Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / II




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484 EinkommensgebÀude geschaffen und gebunden, nicht so dass bei **b**eiden
485 eine absolute Starrheit erreicht wÀre, aber doch ein innerer Zusam-
486 menhang zu konstatieren ist.
487      Der Krvvrvveislauf der Wirtschaft wĂŒrde bei uns in dem Pro-
488 blem gipfeln, die Eivvivvnkommen, die das Sozialprodukt aufheben sollen,
489 so zu ordnen und so unter alle EinkommensempfÀnger zu verteilen,
490 das insgesamt nicht mehr nominelles Einkommens auf dem Markte er-
491 scheinen kann, als wÀhrend der Produktion gleichnamige Einheiten
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503 aller, aber auch alle Berufsgruppen teilen. In**r** auch alle Berufsgruppen teilen. Ivvnvv den GĂŒterkalkulati-
504 onen finden wir die Substanz fĂŒr alle Eivvivvnkommen.
505      In einem Schema wollen wir aufzeigen, wie wir uns die
506 Abwicklung vorstellen und werden zu diesem Behufe vier Arten
507 von Einkommen zu unterscheiden haben:
509 1.) Die an der Produktion und an der Zumarktebringung der Genuss-
510 gĂŒter unmittelbar Beteiligten, also die Produzenten, HĂ€ndler, Zins-,
511 Renten- Gehalts- und LohnempfÀnger. Sie stellen die primÀre Haupt-
512 einkommensform dar und verkörpern das gesamte Einkommen der G**G**esell-
513 schaft. Alle weiteren Einkommen werden aus dieser Masse gespeist.
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515 2.) Die an der Evvrvvschaffung des festen "volkswirtschaftlichen
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520 3.) Die freien Berufe, wie Aerzte, Schriftsteller, KĂŒnstler usw., die
521 aus den freiwilligen Abgaben aller ĂŒbrigen ihren Anteil geltend
522 machen können .
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524 4.) Die Beamten im öffentlichen Dienst, die mittels Steuern jeg-
525 licher Art durch den Fiskus kaufkrÀftig werden.
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541      Was an jeder bildlichen Davvavvrstellung fehlerhaft sein
542 muss, ist das stossweise Geschehen der Akte, die sich in Wirklich-
543 keit natĂŒrlich im organischen Flvvlvvusse befinden. Das mĂŒssen wir auch
544 hier berĂŒcksichtigen, wenn wir eine Periode in ein einmaliges Ge-
545 schehen zusammenpressen. Was uns deutlich werden soll, ist die
546 Para[ergÀnzt handschriftlich: l]ellitÀt von Nominaleinkommen mit der Preishöhe der Gesamtpro-
551 an Beamte durch Steuern und Abgaben 4 mal 3 ist 12, an freie
552 Berufe 4 mal 2 ist 8, an die Kapitalerstellenden 4 mal 3 ist 12;
553 treten also von ihren Einkommen ab 12 , 8 und 12 ist 32 und es
554 bleiben i**i**hnen folglich 68 und diese 68 und 32 zusammen auf dem
555 KovvovvnsumgĂŒtermarkt ausgegeben, heben das Produkt von 100 auf.
556 Weiter ist im Bilde angenommen, dass die verschiedenen sekundÀren
557 Einkommenszweige sich gegenseitig ZuschĂŒsse leisten, der Einfach-
558 heit halber hier immer das gleiche. Was an die kapitalerzeugenden
559 Berufe hingegeben wurde, bedeutet zwar fĂŒr die Abtretenden priv**v**at-
560 wirtschaftliches Kapital ; - privatwirtschaftliches Kapital aber,
561 das sich in sog. volkswirtschaftliche**i**ch**e**m Kapital niedergeschlagen
562 hat in dem Werk derjenigen, welche die Konsummöglichkeit von den
563 Sparenden erhielten. Diese haben dann, sofern es sich nicht um
564 direkten Eigenbesitz mit Eigenverantwortung handelt [ergÀnzt handschriftlich:, ] einen obligato-
578 lationen als ein fertiger Posten erschienen, fĂŒr den in der voraus-
579 gegangenen Produktion EinzelarbeitsaufwÀnde entlohnt werden muss-
580 ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und HĂ€nd-
581 leranteil z**z**ugerechnet. Des weiteren sind die Posten fĂŒr Abschrei-
582 bung und Abnutzung weggelassen, denn ob von der Gesamtheit aus ge-
583 sehen 20 mal 5 zurĂŒckbehalten, dafĂŒr dann einmal 100 aufgewendet
584 wurde, ist belanglos und muss sich zum mindesten in grösseren Zeit-
585 lÀufen ausgleichen.
586      Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse
587 der erzeugten GĂŒter, das Nominaleinkommen in der Summe ihrer Geld-
588 preise. Das ist nichts zufÀlliges, sondern die notwendige Folg**u**fÀlliges, sondern die notwendige Fol**g**e des
589 Gleichlaufs von Produktion und sie begleitender Einkommensbildung .
590 Wenn wir sagen, die Prvvrvveise und in ihnen die Idee der Werteinheit
591 seien VerhĂ€ltniszahlen zwischen den einzelnen GĂŒterwerten, so dass
592 diese vergleichbar und gesellschaftlich gĂŒltig austauschbar wer-
593 den, so mĂŒssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen
594 selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie
595 werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich ist, doch
596 nach gesellschaftlicher Wertung geschieden und vergleichbar. Die
597 Nominaleinkommen sind das Speiiegelbild der Preise und so können wir
598 die letzteren auch als VerhÀltniszahlen zwischen Real- und Nominal-
599 einkommen bezeichnen. Dass wir den Preisen die primÀre Rolle ein-
600 rÀumen, könnte als gegen die Tavvavvtsachen verstossend erschienen, denn
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611 Àusserlich treten tatsÀchlich zuerst die Einkommen in Erscheinung
612 und nehmen möglichst an dem Prvvrvveise im einzelnen die letzte Kor-
613 rektur vor; aber die Prvvrvveise sind nicht nur historisch gegenĂŒber
614 dem Nominaleinkommen das UrsprĂŒngliche, sondern selbst in der von
615 uns geschilderten Ordnung bilden sie sich nur in strenger Anlehnung
616 an einen wirtschaftlichen bereits fixierten, oder wenigstens voraus-
624 und Wirksamsein der Preisidee, wenn auch ursprĂŒnglich nur Stoff-
625 quantitÀten zum Vergleich gelangen. Das Nominaleinkommen ist nun,
626 (wenigsten teilweise) dieses Geldeinkommen. Wie weit die beiden
627 Begriffe sich decken, ist in jedem Einzelfalle wohl verschieden;
628 sie können das völlig tun, wenn das ganze Einkommen in Geld erstat.-
629 tet ist, d.h., wenn keine Möglichkeit besteht, reale GĂŒter direkt als
630 Einkommen zu erhalten, wÀhrend also Real.**u** erhalten**.** WÀhrend also Real- und Nominaleinkommen sich
631 stets decken mĂŒssen, weil es nur verschiedene Ausdrvvcvvken mĂŒssen, weil es nur verschiedene AusdvvrvvĂŒcke gleicher
632 Sache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3.vvSvvache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3. Aus-
633 drucksform dafĂŒr; wird oftmals nur ein Tel [sic] der erstgenannten Be-
634 griffe sein und kann nur in der Auvvuvvsschliesslichkeit des Einkom-
635 mensempfanges in dieser Form zum gleichen Werte werden. Das Geld
636 lebt, um die GĂŒter auszutauschen, die eine FĂŒlle von Relationen
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647 darstellen;- wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe
648 von Novvovvminaleinkommen gegen GĂŒter, so ist das durch den Schleier
649 gesehen der gleiche witschaftliche Vorgang. Diese letzte Karte
650 decken wir auf, wenn wir den Mevvevvchanismus kurz erklÀren, wie das
651 Nominaleinkommen, das Geldeinkommen entsteht. Nach unserer ganzen
652 AusfĂŒhrung kann es keine Fvvrvvage sein, dass wir es in engster Anle**e**h-
653 nung an die GĂŒterproduktion zur Schöpfung bringen mĂŒssen. Stellen
654 wir dabei die Geldkreation auf Grund des akzeptierten Warenwech-
655 sels als die der Vovvovvllendung am nÀchsten kommende Einrichtung hin,
656 so handeln wir nur folgerichtig unserer bisher beschriebenen Auf-
657 fassung.
658      Ivvmvv Gelde, dem ReprĂ€sentanten unseres Nominaleinkommens
659 haben wir einen Anspruch an die Allgemeinheit, wÀhrend wir --i--u**u**nsere
660 wertvollen Dienste der privaten Produktion liehen und auch hier-
661 her die Quelle unseres Einkommens verlegten. Jede Hingabe von**n** Dienst
662 Nutzung oder Gvvuvvt bewirkt zuerst einmal ein privates Forderungs-
663 recht, das wir irgendwann einmal zum Eigengebrauch lebendig wer-
664 den lassen wollen. Eine solche private Forderung ist die Buchfor-
668 Produkt zu vollenden, auch alle deren Arbeitsleistungen und fĂŒg-
669 lich deren Einkommen eingeschlossen und hier erlöst uns die Geld-
670 schöpfung vor weiteren privaten , in's kleinste zu zerlegenden
671 Forderungsrechten, welche die Arbeiter wiederum**um** ihren Unternehmer
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683 Unternehmer [sic]vvUnvvternehmer geltend machen mĂŒssten. Die starre Berufsgliederung
684 zeugt davon, dass wir das Vertrauen zur Gemeinschaft, zu der Wirt-
685 schaft haben, und darum entÀussern wir uns unserer vergegenstÀnd-
686 lichten Arbeit, weil wir erwarten und wissen, dass wir auf dem
687 Markte auch ohne dieses Gut oder Teilgut selbst doch der Equi-
688 valente habhaft werden können. Ivvmvv privaten Verkehr konnten nur
689 privaten Forderungen entstehen. Die private Produktion aber ist
690 so enge mit einander verbunden und in solch' grosser gegensei-
691 tiger AbhÀngigkeit, dass wir in der Marktwirtschaft, wo alles
692 in einander greift, wo alle fĂŒr einen und einer fĂŒr alle zusammen
698 aber eine Schuld, also hier eine Schuld, die von der Gesamtheit
699 getilgt werden muss. Praktisch geschieht das, indem wir bei der
700 Kvvovvnsumtion Teile dieser Forderung fortgeben, bis unser ganzes
701 Forderungsrecht, eben unser Eivvivvnkommen sich aufgelöst hat und in
702 der Wirkung das Fvvovvrderungsrecht und das Geld aus der Wirtschaft
703 entfernt ist. Wir haben konsumiert. Mit der letzten Konsumtion
704 und der letzten Wechseleinlösung ist der Kreislauf beendet.
705      Dass das Geld uns als etwas anscheinend ewig Bleibendes
706 in der Wirtschaft gegenĂŒbertritt, beruht auf einer TĂ€uschung.
707 Invvnvv Wahrheit entsteht es tÀglich mit der Leistung und vergeht mit
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