NachrichtenBearbeiten
https://odysee.com/@ovalmedia:d/mwgfd-impf-symposium:9
https://totalityofevidence.com/dr-david-martin/
| | Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der CoronaâP(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen âVerbrechen gegen die Menschlichkeitâ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! â UPDATE |
Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)
Transition NewsBearbeitenFeed Titel: Homepage - Transition News US-Bundesstaat Idaho verbietet Zwang zur digitalen IdentitÀt
Der US-Bundesstaat Idaho schwimmt derzeit gegen den Trend. Gouverneur Brad Little unterzeichnete Anfang April ein Gesetz, das sich gegen die (âŠ)
FĂŒhrt der Iran einen gerechten Krieg?
FĂŒhrt der Iran einen gerechten Krieg? Die westliche Kritik an Irans KriegsfĂŒhrung ist scheinheilig. Der Iran wendet nur die Methoden, die die USA und Israel wĂ€hrend Jahrzehnten gegen den Iran eingeâŠ
Ungarns Wahl: Festung OrbĂĄn gegen Modell Magyar
![]() Vor dem Wahlsonntag am 12. April 2026 steht das seit 2010 regierende BĂŒndnis aus Fidesz und KDNP unter MinisterprĂ€sident Viktor OrbĂĄn vor einer (âŠ) RFK Jr. startet eigenen Podcast
Der US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. wird einen Podcast mit dem Titel «The Secretary Kennedy Podcast» starten. Wie Kennedy in einem (âŠ)
Befunde aus Norwegen, Tschechien und Australien zu SchÀden durch COVID-«Impfstoffe»
KĂŒrzlich wurde eine von Experten begutachtete Studie an norwegischen Jugendlichen (Larsen et al.) veröffentlicht, die aufgezeigt hat, dass (âŠ)
| Peter MayerBearbeitenFeed Titel: tkp.at â Der Blog fĂŒr Science & Politik KernstĂŒcke der neuen WHO VertrĂ€ge bringen Verlust der nationalen SouverĂ€nitĂ€t der Mitgliedsstaaten
![]() Bekanntlich sollen bis Ende Mai Ănderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) beschlossen werden, die der WHO eine massive Ausweitung ihrer völkerrechtlich verbindlichen Vollmachten bringen sollen. [âŠ] Hardware-Schwachstelle in Apples M-Chips ermöglicht VerschlĂŒsselung zu knacken
![]() Apple-Computer unterscheiden sich seit langem von Windows-PCs dadurch, dass sie schwieriger zu hacken sind. Das ist ein Grund, warum einige sicherheitsbewusste Computer- und Smartphone-Nutzer [âŠ] 25 Jahre weniger Lebenserwartung fĂŒr "vollstĂ€ndig" Geimpfte
![]() Eine beunruhigende Studie hat ergeben, dass Menschen, die mit mRNA-Injektionen âvollstĂ€ndigâ gegen Covid geimpft wurden, mit einem Verlust von bis zu 25 Jahren ihrer [âŠ] OstermĂ€rsche und Warnungen vor dem Frieden
![]() Ostern ist auch die Zeit der pazifistischen und antimilitaristischen OstermĂ€rsche. Grund genug, um davor zu warnen. Tod nach Covid-Spritze: Ărzte im Visier der Justiz
![]() In Italien stehen fĂŒnf Ărzte nach dem Tod einer jungen Frau aufgrund der âImpfungâ vor einer Anklage. |
NZZBearbeiten
Feed Titel: Wissenschaft - News und HintergrĂŒnde zu Wissen & Forschung | NZZ
In einem Massengrab aus der Vorgeschichte liegen nur Frauen und Kinder. Es deutet auf gezielten Femizid hin
Millionen von Bakterien bewohnen unsere Mundhöhle â sollte man sie mit Mundwasser dezimieren?
Architektur fĂŒr die Seele: Wie mĂŒssen GebĂ€ude aussehen, damit wir uns bei ihrem Anblick wohlfĂŒhlen?
Licht statt Funkwellen: Laserlicht soll den Datenstau im Weltraum beheben
Sonnenstrom vom Balkon: Deutschland boomt, und die Schweiz hinkt hinterher
VerfassungsblogBearbeiten
Feed Titel: Verfassungsblog
Nach dem Kollaps
Vor zehn Jahren begann Ungarns illiberale Regierung ihre Kampagne gegen die Central European University (CEU). âAndrea, was wird jetzt aus dir?â, wurde ich damals auf einer Konferenz in Budapest gefragt. Der Kollege meinte nicht mich, sondern die CEU. Er war ein gut bezahlter, ĂŒberzeugter Fidesz-Apparatschik. SpĂ€ter, als sich Fidesz noch weiter nach rechts bewegte, wurde er zu einem sogenannten âFidesz-Waisenâ. Heute, im Jahr 2026, ist er Berater der Respect and Freedom Party (TISZA); ein typisches Beispiel fĂŒr pragmatischen Karrierismus.
âWir verlassen Budapest. Wir werden gut in Wien leben, der lebenswertesten Stadt der Welt. Und wenn hier alles zusammenbricht, kommen wir zurĂŒck und bauen wieder auf, was sich wieder aufbauen lĂ€sstâ, antwortete ich. Schon damals war mir klar, dass das âSystem der Nationalen Zusammenarbeitâ, wie der von Fidesz aufgebaute illiberale Staat genannt wird, irgendwann zusammenbrechen wĂŒrde. Kein Land lĂ€sst sich auf Dauer ohne fachliche Expertise regieren.
Nun ist es so weit: Die ungarischen Wahlen stehen unmittelbar bevor. PĂ©ter Magyar, der OppositionsfĂŒhrer, liegt in den Umfragen deutlich vorn. Meine Prognose aus dem Jahr 2017 beginnt sich zu bewahrheiten.
Was den Kollaps betrifft, hatte ich recht: Andere öffentliche Institutionen sind tatsĂ€chlich zusammengebrochen, auch jene der Hochschulbildung und Forschung. Doch eine entscheidende Frage bleibt offen: Wie soll dieses System wieder aufgebaut werden? Mit Blick auf Magyars Programm sind Zweifel durchaus angebracht. Sein erklĂ€rtes Ziel ist bislang, die Autonomie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der UniversitĂ€ten schlicht wiederherzustellen. Mit anderen Worten: Er möchte den Status quo der Zeit vor der Fidesz-Ăra reaktivieren. Doch ist das ĂŒberhaupt möglich? Und vor allem: Ist es notwendig, zu dem zurĂŒckzukehren, was in den letzten 16 Jahren zerstört wurde?
Sollte TISZA tatsĂ€chlich eine verfassungsĂ€ndernde Zweidrittelmehrheit erreichen, stĂŒnden die ungarische Wissenschaft und der Hochschulsektor vor der historischen Chance, ein neues System fĂŒr das 21. Jahrhundert zu bauen, anstatt das alte nur zu restaurieren. Dieses Umdenken ist wichtig. Es ergibt wenig Sinn, zu Strukturen zurĂŒckzukehren, die sich als so anfĂ€llig fĂŒr illiberale Angriffe erwiesen haben â das gilt besonders fĂŒr die Personen, die diese Institutionen leiteten. Illiberale Politiker und ihre WĂ€hlerschaften werden nach der Wahl nicht einfach verschwinden. Gleiches gilt fĂŒr die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen. Ebenso wenig wird der illiberale Drang verschwinden, Hochschulbildung, Ressourcen und Wissensproduktion sowie deren Genehmigung und Verbreitung zu kontrollieren. Umso mehr kommt es darauf an, dass Wissenschaft und Hochschulen diesmal besser darauf vorbereitet sind.
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Was ist in den letzten 16 Jahren zusammengebrochen?
Ungarns Hochschulbildung hat in den letzten anderthalb Jahrzehnten eine tiefgreifende illiberale Transformation durchlaufen. Betroffen sind nicht nur UniversitÀten, sondern auch die Lebenswege der Studierenden, die Forschungsfreiheit, akademische Akkreditierungen und das gesellschaftliche Ansehen von Wissen.
Oft wurden die MaĂnahmen der Regierung als kĂŒhne Lösungen fĂŒr reale Strukturprobleme inszeniert und als âReformen zur Steigerung der WettbewerbsfĂ€higkeitâ verkauft. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild: die bewusste Verarmung der öffentlichen Hochschulbildung und der Aufbau eines parallelen, zentralisierten und politisch kontrollierten Systems.
Am sichtbarsten ist die ĂberfĂŒhrung zahlreicher UniversitĂ€ten in eine stiftungsbasierte Verwaltung. Ein erheblicher Teil der staatlich finanzierten, öffentlichen UniversitĂ€ten wurde der Kontrolle von Vermögensverwaltungsstiftungen unterstellt. Formal agieren sie als âprivateâ Akteure. TatsĂ€chlich sind ihre Kuratorien hĂ€ufig mit aktiven oder ehemaligen politischen Figuren besetzt, die ĂŒber lange ZeitrĂ€ume mandatiert sind. In der Theorie versprach dieses Modell mehr FlexibilitĂ€t. In der Praxis verwischte es jedoch die Grenze zwischen öffentlich und privat organisierten UniversitĂ€ten. Ăffentliche Gelder wurden nicht weniger kontrolliert, sondern schlicht in intransparentere Ebenen verlagert.
Eine unmittelbare Folge dieser Entwicklung war der Ausschluss Ungarns aus den Horizon-Programmen. Das darauf von der illiberalen Regierung aufgelegte sogenannte âHU-rizontâ-Programm scheiterte klĂ€glich an mangelnder wissenschaftlicher Autonomie, da das Ministerium die Entscheidungen der Fachjurys ĂŒberging.
Parallel dazu entstand ein alternatives Modell der Internationalisierung, in dem Ungarn eine SchlĂŒsselposition einnahm. Die GrĂŒndung des Mathias Corvinus Collegiums lĂ€utete eine neue Ăra ein. Die Institution erhielt Zugang zu auĂergewöhnlich umfangreichen staatlichen Mitteln, privaten Stiftungsgeldern sowie zu âDark Moneyâ aus dem In- und Ausland. Ihre Bildungs- und ForschungsaktivitĂ€ten haben ein Parallelsystem geschaffen, das nicht in traditionelle Hochschulstrukturen passt, aber dennoch erheblichen Einfluss auf sie ausĂŒbt.
Das Vertrauen in die Hochschulbildung ist erodiert. In den letzten 16 Jahren hingen zentrale Entscheidungen ĂŒber FĂŒhrung, Strategie und Budgets zunehmend von externer politischer Zustimmung oder dem Segen der StiftungsrĂ€te ab. Selbstzensur hat sich zu einer vorherrschenden Ăberlebensstrategie innerhalb der Institutionen entwickelt.
Das heiĂt nicht, dass es gar keine Autonomie mehr gibt. Sie ist aber an Bedingungen geknĂŒpft: Sie wird nur toleriert, solange sie nicht mit politischen oder ideologischen PrioritĂ€ten kollidiert. Eine wettbewerbsorientierte, fachlich begutachtete Forschungsförderung wurde weitgehend durch zentralisierte Entscheidungen, gezielte Subventionen und designierte ânationale Schwerpunktinstitutionenâ ersetzt. Das schwĂ€cht wissenschaftlichen Wettbewerb, Vertrauen und vor allem akademische Exzellenz. HĂ€ufig entscheiden nicht wissenschaftliche Leistungen, sondern Beziehungen ĂŒber Fördermittel, was zum Niedergang der ungarischen Wissenschaft beigetragen hat.
Zugleich sieht sich das ungarische Hochschulsystem mit einer sich selbst verstĂ€rkenden Abwanderungsspirale konfrontiert: Talentierte Studierende gehen frĂŒhzeitig ins Ausland, wĂ€hrend junge Forscher zu Hause keine planbare akademische Zukunft mehr sehen. Der demografische RĂŒckgang verschĂ€rft diese Dynamik. Sinkende Gruppen im Studierendenalter treffen auf ein ĂŒberdimensioniertes Hochschulsystem, das seine Zulassungsstandards senkt, um Einschreibungen zu sichern. Der gesellschaftliche Wert eines Hochschulabschlusses fĂŒr die soziale MobilitĂ€t ist gesunken. Das liegt einerseits daran, dass er nicht mehr verlĂ€sslich zu einer sicheren Karriere fĂŒhrt, und andererseits daran, dass geistige Arbeit durch den bewussten Anti-Intellektualismus der illiberalen Politik an öffentlichem Ansehen verloren hat.
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The Summer School on European Union Law in Corfu Island (Greece) will take place on 27-31 July 2026, with the topic The EU as a global actor: legal foundations and challenges. Applications are open until all places are filled.
The professors are judges at the Court of Justice of the European Union, senior officials at EU institutions, and professors at several European universities. The 50 Summer Schoolâs participants are law students and young lawyers from more than 20 countries.
The participation fee covers 6 nightsâ accommodation, meals and a full program of social activities. More information can be found here.
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Systemwechsel statt bloĂem Wiederaufbau
Jetzt muss es um mehr gehen als nur die immer selben Akteure und Ideen in einem neu etikettierten System zu recyceln. Vielmehr braucht es neue Menschen, die wirklich neue Denk- und Handlungsweisen einbringen. Es genĂŒgt nicht, die Vergangenheit mechanisch wiederherzustellen. Es geht jetzt darum, ein offenes, pluralistisches und wettbewerbsorientiertes Wissenschaftssystem zu schaffen, in dem Mut an die Stelle von Selbstzensur tritt.
Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn die Ausgangsbedingungen dafĂŒr sind denkbar schlecht, auch im Vergleich zu den NachbarlĂ€ndern. Doch die Lage ist nicht völlig aussichtslos. Es gibt historische Vorbilder fĂŒr einen Wiederaufbau. Zudem existiert inzwischen ein beachtlicher Pool gut ausgebildeter Wissenschaftler:innen mit internationaler Erfahrung im Exil. Wenn sich diese wahrhaft historische Chance fĂŒr die ungarische Hochschulbildung eröffnen sollte, könnten enorme Ressourcen mobilisiert werden. In den vergangenen sechzehn Jahren ist so viel Geld in das System geflossen wie nie zuvor. So wurden zum Beispiel mindestens sechs historische Forschungsinstitute mit identischem Profil zur Geschichte des 20. Jahrhunderts gegrĂŒndet. Diese Mittel könnten nun fĂŒr neue Ziele genutzt werden, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden.
Ob die CEU und das ungarische Hochschulsystem bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen â sollte sich nach dem 12. April 2026 diese historische Chance bieten â, bleibt eine offene Frage. An ihr wird sich erweisen, ob sich auch der zweite Teil meiner Prognose bewahrheitet.
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Editorâs Pick
von MAXIMILIAN STEINBEIS

Neulich habe ich auf der Suche nach Gelegenheiten, arabische Filme mit Untertiteln zu sehen, die entlegeneren Winkel von Netflix durchstöbert und bin dabei auf eine Serie gestoĂen, die zum Bizarrsten und Lustigsten gehört, das ich in letzter Zeit gesehen habe (zumal auf dieser doch ziemlich trostlosen Plattform): Masameer stammt aus Saudi-Arabien, lief ursprĂŒnglich auf YouTube und war dort ungeheuer populĂ€r. Es ist nicht schwer zu sehen, warum: Da wird unter der bleiernen Decke des Autoritarismus eine Gesellschaft sichtbar, eine ungerechte, undisziplinierte, uneingeschĂŒchterte Gesellschaft, die sich reflektieren und ĂŒber sich selbst genauso lustig machen wie aufregen kann â ĂŒber die vernagelte Ignoranz ihrer MilliardĂ€rssöhnchen, ĂŒber die unerschĂŒtterliche UnfĂ€higkeit ihrer BĂŒrokraten, ĂŒber den brutalen Zynismus ihrer Kriminellen, ĂŒber den verzweifelten Lebensmut der Habenichtse an ihren RĂ€ndern. Sie ist schon ein paar Jahre alt, diese Serie, das Produkt eines glĂŒcklicheren Jahrzehnts. Ihr Produzent Abdulaziz al-Muzaini wurde 2024 offenbar zu 13 Jahren GefĂ€ngnis verurteilt.
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Die Woche auf dem Verfassungsblog
zusammengefasst von EVA MARIA BREDLER
Ăber Ostern hat unser Newsletter eine Woche lang Pause gemacht. Ob Sie in dieser Zeit den Mond umrundet oder einfach nur in der Sonne gelegen und versucht haben, einen möglichen dritten Weltkrieg zu ignorieren â es ist einiges passiert. Los gehtâs.
Am Sonntag wĂ€hlt Ungarn ein neues Parlament. Momentan stehen alle Zeichen gegen OrbĂĄn: Fideszâ wichtigste Herausforderin, die Mitte-rechts-Partei Tisza, könnte â nach 16 Jahren OrbĂĄn â sogar eine Zweidrittelmehrheit erreichen. Damit könnte die kommende Regierung das Land zwar demokratisch aufpeppeln, unterliege dabei aber kaum institutioneller Kontrolle, meint  ZOLTĂN ĂDĂM (EN) â und warnt davor, Populismus mit Populismus zu bekĂ€mpfen.
Institutionelle Kontrolle fĂŒr Ungarn kommt hĂ€ufig auch aus Luxemburg. Nun hat der EuGH entschieden, dass die NichtverlĂ€ngerung der Sendelizenz des regierungskritischen Radiosenders KlubrĂĄdiĂł mit Medienfreiheit und Pluralismus unvereinbar ist. MELINDA RUCZ (EN) zeigt, wie der EuGH mit dem Urteil leise seine Rechtsprechung zur Medienfreiheit verschiebt.
AuĂerdem hat der EuGH in einer historischen Entscheidung erstmals einen neuen âgesetzgeberischen Rahmenâ gefordert, um das Problem unrechtmĂ€Ăig ernannter Richter*innen im polnischen Justizsystem zu lösen. Dazu brauchte es mehr als 50 (!) Vorlagen. Bis Polen ein solches Gesetz verabschiedet, dĂŒrfen diese Richter an ordentlichen Gerichten nur im Einzelfall abgelehnt werden. LAURENT PECH (EN) erklĂ€rt diese schwierige Kompromisslösung.
Ebenfalls historisch: Die UN-Generalversammlung hat den Handel mit versklavten Afrikaner*innen und deren Versklavung zum schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklĂ€rt. FĂŒr LUIS ESLAVA (EN) ist diese ErklĂ€rung nicht nur symbolisch: Sie stellt die bisherigen völkerrechtlichen Vorstellungen von Zeit, Verantwortung und Wiedergutmachung infrage. Danach sei Sklaverei nicht vergangen, sondern prĂ€ge unsere Gegenwart.
Um solche KontinuitĂ€ten zu erkennen, muss man nicht lange suchen. Da wĂ€re etwa Trumps Executive Order 14160, die Kindern die US-StaatsbĂŒrgerschaft verwehren soll, wenn deren MĂŒtter keine StaatsbĂŒrgerinnen sind und sich entweder ohne Aufenthaltstitel oder nur vorĂŒbergehend legal im Land aufhalten, und wenn auch der Vater keine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung besitzt. Nach der mĂŒndlichen Verhandlung am Mittwoch sieht es zwar so aus, als wĂŒrde der Supreme Court Trump diesmal nicht decken. Doch ANJA BOSSOW (EN) erklĂ€rt, warum das ein Pyrrhussieg wĂ€re.
KontinuitĂ€ten von den schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit finden sich auch in der US-AuĂenpolitik. Seit Ende Januar blockieren die USA faktisch Ălimporte Kubas, indem sie Sanktionen und Zölle erheben â mit katastrophalen humanitĂ€ren Konsequenzen: Nicht nur KrankenhĂ€user, sondern auch die Wasser- und Lebensmittelversorgung und Transport hĂ€ngen vom Ăl ab, Schulen und Behörden schlieĂen. JOSE ATILES (EN) zeichnet die Geschichte der US-Interventionen in Kuba nach und konzipiert die US-amerikanischen Sanktionen und Zölle als Instrumente wirtschaftlicher KriegsfĂŒhrung â und als völkerrechtswidrige Formen staatlicher Gewalt.
Doch das Völkerrecht interessiert Trump bekanntlich herzlich wenig. Erst am Dienstag drohte er dem Iran vor Ablauf seines Ultimatums: âa whole civilisation will dieâ. Umso mehr sollten wir uns fĂŒr das Völkerrecht interessieren, statt es als lĂ€stiges Hindernis fĂŒr âgerechte Kriegeâ preiszugeben, so CHRISTOPHER JANZ (EN).
Diese Preisgabe funktioniert, in den Worten von Hemingways The Sun Also Rises âgradually, and then suddenly.â DORUK ERHAN (EN) erzĂ€hlt anhand dieses Zitats vom schleichenden Zerfall des tĂŒrkischen Rechtsstaats, ein Jahr nach der Inhaftierung des gewĂ€hlten Istanbuler BĂŒrgermeisters Ekrem İmamoÄlu und dem Beginn seines Prozesses â und von der ĂŒberraschenden Wirkungslosigkeit dieser âautocratic lawfareâ.
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Der Postmigrantische Jurist*innenbund veranstaltet vom 25.â27.09.2026 seine erste Postmigrantische Jurist*innenkonferenz (PoMiKo) in Berlin und lĂ€dt migrantisierte, jĂŒdische und von Rassismus betroffene Personen dazu ein, VorschlĂ€ge fĂŒr Workshops, ImpulsvortrĂ€ge oder andere innovative Formatideen einzureichen. BeitrĂ€ge können aus dem Ăffentlichen Recht, Zivilrecht, Strafrecht und Nachbardisziplinen stammen.
Bitte reichen Sie dafĂŒr bis zum 03.05.2026 ein Abstract mit max. 500 Wörtern und einen kurzen Lebenslauf per Mail an events@pmjb.de ein. Mehr Informationen finden Sie hier.
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Auch die indische Demokratie â die gröĂte der Welt â zehrt sich derzeit von innen auf. Unter der Regierung der Bharatiya Janata Party von Narendra Modi besteht die Demokratie zwar formal fort: Wahlen finden statt, Gerichte arbeiten, und Zeitungen erscheinen. Doch dass sich hinter den Fassaden anderes abspielt und wie sich die komplexen Prozesse demokratischer Erosion verstehen lassen, zeigt ANMOL JAIN (EN).
Indien machte zuletzt auch wegen einer Gerichtsentscheidung Schlagzeilen: Der Oberste Gerichtshof erlaubte im Fall Harish Rana den Abbruch lebenserhaltender MaĂnahmen, um das Recht auf wĂŒrdevolles Sterben zu schĂŒtzen. Doch RAGHAV SENGUPTA (EN) warnt: Ohne ausreichende Schutzmechanismen besteht die Gefahr, dass die Patient*innenautonomie untergraben wird und ableistische Annahmen in die Entscheidung einflieĂen.
Zu körperlicher Selbstbestimmung und ethischen Grenzfragen hat sich auch das Internationale Olympische Komitee nun positioniert. Wegen seiner neuen IOC-Richtlinie zum Schutz der Frauenkategorie im olympischen Sport mĂŒssen sich kĂŒnftig alle Frauen und MĂ€dchen genetisch testen lassen. MICHELE KRECH und ANTOINE DUVAL (EN) zeigen, warum die Policy wissenschaftlich, prozedural und rechtlich zweifelhaft ist.
Ethisch wie rechtlich umstritten war auch die Wehrpflichtreform. Nun werden MĂ€nner ab 18 verpflichtend gemustert. FĂŒr MARIUS BURMANN (DE) ist die neue Wehrpflicht mit ihrer inhĂ€renten Unsicherheit geradezu paradigmatisch fĂŒr Walter Benjamins Konzept der rechtserhaltenden und drohenden Gewalt.
Gewalt droht auslĂ€ndischen Regimekritiker*innen, die in Deutschland Schutz suchen, auch hier: von digitaler Spionage ĂŒber Drohungen gegen die Familie im Heimatland bis hin zu körperlicher Gewalt und Mord. Der neue § 87a StGB soll diese sogenannte âtransnationale Repressionâ nun bekĂ€mpfen. Doch der Tatbestand greift zu kurz, verfehlt die tatsĂ€chlichen Strukturen und bleibt vor allem symbolisches Strafrecht, so das Fazit von FABIAN KRAUSE (DE).
Mehr Schutz, mehr Sicherheit â das verspricht nicht nur das Strafrecht, sondern auch das Sicherheitsrecht. Nun soll die geplante EinfĂŒhrung biometrischer Internetfahndung der Polizei neue Befugnisse verschaffen. JOHANNA HAHN (DE) erklĂ€rt: Der Entwurf lĂ€sst zentrale Fragen offen. Datenbasis, Funktionsweise und Kontrolle bleiben unklar â mit erheblichen Grundrechtsrisiken.
Noch mehr Macht fĂŒr die Exekutive: Die Bundesregierung kann kĂŒnftig per Rechtsverordnung sichere Herkunftsstaatenfestlegen. Die GrĂŒnen-Fraktion will dies nun vom BVerfG ĂŒberprĂŒfen lassen. Die Erfolgsaussichten seien gut, so HODA BOURENANE (DE); die Reform ignoriere das Verfahren des Art. 16a GG.
Neben zunehmender exekutiver Macht wird auch exekutiver Ungehorsam in Deutschland zunehmend zum Problem. Nun will die Bundesjustizministerin ihn eindÀmmen und die AutoritÀt der Gerichte stÀrken. Wo ihr Vorschlag zu kurz greift, zeigt PHILIPP KOEPSELL (DE).
Um judiziellen Ungehorsam dagegen zu verhindern, beschloss der SĂ€chsische Landtag vor Kurzem, dass auch straflose Verfassungsfeinde vom Referendariat ausgeschlossen werden können. JONATHAN SCHRAMM und FELIX THRUN (DE) halten die Reform fĂŒr richtig; noch besser wĂ€re aber eine bundeseinheitliche Regelung.
Gegen die Verfassung verstöĂt auch das âRegierungsprogrammâ der AfD in Sachsen-Anhalt: Die meisten ihrer migrationspolitischen Forderungen seien rechtlich unzulĂ€ssig, so MARK CUNO und LUKAS BORNSCHEIN (DE).
UnzulĂ€ssige Rechtssetzung kommt auch aus Georgien. Das neue âAuslandsagentengesetzâ stellt politische ĂuĂerungen unter Strafe, wenn sie mit auslĂ€ndischer finanzieller UnterstĂŒtzung verbunden sind â und weitet die Haftung sogar auf Einzelpersonen aus. FĂŒr MARIAM BEGADZE und ANA PAPUASHVILI (EN) macht das Gesetz ein tiefer liegendes Problem sichtbar, das ĂŒber die offensichtlichen Eingriffe in Meinungs- und Vereinigungsfreiheit hinausgeht: Es fehle an einer strafrechtlichen Theorie zulĂ€ssiger Kriminalisierung, auch innerhalb der EMRK.
In Kroatien setzte sich die Regierung ĂŒber die Stadt Zagreb hinweg, um die Heimkehr der Handballnationalmannschaft gemeinsam mit einem umstrittenen nationalistischen SĂ€nger zu feiern. MATIJA MILOĆ Â (EN) warnt, dass dieser Schritt die kommunale Selbstverwaltung untergrĂ€bt und faschistische Symbole im öffentlichen Raum normalisieren könnte.
Um kirchliche Selbstverwaltung ging es dagegen vor dem EuGH. Dieser entschied, dass ein katholischer Verband einer Mitarbeiterin nicht kĂŒndigen darf, weil sie aus der Kirche ausgetreten ist, wĂ€hrend zugleich Nicht-Katholik*innen in derselben Position beschĂ€ftigt werden. SARAH GEIGER und JOHANNA KRAMER (EN) sehen darin einen weiteren Schritt hin zu einer stĂ€rkeren AnnĂ€herung von europĂ€ischer und nationaler Rechtsprechung.
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â  Humboldt Rede zu Europa â
Wir freuen uns, Jakov MilatoviÄ, PrĂ€sident von Montenegro, als Redner der nĂ€chsten Humboldt-Rede zum Thema âThe European Union â Towards a New Era of Completion, Enlargement and Deepeningâ ankĂŒndigen zu dĂŒrfen. Die Veranstaltung beleuchtet die aktuelle EU-Agenda in einem entscheidenden Moment fĂŒr die europĂ€ische Integration.
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15. April 2026, 17 Uhr | Humboldt-UniversitÀt zu Berlin
Registrierung ĂŒber Eventbrite
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WĂ€hrenddessen diskutiert Deutschland ĂŒber die gesetzliche Krankenversicherung. Die FinanzKommission Gesundheit hat nun empfohlen, âdie beitragsfreie Krankenversicherung fĂŒr Ehegatten und ihnen gleichgestellte Lebenspartner ohne Kinder unter sechs Jahren abzuschaffen.â SOPHIA STELZHAMMER (DE) hĂ€lt nicht die Abschaffung an sich fĂŒr erklĂ€rungsbedĂŒrftig, sondern ihre Bindung an die Ehe. Stattdessen sollte sich die beitragsfreie Familienversicherung konsequent an der Ăbernahme von Sorgeverantwortung orientieren, um alle Familien gerecht zu entlasten und eine strukturelle AbhĂ€ngigkeit von Frauen zu vermeiden.
Apropos strukturelle AbhÀngigkeit: Am 31. MÀrz 2026 veranstaltete die UniversitÀt Zypern eine Konferenz zu den britischen MilitÀrbasen auf Zypern. Alle Redner waren MÀnner. NATALIE ALKIVIADOU (EN) fragt sich: Gibt es an der UniversitÀt Zypern wirklich keine Wissenschaftlerin, die zu diesem Thema sprechen könnte?
Hoffnung macht Spanien: Dort gehört der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen nun zur StaatsrĂ€son. Von spezialisierten Gerichten bis zur synchronisierten GPS-Ăberwachung von TĂ€tern und Opfern zeigt das âspanische Modellâ, wie ein konsequenter Opferschutz die Femizidrate im Vergleich zu Deutschland halbieren kann. MANUELA NIEHAUS (DE) beschreibt, was sich hierzulande Ă€ndern muss, damit Schutz kein Zufallsprodukt mehr ist.
Und auch aus den USA gibt es gute Nachrichten: Erstmals haben zwei US-Gerichte Meta und Google (YouTube) fĂŒr SchĂ€den haftbar gemacht, die Nutzer*innen durch das Design ihrer Plattformen erlitten haben. NORA HERTZ (EN) erklĂ€rt, warum das eine neue Ăra der Menschenrechtsklagen in Europa markieren könnte.
Auch Andrea PetĆs Editorial macht Hoffnung. Wahlen sind natĂŒrlich besondere Momente. Doch die âgenuinely new ways of thinking and actingâ, wie Peto sie fĂŒr Ungarn fordert, entstehen jeden Tag â ob im Mondorbit oder auf unserem Heimatplaneten, unter der Sonne.
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Das warâs fĂŒr diese Woche.
Ihnen alles Gute!
Ihr
Verfassungsblog-Team
Â
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