Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV
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- 90 - Land aus freiem Entschluss eine Währungsänderung vornimmt. Die - 93 - Umrechnung der Valuta wird sich ganz genau mathematisch hier vollziehen. Auch bei den sog.festen Valuten, den Goldwährungen, sind immerhin in den Grenzen der Tvvrvvansportkosten kleine Schwan- kungen um das Münzparie möglich, die noch gar die feinsten Schwankungen der Wirtschaft uns künden. Ivvnvv jedem Falle müssen die Devisenkurse so stehen, dass die aus einem momentanen Preisniveau sich ergebenden Antriebe zu Import und Export und damit Störung der Zahlungsbilanz durch die Valuta paralysiert werden. Das zeigt uns auch, dass die Valuten primäre nur von innen heraus erschüttert werden können, von solchen Erscheinungen, die als Endergebnis eine Wirkung auf die Preise zeitigen. Nach aussen ist das staatliche Geld eine Ware, nicht in der Eigenschaft als das körperliche Geld, sondern eine Ware, insofern sie das Gegenüber oder die Anweisung auf die Güter bedeutet. Der erzielte Wechsel- kurs ist in letzter Zvvuvvrückverfolgung nicht der Preis des Geldes, sondern der Preis der Waren, die hinter dem Gelde stehen, und die im Verhältnis zur eigenen Währung teurer, gleich geblieben oder billiger geworden sind. Gvvavvnz gleich so verhält es sich mit Zins- erträgen aus im Ausland arbeitenden Kapital und mit Versicherungs- prämien, die notwendig als Aktivposten in der Bilanz erscheinen müssen wie Güterausfuhr, weil auch diese Pvvovvsten sich auf kostende Leistungen zurückführen lassen, ja nur auf solche zurückgeführt werden können [ergänzt handschriftlich , [?]genau[?]] wie physische Gegenstände selbst. Wir können hier aber nicht die Wirkungen auf die Valuta erschöpfend behandeln; wir wollen v[übertippt i]elmehr die uns wichtigen, mit der Werteinheit im - 94 - Innenverkehr zusammenhän[übertippt g]enden Berührungspunkte aufzeigen. Die letzte Entscheidung spricht immer die Zahlungsbilanz, aber der wesentlichste Faktor der Zahlungsbilanz ist wiederum die Handels- bilanz, und sie eben ist bedingt durch die Preishöhe. Wir fassen noch einmal zusammen: Die Aufgabe der Valuta besteht darin, dort, wo der überstaatliche Tausch nicht mehr sich zwischen gleichen verkörperten Arbeitswelten abspielt, den als tertium comparationis der Werteinheit geschalteten intervaluta- ren Kurs so umzuändern, dass der Tausch zwischen objektiv glei- chen [g übertippt mit G]rössen wieder verwirklicht ist. Weiter sollte unsere Betrach- tung vorläufig nicht führen. Es sollte nur kurz dargetan sein, dass auch der internationale Verkehr über die Grenzen der ver- schiedensten Währungsländer hinaus keine Brechung der von uns er- klärten Sätze bedeutet und der Begriff der Werteinheit keine Biegung dadurch erfährt. Was im einzelnen über die [übertippt V]aluten noch zu sagen sein wird, das sei jetzt bei der Betrachtung der Währungs- formen ergänzt. Die W ä h r u n g s f o r m e n . __Goldwährung:__ Es könnte scheinen, als ob wir in der Kritik des Metallismus damit auch gleichzeitig die Goldwährung schlechthin negieren wollten. Das aber ist nicht der Fall; - wir anerkennen vielmehr die ungeheuer praktische Bedeutung, die der Goldwährung innewohnte und erkennen ihre Segnung im vollen Maasse an. - 95 - Nur, und das trennt uns trotz scheinbaren Gleichlauts vom Metallismus, suchen wir aus ihr nicht die Stützen metallisti- scher Lehre zu gewinnen. Was jenen das A und O bedeutet, ist in unserer Avvnvvschauungsweise erstvsekundärer Natur; uns interessiert in diesem Zusammenhange weder die Notendeckung noch innerer Gold- umlauf, wir fragen nichts nach der Basierung der Werteinheit Mark au`f das Gold, soweit sie zur Erklärung des Eigenwertes dienlich sein soll. Wir betrachten einmal die Goldwährung als die von den wirtschaftlich führenden Ländern angewandte Währung, werden dabei vielen gemeinsam bindenden Gesichtspunkten auf die Spur kommen und auf diesem Wege von aussen nach innen endlich auch die wirt- schaftliche Bedeutung der Gvvovvldwährung im Innenverkehr würdigen. Das den Weltmarkt beherrschende und mit Industrieproduk- ten versorgende Land war England. Hier müssen wir unseren Betrach- tung aufnehmen . In England herrschte die Goldwährung vor, d.h. es wurde proklamiert, dass ein Pfund Sterling einer Gewichtsmenge Feingoldes gleich zu werten und jederzeit in Gold umzutauschen sei. Die Geldpreise waren in diesem System ohne weiteres Goldprei- se, denn einmall hatte das Pfund Sterling eine natürliche Beziehung zum Golde, wie sie die zu allen anderen Gütern auch hatte, und dann aus geldpolitischen Gründen noch eine besondere auf die Dauer mit jener notwendig übereinstimmende Bindung zu diesem Edelmetall, nämlich den Münzfuss. England wa rwirtschaftlich so gut fundiert, dass es trotz dreimaliger Suspendierung der Peelsacte, der Ein- stellung der Goldeinlösepflicht, doch keine nennenswerten
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- 90 - Land aus freiem Entschluss eine Währungsänderung vornimmt. D