76 |
|
-68 -
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77 |
|
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78 |
|
intersubjektiv gleich sein der jeweils erzeugten Gütermenge an-
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79 |
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derer Berufstätigkeit. Ivvnvv Wvvavvhrheit wird sich gerade in jener
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80 |
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Zeit die Arbeit den verschiedensten Beschaffungen je nach wech-
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81 |
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selndem Bedarfe zugewandt haben . Aber auch jener Umstand kann
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82 |
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das Bild nicht trüben, dass doch auch im vereinzelten Falle die
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83 |
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Beziehungen der aufgewendeten Arbeitsmengen verbindend zwischen
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84 |
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allen Gütern stehen. Wird die Berufsgliederung stärker, der Tausch
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85 |
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allgemeiner und erhält so ein Gut eine Sonderstellung als das
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86 |
|
allgemein beliebte Tvvavvuschgut, so gebe ich nur ein Erzeugnis meiner
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87 |
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Arbeitskraft, die in Hvvivvnsicht eines ganz bestimmten Bedarfes aufge-
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88 |
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wandt wurde, hingegen die Verkörperung anderer Arbeitskraft, die,
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89 |
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weil in allgemeiner Gvvuvvnst steht, mir wiederum ohne Schwierigkeit
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90 |
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Gelegenheit zu weiterem Tvvavvusche bietet und mir die Wege zu allen
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91 |
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Erzeugnissen ebnet. Es tauschen sich gleiche Werte, gemessen an der
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92 |
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Arbeitszeit. Tritt nun der Staat in Aktion und verkündet er, dass
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93 |
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hinfort ein Pfund Gold gleich 1395 Werteinheiten gelten sollen,
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94 |
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so ist damit am ökonomischen Geschehen natürlich nicht das mindes-
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95 |
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te geändert worden. Nvvuvvr stärker prägen sich jetzt die Geldpreise [handschr. ergänzt: ,]
|
96 |
|
vorher noch Ausdrücke in Gewichtmengen Gold und ursprünglich nur
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97 |
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g[hand. drüber e?]egen-einandersetzten absoluter Werte, Pr**e**ise von Fall zu Fall, wenn
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98 |
|
wir sie so nennen wollen, in ihrer Relativität aus. Der im Jahre,
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99 |
|
nach Abzug seiner Unkosten X g Gold fördert und laut staatlicher
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100 |
|
Kreierung dadurch ein Einkommen von Werteinheiten geniesst ist
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101 |
|
gleich gestellt mit dem, der im Jahre 100 Tonschalen oder 150 Körbe
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102 |
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fertigt und für diese dann den Preis von a Werteinheiten geteilt
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181 |
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- 71-
|
182 |
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183 |
|
gedrängt wird, und die Wirtschaft ohne jegliche Störung und be-
|
184 |
|
denkenlos sogar stoffwertloses Papier in Empfang nimmt, dann ver-
|
185 |
|
liert diese dritte, nun überflüssig gewordene Messgrösse mehr
|
186 |
|
und mehr an Bedeutung. Wir haben ja schon erkannt, dass fast jede
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187 |
|
Grösse in der Wirtschaft nun auch eine feste gworden [sic] ist, und
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188 |
|
wo das nicht der Fall, wo Erfindungen Neuartiges geschöpft haben,
|
189 |
|
da haben diese Produkte so vielerlei Beziehungen zu anderen
|
190 |
|
Dingen, müssen sich anlehnen an so viel Gleichartiges, dass ihre
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191 |
|
Preisgebung, ihre Einreichung in das weite Netz der Relationen
|
192 |
|
sicherlich auf diesem, nicht auf den in der Historienzurücklie-
|
193 |
|
gendem Weg des Abschätzens am Golde geschieht. Auch in unserer
|
194 |
|
Betrachtungsweise sind alle Tvvavvuschmittel nebeneinander gleich
|
195 |
|
berechtigt und in jedem Falle von gleichem Ivvnvvhalt. Wäre die Ge-
|
196 |
|
sellschaft der Gleichen eine ewige Kategorie, dann wäre es uns
|
197 |
|
möglich, die Werteinheit als Avvuvvsdruck einer gewissen Arbeitszeit
|
198 |
|
zu analysieren und wir bräuchten in jedem einzelnen Falle nur zu
|
199 |
|
fragen, wieviel Zeit die Herstellung eines Produktes benötigte.
|
200 |
|
Die Zwischenschaltung des Schätzgutes liesse sich dann erübrigen.
|
201 |
|
Ivvmvv Grunde genommen aber wäre das nur eine andere Auslegung, als
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202 |
|
die, da wir die Werteinheit auf ein kostendes Gut stellen. Wir
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203 |
|
setzen Oppenheimers Arbeitswerttheorie voraus und können es da-
|
204 |
|
her unterlassen, des näheren auszuführen, dass in der heutigen,
|
205 |
|
modernen Wirtschaft gleiche Geldpreise nicht auch gleiche Ar-
|
206 |
|
beitsmengen darstellen, wodurch unser Bild in jedem Falle getrübt
|
207 |
|
werden muss. Darum können wir auch keine einheitliche Messsgrösse
|
216 |
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- 72 -
|
217 |
|
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218 |
|
mehr verwenden, sondern müssen zu diesem Gemisch von Arbeits-
|
219 |
|
zeit und Arbeitswert greifen. Was allen Gütern inne wohnt, worin
|
220 |
|
sie sich in ihrer Grösse von anderen unterscheiden, das ist das
|
221 |
|
Maass des von ihnen verkörperten Arbeitswertes. Die gewonnenen
|
222 |
|
Verhältniszahlen benötigen des Ausdrucks, und dieser ist eine
|
223 |
|
immer gleiche Menge Arbeitswert, eine Gvvrvvösse, die, wir wissen es
|
224 |
|
bereits, vom Svvtvvaate irgendwann einmal willkürlich gesetzt wurde,
|
225 |
|
die zu berücksichtigen im ferneren Verlauf unnötig und sogar
|
226 |
|
unpraktisch wäre. Avvuvvch bei reiner Goldwährung mit **P**rägefreiheit
|
227 |
|
verschwindet die reale Befriedung, die das Gold verleiht, gegen-
|
228 |
|
über der zirkulatorischen Befriedigung, die allein das Rad der
|
229 |
|
Wirtschaft in Bewegung zu setzen vermag. Dass jeder gewonnene
|
230 |
|
Preis auch seine Bvvevvziehung zum Golde hat, ist eine nebensächli-
|
231 |
|
che Evvrvvscheinung; tiefster Ivvnvvhalt der Werteinheit ist für uns ja
|
232 |
|
nicht ein Quantum Gold, eine Beziehungsetzung zu irgendeinem Gut,
|
233 |
|
sondern der Kern ist die möglicherweise reale, möglicherweise
|
234 |
|
aber auch nur gedankliche Dvvavvrstellung und Vermittelung von Ar-
|
235 |
|
beitswerteinheiten, die, immer nur soweit wir uns im inneren Ver-
|
236 |
|
kehr bewegen, alle vvGvvüter in einer vvLivvnie der vvGlvveichberechtigung
|
237 |
|
nebeneinander erscheinen lassen. Die Wahrscheinlichkeit eines
|
238 |
|
ökonomisch wahren Preises - Pvvrvveise sind Verhältniszahlen - wird
|
239 |
|
grösser, wenn wir ihn auf tausend gleich inhaltliche Dinge be-
|
240 |
|
ziehen, als wenn wir ihm nur eine Uvvnvvterlage gewähren. Auch ohne
|
241 |
|
den modernen Begriff des heutigen Geldes müsste es uns möglich
|
242 |
|
sein, alle Güter auf gleiche Einheiten zu setzen, wenn wir sie
|
251 |
|
- 73 -
|
252 |
|
|
253 |
|
zerlegen wollten in Einheiten von angewandter Arbeitsenergie.
|
254 |
|
Wie könnten wir es noch deutlicher werden lassen, dass das Geld
|
255 |
|
nicht das eigentliche Maass sein kann, sondern nur Ausdrucks-
|
256 |
|
mittel der auf der Zahl der Arbeitswerteinheuten [sic] basierten Rela-
|
257 |
|
tionen. Wenn wir sagen, alle Güter sind ein Teil oder Vielfaches
|
258 |
|
von einem Quantum Edelmetall, so sind wir in unserer **Be**trachtung
|
259 |
|
nicht bis zum Kern durchgedrungen.Wir müssen sagen, die Güter sind
|
260 |
|
Teil oder V**ie**lfaches von dem Arbeitsaufwand, den ein Edelmetall-
|
261 |
|
quantum zur Förderung beanspruchte. Arbeitsenergie ist eine **g**e-
|
262 |
|
dankliche Grösse, die uns messbar und vorstellbar erscheint,-
|
263 |
|
das sei als historische Notwendigkeit anerkannt - wenn wir sie
|
264 |
|
auf ein Gutsquamtum [sic], auf die vergegenständlichte Arbeit beziehen.
|
265 |
|
Die Relationen aber, welche die Wirtschaft zusammen schweissten,
|
266 |
|
die einzelnen Preise, die Additionen der verschiedensten Dienste
|
267 |
|
sind niemals in ihren Einzelposten Resultat des Vergleichs mit dem
|
268 |
|
Edelmetall, sondern Zvvuvvsammenf**ü**gen von Arbeitswerteinheiten, die
|
269 |
|
nicht nur im Golde, sondern in all den vielen näher liegenden
|
270 |
|
Dingen uns vorstellbar werden. Wenn dann jeder einzelne Prei**s** mit
|
271 |
|
dem Goldwerte dennoch übereinstimmt, so ist das nichts verwunder-
|
272 |
|
liches und nichts, was denen recht geben müsste, die den Vergleich
|
273 |
|
am Golde verkünden; es ist vielmehr nur eine logische Folge, dass,
|
274 |
|
wenn tausend Rel**at**i**o**nen richtig sind, auch darunter die eine, auf
|
275 |
|
das Gold bezogene richtig sein muss.
|
276 |
|
Bvvivvsher galt u**n**sere Betrachtung immer noch Zuständen
|
277 |
|
der Goldwährung, die im besonderen geeignet wäre, den Metallismus
|
321 |
|
- 75 -
|
322 |
|
|
323 |
|
obwohl dieses Problem eigentlich schon vorher bei der Ausein-
|
324 |
|
andersetzung mit der Gvvovvldwährung mit Teildeckung fällig wäre.
|
325 |
|
Wir müssen uns hier der Kürze halber auf das Gesagte im Kapitel
|
326 |
|
vom Kreislauf der Wirtschaft stützen. Wie, fragen wir, gelangt das
|
327 |
|
Geld in den Verkehr, wie der einzelne in dessen Besitz? Wir
|
328 |
|
sprechen hier im Zeichen der Warenwerttheoretiker, wenn wir sagen,
|
329 |
|
sein Evvrvvwerb sei mit Ovvpvvfern verbunden. Wir müssen füglich etwas
|
330 |
|
geleistet, müssen ein wirtschaftliches Gut hergestellt oder dazu
|
331 |
|
beigetragen haben, um des Geldbesitzes uns freuen zu können. Haben
|
332 |
|
wir das staatliche Gvvevvld im Auge, so können wir es begrifflich
|
333 |
|
bis auf die Geburtsstunde seiner Zvvivvrkulation zurückverfolgen
|
334 |
|
und müssen dort auf eine Leistung stossen; nach uns setzt es sei-
|
335 |
|
ne Zirkulation fort,-die ewige Zirkulation ist seine Aufgabe und
|
336 |
|
Funktion. Denken wir dagegen an das Bankgeld, so werden wir bei ihm
|
337 |
|
früher dem Ursprung begegnen, ebenfalls geboren aus einer Leistung,
|
338 |
|
aber in seiner Zirkulation als seiner Aufgabe gleichartig funkti_
|
339 |
|
onierend wie das staatliche Papiergeld. Nvvuvvr ist hier die Zirku-
|
340 |
|
lation eine zeitlich beschränkte. Das ergibt sich aus dem Wesen
|
341 |
|
des Bankgeldes, die elastische Verlängerung des wegen seiner re-
|
342 |
|
lativ geringfügigen Menge irrelevant bleibenden staatlichen
|
343 |
|
ewig kreisenden Geldes zu sein. Hahn hat dieses staatliche Geld
|
344 |
|
in der Literatur den eisernen Bestand der Wirtschaft genannt.
|
345 |
|
Soweit das Bankgeld, durch wirtschaftliche Berechtigung gedeckt,
|
346 |
|
neben dem staatlichen Pvvavvpiergelde auftritt, müssen wir es als die-
|
347 |
|
sem durchaus gleichgestellt werten, wie denn überhaupt alle tech-
|
356 |
|
- 76 -
|
357 |
|
|
358 |
|
nischen Möglichkeiten, Werteinheiten zu bewegen, die auf Grund von
|
359 |
|
vvLvveistungen als individuelle Einko**mme**n möglich werden könnten.
|
360 |
|
Zwar leistet das Geld, wenn die Güter innerhalb der Wirtschaft le-
|
361 |
|
diglich ihren Besitzer we**c**hseln, auch eine Funktion in der Fähig-
|
362 |
|
keit, Werte auszudrücken und zu bewegen. Was wir aber jetzt im
|
363 |
|
Gelde betrachten wollen, seine Gebundenheit an die Warenwelt, an
|
364 |
|
die Arbeitsleistung der **V**olksgenossen und damit an die Einkommen,
|
365 |
|
das können wir nur finden an den Produktionsstätten der Güter, in
|
366 |
|
deren Kalkulationen. Prüfen wir eine solche auf ihre Einzelgrös-
|
367 |
|
sen, so offenbart sie uns nur Arbeitswertgrössen. Rohstoffe und
|
368 |
|
Material lassen sich in ihrer Substanzzerlegung wiederum in
|
369 |
|
jene teilen, Beheizung und Bvvlvveuchtung [sic] lösen sich auf in Arbeits-
|
370 |
|
leistungen und Einkommen, Abschreibungen sind wiederum nichts
|
371 |
|
anderes als Arbeitswerte und Einkommen, die, wenn auch im einzel-
|
372 |
|
nen nicht jährlich sich kristallisieren und verzehren, doch in
|
373 |
|
der Gesamtheit den Ausgleich finden. Steuern sind Abtretungen von
|
374 |
|
Arbeitserfolgen für die öffentliche Tätigkeit der Beamten zu
|
375 |
|
unser aller Nutzen, Arbeitslohn und Gehälter, Profit, Rente, Unter-
|
376 |
|
nehmerlohn, Risikoprämien, - sie alle lassen sich ohne weiteren
|
377 |
|
Zwang als Arbeitsgrössen erkenntlich in die Kalkulation einfü-
|
378 |
|
gen. Das fertige Produkt ist eine Additionsgrösse aus Arbeitswer-
|
379 |
|
ten und damit gleichzeitig aus Einkommen, die im [sic] geld oder geld-
|
380 |
|
gleicher Form dafür zur Verteilung und zur Verfügung gelangen.
|
381 |
|
Mit dem Preis, einer Relation im Verhältnis zu anderen Preisen
|
382 |
|
auf Grund des Wertes der darin verkörperten Arbeitsenergie, sind
|
426 |
|
- 78 -
|
427 |
|
|
428 |
|
men verzehrt sind, begrifflich seinen Lauf beschliessen, denn die-
|
429 |
|
ses Kreditgeld ist das Beförderungsmittel**s** [sic] des modernen Waren-
|
430 |
|
verkehrs, unlösbar mit ihm verknüpft. Die Bvvivvndungen sind so streng,
|
431 |
|
dass wir ohne Schwierigkeit die geradezu verschwindende Bedeutung
|
432 |
|
erkennen können, die dem Gelde als solchen dabei zukommt. Das Opfer,
|
433 |
|
das wir dazu bringen, um das Geld zu erlangen, die Arbeit, die wir
|
434 |
|
dazu leisten, die gilt nicht dem Geldbesitz, die gilt dem Kvvovvnsum der
|
435 |
|
übrigen Güter, welche andere für uns schufen, gleich wie wir in ar-
|
436 |
|
beitsteiliger Tätigkeit ihre Bedürfnisse mit befriedigen. Wesent-
|
437 |
|
lich ist nur, dass a**l**s Tvvävvtigikeit nach einem gleichen Maasse bewer-
|
438 |
|
tet wurde, damit die volkswirtschaftliche Gesamtverteilung, durch
|
439 |
|
den Geldverkehr bewerkstelligt, restlos aufgehen kann. Dabei ist
|
440 |
|
es nicht notwendig, dass jedes Gvvuvvt genau seinen wahren, objektiven
|
441 |
|
Beschaffungswert erreicht - obwohl das dem Idealzustand gleich
|
442 |
|
käme, wenn dabei auch bei den Einzelaufwendungen das gleiche
|
443 |
|
Gesetz den Verteilungsschlüssel abgäbe - aber innerhalb der gan-
|
444 |
|
zen Volkswirtschaft können wir es wohl gelten lassen, dass nur
|
445 |
|
die objektiven Werte im ganzen erzielt sein müssen und plus und
|
446 |
|
minus zur geraden Mvvivvttellinie tendiert. Die Auspendelungen werden
|
447 |
|
wohl, soweit persönliche Machtpositionen in Frage kommen, immer nur
|
448 |
|
beschränkte**n** Rahmen bleiben, da die Einkommen auf gegenseitige
|
449 |
|
Ausgleichung hinstreben. Darüber hinaus auch noch die Störungen,
|
450 |
|
durch das gesellschaftliche Monopol erzeugt, näher auszuführen,
|
451 |
|
würde uns zu weit abführen.
|
452 |
|
Das gleiche Messgerät zu finden, dazu ist, das sei immer
|
453 |
|
|
454 |
|
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/III/wesenundinhaltderwerteinheit_s78.png
|
455 |
|
||
|
456 |
|
||#
|
457 |
|
===79===
|
458 |
|
#||
|
459 |
|
||
|
460 |
|
|
461 |
|
- 79 -
|
462 |
|
|
463 |
|
wieder betont, weil es den Kern der v**o**rgetragenen Auffassung wieder-
|
464 |
|
gi**b**t, nicht ein Vergleich am Gvvovvlde nötig; der würde selbst die gröss
|
465 |
|
ten Schwankungen im Gvvevvfolge haben. Notwendig dagegen ist das Zerle-
|
466 |
|
gen der Güter in Arbeitswerteinheiten, für deren Grösse wir so vie-
|
467 |
|
le Anhaltspunkte haben, als es nur Güter und Dienste in einem Lande
|
468 |
|
gibt**.** **B**ei so geordneter Bankgeldschöpfung, und diese fordert ja auch
|
469 |
|
die Warenwerttheorie, müssen wir beim Gelde immer nach der Kaufkraft
|
470 |
|
fragen, müssen diese nicht als Ergebnis eines Austauscheyperiments [sic]
|
471 |
|
zwischen Geld und Ware betrachten. Ivvnvv diesem Falle ist vielmehr die
|
472 |
|
Kaufkraft des Geldes schon fest fixiert, mit der Ent**ste**hung der Gü-
|
473 |
|
ter. Sie ist die logische Folge, dass Geld in diesem weiten Sinne,
|
474 |
|
welches Einkommen verkörpert, sich in der H**öh**e der Werteinheiten
|
475 |
|
begrifflich deckt mit der Hvvövvhe aller Gvvüvvterpreise, denn beide sind
|
476 |
|
nur verschiedenartige Zvvuvvsammenfaltungen der aufgewandten Arbeits-
|
477 |
|
wertmengen und Einheiten. Da ist kein quantitätstheoretisches Aus**-**
|
478 |
|
schwingen, kein Endresultat, das uns den Geldwert mitteilt, mehr
|
479 |
|
vonnöten. Die Werteinheit hat einen ökonomischen Inhalt, soweit
|
480 |
|
sie Einkommen ist, soweit sie nicht nur eine gedankliche Vorstel-
|
481 |
|
lung bleibt, die wir wohl überall anlegen können, die aber wirt-
|
482 |
|
schaftlich nicht wirksam und darum nicht zu berücksichtigen ist.
|
483 |
|
Wir können den realen Inhalt jeder dieser Einkommenswerteinheiten
|
484 |
|
suchen in irgendeinem Gut oder wir können sie zusammenfassen als
|
485 |
|
das Extrakt aus der gesamten vvGvvüterwelt. In jedem Falle werden wir
|
486 |
|
mit einer gleichen Grösse zu rechnen haben, eben dieser, die sich
|
487 |
|
deckt mit der unserer Werteinheit zu Grunde gelegten Arbeitswert-
|
488 |
|
|
489 |
|
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/III/wesenundinhaltderwerteinheit_s79.png
|
490 |
|
||
|
491 |
|
||#
|
492 |
|
===80===
|
493 |
|
#||
|
494 |
|
||
|
495 |
|
|
496 |
|
- 80 -
|
497 |
|
|
498 |
|
menge. Einen derart abgeleiteten Wert wollen wir der Werteinheit
|
499 |
|
in der Geldform nicht abstreiten; - das aber wird wohl nicht einmal
|
500 |
|
ein Nominalismus unternehmen wollen. Was uns von der Darlegung
|
501 |
|
der Warenwerttheorie unterschiedet, ist der Uvvmvvstand, dass wir im
|
502 |
|
Gelde keine selbständige mit den anderen Gütern gleich berechtig-
|
503 |
|
te Ware erkennen wollen. Alle Güter haben einen objektiven Be-
|
504 |
|
schaffungswert; das Geld nur einen davon abgeleiteten Wert. Die
|
505 |
|
Frage nach der Avvnvvgemessenheit des Prei**s**es ist darum auch nicht
|
506 |
|
ein Abschätzen des Warenwertes am Geldwert, der losgelöst nur ein
|
507 |
|
Schatten, nichts als ein Schemen ist, mit dem wir in der Vorstellung
|
508 |
|
keine objektiv messbare Grösse verbinden können, sondern ist ein
|
509 |
|
Abschätzen an den Beschaffungskosten von vielen ähnlichen Dingen;
|
510 |
|
wir vergleichen die A**r**beitsleistungen gleich - und verschiedenar-
|
511 |
|
tiger Dinge mit einander. Dvvivve Fvvrvvage, warum für ein bestimmtes Gut
|
512 |
|
eine bestimmte Geldsumme bezahlt wird, haben wir ja bereits da be-
|
513 |
|
leuchtet, wo wir die Parallelität der Entstehung von Ware mit Geld
|
514 |
|
in Fvvovvrm von Einkommen erwähnten. Wenigstens gilt das für eine sta-
|
515 |
|
bile Papierwährung, wie wir **s**ie hier schildern. Das allerdings ist
|
516 |
|
richtig, dass zwei Grössen nicht in einem relativen Verhältnis zu
|
517 |
|
einander stehen können, ohne als absolute Grössen vorhanden zu sein.
|
518 |
|
Auf die Geldverfassung aber ist dieser Satz nur anwendbar bei Gold-
|
519 |
|
währung mit ausschliesslichem Goldumlaug [sic]. Nur in diesem Falle ist
|
520 |
|
das Gold eine solche absolute Grösse, die Relationen auf seinen
|
521 |
|
objektiven Wert zulässt. Späterhin aber ist das Geld nur der Kreu-
|
522 |
|
zungspunkt alle dieser Relationen, etwas ausserhalb Stehendes und
|
565 |
|
- 82 -
|
566 |
|
|
567 |
|
dadurch, dass wir historisch die ganz bestimmte Beschaffungsar-
|
568 |
|
beit eines Gutes zu Grunde legten, und der Staat ihr dann einen
|
569 |
|
Namen gab, dadurch entstanden aus den und zugleich mit dem Maass
|
570 |
|
der Werte, auch die Preise. Nicht das Gut an sich ist das Wert-
|
571 |
|
maass, sondern die angewandte Beschaffungsarbeit des Gutes und
|
572 |
|
nur weil, ausser in der Gesellschaft der Gleichen eine losgelöste
|
573 |
|
Arbeitseinheit nicht bestehen kann, darum musste eine Basierung
|
574 |
|
zu einem Gute proklamiert werden. So tritt denn auch der ökonomi-
|
575 |
|
sche, reine, objektive Wert eines Gutes, das wirkliche Maass der an-
|
576 |
|
gewandten Arbeitsenergien nicht mehr in Erscheinung; der ökono-
|
577 |
|
misch reine Wert erhält in der Wirtschaft keinen Ausdruck mehr.
|
578 |
|
Wir wissen, dass Kvvrvväfteverschiebungen in der verschiedensten Rich-
|
579 |
|
tung es uns nicht mehr gestatten, von Arbeitsmenge zu sprechen,
|
580 |
|
sondern als ein Korrektposten dazu diesen mit dem Arbeitswert und
|
581 |
|
den nicht nur im Hinblick auf die Qualifikation, sondern beson-
|
582 |
|
ders in Evvrvvwägung der gesellschaftlichen Verteilungsverhältnisse
|
583 |
|
zu verknüpfen. Wenn wir sagen, Preise sind nur anderer Name und
|
584 |
|
Ausdruck für Werte, so haben wir jene verschobenen Werte, die Tausch
|
585 |
|
werte im Auge. Das Geld kann nur Wertmaass sein, insofern es auf
|
586 |
|
Werteinheiten lautet und Werteinheit nur als eine andere Bezeich-
|
587 |
|
**n**ung für eine gewisse Arbeitsmenge zu[b]gelten hat. Das Geld als
|
588 |
|
das körperliche Zahlungsmittel kann auch nicht das Wertmaass sein,
|
589 |
|
weil es auch nur einen Teil des konsumberechtigten Einkommens
|
590 |
|
darstellt und weil, wenn wir definieren wollten, im Austausch von
|
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Geld gegen Ware ergibt sich die Kaufkraft oder der Wert des Gel-
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des, wir dann nicht berücksichtigen den wohl grössten Teil des
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wirtschaftlich wirksamen, wenn auch nicht chartalen Geldes, das
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Kaufkräfte in eminenten Maasse vergegenwärtigt. Das wurde im
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Kreislauf der Wirtschaft dargetan, dass die Quantitätstheorie
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nur in jenem weiten Sinne verstanden werden muss. Als Einzelgrös-
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se sagt das chartale Geld gar nichts und das " Geld " in der
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Gesamtgrösse der gesamten Einkommen ist uns nicht bekannt und
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tritt uns, wenn wir die Kvvavvufkraft als Re**s**ultat des Tvvavvuschens an-
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sehen wollen, immer nur erst dann gege**n**über, wenn diese wirt-
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schaftlichen Handlungen der Vergangenheit angehören und ihrer-
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seits vom Resultat ja nicht mehr beeinflusst werden können. Da-
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mit wollen wir sagen, dass wir das Geld als Wertmaass scheinbar
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benützen können, aber eben nur im Hinblick darauf, dass die Geld-
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politik bestrebt ist, das Geld in der nominellen Höhe mit der
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Güterproduktion und deren Preishöhe zu verknüpfen. Darum aber
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kann auch die **P**reishöhe keine Grösse sein, die durch Abschätzung
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am Golde gewonnen wird, sondern die, die wir aus Zvvuvvsammenfügen von
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Arbeitswertgrössen gewinnen, wie sie uns historisch einmal im
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Gelde, dann in der Wirtschaft mannigfaltig und somit auch in un-
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serer Vvvovvrstellung gegeben sind. In der Erklärung, ein bestimmtes
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Gut sei drei Mark wert, ist in gewissem Sinne doch auch ein ob-
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jektiver Wert ausgedrückt, da wir uns jederzeit de**n** Warengehalt,
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wie Arbeitsenergie zur Evvrvvstattung des dritten Teil eines solchen
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G**u**tes, die Arbeitsmenge, die wir eine Mark nennen, vorstellen können
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Wissen wir noch dazu, dass dies und jenes auch eine Mark kostet,
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dann wird in uns das Gefüh**l** der Wertgrösse von einer Mark so
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gef**e**stigt, dass wir Auspendelungen meist sofort erkennen und für
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Korrektur Sorge tragen. Auf solche Art wird uns deutlich, ob ein
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Preis hoch oder niedrig sei, denn im Verhältnis der Preise zu ein-
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ander ist uns auch mittelbar Aufschluss über deren absolute Höhen
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gegeben. Das Problem erhält seine Spitze in der Frage, ob zur Ein-
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reihung eines Gutes in das Netz der Relationen das Geld als Wert-
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maass notwendig ist oder nicht. Dass ursprünglich ein Gut als
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Mittelpunkt der Beziehungen **z**u deren Gewinnung nötig war, ist von
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jeder Richtung anerkannt. Wir betrachten hier den besonderen Fall
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der stabilen Papiergeld-Monopolwährung. Sei das neue Produkt ein
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Erzeugnis der Metall- oder der Textilbranche; zuerst muss es sich
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einmal anlehnen an die vorhandenen gleichartigen Erzeugnisse der
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Konkurrenz, und der Preisspielraum ist dadurch schon bedeutend
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eingeschränkt. Der Produzent muss zu Grunde legen seine Herstel-
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lungskosten, und die Gvvrvvenze wird um ein weiteres enger werden. Im
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ganzen können wir sagen, dass da zu einem Vergleich und Abschätzen
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am **G**elde wenig Rvvavvum mehr bleiben dürfte und das, wie wir gesehen
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haben darum, weil die Bindungen an die übrigen Güter und die wirt-
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schaftliche Verpflichtung in der Fvvrvvage des Arbeitslohnes, der
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Steuern, der Versicherungen usw. so enge sind, dass sie den Preis,
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die Relation zu den anderen Gütern **g**ebieterisch vorschreiben.
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Ivvnvv allen anderen Gütern verkörpert sich i**n** jedem Falle eine be-
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stimmte Arbeitswertmenge, und diese bleibt auch das Wertmaass und
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ergibt den Preis für alle neu hinzutretenden Güter. Das Geld kann
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| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/Arbeitsquantum/wesenundinhaltderwerteinheit_s84.png
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nur scheinbar Wert-und Preismaass werden, wenn wir, immer nur die
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entwickelte Wirt**s**chaft betrachtet, die Reflexerscheinung, die die
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Güterwerte un**s** im Gelde zeigt und eine iegene [sic] Grösse daraus formt,
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als das Primäre hinnehmen. Wir gehen dann scheinbar unseren Weg
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von Bekanntem zu Uvvnvvbekanntem, während wir in Wahrheit nur bereits
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alte Pfade zum Ursprung zurückverfolgen. Sind wir zu der Ueberzeu-
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gung gelangt, dass jedes neue Gut, - die alten haben ihre Relationen
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in historischer Entwicklung erhalten, - in das Netz der Relationen
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eingefügt wurde, noch ehedem es als Gvvavvnzes zum Gelde in Beziehung
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gebracht wurde, dann düvvrvvften wir auch nach der Avvnvvsicht der Waren-
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werttheoretiker sogar die rein abstrakte Werteinheit gelten las-
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sen; für uns aber ist die Werteinheit sogar etwas Gebundenes, nicht
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nur einmal, sondern unendlich mal und bedeutet in dieser Vielheit
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der Bindungen doch immer nur ein und dieselbe Grösse, nämlich eine
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bestimmte Arbeitsmenge, die wir als Einheit allen Gütern und allen
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Diensten in der Rvvevvlation auf gegebene, bekannte Dinge als Maass zu
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Grunde legten. Wir sagten schon einmal, dass wir uns mit Schumpeters
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Einkommenseinheit eng berühren, insofern auch wir der Menge des
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chartalen Gvvevvldes keine Wichtigkeit zuerkennen gegenüber der wirk-
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lichen und wirksamen Geldsumme, die als Einkommen in der Wirt-
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schaft erscheint. Einkommen entsteht aus Leistungen, Güter setzen
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sich zusammen aus Leistungen; werden Gvvüvvterpreise und Einkommens-
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höhe in ihrer Reduktion auf Arbeitsleistungen verknüpft, so können
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wir der Avvnvvweisungstheorie Svvcvvhumpeters zustimmen. Budge kritisiert
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nun den bekannten Billetvergleich Schumpeters und sagt, dass wir
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beim Billet schon die Gegenleistung in der genauen Menge in der
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Vorstellung schin [sic] fest in Hvvävvnden haben, während beim Gelde erst
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n**o**ch die Preisbildung in Fvvrvvage kommt. Wir können in Anlehnung
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an all das von uns Gvvevvsagte hier ohne weiteres erkläre**n**, dass nach
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unserer Auffassung ein Preiskampf kaum mehr zu stande kommen kann,
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und solange wir stabile Währung haben, wir dann auch im Einkommen
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die Gegenleistung aus dargetanen Gründen fest in Händen haben.
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Wenn Budge des weiteren meint, dass wir die Verfügung über einen
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Platz im Theater nicht durch das Billet, sondern durch die Zahlung
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des Preises erhalten, so können wir das dahin auslegen, dass wir
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die Verfügung über die wirtschaftlichen vvGvvüter auch nicht direkt
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durch das Geld - das Billet - sondern durch die Arbeitsleistung,
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der wir den Billetbesitz verdanken, zugesprochen erhalten. Ist
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beim Billetvergleich der Tausch nicht Billet - Vorstellung; son-
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dern Billettkauf - Vvvovvrstellung, so ist der Tausch wirtschaftlich
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betrachtet auch nicht Geldhingabe - Güterempfang, sondern Gelder-
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werb, d.i.Leistung - Güterempfang.
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Der Vollständigkeit halber wäre noch kurz zu betrachten
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die Evvrvvscheinung der unstabilen Währung, der Zvvuvvstände, wie wir sie
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zu Kriegsausgang **u**nd in der Nachkriegszeit kennen lernen mussten.
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Wir wollen kurz fragen: Was [sic: War?] es hier so, dass die Preise zustande
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kamen auf Grund der Schätzung von Gütern gegen Geld? Dazu wäre
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notwendig gewesen, dass wir uns eine klare Vorstellung vom Werte
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des Geldes fast in jedem Augenblicke hätten bilden können und
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hätten neu bilden müssen. Es war eine Vielheit von Beziehungen,
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die hier auf die Pvvrvveise wirksam wurden. Wenn wir später von der
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unstabilen Wvvävvhrung sprechen, werden sich diese Punkte im einzelnen
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heruasschälen [sic]. Ovvhvvne weiteres deutlich aber ist uns, dass ein Geld,
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das täglich anderen Wvvevvrt im Sinne veränderter Kaufkraft repräsen-
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tiert, keinen Anspruch als Wertmesser der übrigen Güter erheben
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kann. Solange wir in unserer eigenen Währung der Papiermark rechne-
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ten, hatten wir in ihr keinerlei Anhaltspunkte einer Wertgrösse;
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erst später, da wir uns auf ausländische Währungen bezogen und
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die Papiermark täglich neu in Beziehung zu jenen setzten, sodass
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sie eigentlich nichts anderes mehr bedeutet als eine ausländische
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Währung, erst da konnten wir wieder eine Wertvorstellung mit dem
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Gvvevvlde verbinden, die aber von so vielen anderen Momenten, wie Spe-
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kulation usw. durchsetzbar [handschr. ergänzt: t / K?], dass uns der so abgeleitete Wert der
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Papiermark kein auch nur annähernd wirkliches Bild der inneren
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Kaufkraft der Mark, die maassgebend sein müsste, bieten konnte.
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Ivvnvv Wahrheit haben wir unsere Preise doch nicht nach dem Geldwerte
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gesetzt, sondern wiederum in der Bvvevvziehung zu anderen Gütern. Wir
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wussten, dass ein Pvvrvvodukt x Svvcvvhweizer Fvvrvvanken kostet und lasen im
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Kursblatte, dass ein Svvcvvhweizer Fvvrvvanken so und so viele vvPavvpiermark
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notiere. Wir rechneten täglich um und fixierten den Preis nicht
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in Beziehung zum Geldwerte, sondern zu einem anderen Gut. Die Papier-
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marksumme, die wir errechneten, sagte uns über den Wert auch nicht
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das Geringste aus.
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Uvvnvvd bevor diese Entwicklung statte hatte, etwa zu Ende des
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Krieges, wie war es da? Wir sahen, dass andere Produkte, vor allem
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solche, auf die sich die Nachfrage besonders stürzte, aus diesen
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natürlichen Gründen der erhöhten Nachfrage im Preise stiegen.
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Die Relationen, die meist wie etwas Ewiges in den bleibenden Pro-
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duktionskosten gegeben waren, strebten danach, auch auf der erhöhten
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Gvvrvvundlage jene alte Verhältnismässigkeit wieder einzunehmen. Diese
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gesunde Tvvevvndenz aber wurde auf der Gegenseite durch die Freiheit
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und Uvvnvvgebundenheit der Einkommen gestört. Das war der Gvvrvvund des
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wahren Wettrennens der Preise. Manches wird im Abschnitt der Infla-
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tion darüber noch zu sagen sein. Hier galt es norläufig [sic] nur zu zei-
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gen, dass niemals das Geld Masstab der Preise sein konnte.
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Das hoffen wir, ist uns in jedem Falle geglückt. Zur weite-
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teren [sic] Festigung unserer Avvnvvschauung werden wir im Folgenden staat -
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liche Geldwesen mit den verschiedensten Währungen untersuchen,
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nicht derart, dass eine aus der anderen hervorgeht und in ihr di**e**
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historische Stütze findet, sondern wir wollen jede Währung gewis-
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sermaassen neu begründen und aus diese [sic] Betrachtung die Möglichkeit
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oder Unmöglichkeit einer Währungsreform zu gewinnen suchen.
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