Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / III / Arbeitsquantum
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534 | hinstreben. Das Geld ist nur etwas mit den Relationen Gleichna- |
535 | miges. Während die Werteineheit als Arbeitswertmenge bei den Gütern |
536 | das Inhaltliche |
537 | bares Bewegungsmittel und hat nur Wert im Hinblick auf ein Gut |
538 | und das auch nur deshalb, weil die arbeitsteilige Verkehrswirt- |
539 | schaft Mittel ersinnen musste, um auch hier Tauschhandlungen zu |
540 | ermöglichen und durch das staatlich gesetzte Tauschmittel dem |
541 | Geldverkehr ordnungsgemässe Bahnen zuwies. |
542 | einheit keine beziehungslose, abstrakte Grösse, sondern eine Ar- |
543 | beitswertgrösse, die sich in jedem Augenblick an ein bestimmtes Gut |
544 | und an eine bestimmte Menge davon binden lässt, die uns aber nicht |
545 | deutlich wird bei der losgelösten Geldbetrachtung, sondern nur im |
546 | Bereiche der Güterwelt. Was bestimmt denn die Höhe eines Güterwer- |
547 | tes? Ist es wirklich eine Teilgrösse der W |
548 | ma |
549 | jektiven Wertlosigkeit besonders be |
550 | theorie uns nur einen recht verschwommenen Wertmasstab bieten |
551 | kann für wirklich reale Güter, die, das ist doch die Grundregel |
552 | jeder objektiven Werttheorie, ihren Wert nur haben kann aus Menge |
553 | und Wert der aufgewandten Arbeit? Ist jenes Geld wirklich Wert- |
554 | maass, so vergleichen wir |
555 | einander, wo um uns reale Messwerkzeuge in Hülle und Fülle stehen. |
556 | Maass der Werte ist von allen An |
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575 | sche, reine, objektive Wert eines Gutes, das wirkliche Maass der an- |
576 | gewandten Arbeitsenergien nicht mehr in Erscheinung; der ökono- |
577 | misch reine Wert erhält in der Wirtschaft keinen Ausdruck mehr. |
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579 | tung es uns nicht mehr gestatten, von Arbeitsmenge zu sprechen, |
580 | sondern als ein Korrektposten dazu diesen mit dem Arbeitswert und |
581 | den nicht nur im Hinblick auf die Qualifikation, sonder |
582 | ders in Evvrvvwägung der gesellschaftlichen Verteilungsverhältnisse |
583 | zu verknüpfen. Wenn wir sagen, Preise sind nur anderer Name und |
584 | Ausdruck für Werte, so haben wir jene verschobenen Werte, die Tausch |
585 | werte im Auge. Das Geld kann nur |
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588 | das körperliche Zahlungsmittel kann auch nicht das Wertmaass sein, |
589 | weil es auch nur einen Teil des konsumberechtigten Einkommens |
590 | darstellt und weil, wenn wir definieren wollten, im Austausch von |
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606 | nur in jenem weiten Sinne verstanden werden muss. Als Einzelgrös- |
607 | se sagt das chartale Geld gar nichts und das " Geld " in der |
608 | Gesamtgrösse der gesamten Einkommen ist uns nicht bekannt und |
609 | tritt uns, wenn wir die K |
610 | sehen wollen, immer nur erst dann gege |
611 | schaftlichen Handlungen der Vergangenheit angehören und ihrer- |
612 | seits vom Resultat ja nicht mehr beeinflusst werden können. Da- |
613 | mit wollen wir sagen, dass wir das Geld als Wertmaass scheinbar |
614 | benützen können, aber eben nur im Hinblick darauf, dass die Geld- |
615 | politik bestrebt ist, das Geld in der nominellen Höhe mit der |
616 | Güterproduktion und deren Preishöhe zu verknüpfen. Darum aber |
617 | kann auch die |
618 | am Golde gewonnen wird, sondern die, die wir aus Zvvuvvsammenfügen von |
619 | Arbeitswertgrössen gewinnen, wie sie uns historisch einmal im |
620 | Gelde, dann in der Wirtschaft mannigfaltig und somit auch in un- |
621 | serer Vvvovvrstellung gegeben sind. In der Erklärung, ein bestimmtes |
622 | Gut sei drei Mark wert, ist in gewissem Sinne doch auch ein ob- |
623 | jektiver Wert ausgedrückt, da wir uns jederzeit de |
624 | wie Arbeitsenergie zur Evvrvvstattung des dritten Teil eines solchen |
625 | G |
626 | Wissen wir noch dazu, dass dies und jenes auch eine Mark kostet, |
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637 | dann wird in uns das Gefüh |
638 | gef |
639 | Korrektur Sorge tragen. Auf solche Art wird uns deutlich, ob ein |
640 | Preis hoch oder niedrig sei, denn im Verhältnis der Preise zu ein- |
641 | ander ist uns auch mittelbar Aufschluss über deren absolute Höhen |
642 | gegeben. Das Problem erhält seine Spitze in der Frage, ob zur Ein- |
643 | reihung eines Gutes in das Netz der Relationen das Geld als Wert- |
644 | maass notwendig ist oder nicht. Dass ursprünglich ein Gut als |
645 | Mittelpunkt der Beziehungen |
646 | jeder Richtung anerkannt. Wir betrachten hier den besonderen Fall |
647 | der stabilen Papiergeld-Monopolwährung. Sei das neue Produkt ein |
648 | Erzeugnis der Metall- oder der Textilbranche; zuerst muss es sich |
649 | einmal anlehnen an die vorhandenen gleichartigen Erzeugnisse der |
650 | Konkurrenz, und der Preisspielraum ist dadurch schon bedeutend |
651 | eingeschränkt. Der Produzent muss zu Grunde legen seine Herstel- |
652 | lungskosten, und die Gvvrvv |
653 | ganzen können wir sagen, dass da zu einem Vergleich und Abschätzen |
654 | am |
655 | haben darum, weil die Bindungen an die übrigen Güter und die wirt- |
656 | schaftliche Verpflichtung in der Fvvrvvage des Arbeitslohnes, der |
657 | Steuern, der Versicherungen usw. so enge sind, dass sie den Preis, |
658 | die Relation zu den anderen Gütern |
659 | Ivvnvv allen anderen Gütern verkörpert sich i |
660 | stimmte Arbeitswertmenge, und diese bleibt auch das Wertmaass und |
661 | ergibt den Preis für alle neu hinzutretenden Güter. Das Geld kann |
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672 | nur scheinbar Wert-und Preismaass werden, wenn wir, immer nur die |
673 | entwickelte Wirt |
674 | Güterwerte un |
675 | als das Primäre hinnehmen. Wir gehen dann scheinbar unseren Weg |
676 | von Bekanntem zu Uvvnvvbekanntem, während wir in Wahrheit nur bereits |
677 | alte Pfade zum Ursprung zurückverfolgen. Sind wir zu der Ueberzeu- |
678 | gung gelangt, dass jedes neue Gut, - die alten haben ihre Relationen |
679 | in historischer Entwicklung erhalten, - |
680 | eingefügt wurde, noch ehedem es als G |
681 | gebracht wurde, dann dü |
682 | werttheoretiker sogar die rein abstrakte Werteinheit gelten las- |
683 | sen; für uns aber ist die Werteinheit sogar etwas Gebundenes, nicht |
684 | nur einmal, sondern unendlich mal und bedeutet in dieser Vielheit |
685 | der Bindungen doch immer nur ein und dieselbe Grösse, nämlich eine |
686 | bestimmte Arbeitsmenge, die wir als Einheit allen Gütern und allen |
687 | Diensten in der R |
688 | Grunde legten. Wir sagten schon einmal, dass wir uns mit Schumpeters |
689 | Einkommenseinheit eng berühren, insofern auch wir der Menge des |
690 | chartalen G |
691 | lichen und wirksamen Geldsumme, die als Einkommen in der Wirt- |
692 | schaft erscheint. Einkommen entsteht aus Leistungen, Güter setzen |
693 | sich zusammen aus Leistungen; werden Gvvüvvterpreise und Einkommens- |
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707 | beim Billet schon die Gegenleistung in der genauen Menge in der |
708 | Vorstellung schin [sic] fest in Hvvävvnden haben, während beim Gelde erst |
709 | n |
710 | an all das von uns G |
711 | unserer Auffassung ein Preiskamp |
712 | und solange wir stabile Währung haben, wir dann auch im Einkommen |
713 | die Gegenleistung aus dargetanen Gründen fest in Händen haben. |
714 | Wenn Budge des weiteren meint, dass wir die Verfügung über einen |
715 | Platz im Theater nicht durch |
716 | des Preises erhalten, so können wir das dahin auslegen, dass wir |
717 | die Verfügung über die wirtschaftlichen vvGvvüter auch nicht direkt |
718 | durch das Geld - das Billet - sondern durch die Arbeitsleistung, |
719 | der wir den Billetbesitz verdanken, zugesprochen erhalten. Ist |
720 | beim Billet |
721 | dern Billettkauf - Vvvovvrstellung, so ist der Tausch wirtschaftlich |
722 | betrachtet auch nicht Geldhingabe - Güterempfang, sondern Gelder- |
723 | werb, d.i.Leistung - Güterempfang. |
724 | Der Vollständigkeit halber wäre noch kurz zu betrachten |
725 | die Evvrvvscheinung der unstabilen Währung, der Zvvuvvstände, wie wir sie |
726 | zu Kriegsausgang |
727 | Wir wollen kurz fragen: Was [sic: War?] es hier so, dass die Preise zustande |
728 | kamen auf Grund der Schätzung von Gütern gegen Geld? Dazu wäre |
729 | notwendig gewesen, dass wir uns eine klare Vorstellung vom Werte |
730 | des Geldes fast in jedem Augenblicke hätten bilden können und |
731 | hätten neu bilden müssen. Es war eine Vielheit von Beziehungen |
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747 | kann. Solange wir in unserer eigenen Währung der Papiermark rechne- |
748 | ten, hatten wir in ihr keinerlei Anhaltspunkte einer Wertgrösse; |
749 | erst später, da wir uns auf ausländische Währungen bezogen und |
750 | die Papiermark täglich neu |
751 | sie eigentlich nichts anderes mehr bedeutet als eine ausländische |
752 | Währung, erst da konnten wir wieder eine Wertvorstellung mit dem |
753 | G |
754 | kulation usw. durchsetzbar |
755 | Papiermark kein auch nur annähernd wirkliches Bild der inneren |
756 | Kaufkraft der Mark, die maassgebend sein müsste, bieten konnte. |
757 | Ivvnvv Wahrheit haben wir unsere Preise doch nicht nach dem Geldwerte |
758 | gesetzt, sondern wiederum in der B |
759 | wussten, dass ein Pvvrvvodukt x Svvcvvhweizer Fvvrvvanken kostet und lasen im |
760 | Kursblatte, dass ein Svvcvvhweizer Fvvrvvanken so und so viele |
761 | notiere. Wir rechneten täglich um und fixierten den Preis nicht |
762 | in Beziehung zum Geldwerte, sondern zu einem anderen Gut. Die Papier- |
763 | marksumme, die wir errechneten, sagte uns über den Wert auch nicht |