Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit
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- 36 - Halbfabrikate gelten als GenussgĂŒter, denn es ist leicht zu ersehen, dass diese in der weiterverarbeitenden Produktion in deren Kalku- lationen als ein fertiger Posten erschienen, fĂŒr den in der voraus- gegangenen Produktion EinzelarbeitsaufwĂ€nde entlohnt werden muss- ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und HĂ€nd- leranteil zugerechnet. Des weiteren sind die Posten fĂŒr Abschrei- bung und Abnutzung weggelassen, denn ob von der Gesamtheit aus ge- sehen 20 mal 5 zurĂŒckbehalten, dafĂŒr dann einmal 100 aufgewendet wurde, ist belanglos und muss sich zum mindesten in grösseren Zeit- lĂ€ufen ausgleichen. Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse der erzeugten GĂŒter, das Nominaleinkommen in der Summe ihrer Geld- preise. Das ist nichts zufĂ€lliges, sondern die notwendige Folge des Gleichlaufs von Produktion und sie begleitender Einkommensbildung . Wenn wir sagen, die Preise und in ihnen die Idee der Werteinheit seien VerhĂ€ltniszahlen zwischen den einzelnen GĂŒterwerten, so dass diese vergleichbar und gesellschaftlich gĂŒltig austauschbar wer- den, so mĂŒssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich ist, doch nach gesellschaftlicher Wertung geschieden und vergleichbar. Die Nominaleinkommen sind das Speigelbild der Preise und so können wir die letzteren auch als VerhĂ€ltniszahlen zwischen Real- und Nominal- einkommen bezeichnen. Das wir den Preisen die primĂ€re Rolle ein- rĂ€umen, könnte als gegen die Tatsachen verstossend erschienen, denn - 37 - Ă€usserlich treten tatsĂ€chlich zuerst die Einkommen in Erscheinung und nehmen möglichst an dem Preise im einzelnen die letzte Kor- rektur vor; aber die Preise sind nicht nur historisch gegenĂŒber dem Nominaleinkommen das UrsprĂŒngliche, sondern selbst in der von uns geschilderten Ordnung bilden sie sich nur in strenger Anlehnung an einen wirtschaftlichen bereits fixierten, oder wenigstens voraus- kalkulierten Preis. Was aber nachzuholen wichtig ist, das ist der Begriff des Nominaleinkommens, den wir bisher als etwas Gegebenes hingestellt haben. Wir konnten das tun, nachdem wir im ersten Abschnitt vom Gelde gesprochen und in ihm das technische Mittel erkannt haben, das die Verkehrswirtschaft zu funktionieren befĂ€higt. Aber wir sahen auch, Voraussetzung fĂŒr das Geld ist wiederum das Vorhanden- und Wirksamsein der Preisidee, wenn auch ursprĂŒnglich nur Stoff- quantitĂ€ten zum Vergleich gelangen. Das Nominaleinkommen ist nun, (wenigsten teilweise) dieses Geldeinkommen. Wie weit die beiden Begriffe sich decken, ist in jedem Einzelfall wohl verschieden; sie können das völlig tun, wenn das ganze Einkommen in Geld erstat. tet ist, d.h., wenn keine Möglichkeit besteht, reale GĂŒter direkt als Einkommen zu erhalten, wĂ€hrend also Real. und Nominaleinkommen sich stets decken mĂŒssen, weil es nur verschiedene AusdrĂŒcke gleicher Sache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3.Aus- drucksform dafĂŒr; wird oftmals nur ein Tel [sic] der erstgenannten Be- griffe sein und kann nur in der Ausschliesslichkeit des Einkom- mensempfanges in dieser Form zum gleichen Werte werden. Das Geld lebt, um die GĂŒter auszutauschen, die eine FĂŒlle von Relationen