II. Der Kreislauf der Wirtschaft; Einkommensbildung und GĂĽterverteilung.
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[01] D e r K r e i s l a u f d e r W i r t s c h a f t . So lose auch bei nachlässigerer Betrachtung eine
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Atomisierung des wirtschaftlichen Kreislaufs mit der Wertein- So wie es historisch gesehen Aufgabe irgendeines Tausch-
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gutes war, den zufälligen Austausch von Waren zwischen Einzelper- | ![]() |
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kehr innerhalb einer Wirtschaftgemeinschaft zu verwirklichen, | ![]() |
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noch von einer Tauschwirtschaft zu sprechen, wobei aber bei letz- | ![]() |
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lendetem Austausch seine überschüssigen Produkte in andere Konsum- Wohl aber können wir dort, wo freie Menschen in wirtschaft-
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liche Beziehungen zueinander treten, diese, wenn sie von einem ge- Wir münden hier in die Frage des Wertes und Mehrwehrtes
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ein, ohne hier dem weiter nachforschen und ohne erreichen zu wollen, | ![]() |
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nicht mehr das Werk seiner Arbeit verfügungsbereit in Händen Vorher aber wollen wir noch die Auffassung Schumpeters
[10] wiedergeben, der etwa folgendermaassen ausführt: «Wirtschaft ist der Kreislauf von produktiven Aufwen-
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dungen und konsumtiven Verwendungen innerhalb einer Periode und | ![]() |
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Austausch von produktiven Leistungen sachlicher und persönlicher | ![]() |
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Anbietenden auf dem Produktionssmittelmarkt und bezüglich ihrer Soweit Schumpeter.
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wir auch immer wollen, das Zentralproblem werden wir in der Güter- Was wir heute verzehren wollen, muss wohl das Erzeugnis
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einer frĂĽheren Produktion gewesen sein, aber eben einer solchen | ![]() |
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die Wirtschaft stets von einem konstinuierlich fortlaufenden Gü- Wir stellen für unsere Untersuchung der modernen Wirt-
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schaft fest, dass wir in ihr mit dem Faktum von Geldpreisen zu | ![]() |
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gende Produktionsänderungen eintreten und besonders dann, wenn Die Kalkulation ist nichts weiter, als eine Addition vonÂ
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aufzuwendenden Produktionskosten, die eben die Einkommensanteile dar- | ![]() |
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gen Verkehrswirtschaft auch gar nicht möglich sein kann. Füglich Zum Realeinkommen, zum Konsumgütermarkt ist uns das Nomi-
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naleinkommen das «Sesam, öffne dich». Mittels dessen müssen wir Wir können sagen:
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gleich Normaleinkommen N und können diesem Satz sogar allgemeine In der Kalkulation bedienen wir uns der Werteinheit und
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addieren damit die darin ausgedrückten Arbeitsaufwände. Der daraus | ![]() |
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Die Paralellität in der Höhe der Werteinheit zwischen dem Nominal- Wir sehen, dass in ordnungsmässigem Gang der Wirtschaft
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die Bindungen so starke sind, dass von einem quantitätstheoreti- | ![]() |
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das andre Mal in nominelle Einkommen, gegeneinander gestellt aber Der Kreislauf der Wirtschaft würde bei uns in dem Pro-
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blem gipfeln, die Einkommen, die das Sozialprodukt aufheben sollen, | ![]() |
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aller, aber auch alle Berufsgruppen teilen. In den Güterkalkulati- In einem Schema wollen wir aufzeigen, wie wir uns die
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Abwicklung vorstellen und werden zu diesem Behufe vier Arten [31]
1.) Die an der Produktion und an der Zumarktebringung der Genuss- [32]
2.) Die an der Erschaffung des festen «volkswirtschaftlichen [33]
3.) Die freien Berufe, wie Aerzte, Schriftsteller, Künstler usw., die [34]
4.) Die Beamten im öffentlichen Dienst, die mittels Steuern jeg- | ![]() |
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muss, ist das stossweise Geschehen der Akte, die sich in Wirklich- | ![]() |
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Halbfabrikate gelten als Genussgüter, denn es ist leicht zu ersehen, Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse
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der erzeugten Güter, das Nominaleinkommen in der Summe ihrer Geld- | ![]() |
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äusserlich treten tatsächlich zuerst die Einkommen in Erscheinung Was aber nachzuholen wichtig ist, das ist der Begriff des
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Nominaleinkommens, den wir bisher als etwas Gegebenes hingestellt | ![]() |
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darstellen;– wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe Im Gelde, dem Repräsentanten unseres Nominaleinkommens
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haben wir einen Anspruch an die Allgemeinheit, während wir unsere | ![]() |
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Unternehmer geltend machen müssten. Die starre Berufsgliederung Dass das Geld uns als etwas anscheinend ewig Bleibendes
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in der Wirtschaft gegenübertritt, beruht auf einer Täuschung. | ![]() |
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der Konsumtion, gleich wie uns ein grosses Feuerwerk eine dauernde Es könnte hier natürlich nicht unsere Aufgabe sein, die
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Technik genau auseinander zu setzen; was wir vielmehr schildern Doch zurück zu unserer Betrachtung: Die Einkommensgrösse,
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die wir mit dem gesamten erzeugten Gütervorrat gegenüber stellen, | ![]() |
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kommen können, kann uns nur eine gedanklich mögliche Grösse | ![]() |
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austausch möglich werden. Das erste und letzte Glied des modernen Die Wirtschaft erschöpft sich im Austausch von realen
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Gütern, und die Werteinheit ist das Instrument, auch dort, wo der | ![]() |