Versionsunterschiede von Informationssammlung Corona / Nachrichten




← Vorherige Änderung
Nächste Änderung →

hinzugefügt:
Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)

Corona Transition

XML

Feed Titel: Transition News


«Die EU spielt mit dem nuklearen Feuer»

Laut Sergei Karaganow, Ehrenvorsitzender des russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik und akademischer Leiter der Higher School of Economics, treibt «die Elite Westeuropas den Kontinent in die Katastrophe». So äußerte er sich in einem Essay für die russische außenpolitische Zeitschrift Russia in Global Affairs, von dem RT einen Auszug veröffentlichte.

Karaganow zufolge nähert sich die derzeitige Phase des westlichen Konflikts mit Russland ihrem Ende zu. Als Hauptgrund dafür, dass sich der Krieg länger hingezogen hat als nötig, sieht er die mangelnde Entschlossenheit Russlands, «aktive nukleare Abschreckung einzusetzen». Dies sei der einzige Mechanismus, der das «europäische Problem» lösen könne, «das erneut zu einer existenziellen Bedrohung für unser Land geworden ist».

Gemäß Karaganow hat die «militärische Operation» Russlands seine Gesellschaft gestärkt, den Patriotismus geweckt und Technik und Wissenschaft wiederbelebt. Indem das Land die Feindseligkeit des Westens auf sich gezogen hat, habe es die Position der «Kompradoren-Bourgeoisie»* und ihrer westlich ausgebildeten Verbündeten ernsthaft geschwächt. Karaganow weiter:

«Im Jahr 2013 warnte ich persönlich eine Gruppe westeuropäischer Staats- und Regierungschefs, dass ihre Politik, die Ukraine in die EU und die NATO hineinzuziehen, zu Krieg und Massenopfern führen würde. Niemand erwiderte meinen Blick. Sie schauten auf ihre Schuhe und redeten dann weiter über Demokratie, Vertrauen und Menschenrechte. In Wirklichkeit wollten sie weitere vierzig Millionen Menschen ausbeuten. Etwas, das ihnen durch die Schaffung von Millionen von Flüchtlingen teilweise gelungen ist.
Sie sprachen davon, Russland einzudämmen, das zu diesem Zeitpunkt noch loyal war. Unsere Reaktion auf die Aggression der NATO in Libyen im Jahr 2011 war schwach. Jetzt zahlen wir den Preis für jahrelange Beschwichtigungspolitik und die Kompradoreninstinkte eines Teils unserer Elite.»

Laut dem akademischen Leiter der Higher School of Economics hat Russland die militärischen Abenteuer der EU durch die Integration der Krim in das russische föderale System und durch die Intervention in Syrien kurzzeitig gebremst. Er ergänzt:

«Dann haben wir uns entspannt. Wäre zwischen 2018 und 2020 ein Ultimatum zur NATO-Erweiterung gestellt und durch glaubwürdige nukleare Abschreckung untermauert worden, hätte der aktuelle Krieg möglicherweise vermieden werden können. Oder zumindest wäre er weit weniger blutig verlaufen. Bis 2022 war offensichtlich, dass sowohl der Westen als auch die Kiewer Behörden sich auf einen Krieg vorbereiteten.»

Karaganow erklärt, dass die Ukraine gespalten sei zwischen einer östlichen und südlichen Bevölkerung, die kulturell Russland nahe stehe, und einer westlichen Region, die von österreichisch-ungarischen, polnischen und allgemein westlichen Einflüssen geprägt sei. Letztere sei von antirussischer Ideologie durchdrungen. Er fordert, diese Spaltung zu akzeptieren und einen eigenen russischen Entwicklungsweg zu verfolgen, der sich sowohl von ukrainischen als auch von europäischen Einflüssen unterscheidet.

Militärisch gewinne Russland die Oberhand, reagiere aber nicht angemessen auf «offen aggressive Aktionen» wie die Beschlagnahmung russischer Schiffe, Drohungen mit der Schließung von Meerengen, Versuche einer Wirtschaftsblockade, Angriffe auf Ölterminals und mutmaßliche Sabotageakte gegen russische Tanker. All dies habe häufig mit Unterstützung Westeuropas stattgefunden. Karaganow stellt fest:

«Unsere Reaktion darauf waren bisher verstärkte Angriffe auf ukrainische Ziele. Das ist keine strategische Lösung. Die Ukraine wurde bewusst in den Feuerofen geworfen, damit das Feuer auf Russland übergreift. Die EU-Eliten kümmern sich nicht um die Ukrainer. Der Konflikt wird so lange weitergehen, bis seine wahre Ursache angegangen wird: die intellektuell, moralisch und materiell erschöpften, degenerierten herrschenden Klassen Westeuropas, die sich durch die Anheizung des Krieges an der Macht festklammern.
Anders als 1812 bis 1815 oder 1941 bis 1945 haben wir noch keine feindliche Koalition zerstört oder ihren Willen gebrochen. Der Krieg ist in die Phase eingetreten, die Schachspieler als Mittelspiel bezeichnen. Die vom Westen unterstützten Überreste der Ukraine werden weiterhin Sabotage und Terrorismus betreiben. Die Sanktionen werden bestehen bleiben. Die EU bereitet sich auf eine neue Konfrontation vor, an der möglicherweise wiederaufgerüstete ukrainische Streitkräfte und Söldner aus ärmeren europäischen Staaten beteiligt sein werden.»

Karaganow plädiert für eine «entschlossene Abschreckung», um den Rückzug der USA aus Europa zu beschleunigen, und macht klar:

«Die einzige Möglichkeit, die Eskalation zu stoppen, besteht darin, eine echte Bereitschaft zu zeigen, – zunächst mit nicht-nuklearen Waffen – Kommandozentralen, kritische Infrastrukturen und Militärstützpunkte in europäischen Ländern anzugreifen, die für antirussische Operationen von zentraler Bedeutung sind. Zu den Zielen sollten Orte gehören, an denen sich Eliten versammeln, auch in Nuklearstaaten. Die Regierungen müssen ein persönliches Risiko spüren.
Wenn nicht-nukleare Maßnahmen scheitern und die EU sich weigert, zurückzuziehen, muss Russland – militärisch, politisch und psychologisch – auf begrenzte, aber entschlossene Nuklearschläge mit operativ-strategischen Waffen vorbereitet sein. Zuvor sollten mehrere Salven konventioneller Raketen abgefeuert werden.»

Langfristig muss Karaganow zufolge die Frage gestellt werden, Frankreich und Großbritannien den Zugang zu Atomwaffen zu verweigern, da sie «das moralische Recht, diese zu besitzen, verwirkt haben». Er befürworte zwar keinen Atomkrieg, «denn selbst ein Sieg wäre eine schwere Sünde». Aber wenn es nicht gelinge, eine Eskalation zu verhindern, riskiere man etwas Schlimmeres: einen langwierigen Konflikt, der zu einer globalen Katastrophe eskalieren könnte. Er erläutert:

«Übermäßige Zurückhaltung ist keine Verantwortung mehr. Im Gegenteil, sie ist jetzt fahrlässig.»

Abschließend erklärt Karaganow, dass Westeuropa selbst bei einer strategischen Niederlage weiterhin stagnieren und in Richtung Ungleichheit, soziale Spannungen und neue Formen des Extremismus gleiten werde.

«Die EU könnte zerfallen. Eine selektive Distanzierung von Europa ist unvermeidlich. Sicherheit und Entwicklung können nur innerhalb Groß-Eurasien aufgebaut werden. Das Beharren auf einer europäischen Fixierung ist ein Zeichen intellektueller Erschöpfung. Unterdessen bleiben die USA eine gefährliche und destabilisierende Macht. Auch hier darf man sich keine Illusionen machen.»

Karaganow sieht eine aufkommende, turbulente multipolare Welt. Russland sollte seine Beziehungen zu Asien und der «globalen Mehrheit» vertiefen und dabei die Risiken mit China und Indien sorgfältig handhaben. Er fordert eine interne Erneuerung, indem Bildung, patriotische Werte und menschliche Entwicklung Vorrang vor Konsumdenken erhalten und ein einigender «russischer Traum» gefördert wird, der sich auf das Gemeinwohl konzentriert. Unternehmertum sollte gefördert werden, «aber die Lehren aus der Stagnation der Sowjetunion und dem Chaos der 1990er Jahre dürfen nicht vergessen werden».

Er kommt zu dem Schluss, dass die Zukunft Russlands in der Entwicklung Sibiriens und des asiatischen Teils Russlands als neue wirtschaftliche und demografische Zentren liegt. Der aktuelle Konflikt, so tragisch er sei, könnte «den Anstoß für diese längst überfällige Transformation geben».

* Eine Kompradoren-Bourgeoisie (aus dem Portugiesischen comprador = Käufer) bezeichnet eine einheimische herrschende Klasse in (post-)kolonialen Ländern, die als Vermittler und Handlanger ausländischen imperialistischen Kapitals fungiert.

Schweizer Bundesverwaltungsgericht stärkt Öffentlichkeitsprinzip bei Impfstoffverträgen

Wie bereits gemeldet, verpflichtet das Schweizer Bundesverwaltungsgericht das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Verträge zur Beschaffung von Covid-19-«Impfstoffen» mit Moderna und Novavax im beantragten Umfang offenzulegen. Gutgeheißen wurden Beschwerden mehrerer Privatpersonen, darunter Nationalrat Rémy Wyssmann (SVP/Solothurn). Das Aktionsbündnis freie Schweiz (ABF) publizierte diese Woche eine juristische Würdigung.

Zentraler Bezugspunkt der Entscheide ist das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (BGÖ). Dieses garantiert gemäss Art. 6 BGÖ grundsätzlich jeder Person das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten. Einschränkungen sind nur zulässig, wenn überwiegende öffentliche oder private Interessen im Sinne von Art. 7 BGÖ entgegenstehen.

Das Gericht erinnert in seinen rund 40-seitigen Erwägungen daran, dass das Öffentlichkeitsgesetz der demokratischen Kontrolle dient: Es soll Transparenz über Auftrag, Organisation und Tätigkeit der Verwaltung schaffen und damit Vertrauen in staatliches Handeln stärken. Dieses Transparenzgebot wiege schwer – insbesondere bei Geschäften mit erheblicher finanzieller und politischer Tragweite.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte sich auf drei Ausnahmetatbestände berufen: die Gefährdung konkreter behördlicher Maßnahmen, mögliche Beeinträchtigungen außenpolitischer Interessen sowie den Schutz von Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen. Das Gericht verwarf diese Argumente. Es fehle an konkreten Anhaltspunkten, dass eine Offenlegung heutige oder künftige Beschaffungsmaßnahmen erheblich beeinträchtigen würde. Auch eine substanzielle Gefährdung internationaler Beziehungen sei nicht dargetan. Hinsichtlich Geschäftsgeheimnisse sei kein objektives, überwiegendes Geheimhaltungsinteresse ausreichend belegt worden.

Damit setzt das Gericht die Hürden für eine Berufung auf Ausnahmetatbestände hoch und stärkt die praktische Wirksamkeit des BGÖ. In der Argumentation des BAG spielten zudem Art. 44 und 70 des Epidemiengesetzes (EpG) eine Rolle. Diese Bestimmungen erlauben dem Bund unter bestimmten Voraussetzungen, bei der Beschaffung von Heilmitteln Vereinbarungen zur Schadloshaltung von Herstellern zu treffen. Gerade diese Passagen waren teilweise geschwärzt worden.

Die Urteile fallen in eine Phase, in der das EpG teilrevidiert werden soll – unter anderem mit Blick auf die «Versorgung mit wichtigen medizinischen Gütern» und die «Deckung des Schadens einer Herstellerin». Die nun angeordnete Offenlegung kann daher unmittelbare Relevanz für die parlamentarische Debatte entfalten: Sie schafft eine faktische Grundlage, um zu beurteilen, wie weit staatliche Risikoübernahmen in der Coronazeit tatsächlich gingen.

Das Aktionsbündnis freie Schweiz (ABF) spricht in seiner Medienmitteilung von einem wegweisenden Entscheid. Aus seiner Sicht ist die Transparenz bei Preisgestaltung, Lieferbedingungen, Haftungsfragen und allfälligen Schadloshaltungen zentral für eine umfassende politische und rechtliche Aufarbeitung der Pandemiepolitik.

Juristisch lässt sich festhalten: Das Gericht hat keine materielle Bewertung der «Impfstoffe» oder der Beschaffungspolitik vorgenommen. Es hat vielmehr klargestellt, dass der Staat seine Informationspflichten auch in Krisenzeiten ernst nehmen muss und dass pauschale Geheimhaltungsargumente den gesetzlichen Anforderungen nicht genügen.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Das BAG kann sie vor dem Bundesgericht anfechten. Sollte es darauf verzichten oder dort unterliegen, müssten die Verträge im gerichtlich festgelegten Umfang offengelegt werden.

Unabhängig vom weiteren Instanzenzug markieren die Entscheide einen wichtigen Präzedenzfall und ein Novum in Europa: Sie konkretisieren die Reichweite des Öffentlichkeitsprinzips bei staatlichen Beschaffungen in Ausnahmesituationen – und setzen damit einen rechtlichen Maßstab für künftige Krisen.

Studie: Behauptung, härtere Corona-Lockdowns hätten Tausende Leben gerettet, ist «kompletter Humbug»

Eine neue Studie wirft grundlegende Fragen zur Notwendigkeit der strengen Lockdowns während der «COVID-Pandemie» in Europa auf. Laut einer Analyse von Statistikern der University of Edinburgh waren die «Infektionszahlen» – also positive SARS-CoV-2-Testresultate – in den meisten untersuchten Ländern bereits rückläufig, bevor die Lockdowns verhängt wurden. Das berichtet The Telegraph.

Die Forscher um Simon Wood untersuchten Daten aus zehn europäischen Ländern, in denen zuverlässige tägliche Todeszahlen verfügbar waren. Sie rekonstruierten daraus den Zeitpunkt der «Infektionen» rückwärts: Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Zeit von «Infektion» bis Symptomen (circa 5,8 Tage) und bis zum Tod (etwa 15 Tage später) ergab sich, dass die fatalen «Infektionen» in den meisten Fällen schon Wochen vor den Lockdowns ihren Höhepunkt überschritten hatten.

Von 17 Lockdown-Maßnahmen zwischen März 2020 und März 2022 gingen nur zwei – der erste in Belgien und der zweite in Italien – einem Rückgang der «Infektionen» voraus. In allen anderen Fällen, einschließlich der drei Lockdowns in England, waren diese bereits am Sinken. In der Studie wird betont, Menschen hätten freiwillig ihr Verhalten geändert – aus Angst vor der Krankheit –, bevor staatliche Zwangsmaßnahmen griffen. Dies habe den Wendepunkt der «Infektionswellen» maßgeblich beeinflusst.

Wood bezeichnete die Annahme, frühere oder härtere Lockdowns hätten Tausende Leben gerettet, als «complete hokum» (völliger Humbug). Er kritisierte, dass Lockdowns letztlich eine Überreaktion und politische Antwort auf öffentliche Forderungen gewesen seien, obwohl die Daten einen anderen Verlauf nahelegten. In Schweden, das keinen harten Lockdown verhängte, zeigten die Zahlen einen ähnlichen Zeitpunkt des Infektionshöhepunkts wie in den Ländern mit Isolation.

In der Arbeit wird zudem kritisiert, wie das Risiko durch «COVID-19», insbesondere für junge, gesunde Menschen, öffentlich kommuniziert wurde. Die Regierungen hätten das Risiko bewusst übertrieben, etwa durch Plakate, auf denen suggeriert worden sei, junge Erwachsene seien stark gefährdet. Die Autoren berechneten, dass eine Frau in den 20ern ein höheres Risiko habe, durch einen seltenen Supervulkan zu sterben (alle 17.000 Jahre einmal), als an «COVID» zu versterben.

Sir David Spiegelhalter von der University of Cambridge unterstützte diese Sicht und kritisierte die «generische Angstkampagne» der Regierung, die den altersabhängigen Risikoverlauf verschleiert habe. Die Forscher warnten ferner vor den langfristigen Folgen der Maßnahmen: Der wirtschaftliche Schock durch Lockdowns könnte letztlich mehr Leben kosten als die Pandemie selbst, da die Ausgaben für Interventionen die üblichen Budgetgrenzen im Gesundheitswesen um das Zehnfache überschritten hätten.

Damit wird bestätigt, was etwa Tim Röhn von der Welt im September 2022 twitterte, nämlich dass sich die «Corona-Narrative immer mehr als Unsinn herausstellen werden». Kurz zuvor hatte sogar The Times berichtet, dass die Lockdowns schlicht eine Katastrophe gewesen seien. Demnach sei «die Angst der Öffentlichkeit absichtlich geschürt worden, um Entscheidungen zu rechtfertigen, die auf der Grundlage fragwürdiger Ratschläge getroffen wurden».

Philip Nitschke plant neues Sterbegerät – warum ausgerechnet die Schweiz?

Nach den Turbulenzen um die Suizidkapsel «Sarco» (hier, hier, hier und hier) sorgt der australische Sterbehilfeaktivist Philip Nitschke erneut für Schlagzeilen. Wie mehrere Medien berichten (hier und hier), plant er, ein neues Gerät namens «Kairos» in der Schweiz zu testen – ein Halsband, das durch gezielten Druck auf Halsschlagadern und Nervenrezeptoren Bewusstlosigkeit und Tod herbeiführen soll. Der Nutzer benötigt dafür keine Hilfe.

Nitschke vergleicht die Funktionsweise mit einem Airbag: Knopf drücken, kurzer Impuls, Ohnmacht, Tod. Präsentiert wurde das Gerät bereits vor ausgewählten Journalistinnen und Journalisten in den Niederlanden. Nun soll eine niederländische Frau als erste Anwenderin bereitstehen – der Testort: die Schweiz.

Im Unterschied zum in der Schweiz üblichen Sterbehilfeverfahren mit Natrium-Pentobarbital handelt es sich bei «Kairos» nicht um ein Arzneimittel. Es braucht kein ärztliches Rezept, keine Verschreibung, keine klassische medizinische Begleitung. Genau darin liegt für Nitschke der Kern seiner Mission: maximale Autonomie, minimale institutionelle Hürden.

Kritiker sehen darin jedoch eine problematische Entgrenzung. Die ärztliche Prüfung der Urteilsfähigkeit gilt im schweizerischen Modell nicht als Schikane, sondern als Schutzmechanismus – insbesondere bei psychischen Erkrankungen, Drucksituationen oder unklarer Entscheidungsfähigkeit. Ein technisches Gerät, das ohne medizinische Kontrolle eingesetzt wird, verschiebt diese Verantwortung faktisch auf Laien oder private Organisationen.

Brisant ist der Zeitpunkt. Noch immer laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem ersten Einsatz der Sarco-Kapsel im Kanton Schaffhausen im September 2024. Damals starb eine US-Amerikanerin in der Kapsel. Die Staatsanwaltschaft prüft bis heute mögliche strafrechtliche Aspekte, darunter die Frage selbstsüchtiger Motive bei der Suizidhilfe.

Der deutsche Aktivist Florian Willet, der bei der Sarco-Premiere vor Ort war und zeitweise in Untersuchungshaft saß, nahm sich im Mai 2025 das Leben. In Deutschland wird inzwischen ebenfalls strafrechtlich gegen eine Sterbehilfeorganisation ermittelt.

Trotz dieser Vorgeschichte will Nitschke nun mit «Kairos» erneut in der Schweiz starten – und damit bewusst ein Land wählen, das im internationalen Vergleich eine liberale Regelung zur Suizidhilfe kennt.

Die Schweiz erlaubt Suizidhilfe, solange sie nicht aus selbstsüchtigen Motiven erfolgt (Art. 115 StGB). Anders als in vielen Ländern ist die Beihilfe zum Suizid nicht an zwingende medizinische Strukturen gebunden. Organisationen wie Exit oder Dignitas arbeiten innerhalb dieses Rahmens – allerdings mit klar geregelten Verfahren und ärztlicher Mitwirkung.

Für Nitschke ist diese Rechtslage attraktiv: Sie bietet Spielraum für nichtmedikamentöse Methoden, sofern keine eigennützigen Absichten vorliegen. Genau diese Grauzone macht die Schweiz für internationale Aktivisten interessant – und gleichzeitig angreifbar.

Kritiker warnen davor, dass die Schweiz zum Experimentierfeld für radikale Sterbehilfe-Konzepte werden könnte. Ein Gerät, das mechanisch die Blutzufuhr zum Gehirn unterbricht, wirft nicht nur ethische, sondern auch strafrechtliche Fragen auf: Wer überprüft die Urteilsfähigkeit? Wer trägt Verantwortung bei Fehlfunktionen? Und wie wird ausgeschlossen, dass vulnerable Personen unter Druck geraten?

Mit «Kairos» wird die ohnehin kontroverse Diskussion um assistierten Suizid neu angeheizt. Während Befürworter von Selbstbestimmung sprechen, sehen Gegner eine gefährliche Technologisierung des Todes. Das verstärkt die Sorge vor einer Entkopplung vom medizinischen und psychologischen Schutzrahmen.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich die Geschichte von Sarco wiederholt. Klar ist schon jetzt: Die Frage, wo Selbstbestimmung endet und staatliche Schutzpflicht beginnt, wird mit jedem neuen Gerät dringlicher.

US-Kongress soll Haftungsschutz für Impfstoffhersteller aufheben

Die US-Senatoren Rand Paul und Mike Lee haben einen Gesetzentwurf im Senat eingebracht, der den Haftungsschutz für Impfstoffhersteller beenden soll. Die Vorlage mit dem Titel «End the Vaccine Carveout Act» (Gesetz zur Beendigung der Ausnahmeregelung für Impfstoffe) sei inhaltlich identisch mit einem Gesetzentwurf des Repräsentantenhauses vom Juli 2025, berichtet The Defender. Somit verhandeln nun beide Parlamentskammern über dieses Thema.

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es das nationale Entschädigungsprogramm für Impfschäden (VICP) reformieren, so das Portal unter Berufung auf eine Pressemitteilung. Betroffene, die impfbedingte Schäden erleiden oder sterben würden, könnten dann den Impfstoffhersteller vor einem Landes- oder Bundesgericht verklagen.

Die Politiker betonen das Ziel, die privilegierte Behandlung von Impfstoffherstellern gegenüber Produzenten anderer Medizinprodukte zu beenden. Derzeit gewähren US-Bundesgesetze Impfstoffherstellern, darunter auch Herstellern von COVID-19-«Impfstoffen», einen besonderen Rechtsschutz.

Die Pharmakonzerne versteckten sich hinter rechtlichen Schutzmechanismen, um Klagen von Bürgern mit schweren Impfnebenwirkungen zu entgehen, habe Mike Lee gesagt. Der Abgeordnete Paul Gosar, der die Gesetzesvorlage im Repräsentantenhaus eingebracht hatte, habe hervorgehoben, dass kein Produkt allein wegen seiner Kennzeichnung als Impfstoff der Verantwortlichkeit entzogen werden sollte.

Wegen Schädigungen durch Medikamente könne man ein Unternehmen auf dem normalen Rechtsweg zur Verantwortung ziehen, habe Senator Paul erklärt. Bei Impfstoffen sei das jedoch anders:

«Bei Impfstoffen, und in vielen Fällen beim COVID-Impfstoff, sind die Regeln manipuliert: Man wird in ein staatliches Haftungsprogramm ohne Verschuldensprinzip gelenkt, das den Schaden begrenzt, die Möglichkeiten einschränkt und – in vielen Fällen – den Betroffenen die Gerechtigkeit verweigert. Das ist Vetternwirtschaft.»

Das neue Gesetz würde auch den Immunitätsschild für Hersteller und Anbieter von COVID-19-«Impfstoffen» aufheben, so The Defender. Dieser Haftungsschutz war im Rahmen des sogenannten PREP-Gesetzes (Public Readiness and Emergency Preparedness Act) eingerichtet und noch Ende 2024 durch die Regierung Joe Bidens erneut verlängert worden (wir berichteten). Jetzt würde das PREP-Gesetz dahingehend geändert, dass COVID-Injektionen von der Definition der «abgedeckten Gegenmaßnahmen» ausgenommen würden.

Der End the Vaccine Carveout Act werde von einer Koalition aus über 40 Gruppen und Verfechtern der medizinischen Freiheit unterstützt, erklärt das Portal. Wie groß die Erfolgschancen des Vorstoßes sind, bleibt indes abzuwarten.

Kritiker würden warnen, das Gesetz könne die Impfstoffmärkte destabilisieren und die Beteiligung von Herstellern verringern, kontrastiert TrialsiteNews. Das jedenfalls war auch die Argumentation für die Einrichtung des großzügigen Haftungsschutzes durch die Reagan-Administration im Jahr 1986.


:

Kann Feed nicht laden oder parsen
cURL error 22: The requested URL returned error: 404



:

Kann Feed nicht laden oder parsen
cURL error 22: The requested URL returned error: 404


Doctors4CovidEthics

:

Kann Feed nicht laden oder parsen
cURL error 22: The requested URL returned error: 404



entfernt:

:

Kann Feed nicht laden oder parsen
cURL error 22: The requested URL returned error: 404



:

Kann Feed nicht laden oder parsen
cURL error 22: The requested URL returned error: 404