Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / III / Arbeitsquantum
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- 79 - wieder betont, weil es den Kern der vorgetragenen Auffassung wieder- gibt [vertippt], nicht ein Vergleich am Gvvovvlde nötig; der würde selbst die gröss ten Schwankungen im Gvvevvfolge haben. Notwendig dagegen ist das Zerle- gen der Güter in Arbeitswerteinheiten, für deren Grösse wir so vie- le Anhaltspunkte haben, als es nur Güter und Dienste in einem Lande gibt. [vertippt] Bei so geordneter Bankgeldschöpfung, und diese fordert ja auch die Warenwerttheorie, müssen wir beim Gelde immer nach der Kaufkraft fragen, müssen diese nicht als Ergebnis eines Austauscheyperiments [sic] zwischen Geld und Ware betrachten. Ivvnvv diesem Falle ist vielmehr die Kaufkraft des Geldes schon fest fixiert, mit der Entstehung der Gü- ter. Sie sit die logische Folge, dass Geld in diesem weiten Sinne, welches Einkommen verkörpert, sich in der Höhe der Werteinheiten begrifflich deckt mit der Höhe aller Güterpreise, denn beide sind nur verschiedenartige Zvvuvvsammenfaltungen der aufgewandten Arbeits- wertmengen und Einheiten. Da ist kein quantitätstheoretisches Aus- schwingen, kein Endresultat, das uns den Geldwert mitteilt, mehr vonnöten. Die Werteinheit hat einen ökonomischen Inhalt, soweit sie Einkommen ist, soweit sie nicht nur eine gedankliche Vorstel- lung bleibt, die wir wohl überall anlegen können, die aber wirt- schaftlich nicht wirksam und darum nicht zu berücksichtigen ist. Wir können den realen Inhalt jeder dieser Einkommenswerteinheiten suchen in irgendeinem Gut oder wir können sie zusammenfassen als das Extrakt aus der gesamten Güterwelt. In jedem Falle werden wir mit einer gleichen Grösse zu rechnen haben, eben dieser, die sich deckt mit der unserer Werteinheit zu grundegelegten Arbeitswert- - 80 - menge. Einen derart abgeleiteten Wert wollen wir der Werteinheit in der Geldform nicht abstreiten; - das aber wird wohl nicht einmal ein Nominalismus unternehmen wollen. Was uns von der Darlegung der Warenwerttheorie unterschiedet, ist der Uvvmvvstand, dass wir im Gelde keine selbständige mit den anderen Gütern gleich berechtig- te Ware erkennen wollen. Alle Güter haben einen objektiven Be- schaffungswert; das Geld nur einen davon abgeleiteten Wert. Die Frage nach der Angemessenheit des Preises ist darum auch nicht ein Abschätzen des Warenwertes am Geldwert, der losgelöst nur ein Schatten, nichts als ein Schemen ist, mit dem wir in der Vorstellung keine objektiv messbare Grösse verbinden können, sondern ist ein Abschätzen an den Beschaffungskosten von vielen ähnlichen Dingen; wir vergleichen die Arbeitsleistungen gleich - und verschiedenar- tiger Dinge mit einander. Dvvivve Fvvrvvage, warum für ein bestimmtes Gut eine bestimmte Geldsumme bezahlt wird, ahben wir ja bereits da be- leuchtet, wo wir die Parallelität der Entstehung von Ware mit Geld in Form von Einkommen erwähnten. Wenigstens gilt das für eine sta- bile Papierwährung, wie wir sie hier schildern. Das allerdings ist richtig, dass zwei Grössen nicht in einem relativen Verhältnis zu einander stehen können, ohne als absolute Grössen vorhanden zu sein. Auf die Geldverfassung aber ist dieser Satz nur anwendbar bei Gold- währung mit ausschliesslichem Goldumlaug [sic]. Nur in diesem Falle ist das Gold eine solche absolute Grösse, die Relationen auf seinen objektiven Wert zulässt. Späterhin aber ist das Geld nur der Kreu- zungspunkt alle dieser Relationen, etwas ausserhalb Stehendes und - 81 - nicht mehr gar der Pol, auf den alle Glieder, um mobil zu werden, hinstreben. Das Geld ist nur etwas mit den Relationen Gleichna- miges. Während die Werteineheit als Arbeitswertmenge bei den Gütern das Inhaltliche Bedeutet, ist sie beim Gelde nur praktisch teil- bares Bewegungsmittel und hat nur Wert im Hinblick auf ein Gut und das auch nur deshalb, weil die arbeitsteilige Verkehrswirt- schaft Mittel ersinnen musste, um auch hier Tauschhandlungen zu ermöglichen und durch das staatlich gesetzte Tauschmittel dem Geldverkehr ordnungsgemässe Bahnen zuwies. Für uns ist die Wert- einheit keine beziehungslose, abstrakte Grösse, sondern eine Ar- beitswertgrösse, die sich in jedem Augenblick an ein bestimmtes Gut und an eine bestimmte Menge davon binden lässt, die uns aber nicht deutlich wird bei der losgelösten Geldbetrachtung, sondern nur im Bereiche der Güterwelt. Was bestimmt denn die Höhe eines Güterwer- tes? Ist es wirklich eine Teilgrösse der Ware Geld, die uns wert- mass sein soll für alle übrige Ware, die aber doch in ihrer ob- jektiven Wertlosigkeit besonders beim [übertippt i] Monopolgeld der Warenwert- theorie uns nur einen recht verschwommenen Wertmasstab bieten kann für wirklich reale Güter, die, das ist doch die Grundregel jeder objektiven Werttheorie, ihren Wert nur haben kann aus Menge und Wert der aufgewandten Arbeit? Ist jenes Geld wirklich Wert- maass, so vergleichen wir wildlich gesehen ungleichwertiges mit einander, wo um uns reale Messwerkzeuge in Hülle und Fülle stehen. Maass der Werte ist von allen Angebinn an die Arbeit und nur - 82 - dadurch, dass wir historisch die ganz bestimmte Beschaffungsar- beit eines Gutes zu Grunde legten, und der Staat ihr dann einen Namen gab, dadurch entstanden aus den und zugleich mit dem Maass der Werte, auch die Preise. Nicht das Gut an sich ist das Wert- maass, sondern die angewandte Beschaffungsarbeit des Gutes und nur weil, ausser in der Gesellschaft der Gleichen eine losgelöste Arbeitseinheit nicht bestehen kann, darum musste eine Basierung zu einem Gute proklamiert werden. So tritt denn auch der ökonomi- sche, reine, objektive Wert eines Gutes, das wirkliche Maass der an- gewandten Arbeitsenergien nicht mehr in Erscheinung; der ökono- misch reine Wert erhält in der Wirtschaft keinen Ausdruck mehr. wir wissen, dass Kräfteverschiebungen in der verschiedensten Rich- tung es uns nicht mehr gestatten, von Arbeitsmenge zu sprechen, sondern als ein Korrektposten dazu diesen mit dem Arbeitswert und den nicht nur im Hinblick auf die Qualifikation, sonder beson- ders in Evvrvvwägung der gesellschaftlichen Verteilungsverhältnisse zu verknüpfen. Wenn wir sagen, Preise sind nur anderer Name und Ausdruck für Werte, so haben wir jene verschobenen Werte, die Tausch werte im Auge. Das Geld kann nur wertmaass sein, insofern es auf Werteinheiten lautet und Werteinheit nur als eine andere Bezeich- nung für eine gewisse Arbeitsmenge zu[b]gelten hat hat. Das Geld als das körperliche Zahlungsmittel kann auch nicht das Wertmaass sein, weil es auch nur einen Teil des konsumberechtigten Einkommens darstellt und weil, wenn wir definieren wollten, im Austausch von Geld gegen Ware ergibt sich die Kaufkraft oder der Wert des Gel- - 83 - des, wir dann nicht berücksichtigen den wohl grössten Teil des wirtschaftlich wirksamen, wenn auch nicht chartalen Geldes, das Kaufkräfte in eminenten Maasse vergegenwärtigt. Das wurde im Kreislauf der Wirtschaft dargetan, dass die Quantitätstheorie nur in jenem weiten Sinne verstanden werden muss. Als Einzelgrös- se sagt das chartale Geld gar nichts und das " Geld " in der Gesamtgrösse der gesamten Einkommen ist uns nicht bekannt und tritt uns, wenn wir die Kaufkraft als Resultat des Tauschens an- sehen wollen, immer nur erst dann gegenüber, wenn diese wirt- schaftlichen Handlungen der Vergangenheit angehören und ihrer- seits vom Resultat ja nicht mehr beeinflusst werden können. Da- mit wollen wir sagen, dass wir das Geld als Wertmaass scheinbar benützen können, aber eben nur im Hinblick darauf, dass die Geld- politik bestrebt ist, das Geld in der nominellen Höhe mit der Güterproduktion und deren Preishöhe zu verknüpfen. Darum aber kann auch die [übertippt P]reishöhe keine Grösse sein, die durch Abschätzung am Golde gewonnen wird, sondern die, die wir aus Zvvuvvsammenfügen von Arbeitswertgrössen gewinnen, wie sie uns historisch einmal im Gelde, dann in der Wirtschaft mannigfaltig und somit auch in un- serer Vvvovvrstellung gegeben sind. In der Erklärung, ein bestimmtes Gut sei drei Mark wert, ist in gewissem Sinne doch auch ein ob- jektiver Wert ausgedrückt, da wir uns jederzeit den Warengehalt, wie Arbeitsenergie zur Evvrvvstattung des dritten Teil eines solchen G[übertippt u]tes, die Arbeitsmenge, die wir eine Mark nennen, vorstellen können Wissen wir noch dazu, dass dies und jenes auch eine Mark kostet, - 84 - dann wird in uns das Gefüh[übertippt ö mit l] der Wertgrösse von einer Mark so gefestigt, dass wir Auspendelungen meist sofort erkennen und für Korrektur Sorge tragen. Auf solche Art wird uns deutlich, ob ein Preis hoch oder niedrig sei, denn im Verhältnis der Preise zu ein- ander ist uns auch mittelbar Aufschluss üer deren absolute Höhen gegeben. Das Problem erhält seine Spitze in der Frage, ob zur Ein- reihung eines Gutes in das Netz der Relationen das Geld als Wert- maass notwendig ist oder nicht. Dass ursprünglich ein Gut als Mittelpunkt der Beziehungen zu deren Gewinnung nötig war, ist von jeder Richtung anerkannt. Wir betrachten hier den besonderen Fall der stabilen Papiergeld-Monopolwährung. Sei das neue Produkt ein Erzeugnis der Metall- oder der Textilbranche; zuerst muss es sich einmal anlehnen an die vorhandenen gleichartigen Erzeugnisse der Konkurrenz, und der Preisspielraum ist dadurch schon bedeutend eingeschränkt. Der Produzent muss zu Grunde legen seine Herstel- lungskosten, und die Gvvrvvrenze wird um ein weiteres enger werden. Im ganzen können wir sagen, dass da zu einem Vergleich und Abschätzen am Gelde wenig Rvvavvum mehr bleiben dürfte und das, wie wir gesehen haben darum, weil die Bindungen an die übrigen Güter und die wirt- schaftliche Verpflichtung in der Fvvrvvage des Arbeitslohnes, der Steuern, der Versicherungen usw. so enge sind, dass sie den Preis, die Relation zu den anderen Gütern gebieterisch vorschreiben. Ivvnvv allen anderen Gütern verkörpert sich in jedem Falle eine be- stimmte Arbeitswertmenge, und diese bleibt auch das Wertmaass und ergibt den Preis für alle neu hinzutretenden Güter. Das Geld kann
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