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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Aufsichtsbeschwerde: trotz Milliarden keine Versorgungssicherheit

Der Verein «Sauberes Wasser fĂŒr alle» beanstandet in einer Beschwerde, dass die Schweizer Landwirtschaft in keiner Weise darauf vorbereitet ist, die ErnĂ€hrung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen innert einem Jahr aus eigenem Boden sichern zu können.

Zudem werden die Böden nicht so bewirtschaftet, dass ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt ist. Die dafĂŒr geltenden Vorschriften zum Bodenschutz werden nicht vollzogen. ÜberdĂŒngung und Pestizide zerstören die Bodenfruchtbarkeit.

Art. 102 BV Landesversorgung verlangt, dass die Landwirtschaft die ErnĂ€hrung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen aus eigenem Boden sicherstellen muss. DafĂŒr sind genĂŒgend AckerflĂ€chen, sogenannte FruchtfolgeflĂ€chen, per Gesetz gesichert.

Gesichert heisst: Die AckerflĂ€chen können, aber mĂŒssen nicht bereits fĂŒr den Ackerbau genutzt werden. Sie mĂŒssen in jedem Fall aber schnell fĂŒr den Anbau bereitstehen und innert eines Jahres Ertrag abwerfen. Der Erhalt der Ackerböden bedeutet unter anderem, «dass die entsprechenden Böden rĂ€umlich gesichert sind, d.h. nicht versiegelt werden dĂŒrfen und ihre Funktionen erhalten bleiben» (Sachplan FruchtfolgeflĂ€chen, Art. 29 und 30 RPV).

Ignoriert die Politik den Auftrag der Landesversorgung?

Der Bundesrat, der Nationalrat und die vorberatenden Kommissionen (WAK-N, WAK-S) bezeichnen in öffentlichen Debatten und in amtlichen Dokumenten zur Initiative «FĂŒr eine sichere ErnĂ€hrung» das von ihr geforderte Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70% als «unrealistisch» oder sogar «utopisch». Und das selbst mit einer Umsetzungsfrist von zehn Jahren (Quellen: Botschaft zur Initiative vom Bundesrat/ Debatte im Nationalrat zur Initiative am 10.12.2025 und 17.12.2025 / Medienmitteilung WAK-S).

Diese Aussagen stehen im Widerspruch dazu, dass die fĂŒr die Selbstversorgung gesicherten AckerflĂ€chen (FruchtfolgeflĂ€chen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen mĂŒssen, um die Bevölkerung in Krisen und Mangellagen mit pflanzlichen Lebensmitteln versorgen zu können.

Wie die Kommunikation des Bundesrats, der WAK-N, des Nationalrats und der WAK-S aufzeigt, ist die Landwirtschaft in keiner Weise auf ihren Auftrag vorbereitet, die ErnÀhrung der Bevölkerung im Fall von Krisen und Mangellagen aus eigenem Boden zu gewÀhrleisten.

«Der Bund ruft die Bevölkerung auf, einen Notvorrat anzulegen, doch ignoriert zugleich den Auftrag, die Landesversorgung in Krisen aus eigenem Boden sicherzustellen. Das ist tief besorgniserregend und unverantwortlich», warnt Franziska Herren, PrĂ€sidentin des Vereins «Sauberes Wasser fĂŒr alle» und Mitinitiantin der Initiative «FĂŒr eine sichere ErnĂ€hrung».

«Es sind keine drei Jahre her, da hat die Corona-Pandemie gezeigt, wie schnell Lieferketten unterbrochen werden können. Zudem leben wir in einer zunehmend angespannten Weltsituation, die auch Europa direkt fordert. Kriege, Handelskonflikte und klimaextreme WetterverhĂ€ltnisse können plötzlich und unerwartet zu ImportausfĂ€llen und Mangellagen fĂŒhren».

Alarmierend tiefe Selbstversorgung der Schweizer Bevölkerung

Alarmierend ist auch, dass der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz heute nur bei 42% liegt. Hauptursache dafĂŒr ist, dass auf 60% der Schweizer AckerflĂ€chen der Anbau von Futtermitteln fĂŒr Nutztiere gefördert wird, statt pflanzliche Lebensmittel fĂŒr Menschen zu produzieren.

Der Futtermittelanbau steht in direkter Konkurrenz zur menschlichen ErnĂ€hrung. 75% der jĂ€hrlichen rund 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen fördern heute direkt oder indirekt die Tierhaltung – also die Produktion tierischer Lebensmittel (Quelle: Botschaft des Bundesrats zur Initiative).

Es fehlt an pflanzlichen Lebensmitteln


Die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln wird mit dieser Subventionierungspolitik massiv benachteiligt.
Dadurch fehlt eine genĂŒgende Versorgung mit pflanzlichen Lebensmitteln. 65% der pflanzlichen Lebensmittel, welche die Schweizer Bevölkerung konsumiert, mĂŒssen daher heute importiert werden.

Verlust der Bodenfruchtbarkeit wegen Pestiziden und ÜberdĂŒngung


Damit die AckerflĂ€chen ihren Zweck fĂŒr die Landesversorgung erfĂŒllen können,
muss ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt sein. Die AckerflĂ€chen mĂŒssen dafĂŒr so bewirtschaftet werden, dass deren biologische Vielfalt und Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Um dies zu gewĂ€hrleisten, mĂŒssen die geltenden Vorschriften zum Bodenschutz konsequent umgesetzt werden. Dies sind in erster Linie die Bestimmungen der Verordnung vom 1. Juli 1998 ĂŒber Belastungen des Bodens (VBBo; SR 814.12) und jene der Direktzahlungsverordnung zum ökologischen Leistungsnachweis vom 23. Oktober 2013 (DZV; SR 910.13).

Dies ist heute nicht der Fall. Der Bundesrat schreibt in der Botschaft zur Initiative, dass GĂŒlleĂŒberschĂŒsse und Ammoniakemissionen zu einem anhaltenden RĂŒckgang der BiodiversitĂ€t im und ĂŒber dem Boden fĂŒhren und damit die landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen langfristig gefĂ€hrdet werden.

Die DĂŒngerĂŒberschĂŒsse werden insbesondere durch eine mit Importfutter stark erhöhte Tierproduktion verursacht. Dabei werden die seit 2008 in den Umweltzielen der Landwirtschaft festgelegten Höchstwerte fĂŒr DĂŒnger massiv ĂŒberschritten. Zudem werden von Pestiziden abhĂ€ngige Anbausysteme gefördert, die Böden und GewĂ€sser vergiften, obschon das GewĂ€sserschutzgesetz vorschreibt, dass bei der Bewirtschaftung der Böden kein DĂŒnger und keine Pestizide in GewĂ€sser abgeschwemmt werden dĂŒrfen.

Agrarsubventionen schaden der ErnÀhrungssicherheit

Das Institut fĂŒr Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) hat in seinem Subventionsreport 2023 fast alle der insgesamt 3,6 Milliarden Franken an direkten Agrarsubventionen als schĂ€dlich eingestuft. Demnach verfehlen die Subventionen in der Landwirtschaft neben Klima- und Umweltzielen, GewĂ€sserschutz, dem Bodenschutz und Schutz der BiodiversitĂ€t auch das Ziel der Versorgungssicherheit.

Forderungen der Aufsichtsbeschwerde

Daher hat der Verein «Sauberes Wasser fĂŒr alle» eine Aufsichtsbeschwerde gemĂ€ss Art. 71 VwVG gegen das Eidgenössische Departement fĂŒr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit folgendem Begehren eingereicht:

Der Bundesrat wird ersucht, das WBF anzuweisen,

  • sicherzustellen, dass die Schweizer Landwirtschaft angemessen auf den verfassungsmĂ€ssigen Auftrag des Bundes vorbereitet wird, die ErnĂ€hrung der Bevölkerung in Krisenzeiten und bei anhaltenden schweren Mangellagen selbst gewĂ€hrleisten zu können (Art. 102 BV, Art. 30 LVG; Sachplan FruchtfolgeflĂ€chen, Art. 29 und 30 RPV);
  • sicherzustellen, dass die Schweizer Landwirtschaft so ausgerichtet wird, dass die per Gesetz fĂŒr die Selbstversorgung gesicherten AckerflĂ€chen (FruchtfolgeflĂ€chen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen, um die Bevölkerung mit pflanzlichen Lebensmitteln selbst versorgen zu können;
  • sicherzustellen, dass die geltenden Vorschriften zum Bodenschutz vollzogen werden, um zu gewĂ€hrleisten, dass die AckerflĂ€chen (FFF) ihren Zweck fĂŒr die Landesversorgung erfĂŒllen können und ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt ist (Sachplan FruchtfolgeflĂ€chen, Art. 29 und 30 RPV);
  • dafĂŒr zu sorgen, dass Behörden, Parlament und Öffentlichkeit korrekt, vollstĂ€ndig und sachlich ĂŒber diesen verfassungsmĂ€ssigen Auftrag informiert werden, insbesondere im Zusammenhang mit politischen Vorlagen und Abstimmungen.

Die politischen Rechte nach Art. 34 Abs. 2 der Bundesverfassung, insbesondere der Schutz der freien Willensbildung, verbieten die unzulÀssige Einflussnahme durch Behörden.

Die Initiantinnen und Initianten der Initiative «FĂŒr eine sichere ErnĂ€hrung» behalten sich vor, eine Abstimmungsbeschwerde einzureichen,
falls weiterhin eine irrefĂŒhrende Kommunikation erfolgt – wie zum Beispiel, dass das Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70% innert 10 Jahren unrealistisch sei.

Diese Behauptung steht im Widerspruch zum Verfassungsauftrag, wonach die Schweizer Landwirtschaft so ausgerichtet werden muss, dass die fĂŒr die Selbstversorgung gesicherten AckerflĂ€chen (FruchtfolgeflĂ€chen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen, um die Bevölkerung mit pflanzlichen Lebensmitteln selbst versorgen zu können.

Die am 9. Dezember 2025 in der Agrarforschung Schweiz publizierte Studie «Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung» belegt: Sogar ein Netto-Selbstversorgungsgrad von ĂŒber 100% ist realisierbar.

Insbesondere ist in Aussicht auf die kommende Abstimmung auf eine irrefĂŒhrende Kommunikation im AbstimmungsbĂŒchlein zu verzichten.

AbhÀrtung und WiderstandsfÀhigkeit: Der russisch-ukrainische Konflikt als Spiegelbild zivilisatorischer KrÀfte

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂŒbersetzt und ĂŒbernommen.

***

Dieser Text unterscheidet sich etwas von dem, was ich normalerweise in meiner Kolumne bei der Strategic Culture Foundation veröffentliche. Es ist der erste Teil einer Reihe von Überlegungen, die darauf abzielen, Geschichte, Anthropologie, Geopolitik, Wirtschaft und Kriegsforschung miteinander zu verknĂŒpfen, um eine grundlegende Frage zu untersuchen: Was macht manche Gesellschaften stark, wĂ€hrend andere fragil und verwundbar bleiben?

Ausgangspunkt ist das heutige Russland und seine «SondermilitÀroperation» in der Ukraine, wo wir ein bemerkenswertes PhÀnomen beobachten können: Ein einzelnes Land, fast allein, leistet Widerstand und agiert effektiv gegen eine internationale Koalition von mehr als zwanzig LÀndern. Ausgehend von dieser Tatsache können wir historische und strukturelle Muster untersuchen, die die StÀrke oder SchwÀche von Gesellschaften im Laufe der Zeit erklÀren.

Historisch gesehen war der große Unterschied in der StĂ€rke zwischen Völkern und Zivilisationen nicht nur die GrĂ¶ĂŸe einer Armee oder der technologische Fortschritt. In vorindustriellen Zeiten waren ErnĂ€hrung und Lebensweise zentrale Determinanten. Nomaden- und Hirtenvölker wie die Proto-IndoeuropĂ€er und spĂ€ter die Turkvölker – TĂŒrken, Mongolen, Hunnen und andere – entwickelten eine außergewöhnliche körperliche und psychische WiderstandsfĂ€higkeit. Da sie sich ĂŒberwiegend von Milchprodukten und Fleisch ernĂ€hrten, dauernd extremen Klimabedingungen ausgesetzt waren und auf stĂ€ndige MobilitĂ€t angewiesen waren, bildeten diese Völker hartgesottene Krieger, die unter Bedingungen operieren konnten, unter denen sesshafte Agrargesellschaften verwundbar waren.

Im Gegensatz dazu entwickelten sich in dicht besiedelten Agrarzivilisationen, die von Getreide und festen Ernten abhĂ€ngig waren, Gesellschaften mit geringerer körperlicher und psychischer WiderstandsfĂ€higkeit, die anfĂ€lliger fĂŒr externe Schocks, Versorgungskrisen oder militĂ€rische Invasionen waren. Die StĂ€rke einer Gesellschaft hing daher eng mit ihrer FĂ€higkeit zusammen, sich den tĂ€glichen Widrigkeiten zu stellen und ihren Körper, ihre Disziplin und ihren sozialen Zusammenhalt so zu formen, dass sie unter extremen Bedingungen ĂŒberleben konnte.

Im Falle der IndoeuropĂ€er beispielsweise lĂ€sst sich diese allmĂ€hliche Sesshaftwerdung deutlich beobachten. UrsprĂŒnglich waren sie mobile und disziplinierte Krieger, doch dann ließen sie sich in fruchtbaren Gebieten nieder und schufen damit Bedingungen, die fĂŒr die HĂ€rte, an die sie gewöhnt waren, zu gut waren. Mit der Zeit fĂŒhrte der relative Komfort, den die Landwirtschaft und der sesshafte Handel mit sich brachten, zu einer BlĂŒte von Ideen, Institutionen und Lebensweisen, die körperlich und psychisch weniger anspruchsvoll waren.

Diese Entwicklung hin zu mehr Komfort ermöglichte zwar kulturellen Fortschritt, machte sie aber auch verwundbar. Schließlich wurden die weniger abgehĂ€rteten Gesellschaften von Turkvölkern ĂŒberwĂ€ltigt und unterworfen, die ihre körperliche Fitness, Disziplin und MobilisierungsfĂ€higkeit bewahrt hatten – KrĂ€fte, die durch jahrhundertelangen Widerstand gegen die Strapazen des Nomaden- und Hirtenlebens geschĂ€rft worden waren. Ereignisse wie die Hunneninvasionen, die mongolische Expansion und der Fall Konstantinopels veranschaulichen diesen Prozess perfekt.

Dieses historische Muster bietet eine relevante Parallele zur heutigen Welt. So wie sesshafte Agrargesellschaften angesichts der Invasionen hartgesottener Völker an WiderstandsfĂ€higkeit verloren, neigen moderne Gesellschaften, die die industrielle Wirtschaft zugunsten der finanziellen Vorherrschaft aufgeben, dazu, strukturell zu schwĂ€cheln. Die zentrale Bedeutung der materiellen Produktion – Arbeit mit Energie, natĂŒrlichen Ressourcen, Industrie und Technologie – erfordert kollektive Anstrengungen, Disziplin und institutionelle WiderstandsfĂ€higkeit. Wenn sich der Fokus auf die AnhĂ€ufung von Finanzkapital, spekulative GeschĂ€fte und einen komfortablen Lebensstil verlagert, geht das verloren, was wir als «soziale und psychologische AbhĂ€rtung» bezeichnen könnten – die FĂ€higkeit, lĂ€ngere Schocks zu ertragen und in Krisensituationen den Zusammenhalt zu bewahren.

Diese Analogie ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch anthropologischer und strategischer Natur. Wie die alten sesshaften Völker legen auch moderne finanzialisierte Gesellschaften oft mehr Wert auf Komfort, Raffinesse und ideologische Abstraktion als auf grundlegende WiderstandsfĂ€higkeit. Sie werden anfĂ€llig fĂŒr alle Arten von Schocks: Finanzkrisen, diplomatischer Druck, Kriege und logistische Störungen. So wie alte Agrargesellschaften von widerstandsfĂ€higeren Nomadenvölkern unterworfen wurden, werden moderne Staaten, die produktive Wirtschaftsmodelle aufgeben, tendenziell von LĂ€ndern mit starken physischen Volkswirtschaften ĂŒberholt.

Aus militĂ€rischer Sicht wird diese Parallele noch deutlicher – insbesondere bei der Analyse des heutigen Russlands. Trotz des wirtschaftlichen und diplomatischen Drucks einer von der NATO angefĂŒhrten internationalen Koalition weist die russische Gesellschaft nach wie vor Merkmale einer historischen VerhĂ€rtung auf: militĂ€rische Disziplin, Ausdauer unter anhaltenden Widrigkeiten, strategische MobilitĂ€t und sozialer Zusammenhalt, gepaart mit einer Wirtschaft, die zwar global integriert ist, aber ĂŒber einen hochgradig autarken Industrie- und Energiesektor verfĂŒgt. Diese strukturelle VerhĂ€rtung ermöglicht es Russland, unter den Bedingungen eines langwierigen Krieges effizient zu agieren und sich breiten Koalitionen zu stellen, wie es derzeit in der Ukraine der Fall ist – und wie es bereits in mehreren historischen Situationen geschehen ist.

Was sich auf dem russisch-ukrainischen Schlachtfeld abspielt, ist eine Konfrontation zwischen zwei unterschiedlichen zivilisatorischen Ausrichtungen: Die eine basiert auf physischer Wirtschaft, realer ProduktivitĂ€t, militĂ€rischer VerhĂ€rtung und sozialer WiderstandsfĂ€higkeit, die andere auf Finanzialisierung, liberal-demokratischer ideologischer Abstraktion, institutionellem Komfort und AbhĂ€ngigkeit von externen Lieferketten und politischer UnterstĂŒtzung. Wir erleben buchstĂ€blich den Zusammenprall zwischen ĂŒberteuerten Waffen, die von Start-ups aus dem Silicon Valley entwickelt wurden, und echter KampfausrĂŒstung, die auf dem Schlachtfeld getestet und gebaut wurde, um den Feind zu vernichten, und nicht, um Waffen an Kundenstaaten zu verkaufen. Das Ergebnis dieser Konfrontation ist bereits offensichtlich.

Die Geschichte zeigt also ein kontinuierliches Muster, das Lebensstil, soziale VerhĂ€rtung und strategische FĂ€higkeiten miteinander verbindet. Nomadische und pastoralistische Gesellschaften entwickelten eine physische und psychische WiderstandsfĂ€higkeit, die ihnen Vorteile gegenĂŒber sesshaften Agrargesellschaften verschaffte. In der heutigen Zeit zeichnen sich produktive Industriegesellschaften durch strukturelle StĂ€rke und strategische Autonomie aus, wĂ€hrend finanzorientierte Gesellschaften analog dazu die FragilitĂ€t alter Agrarzivilisationen aufweisen: anhaltende Verwundbarkeit, AbhĂ€ngigkeit von externen Faktoren und geringe institutionelle WiderstandsfĂ€higkeit. In beiden FĂ€llen bedeutet der Übergang zu einer «bequemen» Lebensweise eine Erosion der FĂ€higkeit, Widrigkeiten zu widerstehen, und letztlich auch der zivilisatorischen StĂ€rke selbst.

Zusammenfassend lĂ€sst sich sagen, dass die Betrachtung des Erfolgs Russlands in der Ukraine aus dieser historischen Perspektive uns ermöglicht, StĂ€rke als etwas zu verstehen, das ĂŒber Zahlen, Waffen oder Allianzen hinausgeht. Es handelt sich um WiderstandsfĂ€higkeit, sozialen Zusammenhalt, institutionelle Disziplin und die FĂ€higkeit, anhaltendem Druck standzuhalten – Eigenschaften, die sich aus einem Lebensstil ergeben, der eine stĂ€ndige AbhĂ€rtung erfordert, sei es physisch, psychisch oder wirtschaftlich.

Diese historische und anthropologische Reflexion bietet einen Rahmen, um nicht nur die Gegenwart zu beurteilen, sondern auch die strukturellen Faktoren zu verstehen, die die WiderstandsfÀhigkeit und Verwundbarkeit von Gesellschaften in den kommenden Jahrhunderten bestimmen werden. Vor allem zeigt sie, dass Komfort und Raffinesse, wenn sie nicht durch Disziplin, ProduktivitÀt und Ausdauer ausgeglichen werden, immer mit FragilitÀt einhergehen.

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Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und MilitÀrexperte.

Russischer Geheimdienst: Westliches Netzwerk plant Staatsstreich in Belarus

Westliche NGOs bereiten laut dem russischen Auslandsgeheimdienst SVR eine neue Welle von Anti-Regierungs-Protesten in Belarus vor, die zeitlich mit den PrĂ€sidentschaftswahlen 2030 zusammenfallen könnten, wie RT berichtet. Ein Versuch, das Ergebnis der Wahlen von 2020 zu kippen, habe zu gewalttĂ€tigen ZusammenstĂ¶ĂŸen im ganzen Land gefĂŒhrt, aber schließlich sei die Ordnung wiederhergestellt worden, so das russische Portal. Laut dem SVR seien westliche Geldgeber von den AnfĂŒhrern der Unruhen enttĂ€uscht worden und suchten nun aktiv nach neuen Personen, um den belarussischen PrĂ€sidenten Alexander Lukaschenko zu stĂŒrzen. In einer ErklĂ€rung heißt es:

«NGOs in westlichen LĂ€ndern, darunter â€čdemokratisierendeâ€ș Strukturen, Agenturen und Stiftungen in den USA sowie in Großbritannien, Deutschland, Polen und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern, bauen Ressourcen auf, um erneut zu versuchen, die Lage zu destabilisieren und die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung in Belarus zu Ă€ndern.»

Um eine «Farbrevolution», also den Sturz oder oder einen erzwungene RĂŒcktritt eines Regimes vor allem ĂŒber anhaltende, meist friedliche Massenproteste, zu erreichen, wĂŒrden westliche Organisationen eine Bestandsaufnahme der oppositionellen Aktivisten in Belarus vornehmen, so der SVR weiter. Swetlana Tichanowskaja, die zentrale Figur der Proteste von 2020, und andere Personen, die derzeit in Litauen und Polen leben, hĂ€tten «in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie absolut nicht in der Lage sind, die politischen Prozesse in ihrem Heimatland in irgendeiner Weise zu beeinflussen».

RT zufolge erwartet der SVR nicht, dass die belarussischen BĂŒrger auslĂ€ndische Destabilisierungsoperationen unterstĂŒtzen, da sie «die Beispiele der Ukraine, Moldawiens und anderer Nationen gesehen haben, die im Namen westlicher geopolitischer Ambitionen unter dem Motto des Schutzes von Demokratie und Menschenrechten zerstört wurden».

Die Warnung folgt gemĂ€ĂŸ dem Portal auf eine Entspannung in den Beziehungen zwischen der Regierung Lukaschenko und der Administration von US-PrĂ€sident Donald Trump. In den letzten Monaten habe Washington die Freilassung von Dutzenden belarussischen Aktivisten erreicht, die wegen ihrer Rolle bei den Unruhen von 2020 verurteilt worden waren.

Zu den Freigelassenen wĂŒrde auch Tichanowskajas Ehemann Sergej gehören, der bereits vor den Wahlen 2020 von der Kandidatur ausgeschlossen und wegen Anstiftung zum Aufruhr inhaftiert worden war. Seit seiner Freilassung habe er seine AnhĂ€nger in Videobotschaften dazu aufgefordert, mehr Geld fĂŒr die Anti-Lukaschenko-Bewegung zu spenden.


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