Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der CoronaâP(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen âVerbrechen gegen die Menschlichkeitâ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! â UPDATE
Die Debatte um das Schweizer Bundesgesetz ĂŒber Kommunikationsplattformen und Suchmaschinen (KomPG) (siehe hier und hier) zeigt nicht nur SchwĂ€chen, sondern vor allem ein Problem im medialen Umgang damit. Besonders das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) trĂ€gt zur begrifflichen Verwirrung bei, statt sie aufzulösen.
Angesichts der Abstimmung ĂŒber die Initiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» (siehe zum Beispiel hier und hier) im MĂ€rz erhĂ€lt dies besondere Brisanz. Im Zentrum steht ein unscheinbarer Ausdruck: «mutmasslich rechtswidrig». Was technisch klingt, ist politisch brisant. Denn «mutmasslich rechtswidrig» bedeutet gerade nicht, dass ein Inhalt rechtswidrig ist. Er ist es eben nicht â sonst wĂŒrde das Strafrecht greifen. Es handelt sich um legale Inhalte, die entfernt werden sollen, ohne je von einem Gericht als illegal eingestuft worden zu sein.
Genau hier hĂ€tte ein öffentlich-rechtlicher Sender prĂ€zise sein mĂŒssen. Stattdessen ĂŒbernimmt SRF weitgehend die Formel des Gesetzgebers und spricht von «problematischen» oder «mutmasslich strafrechtlich relevanten» Inhalten. Diese Wortwahl erzeugt den Eindruck, es gehe um klar strafbare Inhalte â also um Hassrede oder andere Delikte. Doch das ist eine VerkĂŒrzung.
Wenn Inhalte tatsĂ€chlich strafbar sind, braucht es kein neues Kommunikationsgesetz, sondern die Anwendung bestehenden Rechts. Das KomPG setzt frĂŒher an: bei Inhalten, die rechtlich zulĂ€ssig sind, aber politisch oder gesellschaftlich als unerwĂŒnscht gelten könnten. Dass SRF diesen Unterschied nicht konsequent herausarbeitet, sondern im Duktus des Bundesrats bleibt, ist kein Detail â es ist eine journalistische Weichenstellung.
Kritiker des Gesetzes argumentieren, dass hier eine Verschiebung stattfinde: Nicht das Verbotene werde sanktioniert, sondern das Erlaubte werde administrativ entfernt. Dieser Kern der Kritik verdient eine klare, analytische Auseinandersetzung. Stattdessen dominiert in vielen BeitrĂ€gen eine technokratische Perspektive: Plattformregulierung, Meldeverfahren, internationale Standards. Das GrundsĂ€tzliche â die Frage nach der Grenze zwischen Recht und politischem Ermessen â gerĂ€t in den Hintergrund.
Damit fĂŒgt sich die Berichterstattung zum KomPG in ein gröĂeres Bild. SRF versteht sich als Garant fĂŒr Einordnung und StabilitĂ€t. Doch genau dieses SelbstverstĂ€ndnis fĂŒhrt oft zu einer NĂ€he zum offiziellen Diskurs. Die Perspektive der Exekutive erhĂ€lt breiten Raum, wĂ€hrend systemkritische Argumente eher als parteipolitische Zuspitzung erscheinen.
Diese Haltung wird verstĂ€rkt durch die besondere Stellung des Senders. Als gebĂŒhrenfinanzierter Anbieter mit milliardenschwerem Budget ist SRF strukturell anders aufgestellt als private MedienhĂ€user. Die AbhĂ€ngigkeit vom politischen System, das die Rahmenbedingungen festlegt, ist unĂŒbersehbar. Gerade deshalb wĂ€re besondere Distanz geboten.
Hinzu kommt ein programmatischer Vorwurf, der seit Jahren im Raum steht: inhaltliche Berechenbarkeit. Internationale Konflikte, innenpolitische RoutinegeschĂ€fte, Umfragewerte â vieles wirkt standardisiert. Eigenrecherchen, konfrontative Interviews oder sprachliche PrĂ€zision in heiklen Grundsatzfragen treten dahinter zurĂŒck. Kritiker sehen darin weniger Ausgewogenheit als Vorsicht.
Auch die Kommunikationspolitik der SRG-FĂŒhrung trĂ€gt nicht zur Vertrauensbildung bei. Interviews werden selektiv vergeben, kritische Stimmen fĂŒhlen sich ausgegrenzt. Das verstĂ€rkt den Eindruck eines abgeschotteten Apparats, der sich als unverzichtbar versteht â und als moralische Instanz ĂŒber dem politischen Streit.
Dabei steht viel auf dem Spiel. Ein öffentlich-rechtlicher Sender hat nicht die Aufgabe, politische Vorhaben reflexhaft zu bekĂ€mpfen. Aber er hat die Pflicht, Begriffe zu klĂ€ren und Machtverschiebungen offenzulegen â gerade wenn sie technisch daherkommen. Beim KomPG hĂ€tte dies bedeutet, klar zu sagen: Es geht um die Regulierung legaler Inhalte, die ohne richterliches Urteil entfernt werden können.
Ob man das fĂŒr notwendig oder gefĂ€hrlich hĂ€lt, ist eine politische Frage. Doch sie lĂ€sst sich nur sauber beantworten, wenn die Begriffe stimmen. Wenn selbst der «Staatsfunk» hier im Nebel operiert, wird aus Einordnung Vernebelung â und aus Service public ein Service fĂŒr die Verwaltung.
Holenstein, langjĂ€hriger Professor fĂŒr Ă€ltere Schweizer Geschichte in Bern, versteht die neuen VertrĂ€ge als konsequente Fortsetzung einer langen Tradition. Die Schweiz habe sich historisch stets in gröĂere Ordnungen eingefĂŒgt â vom Heiligen Römischen Reich bis zum modernen Bundesstaat. Geteilte SouverĂ€nitĂ€t sei kein Bruch mit der Geschichte, sondern ihr Kern. Auch heute gehe es darum, durch institutionelle Einbindung Handlungsspielraum zu gewinnen.
Zimmer, ehemals Professor in Oxford und heute am Institut Crema tĂ€tig, widerspricht. FĂŒr ihn markieren die vorgesehenen Mechanismen â insbesondere die dynamische RechtsĂŒbernahme und die stĂ€rkere Rolle europĂ€ischer Gerichte â eine qualitative VerĂ€nderung. Die Schweiz zeichne sich durch eine politische Kultur aus, in der Konflikte primĂ€r politisch und unter starker Einbindung des Volks gelöst wĂŒrden. Eine stĂ€rkere juristische Ăberformung durch EU-Institutionen könne dieses Gleichgewicht verschieben.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage, ob die VertrÀge eine «ZÀsur» darstellen. WÀhrend Zimmer vor einer langfristigen institutionellen AbhÀngigkeit warnt, sieht Holenstein darin einen pragmatischen Schritt in einem bereits eng verflochtenen VerhÀltnis. Die Schweiz habe in den vergangenen Jahrzehnten wirtschaftlich stark vom bilateralen Weg profitiert. Angesichts der bestehenden Verflechtungen stelle sich weniger die Frage nach einem idealen Zustand als nach realistischen Optionen.
Unterschiedlich bewerten die beiden auch die Rolle der Demokratie in Europa. Zimmer verweist auf eine Krise der reprÀsentativen Systeme in mehreren EU-Staaten und sieht eine wachsende Verschiebung von politischer Entscheidungsmacht zu Gerichten. Holenstein hingegen betont, dass demokratische Systeme immer aus mehreren Institutionen bestehen und auch die Schweiz Gewaltenteilung kenne. Probleme in europÀischen Staaten seien nicht allein institutionell, sondern auch politisch und gesellschaftlich bedingt.
Kontrovers diskutiert wird zudem die PersonenfreizĂŒgigkeit. Zimmer sieht in der starken Zuwanderung strukturelle Herausforderungen fĂŒr Infrastruktur und sozialen Zusammenhalt. Holenstein hĂ€lt dem entgegen, dass viele dieser Probleme innenpolitisch verursacht oder zumindest verstĂ€rkt worden seien â etwa durch Steuer- und Standortpolitik â und entsprechend national gelöst werden mĂŒssten.
Das StreitgesprÀch macht deutlich, dass die Differenzen nicht nur politischer, sondern auch historiografischer Natur sind. Zimmer warnt vor einer FortschrittserzÀhlung, die die europÀische Integration als zwangslÀufige Entwicklung erscheinen lasse. Holenstein wiederum kritisiert ein idealisiertes Bild einer stets souverÀnen und widerstÀndigen Schweiz.
Am Ende bleibt die Grundfrage offen: Ist die institutionelle Anbindung an die EU ein logischer nĂ€chster Schritt oder eine riskante Weichenstellung? Das Interview zeigt vor allem eines: dass die Antwort stark davon abhĂ€ngt, wie man die Geschichte der Schweiz versteht und welche PrioritĂ€ten man fĂŒr ihre Zukunft setzt.
Die UBS greift durch â und zwar hĂ€rter, als es der Bundesrat je beschlossen hat. Ohne Vorwarnung sperrte sie sĂ€mtliche Bank- und Kreditkarten des ehemaligen Geheimdienstlers Jacques Baud. Das berichtet das Westschweizer Portal L'Impertinent (Bezahlschranke). Baud zeigt sich empört: Die Schweiz habe die gegen ihn verhĂ€ngten Sanktionen ausdrĂŒcklich nicht ĂŒbernommen. Dennoch steht er nun faktisch ohne Zugriff auf seine Konten da.
Der Auslöser liegt in BrĂŒssel. Im Dezember setzte die EuropĂ€ische Union Baud auf eine Schwarze Liste (siehe hier, weitere Links im Beitrag). Der Vorwurf: Er verbreite gefĂ€hrliche Falschinformationen und trete als Sprachrohr prorussischer Propaganda auf.
Doch was auf EU-Ebene gilt, gilt nicht automatisch in der Schweiz. Genau das bestĂ€tigte das Staatssekretariat fĂŒr Wirtschaft (Seco) gegenĂŒber Transion News: Die Schweiz ĂŒbernahm 2022 zwar die EU-Sanktionen zum Ukrainekrieg, nicht jedoch das separate EU-Sanktionsregime zu angeblichen russischen hybriden Bedrohungen von 2024, von dem Baud betroffen ist.
Allerdings â und hier beginnt der heikle Teil â stehe es Banken frei, «aus Risiko- und ReputationsgrĂŒnden» ĂŒber die Vorgaben des Bundes hinauszugehen und internationale Sanktionen freiwillig umzusetzen, wie das Seco gegenĂŒber L'Impertinent mitteilte. Mit anderen Worten: Die UBS macht ihre eigene AuĂenpolitik. Die Sperrung trifft Baud empfindlich. Nicht nur Karten, auch Konten scheinen blockiert. Seine Rente, die jeweils um den 6. des Monats eingeht, blieb aus. Eine Nachfrage des Portals bei der Bank blieb unbeantwortet. Die knappe Stellungnahme: «Kein Kommentar.»
Brisant ist auch ein Telefonat vom 13. Februar. Eine UBS-Mitarbeiterin habe Baud gefragt, ob gegen ihn Sanktionen bestĂŒnden â sie habe davon in der Zeitung gelesen. Baud verwies auf die offizielle Linie des Bundes und empfahl, beim Seco nachzufragen.
Die AffĂ€re wirft ein Schlaglicht auf eine Bank, die ihre Risikopolitik flexibel auslegt.L'Impertinent erinnert an den Fall Epstein. Nachdem die US-GroĂbank J.P. Morgan 2014 dessen Konten geschlossen hatte, stellte die UBS ihm dennoch eine Kreditkarte aus â trotz Vorstrafe wegen sexueller Ausbeutung MinderjĂ€hriger. Erst Monate spĂ€ter zog sie die ReiĂleine. Epsteins Vertraute Ghislaine Maxwell fĂŒhrte gar bis mindestens 2019 mehrere Konten bei der Bank.
Damals also ZurĂŒckhaltung â heute HĂ€rte. Die Diskrepanz ist offensichtlich. WĂ€hrend ein verurteilter SexualstraftĂ€ter zeitweise als Kunde akzeptiert wurde, reicht im Fall Baud offenbar bereits der politische Makel einer EU-Liste, die in der Schweiz gar nicht gilt.
Rechtlich mag die Bank im grĂŒnen Bereich agieren. Politisch und moralisch hinterlĂ€sst sie einen schalen Nachgeschmack. Wenn Finanzinstitute eigenmĂ€chtig Sanktionen durchsetzen, die der Staat bewusst nicht ĂŒbernimmt, verschiebt sich Macht â weg von demokratisch legitimierten Behörden, hin zu privaten Konzernen. Und die Kunden? Sie erfahren davon im Zweifel erst, wenn ihre Karte an der Kasse nicht mehr funktioniert.
Wie kann man sich dagegen wappnen? Die Schweizer Banken sind in ganz unterschiedlichem AusmaĂ mit anderen FinanzplĂ€tzen verflochten. GroĂe, weltweit tĂ€tige Institute mit einer starken Onshore-PrĂ€senz in anderen wichtigen Jurisdiktionen wie der EU oder den USA sind stĂ€rker von internationalen Sanktionsmechanismen betroffen als lokale Institute. Um keine Scherereien zu bekommen, tendieren diese Institute dann dazu, Sanktionen auch im Heimmarkt zu implementieren, auch wenn die Schweiz das von ihnen gar nicht verlangt. Der Fall Jacques Baud ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, es gĂ€be aber noch andere. Mutatis mutandis gilt das auch fĂŒr Schweiz-Ableger anderer international tĂ€tiger Banken.
Wer fĂŒrchtet, ins Visier von Sanktionen der EU oder der USA zu geraten, tut also gut daran
in der Schweiz mehrere Bankbeziehungen zu unterhalten. Mindestens zwei, besser aber drei und
mindestens zwei Bankbeziehungen zu unterhalten bei kleinen und mittleren Schweizer Banken, die keine Onshore-PrÀsenz im EU-Raum oder in den USA haben.
Einen gewissen Schutz bietet auch eine Kundenbeziehung mit der Postfinance. Die zur Grundversorgung gehörenden Zahlungsverkehrsdienstleistungen muss die Post allen natĂŒrlichen und juristischen Personen mit Sitz in der Schweiz anbieten.
Das Postgesetz, das dies festlegt, bietet also einen gewissen Schutz, wenn auch nicht vollstÀndigen Schutz gegen auslÀndische Sanktionen, die die Schweiz nicht mitvollzieht, wie diejenigen gegen Jacques Baud oder Nathalie Yamb.
Am 22. Januar fand in der Primarschule der Tessiner Gemeinde Manno eine TheaterauffĂŒhrung statt, die eine Kontroverse auslöste.«PĂŹnolo» heiĂt das StĂŒck, was im römischen Dialekt umgangssprachlich Penis bedeutet. Laut der Dokumentation geht es darum «Stereotypen und Vorurteile» abzubauen und zu vermitteln, «wie wichtig es ist, frei zu sein und wĂ€hlen zu können». Die Handlung dreht sich um das MĂ€dchen Pina, die sich ausgeschlossen fĂŒhlt, weil sie sich eher wie ein Junge verhĂ€lt. Unter einer Pinie sucht sie Zuflucht.
Nun haben einige Tessiner Abgeordnete im Kantonsparlament, dem Grossen Rat, eine Anfrage eingereicht, wie unter anderem Ticinonline berichtet. Darunter befinden sich die ehemalige KindergĂ€rtnerin Maria Pia Ambrosetti und der Arzt Roberto Ostinelli, beide von der Bewegung HelvEthica Ticino, die aus dem Widerstand gegen die Corona-MaĂnahmen entstanden ist.
Einige Eltern hĂ€tten «Bedenken sowohl hinsichtlich des Inhalts als auch der Art und Weise geĂ€uĂert, wie die Initiative kommuniziert wurde», erklĂ€ren die Politiker in ihrem Antrag. Neben dem Titel des TheaterstĂŒcks beanstanden sie unter anderem, dass darin eine Figur namens «Fata Smerdolina» auftritt, was etwa mit «ScheiĂchenfee» ĂŒbersetzt werden kann. Den Abgeordneten zufolge hat das «weitere Fragen zur Angemessenheit der Sprache fĂŒr Grundschulkinder aufgeworfen».
Die Schauspieler hĂ€tten eine fĂŒr junge SchĂŒler «zumindest unangemessene Sprache» verwendet. Zum Beispiel:
«Die Kinder, die sich ĂŒber Pina lustig machen, verspotten sie mit den Worten: âčSie hat keinen Schwanz!âș, begleitet von der Geste des âčLâș auf der Stirn, die im Jugendjargon typisch ist, um jemanden als âčVerliererâș zu bezeichnen.»
AuĂerdem wird das symbolische Element der «Schnecke» beanstandet, die Pina tröstet und ihr erklĂ€rt, dass es normal sei, mĂ€nnlich und weiblich zu sein, genau wie die Schnecke selbst, die zwittrig ist. «Auf diese Weise vermittelt die Geschichte die Idee, dass dieser Zustand natĂŒrlich ist, und transportiert damit implizit eine Wertvorstellung», so die Politiker.
Sie stellen zudem fest, dass die Eltern nur zwei Tage im Voraus ĂŒber die Veranstaltung informiert worden seien, ohne dass sie «detaillierte Informationen ĂŒber den Inhalt der AuffĂŒhrung» erhalten hĂ€tten.
«PĂŹnolo» wird fĂŒr Kinder ab 6 Jahren empfohlen. Wie Ticinonline mitteilt, kam der Vorschlag fĂŒr die VorfĂŒhrung laut dem Direktor der Schule in Manno von der Gemeinde.
Die Fragesteller bitten nun den Staatsrat um Auskunft, ob das StĂŒck auch an anderen Schulen aufgefĂŒhrt wird, ob das Departement fĂŒr Bildung, Kultur und Sport (DECS) ĂŒber die Initiative informiert war und ob Eltern das Recht haben, ihre Kinder von der Teilnahme an solchen AktivitĂ€ten zu befreien, «wenn sie der Meinung sind, dass die Inhalte nicht ihrer erzieherischen SensibilitĂ€t entsprechen».
Es ist indes bei weitem nicht das erste Mal, dass das Thema Gender an Tessiner Schulen fĂŒr Kritik sorgt. So forderte beispielsweise letzten September eine Petition vom DECS, dass eine «genderfluide» Figur von einem Primarschulkurs entfernt wird. Der «interaktive didaktische Parcours» wird schweizweit von ASPI, einer Stiftung fĂŒr Kinderschutz, und dem Kinderschutz Schweiz geleitet. «Kay» fĂŒhlt sich darin weder als Mann noch als Frau.
Ferner wurde in der Agenda 2023-2024 fĂŒr FĂŒnftklĂ€ssler und MittelschĂŒler des DECS bei den Kindern Zweifel ĂŒber ihr Geschlecht gesĂ€t. Einige Gemeinden, darunter die StĂ€dte Lugano und Locarno, hatten nach der Kritik beschlossen, die Publikation nicht an PrimarschĂŒler zu verteilen.
Eine Allergie gegen bestimmte Lebensmittel entsteht meist im Kleinkindalter. Eine neue Untersuchung ĂŒber Risikofaktoren zeigt, wie wichtig die ErnĂ€hrung und manche Medikamente sind. Und welcher Dreck gesund ist.
Eine Kuh kratzt sich mit einem Stock und zeigt einmal mehr: Wir Menschen unterschĂ€tzen die Intelligenz von Tieren â und besonders gern jene von Nutztieren. Wir sollten unseren Umgang mit Tieren ĂŒberdenken.
Bis Freitag muss Anthropic seine Nutzungsrichtlinien Ă€ndern â oder es droht ein gewaltiger Umsatzeinbruch. Mit dem Ultimatum will Kriegsminister Hegseth auch eine Warnung an andere amerikanische Konzerne senden.
Mit Mini-Kraftwerken auf dem Balkon produzieren Millionen Deutsche ihren eigenen Solarstrom. Die Kosten sind niedrig, die Einrichtung simpel und der Nutzen hoch. Warum tun die Schweizer das nicht?
Cane
:
Kann Feed nicht laden oder parsen cURL error 22: The requested URL returned error: 404
Die staatliche Regulierung und Finanzierung privater Schulen sind schon seit LĂ€ngerem ein verfassungsrechtlich âheiĂes Eisenâ. Vor fast zehn Jahren hatten Forschungen am Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung (WZB) â in Ăbereinstimmung mit anderen Studien aus der Bildungsforschung, etwa des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) â eine breite Debatte ĂŒber eine zunehmende soziale SelektivitĂ€t des Privatschulwesens in Deutschland und speziell auch in Berlin ausgelöst. Verfassungsrechtlich geht es dabei um das sogenannte Sonderungsverbot in Art. 7 Abs. 4 Satz 3 GG. Danach dĂŒrfen private Ersatzschulen nur dann staatlich genehmigt werden, wenn unter anderem âeine Sonderung der SchĂŒler nach den BesitzverhĂ€ltnissen der Eltern nicht gefördert wirdâ.
Am 26. Februar stimmt das Berliner Abgeordnetenhaus nun abschlieĂend ĂŒber eine umfassende Gesetzesnovelle ab, die das Privatschulwesen gerechter ausgestalten soll. Um die Neuregelung wurde bis zuletzt, auch mit rechtlichen Argumenten, gerungen. Doch nicht nur konnte die Reform auf eine breite Mehrheit im Parlament und unter den PrivatschultrĂ€gern gestĂŒtzt werden. Auch die verfassungsrechtliche Kritik ist, wie wir zeigen werden, im Ergebnis nicht begrĂŒndet.
Sonderungsverbot und Privatschulfinanzierung
Das Bundesverfassungsgericht hat klargestellt, dass Privatschulen nach dem Sonderungsverbot allgemein zugĂ€nglich sein mĂŒssen, und zwar in dem Sinne, dass sie von Kindern aus allen Familien âgrundsĂ€tzlich ohne RĂŒcksicht auf deren Wirtschaftslage besucht werdenâ können (BVerfGE 75, 40, Rn. 64). Dabei reicht es nicht aus, wenn die Schulen âfĂŒr besonders begabte oder besonders arme Kinder Schulgeldstipendienâ gewĂ€hren (grundlegend BVerfGE 75, 40, Rn. 90 ff.). Gleichsam als GegenstĂŒck zu diesem âsozialstaatlichen Gehaltâ des Art. 7 Abs. 4 GG hat das Gericht konsequent auch einen grundsĂ€tzlichen Anspruch der ErsatzschultrĂ€ger auf staatliche Förderung abgeleitet. Denn den Schulen sei es ansonsten nicht möglich, die verfassungsrechtlichen Genehmigungsvoraussetzungen â vor allem das Sonderungsverbot â dauerhaft zu erfĂŒllen. Bei der Ausgestaltung des Förderauftrags, insbesondere der Art und Höhe staatlicher ZuschĂŒsse, gewĂ€hrt die Rechtsprechung den Landesgesetzgebern allerdings eine weite âGestaltungsfreiheitâ.
Die WZB-Studie konnte zeigen, dass die Voraussetzungen des Art. 7 Abs. 4 Satz 3 und 4 GG an Ersatzschulen, vor allem das Sonderungsverbot, in den Schulgesetzen und untergesetzlichen Vorschriften der LĂ€nder nicht ausreichend klar konkretisiert und in der Praxis nach der Genehmigung auch nicht effektiv implementiert werden. Konkret weist die Studie fĂŒr Berlin nach, dass die dortige Regelung â eine DurchfĂŒhrungsverordnung von 1959 â nach Aufhebung der gesetzlichen ErmĂ€chtigungsnorm höchstwahrscheinlich nicht mehr wirksam ist, jedenfalls aber in der Verwaltungspraxis gar nicht umgesetzt wird. An Privatschulen erhobene ElternbeitrĂ€ge liegen in Berlin teilweise weit ĂŒber dem, was unter Beachtung des verfĂŒgbaren Haushaltseinkommens fĂŒr Familien unterer und mittlerer Einkommensgruppen leistbar ist. Vor diesem Hintergrund ĂŒberrascht es nicht, dass Kinder aus Familien mit Anspruch auf Lernmittelbefreiung an vielen Berliner Ersatzschulen kaum oder gar nicht vertreten sind (WZB DP 2017).
Reform der Ersatzschulfinanzierung in Berlin
Mit dem Gesetz zur ââNeuordnung der Ersatzschulfinanzierung und der Genehmigungsvoraussetzungen fĂŒr Ersatzschulenâ macht die Berliner Regierungskoalition 2025 â unter der CDU-gefĂŒhrten Senatsverwaltung fĂŒr Bildung, Familie und Jugend â jetzt einen Anlauf fĂŒr eine grundlegende Reform. Das Gesetz verbessert die Finanzierung von privaten Ersatzschulen, etwa indem es die Wartefristen fĂŒr die erstmalige Förderung verkĂŒrzt, die die TrĂ€ger besonders belasten. KernstĂŒck der Reform sind allerdings zwei weitere Elemente: einerseits eine verbindliche Tabelle, die höchstmögliche Schulgelder nach Einkommensgruppen festlegt; andererseits besondere staatliche ZuschlĂ€ge, die der Staat an die TrĂ€ger fĂŒr die Aufnahme von Familien aus den unteren Einkommensgruppen zahlt, um die geringeren Schulgeldeinnahmen zu kompensieren. Beide Elemente, Schulgeldtabelle und mittelbar an das Einkommen der Eltern bezogene staatliche ZuschĂŒsse, sind eng miteinander verknĂŒpft.
Der Gesetzentwurf des Senats wurde als ein âParadigmenwechselâ in der Privatschulregulierung angesehen, da er die wissenschaftliche Kritik an der bisherigen Rechtslage und Praxis aufgreift und in eine konkrete Regulierung fĂŒr die verbesserte Finanzierung von Ersatzschulen ĂŒberfĂŒhrt. Bemerkenswert ist auch der groĂe zivilgesellschaftliche und politische Konsens, von dem die Reform getragen ist. Eine breite Mehrheit der TrĂ€ger, darunter die Evangelische Schulstiftung, das Erzbistum Berlin, der ParitĂ€tische Wohlfahrtsverband, Berlins Freie Waldorfschulen und die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen (AGFS), unterstĂŒtzt die Reform. Der zustĂ€ndige Bildungsausschuss hat den Senatsentwurf im November 2025 einstimmig (bei Enthaltung der Oppositionsparteien) angenommen â ein in der Politik seltener fachlicher Konsens.
Kurz vor der Verabschiedung des Gesetzes wurden dann jedoch zwei von einem PrivatschultrĂ€ger beauftragte und von AnwĂ€lten verfasste Rechtsgutachten publik, die das Gesetz kritisieren. Im Zentrum der verfassungsrechtlichen Kritik steht die einkommensgestaffelte Schulgeldtabelle, die die HöchstbetrĂ€ge fĂŒr das Schulgeld festlegt, die den Familien je nach Einkommensgruppe zustehen.
Die Schulgeldtabelle
Das Rechtsgutachten bezweifelt die RechtmĂ€Ăigkeit der Tabelle mit dem Argument, dass den privaten Ersatzschulen eine verfassungsrechtlich garantierte Wahlmöglichkeit fĂŒr ein bestimmtes Schulgeldmodell zustehe. Mit dieser Wahlfreiheit sei die einkommensgestaffelte Festlegung bestimmter zulĂ€ssiger Schulgelder nicht vereinbar.
Diese Argumentation ĂŒbersieht allerdings, dass es den Ersatzschulen mit der Neuregelung weiterhin freisteht, unterschiedliche Schulgeldmodelle anzuwenden. Dabei dĂŒrfen lediglich die jeweiligen einkommensabhĂ€ngigen HöchstbetrĂ€ge nicht ĂŒberschritten werden. Eine ganze Reihe unterschiedlicher, in der TrĂ€gerpraxis bereits ĂŒblicher Schulgeldmodelle ist hiermit jedoch vereinbar, auch wenn Modifikationen notwendig werden.
Erstaunlich an den anwaltlichen Gutachten ist, dass sie sich zur BegrĂŒndung der angeblichen Verfassungswidrigkeit der im Gesetzesentwurf enthaltenen Tabelle mit Schuldgeld-HöchstbetrĂ€gen auf AusfĂŒhrungen von Frauke Brosius-Gersdorf berufen. Denn die nun von den Koalitionspartnern konsentierte Tabelle beruht gerade auf einem Modell, das Brosius-Gersdorf in ihrem Gutachten fĂŒr die Friedrich-Naumann-Stiftung im Jahr 2017 selbst als verfassungsrechtlich mögliche Lösung entwickelt hat. Nach PrĂŒfung verschiedener Regulierungsmodelle stellt sie fest:
âEs ist daher zulĂ€ssig, dass der Gesetzgeber bzw. die Verwaltung die maximale Höhe des Schulgelds je Einkommens- und Vermögensgruppe landesweit festsetztâ (Brosius-Gersdorf, Das missverstandene Sonderungsverbot fĂŒr private Ersatzschulen, Gutachten fĂŒr die Friedrich-Naumann-Stiftung, Juli 2017, S. 75).
Dabei kommt dem Gesetzgeber ein EinschĂ€tzungs- und Gestaltungsspielraum bezĂŒglich der fĂŒr die jeweilige Einkommensgruppe maximal zulĂ€ssigen Schulgelder zu:
âDer Gesetzgeber darf generalisierend und typisierend einschĂ€tzen, wie viel Schulgeld sich Eltern nach ihren BesitzverhĂ€ltnissen leisten könnenâ (Brosius-Gersdorf, a.a.O., S. 75).
Genau diesem Modell folgt der Berliner Gesetzgeber: Die Schulgeldtabelle in dem vom Senat vorgelegten Gesetzentwurf (dort § 98 Abs. 7 Nr. 2 SchulG und Anlage 1) sieht einen âprogressiven Verlauf der höchstzulĂ€ssigen einkommensabhĂ€ngigen SchulgeldbetrĂ€geâ vor, der auf die angenommene wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit einer Familie abgestimmt ist. Nach der GesetzesbegrĂŒndung basiert sie auf einem verhĂ€ltnismĂ€Ăigen âAusgleich zwischen dem BedĂŒrfnis konkreter betragsmĂ€Ăiger Vorgaben zum Sonderungsverbot, der Privatschulfreiheit und der Privatautonomieâ (S. 28).
Insbesondere die Privatschulen und ihre VerbĂ€nde hatten von Anfang an auf eine möglichst grobe Staffelung gedrĂ€ngt, um FlexibilitĂ€t fĂŒr unterschiedliche Schulgeldmodelle zu haben. Dabei bewegen sich die höchstzulĂ€ssigen SchulgeldbeitrĂ€ge nach dem ursprĂŒnglichen Senatsentwurf in den mittleren Einkommensgruppen zwischen 55.000 und 81.000 EUR, d.h. in einer Spanne zwischen 4,4 und 6,2 Prozent des Haushaltsbruttoeinkommens. Die Staffelung ist damit groĂzĂŒgiger als die Baden-WĂŒrttembergische Regelung, die generell eine Grenze bei 5 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ansetzt. Die frĂŒhere Rechtsprechung hatte die Ă€uĂerste Grenze des zulĂ€ssigen Schulgeldes bei etwa 10 Prozent des Nettohaushaltseinkommens gezogen (vgl. Wrase/Helbig 2016, S. 1592). Vor diesem Hintergrund erscheint im Rahmen einer generalisierenden und typisierenden EinschĂ€tzung, die auch die Freiheit der Privatschulen bei der Ausgestaltung des Schulgeldmodells berĂŒcksichtigt, die vom Berliner Gesetzgeber angesetzte Spanne daher (noch) vertretbar. SchlieĂlich ist zu berĂŒcksichtigen, dass mit § 3 Abs. 2 der neuen Ersatzschulgenehmigungsverordnung gleichzeitig eine umfassende Schulgelddefinition eingefĂŒhrt wird. Diese Definition bezieht â anders als in Baden-WĂŒrttemberg â zusĂ€tzliche ElternbeitrĂ€ge wie Aufnahme- und sonstige LeistungsgebĂŒhren ein, um verfassungsrechtlich zweifelhafte Umgehungen der Höchstgrenzen praktisch zu unterbinden.
Abstellen (nur) auf die positiven EinkĂŒnfte i.S.d. EStG
Ein Unterschied zwischen dem von Brosius-Gersdorf dargestellten Modell und der Schulgeldhöchstbetragstabelle nach der Senatsnovelle besteht allerdings darin, dass Letztere allein auf das Einkommen der Eltern im Sinne aller positiven EinkĂŒnfte nach § 1 Abs. 2, 3 EStG abstellt. Dagegen wird das Vermögen der Familie nicht unmittelbar berĂŒcksichtigt.
Die Einbeziehung des Vermögens wĂ€re jedoch insofern angezeigt, als der Begriff âBesitzverhĂ€ltnisseâ i.S.d. Art. 7 Abs. 4 Satz 2 GG unstreitig neben dem Einkommen auch das Vermögen der Familien umfasst (Brosius-Gersdorf, a.a.O., S. 26 ff.). Doch besteht statistisch zwischen EinkĂŒnften und Vermögen eine hohe Korrelation. SchlieĂlich sind auch regelmĂ€Ăige Einnahmen aus Vermögen wie Kapital- oder Anlagevermögen oder aus Immobilien (insb. Vermietungen) etc. EinkĂŒnfte i.S.d. § 1 Abs. 2,3 EStG. DemgegenĂŒber sind Personen, die ihren Lebensunterhalt mit einem geringen Einkommen bestreiten, gleichzeitig aber ĂŒber hohe Vermögenswerte verfĂŒgen, die nicht unter das Schonvermögen nach § 12 SGB II fallen, statistisch selten. In der Regel haben solche Personen, die in der Forschung auch als âasset rich, cash poorâ oder âwealthy hand-to-mouthâ bezeichnet werden, besondere GrĂŒnde dafĂŒr, weshalb sie ihr Vermögen nicht nutzen (können) und selbst von geringen EinkĂŒnften leben, etwa weil es sich um Immobilien im Familienbesitz handelt oder sie zusĂ€tzliche RĂŒcklagen fĂŒr die Alterssicherung bilden.
Vor diesem Hintergrund spricht nicht zuletzt auch die PraktikabilitĂ€t dafĂŒr, nur das Einkommen einzubeziehen: Eine Vermögenserhebung durch die Privatschulen wĂ€re mit einem erheblichen (zusĂ€tzlichen) administrativen, personellen und zeitlichen Aufwand verbunden, vor allem unter BerĂŒcksichtigung der Problematik der Vermögenswertfeststellung (etwa bei Immobilien und Sachwerten). Von dem zusĂ€tzlichen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung der Familien ganz abgesehen. Deshalb erscheint es ebenso angeraten wie sinnvoll, dass der Berliner Gesetzgeber im Rahmen seines Gestaltungs- und Typisierungsspielraums allein auf das Einkommen i.S.d. § 1 Abs. 2, 3 EStG abstellt. Der dafĂŒr erforderliche Nachweis kann im Regelfall unproblematisch durch Vorlage des Einkommensteuerbescheids aus dem Vorjahr erbracht werden; eine Praxis, die an vielen privaten Schulen in Berlin bereits seit Langem ĂŒblich ist (beispielhaft etwa die Schulgeldregelung der Evangelischen Schulstiftung).
Verfassungsrechtliche Zweifel nicht begrĂŒndet
Nach all dem erweisen sich die Regelungen zur Schulgeldhöhe als ein wissenschaftlich fundierter und angemessener Kompromiss zwischen den durch Art. 7 Abs. 4 Satz 1 GG geschĂŒtzten Interessen der ErsatzschultrĂ€ger einerseits und den Anforderungen des Sonderungsverbots nach Art. 7 Abs. 4 Satz 3 GG andererseits. Die verfassungsrechtlichen Zweifel, die das Rechtsgutachten aufwirft, sind nicht begrĂŒndet. Im Gegenteil liegt die getroffene Regelung im Rahmen des EinschĂ€tzungs- und Gestaltungsspielraums des Landesgesetzgebers und seiner Befugnis, auch generalisierende und typisierende Regelungen zu treffen. Die Orientierung an einer Maximalbelastung von etwa 4 bis 6 Prozent des Haushaltsbruttoeinkommens in den mittleren Einkommensgruppen ist gut vertretbar.
Wie stark um den Kompromiss gerungen wurde, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Schulgeldtabelle auf Druck verschiedener PrivatschultrĂ€ger noch sprichwörtlich in letzter Minute geĂ€ndert wurde. So wurde die Geltung der klar bezifferten Schulgeldgrenzen auf Bruttoeinkommen bis 73.000 EUR (statt 81.000 EUR und im ursprĂŒnglichen Referentenentwurf 105.000 EUR) begrenzt. An der relativen Obergrenze hat dies zwar nicht viel geĂ€ndert, da diese weiterhin bei maximal etwa 6,2 Prozent des Haushaltsbruttoeinkommens liegt. Allerdings besteht die Gefahr, dass gerade mittlere Einkommen oberhalb der 73.000 EUR zu stark belastet werden. Auch hier gilt aber weiterhin das Sonderungsverbot.
Beobachtungspflicht und Ausblick
Letztlich wird es entscheidend auf die Praxis der Schulgeldregelungen ankommen. Diese muss der Gesetzgeber im Rahmen seiner Beobachtungs- und ggf. Nachbesserungspflichten im Blick behalten. Da Berliner Ersatzschulen zukĂŒnftig verpflichtet sind, ihre Schulgeldregelungen transparent auf ihren Webseiten zu veröffentlichen, lĂ€sst sich ĂŒberprĂŒfen, ob ab der Grenze von 73.000 EUR unverhĂ€ltnismĂ€Ăige SprĂŒnge bei den erhobenen Schulgeldern zu verzeichnen sind. WĂ€re es so, mĂŒsste der Gesetzgeber nachsteuern.
Insgesamt ist die Reform tatsĂ€chlich wegweisend. Sie schafft Rechtsklarheit und schĂŒtzt vor ĂŒberhöhten Schulgeldern. Es ist zweifellos ein Paradigmenwechsel in der Privatschulfinanzierung, staatliche ZuschĂŒsse fĂŒr die Aufnahme von Kindern aus unteren Einkommensgruppen zu gewĂ€hren, wie es die Schulgeldtabelle vorsieht. Denn bislang waren die ZuschĂŒsse allein an die Zahl der aufgenommenen SchĂŒler*innen, nicht aber an die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwĂ€cheren Familien geknĂŒpft. Damit folgt die Reform dem Grundgedanken des Bundesverfassungsgerichts, das den Anspruch von ErsatzschultrĂ€gern auf staatliche (Teil-)Finanzierung aus dem âsozialstaatlichen Gehaltâ des Art. 7 Abs. 4 Satz 3 GG ableitet. Es wĂ€re deshalb zu begrĂŒĂen, wenn andere BundeslĂ€nder das Modell aufgreifen.
The EU leadersâ informal competitiveness retreat at Alden Biesen Castle on 12 February produced a joint statement with a familiar ambition: completing the Single Market. Less noticed, however, is that the statement also sketches a programme of institutional and procedural reform. Those are changes to how EU law is initiated, crafted, delegated, reviewed, and repealed, as well as who controls those processes.
Buried in the language of âsimplificationâ, it endorses: (i) greater reliance on omnibus packages; (ii) a general preference for regulations over directives; (iii) reduced recourse to delegated and implementing acts; (iv) the systematic use of sunset clauses; and (v) a crackdown on Member State âgold-platingâ, coupled with a âdeep house cleaningâ of the acquis via an annual simplification report to the European Council. Commission President Ursula von der Leyen further undertook to report annually to the European Council on âsimplification progress and cost reduction.â
This is not merely a competitiveness agenda. It is an attempt to re-engineer, through an informal summit, the EUâs constitutional and institutional architecture, without the safeguards of formal Treaty revision. The joint declaration provides, hidden as political guidance, quasi-instructions on the choice of legislative form, delegation architecture, and temporal validity. Those are matters that the Treaties assign to the Commissionâs initiative and to the ordinary legislative procedure, and which the Court has treated as components of the Unionâs institutional balance.Â
Its most telling symptom â one that deserves more attention than it has received â is the Commissionâs recent Better Regulation Communication, which seeks to institutionalise the procedural shortcuts pioneered by the first ten omnibus packages â including the departure from the Treaty-enshrined requirement of public consultation and impact assessment. In doing so, the Commission pre-empts the EU Ombudsmanâs criticism of those packages by proposing to replace the rules they violated with rules that permit what they did.Â
Whatâs at Stake and Why it Matters: Institutional Balance
To appreciate what is at stake and why it matters, it helps to understand what EU constitutional law actually requires, and what the Alden Biesen commitments systematically disregard.
The EUâs institutional architecture rests on a principle the Court of Justice has upheld since its earliest jurisprudence: institutional balance. Unlike the principle of conferral, which concerns the limits of EU power vis-Ă -vis Member States, institutional balance is an inter-institutional principle: it requires that the specific equilibrium of functions the Treaties distribute among the institutions be maintained, and that no institution may arrogate to itself the functions assigned to another, even with that other institutionâs consent (Case C-149/85, Wybot, para. 23). In other words, institutional balance is not a right that institutions may waive at their convenience: it is a constitutional guarantee that protects the integrity of the legislative process itself (that is the Community method as reflected in the ordinary legislative procedure, with qualified majority in the Council) and with it those subject to EU law.Â
If the European Council may define general political orientations, it may not prescribe the form, duration, or procedural design of legislative acts, functions the Treaties assign to the Commission and the co-legislators. That prohibition, enshrined in Article 15(1) TEU, provides a constitutional firewall between intergovernmental politics and EU law-making: the guarantee that rules binding 450 million people are produced through processes that involve deliberation, democratic scrutiny, and judicial accountability.
Every reform in the Alden Biesen statement crosses that firewall.
The choice between a directive and a regulation, reliance on delegated acts, and the appropriateness of sunset clauses require context-dependent assessments, forming part of proportionality and subsidiarity reasoning specific to each legislative file. They are tasks for the Commission and co-legislators, policed by the Court with considerable precision. Any informal institutional rules that develop âinterstitiallyâ, as the joint declaration does, are contra legem. As such, it canât be tolerated without fundamentally altering the institutional balance, with major consequences in terms of legitimacy and representation, and without the Court having been able to review that transformation.Â
Ordering a blanket shift toward regulations, mandating a general reduction of delegated acts, and making sunset clauses a default technique by political instruction pre-empt those decisions. It substitutes a single political preference for the case-by-case constitutional reasoning the Treaties and the Courtâs jurisprudence demand.Â
Such instructions are not merely borderline illegal; they are constitutionally impermissible. It is the integrity of the Unionâs legal order and institutional system that is being undermined.
Most consequentially, Article 17(8) TEU makes the Commission accountable to the European Parliament, not the European Council. Von der Leyenâs voluntary commitment to report annually to the European Council on her compliance with its simplification agenda establishes a structural accountability relationship with an institution the Treaties deliberately excluded from holding the Commission to account for its legislative choices. That exclusion reflects the constitutional design of the Community method, in which the Commissionâs political independence from the Member States â guaranteed precisely by its accountability to an elected Parliament â is the precondition for its role as guardian of the general interest. A routine compliance relationship with the European Council on the Commissionâs legislative technique risks hardening political guidance into supervisory control, in direct tension with the Treatiesâ design of Commission independence and Parliament-centred political accountability.
True: each proposed reform, viewed in isolation, can be presented â at least politically â as pragmatic adaptation to geopolitical urgency. Yet, when jointly examined, they amount to a permanent reallocation of legislative power performed in manifest breach of the principle of institutional balance.
The Road Not Taken: The Single European Act of 1986
The Treaties provide a mechanism for exactly this kind of structural change: the ordinary revision procedure under Article 48 TEU, with a Convention, an intergovernmental conference, and ratification by all Member States. It is worth recalling that when European leaders last decided the Single Market needed a decisive relaunch, facing the same competitiveness anxieties and the same urgency, they used the Treaty revision route. The Single European Act of 1986 introduced qualified majority voting, strengthened the Parliamentâs legislative role, and set a 1992 deadline for completing the internal market. Crucially, it did so by amending the Treaties, not by bypassing them. The Cockfield White Paper was a Commission â not a Member State-led â initiative addressed to co-legislators; the outcome was a ratified constitutional act. What distinguishes Alden Biesen from 1985 is not the ambition. Rather it is the deliberate choice to pursue constitutional reform through sub-constitutional means, in full awareness that the Treaty revision route remains available, albeit politically impracticable.
Ultimately, a dedicated procedure exists aimed at determining where power sits, how it is constrained, and who can call the Commission to account, to ensure constitutional choices are made with democratic legitimacy and not through informal summitry.
The provenance of the agenda
Before drawing conclusions, the provenance of these reforms deserves emphasis. Virtually all of them can be traced, word for word, to a German-Italian non-paper circulated ahead of the retreat, a non-paper by six northern Member States (Estonia, Finland, Latvia, Lithuania, the Netherlands and Sweden), and the Antwerp Declaration, adopted at the European Industry Summit by over 500 business leaders alongside Commission President von der Leyen. These were not Commission initiatives, independently assessed and brought to co-legislators. They were industry and Member State proposals, absorbed into a summit declaration, largely anticipated through a Better Regulation Communication designed to rewrite the procedural rules that the first omnibus packages had violated.Â
The Castle Method as an expression of EU constitutional driftÂ
The constitutional strategy of the Alden Biesen reforms is to achieve Treaty-level results by sidelining what the Treaty requires: joint declarations, Commission communications, accountability commitments to the European Council, and Better Regulation guidelines designed to legitimise what the rules previously prohibited.
This is part of a broader, largely undetected EU constitutional drift. Unlike formal constitutional reform, which, however imperfect, is reversible, publicly deliberated, and produces legal norms whose content and origin are identifiable and challengeable, constitutional drift operates invisibly, accumulates through small steps each defensible in isolation, and by the time it is recognised for what it is, has already altered the institutional landscape in ways that formal law has not acknowledged and may no longer be able to correct.
The EU has been here before. Each time, from the growth of the European Councilâs de facto legislative direction in the euro-crisis years, to the proliferation of intergovernmental agreements outside the Treaty framework, to the normalisation of emergency law-making, the justification was urgency. The geopolitical circumstances were always genuinely serious. And in each case, the constitutional costs were borne disproportionately by those with the least influence at the castle retreats: citizens, parliaments, civil society organisations, and the procedural rights that exist to give them a voice in the rules that govern them.
What is new about Alden Biesen is its unhibited departure from any attempt at comply with the constitutional boundaries within which member states may act within the European Union legal order. Five reforms to the structure of EU law-making, endorsed simultaneously, derived directly from industry and Member State non-papers, sealed by a Commission accountability commitment to the European Council, and partly pre-laundered against legal challenge by a Better Regulation Communication designed to rewrite the rules the packages violated.Â
The castle method denotes a mode of EU constitutional change in which the European Council uses informal summit declarations to prescribe not the policy directions of EU action, but the form, architecture, and temporal design of EU legislationâmatters the Treaties assign to the Commissionâs initiative and the ordinary legislative procedureâwithout triggering the visibility, deliberation, or democratic safeguards of formal Treaty revision. It operates through the accumulation of soft law instruments: joint declarations, Commission communications, accountability commitments, and regulatory guidelines that together produce Treaty-level institutional effects while never attaining that formal recognition. Unlike the Community method, which it displaces, the castle method is driven not by Commission initiative independently assessed in the general interest, but Member State proposals â typically incubated by the industry â absorbed into summit conclusions and subsequently laundered through administrative channels.Â
Unlike a Treaty revision, this process has no endpoint, no ratification moment, no constitutional off-switch. That is the defining characteristic of constitutional drift. And that is precisely why it deserves to be named for what it is.Â
On February 19, after more than 14 months of investigation and court proceedings, the Seoul Central District Court sentenced former President Yoon Suk Yeol to life imprisonment for leading an insurrection.1) The events giving rise to the conviction began with his declaration of martial law on December 3, 2024, which effectively prohibited all political activity and deployed armed forces to bar entry to the National Assembly. This measure was intended to prevent the opposition Democratic Party from stifling his administrationâs policy agenda. Consequently, he was convicted of leading an insurrection (Article 87 of the Criminal Act) and abusing official authority (Article 123 of the Criminal Act). Recent convictions against officials involved in Yoonâs imposition of martial law had led to a widespread anticipation that Yoon would be found guilty of insurrection, while uncertainty remained on whether the Court would impose the death penalty as sought by the prosecution or a lifetime sentence.
The District Courtâs decision reflects constitutional values and carries implications that stretch beyond the individual case. Its reasoning, read alongside the Constitutional Courtâs impeachment judgment, underscores that Yoonâs actions struck at the heart of democratic order. At the same time, the persistent refusal of his supporters to accept these rulings reveals a deeper challenge: the fragility of democratic legitimacy in an increasingly polarized society.
Blocking the National Assembly to subvert the Constitution
The District Court had to decide whether Yoonâs actions last year surrounding the imposition of martial law met the legal requirements for insurrection â namely, whether he had initiated a riot with the specific intent to subvert the constitutional order. In Article 91 Paragraph (2) of the Criminal Act, the specific intent to âsubvert the Constitutionâ is defined as overthrowing government organs established by the Constitution or to render the exercise of their functions impossible by force.
Notably, the Court explicitly rejected the legal interpretation that declaring martial law outside the bounds of legality as such constituted the crime of insurrection. According to the presiding judge, such an interpretation would deter the President from lawfully commanding the army in situations of imminent threat to national security. Yoonâs declaration of martial law on December 3, 2024, and the following measures only amount to an insurrection when the offense was committed with the specific intent to subvert the constitutional order â which the Court positively affirmed.
The Court repeatedly emphasized that Yoonâs decisive act was sending the army to the National Assembly with the intent to impede the functioning of the National Assembly. Yoon obstructed the National Assembly by preventing its members from entering the building and exercising their parliamentary rights. Army and police forces received commands to seal off the premises of the National Assembly and arrest important figures of the Democratic Party. To convict for insurrection, the law also requires that the perpetrator initiates a riot with the use of force to a degree that is sufficient to disturb the public peace of a region. Since Yoon deployed fully equipped police and armed forces to restrict access to the National Assembly and the National Election Commission by force, the Court held that these actions amounted to a riot within the meaning of the Criminal Act.
The Court did not base its judgment on the martial law decree alone. Yoon repeatedly stated in and outside of the courtroom that he had felt compelled to warn the entire nation of the âstate of emergencyâ caused by the National Assemblyâs âanti-stateâ actions. According to the Court, this proves his intent to paralyze parliamentary activities. The reasoning behind Yoonâs claim is that the Democratic Party of Korea, which possessed the majority in the National Assembly back then, had frequently refused to ratify laws initiated by the government and brought about impeachment procedures against numerous figures belonging to the then-ruling People Power Party. In its adjudication on impeachment back in 2025, the Constitutional Court dismissed Yoonâs claim to have merely sent a âwarning signalâ by means of martial law, underlining that a declaration of martial law with the motive of âwarningâ citizens of a constitutional crisis is not a legitimate ground.
Reflection of constitutional values in sentencing factors
While the question of whether Yoon has committed the crime of insurrection revolves around an interpretation of the Criminal Act, the District Courtâs sentencing decision reveals a direct link between the Presidentâs constitutional duties and the illegality of Yoonâs act. The presiding judge made clear that by using the armed forces for political purposes, Yoon violated his constitutional duty to keep the military politically neutral as required by Article 5 and Article 74 of the Korean Constitution. Several other aspects, including extra-legal factors, played a significant role in the Courtâs decision on Yoonâs punishment. During the sentence hearing, the presiding judge explicitly mentioned that Yoonâs imposition of martial law and its repercussions had damaged South Koreaâs international reputation and intensified the existing polarization and animosity between political factions. Extra-legal values such as political reputation and social harmony were considered substantial enough to serve as aggravating factors in determining Yoonâs sentence.
The District Courtâs reasoning aligns closely with the central findings of the Constitutional Court decision in 2025, which upheld Yoonâs impeachment by the National Assembly.2) The Constitutional Court found that Yoonâs breaches of the Martial Law Act and the Constitution were serious enough to justify his removal from office. It stressed that his attempt to block the National Assembly with the martial law decree and military force struck at the core of the South Korean constitutional order. Central to the Courtâs decision to uphold the impeachment was that Yoonâs unlawful exercise of presidential power posed a manifest threat to the principle of democracy and the rule of law. The judges also highlighted that Yoonâs martial law regime was a recurrence of the historical failings of previous authoritarian governments that have overstepped presidential powers. By refusing to resolve a political gridlock through established institutional procedures and repeating the history of abuse of emergency powers, Yoon triggered severe political turmoil and thus violated his constitutional duty to promote social integration. By taking into account the social fragmentation, political shock, and Koreaâs experience with authoritarianism, the Constitutional Court signaled that the former Presidentâs actions transcended a mere violation of written law.
Addressing anti-democratic narratives
As the significance of Yoonâs imposition of martial law far exceeds the legal dimension, it is worth reviewing the statements of former President Yoon and his supporters in order to grasp their political perspective that clashes with core democratic values. Yoon claimed during the recent criminal proceedings, as well as in previous court hearings, that he had felt compelled to declare martial law to prevent the National Assembly from obstructing government policies and the normal functioning of the State. At the time of Yoonâs declaration of martial law, the oppositional Democratic Party was in fact holding the majority in the National Assembly, forming a gridlock situation in which the government led by Yoon and the National Assembly struggled to reach compromises. During the hearing, the District Court in fact acknowledged that the current Constitution does not provide sufficient institutional measures to break the gridlock and facilitate an orderly legislative process. However, Yoonâs claim that the martial law regime was to warn against allegedly âsubversiveâ parliamentary actions rests on anti-democratic premises. The opposition, holding the majority of seats in the National Assembly, merely exercises its lawful rights, including rejecting government bills, and in doing so reflects the outcome of democratic elections and the votersâ political will. To characterize the National Assemblyâs exercise of legislative power as a subversive, anti-state act and attempt to obstruct its function is rooted in a fundamental misunderstanding of parliamentary democracy.
Anti-democratic sentiments drive a categorical rejection of court rulings, particularly when the decisions clash with specific political interests. Such dynamics became apparent following Yoonâs conviction, as hundreds of Yoonâs supporters gathered on February 19 to protest against the ruling. Yoonâs legal representatives and loyal supporters see the Courtâs findings as a result of a violation of the rule of law, arguing that the decision was purely based on political considerations instead of factual evidence. In his recent public speech following the District Courtâs decision, the leader of the People Power Party, Jang Dong Hyuk, explicitly rejected cutting political ties with Yoon and openly endorsed Yoonâs justification for imposing martial law. He also condemned the National Assemblyâs blocking of government-sponsored laws in 2024 as a form of âparliamentary dictatorshipâ and accused the current, âneo-dictatorialâ government led by the Democratic Party of âcontrolling the judiciaryâ during the trials against Yoon. These statements go beyond political rhetoric. Critical observations of the judiciaryâs interpretation and application of law should indeed be encouraged, as court decisions are undoubtedly subject to critical reflection. However, by refusing to accept Yoonâs conviction, statements such as Jangâs result in mobilizing his supporters and antagonizing political opponents rather than controlling and consolidating democratic institutions.
Persistent rejection of the legitimacy of constitutional institutions, such as the judiciary and democratic elections, signals that persistent distrust in these bodies will further exacerbate political division in Korean society. In this regard, it should be borne in mind that courtsâ adherence to the principles of legality and procedural transparency alone cannot ensure public confidence in the legitimacy of constitutional institutions; the judiciaryâs broader integrative effects remain inherently limited. Mitigating the political divide and upholding democratic values amidst intense political polarization requires a deliberate, discursive approach that examines the underlying beliefs of political actors and the impact of anti-democratic ideas. As doubts about democratic institutions deepen, the imminent challenge for Korean politics remains to counter perceptions that the judicial system is merely an instrument of political bias.