Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / VI
1 | #| |
---|---|
2 | || ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/V zurück)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/I I)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/II II)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/III III)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV IV)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/V V)) | **VI** | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit zurück zur Startseite)) || |
3 | |# |
4 | |
5 | ===Seite 153=== |
6 | #|| |
7 | || |
… | … |
18 | sche Beschreibung hinaus kommen werden. Wenn wir streiten über |
19 | Metallismus oder Nominalismus, so wollen wir doch nicht vergessen, |
20 | dass diese Namen eben nur Währungs f o r m e n sein sollen, und |
21 | wir wissen nicht ein |
22 | äusseren Bedingtheiten der Wirtschaftsordnung der Gesellschaft |
23 | der Technik und der Entwicklung jeweils bedingt sind. Ist es |
24 | nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich, dass irgendeine |
… | … |
27 | Muscheln, Salz, Felle oder dergl. als solches verwandten? Müssen |
28 | wir nicht, wenn wir den Naturaltausch, wenn wir das allein herr- |
29 | schende, vollwertige Metallgeld, wenn wir das reine Papiergeld |
30 | untersuchen, müssen wir da nicht |
31 | len, aus der wir die zu betrachtende Geldform entnehmen und |
32 | sollten wir da nicht erkennen, dass hier eine dauernde Fortent- |
33 | wicklung notwendig |
34 | muss? Können wir unsere heutige Wirtschaft und ihren Kreislauf |
35 | |
36 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/ |
37 | || |
38 | ||# |
39 | |
… | … |
43 | |
44 | - 154 - |
45 | |
46 | begreifen wollen, ohne eine lange vorhergehende |
47 | wicklung? Und wenn wir diese zu ihrem Begriffe für ... |
48 | ansehen, müssen wir dann sie nicht auch dem Gelde zugestehen? Das |
49 | ist ja wohl ohne weiteres deutlich, dass das Geld die Wirtschaft |
… | … |
54 | erkennen und muss uns unverändert Regel sein; - das sind die |
55 | strengen Metallisten, die einen Stoffwert des Geldes verlangen. |
56 | Ivvhvvnen gegenüber die anderen, die da sagen: Was in der Historie |
57 | zurücklag, ist in unsere Wirtschaft übergegangen, die ja alle die |
58 | se Phasen durchmaass, und wie ihre Entwicklung, so auch mit ihr |
59 | die des Geldes. Wenn, um vom Einzelindividuum zur Gemeinschaft, |
60 | um vom Einzeltausch, vom Zvvuvvfälligen zur Wirtschaft und zum Markt- |
61 | mässigen zu gelangen, ehedem ein r |
62 | zu beschreiben, Angelegenheit der Entwicklungsgeschichte und es |
63 | ist dadurch noch keineswegs bewiesen, dass wir auch heute noch |
64 | im Gelde eines solchen realen Gutes bedürfen. Alle we |
65 | führungen sund |
66 | Wenn wir die heutige Wirtschaft zu Grunde legen und wenn |
67 | unsere Betrachtung dabei überhaupt Sinn haben soll, dann müssen |
68 | wir sie über das chartale Geld hinaus ausdeh |
69 | nur Bestandteil eines übergeordneten Sammelbegriffs, das kaufkräf- |
70 | tigen und - berechtigten Evvivvnkommens oder wir |
71 | |
72 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/ |
73 | || |
74 | ||# |
75 | |
… | … |
80 | - 155 - |
81 | |
82 | schlechthin als Technik verstehen, die dessen Bestandteile mobil |
83 | macht. Das ganze Problem ist doch in jeder Wirtschaft , - |
84 | unverrückbar - roh ausgedrückt dieses: die von einer Gruppe er- |
85 | zeugten Güter nach irgendeinem Schlüssel wieder unter sie zu |
86 | verteilen; in unserem Falle, die in arbeitsteiliger Produktion |
87 | erstellten Waren gemäss den Prinzipien der kapitalistischen |
88 | Wirtschaft als ganzes unter die Einzelglieder aufzuteilen. Das |
89 | Geld ist das |
90 | wendig wird, gleich in welcher Wirtschaftsordnung das wäre, da muss |
91 | Geld in diesem Sinne, und wäre es nur ein blosses Abrechnungsver- |
92 | fahren in Funktion treten. Evvrvvscheint es nicht sinnlos, über den |
93 | Stoff des Geldes zu streiten da, wo es in dem, dem Sprachgebrauch |
94 | nach angewandten Sinne des chartalen Geldes nur eine Untergruppe |
95 | des wirklich wirksamen, weit reichenden gedanklichen "Geldes" be- |
96 | deutet? Und doch, auch wenn |
97 | ge Bewegungsform zusammenfassen könnten, auch dann wäre wohl der |
98 | Stoff nicht von so weittragender Bedeutung. Ivvmvv Gelde aber lebt |
99 | die Idee der Wertei nheit, es lautet auf solche(und da ist nun |
… | … |
105 | wir reinen Metallismus und ausschliessliches Stoffgeld, dort |
106 | huldigen wir dem Nominalismus und kennen nur Papier - wenn diese |
107 | |
108 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/ |
109 | || |
110 | ||# |
111 | |
… | … |
116 | - 156 - |
117 | |
118 | beide in sich durchaus stabil sind und stets das gleiche Ver- |
119 | hältnis ( |
120 | ten sogar ihre Wirtschaft als kongruent hinstellen, soll da wirk- |
121 | lich in jedem einzelnen Falle die Werteinheit etwas grundsätz- |
122 | lich verschiedenes darstellen und, wenn das der Fall wäre, könnte |
123 | dann die Werteinheit überhaupt noch etwas wesentliches bedeuten? |
124 | Es lautet nicht nur das Geld auf Werteinheiten, sondern |
125 | das ist Merkmal aller Dinge um uns, und nichts ist, was nicht in |
126 | |
127 | dazu noch, was wir als Aufgabe des Geldes erkannt haben, die Güter- |
128 | distribution durchzuführen, so kann uns nichts mehr den wahren In- |
129 | halt der Werteinheit verschleiern. Die Grundlage jederbWirtschaft |
130 | und jeder Konsummöglichkeit ist die vorher getätigte Arbeit; sie |
131 | allein kann uns den toten Stoff der Natur in bedürfnisbefriedigen- |
132 | de Güter umwandeln. All dies |
133 | ist nebensächlich, sofern nur ein Zvvuvvsammenarbeiten stattfand, unter |
134 | die Erzeuger aufzuteilen, das ist Sache des Geldes. Die Güter unter |
135 | sich, das geht daraus hervor, sind nur Verkörperung eines gewissen |
136 | Arbeitsaufwandes und nur diese Menge allein bildet gegenseitiges |
137 | Untersch |
138 | die GüternPreise haben, die uns nicht ohne weiteres den Zusammen- |
139 | hang mit menschlicher Arbeit auch gleich äusserlich erkennen las- |
140 | sen ? Ist nicht das, was wir eben sagten, so primär, so unumstösslich |
… | … |
142 | heiten, dann eben auch nur als Ausdrücke einer gewissen Arbeits- |
143 | |
144 | |
145 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/ |
146 | || |
147 | ||# |
148 | |
… | … |
150 | #|| |
151 | || |
152 | |
153 | - 157 - |
154 | |
155 | menge begreifen müssen? Kann uns in diesem Falle eine histori- |
156 | sche Tatsache, wie es der Preise und die in ihm wirksame Wertein- |
157 | heit ist, dazu verführen, das Ursprünglichste nimmer zu erkennen. |
158 | Wir bekümmern uns jetzt nicht darum, wie diese Einheit entstanden |
159 | ist, welche Grösse sie verkörpert; wir begreifen nur, dass, wenn |
160 | Güter auf solche Einheiten lauten und wenn die Zahl dieser Ein- |
161 | heiten das Unterscheidungsmerkmal jener untereinander bedeuten, |
162 | dann muss jede solche Einheit wenigstens gedanklich eine bestimm- |
163 | te Menge Arbeit vorstellen. Um weiter, wenn wir den Stoff unserer |
164 | angewandten Arbeit nimmer in Händen, vielmehr ihn hingegeben haben |
165 | für eine gesellschaftlich garantierte Bescheinigung, für die wir |
166 | dann wieder das gleiche Gut oder andere solche gleicher vergegen- |
167 | ständlichter Arbeit erlangen können; ist es nicht selbstverständ- |
168 | lich, dass die Bescheinigung gleichnamig sein muss mit den Gütern, |
169 | muss sie nicht auf solche Einheiten lauten, in ihnen eben jene |
170 | gleiche Menge Arbeit versinnbildlichen? Das letztere ist eine |
171 | abgeleitete Erscheinung und logische Folge der unumstösslichen |
172 | ewig bestehenden Tatsache, dass die Arbeit allein das Maass des |
173 | Wertes bedeutet. Eine Geldpolitik, dem gegenüber eine moderne Er- |
174 | scheinung, sie mag im Laufe der Zeiten und der Entwicklung sich |
175 | wandeln noch weiter, als unsere Phantasie sich träumen lässt; |
176 | nimmermehr wird sie, solange es ihrer Aufgabe obliegt, Güter zur |
177 | Verteilung bringen, diese nach einem anderen Modus in Bewegung |
178 | setzen und sie anders differenzieren können als nach dem Maasse |
179 | der in ihnen vergegenständlichten Arbeit. |
180 | |
181 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s157.png?center&418 |
182 | || |
183 | ||# |
184 | |
… | … |
186 | #|| |
187 | || |
188 | |
189 | - 15**8** - |
190 | |
191 | Wenn wir nicht die Arbeits m e n g e als Einheit der |
192 | Güter, der Einkommen und damit auch des Geldes in Anwendung brach- |
193 | ten, sondern diese Menge noch verknüpften mit dem W e r t e der |
194 | Arbeit, so bedeutet das nur einen Korrekturposten, dein [sic] einzusetzen |
195 | uns die kapitalistische Wirtschaft zwingt, beruhend auf der Ver- |
196 | schiebung der Einkommensarten untereinander. Die Güter selbst |
197 | werden sich in ihrem wirklichen Arbeitswerte nicht zu sehr und |
198 | nur selten entfernen können, die Nvvovvminaleinkommen dagegen, die in |
199 | der reinen Oekonomie auch im einzelnen die genauen Gegengr**ö**ssen |
200 | zum einzelnen Arbeitsaufwand darstellen, sind in der kapitalisti- |
201 | schen Wirtschaft auf Grund eines gesellschaftlichen Monopols |
202 | zu Gvvuvvnsten der Kapitalbesitzer verkürzt. Darum erkannten wir auch |
203 | in der Definition auf Arbeits w e r t menge und verstehen dabei |
204 | unter Wert eigentlich nur die falsche Wertung einer gewissen |
205 | Wirtschaftsordnung. Es bedeutet einen Schönheitsfehler dieser |
206 | Aera, der mit Ueberwindung derselben wenigstens in diese Form in |
207 | Wegfall geraten würde. Alles Streben drängt zur reinen Oekonomie. |
208 | Betrachten wir nun noch zuletzt die intervalutaren Ver- |
209 | hältnisse und was sie uns zu sagen wissen. Namen sind Schall und |
210 | Rauch; auch andere Namen von Werteinheiten geben uns doch keine |
211 | neuen Ivvnvvhalte. Auch hier wie überall walten diese besagten glei- |
212 | chen Gesetze und auch von Land zu Land ist keine andere Bewegung |
213 | der Güter möglich, kein anderes Vergleichsmaass gegeben, als die |
214 | menschliche Arbeit. Was innerhalb der Staatsgrenzen die Wirt- |
215 | schafts- und Gesellschaftsordnung erreicht, die Störung des reinen |
216 | |
217 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s158.png?center&418 |
218 | || |
219 | ||# |
220 | |
… | … |
222 | #|| |
223 | || |
224 | |
225 | - 159 - |
226 | |
227 | Tausches, dass muss im Verhältnis der Länder zu einander ihre |
228 | Macht besorgen. Handelsverträge, einseitige ?Meistbegünstigungs-? |
229 | klauseln, Ausfuhrabgaben usw., das alles sind als ?dahin zielende? |
230 | Versuche zu bewerten. Der Idealzustand freilich ist auch hier |
231 | der der politischen und wirtschaftlichen Freiheit der Länder |
232 | wie im nationalen Verband der der wirklichen Freiheit und Unab- |
233 | hängigkeit des Einzelindividuums. Wenn das Tatsache ist, wenn die |
234 | Tausche inner- und ausserwirtschaftlich in Reinheit sich voll- |
235 | ziehen können, dann können wir die alles umspannende, die Einzel- |
236 | und die Weltwirtschaft verbindende Einheit einfach als |
237 | eine Arbeitsmenge schlechthin definieren; als e i n e , sagen |
238 | wir, denn wir rechnen tatsächlich innerhalb der ganzen Welt mit |
239 | einer durch die Valuten verbundenen und auf den gleichen Nenner, |
240 | auf die gleiche Grösse gesetzten Einheit, mit dem Maass der von |
241 | jeder Nationalität unabhängigen menschlichen Arbeit . |
242 | |
243 | _ _ _ _ |
244 | |
245 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s159.png?center&418 |
246 | || |
247 | ||# |
248 | {{include page=../WesenUndInhaltDerWerteinheit/Quellenangabe}} |
249 | |
250 | {{paragraphs style=left}} |
251 | ---- |
252 | #| |
253 | || ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/V zurück)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/I I)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/II II)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/III III)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV IV)) | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit/V V)) | **VI** | ((../WesenUndInhaltDerWerteinheit zurück zur Startseite)) || |
254 | |# |