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512 |
- 104 -
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513 |
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514 |
Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
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515 |
auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
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516 |
grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=
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517 |
dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
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518 |
aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
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519 |
einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
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520 |
können, ist uns also umgekehrt durch den Export vorgeschrieben,
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521 |
die beide in dem Produkt aus Menge mal Preis gleiche Grössen
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522 |
bilden müssen. So lange wir diesen Gleichgewichtszustand in der
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523 |
natürlichen wirtschaftlichen Kvvrvvaft finden, spielt die Goldwährung
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524 |
obwohl sie gerade dann ihre segensreichen Wirkungen am meisten
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525 |
uns spüren lässt, doch keinerlei Rolle, was das Gold als Metall
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526 |
und Vergleichsmaass anlangt. Wirksam ist nur der Gedanke und
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527 |
die Notwendigkeit der Einhaltung der in der Goldwährung gebunde-
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528 |
nen und vergleichbaren universellen Weltmarktpreise und die
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529 |
starre Bindung der Einkommen des einzelnen wie der der ganzen
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530 |
Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
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531 |
Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
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532 |
mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
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533 |
teuer) auf die Dauer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
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534 |
stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
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535 |
nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
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536 |
nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
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537 |
Häufig auch, wie bei der letzten Krise 1907 lag der Grund zu
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538 |
Goldexport, zu dem wir gezwungen wurden, nicht in uns, obwohl
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546 |
- 105 -
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547 |
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548 |
damals gleichzeitig eine neue Aufschwungsperiode Deutschlands
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549 |
viel Kapital investierte und zur fraglichen Zeit noch wenig ex-
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550 |
portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
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551 |
waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
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552 |
zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
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553 |
und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
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554 |
tel zur Eindämmung überspannten Unternehmungsgeistes den Krisen-
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555 |
herd treffen. In Ansehen unserer Darlegung müssen wir auch die
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556 |
Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie die gefährdete Golddek-
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557 |
kung im Auge hat, ablehnen kritisieren und können die Berechtigung
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558 |
der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
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559 |
von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
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560 |
höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
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561 |
guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
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562 |
tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
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563 |
werden teurer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
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564 |
schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
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565 |
hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
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566 |
Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
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567 |
Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
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568 |
des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
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569 |
er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]gen und kann von ihm unbe-
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570 |
rück[übertippt s]ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
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571 |
Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]efahr
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572 |
für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
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580 |
- 106 -
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581 |
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582 |
vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.
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583 |
Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
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584 |
in dem Preise und Einkommen gebunden sind - den Güteraustausch
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585 |
nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
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586 |
sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren
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587 |
Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die
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588 |
oberste mögliche Preisgrenze setzt, ihre Aufgabe erfüllt. Zur
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589 |
Preisfixierung, sodass wir unsere Produkte am Gelde schätzten,
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590 |
ist kein Raum mehr. Wir können jetzt ja die Einkommen, denn das
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591 |
sind die Einzelproduktionsgrössen der uns vorgeschriebenen Preise
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592 |
und sind mit diesen streng gebunden. Ob wir ein Gut produzieren
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593 |
können, beruht nicht auf der Ueberlegung, ob das fertige Produkt
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594 |
auf Grund unserer Wertschätzung am Golde einen Preis erhält, den
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595 |
uns das Ausland noch zubilligen wird, sondern wir addieren unsere
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596 |
Produktionskosten, die täglich neu gegeben sind und in vollendete
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597 |
Produktionen immer wieder zurückreichen, und kommen so zu einem
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598 |
Preise, der uns Aufschluss über Exportmöglichkeit gibt und der
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599 |
dann nötigerweise unabhängig von der Goldwertung durch Verbes-
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600 |
serungen und Einsparungen möglicherweise noch reduziert werden
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601 |
muss. Ausschlaggebend für den Preis eines Produktes sind nur die
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602 |
Herstellungskosten, die auch das Maass des Wertes bilden. In der
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603 |
Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
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604 |
mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
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605 |
der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
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606 |
einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t] e s der Einkommem mit dem
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614 |
- 107 -
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615 |
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616 |
Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im
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617 |
einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-
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618 |
beits m e n g e. Wiederu[übertippt m] müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
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619 |
Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-
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620 |
tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie
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621 |
bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,
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622 |
den historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
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623 |
durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einaml im
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624 |
rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen
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625 |
und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge
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626 |
finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-
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627 |
sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns
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628 |
das Preisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
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629 |
ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir
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630 |
ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-
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631 |
mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass
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632 |
dieser Arbeitswerteinheit in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
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633 |
auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den
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|
|
634 |
ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-
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635 |
terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-
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636 |
gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-
|
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637 |
mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]
|
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638 |
zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]ichen, produktionstechnischen
|
|
|
639 |
oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in
|
|
|
640 |
der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken
|
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648 |
- 107 - [*Bemerkung: Seitennummer zweifach vergeben]
|
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649 |
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|
650 |
gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-
|
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651 |
ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen
|
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|
652 |
würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der
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653 |
Preise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
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654 |
nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-
|
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655 |
und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis
|
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656 |
des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-
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657 |
dukte selbst keine Beziehung. Der Goldwährung haben wir so eminen-
|
|
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658 |
te Bedeutung und so grossen praktischen Wert beigemessen, dass
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659 |
diese Eigenschaft, die wir leugnen, demgegenüber nicht ins Gewicht
|
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660 |
fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit
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661 |
freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta
|
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662 |
stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der
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|
663 |
Stabilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
|
|
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664 |
Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-
|
|
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665 |
währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-
|
|
|
666 |
des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis
|
|
|
667 |
ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die
|
|
|
668 |
wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das[handsch. ergänzt (]ist der Grund,
|
|
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669 |
waru[übertippt m] als tertium comparationis ein etwas in der Uvvmvvrechnung von
|
|
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670 |
Land zu Land dazwischen treten muss. Das findet in den Preisen
|
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671 |
seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt den zwanzigsten Teil
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672 |
kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
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673 |
bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein
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681 |
- 108 -
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682 |
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683 |
Zwanzigstel des Pfund Sterlin sein muss. Dass durch währungs-
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684 |
politische Massnahmen diese Sätze absolut fest begründet sind,
|
|
|
685 |
ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist
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686 |
auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller
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|
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687 |
Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land,
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|
|
688 |
im selben Verhältnis bleibt. Wenn dieses auf dem allgemeinen
|
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689 |
Preisniveau fussende, erst die Goldrelationen begründende Verhält-
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690 |
nis ununterbrochen weiter besteht, dann wird Export und Import
|
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691 |
und somit der Zahlungsausgleich von Land zu Land nicht aus dem
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692 |
Gleichgewicht gebracht werden, und das intervalutare Pari wird
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693 |
das Münzpari kaum verlassen können. Weil periodische Einzel-
|
|
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694 |
schwankungen, so nebensächlich und geringfügig sie auch sein mö-
|
|
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695 |
gen, auch bei den stärksten Lvvävvndern nicht zu vermeiden sind, und
|
|
|
696 |
das bei freien Währungen Uvvnvvklarheit und Unsicherheit in die
|
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697 |
Berechnungen der Kvvavvufleute bringen müsste, darum ist die Gold-
|
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698 |
währung mit dem mechanischen Zahlungsausgleich noch besonders
|
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|
699 |
geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er-
|
|
|
700 |
halten.
|
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701 |
Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch
|
|
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702 |
allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, sit
|
|
|
703 |
also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon-
|
|
|
704 |
stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen,
|
|
|
705 |
wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege
|
|
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706 |
der Gewinnung, wie etwas gar Herstellung auf synthetischem Wege
|
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707 |
oder wie umgekehrt plötzliches Aufhöhren von Goldfunden auf die
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715 |
- 1 [übertippt 0]9 -
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716 |
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717 |
Währung wirken müsste. Es ist nebensächlich, welchen Prozentsatz
|
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718 |
der möglichkeiten unsere Fälle in sich schliessen. Die ersten
|
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719 |
beiden Evvrvvwä[übertippt g]ungen scheinen sogar von wirklich praktischer Bedeu-
|
|
|
720 |
tung. Nach immer grösseren Opfern für die Währungsbanken kommt
|
|
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721 |
endlichh auch einmal der Punkt des Unvermögens, weiterhin mehr
|
|
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722 |
Gold aufzunehmen. Schliessen sich in diesem Augenblicke nicht
|
|
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723 |
weitere Länder der Goldwährung an und treten dabei mit neuem Be-
|
|
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724 |
darfe auf, so sind die Goldwährungsstaaten gezwungen, die freie
|
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725 |
Prägbarkeit aufzugeben, nachdem die Besitzer der Goldgruben in
|
|
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726 |
der ganzen vorhergehenden Zeit dynamischer Entwicklung infolge
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727 |
der Förderung Monopolgewinne über den wirklichen Herstellungs-
|
|
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728 |
wert hinaus vereinnahmen und inflationistisch das Preisniveau
|
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729 |
beeinflussen konnten. Gegenüber einer so vermehrten und verbillig-
|
|
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730 |
ten Goldpruduktion könnte der Staat und vor allem der führende
|
|
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731 |
Wirtschaftsstaat in seiner Geldpolitik nicht untätig verharren,
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|
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732 |
denn in seiner vorgeschriebenen Prägepflicht wechselt er nicht
|
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733 |
nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um. er wechselt
|
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|
734 |
nicht nur die Form, sondern er stempelt in einer gegebenen Form
|
|
|
735 |
das Gols zu seinem nominellen Gelde, das historisch verankert,
|
|
|
736 |
vor allem in einem anderen, höheren Goldwert verankert [sic] Gemeinbesitz
|
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737 |
aller menschlichen Handlung, ihrer gesamten Denk - und Rechenope-
|
|
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738 |
rationen geworden ist. Das in Münze geprägte Gold ist ein anderes
|
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739 |
als das Gewichtsgold; die "charta" ist mit Knapp zu sprechen
|
|
|
740 |
das entscheidende. Hvvivver hat nicht ein Privatmann dem Gold eine
|
|
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741 |
Form gegeben, wie der Juwelier einen Ring fertigt; hier hat der
|
|
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749 |
- 110 -
|
|
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750 |
|
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751 |
Staat dem Golde einen gesellschaftlich gültigen Wert gegeben,
|
|
|
752 |
der sich vom wirtschaftlichen Wert des Goldes auf Grund seiner
|
|
|
753 |
Produktionskosten trennt. Der Staat darf hier aber nicht als
|
|
|
754 |
selbstherrlicher Autokrat betrachtet sein, sondern er ist hier
|
|
|
755 |
nur Ausdruck und Funktion einer Vielheit, nämlich der wirtschaf-
|
|
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756 |
tenden Gesellschaft und diese[handsch. durchgestrichen --r--] wird nicht willens sein ihr Ein-
|
|
|
757 |
kommen schmälern zu lassen zum Vorteil einer verschwindenden Min-
|
|
|
758 |
derheit oder überhaupt einer anderen Wirtschaftsgemeinschaft;
|
|
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759 |
sie wird sich gegen die Unwahrheit der Tauschakte zur Wehr setzen
|
|
|
760 |
und das heisst hier in seiner Wirkung; sie wird die Prägepflicht
|
|
|
761 |
aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt zumindest so lange bis ?der Restwert? wieder stabil geworden ist . ]
|
|
|
762 |
So könnte wohl die Mvvövvglichkeit bestehen, dass die erste
|
|
|
763 |
Wirtschaftsmacht sich vom Golde löst, dabei diese Vormachtstel-
|
|
|
764 |
lung hält und auch weiterhin ruhender Pol in der Währungen Spiel
|
|
|
765 |
und Schwanken bleibt, eben weil diese [hands. geändert Großschreibung L]andesallmächtige Währung
|
|
|
766 |
die Preise praktisch so fest als das objektiv messbare Geld zu
|
|
|
767 |
binden vermag. Wäre es denkbar, dass solches Land das gesamte Gold
|
|
|
768 |
in seinen Gvvrvvenzen und nur i[übertippt n] eigener Regie fördere, dann wäre es
|
|
|
769 |
wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seinen wirtschaftli-
|
|
|
770 |
chen Herstellungswert gelegenen Preis zubgeben und in seiner
|
|
|
771 |
Münze zu statuieren. Andere Svvtvvatten würden praktisch, wenn auch
|
|
|
772 |
mit wirtschaftlichen Opfern die gleiche Währung annehmen und so
|
|
|
773 |
bietet sie bisher gesehen auch alle Segnungen einer Goldwährung
|
|
|
774 |
mit wirtschaftlich wahrem Inhalt.
|
|
|
775 |
Eine Einschränkung allerdings, die geeignet ist, aus dieser
|
|
|
776 |
theoretischen Möglichkeit eine fast praktische Unmöglichkeit
|