Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit




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1345 Àusserlich treten tatsÀchlich zuerst die Einkommen in Erscheinung
1346 und nehmen möglichst an dem Preise im einzelnen die letzte Kor-
1347 rektur vor; aber die Preise sind nicht nur historisch gegenĂŒber
1348 dem Nominaleinkommen das UrsprĂŒngliche, sondern selbst in der von
1349 uns geschilderten Ordnung bilden sie sich nur in strenger Anlehnung
1350 an einen wirtschaftlichen bereits fixierten, oder wenigstens voraus-
1351 kalkulierten Preis.
1352      Was aber nachzuholen wichtig ist, das ist der Begriff des
1353 Nominaleinkommens, den wir bisher als etwas Gegebenes hingestellt
1354 haben. Wir konnten das tun, nachdem wir im ersten Abschnitt vom
1355 Gelde gesprochen und in ihm das technische Mittel erkannt haben,
1356 das die Verkehrswirtschaft zu funktionieren befÀhigt. Aber wir
1357 sahen auch, Voraussetzung fĂŒr das Geld ist wiederum das Vorhanden-
1358 und Wirksamsein der Preisidee, wenn auch ursprĂŒnglich nur Stoff-
1359 quantitÀten zum Vergleich gelangen. Das Nominaleinkommen ist nun,
1360 (wenigsten teilweise) dieses Geldeinkommen. Wie weit die beiden
1361 Begriffe sich decken, ist in jedem Einzelfall wohl verschieden;
1362 sie können das völlig tun, wenn das ganze Einkommen in Geld erstat.
1363 tet ist, d.h., wenn keine Möglichkeit besteht, reale GĂŒter direkt als
1364 Einkommen zu erhalten, wÀhrend also Real. und Nominaleinkommen sich
1365 stets decken mĂŒssen, weil es nur verschiedene AusdrĂŒcke gleicher
1366 Sache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3.Aus-
1367 drucksform dafĂŒr; wird oftmals nur ein Tel [sic] der erstgenannten Be-
1368 griffe sein und kann nur in der Ausschliesslichkeit des Einkom-
1369 mensempfanges in dieser Form zum gleichen Werte werden. Das Geld
1370 lebt, um die GĂŒter auszutauschen, die eine FĂŒlle von Relationen
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1380 darstellen;- wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe
1381 von Nominaleinkommen gegen GĂŒter, so ist das durch den Schleier
1382 gesehen der gleiche witschaftliche Vorgang. Diese letzte Karte
1383 decken wir auf, wenn wir den Mechanismus kurz erklÀren, wie das
1384 Nominaleinkommen, das Geldeinkommen entsteht. Nach unserer ganzen
1385 AusfĂŒhrung kann es keine Fvvrvvage sein, dass wir es in engster Anleh-
1386 nung an die GĂŒterproduktion zur Schöpfung bringen mĂŒssen. Stellen
1387 wir dabei die Geldkreation auf Grund des akzeptierten Warenwech-
1388 sels als die der Vollendung am nÀchsten kommende Einrichtung hin,
1389 so handeln wir nur folgerichtig unserer bisher beschriebenen Auf-
1390 fassung.
1391      Ivvmvv Gelde, dem ReprĂ€sentanten unseres Nominaleinkommens
1392 haben wir einen Anspruch an die Allgemeinheit, wÀhrend wir --i--unsere
1393 wertvollen Dienste der privaten Produktion liehen und auch hier-
1394 her die Quelle unseres Einkommens verlegten. Jede Hingabe von Dienst
1395 Nutzung oder Gvvuvvt bewirkt zuerst einmal ein privates Forderungs-
1396 recht, das wir irgendwann einmal zum Eigengebrauch lebendig wer-
1397 den lassen wollen. Eine solche private Forderung ist die Buchfor-
1398 derung und es ist der Warenwechsel, den der Fabrikant fĂŒr eine wirt-
1399 schaftlich abgenommene Leistung in HÀnden hÀlt. In diesem Wechsel
1400 sind aber, da viele HĂ€nde dem Unternehmer dienstbar waren, das
1401 Produkt zu vollenden, auch alle deren Arbeitsleistungen und fĂŒg-
1402 lich deren Einkommen eingeschlossen und hier erlöst uns die Geld-
1403 schöpfung vor weiteren privaten , in's kleinste zu zerlegenden
1404 Forderungsrechten, welche die Arbeiter wiederum ihren Unternehmer
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