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Radio MĂŒnchen · Argumente gegen die Herrschaft der Angst - Dr. Wolfgang Wodarg im GesprĂ€ch

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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Belgien gewÀhrt Jacques Baud «humanitÀre Ausnahmegenehmigung»

Belgien hat gegenĂŒber dem Schweizer Jacques Baud Gnade walten lassen. Der in BrĂŒssel lebende ehemalige Schweizer Oberst steht seit Dezember wegen angeblicher pro-russischer Propaganda auf der Sanktionsliste der EuropĂ€ischen Union (wir berichteten unter anderem hier, hier, hier und hier). Demnach hat Baud keinen Zugriff auf seine Bankkonten, nicht einmal um Lebensmittel zu kaufen, und er darf Belgien nicht verlassen. Diese Sanktionen sind laut Baud «schlimmer als GefĂ€ngnis», denn dort werde man zumindest ernĂ€hrt, wie er im Dezember gegenĂŒber der Weltwoche erklĂ€rte.

Nun hat Belgien dem ehemaligen Mitarbeiter des Schweizer Nachrichtendienstes, der UNO und der NATO eine humanitĂ€re Ausnahmegenehmigung erteilt. Dem Blick zufolge bestĂ€tigte das Baud am Sonntag gegenĂŒber Keystone-ATS. Er erklĂ€rte:

«Mit dieser humanitĂ€ren Ausnahmeregelung habe ich das Recht, fĂŒr lebensnotwendige Ausgaben auf mein Bankkonto zuzugreifen.»

Baud ergĂ€nzte, er wisse nicht, welche Schritte Bern möglicherweise bei der EU unternommen habe und zu welchen Ergebnissen diese gefĂŒhrt hĂ€tten. Die Entscheidung des belgischen Finanzministeriums sei Baud am Samstag mitgeteilt worden, so der Blick. Der Antrag dafĂŒr sei von seinen AnwĂ€lten gestellt worden.

Bauds Vorwurf der Verletzung der Meinungsfreiheit wies die EuropĂ€ische Kommission im Januar gegenĂŒber der NZZ zurĂŒck.

«Die Eliten haben sich selbst delegitimiert»

Transition News: «Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einer Übergangsphase», erklĂ€rte der kanadische Premierminister Mark Carney Ende Januar in Davos. Wie stellt sich dieser Bruch aus deutscher Perspektive derzeit dar?

Anselm Lenz: Der Bruch zeigt sich darin, dass politische und wirtschaftliche Eliten weltweit Demokratie, Grundrechte und Verfassungen offen zugunsten abgeschotteter Machtstrukturen zerstören. Seit 2020 wird dieser autoritĂ€re Umbau propagandistisch ĂŒberdeckt – mit Berufung auf «Die Wissenschaft», Expertentum als Herrschaftsinstrument und einer angeblich «grĂŒnen» Moderation massiver Verarmung. Begriffe wie «Ressourcenschonung» oder «Wassersparen» dienen dabei real der Privatisierung und Verteuerung elementarer Lebensgrundlagen.

Bei einer «deutschen Perspektive» nehme ich selbstverstĂ€ndlich die der Arbeiter, Arbeitslosen, Angestellten, der Eltern, der kleinen und mittleren Unternehmer, der ScheinselbstĂ€ndigen und Abgeschafften, der Menschen, die versuchen, hier noch ihre Kinder großzuziehen und so weiter ein. Aus Sicht dieser Menschen in Deutschland haben sich weite Teile des BRD-Staates delegitimiert. Ja, die Eliten haben sich selbst delegitimiert.

Anstatt Transparenz und Einbindung zu suchen, reagierten die MĂ€chtigen auf wachsenden Widerstand mit Verleumdung, Entehrung NiederprĂŒgeln, Berufsverboten, Terror, Existenzvernichtung, politischer Inhaftierung und wahnhaften Gerichtsverfahren. Millionen haben in der BRD seit MĂ€rz 2020 protestiert, noch mehr leiden unter den Folgen eines neofaschistischen Ausnahmezustands, der Konzerne, Propagandamedien und unsere Institutionen fĂŒr den Terror gegen das Volk verschrĂ€nkt.

Was sichtbar wurde, ist keine komplizierte Verschwörung, sondern die «BanalitĂ€t des Bösen»: Macht wird ausgeĂŒbt, weil sie technisch möglich ist.

Der angesprochene globale Bruch aus Sicht des Kanadiers liegt im Niedergang der US-Dollar-Hegemonie. Das wankende angloamerikanische Imperium versucht, seinen Machtverlust durch verschĂ€rfte ökonomische Ausbeutung seiner Satellitenstaaten zu mildern. FĂŒr Deutschland Ă€ußert sich das in steigenden MilitĂ€rforderungen – «5 Prozent auf alles, auch auf Tiernahrung» –, Sprengung der zivilen Erdgasversorgungsleitungen in der Ostsee, EnergieabhĂ€ngigkeit zum vierfachen Gaspreis an die USA, was jeder Deutsche per Gasrechnung mitbekommt, Deindustrialisierung und der faktischen Umverteilung nationaler Wertschöpfung zugunsten des US-Imperiums. Das war und ist die unverĂ€nderte Konstante sowohl unter Biden wie unter Trump.

Die zweite Reihe des Imperiums – darunter militĂ€risch unterworfene Nationen wie Deutschland und Japan, mit Abstrichen auch die imperiale Peripherie wie Frankreich und Kanada – zahlen den Preis dieses Niedergangs aus der eigenen Substanz. Was frĂŒher als Sicherheits- und Wohlstandsversprechen verkauft wurde, wirkt nun wie ein ökonomisches Kidnapping. Daraus entsteht zunehmend, quer durch politische Lager, der Wunsch nach nationaler oder europĂ€ischer Emanzipation und eine eurasische Union mit Russland, teils auch mit Indien und sogar China.

Diese Emanzipation vom transatlantischen Niedergang beginnt meines Erachtens fĂŒr Deutschland mit einem demokratischen Neuanfang aus dem Volk: souverĂ€n, friedlich, neutral und ohne ewige Unterwerfung unter fremde Machtblöcke. Der Bruch ist daher weniger ein Chaos als eine historische Trennungslinie – zwischen imperialer Vergangenheit und der Möglichkeit wirklicher Selbstbestimmung.

Carneys Aussage zielt also weniger auf Demokratiefragen als auf den drohenden Verlust der Dollar-Dominanz im globalen Rohstoff- und Energiemarkt. Diese Vormachtstellung ist Grundlage der US-Verschuldung und imperialen Expansion. Der Bruch besteht darin, dass diese Ordnung keine Vorteile mehr fĂŒr die Peripherie bietet. Die US-Behauptung, man fordere nur «RĂŒckzahlung frĂŒherer Geschenke», verschleiert historische Unterwerfung. Wir können die USA aber nicht mehr retten – so wenig wie einst das erstarrende britische Empire nicht mehr von der US-Kolonie durchgepĂ€mpert werden konnte und sich beginnend mit der Boston Tea Party emanzipierte.

Auch wir meinen es nicht böse, wenn wir sagen: «Ami, go home!». Nationale Selbstbestimmung wird zunehmend als Voraussetzung fĂŒr soziale StabilitĂ€t und als Bedingung der Möglichkeit echter Demokratie durch verbindliche Volksentscheide in allen grundlegenden Fragen erkannt.

Wir wollen abstimmen, wofĂŒr wir den Staat brauchen und wofĂŒr nicht, wo wir ihn ersatzlos abwickeln, von heute auf morgen, und wo wir vielleicht sogar ein umfĂ€nglicheres Gemeinwesen ausbauen als zuvor, welche WĂ€hrung wir uns geben und unsere KriegsneutralitĂ€t als ewiger Friedensstaat Deutschland erklĂ€ren.

Ebenfalls in Davos meinte US-PrĂ€sident Donald Trump, europĂ€ische Staaten mĂŒssten sich «von der Kultur lösen», die sie in den letzten zehn Jahren geschaffen hĂ€tten. Wer oder was steckt tatsĂ€chlich hinter dem Untergang der europĂ€ischen Wirtschaft und Gesellschaft?

Hinter dem allerorten wahrnehmbaren Niedergang steht ein globaler Kapitalismus-Korporatismus, der seine eigenen Grundlagen auffrisst. Verfassungsbruch, Krieg, Verarmung und psychische ZermĂŒrbung sind keine Nebenwirkungen, sondern systemische Merkmale. Der Machtapparat hat sich von der Freiheit weitgehend abgekoppelt, um eine technische Diktatur umzusetzen. Eine entleerte Massenkultur, sprachliche Verrohung, englischsprachige Popmusik, englischsprachige Werbung und englischsprachige Filme, die nichts von uns erzĂ€hlen, nichts mit uns zu tun haben.

Dazu kommen apokalyptische Narrative, die uns mit dem Tod bedrohen – das sind die Mittel dieser globalfaschistischen KapitalverschrĂ€nkung, die weltweit als «Der Westen» verrufen ist und sich selbst gern so tituliert. Dabei sind Entscheider dahinter, die Namen und Adresse haben, und die sich ab einem gewissen Punkt auch anders hĂ€tten entscheiden können. Die wollen das, die haben ihre feuchten TrĂ€ume und stellen sich nicht mit ihren Programmen zur Abstimmung. Trump entlarvt zwar Teile dieses Systems, vertritt aber weiterhin Interessen des US-Kapitals.

Wer um das Jahr 1980 geboren wurde, hat nie mehr in einer Zeit gelebt, in der substantielle Verbesserungen und ProsperitĂ€t sichtbar wurden. Alles wurde immer enger, sparsamer, knausriger, teurer, unzugĂ€nglicher, undurchsichtiger, dysfunktionaler – 2020 dann kam der Aufprall. Statt staatlicher Transparenz, Öffnung und Volksabstimmung stabilisiert der Apparat sich durch immer schweinischere LĂŒgen und Maßnahmen. Warnungen wie die Eisenhowers vor dem militĂ€risch-industriellen Komplex sind Wirklichkeit geworden.

Ein friedlicher Ausweg kann nur noch demokratisch erfolgen: durch verbindliche Volksentscheide und kollektive SelbstermĂ€chtigung. Nicht Parteien, sondern das Volk selbst muss ĂŒber Krieg, Wirtschaft und Verfassung entscheiden.

Siehst Du eine Gefahr, dass sich in Deutschland oder auch in Österreich BĂŒrger gegen Migranten aufhetzen lassen, und falls ja, wem wĂŒrde dieses Chaos dienen?

Ja, diese Gefahr scheint real und ĂŒberwiegend bewusst herbeigefĂŒhrt. Eliten profitieren davon, wenn gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden, statt die Machtfrage zu stellen, um diese zu beantworten. Migration wird gezielt als Konfliktinstrument eingesetzt.

Ich bin aber nicht der Ansicht, dass Leute, die die Bedingungen der Möglichkeit von Frieden, also NeutralitĂ€t und echte Demokratie durch verbindliche Volksentscheide umsetzen möchten, nicht darĂŒber sprechen dĂŒrfen, was Ethnien sind, was ja auch nur partiell kriminalisiert wird. SelbstverstĂ€ndlich gibt es deutsche Ethnien und klar stellen die ihre AnsprĂŒche darauf, wie sie leben wollen, in ihrem eigenen, angestammten Land.

Migranten sind nicht der Feind, sondern selbst Opfer geopolitischer Strategien und MilitÀrapparate, die kein Mensch braucht. Wer Migranten als Gegner betrachtet, anstatt sie als Opfer von Krieg und Terror zu begreifen, spielt den Herrschenden und deren Terror in die HÀnde.

Der eigentliche Konflikt verlÀuft zwischen oben und unten, nicht zwischen Herkunftsgruppen. Eine demokratische Erneuerung muss daher solidarisch sein und zugleich klare politische Verantwortung benennen. Respekt zwischen Einheimischen und Zugewanderten ist möglich, wenn beide Seiten erkennen, wer von Spaltung profitiert. Und klar, auch ich muss mich als deutsch aussehender Mann in anderen LÀndern fragen lassen, wann ich die Landessprache lerne und was ich hier mache.

Berlin ist zum Beispiel voll von verzweifelten Expats aus den USA und deren Satellitenstaaten, die sich erhofft hatten, hier sei das Leben noch möglicher, fairer und freier. Aber auch Deutschland ist fast pleite, wir können nicht mehr auch noch immer mehr fĂŒr die militĂ€rische Besatzung unseres Landes blechen und dann auch noch auf happy tun, dass wir einen Gender-Latte in amerikanischem Englisch bestellen sollen. Ich sag's noch ein letztes Mal: «Sorry!»

Wie kann sich eine Oppositionsbewegung davor schĂŒtzen, unbewusst die Interessen der MĂ€chtigen zu vertreten?

Durch klare, ĂŒberprĂŒfbare Ziele, statt hĂŒbscher, aber diffuser Parolen. Die Bewegung muss wissen, was sie will – und was nicht. Der FĂŒnf-Punkte-Plan der Demokratiebewegung dient genau dieser Klarheit und zwar von Anfang an, wie auf der Website des Vereins «Nicht Ohne Uns» beschrieben. Dazu gehören Grundrechte in Wortlaut und Sinn der ersten zwanzig Artikel des Grundgesetzes – den Unabschaffbaren –, ein Ende von Kriegs- und Ausnahmezustandspolitik, verbindliche Volksentscheide und eine Verfassungserneuerung aus dem Volk. Diese Ziele sind nicht kooptierbar, sondern nur umsetzbar oder zu verraten. Und damit messbar.

GefĂ€hrlich sind Scheinangebote von Teilhabe, die lediglich neue Herrschaftsformen stabilisieren. Auch nationale Kapitalfraktionen sind eher kein natĂŒrlicher VerbĂŒndeter. Demokratische Erneuerung darf nicht zur Elitenrotation bei gleicher Agenda-Politik verkommen.

Was war der eigentliche Zweck der vorgetÀuschten «Pandemie»?

Machtstabilisierung bei gleichzeitiger Verschleierung eines systemischen Zusammenbruchs. Die Pandemie diente als Rahmen, um Verteuerung des Lebens, Kontrollausbau und Vertrauensbruch sozial einzukesseln. Der Ausnahmezustand ersetzte politische Legitimation. Wissenschaft wurde sakralisiert, Kritik dĂ€monisiert. Ziel ist eine gerĂ€uschlose Bruchlandung der Eliten – auf Kosten des Volkes.

In einer Strafanzeige gegen 52 fĂŒhrende Verantwortliche des deutschen «Corona»-Regimes geht es unter anderem um TatbestĂ€nde wie Volksverhetzung, schwere Nötigung, gefĂ€hrliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Mord. Bisher ist noch keine Staatsanwaltschaft ermittelnd tĂ€tig geworden. Was muss geschehen, damit es in Deutschland zu einer tatsĂ€chlichen Aufarbeitung kommt?

Die Aufarbeitungen ĂŒbernehmen bis zum Austausch der gleichgeschalteten LĂŒgen-Staatsjuristen wir, teils weltfĂŒhrend, sogar Pulitzer-PreistrĂ€ger Seymour Hersh schrieb in Sachen Nordstream-Sprengung vom der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand ab, fĂŒgte nur eine namentlich nicht genannte Quelle im US-Apparat hinzu. In Sachen «Corona» sind wir von Beginn an mit vorn.

Die AufklĂ€rung und Bereinigung innerhalb des Apparates wird einsetzen, wenn die ökonomische Belastungsgrenze ĂŒberschritten ist. Steigende Lebenshaltungskosten machen den Ausnahmezustand zunehmend materiell untragbar. Dann wird das Narrativ kippen. Wir wollen als neue deutsche Friedens- und Demokratiebewegung alle zusammenbringen, auch wir vom Demokratischer Widerstand, hinsichtlich der Verfassungserneurung. Bei Volksentscheiden mĂŒssen wir sowieso alle abstimmen, mit Ja oder Nein, zum Beispiel zur Frage des NATO-Austritts der BRD.

Der Versuch, die «Pandemie» rĂŒckwirkend zu erklĂ€ren, muss durch demokratische Kontrolle beantwortet werden. Verbindliche Volksentscheide sind notwendig, um SouverĂ€nitĂ€t herzustellen. Aufarbeitung ist kein Akt der Rache, sondern demokratische SelbstklĂ€rung.

Wie ist der Zustand der Demokratie- und Freiheitsbewegung heute, im Jahr 2026?

Sie existiert weiter, ist bundesweit breit verankert und mobilisierbar. Millionen warten auf den richtigen Moment, um in alter StĂ€rke und noch grĂ¶ĂŸer zurĂŒckzukommen. Die Bewegung ist als Subjekt in die deutsche Geschichte eingetreten und wird nicht weichen.

Und warum fĂŒhrt eigentlich kein Weg daran vorbei?

Weil Parteien und Institutionen strukturell erschöpft sind. Die Bewegung lĂ€sst sich nicht mehr wegdrĂŒcken. Eine grundlegende Erneuerung kann nur von unten kommen. Versöhnung und Frieden sind möglich, aber nicht ohne Vorbedingungen.

Als Anfang 2020 die «Pandemie» ausgerufen wurde und alle Medien gleichgeschaltet mitgezogen haben, gab es einen immensen Bedarf nach unabhĂ€ngigen Informationen. Gemeinsam mit dem Dramaturgen Hendrik Sodenkamp hast Du die Wochenzeitung Demokratischer Widerstand gegrĂŒndet. Doch Ende September 2025 ist mit Nummer 230 die vorerst letzte Printausgabe erschienen. Wie und wann soll es weitergehen?

Sobald wir 1.000 neue und zusÀtzliche Abonnentinnen und Abonnenten gefunden haben. Das Prinzip funktioniert so, dass man sich auf unserer Website einschreibt und erst zahlt, wenn wir das 1.000er-Ziel auch erreichen.

Wir haben fast sechs Jahre unermĂŒdlich durchgearbeitet als Journalisten, Verleger und BewegungsgrĂŒnder, ohne Pause, ohne Urlaub. Die erzwungene Pause hat fĂŒr uns GrĂŒnder auch gute Seiten. Wir haben immer gesagt: Wir stehen nur solange zur VerfĂŒgung, solange unsere Arbeit auch gewollt und einigermaßen getragen wird. Das Vertrauen der Menschen zahlten wir mit VerlĂ€sslichkeit, absoluter Unbestechlichkeit und extremem Risikoeinsatz zurĂŒck. So waren wir gegenĂŒber feindlichen Übernahmeversuchen, die es gab, genauso gefeit wie gegenĂŒber Anwerbeversuche durch Parteien und staatliche EntitĂ€ten. DafĂŒr stehen wir mit unseren Namen ein und dem FĂŒnf-Punkte-Plan, der auch das Redaktionsstatut der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand, dem DW, war und ist.

Wenn die RĂŒckendeckung nicht reicht, sondern die Leute nun mal lieber stundenlangen Internet-GesprĂ€chen lauschen möchten und dafĂŒr dann spenden, dann ist es eben das, was die Menschen möchten: Sie möchten, dass jemand mal darĂŒber redet, worĂŒber sie heimlich nachdenken. Ich meine: Das fĂŒhrt nur zu einem endlos passiven Kreiseln. Aber wenn das der Wunsch ist, bitte!

Wir hier haben eben unsere Bewegung, die Zeitung der Bewegung, sechs Jahre gemeinsame Geschichte und bis heute tĂ€gliche Demonstrationen bundesweit, die Termine sind auf NichtOhneUns.de zu finden. Aber mit Verlaub: VerdĂ€chtig sind mir alle Alternativmedien, die es nicht fertigbringen, darĂŒber zu berichten, denn die Geschichte der zurĂŒckliegenden sechs Jahre und damit auch die Gegenwart, können nicht erzĂ€hlt werden ohne die neue deutsche Friedens- und Demokratiebewegung seit 28. MĂ€rz 2020, deren FĂŒnf-Punkte-Plan und deren Wochenzeitung. Wir sind als Subjekt in die deutsche Geschichte eingetreten und werden nicht weichen.

Am 28. MĂ€rz 2020 fand trotz Versammlungsverbots die erste Demonstration fĂŒr die Achtung der Grundrechte auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz statt, zu der Du aufgerufen hattest. Was ist fĂŒr dieses Jahr geplant?

Der Marsch durch Berlin, unser alljĂ€hrlicher Spaziergang fĂŒr Frieden, Freiheit und Demokratie. Und weil diese Schlagworte allein austauschbar sind, bestehen wir weiterhin auf den FĂŒnf-Punkte-Plan. Wir starten um 15:30 Uhr auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der VolksbĂŒhne. Dann ziehen wir auf den Platz der Republik vor dem Bundestag zur Kranzniederlegung fĂŒr die Opfer des verfassungsbrĂŒchigen Ausnahmezustandes – darunter Doris, Boris Pfeiffer, Karl Hilz, Clemens Arvay, Gunnar Kaiser und viele weitere – und fĂŒr die Opfer des Spritzenregimes, die Totgespritzten.

Wir werden zudem unsere legitimen Ziele proklamieren, denn wir wollen und werden uns durchsetzen. Nach dem Gedenkzug wird es im geschlossenen Umfeld wieder zu weiteren feierlichen Vereidigungen auf den FĂŒnf-Punkte-Plan kommen. Wir sind eine Verschwörung der Gleichen. Am 29. MĂ€rz wird die zweite Ausgabe der «Ersten Alternativen Medienmesse» ab 13 Uhr in der zentralen Berliner Musikbrauerei stattfinden, mehr zum Abo und zur Medienmesse auf unserer Website.

Das Interview fĂŒhrte Sophia-Maria Antonulas.

Insektenschwinden: Das leise Sterben, das alles bedroht

Der rasante Schwund der Insekten gilt lĂ€ngst nicht mehr nur als lokales oder randstĂ€ndiges Umweltproblem. Er entwickelt sich zu einem der alarmierendsten FrĂŒhwarnsignale fĂŒr einen systemischen biologischen Zusammenbruch – sowohl in natĂŒrlichen Ökosystemen als auch mit direkten RĂŒckwirkungen auf die menschliche Gesundheit und Nahrungssicherheit. Dieser These widmet sich ein Beitrag des Arztes und Wissenschaftlers Joseph Varon, veröffentlicht auf Brownstone.org.

Viele Insektenarten empfinden so manche Menschen als lÀstig oder gar eklig. Dazu zÀhlen sicherlich die vielen Wespen im August oder auch Ameisen. Doch wie sagte der Kinderbuchautor Janosch so treffend:

«Ohne Menschen geht die Welt weiter, ohne Ameisen geht sie fĂŒr immer kaputt.»

In der Tat bilden nicht nur Ameisen, sondern Insekten insgesamt das fundamentale RĂŒckgrat nahezu aller terrestrischen Ökosysteme. Sie bestĂ€uben Pflanzen, zersetzen organisches Material, dienen als Nahrungsgrundlage fĂŒr Vögel, FledermĂ€use, Amphibien, Fische und Reptilien und halten Nahrungsketten in Gang. Ihr Verschwinden ist daher kein isolierter Verlust, sondern ein Indikator fĂŒr tieferliegende Störungen.

Eine der meistzitierten Langzeitstudien stammt aus Deutschland: In geschĂŒtzten Gebieten – also gerade nicht in intensiv landwirtschaftlich genutzten FlĂ€chen – sank die Gesamtbiomasse fliegender Insekten zwischen 1989 und 2016 um mehr als 75 Prozent. Ähnliche Trends zeigen sich in Großbritannien, den Niederlanden, Puerto Rico, Nordamerika und Ostasien. Eine Übersichtsarbeit, veröffentlicht 2019 in der Fachzeitschrift Biological Conservation, kam zu dem Schluss, dass etwa 40 Prozent der Insektenarten vom Aussterben bedroht sind, wobei der RĂŒckgang in den letzten Jahrzehnten deutlich an Dynamik gewonnen hat.

Besonders eindrĂŒcklich wird der Verlust fĂŒr Laien durch das sogenannte «Windschutzscheiben-PhĂ€nomen»: Wer in den 1970er- und 1980er-Jahren lange Autofahrten unternahm, musste hinterher die Scheibe mĂŒhsam von toten Insekten befreien. Heute bleibt sie oft sauber – ein stiller, aber fĂŒr viele Menschen greifbarer Beweis dafĂŒr, wie stark die Abundanz bereits gesunken ist.

Die Konsequenzen reichen weit ĂŒber den Einfluss auf die BiodiversitĂ€t hinaus. Rund drei Viertel aller weltweiten Nutzpflanzenarten sind zumindest teilweise auf tierische BestĂ€ubung angewiesen, vor allem durch Insekten. Der wirtschaftliche Wert dieser «Leistung» liegt in Hunderten Milliarden Dollar pro Jahr. Sinkt die BestĂ€uberpopulation, drohen nicht nur Ertragsverluste in QuantitĂ€t, sondern auch qualitative Einbußen: Eine Studie in PLoS One zeigte, wie es in dem Brownstone-Beitrag heißt, dass ein RĂŒckgang der BestĂ€uber die NĂ€hrstoffdichte bestimmter Nutzpflanzen (wie Vitamin A und FolsĂ€ure) um bis zu 40 Prozent senken könnte.

Als Ursachen nennt Varon mehrere miteinander interagierende anthropogene Faktoren:

  • Chronische Belastung durch systemische Insektizide (insbesondere Neonicotinoide), die im Boden und Wasser persistieren und auch Nicht-Zielarten schĂ€digen.
  • Herbizid-bedingter Verlust blĂŒhender Wildpflanzen, die als Nahrungsquelle dienen.
  • Monokulturen und großflĂ€chige Vereinheitlichung der Agrarlandschaft, die vielfĂ€ltige Habitate in biologische WĂŒsten verwandeln.
  • Bodenerschöpfung und Kollaps der Bodenmikrobiologie.
  • Lichtverschmutzung, die nachtaktive Insekten bei Navigation, Paarung und Nahrungssuche stört.
  • Zersiedelung und Habitatfragmentierung, die genetische Vielfalt und AnpassungsfĂ€higkeit reduzieren.

Obwohl auch Klimaschwankungen im Diskurs ĂŒber die Ursachen ErwĂ€hnung finden, sieht Varon sie nicht als alleinigen oder primĂ€ren Treiber. Entscheidend sei die kumulative Belastung durch zahlreiche menschliche EinflĂŒsse gleichzeitig. Der Autor zieht eine medizinische Analogie: In der Humanmedizin gelten bestimmte Biomarker (zum Beispiel steigendes C-reaktives Protein oder Laktat) als FrĂŒhwarnsignale fĂŒr systemische EntzĂŒndung oder Organversagen – lange bevor der Patient dramatisch dekompensiert. Insekten ĂŒbernehmen in der BiosphĂ€re genau diese Rolle.

Mit ihren kurzen Generationszeiten, hohen Stoffwechselraten und starker AbhĂ€ngigkeit von Umweltreizen reagieren sie extrem sensibel auf Störungen. Wenn sie zuerst ausfallen, ist das ein Hinweis darauf, dass die Belastungsgrenze des Systems ĂŒberschritten wird und die Kompensationsmechanismen der Natur an ihre Grenzen stoßen. Varon:

«Insekten kommunizieren nicht durch Pressemitteilungen, organisieren keine Proteste und erscheinen nicht in Finanzberichten. Sie verschwinden einfach. Bis ihr Fehlen durch Missernten, NĂ€hrstoffmĂ€ngel, Ökosystem-InstabilitĂ€t und zunehmende menschliche Erkrankungen offensichtlich wird, ist es fĂŒr wirksame Gegenmaßnahmen meist zu spĂ€t.»

Die Konsequenzen eines solchen systemischen Versagens wĂ€ren gravierend: vereinfachte Ökosysteme mit geringerer Resilienz, Nahrungsmittelunsicherheit, sinkende NĂ€hrstoffqualitĂ€t in Lebensmitteln, Zunahme chronischer Erkrankungen durch Umweltgifte und Immunstörungen. Technologie könne die verlorene biologische KomplexitĂ€t nicht ersetzen. Varon plĂ€diert daher fĂŒr einen Paradigmenwechsel: unabhĂ€ngige Langzeit-Ökosystem-Monitoring-Programme, strengere chronische ToxizitĂ€tsprĂŒfungen fĂŒr Chemikalien, Reduktion der chemischen Gesamtbelastung, Wiederherstellung von BiodiversitĂ€t in der Landwirtschaft und mehr intellektuelle Bescheidenheit gegenĂŒber komplexen lebenden Systemen.

Auch was das Gesundheitswesen angeht, fordert er eine stĂ€rkere Integration von Umweltmedizin – Ärzte sollten Patienten ĂŒber die ZusammenhĂ€nge zwischen Ökologie und Gesundheit aufklĂ€ren und sich fĂŒr nachhaltige Politik starkmachen. Varon schließt mit folgenden Worten:

«Zivilisationen fallen nicht nur durch Krieg oder Wirtschaftskrisen. Sie fallen, wenn die lebenden Systeme, die sie tragen, still und leise zerstört werden. Die gegenwÀrtige Stille sollte nicht als StabilitÀt missverstanden werden. Sie ist eine Warnung.»

JugendsexualitÀt im Wandel: Welche Rolle Migration spielt

Die SexualitĂ€t von Jugendlichen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verĂ€ndert. Zu diesem Ergebnis kommt die 10. Befragung zur JugendsexualitĂ€t, die vom Bundesinstitut fĂŒr Öffentliche Gesundheit (BIÖG, frĂŒher Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung) veröffentlicht wurde. Die Studie basiert auf einer bundesweiten Erhebung aus dem Jahr 2025 und wird derzeit intensiv diskutiert – nicht zuletzt wegen der Aussage, Jugendliche hĂ€tten immer spĂ€ter Sex.

Zwischen Februar und Juli 2025 wurden 3.514 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie 2.341 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren befragt. Die Interviews dauerten im Durchschnitt rund 35 Minuten. Die Stichprobe ist nach Angaben des Instituts nicht vollstĂ€ndig proportional, unter anderem in Bezug auf den Migrationshintergrund – ein Umstand, der fĂŒr die Interpretation der Ergebnisse zentral ist.

Besonders große Aufmerksamkeit erhielt der Befund, dass nur noch rund 23 Prozent der 16-JĂ€hrigen angegeben haben, bereits Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. In der vorherigen Erhebung von 2019 lag dieser Anteil noch bei 34 Prozent. Vergleicht man die Zahlen mit Ă€lteren Studien, wird der Wandel noch deutlicher: In der Befragung von 2010 hatten etwa die HĂ€lfte der MĂ€dchen und rund ein Drittel der Jungen in diesem Alter bereits sexuelle Erfahrungen gemacht. Die aktuellen Werte liegen damit auf einem Niveau, das eher an die 1970er-Jahre erinnert.

Ein Blick in frĂŒhere Erhebungswellen zeigt jedoch, dass diese Entwicklung nicht allein auf ein verĂ€ndertes Verhalten «der Jugendlichen» zurĂŒckgefĂŒhrt werden kann. In der Studie von 2010 wurde noch systematisch zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden – eine Differenzierung, die in der aktuellen Veröffentlichung nicht mehr im gleichen Umfang erfolgt. Damals zeigte sich, dass insbesondere MĂ€dchen mit Migrationshintergrund ihr erstes Mal deutlich spĂ€ter erlebten als Gleichaltrige ohne diesen Hintergrund. Unter den unter 17-jĂ€hrigen MĂ€dchen ohne Migrationshintergrund waren rund zwei Drittel bereits sexuell aktiv, bei MĂ€dchen mit Migrationshintergrund nur gut die HĂ€lfte.

Auch in frĂŒheren Erhebungen, etwa 2005, war diese Differenz ausgeprĂ€gt. Fachleute gehen davon aus, dass sich der steigende Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Gesamtstichprobe deutlich auf die heutigen Durchschnittswerte auswirkt. Die sinkende Quote frĂŒher sexueller Erfahrungen spiegelt demnach weniger eine generelle VerhaltensĂ€nderung wider, sondern vor allem eine verĂ€nderte Bevölkerungsstruktur.

Ähnliche ZusammenhĂ€nge zeigen sich bei den GrĂŒnden, die Jugendliche fĂŒr fehlende sexuelle Erfahrungen angeben. Neben klassischen Antworten wie «noch zu jung» oder «noch nicht die richtige Person» nannten bemerkenswerte Anteile auch moralische oder religiöse Motive, etwa, dass Sex unmoralisch sei oder vor der Ehe nicht in Frage komme. Solche BegrĂŒndungen waren in frĂŒheren Erhebungen seltener und lassen sich laut frĂŒheren Studien vor allem in bestimmten kulturellen und religiösen Milieus verorten.

Unterschiede zeigen sich auch bei der sexuellen AufklĂ€rung. WĂ€hrend im Jahr 2010 Jugendzeitschriften fĂŒr MĂ€dchen noch eine der wichtigsten Informationsquellen waren und das Internet vor allem bei Jungen dominierte, hat sich das Bild grundlegend verĂ€ndert. Heute nennen die meisten Jugendlichen den Schulunterricht als zentrale Quelle der SexualaufklĂ€rung. Im Internet spielen vor allem Suchmaschinen eine Rolle. Zwar gelten Beratungs- und Informationsseiten bei der Mehrheit der Jugendlichen als glaubwĂŒrdig, dennoch stuft ein nicht unerheblicher Teil – insbesondere mĂ€nnlicher Jugendlicher – auch pornografische Inhalte als Informationsquelle ein.

Die Langzeitbetrachtung der Studien zur JugendsexualitĂ€t zeigt damit ein komplexes Bild. Migration, kulturelle PrĂ€gungen und methodische VerĂ€nderungen in der Datenerhebung beeinflussen die Ergebnisse maßgeblich. Ohne eine differenzierte Auswertung nach sozialem und kulturellem Hintergrund lassen sich Trends nur eingeschrĂ€nkt deuten. FĂŒr Fachleute steht deshalb weniger ein pauschaler Wertewandel im Vordergrund als vielmehr die Frage, wie gesellschaftliche Vielfalt die LebensrealitĂ€ten Jugendlicher prĂ€gt – und wie SexualaufklĂ€rung darauf angemessen reagieren kann.

Griechenlands Protest gegen die digitale IdentitÀt: neue Bewegung warnt

In Griechenland hat sich eine breit angelegte Bewegung gegen die von der Regierung stark forcierte verpflichtende EinfĂŒhrung digitaler IdentitĂ€tsinstrumente gebildet. Unter dem Namen «Exodus» wendet sie sich gegen das, was ihre Initiatoren als «digitalen Totalitarismus» bezeichnen. Im Zentrum der Kritik stehen eine einheitliche Personenkennziffer sowie neue digitale Personalausweise, die nach dem Willen der Regierung schrittweise zum Standard werden sollen.

Die Bewegung ist religiös inspiriert, versteht sich jedoch ausdrĂŒcklich als ĂŒberparteilich. Kleriker, Mönche, Juristen, Informatiker und Laien engagieren sich gemeinsam. Ihr erklĂ€rtes Ziel ist es, die MenschenwĂŒrde, die persönliche Freiheit und die Selbstbestimmung des Einzelnen zu bewahren. Digitale Technologien lehnt «Exodus» nicht grundsĂ€tzlich ab, warnt jedoch vor ihrer Instrumentalisierung als Mittel umfassender Überwachung und Kontrolle.

Im GrĂŒndungsmanifest wird davor gewarnt, dass staatliche Entscheidungen zunehmend an automatisierte Systeme delegiert werden könnten. Aus einem «Der-Computer-sagt-nein»-Prinzip drohe eine Ordnung zu werden, in der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger faktisch von Programmierern, Algorithmen und zentralisierten Datenbanken abhĂ€ngig seien. Die ZusammenfĂŒhrung sensibler Daten ĂŒber eine einheitliche Personenkennziffer schaffe, so die Kritik, ein Machtinstrument mit weitreichenden Missbrauchsmöglichkeiten.

Besondere Brisanz erhĂ€lt das Thema durch die geplante Einbeziehung bislang ausgenommener Gruppen. So sollen sich bis spĂ€testens August 2026 auch Angehörige der Streit- und SicherheitskrĂ€fte fĂŒr die einheitliche Personenkennziffer registrieren lassen. FĂŒr die Bewegung ist dies ein Zeichen dafĂŒr, dass der Staat bewusst keine Ausnahmen mehr zulassen will. In einer Zeit geopolitischer Spannungen, zunehmender Cyberangriffe und wiederkehrender Datenlecks stelle die zentrale digitale Erfassung aller BĂŒrger nicht nur ein demokratiepolitisches, sondern auch ein sicherheitspolitisches Risiko dar.

Neben rechtlichen und technischen Aspekten betont «Exodus» auch spirituelle und anthropologische Dimensionen. Die Reduktion des Menschen auf eine Nummer werfe grundlegende Fragen nach IdentitĂ€t, Freiheit und Verantwortung auf. In kirchlichen Kreisen werden dabei auch biblische und theologische BezĂŒge diskutiert, was dem Protest zusĂ€tzlichen RĂŒckhalt in Teilen der orthodox geprĂ€gten griechischen Gesellschaft verschafft.

Eine zentrale Rolle spielt die griechischsprachige Website der Bewegung, die laufend aktualisiert wird. Sie dient nicht nur der politischen Mobilisierung, sondern versteht sich auch als praktische Anlaufstelle fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Dort finden sich Informationen zu Rechtslage, Behördenpraxis und Handlungsmöglichkeiten fĂŒr Menschen, die aus GewissensgrĂŒnden keine neue digitale IdentitĂ€t beantragen wollen.

Ein konkretes Beispiel betrifft die Beantragung von ReisepĂ€ssen. Ein informativer Artikel, der letzte Woche publiziert wurde, zeigt, dass Betroffene immer wieder von angeblichen Ablehnungen durch Polizeidienststellen berichten, wenn noch alte Personalausweise ohne lateinische Schrift oder mit frĂŒhem Ausstellungsdatum zwecks IndentitĂ€tsprĂŒfung vorgelegt werden. Nach Angaben der Bewegung ist diese Praxis rechtlich nicht haltbar. TatsĂ€chlich wurde im griechischen Parlament klargestellt, dass ReisepĂ€sse weiterhin auch auf der Grundlage einer IdentitĂ€tsprĂŒfung mit alten Ausweisen ausgestellt werden dĂŒrfen, sofern die IdentitĂ€t zweifelsfrei festgestellt werden kann. Zudem wurde die GĂŒltigkeit bestehender Ausweise per Verordnung bis September 2027 verlĂ€ngert.

«Exodus» ruft BĂŒrger dazu auf, sich nicht unter Druck setzen zu lassen, ihre Rechte zu kennen und unrechtmĂ€ĂŸige Verweigerungen zu dokumentieren. Ziel sei AufklĂ€rung statt Zwang. Gleichzeitig fordert die Bewegung von der Regierung alternative Identifikationsmöglichkeiten fĂŒr Menschen, die digitale Ausweise aus GewissensgrĂŒnden ablehnen.

Ob der Protest politischen Einfluss entfalten wird, ist offen. Klar ist jedoch: Die Debatte um digitale IdentitÀt, staatliche Kontrolle und persönliche Freiheit hat in Griechenland eine neue, gesellschaftlich tief verankerte Dynamik gewonnen.


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