vorhanden-
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und Wirksamsein der Preisidee, wenn auch ursprĂŒnglich nur Stoff-
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quantitÀten zum Vergleich gelangen. Das Nominaleinkommen ist nun,
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(wenigsten teilweise) dieses Geldeinkommen. Wie weit die beiden
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Begriffe sich decken, ist in jedem Einzelfall wohl verschieden;
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sie können das völlig tun, wenn das ganze Einkommen in Geld erstat.
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tet ist, d.h., wenn keine Möglichkeit besteht, reale GĂŒter direkt als
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Einkommen zu erhalten, wÀhrend also Real. und Nominaleinkommen sich
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stets decken mĂŒssen, weil es nur verschiedene AusdrĂŒcke gleicher
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Sache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3.Aus-
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drucksform dafĂŒr; wird oftmals nur ein Tel [sic] der erstgenannten Be-
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griffe sein und kann nur in der Ausschliesslichkeit des Einkom-
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mensempfanges in dieser Form zum gleichen Werte werden. Das Geld
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lebt, um die GĂŒter auszutauschen, die eine FĂŒlle von Relationen
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darstellen;- wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe
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von Nominaleinkommen gegen GĂŒter, so ist das durch den Schleier
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gesehen der gleiche witschaftliche Vorgang. Diese letzte Karte
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decken wir auf, wenn wir den Mechanismus kurz erklÀren, wie das
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Nominaleinkommen, das Geldeinkommen entsteht. Nach unserer ganzen
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AusfĂŒhrung kann es keine Fvvrvvage sein, dass wir es in engster Anleh-
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nung an die GĂŒterproduktion zur Schöpfung bringen mĂŒssen. Stellen
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wir dabei die Geldkreation auf Grund des akzeptierten Warenwech-
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sels als die der Vollendung am nÀchsten kommende Einrichtung hin,
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so handeln wir nur folgerichtig unserer bisher beschriebenen Auf-
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fassung.
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Ivvmvv Gelde, dem ReprÀsentanten unseres Nominaleinkommens
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haben wir einen Anspruch an die Allgemeinheit, wÀhrend wir --i--unsere
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wertvollen Dienste der privaten Produktion liehen und auch hier-
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her die Quelle unseres Einkommens verlegten. Jede Hingabe von Dienst
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Nutzung oder Gvvuvvt bewirkt zuerst einmal ein privates Forderungs-
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recht, das wir irgendwann einmal zum Eigengebrauch lebendig wer-
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den lassen wollen. Eine solche private Forderung ist die Buchfor-
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derung und es ist der Warenwechsel, den der Fabrikant fĂŒr eine wirt-
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schaftlich abgenommene Leistung in HÀnden hÀlt. In diesem Wechsel
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sind aber, da viele HĂ€nde dem Unternehmer dienstbar waren, das
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Produkt zu vollenden, auch alle deren Arbeitsleistungen und fĂŒg-
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lich deren Einkommen eingeschlossen und hier erlöst uns die Geld-
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schöpfung vor weiteren privaten , in's kleinste zu zerlegenden
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Forderungsrechten, welche die Arbeiter wiederum ihren Unternehmer
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Unternehmer [sic] geltend machen mĂŒssten. Die starre Berufsgliederung
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zeugt davon, dass wir das Vertrauen zur Gemeinschaft, zu der Wirt-
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schaft haben, und darum entÀussern wir uns unserer vergegenstÀnd-
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lichten Arbeit, weil wir erwarten und wissen, dass wir auf dem
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Markte auch ohne dieses Gut oder Teilgut selbst doch der Equi-
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valente habhaft werden können. Ivvmvv privaten Verkehr konnten nur
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privaten Forderungen entstehen. Die private Produktion aber ist
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so enge mit einander verbunden und in solch' grosser gegensei-
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tiger AbhÀngigkeit, dass wir in der Marktwirtschaft, wo alles
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in einander greift, wo alle fĂŒr einen und einer fĂŒr alle zusammen
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stehen, dass wir dort jedes derartige private Forderungsrecht
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in ein öffentliches umwandeln und als das Symbol der Forderung
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an die Allgemeinheit das Geld der Gemeinschaft, das staatliche
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Geld ansehen. Die Reichsbank fĂŒhrt hier nur eine Funktion des
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Marktes zu Ende. Jede Forderung ist von der anderen Seite gesehen
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aber eine Schuld, also hier eine Schuld, die von der Gesamtheit
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getilgt werden muss. Praktisch geschieht das, indem wir bei der
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Kvvovvnsumtion Teile dieser Forderung fortgeben, bis unser ganzes
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Forderungsrecht, eben unser Einkommen sich aufgelöst hat und in
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der Wirkung das Fvvovvrderungsrecht und das Geld aus der Wirtschaft
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entfernt ist. Wir haben konsumiert. Mit der letzten Konsumtion
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und der letzten Wechseleinlösung ist der Kreislauf beendet.
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Dass das Geld uns als etwas anscheinend ewig Bleibendes
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in der Wirtschaft gegenĂŒbertritt, beruht auf einer TĂ€uschung.
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In Wahrheit entsteht es tÀglich mit der Leistung und vergeht mit
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