Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV




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227 227 zum Golde, wie sie die zu allen anderen Gütern auch hatte, und dann
228 228 aus geldpolitischen Gründen noch eine besondere auf die Dauer
229 229 mit jener notwendig übereinstimmende Bindung zu diesem Edelmetall,
230    nämlich den Münzfuss. England wa rwirtschaftlich so gut fundiert,
  230  nämlich den Münzfuss. England war wirtschaftlich so gut fundiert,
231 231 dass es trotz dreimaliger Suspendierung der Peelsacte, der Ein-
232 232 stellung der Goldeinlösepflicht, doch keine nennenswerten
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  242 Preisrevolutionen zu erleiden hatte, uns [sic] es konnte immer wieder,  
  243 denn es war nach wie vor das stärkste Land, und es war die Zeit  
  244 des ausschliessliche geltenden Metallismus, die Bindungen des  
  245 Pfund Sterling zum Golde neu begründen. Wenn wir, wenn andere ihre  
  246 Stimme auf dem Weltmarkte laut werden lassen wollten, so war es  
  247 tunlich, dem allein herrschenden Pfund Sterling ein gleichwerti-  
  248 ges und jederzeit vergleichbares entgegen zu setzen. Was ein Pfund  
  249 Sterling bedeutete, das wusste man ohne weiteres; alles konzen-  
  250 tr[hand durchgestrichen --e--]ierte sich ja darauf hin. Diese Selbstherrlichkeit zeigt sich  
  251 heute noch in der englischen Kursnotierung, die als einzige das  
  252 Pfund Sterling in den Mittelpunkt stellt. Wenn wir unsere Produk-  
  253 te zum Weltmarkte bringen, so müssen wir unsere Währung zum Pfund  
  254 Sterling in Vergleich setzen, und, um den Verkehr zu erleich-  
  255 tern, ein mögli[h übertippt mit c]hst stabiles Verhältnis zu erreichen suchen. Hat  
  256 nun beispielsweise Deutschalnd [sic] Silber-, England die Goldwährung,  
  257 so ist diese Verhältniszahl zischen beiden Währungen den  
  258 verschiedensten Schwankungen ausgesetzt. Einmal ist es die[handsch (]nominel-  
  259 le Preishöhe schlechthin, die wirksam wird, dann aber vor allem die  
  260 Wechselwirkungen von dem Münzfuss des Silbers in Deutschland  
  261 und dem freien Metallpreis des Silbers auf dem englischen Mark-  
  262 te in englischer Währung ausgedrückt. Aus Produktionsbewegungen  
  263 der Metalle, wobei das Gold als das immer Starre belassen wird,  
  264 muss sich jeder golche [sic] Aenderung als ein Schwanken des Silber-  
  265 wertes bemerkbar machen und die valutarischen Verhältnisse be-  
  266 einflussen. So wird der Staat, der die Kraft fühlt, Englands  
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  276 Konkurrent auf dem Wletmarkte zu werden, aus praktischen Gründen  
  277 notwendig zur Goldwährung getrieben. Dass bei solcher Währungsän-  
  278 derung nichts Grundlegendes geschieht, sondern lediglich ein Rechen-  
  279 exempel zur Ausführung gelangt, das kann uns jeder Wirklich-  
  280 keit entnommene Fall deutlich machen. Ivvnvv Ansehen der schon geschil-  
  281 derten Punkte galt das Pfund Sterling in deutschem Silbergeld  
  282 6,81 Taler. Ein Taler sei drei Mark, ergibt durch Multiplikation  
  283 3 mal 6,81 ist gleich 20,43 ℳ für ein Pfund Sterling. Damit ist  
  284 uns nun noch der Goldgehalt der Mark genauest vorgeschrieben und  
  285 wir haben den Anschluss an den Weltmarkt erreicht. Die Goldwährung  
  286 ist das gemeinsame Band, das die Weltmarktkonkurrenten aneinander-  
  287 schweisst [, übertippt mit .] Nicht, dass ein Pfund Sterling, eine Mark und ein Schwei-  
  288 zer Franken gleiche y und z gramm [sic] Gold wären [handsch ,] und jede Wirtschaft  
  289 an dieser jeweiligen Gewichtsmenge ihre Werte messe; nein, dass wir  
  290 jetzt unter den konkurrierenden Nationen in jedem Augenblick im  
  291 Münzfuss ei[übertippt n] Vergleichsmaass haben, das den Leistungsfähigsten zum  
  292 Zuge kommen lässt, und zudem noch die Preishöhe auf die wirklich  
  293 notwendigen Herstellungskosten herabzudrücken geeignet ist, -  
  294 das ist der erste wesentliche Inhalt, den wir in die Goldwährung  
  295 legen wollen. Die Goldwährung gab uns Auskunft über die Qualität  
  296 eines Landes, denn Goldwährungsland sein, heisst, die Kraft aufzu-  
  297 bringen, ihr Tempo mitzuleben. Der billigste Preis trägt auf dem  
  298 weltmarkt den Sieg davon. Wer, - sei es aus natürlichen oder ge-  
  299 sellschaftlichen bedingten Gründen, nicht fähig ist, mit den anderen  
  300 Schritt zu halten, der kann auf die Dauer nicht Goldwährung be-  
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  310 sitzen. Die Bedingungen werden nicht in [übertippt j]edem Lande die gleichen  
  311 sein. Das aber gilt nach aussen gleich. Zur Nivellierung müssen  
  312 möglicherweise dann im Innern Opfer gebracht werden, sei es an  
  313 verminderter Lebenshaltung, sei es an erhöhter Arbeitsleistung.  
  314 Die Goldwährung schraubte also die Preise auf dem Weltmarkt  
  315 mit zwingender Notwendigkeit bei strafe des Währungsverfalls  
  316 eng aneinander. Bvvevvi Rohproduktion tritt das am stärksten zu Tage,  
  317 aber auch die Fertigfabrikate waren in allerdings locke-  
  318 ren Banden eingehängt. Die Fvvrvvage, wieviel Geld ein Land zur Siche-  
  319 rung siner Währung an Edelmetall vorrätig halten müsse, ist in  
  320 diesem Zusammenhang weder eine solche, die von der Golddeckung  
  321 der Noten abhängig wäre und mit der umlaufenden Notenmenge in  
  322 Verbindung gebracht werden müsse, sie ist überhaupt keine Erör-  
  323 terung, welche die Theorie angeht, sondern ausschliesslich eine  
  324 Machtfrage. Wir können sagen, dass, je enger ein Land mit der Gold-  
  325 währung verflochten ist, je grössere Rolle es in diesem Verbande  
  326 spielt, desto weniger Gold hat es begrifflich nötig, und mag es auch  
  327 im Innenverkehr den grössten Notenumlauf haben, mag dem Gesetz  
  328 nach die volle Deckung vorgeschrieben sein. Ja, wenn wir rein theo-  
  329 retisch sprechen wollen, so müssen die Goldwährungsländer ohne  
  330 jeglichen Goldschatz ihr [sic] Währung behaupten können. Wo die Zahlungs-  
  331 bilanz dauernd eine passive ist, das ist dort, wo Import nicht  
  332 durch Export oder sonstige Aktivposten gedeckt ist, da muss jede  
  333 Goldwährung in absehbarer Zvvevvit aufhören; vorübergehende Saldie  
  334 aber könnten buchhaltungsmässig gestundet werden, da sie bei Auf-  
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  344 rechterhaltung der Goldwährung notwendigerweise wieder abgetragen  
  345 werden müssen. Die Goldwährung ist nur das Äusserste Ventil,  
  346 das der Währungspolitik zum halten des intervalutaren Paris  
  347 zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold[übertippt p]unkte, -die Ver-  
  348 sendungskosten von Land zu Land, die das [übertippt i]ntervalutare Pari mit  
  349 dem Münzpari eng verbanden.  
  350      Die alten Fäden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass  
  351 als Folge der absoluten Vergleichbarkeit die Goldwährung unser  
  352 ganzes Preisniveau auf dem Uvvmvvwege üder [sic] den Weltmarkt von aussen  
  353 herein beeinflusst habe, so dass jede Stimme wohl gehört wird, aber  
  354 doch immer alle gegen einen stehen und dessen Wirtschaft beein-  
  355 flussen. Was aber ist mit diesem Ereignis weiter gewonnen? Zunächst  
  356 einmal: eine allgemeine Preisänderung kann nur statthaben in Ge-  
  357 meinsamkeit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions  
  358 kosten in der Gesamthöhe, soweit sie den Preis bestimmen, nicht än-  
  359 dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu liegen noch  
  360 hemmend die Bindungen an das Gold vor, dessen Gebrauchswert sich  
  361 bei Innehaltung des alten Münzfusses gegenüber dem erhöhten Preis-  
  362 niveau auflehnen würde. Schwanken können also nur die einzelnen  
  363 Produktionsgrössen, das sind die Einkommen untereinander. Von ihnen  
  364 können wir wohl sagen, dass in längeren Zeitabläufen genommen durch  
  365 die gegenseitige Konkurrenz und abwanderung, Stabilität sowohl im  
  366 allgemeinen, alsnauch in ihrem gegenseitigen Verhältnis obwaltet.  
  367 Das Real- und das Nominaleinkommen in der Nation sind nur verschie-  
  368 dene Namen zur Versinnbildlichung eines Vorrates an Gütern, ersteres  
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  378 ist die periodisch erzeugte Gütermenge als Masse, letzteres ist  
  379 eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur[übertippt c]h arbeittsteilige  
  380 Produktion und Privatwirtschaft, - der Anspruch der einzelnen  
  381 insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den Preisen sind die Einkommen  
  382 gebunden, denn Einkommen sind nichts anderes wie Preise, Preise  
  383 für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den Warenpreisen  
  384 das notwendige Gegenüber finden müssen. Das ist der Weg, auf dem  
  385 die Goldwährung über die Preisbildung und -bindung ihren Weg  
  386 bis zu den Einkommen findet. Das aber ist etwas durchaus verschie-  
  387 denes der Bedeutung, die Metallisten dem Gelde imputieren. Wir  
  388 aber gehen auf unserem Wege noch weiter. !!Es ist klar, dass das  
  389 Nominaleinkommen der Nation nur geändert werden kann und darf im  
  390 Einklang mit der Produktionsleistung.!! Nie kann es geändert werden  
  391 pro Anteil am Produkt, sondern immer nur pro Zahl. So können wir  
  392 die Fvvrvvage der Arbeitszeit, der Beamtengehälter, denn das sind aus  
  393 der Produktion geleistete Steuern; wir können das Maass, wie weit  
  394 soziale Einrichtungen in der Goldwährung möglich sind, begrifflich  
  395 beantworten. Wir müssen nur immer von aussen nach innen sehen, wir  
  396 müssen kalkulieren, gewissermaassen von oben nach unten, denn das  
  397 Oben ist uns durch die Goldwährung gegeben. In jenem fest begrenz-  
  398 ten Raume muss sich unser Wirtschaftsleben bewegen und einrich-  
  399 ten und die angeschnittenen Fragen sind aus diesen Gesichtspunk-  
  400 ten heraus zu prüfen und zu beantworten. Während wir auf den Preis  
  401 kaum einen Einfluss haben, bleibt uns doch als Regulator unserer  
  402 Einkommen die Höhe der Produktion vorbehalten. Mit beiden gegebenen  
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  412 Grössen haben wir auch die Notenproduktion in die Klammer ein-  
  413 gezogen. Wir brauchen nur von der Banknote rückwärts zu schreiten  
  414 über Wechsel zur Forderung, um die Verknüpfung der Note mit der  
  415 Ware und, was die Höhe und Menge ihres Umlaufs anlangt, mit dem  
  416 durch den Weltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis-  
  417 niveau gewahr zu werden. Das liegt durchaus im Rahmen der im  
  418 Kreislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit  
  419 diesem Eegebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösepflicht  
  420 und die Deckungsfrage der Noten in der Hand. Lehrt uns der Me-  
  421 tallismus nicht, dass das Gold als Wertmaass real vorhanden sein  
  422 müsse und dass die Banknote nur deshalb wie Gold kursiere, weil  
  423 sie in solches u[übertippt m]wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im  
  424 Kriege die Dritteldeckung als die Bremse gegen die Inflation  
  425 hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie  
  426 sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig  
  427 gedeckten Darlehenskassenscheins als Deckungsgrundlage, einen  
  428 sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. !!Aus unserer  
  429 Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G[übertippt ol]dwährung  
  430 angeschlossen waren, eine Inflation als ausgeschlossen anzuse-  
  431 hen war.!! Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in  
  432 der Zahl gewiss nicht fixieren, aber wir können ohne weiteres  
  433 das Maximum angeben, bis zu dessen Höhe, obgleich sie das die  
  434 Deckung beträchtlich überschreiten würde, eine Notenausgabe ge-  
  435 fahrlos und von geldtheoretischer Seite nicht zu beanstanden  
  436 wäre. Der Fall des Maximums an Noten läge da, wo alle Leistungen  
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  446 zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und endlich zu Banknoten  
  447 führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-  
  448 empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokonto, das  
  449 alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse  
  450 darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen  
  451 müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher  
  452 Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.  
  453      Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus  
  454 zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir haben dabei  
  455 bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,  
  456 dass in einem Goldwährungsverband als Ganzem, eben weil ihm die  
  457 sträksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-  
  458 setzen können. Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-  
  459 tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohna dass an der Bedeutung  
  460 und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert  
  461 wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit  
  462 allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch  
  463 geforderte Funktion des Goldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-  
  464 nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir  
  465 annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-  
  466 schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus  
  467 einer alle Werte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine  
  468 Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings  
  469 müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich  
  470 in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-  
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  480 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos  
  481 vollziehen kann ist eine Fvvrvvge für sich. Praktischer erscheint  
  482 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]internationale Währun-  
  483 gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine  
  484 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann  
  485 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass  
  486 für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo  
  487 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-  
  488 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das  
  489 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-  
  490 der historische gültige Werte schafft.  
  491      Späterhin wird dieser Gedanke nochmals gestreift werden  
  492 und nun zurück zur Betrachtung der Goldwährung in unserem be-  
  493 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkommen als der  
  494 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung  
  495 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher  
  496 Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch  
  497 nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-  
  498 stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-  
  499 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `es  
  500 zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in  
  501 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten  
  502 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-  
  503 gungskosten als Mvvavvass und Richtpunkt hinstellt, nach dem alle an-  
  504 deren, wollen sie exportfähig bleiben, hinstreben müssen. Die ganze  
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  514 Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als  
  515 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-  
  516 grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=  
  517 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen  
  518 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen  
  519 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren  
  520 können, ist uns also umgekehrt durch den Export vorgeschrieben,  
  521 die beide in dem Produkt aus Menge mal Preis gleiche Grössen  
  522 bilden müssen. So lange wir diesen Gleichgewichtszustand in der  
  523 natürlichen wirtschaftlichen Kvvrvvaft finden, spielt die Goldwährung  
  524 obwohl sie gerade dann ihre segensreichen Wirkungen am meisten  
  525 uns spüren lässt, doch keinerlei Rolle, was das Gold als Metall  
  526 und Vergleichsmaass anlangt. Wirksam ist nur der Gedanke und  
  527 die Notwendigkeit der Einhaltung der in der Goldwährung gebunde-  
  528 nen und vergleichbaren universellen Weltmarktpreise und die  
  529 starre Bindung der Einkommen des einzelnen wie der der ganzen  
  530 Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere  
  531 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund  
  532 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu  
  533 teuer) auf die Dauer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu  
  534 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-  
  535 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-  
  536 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.  
  537 Häufig auch, wie bei der letzten Krise 1907 lag der Grund zu  
  538 Goldexport, zu dem wir gezwungen wurden, nicht in uns, obwohl  
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  548 damals gleichzeitig eine neue Aufschwungsperiode Deutschlands  
  549 viel Kapital investierte und zur fraglichen Zeit noch wenig ex-  
  550 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte  
  551 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust  
  552 zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,  
  553 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-  
  554 tel zur Eindämmung überspannten Unternehmungsgeistes den Krisen-  
  555 herd treffen. In Ansehen unserer Darlegung müssen wir auch die  
  556 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie die gefährdete Golddek-  
  557 kung im Auge hat, ablehnen kritisieren und können die Berechtigung  
  558  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich  
  559 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-  
  560 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-  
  561 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-  
  562 tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen  
  563 werden teurer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren  
  564 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-  
  565 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren  
  566 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in  
  567 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-  
  568 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]  
  569 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]gen und kann von ihm unbe-  
  570 rück[übertippt s]ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu  
  571 Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]efahr  
  572 für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm  
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  582 vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.  
  583      Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -  
  584 in dem Preise und Einkommen gebunden sind - den Güteraustausch  
  585 nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-  
  586 sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren  
  587 Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die  
  588 oberste mögliche Preisgrenze setzt, ihre Aufgabe erfüllt. Zur  
  589 Preisfixierung, sodass wir unsere Produkte am Gelde schätzten,  
  590 ist kein Raum mehr. Wir können jetzt ja die Einkommen, denn das  
  591 sind die Einzelproduktionsgrössen der uns vorgeschriebenen Preise  
  592 und sind mit diesen streng gebunden. Ob wir ein Gut produzieren  
  593 können, beruht nicht auf der Ueberlegung, ob das fertige Produkt  
  594 auf Grund unserer Wertschätzung am Golde einen Preis erhält, den  
  595 uns das Ausland noch zubilligen wird, sondern wir addieren unsere  
  596 Produktionskosten, die täglich neu gegeben sind und in vollendete  
  597 Produktionen immer wieder zurückreichen, und kommen so zu einem  
  598 Preise, der uns Aufschluss über Exportmöglichkeit gibt und der  
  599  dann nötigerweise unabhängig von der Goldwertung durch Verbes-  
  600 serungen und Einsparungen möglicherweise noch reduziert werden  
  601 muss. Ausschlaggebend für den Preis eines Produktes sind nur die  
  602 Herstellungskosten, die auch das Maass des Wertes bilden. In der  
  603 Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-  
  604 mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen  
  605 der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-  
  606 einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t] e s der Einkommem mit dem  
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  616 Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im  
  617 einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-  
  618 beits m e n g e. Wiederu[übertippt m] müssen wir sagen, dass das Gold nur eine  
  619 Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-  
  620 tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie  
  621 bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,  
  622 den historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut  
  623 durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einaml im  
  624 rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen  
  625 und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge  
  626 finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-  
  627 sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns  
  628 das Preisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-  
  629 ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir  
  630 ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-  
  631 mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass  
  632 dieser Arbeitswerteinheit in allen Dingen der Aussenwelt, dabei  
  633 auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den  
  634 ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-  
  635 terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-  
  636 gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-  
  637 mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]  
  638 zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]ichen, produktionstechnischen  
  639 oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in  
  640 der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken  
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  650 gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-  
  651 ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen  
  652 würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der  
  653 Preise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-  
  654 nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-  
  655 und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis  
  656 des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-  
  657 dukte selbst keine Beziehung. Der Goldwährung haben wir so eminen-  
  658 te Bedeutung und so grossen praktischen Wert beigemessen, dass  
  659 diese Eigenschaft, die wir leugnen, demgegenüber nicht ins Gewicht  
  660 fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit  
  661 freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta  
  662 stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der  
  663 Stabilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite  
  664 Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-  
  665 währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-  
  666 des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis  
  667 ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die  
  668 wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das[handsch. ergänzt (]ist der Grund,  
  669 waru[übertippt m] als tertium comparationis ein etwas in der Uvvmvvrechnung von  
  670 Land zu Land dazwischen treten muss. Das findet in den Preisen  
  671 seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt den zwanzigsten Teil  
  672 kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass  
  673 bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein  
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  683 Zwanzigstel des Pfund Sterlin sein muss. Dass durch währungs-  
  684 politische Massnahmen diese Sätze absolut fest begründet sind,  
  685 ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist  
  686 auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller  
  687 Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land,  
  688 im selben Verhältnis bleibt. Wenn dieses auf dem allgemeinen  
  689 Preisniveau fussende, erst die Goldrelationen begründende Verhält-  
  690 nis ununterbrochen weiter besteht, dann wird Export und Import  
  691 und somit der Zahlungsausgleich von Land zu Land nicht aus dem  
  692 Gleichgewicht gebracht werden, und das intervalutare Pari wird  
  693 das Münzpari kaum verlassen können. Weil periodische Einzel-  
  694 schwankungen, so nebensächlich und geringfügig sie auch sein mö-  
  695 gen, auch bei den stärksten Lvvävvndern nicht zu vermeiden sind, und  
  696 das bei freien Währungen Uvvnvvklarheit und Unsicherheit in die  
  697 Berechnungen der Kvvavvufleute bringen müsste, darum ist die Gold-  
  698 währung mit dem mechanischen Zahlungsausgleich noch besonders  
  699 geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er-  
  700 halten.  
  701      Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch  
  702 allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, sit  
  703 also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon-  
  704 stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen,  
  705 wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege  
  706 der Gewinnung, wie etwas gar Herstellung auf synthetischem Wege  
  707 oder wie umgekehrt plötzliches Aufhöhren von Goldfunden auf die  
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  717 Währung wirken müsste. Es ist nebensächlich, welchen Prozentsatz  
  718 der möglichkeiten unsere Fälle in sich schliessen. Die ersten  
  719 beiden Evvrvvwä[übertippt g]ungen scheinen sogar von wirklich praktischer Bedeu-  
  720 tung. Nach immer grösseren Opfern für die Währungsbanken kommt  
  721 endlichh auch einmal der Punkt des Unvermögens, weiterhin mehr  
  722 Gold aufzunehmen. Schliessen sich in diesem Augenblicke nicht  
  723 weitere Länder der Goldwährung an und treten dabei mit neuem Be-  
  724 darfe auf, so sind die Goldwährungsstaaten gezwungen, die freie  
  725 Prägbarkeit aufzugeben, nachdem die Besitzer der Goldgruben in  
  726 der ganzen vorhergehenden Zeit dynamischer Entwicklung infolge  
  727 der Förderung Monopolgewinne über den wirklichen Herstellungs-  
  728 wert hinaus vereinnahmen und inflationistisch das Preisniveau  
  729 beeinflussen konnten. Gegenüber einer so vermehrten und verbillig-  
  730 ten Goldpruduktion könnte der Staat und vor allem der führende  
  731 Wirtschaftsstaat in seiner Geldpolitik nicht untätig verharren,  
  732 denn in seiner vorgeschriebenen Prägepflicht wechselt er nicht  
  733 nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um. er wechselt  
  734 nicht nur die Form, sondern er stempelt in einer gegebenen Form  
  735 das Gols zu seinem nominellen Gelde, das historisch verankert,  
  736 vor allem in einem anderen, höheren Goldwert verankert [sic] Gemeinbesitz  
  737 aller menschlichen Handlung, ihrer gesamten Denk - und Rechenope-  
  738 rationen geworden ist. Das in Münze geprägte Gold ist ein anderes  
  739 als das Gewichtsgold; die "charta" ist mit Knapp zu sprechen  
  740 das entscheidende. Hvvivver hat nicht ein Privatmann dem Gold eine  
  741 Form gegeben, wie der Juwelier einen Ring fertigt; hier hat der  
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  750  
  751 Staat dem Golde einen gesellschaftlich gültigen Wert gegeben,  
  752 der sich vom wirtschaftlichen Wert des Goldes auf Grund seiner  
  753 Produktionskosten trennt. Der Staat darf hier aber nicht als  
  754 selbstherrlicher Autokrat betrachtet sein, sondern er ist hier  
  755 nur Ausdruck und Funktion einer Vielheit, nämlich der wirtschaf-  
  756 tenden Gesellschaft und diese[handsch. durchgestrichen --r--] wird nicht willens sein ihr Ein-  
  757 kommen schmälern zu lassen zum Vorteil einer verschwindenden Min-  
  758 derheit oder überhaupt einer anderen Wirtschaftsgemeinschaft;  
  759 sie wird sich gegen die Unwahrheit der Tauschakte zur Wehr setzen  
  760 und das heisst hier in seiner Wirkung; sie wird die Prägepflicht  
  761 aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt zumindest so lange bis ?der Restwert? wieder stabil geworden ist . ]  
  762      So könnte wohl die Mvvövvglichkeit bestehen, dass die erste  
  763 Wirtschaftsmacht sich vom Golde löst, dabei diese Vormachtstel-  
  764 lung hält und auch weiterhin ruhender Pol in der Währungen Spiel  
  765 und Schwanken bleibt, eben weil diese [hands. geändert Großschreibung L]andesallmächtige Währung  
  766 die Preise praktisch so fest als das objektiv messbare Geld zu  
  767 binden vermag. Wäre es denkbar, dass solches Land das gesamte Gold  
  768 in seinen Gvvrvvenzen und nur i[übertippt n] eigener Regie fördere, dann wäre es  
  769 wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seinen wirtschaftli-  
  770 chen Herstellungswert gelegenen Preis zubgeben und in seiner  
  771 Münze zu statuieren. Andere Svvtvvatten würden praktisch, wenn auch  
  772 mit wirtschaftlichen Opfern die gleiche Währung annehmen und so  
  773 bietet sie bisher gesehen auch alle Segnungen einer Goldwährung  
  774 mit wirtschaftlich wahrem Inhalt.  
  775      Eine Einschränkung allerdings, die geeignet ist, aus dieser  
  776 theoretischen Möglichkeit eine fast praktische Unmöglichkeit  
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