Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / III / Arbeitsquantum




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404 404 legungen heraus es ausgegeben wurde, muss mit den Gütern, die es
405 405 haben entstehen lassen und die nun durch die Weggabe der Einkom-
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  415 men verzehrt sind, begrifflich seinen Lauf beschliessen, denn die-  
  416 ses Kreditgold ist das Beförderungsmittel [sic] des [undeutlich] modernen Waren-  
  417 verkehrs, unlösbar mit ihm verknüpft. Die Bvvivvndungen sind so streng,  
  418 dass wir ohne Schwierigkeit die geradezu verschwindende Bedeutung  
  419 erkennen können, die dem Gelde als solchen dabei zukommt. Das Opfer,  
  420   das wir dazu bringen, um das Geld zu erlangen, die Arbeit, die wir  
  421 dazu leisten, die gilt nicht dem Geldbesitz, die gilt dem Kvvovvnsum der  
  422 übrigen Güter, welche andere für uns schufen, gleich wie wir in ar-  
  423 beitsteiliger Tätigkeit ihre Bedürfnisse mit befriedigen. Wesent-  
  424 lich ist nur, dass als [sic] Tätgikeit nach einem gleichen Maasse bewer-  
  425 tet wurde, damit die volkswirtschaftliche Gesamtverteilung, durch  
  426 den Geldverkehr bewerkstelligt, restlos aufgehen kann. Dabei ist  
  427 es nicht notwendig, dass jedes Gvvuvvt genau seinen wahren, objektiven  
  428 Beschaffungswert erreicht - obwohl das dem Idealzustand gleich  
  429 käme, wenn dabei auch bei den Einzelaufwendungen das gleich  
  430 Gesetz den Verteilungsschlüssel abgäbe - aber innerhalb der gan-  
  431 zen Volkswirtschaft können wir es wohl gelten lassen, dass nur  
  432 die objektiven Werte im ganzen erzielt sein müssen und plus und  
  433 minus zur geraden Mvvivvttellinie tendiert. Die Auspendelungen werden  
  434 wohl, soweit persönliche Machtpositionen in Frage kommen, immer nur  
  435 beschränkten Rahmen bleiben, da die Einkommen auf gegenseitige  
  436 Ausgleichung hinstreben. Darüber hinaus auch noch die Störungen,  
  437 durch das gesellschaftliche Monopol erzeugt, näher auszuführen,  
  438 würde uns zu weit abführen.  
  439      Das gleiche Messgerät zu finden, dazu ist, das sei immer  
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  449 wieder betont, weil es den Kern der vorgetragenen Auffassung wieder-
  450 gibt [vertippt], nicht ein Vergleich am Gvvovvlde nötig; der würde selbst die gröss
  451 ten Schwankungen im Gvvevvfolge haben. Notwendig dagegen ist das Zerle-
  452 gen der Güter in Arbeitswerteinheiten, für deren Grösse wir so vie-
  453 le Anhaltspunkte haben, als es nur Güter und Dienste in einem Lande
  454 gibt. [vertippt] Bei so geordneter Bankgeldschöpfung, und diese fordert ja auch
  455 die Warenwerttheorie, müssen wir beim Gelde immer nach der Kaufkraft
  456 fragen, müssen diese nicht als Ergebnis eines Austauscheyperiments [sic]
  457 zwischen Geld und Ware betrachten. Ivvnvv diesem Falle ist vielmehr die
  458 Kaufkraft des Geldes schon fest fixiert, mit der Entstehung der Gü-
  459 ter. Sie sit die logische Folge, dass Geld in diesem weiten Sinne,
  460 welches Einkommen verkörpert, sich in der Höhe der Werteinheiten
  461 begrifflich deckt mit der Höhe aller Güterpreise, denn beide sind
  462 nur verschiedenartige Zvvuvvsammenfaltungen der aufgewandten Arbeits-
  463 wertmengen und Einheiten. Da ist kein quantitätstheoretisches Aus-
  464 schwingen, kein Endresultat, das uns den Geldwert mitteilt, mehr
  465 vonnöten. Die Werteinheit hat einen ökonomischen Inhalt, soweit
  466 sie Einkommen ist, soweit sie nicht nur eine gedankliche Vorstel-
  467 lung bleibt, die wir wohl überall anlegen können, die aber wirt-
  468 schaftlich nicht wirksam und darum nicht zu berücksichtigen ist.
  469 Wir können den realen Inhalt jeder dieser Einkommenswerteinheiten
  470 suchen in irgendeinem Gut oder wir können sie zusammenfassen als
  471 das Extrakt aus der gesamten Güterwelt. In jedem Falle werden wir
  472 mit einer gleichen Grösse zu rechnen haben, eben dieser, die sich
  473 deckt mit der unserer Werteinheit zu grundegelegten Arbeitswert-
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  483 menge. Einen derart abgeleiteten Wert wollen wir der Werteinheit  
  484 in der Geldform nicht abstreiten; - das aber wird wohl nicht einmal  
  485 ein Nominalismus unternehmen wollen. Was uns von der Darlegung  
  486 der Warenwerttheorie unterschiedet, ist der Uvvmvvstand, dass wir im  
  487 Gelde keine selbständige mit den anderen Gütern gleich berechtig-  
  488 te Ware erkennen wollen. Alle Güter haben einen objektiven Be-  
  489 schaffungswert; das Geld nur einen davon abgeleiteten Wert. Die  
  490 Frage nach der Angemessenheit des Preises ist darum auch nicht  
  491 ein Abschätzen des Warenwertes am Geldwert, der losgelöst nur ein  
  492 Schatten, nichts als ein Schemen ist, mit dem wir in der Vorstellung  
  493 keine objektiv messbare Grösse verbinden können, sondern ist ein  
  494 Abschätzen an den Beschaffungskosten von vielen ähnlichen Dingen;  
  495 wir vergleichen die Arbeitsleistungen gleich - und verschiedenar-  
  496 tiger Dinge mit einander. Dvvivve Fvvrvvage, warum für ein bestimmtes Gut  
  497 eine bestimmte Geldsumme bezahlt wird, ahben wir ja bereits da be-  
  498 leuchtet, wo wir die Parallelität der Entstehung von Ware mit Geld  
  499 in Form von Einkommen erwähnten. Wenigstens gilt das für eine sta-  
  500 bile Papierwährung, wie wir sie hier schildern. Das allerdings ist  
  501 richtig, dass zwei Grössen nicht in einem relativen Verhältnis zu  
  502 einander stehen können, ohne als absolute Grössen vorhanden zu sein.  
  503 Auf die Geldverfassung aber ist dieser Satz nur anwendbar bei Gold-  
  504 währung mit ausschliesslichem Goldumlaug [sic]. Nur in diesem Falle ist  
  505 das Gold eine solche absolute Grösse, die Relationen auf seinen  
  506 objektiven Wert zulässt. Späterhin aber ist das Geld nur der Kreu-  
  507 zungspunkt alle dieser Relationen, etwas ausserhalb Stehendes und  
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