425 |
hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie
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425 |
hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie
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426 |
sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig
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426 |
sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig
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427 |
gedeckten Darlehenskassenscheins als Deckungsgrundlage, einen
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427 |
gedeckten Darlehenskassenscheins als Deckungsgrundlage, einen
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444 |
- 102 -
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445 |
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446 |
zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und endlich zu Banknoten
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führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-
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empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokonto, das
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449 |
alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse
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450 |
darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen
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451 |
müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher
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452 |
Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.
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453 |
Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus
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454 |
zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir haben dabei
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455 |
bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,
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456 |
dass in einem Goldwährungsverband als Ganzem, eben weil ihm die
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457 |
sträksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-
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458 |
setzen können. Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
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459 |
tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohna dass an der Bedeutung
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460 |
und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert
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461 |
wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit
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462 |
allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch
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463 |
geforderte Funktion des Goldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-
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464 |
nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir
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465 |
annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-
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466 |
schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus
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467 |
einer alle Werte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
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468 |
Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings
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469 |
müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich
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470 |
in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-
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478 |
- 103 -
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479 |
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480 |
verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
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481 |
vollziehen kann ist eine Fvvrvvge für sich. Praktischer erscheint
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482 |
uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]internationale Währun-
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483 |
gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine
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484 |
Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann
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485 |
allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
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486 |
für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
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487 |
die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
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488 |
ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
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489 |
Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
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490 |
der historische gültige Werte schafft.
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491 |
Späterhin wird dieser Gedanke nochmals gestreift werden
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492 |
und nun zurück zur Betrachtung der Goldwährung in unserem be-
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493 |
schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkommen als der
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494 |
Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
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495 |
durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
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496 |
Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
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497 |
nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
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498 |
stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-
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499 |
steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `es
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500 |
zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in
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501 |
der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten
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502 |
jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
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503 |
gungskosten als Mvvavvass und Richtpunkt hinstellt, nach dem alle an-
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504 |
deren, wollen sie exportfähig bleiben, hinstreben müssen. Die ganze
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512 |
- 104 -
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513 |
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514 |
Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
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515 |
auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
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516 |
grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=
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517 |
dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
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518 |
aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
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519 |
einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
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520 |
können, ist uns also umgekehrt durch den Export vorgeschrieben,
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521 |
die beide in dem Produkt aus Menge mal Preis gleiche Grössen
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522 |
bilden müssen. So lange wir diesen Gleichgewichtszustand in der
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523 |
natürlichen wirtschaftlichen Kvvrvvaft finden, spielt die Goldwährung
|
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524 |
obwohl sie gerade dann ihre segensreichen Wirkungen am meisten
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525 |
uns spüren lässt, doch keinerlei Rolle, was das Gold als Metall
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526 |
und Vergleichsmaass anlangt. Wirksam ist nur der Gedanke und
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527 |
die Notwendigkeit der Einhaltung der in der Goldwährung gebunde-
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528 |
nen und vergleichbaren universellen Weltmarktpreise und die
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529 |
starre Bindung der Einkommen des einzelnen wie der der ganzen
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530 |
Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
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531 |
Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
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532 |
mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
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533 |
teuer) auf die Dauer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
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534 |
stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
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535 |
nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
|
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536 |
nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
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537 |
Häufig auch, wie bei der letzten Krise 1907 lag der Grund zu
|
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538 |
Goldexport, zu dem wir gezwungen wurden, nicht in uns, obwohl
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546 |
- 105 -
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547 |
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548 |
damals gleichzeitig eine neue Aufschwungsperiode Deutschlands
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549 |
viel Kapital investierte und zur fraglichen Zeit noch wenig ex-
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550 |
portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
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551 |
waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
|
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552 |
zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
|
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|
553 |
und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
|
|
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554 |
tel zur Eindämmung überspannten Unternehmungsgeistes den Krisen-
|
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555 |
herd treffen. In Ansehen unserer Darlegung müssen wir auch die
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556 |
Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie die gefährdete Golddek-
|
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557 |
kung im Auge hat, ablehnen kritisieren und können die Berechtigung
|
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558 |
der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
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559 |
von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
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560 |
höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
|
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561 |
guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
|
|
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562 |
tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
|
|
|
563 |
werden teurer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
|
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564 |
schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
|
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565 |
hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
|
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566 |
Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
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567 |
Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
|
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568 |
des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
|
|
|
569 |
er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]gen und kann von ihm unbe-
|
|
|
570 |
rück[übertippt s]ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
|
|
|
571 |
Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]efahr
|
|
|
572 |
für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
|
|
|
580 |
- 106 -
|
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581 |
|
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|
582 |
vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.
|
|
|
583 |
Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
|
|
|
584 |
in dem Preise und Einkommen gebunden sind - den Güteraustausch
|
|
|
585 |
nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
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|
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586 |
sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren
|
|
|
587 |
Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die
|
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588 |
oberste mögliche Preisgrenze setzt, ihre Aufgabe erfüllt. Zur
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589 |
Preisfixierung, sodass wir unsere Produkte am Gelde schätzten,
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590 |
ist kein Raum mehr. Wir können jetzt ja die Einkommen, denn das
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591 |
sind die Einzelproduktionsgrössen der uns vorgeschriebenen Preise
|
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592 |
und sind mit diesen streng gebunden. Ob wir ein Gut produzieren
|
|
|
593 |
können, beruht nicht auf der Ueberlegung, ob das fertige Produkt
|
|
|
594 |
auf Grund unserer Wertschätzung am Golde einen Preis erhält, den
|
|
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595 |
uns das Ausland noch zubilligen wird, sondern wir addieren unsere
|
|
|
596 |
Produktionskosten, die täglich neu gegeben sind und in vollendete
|
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597 |
Produktionen immer wieder zurückreichen, und kommen so zu einem
|
|
|
598 |
Preise, der uns Aufschluss über Exportmöglichkeit gibt und der
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599 |
dann nötigerweise unabhängig von der Goldwertung durch Verbes-
|
|
|
600 |
serungen und Einsparungen möglicherweise noch reduziert werden
|
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|
601 |
muss. Ausschlaggebend für den Preis eines Produktes sind nur die
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|
|
602 |
Herstellungskosten, die auch das Maass des Wertes bilden. In der
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|
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603 |
Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
|
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|
604 |
mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
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605 |
der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
|
|
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606 |
einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t] e s der Einkommem mit dem
|
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614 |
- 107 -
|
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615 |
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616 |
Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im
|
|
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617 |
einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-
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618 |
beits m e n g e. Wiederu[übertippt m] müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
|
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619 |
Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-
|
|
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620 |
tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie
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621 |
bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,
|
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622 |
den historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
|
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623 |
durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einaml im
|
|
|
624 |
rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen
|
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625 |
und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge
|
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626 |
finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-
|
|
|
627 |
sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns
|
|
|
628 |
das Preisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
|
|
|
629 |
ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir
|
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630 |
ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-
|
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631 |
mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass
|
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|
632 |
dieser Arbeitswerteinheit in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
|
|
|
633 |
auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den
|
|
|
634 |
ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-
|
|
|
635 |
terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-
|
|
|
636 |
gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-
|
|
|
637 |
mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]
|
|
|
638 |
zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]ichen, produktionstechnischen
|
|
|
639 |
oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in
|
|
|
640 |
der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken
|
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648 |
- 107 - [*Bemerkung: Seitennummer zweifach vergeben]
|
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649 |
|
|
|
650 |
gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-
|
|
|
651 |
ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen
|
|
|
652 |
würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der
|
|
|
653 |
Preise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
|
|
|
654 |
nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-
|
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|
655 |
und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis
|
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656 |
des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-
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657 |
dukte selbst keine Beziehung. Der Goldwährung haben wir so eminen-
|
|
|
658 |
te Bedeutung und so grossen praktischen Wert beigemessen, dass
|
|
|
659 |
diese Eigenschaft, die wir leugnen, demgegenüber nicht ins Gewicht
|
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|
660 |
fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit
|
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661 |
freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta
|
|
|
662 |
stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der
|
|
|
663 |
Stabilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
|
|
|
664 |
Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-
|
|
|
665 |
währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-
|
|
|
666 |
des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis
|
|
|
667 |
ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die
|
|
|
668 |
wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das[handsch. ergänzt (]ist der Grund,
|
|
|
669 |
waru[übertippt m] als tertium comparationis ein etwas in der Uvvmvvrechnung von
|
|
|
670 |
Land zu Land dazwischen treten muss. Das findet in den Preisen
|
|
|
671 |
seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt den zwanzigsten Teil
|
|
|
672 |
kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
|
|
|
673 |
bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein
|
|
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681 |
- 108 -
|
|
|
682 |
|
|
|
683 |
Zwanzigstel des Pfund Sterlin sein muss. Dass durch währungs-
|
|
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684 |
politische Massnahmen diese Sätze absolut fest begründet sind,
|
|
|
685 |
ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist
|
|
|
686 |
auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller
|
|
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687 |
Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land,
|
|
|
688 |
im selben Verhältnis bleibt. Wenn dieses auf dem allgemeinen
|
|
|
689 |
Preisniveau fussende, erst die Goldrelationen begründende Verhält-
|
|
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690 |
nis ununterbrochen weiter besteht, dann wird Export und Import
|
|
|
691 |
und somit der Zahlungsausgleich von Land zu Land nicht aus dem
|
|
|
692 |
Gleichgewicht gebracht werden, und das intervalutare Pari wird
|
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|
693 |
das Münzpari kaum verlassen können. Weil periodische Einzel-
|
|
|
694 |
schwankungen, so nebensächlich und geringfügig sie auch sein mö-
|
|
|
695 |
gen, auch bei den stärksten Lvvävvndern nicht zu vermeiden sind, und
|
|
|
696 |
das bei freien Währungen Uvvnvvklarheit und Unsicherheit in die
|
|
|
697 |
Berechnungen der Kvvavvufleute bringen müsste, darum ist die Gold-
|
|
|
698 |
währung mit dem mechanischen Zahlungsausgleich noch besonders
|
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|
699 |
geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er-
|
|
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700 |
halten.
|
|
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701 |
Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch
|
|
|
702 |
allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, sit
|
|
|
703 |
also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon-
|
|
|
704 |
stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen,
|
|
|
705 |
wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege
|
|
|
706 |
der Gewinnung, wie etwas gar Herstellung auf synthetischem Wege
|
|
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707 |
oder wie umgekehrt plötzliches Aufhöhren von Goldfunden auf die
|