Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV




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81 mungsgeist des Einzelnen, dem ja nicht am Tausche, sondern nur am
82 Kaufe oder Verkaufe gelegen ist. Importeur und Exporteur verrich-
83 ten jeweils nur eine HĂ€lfte des volkswirtschaftlichen Austausches.
84      So entstehen, g**g**esehen von der Perspektive der gesamten V
85 Volkswirtschaft, Forderungen und Gegenforderungen, die bis zur
86 gleichen Höhe der Wevvevvrte sich aufheben und ökonomisch bedeutungs-
87 los bleiben. Den Stand des Wechselkurses bestimmen vielmehr je-
88 weils Mehrheit oder Minderheit der Forderuvvivvnderheit der Fvvovvrder**u**ngen nach den Gesetzen
89 von Angebot und Nachfrage. Wir sahen, dass das VerhÀltnis der Wech-
90 selkurse primÀr abhÀngig ist von der Prvvrvveishöhe der jeweiligen
91 LĂ€nder. Dies bildet ja auch den Anreiz zu Import oder von Seiten
92 der anderen zu Export. Sind wir mit Export im RĂŒckstande geblieb-
93 ben, so können wir daraus entnehmen entweder, dass Waren bei uns
94 nicht abgesetzt sind oder gar, dass wir infolge falscher Geld-
95 schöpfung wirtschaftlich ungerechtfertigt ĂŒber eine GĂŒtermenge
96 verfĂŒgt haben, die wir, da wir importieren, zum Export hĂ€tten be-
97 reit halten mĂŒss**s**en. Wir können aber den auslĂ€ndischen Kvvovvnsum auf
98 unseren Vorteil hin nicht schmĂ€lern, wir mĂŒssen vielmehr fĂŒr den
99 Mankoposten der ĂŒberzĂ€hligen Einfuhr als KĂ€ufer von fremder Va-
100 luta auftraeten und den Preis dieser damit in die Höhe treiben,
101 was gleichbedeutend einem Sinken der Mark zu werten ist. Handelt
102 es sich hier um eine vorĂŒbergehnde Stende Svvtvvörung, so wird das verĂ€nder-
103 te Kursniveau unsere ExporttÀtigkeit in einem Maasse erhöhen (Prei-
104 se sind gleich geblieben - Valuta ist eggesunken), dagegen die
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115 Importmöglichkeit uns in einem hohen Maasse genommen sein, dass
116 die nachfolgende.Bilanz wieder in**xx** die alte Kursrelation einneh-
117 men wird. Die DisparitÀt der WvvÀvvhrungen liefert so aus sich selbst
118 heraus den Gegendampf. Invvnvv der WĂ€hrungspolitik werden in solchem
119 Falle Mittel gefunden werden, um die schÀdlichen Schwankungen
120 zu vermeiden, sei es nun bei gleichen WĂ€hrungen Export des WĂ€h-
121 rungsmetalls oder Stundung der Fvvovvrderung.
122      Anders aber, wenn aus innerwirtschaftlichen GrĂŒnden das
123 PrvvPrvveisniveau anarchisch geworden ist und sich durchaus von seiner
124 alten Basis entfernt hat. Dvvavvs Ausland wird nimmer geneigt sein,
125 fĂŒr unser Geld und unsere Devisen, das Spiegelbild der Warenprei-
126 se, den Betrag in eigener WÀhrung hinzugeben nach dem VerhÀltnis
127 wie es zu den alten Relationen geschah. Wenn wir Preise nicht auf
128 Grund einer ProduktionsÀnderung und Verteuerung in ihrer Gesamt-
129 heit erhöhen, so bringen wir damit zum Ausdruck, dass wir einen
130 Arbeitsaufwand von bestimmter Grösse nominell höher bewerten[m ĂŒbertippt mit ,]**,**
131 d.h. den Ivvnvvhalt der einzelnen Einheit herabmindern. Da nun der
132 ĂŒberstaatliche Auvvuvvstausch immer nur ein solcher von gleichem Ar-
133 beitsaufwand sein kann, un**n**d in den Devisen als der Parallele der
134 Waren zum Ausdruck kommt, da muss der Uvvmvvrechnungskoeffizient Valu-
135 ta das Gvvlvveichgewicht wieder herstellen, da wir uns nicht auf Kos-
136 ten anderer bereichern können.