Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / VI




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beide in sich durchaus stabil sind und stets das gleiche Ver-
hÀltnis (gleiche Wechselkurse) zu einander aufweisen; ja wir könn-
ten sogar ihre Wirtschaft als kongruent hinstellen, soll da wirk-
lich in jedem einzelnen Falle die Werteinheit etwas grundsÀtz-
lich verschiedenes darstellen und, wenn das der Fall wÀre, könnte
dann die Werteinheit ĂŒberhaupt noch etwas wesentliches bedeuten?
Es lautet nicht nur das Geld auf Werteinheiten, sondern
das ist Merkmal aller Dinge um uns, und nichts ist, was nicht in
[ĂŒbertippt sol]chen ausdrĂŒckbar und durch sie vergleichbar wĂ€re. FĂŒgen wir
dazu noch, was wir als Aufgabe des Geldes erkannt haben, die GĂŒter-
distribution durchzufĂŒhren, so kann uns nichts mehr den wahren In-
halt der Werteinheit verschleiern. Die Grundlage jederbWirtschaft
und jeder Konsummöglichkeit ist die vorher getÀtigte Arbeit; sie
allein kann uns den toten Stoff der Natur in bedĂŒrfnisbefriedigen-
de GĂŒter umwandeln. All diese insgesamt, die Art der Produktion
ist nebensÀchlich, sofern nur ein Zusammenarbeiten stattfand, unter
die Erzeuger aufzuteilen, das ist Sache des Geldes. Die GĂŒter unter
sich, das geht daraus hervor, sind nur Verkörperung eines gewissen
Arbeitsaufwandes und nur diese Menge allein bildet gegenseitiges
Unterschiedungsmerkmal. Sollen wir(uns tÀuschen lassen dadurch, dass
die GĂŒternPreise haben, die uns nicht ohne weiteres den Zusammen-
hang mit menschlicher Arbeit auch gleich Àusserlich erkennen las-
sen? Ist nicht das, was wir eben sagten, so primÀr, so unumstösslich
fest, dass wir die Preise, die nur durch Zahl unterschiedenen Ein-
heiten, dann eben auch nur als AusdrĂŒcke einer gewissen Arbeits-

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menge begreifen mĂŒssen? Kann uns in diesem Falle eine histori-
sche Tatsache, wie es der Preise und die in ihm wirksamen Wertein-
heit ist, dazu verfĂŒhren, das UrsprĂŒnglichste nimmer zu erkennen.
Wir bekĂŒmmern uns jetzt nicht darum, wie diese Einheit entstanden
ist, welche Grösse sie verkörpert; wir begreifen nur, dass, wenn
GĂŒter auf solche Einheiten lauten und wenn die Zahl dieser Ein-
heiten das Unterscheidungsmerkmal jener untereinander bedeuten,
dann muss jede solche Einheit wenigstens gedanklich eine bestimm-
te Menge Arbeit vorstellen. Um weiter, wenn wir den Stoff unserer
angewandten Arbeit nimmer in HÀnden, vielmehr ihn hingegeben haben
fĂŒr eine gesellschaftlich garantierte Bescheinigung, fĂŒr die wir
dann wieder das gleiche Gut oder andere solche gleicher vergegen-
stÀndlichter Arbeit erlangen können; ist es nicht selbstverstÀnd-
lich, dass die Bescheinigung gleichnamig sein muss mit den GĂŒtern,
muss sie nicht auf solche Einheiten launten, in ihnen eben jene
gleiche Menge Arbeit versinnbildlichen? Das letztere ist eine
abgeleitete Erscheinung und logische Folge der unumstösslichen
ewig bestehenden Tatsache, dass die Arbeit allein das Maass des
Wertes bedeutet. Eine Geldpolitik, dem gegenĂŒber eine moderne Er-
scheinung, sie mag im Laufe der Zeiten und der Entwicklung sich
wandeln noch weiter, als unsere Phantasie sich trÀumen lÀsst;
nimmermehr wird sie, solange es ihrer Aufgabe obliegt, GĂŒter zur
Verteilung bringen, diese nach einem anderen Modus in Bewegung
setzen und sie andere differenzieren können als nach dem Maasse
der in ihnen vergegenstÀndlichten Arbeit.