413 |
- 78 - |
414 |
|
415 |
men verzehrt sind, begrifflich seinen Lauf beschliessen, denn die- |
416 |
ses Kreditgold ist das Beförderungsmittel [sic] des [undeutlich] modernen Waren- |
417 |
verkehrs, unlösbar mit ihm verknüpft. Die Bvvivvndungen sind so streng, |
418 |
dass wir ohne Schwierigkeit die geradezu verschwindende Bedeutung |
419 |
erkennen können, die dem Gelde als solchen dabei zukommt. Das Opfer, |
420 |
das wir dazu bringen, um das Geld zu erlangen, die Arbeit, die wir |
421 |
dazu leisten, die gilt nicht dem Geldbesitz, die gilt dem Kvvovvnsum der |
422 |
übrigen Güter, welche andere für uns schufen, gleich wie wir in ar- |
423 |
beitsteiliger Tätigkeit ihre Bedürfnisse mit befriedigen. Wesent- |
424 |
lich ist nur, dass als [sic] Tätgikeit nach einem gleichen Maasse bewer- |
425 |
tet wurde, damit die volkswirtschaftliche Gesamtverteilung, durch |
426 |
den Geldverkehr bewerkstelligt, restlos aufgehen kann. Dabei ist |
427 |
es nicht notwendig, dass jedes Gvvuvvt genau seinen wahren, objektiven |
428 |
Beschaffungswert erreicht - obwohl das dem Idealzustand gleich |
429 |
käme, wenn dabei auch bei den Einzelaufwendungen das gleich |
430 |
Gesetz den Verteilungsschlüssel abgäbe - aber innerhalb der gan- |
431 |
zen Volkswirtschaft können wir es wohl gelten lassen, dass nur |
432 |
die objektiven Werte im ganzen erzielt sein müssen und plus und |
433 |
minus zur geraden Mvvivvttellinie tendiert. Die Auspendelungen werden |
434 |
wohl, soweit persönliche Machtpositionen in Frage kommen, immer nur |
435 |
beschränkten Rahmen bleiben, da die Einkommen auf gegenseitige |
436 |
Ausgleichung hinstreben. Darüber hinaus auch noch die Störungen, |
437 |
durch das gesellschaftliche Monopol erzeugt, näher auszuführen, |
438 |
würde uns zu weit abführen. |
439 |
Das gleiche Messgerät zu finden, dazu ist, das sei immer |
440 |
|
441 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/III/wesenundinhaltderwerteinheit_s78.png |
442 |
|| |
443 |
||# |
444 |
#|| |
445 |
|| |
446 |
|
447 |
- 79 - |
448 |
|
449 |
wieder betont, weil es den Kern der vorgetragenen Auffassung wieder- |
450 |
gibt [vertippt], nicht ein Vergleich am Gvvovvlde nötig; der würde selbst die gröss |
451 |
ten Schwankungen im Gvvevvfolge haben. Notwendig dagegen ist das Zerle- |
452 |
gen der Güter in Arbeitswerteinheiten, für deren Grösse wir so vie- |
453 |
le Anhaltspunkte haben, als es nur Güter und Dienste in einem Lande |
454 |
gibt. [vertippt] Bei so geordneter Bankgeldschöpfung, und diese fordert ja auch |
455 |
die Warenwerttheorie, müssen wir beim Gelde immer nach der Kaufkraft |
456 |
fragen, müssen diese nicht als Ergebnis eines Austauscheyperiments [sic] |
457 |
zwischen Geld und Ware betrachten. Ivvnvv diesem Falle ist vielmehr die |
458 |
Kaufkraft des Geldes schon fest fixiert, mit der Entstehung der Gü- |
459 |
ter. Sie sit die logische Folge, dass Geld in diesem weiten Sinne, |
460 |
welches Einkommen verkörpert, sich in der Höhe der Werteinheiten |
461 |
begrifflich deckt mit der Höhe aller Güterpreise, denn beide sind |
462 |
nur verschiedenartige Zvvuvvsammenfaltungen der aufgewandten Arbeits- |
463 |
wertmengen und Einheiten. Da ist kein quantitätstheoretisches Aus- |
464 |
schwingen, kein Endresultat, das uns den Geldwert mitteilt, mehr |
465 |
vonnöten. Die Werteinheit hat einen ökonomischen Inhalt, soweit |
466 |
sie Einkommen ist, soweit sie nicht nur eine gedankliche Vorstel- |
467 |
lung bleibt, die wir wohl überall anlegen können, die aber wirt- |
468 |
schaftlich nicht wirksam und darum nicht zu berücksichtigen ist. |
469 |
Wir können den realen Inhalt jeder dieser Einkommenswerteinheiten |
470 |
suchen in irgendeinem Gut oder wir können sie zusammenfassen als |
471 |
das Extrakt aus der gesamten Güterwelt. In jedem Falle werden wir |
472 |
mit einer gleichen Grösse zu rechnen haben, eben dieser, die sich |
473 |
deckt mit der unserer Werteinheit zu grundegelegten Arbeitswert- |
474 |
|
475 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/III/wesenundinhaltderwerteinheit_s79.png |
476 |
|| |
477 |
||# |
478 |
#|| |
479 |
|| |
480 |
|
481 |
- 80 - |
482 |
|
483 |
menge. Einen derart abgeleiteten Wert wollen wir der Werteinheit |
484 |
in der Geldform nicht abstreiten; - das aber wird wohl nicht einmal |
485 |
ein Nominalismus unternehmen wollen. Was uns von der Darlegung |
486 |
der Warenwerttheorie unterschiedet, ist der Uvvmvvstand, dass wir im |
487 |
Gelde keine selbständige mit den anderen Gütern gleich berechtig- |
488 |
te Ware erkennen wollen. Alle Güter haben einen objektiven Be- |
489 |
schaffungswert; das Geld nur einen davon abgeleiteten Wert. Die |
490 |
Frage nach der Angemessenheit des Preises ist darum auch nicht |
491 |
ein Abschätzen des Warenwertes am Geldwert, der losgelöst nur ein |
492 |
Schatten, nichts als ein Schemen ist, mit dem wir in der Vorstellung |
493 |
keine objektiv messbare Grösse verbinden können, sondern ist ein |
494 |
Abschätzen an den Beschaffungskosten von vielen ähnlichen Dingen; |
495 |
wir vergleichen die Arbeitsleistungen gleich - und verschiedenar- |
496 |
tiger Dinge mit einander. Dvvivve Fvvrvvage, warum für ein bestimmtes Gut |
497 |
eine bestimmte Geldsumme bezahlt wird, ahben wir ja bereits da be- |
498 |
leuchtet, wo wir die Parallelität der Entstehung von Ware mit Geld |
499 |
in Form von Einkommen erwähnten. Wenigstens gilt das für eine sta- |
500 |
bile Papierwährung, wie wir sie hier schildern. Das allerdings ist |
501 |
richtig, dass zwei Grössen nicht in einem relativen Verhältnis zu |
502 |
einander stehen können, ohne als absolute Grössen vorhanden zu sein. |
503 |
Auf die Geldverfassung aber ist dieser Satz nur anwendbar bei Gold- |
504 |
währung mit ausschliesslichem Goldumlaug [sic]. Nur in diesem Falle ist |
505 |
das Gold eine solche absolute Grösse, die Relationen auf seinen |
506 |
objektiven Wert zulässt. Späterhin aber ist das Geld nur der Kreu- |
507 |
zungspunkt alle dieser Relationen, etwas ausserhalb Stehendes und |
515 |
- 81 - |
516 |
|
517 |
nicht mehr gar der Pol, auf den alle Glieder, um mobil zu werden, |
518 |
hinstreben. Das Geld ist nur etwas mit den Relationen Gleichna- |
519 |
miges. Während die Werteineheit als Arbeitswertmenge bei den Gütern |
520 |
das Inhaltliche Bedeutet, ist sie beim Gelde nur praktisch teil- |
521 |
bares Bewegungsmittel und hat nur Wert im Hinblick auf ein Gut |
522 |
und das auch nur deshalb, weil die arbeitsteilige Verkehrswirt- |
523 |
schaft Mittel ersinnen musste, um auch hier Tauschhandlungen zu |
524 |
ermöglichen und durch das staatlich gesetzte Tauschmittel dem |
525 |
Geldverkehr ordnungsgemässe Bahnen zuwies. Für uns ist die Wert- |
526 |
einheit keine beziehungslose, abstrakte Grösse, sondern eine Ar- |
527 |
beitswertgrösse, die sich in jedem Augenblick an ein bestimmtes Gut |
528 |
und an eine bestimmte Menge davon binden lässt, die uns aber nicht |
529 |
deutlich wird bei der losgelösten Geldbetrachtung, sondern nur im |
530 |
Bereiche der Güterwelt. Was bestimmt denn die Höhe eines Güterwer- |
531 |
tes? Ist es wirklich eine Teilgrösse der Ware Geld, die uns wert- |
532 |
mass sein soll für alle übrige Ware, die aber doch in ihrer ob- |
533 |
jektiven Wertlosigkeit besonders beim [übertippt i] Monopolgeld der Warenwert- |
534 |
theorie uns nur einen recht verschwommenen Wertmasstab bieten |
535 |
kann für wirklich reale Güter, die, das ist doch die Grundregel |
536 |
jeder objektiven Werttheorie, ihren Wert nur haben kann aus Menge |
537 |
und Wert der aufgewandten Arbeit? Ist jenes Geld wirklich Wert- |
538 |
maass, so vergleichen wir wildlich gesehen ungleichwertiges mit |
539 |
einander, wo um uns reale Messwerkzeuge in Hülle und Fülle stehen. |
540 |
Maass der Werte ist von allen Angebinn an die Arbeit und nur |
548 |
- 82 - |
549 |
|
550 |
dadurch, dass wir historisch die ganz bestimmte Beschaffungsar- |
551 |
beit eines Gutes zu Grunde legten, und der Staat ihr dann einen |
552 |
Namen gab, dadurch entstanden aus den und zugleich mit dem Maass |
553 |
der Werte, auch die Preise. Nicht das Gut an sich ist das Wert- |
554 |
maass, sondern die angewandte Beschaffungsarbeit des Gutes und |
555 |
nur weil, ausser in der Gesellschaft der Gleichen eine losgelöste |
556 |
Arbeitseinheit nicht bestehen kann, darum musste eine Basierung |
557 |
zu einem Gute proklamiert werden. So tritt denn auch der ökonomi- |
558 |
sche, reine, objektive Wert eines Gutes, das wirkliche Maass der an- |
559 |
gewandten Arbeitsenergien nicht mehr in Erscheinung; der ökono- |
560 |
misch reine Wert erhält in der Wirtschaft keinen Ausdruck mehr. |
561 |
wir wissen, dass Kräfteverschiebungen in der verschiedensten Rich- |
562 |
tung es uns nicht mehr gestatten, von Arbeitsmenge zu sprechen, |
563 |
sondern als ein Korrektposten dazu diesen mit dem Arbeitswert und |
564 |
den nicht nur im Hinblick auf die Qualifikation, sonder beson- |
565 |
ders in Evvrvvwägung der gesellschaftlichen Verteilungsverhältnisse |
566 |
zu verknüpfen. Wenn wir sagen, Preise sind nur anderer Name und |
567 |
Ausdruck für Werte, so haben wir jene verschobenen Werte, die Tausch |
568 |
werte im Auge. Das Geld kann nur wertmaass sein, insofern es auf |
569 |
Werteinheiten lautet und Werteinheit nur als eine andere Bezeich- |
570 |
nung für eine gewisse Arbeitsmenge zu[b]gelten hat hat. Das Geld als |
571 |
das körperliche Zahlungsmittel kann auch nicht das Wertmaass sein, |
572 |
weil es auch nur einen Teil des konsumberechtigten Einkommens |
573 |
darstellt und weil, wenn wir definieren wollten, im Austausch von |
574 |
Geld gegen Ware ergibt sich die Kaufkraft oder der Wert des Gel- |
582 |
- 83 - |
583 |
|
584 |
des, wir dann nicht berücksichtigen den wohl grössten Teil des |
585 |
wirtschaftlich wirksamen, wenn auch nicht chartalen Geldes, das |
586 |
Kaufkräfte in eminenten Maasse vergegenwärtigt. Das wurde im |
587 |
Kreislauf der Wirtschaft dargetan, dass die Quantitätstheorie |
588 |
nur in jenem weiten Sinne verstanden werden muss. Als Einzelgrös- |
589 |
se sagt das chartale Geld gar nichts und das " Geld " in der |
590 |
Gesamtgrösse der gesamten Einkommen ist uns nicht bekannt und |
591 |
tritt uns, wenn wir die Kaufkraft als Resultat des Tauschens an- |
592 |
sehen wollen, immer nur erst dann gegenüber, wenn diese wirt- |
593 |
schaftlichen Handlungen der Vergangenheit angehören und ihrer- |
594 |
seits vom Resultat ja nicht mehr beeinflusst werden können. Da- |
595 |
mit wollen wir sagen, dass wir das Geld als Wertmaass scheinbar |
596 |
benützen können, aber eben nur im Hinblick darauf, dass die Geld- |
597 |
politik bestrebt ist, das Geld in der nominellen Höhe mit der |
598 |
Güterproduktion und deren Preishöhe zu verknüpfen. Darum aber |
599 |
kann auch die [übertippt P]reishöhe keine Grösse sein, die durch Abschätzung |
600 |
am Golde gewonnen wird, sondern die, die wir aus Zvvuvvsammenfügen von |
601 |
Arbeitswertgrössen gewinnen, wie sie uns historisch einmal im |
602 |
Gelde, dann in der Wirtschaft mannigfaltig und somit auch in un- |
603 |
serer Vvvovvrstellung gegeben sind. In der Erklärung, ein bestimmtes |
604 |
Gut sei drei Mark wert, ist in gewissem Sinne doch auch ein ob- |
605 |
jektiver Wert ausgedrückt, da wir uns jederzeit den Warengehalt, |
606 |
wie Arbeitsenergie zur Evvrvvstattung des dritten Teil eines solchen |
607 |
G[übertippt u]tes, die Arbeitsmenge, die wir eine Mark nennen, vorstellen können |
608 |
Wissen wir noch dazu, dass dies und jenes auch eine Mark kostet, |
616 |
- 84 - |
617 |
|
618 |
dann wird in uns das Gefüh[übertippt ö mit l] der Wertgrösse von einer Mark so |
619 |
gefestigt, dass wir Auspendelungen meist sofort erkennen und für |
620 |
Korrektur Sorge tragen. Auf solche Art wird uns deutlich, ob ein |
621 |
Preis hoch oder niedrig sei, denn im Verhältnis der Preise zu ein- |
622 |
ander ist uns auch mittelbar Aufschluss über deren absolute Höhen |
623 |
gegeben. Das Problem erhält seine Spitze in der Frage, ob zur Ein- |
624 |
reihung eines Gutes in das Netz der Relationen das Geld als Wert- |
625 |
maass notwendig ist oder nicht. Dass ursprünglich ein Gut als |
626 |
Mittelpunkt der Beziehungen zu deren Gewinnung nötig war, ist von |
627 |
jeder Richtung anerkannt. Wir betrachten hier den besonderen Fall |
628 |
der stabilen Papiergeld-Monopolwährung. Sei das neue Produkt ein |
629 |
Erzeugnis der Metall- oder der Textilbranche; zuerst muss es sich |
630 |
einmal anlehnen an die vorhandenen gleichartigen Erzeugnisse der |
631 |
Konkurrenz, und der Preisspielraum ist dadurch schon bedeutend |
632 |
eingeschränkt. Der Produzent muss zu Grunde legen seine Herstel- |
633 |
lungskosten, und die Gvvrvvrenze wird um ein weiteres enger werden. Im |
634 |
ganzen können wir sagen, dass da zu einem Vergleich und Abschätzen |
635 |
am Gelde wenig Rvvavvum mehr bleiben dürfte und das, wie wir gesehen |
636 |
haben darum, weil die Bindungen an die übrigen Güter und die wirt- |
637 |
schaftliche Verpflichtung in der Fvvrvvage des Arbeitslohnes, der |
638 |
Steuern, der Versicherungen usw. so enge sind, dass sie den Preis, |
639 |
die Relation zu den anderen Gütern gebieterisch vorschreiben. |
640 |
Ivvnvv allen anderen Gütern verkörpert sich in jedem Falle eine be- |
641 |
stimmte Arbeitswertmenge, und diese bleibt auch das Wertmaass und |
642 |
ergibt den Preis für alle neu hinzutretenden Güter. Das Geld kann |
650 |
- 85 - |
651 |
|
652 |
nur scheinbar Wert-und Preismaass werden, wenn wir, immer nur die |
653 |
entwickelte Wirtschaft betrachtet, die Reflexerscheinung, die die |
654 |
Güterwerte uns im Gelde zeigt und eine iegene [sic] Grösse daraus formt, |
655 |
als das Primäre hinnehmen. Wir gehen dann scheinbar unseren Weg |
656 |
von Bekanntem zu Uvvnvvbekanntem, während wir in Wahrheit nur bereits |
657 |
alte Pfade zum Ursprung zurückverfolgen. Sind wir zu der Ueberzeu- |
658 |
gung gelangt, dass jedes neue Gut, - die alten haben ihre Relationen |
659 |
in historischer Entwicklung erhalten, -in das Netz der Relationen |
660 |
eingefügt wurde, noch ehedem es als Ganzes zum Gelde in Beziehung |
661 |
gebracht wurde, dann dürften wir auch nach der Ansicht der Waren- |
662 |
werttheoretiker sogar die rein abstrakte Werteinheit gelten las- |
663 |
sen; für uns aber ist die Werteinheit sogar etwas Gebundenes, nicht |
664 |
nur einmal, sondern unendlich mal und bedeutet in dieser Vielheit |
665 |
der Bindungen doch immer nur ein und dieselbe Grösse, nämlich eine |
666 |
bestimmte Arbeitsmenge, die wir als Einheit allen Gütern und allen |
667 |
Diensten in der Relation auf gegebene, bekannte Dinge als Maass zu |
668 |
Grunde legten. Wir sagten schon einmal, dass wir uns mit Schumpeters |
669 |
Einkommenseinheit eng berühren, insofern auch wir der Menge des |
670 |
chartalen Geldes keine Wichtigkeit zuerkennen gegenüber der wirk- |
671 |
lichen und wirksamen Geldsumme, die als Einkommen in der Wirt- |
672 |
schaft erscheint. Einkommen entsteht aus Leistungen, Güter setzen |
673 |
sich zusammen aus Leistungen; werden Gvvüvvterpreise und Einkommens- |
674 |
höhe in ihrer Reduktion auf Arbeitsleistungen verknüpft, so können |
675 |
wir der Avvnvvweisungstheorie Svvcvvhumpeters zustimmen. Budge kritisiert |
676 |
nun den bekannten Billetvergleich Schumpeters und sagt, dass wir |
684 |
- 86 - |
685 |
|
686 |
beim Billet schon die Gegenleistung in der genauen Menge in der |
687 |
Vorstellung schin [sic] fest in Hvvävvnden haben, während beim Gelde erst |
688 |
n[übertippt i mit o]ch die Preisbildung in Fvvrvvage kommt. Wir können in Anlehnung |
689 |
an all das von uns Gesagte hier ohne weiteres erklären, dass nach |
690 |
unserer Auffassung ein Preiskampt kaum mehr zu stande kommen kann, |
691 |
und solange wir stabile Währung haben, wir dann auch im Einkommen |
692 |
die Gegenleistung aus dargetanen Gründen fest in Händen haben. |
693 |
Wenn Budge des weiteren meint, dass wir die Verfügung über einen |
694 |
Platz im Theater nicht durch ein Billet, sondern durch die Zahlung |
695 |
des Preises erhalten, so können wir das dahin auslegen, dass wir |
696 |
die Verfügung über die wirtschaftlichen vvGvvüter auch nicht direkt |
697 |
durch das Geld - das Billet - sondern durch die Arbeitsleistung, |
698 |
der wir den Billetbesitz verdanken, zugesprochen erhalten. Ist |
699 |
beim Billettvergleich der Tausch nicht Billet - Vorstellung; son- |
700 |
dern Billettkauf - Vvvovvrstellung, so ist der Tausch wirtschaftlich |
701 |
betrachtet auch nicht Geldhingabe - Güterempfang, sondern Gelder- |
702 |
werb, d.i.Leistung - Güterempfang. |
703 |
Der Vollständigkeit halber wäre noch kurz zu betrachten |
704 |
die Evvrvvscheinung der unstabilen Währung, der Zvvuvvstände, wie wir sie |
705 |
zu Kriegsausgang und in der Nachkriegszeit kennen lernen mussten. |
706 |
Wir wollen kurz fragen: Was [sic: War?] es hier so, dass die Preise zustande |
707 |
kamen auf Grund der Schätzung von Gütern gegen Geld? Dazu wäre |
708 |
notwendig gewesen, dass wir uns eine klare Vorstellung vom Werte |
709 |
des Geldes fast in jedem Augenblicke hätten bilden können und |
710 |
hätten neu bilden müssen. Es war eine Vielheit von Beziehungen |
718 |
- 87 - |
719 |
|
720 |
die hier auf die Pvvrvveise wirksam wurden. Wenn wir später von der |
721 |
unstabilen Wvvävvhrung sprechen, werden sich diese Punkte im einzelnen |
722 |
heruasschälen [sic]. Ovvhvvne weiteres deutlich aber ist, dass ein Geld, |
723 |
das täglich anderen Wvvevvrt im Sinne veränderter Kaufkraft repräsen- |
724 |
tiert, keinen Anspruch als Wertmesser der übrigen Güter erheben |
725 |
kann. Solange wir in unserer eigenen Währung der Papiermark rechne- |
726 |
ten, hatten wir in ihr keinerlei Anhaltspunkte einer Wertgrösse; |
727 |
erst später, da wir uns auf ausländische Währungen bezogen und |
728 |
die Papiermark täglich neu un Beziehung zu jenen setzten, sodass |
729 |
sie eigentlich nichts anderes mehr bedeutet als eine ausländische |
730 |
Währung, erst da konnten wir wieder eine Wertvorstellung mit dem |
731 |
Gelde verbinden, die aber von so vielen anderen Momenten, wie Spe- |
732 |
kulation usw. durchsetzbar, dass uns der so abgeleitete Wert der |
733 |
Papiermark kein auch nur annähernd wirkliches Bild der inneren |
734 |
Kaufkraft der Mark, die maassgebend sein müsste, bieten konnte. |
735 |
Ivvnvv Wahrheit haben wir unsere Preise doch nicht nach dem Geldwerte |
736 |
gesetzt, sondern wiederum in der Beziehung zu anderen Gütern. Wir |
737 |
wussten, dass ein Pvvrvvodukt x Svvcvvhweizer Fvvrvvanken kostet und lasen im |
738 |
Kursblatte, dass ein Svvcvvhweizer Fvvrvvanken so und so viele Papiermark |
739 |
notiere. Wir rechneten täglich um und fixierten den Preis nicht |
740 |
in Beziehung zum Geldwerte, sondern zu einem anderen Gut. Die Papier- |
741 |
marksumme, die wir errechneten, sagte uns über den Wert auch nicht |
742 |
das Geringste aus. |
743 |
Uvvnvvd bevor diese Entwicklung statte hatte, etwa zu Ende des |
744 |
Krieges, wie war es da? Wir sahen, dass andere Produkte, vor allem |