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sche Beschreibung hinaus kommen werden. Wenn wir streiten über
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sche Beschreibung hinaus kommen werden. Wenn wir streiten über
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Metallismus oder Nominalismus, so wollen wir doch nicht vergessen,
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Metallismus oder Nominalismus, so wollen wir doch nicht vergessen,
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dass diese Namen eben nur Währungs f o r m e n sein sollen, und
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dass diese Namen eben nur Währungs f o r m e n sein sollen, und
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Muscheln, Salz, Felle oder dergl. als solches verwandten? Müssen
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Muscheln, Salz, Felle oder dergl. als solches verwandten? Müssen
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wir nicht, wenn wir den Naturaltausch, wenn wir das allein herr-
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wir nicht, wenn wir den Naturaltausch, wenn wir das allein herr-
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schende, vollwertige Metallgeld, wenn wir das reine Papiergeld
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schende, vollwertige Metallgeld, wenn wir das reine Papiergeld
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menge begreifen müssen? Kann uns in diesem Falle eine histori-
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sche Tatsache, wie es der Preise und die in ihm wirksamen Wertein-
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heit ist, dazu verführen, das Ursprünglichste nimmer zu erkennen.
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Wir bekümmern uns jetzt nicht darum, wie diese Einheit entstanden
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ist, welche Grösse sie verkörpert; wir begreifen nur, dass, wenn
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Güter auf solche Einheiten lauten und wenn die Zahl dieser Ein-
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heiten das Unterscheidungsmerkmal jener untereinander bedeuten,
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dann muss jede solche Einheit wenigstens gedanklich eine bestimm-
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te Menge Arbeit vorstellen. Um weiter, wenn wir den Stoff unserer
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angewandten Arbeit nimmer in Händen, vielmehr ihn hingegeben haben
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für eine gesellschaftlich garantierte Bescheinigung, für die wir
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dann wieder das gleiche Gut oder andere solche gleicher vergegen-
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ständlichter Arbeit erlangen können; ist es nicht selbstverständ-
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lich, dass die Bescheinigung gleichnamig sein muss mit den Gütern,
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muss sie nicht auf solche Einheiten launten, in ihnen eben jene
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gleiche Menge Arbeit versinnbildlichen? Das letztere ist eine
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abgeleitete Erscheinung und logische Folge der unumstösslichen
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ewig bestehenden Tatsache, dass die Arbeit allein das Maass des
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Wertes bedeutet. Eine Geldpolitik, dem gegenüber eine moderne Er-
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scheinung, sie mag im Laufe der Zeiten und der Entwicklung sich
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wandeln noch weiter, als unsere Phantasie sich träumen lässt;
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nimmermehr wird sie, solange es ihrer Aufgabe obliegt, Güter zur
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Verteilung bringen, diese nach einem anderen Modus in Bewegung
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setzen und sie andere differenzieren können als nach dem Maasse
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der in ihnen vergegenständlichten Arbeit.
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Wenn wir nicht die Arbeits m e n g e als Einheit der
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Güter, der Einkommen und damit auch des Geldes in Anwendung brach-
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ten, sondern diese Menge noch verknüpften mit dem W e r t e der
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Arbeit, so bedeutet das nur einen Korrekturposten, dein einzusetzen
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uns die kapitalistische Wirtschaft zwingt, beruhend auf der Ver-
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schiebung der Einkommensarten untereinander. Die Güter selbst
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werden sich in ihrem wirklichen Arbeitswerte nicht zu sehr und
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nur selten entfernen können, die Nvvovvminaleinkommen dagegen, die in
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der reinen Oekonomie auch im einzelnen die genauen Gegengrössen
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zum einzelnen Arbeitsaufwand darstellen, sind in der kapitalisti-
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schen Wirtschaft auf Grund eines gesellschaftlichen Monopols
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zu Gvvuvvnsten der Kapitalbeseitzer verkürzt. Darum erkannten wir auch
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in der Definition auf Arbeits w e r t menge und verstehen dabei
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unter Wert eigentlich nur die falsche Wertung einer gewissen
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Wirtschaftsordnung. Es bedeutet einen Schönheitsfehler dieser
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Aera, der mit Ueberwindung derselben wenigstens in diese Form in
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Wegfall geraten würde. Alles Streben drängt zur reinen Oekonomie.
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Betrachten wir nun noch zuletzt die intervalutaren Ver-
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hältnisse und was sie uns zu sagen wissen. Namen sind Schall und
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Rauch; auch andere Namen von Werteinheiten geben uns doch keine
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neuen Ivvnvvhalte. Auch hier wie überall walten diese besagten glei-
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chen Gesetze und auch von Land zu Land ist keine andere Bewegung
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der Güter möglich, kein anderes Vergleichsmaass gegeben, als die
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menschliche arbeit. Was innerhalb der Staatsgrenzen die Wirt-
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schafts-und Gesellschaftsordnung erreicht, die Störung des reinen
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Tausches, dass muss im Verhältnis der Länder zu einander ihre
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Macht besorgen. Handelsverträge, einseitige ?Meistbegünstigungs-?
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klauseln, Ausfuhrabgaben usw., das alles sind als .... ...........
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Versuche zu bewerten. Der Idealzustand freilich ist auch hier
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der der politischen und wirtschaftlichen Freiheit der Länder
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wie im nationalen Verband der der wirklichen Freiheit und Unab-
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hängigkeit des Einzelindividuums. Wenn das Tatsache ist, wenn die
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Tausche inner- und ausserwirtschaftlich in Reinheit sich voll-
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ziehen können, dann können wir die alles umspannende, die Einzel-
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und die Weltwirtschaft verbindende Einheit einfach als
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eine Arbeitsmenge schlechthin definieren; als e i n e , sagen
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wir, denn wir rechnen tatsächlich innerhalb der ganzen Welt mit
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einer durch die Valuten verbundenen und auf den gleichen Nenner,
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auf die gleiche Grösse gesetzten Einheit, mit dem Maass der von
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jeder Nationalität unabhängigen menschlichen Arbeit .
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