Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / Volltext
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570 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s143.png [S. 143]))!! ganz natĂŒrlichen Hintergrund und es bedarf keines Misstrauens, auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Papiergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um ErklĂ€rungen fĂŒr die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bisherigen AusfĂŒhrungen folgendermaassen erklĂ€ren: Die alten Preise waren der Ausdruck einer in den rechtmĂ€ssigen Einkommen gegebenen Arbeitsleistung, nunmehr treten Einkommen ohne solche Arbeitsleistung hinzu, und der schliessliche Erfolg muss der sein, dass die Preise nominell steigen, denn die Werteinheiten, die gĂŒterheischend am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von rechtmĂ€ssigem und unrechtmĂ€ssigem Einkommen zusammengenommen auch als einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum mĂŒssen mehr solche Einheiten fĂŒr ein Gut gegeben werden, d.h. die Preise mĂŒssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine Unterscheidung der kaufkrĂ€ftigen Werteinheiten nach der Berechtigung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft. Weiterhin wesentlich ist noch der Umstand, dass die Preissteigerung nicht alle gleichmĂ€ssig betrifft, sondern abgestuft je nach der Entfernung des Berufes vom GĂŒterbesitz und der GĂŒterproduktion, etwa in der Reihenfolge Erzeuger, HĂ€ndler, Agenten, Makler, Arbeiter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzelnen vorĂŒbergehende Verschiebungen natĂŒrlich durchaus möglich sind. Im allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Einkommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden VerhĂ€ltnissen anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die | 570 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s143.png [S. 143]))!! ganz natĂŒrlichen Hintergrund und es bedarf keines Misstrauens, auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Papiergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um ErklĂ€rungen fĂŒr die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bisherigen AusfĂŒhrungen folgendermaassen erklĂ€ren: Die alten Preise waren der Ausdruck einer in den rechtmĂ€ssigen Einkommen gegebenen Arbeitsleistung, nunmehr treten Einkommen ohne solche Arbeitsleistung hinzu, und der schliessliche Erfolg muss der sein, dass die Preise nominell steigen, denn die Werteinheiten, die gĂŒterheischend am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von rechtmĂ€ssigem und unrechtmĂ€ssigem Einkommen zusammengenommen auch als einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum mĂŒssen mehr solche Einheiten fĂŒr ein Gut gegeben werden, d.h. die Preise mĂŒssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine Unterscheidung der kaufkrĂ€ftigen Werteinheiten nach der Berechtigung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft. Weiterhin wesentlich ist noch der Umstand, dass die Preissteigerung nicht alle gleichmĂ€ssig betrifft, sondern abgestuft je nach der Entfernung des Berufes vom GĂŒterbesitz und der GĂŒterproduktion, etwa in der Reihenfolge Erzeuger, HĂ€ndler, Agenten, Makler, Arbeiter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzelnen vorĂŒbergehende Verschiebungen natĂŒrlich durchaus möglich sind. Im allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Einkommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden VerhĂ€ltnissen anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die |
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572 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s144.png [S. 144]))!! Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhtes Nominaleinkommen bezogen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzentrischen Ringe auf der WasserflĂ€che sich mehr und mehr erweitern. Mit einem Preise hĂ€ngen alle Preise zusammen und ziehen sich gegenseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar herrschte auf der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der Ausgleich zwischen Einkommen und GĂŒtern gegeben wĂ€re, aber Inflationwelle auf Welle lĂ€sst den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer einmaligen VerrĂŒckung und nachheriger automatischer Anpassung hĂ€tte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; â ein immerwĂ€hrendes und sich immer wiederholendes VerĂ€ndern bedingte den bekannten Zustand der dauernden UnstabilitĂ€t. AllmĂ€hlich lĂ€sst sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primĂ€r und sekundĂ€r scheiden. In der immerwĂ€hrenden Wechselwirkung zeigt sich die vergebliche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirtschaft, Einkommen und Preise, vordem durch die GoldwĂ€hrung gebunden, sind nun völlig frei und streiten sich um die PrioritĂ€t. Dass die Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstverstĂ€ndlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte GĂŒterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der HöchstpreisgĂŒter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres Produktes abzĂŒglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die Unkosten ĂŒber den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle | ||
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574 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s145.png [S. 145]))!! aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die ĂŒbrigen, die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger gleicher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Kriterium der gesunden Wirtschaft. | ||
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576 | Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die gedankliche Division des Nominaleinkomens in die Gesamtpreishöhe der KonsumgĂŒter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins. DarĂŒber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- oder Einkommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung ist als Versuch zu bewerten, GĂŒtermengen, die einem bestimmten Stande zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schĂ€digenden Parteien die tatsĂ€chliche Wirkung gewahr wurden. Jede Kalkulation als Preis- und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des Herstellungsprozesses so vielfache Verschiebungen, dass wir darin auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstandene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso die dafĂŒr erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen abgesehen frei, die GĂŒterpreise von der vorhergehenden nominellen Kalkulation zu lösen und darum finden auch die Grössen, die sich negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor. | ||
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578 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s146.png [S. 146]))!! Die stabile WĂ€hrung hat aufgehört in jedem Augenblick, wo das Gleichgewicht des ersten GĂŒteraustausches gestört wurde und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Einkommenseite wirksam wurden, auf der GĂŒterseite kein GegenĂŒber hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen anderen berechtigten GlĂ€ubigern der Wirtschaft ihre AnsprĂŒche schmĂ€lerten. Hier wurde das in Preisen und Einkommen angewandte einheitliche Maass, fĂŒr das die Werteinheit in Geldform nur das Bewegungsmittel war, weil es eben als Nominaleinkommen der Produktion auf dem Fusse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und schien wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche ist, auf den verkörperten Arbeitswert stĂŒtzen kann und zwar, was wesentlich ist, in jedem Falle und nach jeder Seite auf einen in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkommen ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können wir jetzt im immerwĂ€hrend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen;- wir können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht mehr am Gelde schĂ€tzen, können ihm Warencharakter nicht zuerkennen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers. | ||
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580 | Wenn wir unter WÀhrung einen Masswert uns vorstellen, so können wir bei unstabiler Wirtschaft das Bestehen einer WÀhrung | ||
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