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Feed Titel: Transition News


AbhÀrtung und WiderstandsfÀhigkeit: Der russisch-ukrainische Konflikt als Spiegelbild zivilisatorischer KrÀfte

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂŒbersetzt und ĂŒbernommen.

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Dieser Text unterscheidet sich etwas von dem, was ich normalerweise in meiner Kolumne bei der Strategic Culture Foundation veröffentliche. Es ist der erste Teil einer Reihe von Überlegungen, die darauf abzielen, Geschichte, Anthropologie, Geopolitik, Wirtschaft und Kriegsforschung miteinander zu verknĂŒpfen, um eine grundlegende Frage zu untersuchen: Was macht manche Gesellschaften stark, wĂ€hrend andere fragil und verwundbar bleiben?

Ausgangspunkt ist das heutige Russland und seine «SondermilitÀroperation» in der Ukraine, wo wir ein bemerkenswertes PhÀnomen beobachten können: Ein einzelnes Land, fast allein, leistet Widerstand und agiert effektiv gegen eine internationale Koalition von mehr als zwanzig LÀndern. Ausgehend von dieser Tatsache können wir historische und strukturelle Muster untersuchen, die die StÀrke oder SchwÀche von Gesellschaften im Laufe der Zeit erklÀren.

Historisch gesehen war der große Unterschied in der StĂ€rke zwischen Völkern und Zivilisationen nicht nur die GrĂ¶ĂŸe einer Armee oder der technologische Fortschritt. In vorindustriellen Zeiten waren ErnĂ€hrung und Lebensweise zentrale Determinanten. Nomaden- und Hirtenvölker wie die Proto-IndoeuropĂ€er und spĂ€ter die Turkvölker – TĂŒrken, Mongolen, Hunnen und andere – entwickelten eine außergewöhnliche körperliche und psychische WiderstandsfĂ€higkeit. Da sie sich ĂŒberwiegend von Milchprodukten und Fleisch ernĂ€hrten, dauernd extremen Klimabedingungen ausgesetzt waren und auf stĂ€ndige MobilitĂ€t angewiesen waren, bildeten diese Völker hartgesottene Krieger, die unter Bedingungen operieren konnten, unter denen sesshafte Agrargesellschaften verwundbar waren.

Im Gegensatz dazu entwickelten sich in dicht besiedelten Agrarzivilisationen, die von Getreide und festen Ernten abhĂ€ngig waren, Gesellschaften mit geringerer körperlicher und psychischer WiderstandsfĂ€higkeit, die anfĂ€lliger fĂŒr externe Schocks, Versorgungskrisen oder militĂ€rische Invasionen waren. Die StĂ€rke einer Gesellschaft hing daher eng mit ihrer FĂ€higkeit zusammen, sich den tĂ€glichen Widrigkeiten zu stellen und ihren Körper, ihre Disziplin und ihren sozialen Zusammenhalt so zu formen, dass sie unter extremen Bedingungen ĂŒberleben konnte.

Im Falle der IndoeuropĂ€er beispielsweise lĂ€sst sich diese allmĂ€hliche Sesshaftwerdung deutlich beobachten. UrsprĂŒnglich waren sie mobile und disziplinierte Krieger, doch dann ließen sie sich in fruchtbaren Gebieten nieder und schufen damit Bedingungen, die fĂŒr die HĂ€rte, an die sie gewöhnt waren, zu gut waren. Mit der Zeit fĂŒhrte der relative Komfort, den die Landwirtschaft und der sesshafte Handel mit sich brachten, zu einer BlĂŒte von Ideen, Institutionen und Lebensweisen, die körperlich und psychisch weniger anspruchsvoll waren.

Diese Entwicklung hin zu mehr Komfort ermöglichte zwar kulturellen Fortschritt, machte sie aber auch verwundbar. Schließlich wurden die weniger abgehĂ€rteten Gesellschaften von Turkvölkern ĂŒberwĂ€ltigt und unterworfen, die ihre körperliche Fitness, Disziplin und MobilisierungsfĂ€higkeit bewahrt hatten – KrĂ€fte, die durch jahrhundertelangen Widerstand gegen die Strapazen des Nomaden- und Hirtenlebens geschĂ€rft worden waren. Ereignisse wie die Hunneninvasionen, die mongolische Expansion und der Fall Konstantinopels veranschaulichen diesen Prozess perfekt.

Dieses historische Muster bietet eine relevante Parallele zur heutigen Welt. So wie sesshafte Agrargesellschaften angesichts der Invasionen hartgesottener Völker an WiderstandsfĂ€higkeit verloren, neigen moderne Gesellschaften, die die industrielle Wirtschaft zugunsten der finanziellen Vorherrschaft aufgeben, dazu, strukturell zu schwĂ€cheln. Die zentrale Bedeutung der materiellen Produktion – Arbeit mit Energie, natĂŒrlichen Ressourcen, Industrie und Technologie – erfordert kollektive Anstrengungen, Disziplin und institutionelle WiderstandsfĂ€higkeit. Wenn sich der Fokus auf die AnhĂ€ufung von Finanzkapital, spekulative GeschĂ€fte und einen komfortablen Lebensstil verlagert, geht das verloren, was wir als «soziale und psychologische AbhĂ€rtung» bezeichnen könnten – die FĂ€higkeit, lĂ€ngere Schocks zu ertragen und in Krisensituationen den Zusammenhalt zu bewahren.

Diese Analogie ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch anthropologischer und strategischer Natur. Wie die alten sesshaften Völker legen auch moderne finanzialisierte Gesellschaften oft mehr Wert auf Komfort, Raffinesse und ideologische Abstraktion als auf grundlegende WiderstandsfĂ€higkeit. Sie werden anfĂ€llig fĂŒr alle Arten von Schocks: Finanzkrisen, diplomatischer Druck, Kriege und logistische Störungen. So wie alte Agrargesellschaften von widerstandsfĂ€higeren Nomadenvölkern unterworfen wurden, werden moderne Staaten, die produktive Wirtschaftsmodelle aufgeben, tendenziell von LĂ€ndern mit starken physischen Volkswirtschaften ĂŒberholt.

Aus militĂ€rischer Sicht wird diese Parallele noch deutlicher – insbesondere bei der Analyse des heutigen Russlands. Trotz des wirtschaftlichen und diplomatischen Drucks einer von der NATO angefĂŒhrten internationalen Koalition weist die russische Gesellschaft nach wie vor Merkmale einer historischen VerhĂ€rtung auf: militĂ€rische Disziplin, Ausdauer unter anhaltenden Widrigkeiten, strategische MobilitĂ€t und sozialer Zusammenhalt, gepaart mit einer Wirtschaft, die zwar global integriert ist, aber ĂŒber einen hochgradig autarken Industrie- und Energiesektor verfĂŒgt. Diese strukturelle VerhĂ€rtung ermöglicht es Russland, unter den Bedingungen eines langwierigen Krieges effizient zu agieren und sich breiten Koalitionen zu stellen, wie es derzeit in der Ukraine der Fall ist – und wie es bereits in mehreren historischen Situationen geschehen ist.

Was sich auf dem russisch-ukrainischen Schlachtfeld abspielt, ist eine Konfrontation zwischen zwei unterschiedlichen zivilisatorischen Ausrichtungen: Die eine basiert auf physischer Wirtschaft, realer ProduktivitĂ€t, militĂ€rischer VerhĂ€rtung und sozialer WiderstandsfĂ€higkeit, die andere auf Finanzialisierung, liberal-demokratischer ideologischer Abstraktion, institutionellem Komfort und AbhĂ€ngigkeit von externen Lieferketten und politischer UnterstĂŒtzung. Wir erleben buchstĂ€blich den Zusammenprall zwischen ĂŒberteuerten Waffen, die von Start-ups aus dem Silicon Valley entwickelt wurden, und echter KampfausrĂŒstung, die auf dem Schlachtfeld getestet und gebaut wurde, um den Feind zu vernichten, und nicht, um Waffen an Kundenstaaten zu verkaufen. Das Ergebnis dieser Konfrontation ist bereits offensichtlich.

Die Geschichte zeigt also ein kontinuierliches Muster, das Lebensstil, soziale VerhĂ€rtung und strategische FĂ€higkeiten miteinander verbindet. Nomadische und pastoralistische Gesellschaften entwickelten eine physische und psychische WiderstandsfĂ€higkeit, die ihnen Vorteile gegenĂŒber sesshaften Agrargesellschaften verschaffte. In der heutigen Zeit zeichnen sich produktive Industriegesellschaften durch strukturelle StĂ€rke und strategische Autonomie aus, wĂ€hrend finanzorientierte Gesellschaften analog dazu die FragilitĂ€t alter Agrarzivilisationen aufweisen: anhaltende Verwundbarkeit, AbhĂ€ngigkeit von externen Faktoren und geringe institutionelle WiderstandsfĂ€higkeit. In beiden FĂ€llen bedeutet der Übergang zu einer «bequemen» Lebensweise eine Erosion der FĂ€higkeit, Widrigkeiten zu widerstehen, und letztlich auch der zivilisatorischen StĂ€rke selbst.

Zusammenfassend lĂ€sst sich sagen, dass die Betrachtung des Erfolgs Russlands in der Ukraine aus dieser historischen Perspektive uns ermöglicht, StĂ€rke als etwas zu verstehen, das ĂŒber Zahlen, Waffen oder Allianzen hinausgeht. Es handelt sich um WiderstandsfĂ€higkeit, sozialen Zusammenhalt, institutionelle Disziplin und die FĂ€higkeit, anhaltendem Druck standzuhalten – Eigenschaften, die sich aus einem Lebensstil ergeben, der eine stĂ€ndige AbhĂ€rtung erfordert, sei es physisch, psychisch oder wirtschaftlich.

Diese historische und anthropologische Reflexion bietet einen Rahmen, um nicht nur die Gegenwart zu beurteilen, sondern auch die strukturellen Faktoren zu verstehen, die die WiderstandsfÀhigkeit und Verwundbarkeit von Gesellschaften in den kommenden Jahrhunderten bestimmen werden. Vor allem zeigt sie, dass Komfort und Raffinesse, wenn sie nicht durch Disziplin, ProduktivitÀt und Ausdauer ausgeglichen werden, immer mit FragilitÀt einhergehen.

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Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und MilitÀrexperte.

Russischer Geheimdienst: Westliches Netzwerk plant Staatsstreich in Belarus

Westliche NGOs bereiten laut dem russischen Auslandsgeheimdienst SVR eine neue Welle von Anti-Regierungs-Protesten in Belarus vor, die zeitlich mit den PrĂ€sidentschaftswahlen 2030 zusammenfallen könnten, wie RT berichtet. Ein Versuch, das Ergebnis der Wahlen von 2020 zu kippen, habe zu gewalttĂ€tigen ZusammenstĂ¶ĂŸen im ganzen Land gefĂŒhrt, aber schließlich sei die Ordnung wiederhergestellt worden, so das russische Portal. Laut dem SVR seien westliche Geldgeber von den AnfĂŒhrern der Unruhen enttĂ€uscht worden und suchten nun aktiv nach neuen Personen, um den belarussischen PrĂ€sidenten Alexander Lukaschenko zu stĂŒrzen. In einer ErklĂ€rung heißt es:

«NGOs in westlichen LĂ€ndern, darunter â€čdemokratisierendeâ€ș Strukturen, Agenturen und Stiftungen in den USA sowie in Großbritannien, Deutschland, Polen und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern, bauen Ressourcen auf, um erneut zu versuchen, die Lage zu destabilisieren und die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung in Belarus zu Ă€ndern.»

Um eine «Farbrevolution», also den Sturz oder oder einen erzwungene RĂŒcktritt eines Regimes vor allem ĂŒber anhaltende, meist friedliche Massenproteste, zu erreichen, wĂŒrden westliche Organisationen eine Bestandsaufnahme der oppositionellen Aktivisten in Belarus vornehmen, so der SVR weiter. Swetlana Tichanowskaja, die zentrale Figur der Proteste von 2020, und andere Personen, die derzeit in Litauen und Polen leben, hĂ€tten «in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie absolut nicht in der Lage sind, die politischen Prozesse in ihrem Heimatland in irgendeiner Weise zu beeinflussen».

RT zufolge erwartet der SVR nicht, dass die belarussischen BĂŒrger auslĂ€ndische Destabilisierungsoperationen unterstĂŒtzen, da sie «die Beispiele der Ukraine, Moldawiens und anderer Nationen gesehen haben, die im Namen westlicher geopolitischer Ambitionen unter dem Motto des Schutzes von Demokratie und Menschenrechten zerstört wurden».

Die Warnung folgt gemĂ€ĂŸ dem Portal auf eine Entspannung in den Beziehungen zwischen der Regierung Lukaschenko und der Administration von US-PrĂ€sident Donald Trump. In den letzten Monaten habe Washington die Freilassung von Dutzenden belarussischen Aktivisten erreicht, die wegen ihrer Rolle bei den Unruhen von 2020 verurteilt worden waren.

Zu den Freigelassenen wĂŒrde auch Tichanowskajas Ehemann Sergej gehören, der bereits vor den Wahlen 2020 von der Kandidatur ausgeschlossen und wegen Anstiftung zum Aufruhr inhaftiert worden war. Seit seiner Freilassung habe er seine AnhĂ€nger in Videobotschaften dazu aufgefordert, mehr Geld fĂŒr die Anti-Lukaschenko-Bewegung zu spenden.

«Epstein-Sumpf»: Republikanerinnen wollen weitere Epstein-MittÀter in Akten gefunden haben

In den ungeschwĂ€rzten Akten des Jeffrey-Epstein-Falls haben die republikanischen US-Abgeordneten Lauren Boebert und Anna Paulina Luna Beweise fĂŒr weitere MittĂ€ter entdeckt, die sie als «co-conspirators» (Mitverschwörer) bezeichnen. Nach einem Besuch im Justizministerium am Montag, bei dem sie die Dokumente einsehen konnten, Ă€ußerten sich beide Politikerinnen auch sehr deutlich gegen eine Begnadigung von Ghislaine Maxwell, Epsteins verurteilter Komplizin im Kindersexhandel. Das berichtet MeidasTouch News.

Boebert, sichtlich aufgebracht, forderte fĂŒr Maxwell nicht nur eine VerlĂ€ngerung der Haftstrafe, sondern auch eine Verlegung in ein deutlich strengeres GefĂ€ngnis:

«Ich denke, Ghislaine Maxwell sollte mehr Zeit bekommen und sie sollte definitiv in einem hÀrteren GefÀngnis sein als dem, in dem sie jetzt ist. Es ist absolut widerlich.»

Luna stimmte zu und nannte Maxwell ein «Monster», das sich an «Menschenhandel und Vergewaltigung junger Frauen und möglicherweise Kinder» beteiligt habe. Sie verdiene keinerlei Sonderbehandlung. Beide Abgeordneten kĂŒndigten an, am Dienstag weitere Unterlagen zu prĂŒfen, um die Liste der Beteiligten genauer zu beleuchten. Damit positionieren sie sich klar gegen eine mögliche Begnadigung – ein offener Bruch mit Ex-PrĂ€sident Donald Trump, der in der Epstein-AffĂ€re stets ambivalent blieb und vor allem auch den Segen gab fĂŒr die geradezu angenehmen Haftbedingungen fĂŒr Maxwell.

Die Forderung von Boebert und Luna nach deutlich schĂ€rferen Haftbedingungen fĂŒr Maxwell greift derweil auf eine bereits lĂ€nger bestehende Kritik an der US-Regierung zurĂŒck. Die Familie der verstorbenen Epstein-AnklĂ€gerin Virginia Giuffre zum Beispiel hatte im April 2025 den Umgang des US-Justizministeriums mit Epsteins ehemaliger «rechter Hand» als «Justizfarce» bezeichnet. So sei es es Maxwell durch diesen «laschen» Umgang möglich gewesen, in Verhören LĂŒgen zu verbreiten und prominente Figuren wie Bill Clinton oder Donald Trump zu entlasten, ohne dass auf ihre nachgewiesenen Falschaussagen eingegangen worden sei.

In diesem Zusammenhang war auch kritisiert worden, dass die Verlegung Maxwells in eine Minimum-Security-Einrichtung ohne nachvollziehbare BegrĂŒndung das fatale Signal aussende, dass Kindersexhandel toleriert werde – insbesondere unter einer Trump-nahen Administration, die keine kritische Distanz wahre.

Ende 2025 wurde dann öffentlich die Frage gestellt, warum das «Team Trump» Maxwell ein «FĂŒnf-Sterne-Erlebnis» im GefĂ€ngnis ermögliche: mit individuell zubereiteten Mahlzeiten, privaten Trainingszeiten, Zugang zu Welpen und sogar einem persönlichen Assistenten – Privilegien, die weit ĂŒber das hinausgehen, was «normale» Insassen «genießen». Whistleblower berichteten dabei von einer regelrechten VIP-Behandlung, was Opfer des Epstein-Netzwerks mit «Horror und Abscheu» erfĂŒllte und Forderungen nach einem sofortigen Ende solcher Sonderregelungen sowie ein klares Veto gegen eine Begnadigung nach sich zog.

Besonders bei Anna Paulina Luna wirkt es durchaus ĂŒberraschend, dass sie «mit Trump bricht wegen Ghislaine Maxwell», wie es MeidasTouch News ausdrĂŒckt. So hatte sie ihre politische Karriere mit großem Enthusiasmus fĂŒr Transparenz und AufklĂ€rung begonnen, hĂ€ufig im Schulterschluss mit Trumps Versprechen, lange zurĂŒckgehaltene Dokumente freizugeben. Luna wurde im Februar 2025 Chairwoman (Vorsitzende) der «Task Force on the Declassification of Federal Secrets».

Donald Trump hatte dieser Task Force und insbesondere Luna seinen politischen Segen gegeben – und das sehr deutlich und öffentlich. Er hat die inzwischen 36-JĂ€hrige mehrfach öffentlich gelobt und als eine der loyalsten und kĂ€mpferischsten Abgeordneten seiner Agenda bezeichnet. Trump nannte sie eine «very good friend, fighter, and winner» sowie eine «true MAGA warrior» (wahre MAGA-Kriegerin).

Als Leiterin einer zu Beginn von Trumps Amtszeit neu eingerichteten und ĂŒberparteilichen Task Force des Kongresses zur EnthĂŒllung von «Bundesgeheimnissen» stellte sie die offizielle Version des Mordes an John F. Kennedy (JFK) infrage. Sie betonte, es habe zwei SchĂŒtzen gegeben, nicht nur Lee Harvey Oswald als EinzeltĂ€ter. Sie forderte im Zuge dessen eine grĂŒndliche ÜberprĂŒfung nicht nur der Akten zu JFK, sondern auch der zu Robert K. Kennedy, zu Martin Luther King Jr. und auch Epsteins Klientenliste – ein Ansatz, der nahtlos an Trumps AnkĂŒndigungen anknĂŒpfte (TN berichtete). Mit sichtbarem Elan verkĂŒndete sie:

«Die volle Wahrheit beginnt mit Transparenz.»

Die Haltung von Boebert und Luna verstĂ€rkt die seit lĂ€ngerem schwelende Debatte darĂŒber, wie der «Epstein-Sumpf» zu handeln ist. Und diese Debatte könnte den Druck auf die Regierung erhöhen, die Epstein-Akten vollstĂ€ndig und ohne weitere SchwĂ€rzungen offenzulegen.

Dies erscheint ĂŒberfĂ€llig, wenn man in Betracht zieht, wie tief der «Epstein-Sumpf» offenkundig ist. Dazu heißt es in einem heute in der Berliner Zeitung veröffentlichten Beitrag des ehemaligen Transition News-Redakteurs Ole Skambraks, der 2021 die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kritisiert hatte und dem daraufhin vom SWR fristlos gekĂŒndigt wurde, die Epstein-Files seien «nur die Spitze des Eisbergs». Weiter heißt es darin:

«Viele Anzeichen deuten auf GeheimdiensttĂ€tigkeiten Epsteins fĂŒr Israel und die USA hin, wie der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie am 19. November 2025 erklĂ€rte. Zusammen mit dem Demokraten Ro Khanna ist er Urheber des Epstein Files Transparency Act, der im Kongress eine Mehrheit aus beiden Parteien bekommen hat, zum Unmut von Donald Trump.

FĂŒnf US-Regierungen hĂ€tten Epsteins Verbrechen gedeckt, weil das System und die Institutionen so verkommen seien, meint Massie.»

Teil der bis dato freigegebenen Akten sei derweil auch eine Aufzeichnung eines dreistĂŒndigen TelefongesprĂ€chs zwischen Israels ehemaligem Premier Ehud Barak und Jeffrey Epstein. Letzterer habe dabei Barak fĂŒr einen Wechsel in die Wirtschaft nach der Regierungszeit gecoacht. Epstein habe Barak geraten, nicht mit Expertentum zu prahlen, sondern eine Liste von Menschen anzufertigen, die ihm etwas schulden.

Um deutlich zu machen, wie verrottet die Eliten sind und wie schwierig es deshalb ist, Ermittlungen im Milieu des Menschenhandels und der rituellen Gewalt zu fĂŒhren, erwĂ€hnt Skambraks den Fall des Belgiers Marc Dutroux, der bis Mitte der 1990er-Jahre elf Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren entfĂŒhrt und sexuell missbraucht hatte, wobei zwei entfĂŒhrte achtjĂ€hrige MĂ€dchen eingesperrt verhungerten, wĂ€hrend er im GefĂ€ngnis war. Skambraks :

«Mindestens 27 Zeugen starben im Fall Dutroux. Die belgischen Ermittler konnten mehr als fĂŒnf Jahre nach seiner Verhaftung keine formelle Anklage erheben, weil sie befĂŒrchteten, dass ihre Ermittlungen fĂŒhrende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter auch den König, in Mitleidenschaft ziehen könnten.»

Neutral dem Recht nach – unglaubwĂŒrdig in der Welt

Der Schweizer Außenminister, Bundesrat Ignazio Cassis (FDP/Tessin) prĂ€sentiert sich dieser Tage als BrĂŒckenbauer. Vier Stunden GesprĂ€ch mit Sergei Lawrow, seit MĂ€rz 2004 der Außenminister der Russischen Föderation, das Versprechen von freiem Geleit fĂŒr einen international geĂ€chteten Außenminister, dazu der Versuch, die OSZE wieder als Vermittlungsplattform zu beleben. Das alles klingt nach klassischer Schweizer Außenpolitik. Ist es aber nicht mehr.

Denn das Problem der Schweiz liegt heute nicht im Völkerrecht – dort bewegt sie sich formal korrekt unter den PrĂ€missen eines neutralen Landes. Das Problem liegt in der Wahrnehmung. Und die ist fatal: Die Schweiz wird nicht mehr als neutral angesehen.

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich Bern politisch klar im westlichen Lager positioniert. Die Übernahme der EU-Sanktionen, die militĂ€rische AnnĂ€herung an die NATO, gemeinsame Übungen, sicherheitspolitische Rhetorik im Gleichklang mit BrĂŒssel und Washington – all das mag innenpolitisch opportun gewesen sein. Außenpolitisch hat es einen Preis. Die Schweiz gilt in Moskau nicht mehr als unabhĂ€ngige Akteurin, sondern als Teil des westlichen Blocks mit Sonderstatus.

Cassis versucht nun, diesen Vertrauensverlust mit persönlicher Diplomatie zu kompensieren. Doch wer zu spĂ€t merkt, dass NeutralitĂ€t mehr ist als RechtskonformitĂ€t, kommt mit Symbolpolitik nicht weit. Das Angebot an Lawrow wirkt weniger wie souverĂ€ne Vermittlung, sondern wie der Versuch, verlorene Relevanz zurĂŒckzugewinnen.

Besonders problematisch ist dabei die Rolle der OSZE, der Organisation fĂŒr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mit Sitz in Wien, deren eigentlicher Sinn darin bestand, durch politischen Dialog, KonfliktprĂ€vention, RĂŒstungskontrolle, Vertrauensbildung sowie die Förderung von Menschenrechten und Demokratie umfassende Sicherheit in Europa zu schaffen (hier ein ausfĂŒhrlicher Bericht). Cassis stellt sie als neutrales Forum fĂŒr eine neue europĂ€ische Sicherheitsarchitektur dar. In der RealitĂ€t aber ist auch die OSZE lĂ€ngst Teil der Blocklogik geworden – und wird von Russland genauso wahrgenommen. Kritik an der Organisation greift deshalb zu kurz. Wer ehrlich ist, muss sagen: Auch die Schweiz selbst hat ihre Sonderrolle beschĂ€digt.

Die Konsequenzen sind sichtbar. Zentrale GesprĂ€che finden lĂ€ngst anderswo statt – in Istanbul, in Riad, in den Emiraten. Nicht in Genf, nicht in Lugano, nicht in Bern. Die Schweiz sitzt nicht mehr automatisch am Tisch, wenn es ernst wird. Sie wird eingeladen – oder eben nicht.

Elina Valtonen, Finnlands Außenministerin und OSZE-Vorsitzende vor Cassis, bemĂŒhte sich gar nicht um eine Vermittlung – sie reiste nicht nach Moskau. Das immerhin tat Cassis nun. Er hĂ€lt Russland dabei das Völkerrecht vor, was richtig ist. Gleichzeitig signalisiert er Dialogbereitschaft, was notwendig wĂ€re. Doch beides zusammen entfaltet keine Wirkung mehr, weil die GlaubwĂŒrdigkeit fehlt. Vermittler mĂŒssen nicht nur recht haben – sie mĂŒssen auch akzeptiert sein.

NeutralitĂ€t ist kein juristischer Zustand, sondern ein politisches Kapital. Die Schweiz hat es ĂŒber Jahre aufgebaut und in kurzer Zeit stark angekratzt. Ignazio Cassis ist dafĂŒr nicht allein verantwortlich. Aber er steht heute dafĂŒr ein. Und er muss sich fragen lassen, ob sein Seiltanz nicht lĂ€ngst ĂŒber einem Abgrund stattfindet, den er selbst mitgeschaffen hat.


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