Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / Volltext
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620 | Es lautet nicht nur das Geld auf Werteinheiten, sondern das ist Merkmal aller Dinge um uns, und nichts ist, was nicht in solchen ausdrückbar und durch sie vergleichbar wäre. Fügen wir dazu noch, was wir als Aufgabe des Geldes erkannt haben, die Güterdistribution durchzuführen, so kann uns nichts mehr den wahren Inhalt der Werteinheit verschleiern. Die Grundlage jeder Wirtschaft und jeder Konsummöglichkeit ist die vorher getätigte Arbeit; sie allein kann uns den toten Stoff der Natur in bedürfnisbefriedigende Güter umwandeln. All diess insgesamt, die Art der Produktion ist nebensächlich, sofern nur ein Zusammenarbeiten stattfand, unter die Erzeuger aufzuteilen, das ist Sache des Geldes. Die Güter unter sich, das geht daraus hervor, sind nur Verkörperung eines gewissen Arbeitsaufwandes und nur diese Menge allein bildet gegenseitiges Unterscheidungsmerkmal. Sollen wir uns täuschen lassen dadurch, dass die Güter Preise haben, die uns nicht ohne weiteres den Zusammenhang mit menschlicher Arbeit auch gleich äusserlich erkennen lassen? Ist nicht das, was wir eben sagten, so primär, so unumstösslich fest, dass wir die Preise, die nur durch Zahl unterschiedenen Einheiten, dann eben auch nur als Ausdrücke einer gewissen Arbeits- | 620 | Es lautet nicht nur das Geld auf Werteinheiten, sondern das ist Merkmal aller Dinge um uns, und nichts ist, was nicht in solchen ausdrückbar und durch sie vergleichbar wäre. Fügen wir dazu noch, was wir als Aufgabe des Geldes erkannt haben, die Güterdistribution durchzuführen, so kann uns nichts mehr den wahren Inhalt der Werteinheit verschleiern. Die Grundlage jeder Wirtschaft und jeder Konsummöglichkeit ist die vorher getätigte Arbeit; sie allein kann uns den toten Stoff der Natur in bedürfnisbefriedigende Güter umwandeln. All diess insgesamt, die Art der Produktion ist nebensächlich, sofern nur ein Zusammenarbeiten stattfand, unter die Erzeuger aufzuteilen, das ist Sache des Geldes. Die Güter unter sich, das geht daraus hervor, sind nur Verkörperung eines gewissen Arbeitsaufwandes und nur diese Menge allein bildet gegenseitiges Unterscheidungsmerkmal. Sollen wir uns täuschen lassen dadurch, dass die Güter Preise haben, die uns nicht ohne weiteres den Zusammenhang mit menschlicher Arbeit auch gleich äusserlich erkennen lassen? Ist nicht das, was wir eben sagten, so primär, so unumstösslich fest, dass wir die Preise, die nur durch Zahl unterschiedenen Einheiten, dann eben auch nur als Ausdrücke einer gewissen Arbeits- |
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622 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s157.png [S. 157))!!menge begreifen müssen? Kann uns in diesem Falle eine historische Tatsache, wie es der Preise und die in ihm wirksame Werteinheit ist, dazu verführen, das Ursprünglichste nimmer zu erkennen. Wir bekümmern uns jetzt nicht darum, wie diese Einheit entstanden ist, welche Grösse sie verkörpert; wir begreifen nur, dass, wenn Güter auf solche Einheiten lauten und wenn die Zahl dieser Einheiten das Unterscheidungsmerkmal jener untereinander bedeuten, dann muss jede solche Einheit wenigstens gedanklich eine bestimmte Menge Arbeit vorstellen. Um weiter, wenn wir den Stoff unserer angewandten Arbeit nimmer in Händen, vielmehr ihn hingegeben haben für eine gesellschaftlich garantierte Bescheinigung, für die wir dann wieder das gleiche Gut oder andere solche gleicher vergegenständlichter Arbeit erlangen können; ist es nicht selbstverständlich, dass die Bescheinigung gleichnamig sein muss mit den Gütern, muss sie nicht auf solche Einheiten lauten, in ihnen eben jene gleiche Menge Arbeit versinnbildlichen? Das letztere ist eine abgeleitete Erscheinung und logische Folge der unumstösslichen ewig bestehenden Tatsache, dass die Arbeit allein das Maass des Wertes bedeutet. Eine Geldpolitik, dem gegenüber eine moderne Erscheinung, sie mag im Laufe der Zeiten und der Entwicklung sich wandeln noch weiter, als unsere Phantasie sich träumen lässt; nimmermehr wird sie, solange es ihrer Aufgabe obliegt, Güter zur Verteilung bringen, diese nach einem anderen Modus in Bewegung setzen und sie anders differenzieren können als nach dem Maasse der in ihnen vergegenständlichten Arbeit. | ||
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624 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s158.png [S. 158))!! Wenn wir nicht die Arbeits m e n g e als Einheit der Güter, der Einkommen und damit auch des Geldes in Anwendung brachten, sondern diese Menge noch verknüpften mit dem W e r t e der Arbeit, so bedeutet das nur einen Korrekturposten, den einzusetzen uns die kapitalistische Wirtschaft zwingt, beruhend auf der Verschiebung der Einkommensarten untereinander. Die Güter selbst werden sich in ihrem wirklichen Arbeitswerte nicht zu sehr und nur selten entfernen können, die Nominaleinkommen dagegen, die in der reinen Oekonomie auch im einzelnen die genauen Gegengrössen zum einzelnen Arbeitsaufwand darstellen, sind in der kapitalistischen Wirtschaft auf Grund eines gesellschaftlichen Monopols zu Gunsten der Kapitalbesitzer verkürzt. Darum erkannten wir auch in der Definition auf Arbeits w e r t menge und verstehen dabei unter Wert eigentlich nur die falsche Wertung einer gewissen Wirtschaftsordnung. Es bedeutet einen Schönheitsfehler dieser Aera, der mit Ueberwindung derselben wenigstens in diese Form in Wegfall geraten würde. Alles Streben drängt zur reinen Oekonomie. | ||
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626 | Betrachten wir nun noch zuletzt die intervalutaren Verhältnisse und was sie uns zu sagen wissen. Namen sind Schall und Rauch; auch andere Namen von Werteinheiten geben uns doch keine neuen Inhalte. Auch hier wie überall walten diese besagten gleichen Gesetze und auch von Land zu Land ist keine andere Bewegung der Güter möglich, kein anderes Vergleichsmaass gegeben, als die menschliche Arbeit. Was innerhalb der Staatsgrenzen die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung erreicht, die Störung des reinen | ||
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628 | !!((https://eony.org/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/file?get=wesenundinhaltderwerteinheit_s159.png [S. 159))!! Tausches, dass muss im Verhältnis der Länder zu einander ihre Macht besorgen. Handelsverträge, einseitige? Meistbegünstigungs-? klauseln, Ausfuhrabgaben usw., das alles sind als ?dahin zielende? Versuche zu bewerten. Der Idealzustand freilich ist auch hier der der politischen und wirtschaftlichen Freiheit der Länder wie im nationalen Verband der der wirklichen Freiheit und Unabhängigkeit des Einzelindividuums. Wenn das Tatsache ist, wenn die Tausche inner- und ausserwirtschaftlich in Reinheit sich vollziehen können, dann können wir die alles umspannende, die Einzelund die Weltwirtschaft verbindende Einheit einfach als eine Arbeitsmenge schlechthin definieren; als e i n e, sagen wir, denn wir rechnen tatsächlich innerhalb der ganzen Welt mit einer durch die Valuten verbundenen und auf den gleichen Nenner, auf die gleiche Grösse gesetzten Einheit, mit dem Maass der von jeder Nationalität unabhängigen menschlichen Arbeit. | ||
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