431 |
zen Volkswirtschaft können wir es wohl gelten lassen, dass
|
431 |
zen Volkswirtschaft können wir es wohl gelten lassen, dass nur
|
432 |
|
432 |
die objektiven Werte im ganzen erzielt sein müssen und plus und
|
|
|
433 |
minus zur geraden Mvvivvttellinie tendiert. Die Auspendelungen werden
|
|
|
434 |
wohl, soweit persönliche Machtpositionen in Frage kommen, immer nur
|
|
|
435 |
beschränkten Rahmen bleiben, da die Einkommen auf gegenseitige
|
|
|
436 |
Ausgleichung hinstreben. Darüber hinaus auch noch die Störungen,
|
|
|
437 |
durch das gesellschaftliche Monopol erzeugt, näher auszuführen,
|
|
|
438 |
würde uns zu weit abführen.
|
|
|
439 |
Das gleiche Messgerät zu finden, dazu ist, das sei immer
|
436 |
||##||
|
443 |
||#
|
437 |
||
|
444 |
#||
|
438 |
|
445 |
||
|
|
|
446 |
|
|
|
447 |
- 79 -
|
|
|
448 |
|
|
|
449 |
wieder betont, weil es den Kern der vorgetragenen Auffassung wieder-
|
|
|
450 |
gibt [vertippt], nicht ein Vergleich am Gvvovvlde nötig; der würde selbst die gröss
|
|
|
451 |
ten Schwankungen im Gvvevvfolge haben. Notwendig dagegen ist das Zerle-
|
|
|
452 |
gen der Güter in Arbeitswerteinheiten, für deren Grösse wir so vie-
|
|
|
453 |
le Anhaltspunkte haben, als es nur Güter und Dienste in einem Lande
|
|
|
454 |
gibt. [vertippt] Bei so geordneter Bankgeldschöpfung, und diese fordert ja auch
|
|
|
455 |
die Warenwerttheorie, müssen wir beim Gelde immer nach der Kaufkraft
|
|
|
456 |
fragen, müssen diese nicht als Ergebnis eines Austauscheyperiments [sic]
|
|
|
457 |
zwischen Geld und Ware betrachten. Ivvnvv diesem Falle ist vielmehr die
|
|
|
458 |
Kaufkraft des Geldes schon fest fixiert, mit der Entstehung der Gü-
|
|
|
459 |
ter. Sie sit die logische Folge, dass Geld in diesem weiten Sinne,
|
|
|
460 |
welches Einkommen verkörpert, sich in der Höhe der Werteinheiten
|
|
|
461 |
begrifflich deckt mit der Höhe aller Güterpreise, denn beide sind
|
|
|
462 |
nur verschiedenartige Zvvuvvsammenfaltungen der aufgewandten Arbeits-
|
|
|
463 |
wertmengen und Einheiten. Da ist kein quantitätstheoretisches Aus-
|
|
|
464 |
schwingen, kein Endresultat, das uns den Geldwert mitteilt, mehr
|
|
|
465 |
vonnöten. Die Werteinheit hat einen ökonomischen Inhalt, soweit
|
|
|
466 |
sie Einkommen ist, soweit sie nicht nur eine gedankliche Vorstel-
|
|
|
467 |
lung bleibt, die wir wohl überall anlegen können, die aber wirt-
|
|
|
468 |
schaftlich nicht wirksam und darum nicht zu berücksichtigen ist.
|
|
|
469 |
Wir können den realen Inhalt jeder dieser Einkommenswerteinheiten
|
|
|
470 |
suchen in irgendeinem Gut oder wir können sie zusammenfassen als
|
|
|
471 |
das Extrakt aus der gesamten Güterwelt. In jedem Falle werden wir
|
|
|
472 |
mit einer gleichen Grösse zu rechnen haben, eben dieser, die sich
|
|
|
473 |
deckt mit der unserer Werteinheit zu grundegelegten Arbeitswert-
|
|
|
481 |
- 80 -
|
|
|
482 |
|
|
|
483 |
menge. Einen derart abgeleiteten Wert wollen wir der Werteinheit
|
|
|
484 |
in der Geldform nicht abstreiten; - das aber wird wohl nicht einmal
|
|
|
485 |
ein Nominalismus unternehmen wollen. Was uns von der Darlegung
|
|
|
486 |
der Warenwerttheorie unterschiedet, ist der Uvvmvvstand, dass wir im
|
|
|
487 |
Gelde keine selbständige mit den anderen Gütern gleich berechtig-
|
|
|
488 |
te Ware erkennen wollen. Alle Güter haben einen objektiven Be-
|
|
|
489 |
schaffungswert; das Geld nur einen davon abgeleiteten Wert. Die
|
|
|
490 |
Frage nach der Angemessenheit des Preises ist darum auch nicht
|
|
|
491 |
ein Abschätzen des Warenwertes am Geldwert, der losgelöst nur ein
|
|
|
492 |
Schatten, nichts als ein Schemen ist, mit dem wir in der Vorstellung
|
|
|
493 |
keine objektiv messbare Grösse verbinden können, sondern ist ein
|
|
|
494 |
Abschätzen an den Beschaffungskosten von vielen ähnlichen Dingen;
|
|
|
495 |
wir vergleichen die Arbeitsleistungen gleich - und verschiedenar-
|
|
|
496 |
tiger Dinge mit einander. Dvvivve Fvvrvvage, warum für ein bestimmtes Gut
|
|
|
497 |
eine bestimmte Geldsumme bezahlt wird, ahben wir ja bereits da be-
|
|
|
498 |
leuchtet, wo wir die Parallelität der Entstehung von Ware mit Geld
|
|
|
499 |
in Form von Einkommen erwähnten. Wenigstens gilt das für eine sta-
|
|
|
500 |
bile Papierwährung, wie wir sie hier schildern. Das allerdings ist
|
|
|
501 |
richtig, dass zwei Grössen nicht in einem relativen Verhältnis zu
|
|
|
502 |
einander stehen können, ohne als absolute Grössen vorhanden zu sein.
|
|
|
503 |
Auf die Geldverfassung aber ist dieser Satz nur anwendbar bei Gold-
|
|
|
504 |
währung mit ausschliesslichem Goldumlaug [sic]. Nur in diesem Falle ist
|
|
|
505 |
das Gold eine solche absolute Grösse, die Relationen auf seinen
|
|
|
506 |
objektiven Wert zulässt. Späterhin aber ist das Geld nur der Kreu-
|
|
|
507 |
zungspunkt alle dieser Relationen, etwas ausserhalb Stehendes und
|
|
|
515 |
- 81 -
|
|
|
516 |
|
|
|
517 |
nicht mehr gar der Pol, auf den alle Glieder, um mobil zu werden,
|
|
|
518 |
hinstreben. Das Geld ist nur etwas mit den Relationen Gleichna-
|
|
|
519 |
miges. Während die Werteineheit als Arbeitswertmenge bei den Gütern
|
|
|
520 |
das Inhaltliche Bedeutet, ist sie beim Gelde nur praktisch teil-
|
|
|
521 |
bares Bewegungsmittel und hat nur Wert im Hinblick auf ein Gut
|
|
|
522 |
und das auch nur deshalb, weil die arbeitsteilige Verkehrswirt-
|
|
|
523 |
schaft Mittel ersinnen musste, um auch hier Tauschhandlungen zu
|
|
|
524 |
ermöglichen und durch das staatlich gesetzte Tauschmittel dem
|
|
|
525 |
Geldverkehr ordnungsgemässe Bahnen zuwies. Für uns ist die Wert-
|
|
|
526 |
einheit keine beziehungslose, abstrakte Grösse, sondern eine Ar-
|
|
|
527 |
beitswertgrösse, die sich in jedem Augenblick an ein bestimmtes Gut
|
|
|
528 |
und an eine bestimmte Menge davon binden lässt, die uns aber nicht
|
|
|
529 |
deutlich wird bei der losgelösten Geldbetrachtung, sondern nur im
|
|
|
530 |
Bereiche der Güterwelt. Was bestimmt denn die Höhe eines Güterwer-
|
|
|
531 |
tes? Ist es wirklich eine Teilgrösse der Ware Geld, die uns wert-
|
|
|
532 |
mass sein soll für alle übrige Ware, die aber doch in ihrer ob-
|
|
|
533 |
jektiven Wertlosigkeit besonders beim [übertippt i] Monopolgeld der Warenwert-
|
|
|
534 |
theorie uns nur einen recht verschwommenen Wertmasstab bieten
|
|
|
535 |
kann für wirklich reale Güter, die, das ist doch die Grundregel
|
|
|
536 |
jeder objektiven Werttheorie, ihren Wert nur haben kann aus Menge
|
|
|
537 |
und Wert der aufgewandten Arbeit? Ist jenes Geld wirklich Wert-
|
|
|
538 |
maass, so vergleichen wir wildlich gesehen ungleichwertiges mit
|
|
|
539 |
einander, wo um uns reale Messwerkzeuge in Hülle und Fülle stehen.
|
|
|
540 |
Maass der Werte ist von allen Angebinn an die Arbeit und nur
|
|
|
548 |
- 82 -
|
|
|
549 |
|
|
|
550 |
dadurch, dass wir historisch die ganz bestimmte Beschaffungsar-
|
|
|
551 |
beit eines Gutes zu Grunde legten, und der Staat ihr dann einen
|
|
|
552 |
Namen gab, dadurch entstanden aus den und zugleich mit dem Maass
|
|
|
553 |
der Werte, auch die Preise. Nicht das Gut an sich ist das Wert-
|
|
|
554 |
maass, sondern die angewandte Beschaffungsarbeit des Gutes und
|
|
|
555 |
nur weil, ausser in der Gesellschaft der Gleichen eine losgelöste
|
|
|
556 |
Arbeitseinheit nicht bestehen kann, darum musste eine Basierung
|
|
|
557 |
zu einem Gute proklamiert werden. So tritt denn auch der ökonomi-
|
|
|
558 |
sche, reine, objektive Wert eines Gutes, das wirkliche Maass der an-
|
|
|
559 |
gewandten Arbeitsenergien nicht mehr in Erscheinung; der ökono-
|
|
|
560 |
misch reine Wert erhält in der Wirtschaft keinen Ausdruck mehr.
|
|
|
561 |
wir wissen, dass Kräfteverschiebungen in der verschiedensten Rich-
|
|
|
562 |
tung es uns nicht mehr gestatten, von Arbeitsmenge zu sprechen,
|
|
|
563 |
sondern als ein Korrektposten dazu diesen mit dem Arbeitswert und
|
|
|
564 |
den nicht nur im Hinblick auf die Qualifikation, sonder beson-
|
|
|
565 |
ders in Evvrvvwägung der gesellschaftlichen Verteilungsverhältnisse
|
|
|
566 |
zu verknüpfen. Wenn wir sagen, Preise sind nur anderer Name und
|
|
|
567 |
Ausdruck für Werte, so haben wir jene verschobenen Werte, die Tausch
|
|
|
568 |
werte im Auge. Das Geld kann nur wertmaass sein, insofern es auf
|
|
|
569 |
Werteinheiten lautet und Werteinheit nur als eine andere Bezeich-
|
|
|
570 |
nung für eine gewisse Arbeitsmenge zu[b]gelten hat hat. Das Geld als
|
|
|
571 |
das körperliche Zahlungsmittel kann auch nicht das Wertmaass sein,
|
|
|
572 |
weil es auch nur einen Teil des konsumberechtigten Einkommens
|
|
|
573 |
darstellt und weil, wenn wir definieren wollten, im Austausch von
|
|
|
574 |
Geld gegen Ware ergibt sich die Kaufkraft oder der Wert des Gel-
|
|
|
582 |
- 83 -
|
|
|
583 |
|
|
|
584 |
des, wir dann nicht berücksichtigen den wohl grössten Teil des
|
|
|
585 |
wirtschaftlich wirksamen, wenn auch nicht chartalen Geldes, das
|
|
|
586 |
Kaufkräfte in eminenten Maasse vergegenwärtigt. Das wurde im
|
|
|
587 |
Kreislauf der Wirtschaft dargetan, dass die Quantitätstheorie
|
|
|
588 |
nur in jenem weiten Sinne verstanden werden muss. Als Einzelgrös-
|
|
|
589 |
se sagt das chartale Geld gar nichts und das " Geld " in der
|
|
|
590 |
Gesamtgrösse der gesamten Einkommen ist uns nicht bekannt und
|
|
|
591 |
tritt uns, wenn wir die Kaufkraft als Resultat des Tauschens an-
|
|
|
592 |
sehen wollen, immer nur erst dann gegenüber, wenn diese wirt-
|
|
|
593 |
schaftlichen Handlungen der Vergangenheit angehören und ihrer-
|
|
|
594 |
seits vom Resultat ja nicht mehr beeinflusst werden können. Da-
|
|
|
595 |
mit wollen wir sagen, dass wir das Geld als Wertmaass scheinbar
|
|
|
596 |
benützen können, aber eben nur im Hinblick darauf, dass die Geld-
|
|
|
597 |
politik bestrebt ist, das Geld in der nominellen Höhe mit der
|
|
|
598 |
Güterproduktion und deren Preishöhe zu verknüpfen. Darum aber
|
|
|
599 |
kann auch die [übertippt P]reishöhe keine Grösse sein, die durch Abschätzung
|
|
|
600 |
am Golde gewonnen wird, sondern die, die wir aus Zvvuvvsammenfügen von
|
|
|
601 |
Arbeitswertgrössen gewinnen, wie sie uns historisch einmal im
|
|
|
602 |
Gelde, dann in der Wirtschaft mannigfaltig und somit auch in un-
|
|
|
603 |
serer Vvvovvrstellung gegeben sind. In der Erklärung, ein bestimmtes
|
|
|
604 |
Gut sei drei Mark wert, ist in gewissem Sinne doch auch ein ob-
|
|
|
605 |
jektiver Wert ausgedrückt, da wir uns jederzeit den Warengehalt,
|
|
|
606 |
wie Arbeitsenergie zur Evvrvvstattung des dritten Teil eines solchen
|
|
|
607 |
G[übertippt u]tes, die Arbeitsmenge, die wir eine Mark nennen, vorstellen können
|
|
|
608 |
Wissen wir noch dazu, dass dies und jenes auch eine Mark kostet,
|
|
|
616 |
- 84 -
|
|
|
617 |
|
|
|
618 |
dann wird in uns das Gefüh[übertippt ö mit l] der Wertgrösse von einer Mark so
|
|
|
619 |
gefestigt, dass wir Auspendelungen meist sofort erkennen und für
|
|
|
620 |
Korrektur Sorge tragen. Auf solche Art wird uns deutlich, ob ein
|
|
|
621 |
Preis hoch oder niedrig sei, denn im Verhältnis der Preise zu ein-
|
|
|
622 |
ander ist uns auch mittelbar Aufschluss üer deren absolute Höhen
|
|
|
623 |
gegeben. Das Problem erhält seine Spitze in der Frage, ob zur Ein-
|
|
|
624 |
reihung eines Gutes in das Netz der Relationen das Geld als Wert-
|
|
|
625 |
maass notwendig ist oder nicht. Dass ursprünglich ein Gut als
|
|
|
626 |
Mittelpunkt der Beziehungen zu deren Gewinnung nötig war, ist von
|
|
|
627 |
jeder Richtung anerkannt. Wir betrachten hier den besonderen Fall
|
|
|
628 |
der stabilen Papiergeld-Monopolwährung. Sei das neue Produkt ein
|
|
|
629 |
Erzeugnis der Metall- oder der Textilbranche; zuerst muss es sich
|
|
|
630 |
einmal anlehnen an die vorhandenen gleichartigen Erzeugnisse der
|
|
|
631 |
Konkurrenz, und der Preisspielraum ist dadurch schon bedeutend
|
|
|
632 |
eingeschränkt. Der Produzent muss zu Grunde legen seine Herstel-
|
|
|
633 |
lungskosten, und die Gvvrvvrenze wird um ein weiteres enger werden. Im
|
|
|
634 |
ganzen können wir sagen, dass da zu einem Vergleich und Abschätzen
|
|
|
635 |
am Gelde wenig Rvvavvum mehr bleiben dürfte und das, wie wir gesehen
|
|
|
636 |
haben darum, weil die Bindungen an die übrigen Güter und die wirt-
|
|
|
637 |
schaftliche Verpflichtung in der Fvvrvvage des Arbeitslohnes, der
|
|
|
638 |
Steuern, der Versicherungen usw. so enge sind, dass sie den Preis,
|
|
|
639 |
die Relation zu den anderen Gütern gebieterisch vorschreiben.
|
|
|
640 |
Ivvnvv allen anderen Gütern verkörpert sich in jedem Falle eine be-
|
|
|
641 |
stimmte Arbeitswertmenge, und diese bleibt auch das Wertmaass und
|
|
|
642 |
ergibt den Preis für alle neu hinzutretenden Güter. Das Geld kann
|