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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Aufsichtsbeschwerde: trotz Milliarden keine Versorgungssicherheit

Der Verein «Sauberes Wasser für alle» beanstandet in einer Beschwerde, dass die Schweizer Landwirtschaft in keiner Weise darauf vorbereitet ist, die Ernährung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen innert einem Jahr aus eigenem Boden sichern zu können.

Zudem werden die Böden nicht so bewirtschaftet, dass ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt ist. Die dafür geltenden Vorschriften zum Bodenschutz werden nicht vollzogen. Überdüngung und Pestizide zerstören die Bodenfruchtbarkeit.

Art. 102 BV Landesversorgung verlangt, dass die Landwirtschaft die Ernährung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen aus eigenem Boden sicherstellen muss. Dafür sind genügend Ackerflächen, sogenannte Fruchtfolgeflächen, per Gesetz gesichert.

Gesichert heisst: Die Ackerflächen können, aber müssen nicht bereits für den Ackerbau genutzt werden. Sie müssen in jedem Fall aber schnell für den Anbau bereitstehen und innert eines Jahres Ertrag abwerfen. Der Erhalt der Ackerböden bedeutet unter anderem, «dass die entsprechenden Böden räumlich gesichert sind, d.h. nicht versiegelt werden dürfen und ihre Funktionen erhalten bleiben» (Sachplan Fruchtfolgeflächen, Art. 29 und 30 RPV).

Ignoriert die Politik den Auftrag der Landesversorgung?

Der Bundesrat, der Nationalrat und die vorberatenden Kommissionen (WAK-N, WAK-S) bezeichnen in öffentlichen Debatten und in amtlichen Dokumenten zur Initiative «Für eine sichere Ernährung» das von ihr geforderte Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70% als «unrealistisch» oder sogar «utopisch». Und das selbst mit einer Umsetzungsfrist von zehn Jahren (Quellen: Botschaft zur Initiative vom Bundesrat/ Debatte im Nationalrat zur Initiative am 10.12.2025 und 17.12.2025 / Medienmitteilung WAK-S).

Diese Aussagen stehen im Widerspruch dazu, dass die für die Selbstversorgung gesicherten Ackerflächen (Fruchtfolgeflächen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen müssen, um die Bevölkerung in Krisen und Mangellagen mit pflanzlichen Lebensmitteln versorgen zu können.

Wie die Kommunikation des Bundesrats, der WAK-N, des Nationalrats und der WAK-S aufzeigt, ist die Landwirtschaft in keiner Weise auf ihren Auftrag vorbereitet, die Ernährung der Bevölkerung im Fall von Krisen und Mangellagen aus eigenem Boden zu gewährleisten.

«Der Bund ruft die Bevölkerung auf, einen Notvorrat anzulegen, doch ignoriert zugleich den Auftrag, die Landesversorgung in Krisen aus eigenem Boden sicherzustellen. Das ist tief besorgniserregend und unverantwortlich», warnt Franziska Herren, Präsidentin des Vereins «Sauberes Wasser für alle» und Mitinitiantin der Initiative «Für eine sichere Ernährung».

«Es sind keine drei Jahre her, da hat die Corona-Pandemie gezeigt, wie schnell Lieferketten unterbrochen werden können. Zudem leben wir in einer zunehmend angespannten Weltsituation, die auch Europa direkt fordert. Kriege, Handelskonflikte und klimaextreme Wetterverhältnisse können plötzlich und unerwartet zu Importausfällen und Mangellagen führen».

Alarmierend tiefe Selbstversorgung der Schweizer Bevölkerung

Alarmierend ist auch, dass der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz heute nur bei 42% liegt. Hauptursache dafür ist, dass auf 60% der Schweizer Ackerflächen der Anbau von Futtermitteln für Nutztiere gefördert wird, statt pflanzliche Lebensmittel für Menschen zu produzieren.

Der Futtermittelanbau steht in direkter Konkurrenz zur menschlichen Ernährung. 75% der jährlichen rund 3,6 Milliarden Franken Agrarsubventionen fördern heute direkt oder indirekt die Tierhaltung – also die Produktion tierischer Lebensmittel (Quelle: Botschaft des Bundesrats zur Initiative).

Es fehlt an pflanzlichen Lebensmitteln


Die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln wird mit dieser Subventionierungspolitik massiv benachteiligt.
Dadurch fehlt eine genügende Versorgung mit pflanzlichen Lebensmitteln. 65% der pflanzlichen Lebensmittel, welche die Schweizer Bevölkerung konsumiert, müssen daher heute importiert werden.

Verlust der Bodenfruchtbarkeit wegen Pestiziden und ĂśberdĂĽngung


Damit die Ackerflächen ihren Zweck für die Landesversorgung erfüllen können,
muss ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt sein. Die Ackerflächen müssen dafür so bewirtschaftet werden, dass deren biologische Vielfalt und Fruchtbarkeit erhalten bleiben. Um dies zu gewährleisten, müssen die geltenden Vorschriften zum Bodenschutz konsequent umgesetzt werden. Dies sind in erster Linie die Bestimmungen der Verordnung vom 1. Juli 1998 über Belastungen des Bodens (VBBo; SR 814.12) und jene der Direktzahlungsverordnung zum ökologischen Leistungsnachweis vom 23. Oktober 2013 (DZV; SR 910.13).

Dies ist heute nicht der Fall. Der Bundesrat schreibt in der Botschaft zur Initiative, dass Gülleüberschüsse und Ammoniakemissionen zu einem anhaltenden Rückgang der Biodiversität im und über dem Boden führen und damit die landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen langfristig gefährdet werden.

Die Düngerüberschüsse werden insbesondere durch eine mit Importfutter stark erhöhte Tierproduktion verursacht. Dabei werden die seit 2008 in den Umweltzielen der Landwirtschaft festgelegten Höchstwerte für Dünger massiv überschritten. Zudem werden von Pestiziden abhängige Anbausysteme gefördert, die Böden und Gewässer vergiften, obschon das Gewässerschutzgesetz vorschreibt, dass bei der Bewirtschaftung der Böden kein Dünger und keine Pestizide in Gewässer abgeschwemmt werden dürfen.

Agrarsubventionen schaden der Ernährungssicherheit

Das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) hat in seinem Subventionsreport 2023 fast alle der insgesamt 3,6 Milliarden Franken an direkten Agrarsubventionen als schädlich eingestuft. Demnach verfehlen die Subventionen in der Landwirtschaft neben Klima- und Umweltzielen, Gewässerschutz, dem Bodenschutz und Schutz der Biodiversität auch das Ziel der Versorgungssicherheit.

Forderungen der Aufsichtsbeschwerde

Daher hat der Verein «Sauberes Wasser für alle» eine Aufsichtsbeschwerde gemäss Art. 71 VwVG gegen das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit folgendem Begehren eingereicht:

Der Bundesrat wird ersucht, das WBF anzuweisen,

  • sicherzustellen, dass die Schweizer Landwirtschaft angemessen auf den verfassungsmässigen Auftrag des Bundes vorbereitet wird, die Ernährung der Bevölkerung in Krisenzeiten und bei anhaltenden schweren Mangellagen selbst gewährleisten zu können (Art. 102 BV, Art. 30 LVG; Sachplan Fruchtfolgeflächen, Art. 29 und 30 RPV);
  • sicherzustellen, dass die Schweizer Landwirtschaft so ausgerichtet wird, dass die per Gesetz fĂĽr die Selbstversorgung gesicherten Ackerflächen (Fruchtfolgeflächen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen, um die Bevölkerung mit pflanzlichen Lebensmitteln selbst versorgen zu können;
  • sicherzustellen, dass die geltenden Vorschriften zum Bodenschutz vollzogen werden, um zu gewährleisten, dass die Ackerflächen (FFF) ihren Zweck fĂĽr die Landesversorgung erfĂĽllen können und ihr landwirtschaftliches Produktionspotenzial langfristig sichergestellt ist (Sachplan Fruchtfolgeflächen, Art. 29 und 30 RPV);
  • dafĂĽr zu sorgen, dass Behörden, Parlament und Ă–ffentlichkeit korrekt, vollständig und sachlich ĂĽber diesen verfassungsmässigen Auftrag informiert werden, insbesondere im Zusammenhang mit politischen Vorlagen und Abstimmungen.

Die politischen Rechte nach Art. 34 Abs. 2 der Bundesverfassung, insbesondere der Schutz der freien Willensbildung, verbieten die unzulässige Einflussnahme durch Behörden.

Die Initiantinnen und Initianten der Initiative «Für eine sichere Ernährung» behalten sich vor, eine Abstimmungsbeschwerde einzureichen,
falls weiterhin eine irreführende Kommunikation erfolgt – wie zum Beispiel, dass das Anstreben eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70% innert 10 Jahren unrealistisch sei.

Diese Behauptung steht im Widerspruch zum Verfassungsauftrag, wonach die Schweizer Landwirtschaft so ausgerichtet werden muss, dass die für die Selbstversorgung gesicherten Ackerflächen (Fruchtfolgeflächen, FFF) innert eines Jahres Ertrag abwerfen, um die Bevölkerung mit pflanzlichen Lebensmitteln selbst versorgen zu können.

Die am 9. Dezember 2025 in der Agrarforschung Schweiz publizierte Studie «Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung» belegt: Sogar ein Netto-Selbstversorgungsgrad von über 100% ist realisierbar.

Insbesondere ist in Aussicht auf die kommende Abstimmung auf eine irrefĂĽhrende Kommunikation im AbstimmungsbĂĽchlein zu verzichten.

Abhärtung und Widerstandsfähigkeit: Der russisch-ukrainische Konflikt als Spiegelbild zivilisatorischer Kräfte

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂĽbersetzt und ĂĽbernommen.

***

Dieser Text unterscheidet sich etwas von dem, was ich normalerweise in meiner Kolumne bei der Strategic Culture Foundation veröffentliche. Es ist der erste Teil einer Reihe von Überlegungen, die darauf abzielen, Geschichte, Anthropologie, Geopolitik, Wirtschaft und Kriegsforschung miteinander zu verknüpfen, um eine grundlegende Frage zu untersuchen: Was macht manche Gesellschaften stark, während andere fragil und verwundbar bleiben?

Ausgangspunkt ist das heutige Russland und seine «Sondermilitäroperation» in der Ukraine, wo wir ein bemerkenswertes Phänomen beobachten können: Ein einzelnes Land, fast allein, leistet Widerstand und agiert effektiv gegen eine internationale Koalition von mehr als zwanzig Ländern. Ausgehend von dieser Tatsache können wir historische und strukturelle Muster untersuchen, die die Stärke oder Schwäche von Gesellschaften im Laufe der Zeit erklären.

Historisch gesehen war der große Unterschied in der Stärke zwischen Völkern und Zivilisationen nicht nur die Größe einer Armee oder der technologische Fortschritt. In vorindustriellen Zeiten waren Ernährung und Lebensweise zentrale Determinanten. Nomaden- und Hirtenvölker wie die Proto-Indoeuropäer und später die Turkvölker – Türken, Mongolen, Hunnen und andere – entwickelten eine außergewöhnliche körperliche und psychische Widerstandsfähigkeit. Da sie sich überwiegend von Milchprodukten und Fleisch ernährten, dauernd extremen Klimabedingungen ausgesetzt waren und auf ständige Mobilität angewiesen waren, bildeten diese Völker hartgesottene Krieger, die unter Bedingungen operieren konnten, unter denen sesshafte Agrargesellschaften verwundbar waren.

Im Gegensatz dazu entwickelten sich in dicht besiedelten Agrarzivilisationen, die von Getreide und festen Ernten abhängig waren, Gesellschaften mit geringerer körperlicher und psychischer Widerstandsfähigkeit, die anfälliger für externe Schocks, Versorgungskrisen oder militärische Invasionen waren. Die Stärke einer Gesellschaft hing daher eng mit ihrer Fähigkeit zusammen, sich den täglichen Widrigkeiten zu stellen und ihren Körper, ihre Disziplin und ihren sozialen Zusammenhalt so zu formen, dass sie unter extremen Bedingungen überleben konnte.

Im Falle der Indoeuropäer beispielsweise lässt sich diese allmähliche Sesshaftwerdung deutlich beobachten. Ursprünglich waren sie mobile und disziplinierte Krieger, doch dann ließen sie sich in fruchtbaren Gebieten nieder und schufen damit Bedingungen, die für die Härte, an die sie gewöhnt waren, zu gut waren. Mit der Zeit führte der relative Komfort, den die Landwirtschaft und der sesshafte Handel mit sich brachten, zu einer Blüte von Ideen, Institutionen und Lebensweisen, die körperlich und psychisch weniger anspruchsvoll waren.

Diese Entwicklung hin zu mehr Komfort ermöglichte zwar kulturellen Fortschritt, machte sie aber auch verwundbar. Schließlich wurden die weniger abgehärteten Gesellschaften von Turkvölkern überwältigt und unterworfen, die ihre körperliche Fitness, Disziplin und Mobilisierungsfähigkeit bewahrt hatten – Kräfte, die durch jahrhundertelangen Widerstand gegen die Strapazen des Nomaden- und Hirtenlebens geschärft worden waren. Ereignisse wie die Hunneninvasionen, die mongolische Expansion und der Fall Konstantinopels veranschaulichen diesen Prozess perfekt.

Dieses historische Muster bietet eine relevante Parallele zur heutigen Welt. So wie sesshafte Agrargesellschaften angesichts der Invasionen hartgesottener Völker an Widerstandsfähigkeit verloren, neigen moderne Gesellschaften, die die industrielle Wirtschaft zugunsten der finanziellen Vorherrschaft aufgeben, dazu, strukturell zu schwächeln. Die zentrale Bedeutung der materiellen Produktion – Arbeit mit Energie, natürlichen Ressourcen, Industrie und Technologie – erfordert kollektive Anstrengungen, Disziplin und institutionelle Widerstandsfähigkeit. Wenn sich der Fokus auf die Anhäufung von Finanzkapital, spekulative Geschäfte und einen komfortablen Lebensstil verlagert, geht das verloren, was wir als «soziale und psychologische Abhärtung» bezeichnen könnten – die Fähigkeit, längere Schocks zu ertragen und in Krisensituationen den Zusammenhalt zu bewahren.

Diese Analogie ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch anthropologischer und strategischer Natur. Wie die alten sesshaften Völker legen auch moderne finanzialisierte Gesellschaften oft mehr Wert auf Komfort, Raffinesse und ideologische Abstraktion als auf grundlegende Widerstandsfähigkeit. Sie werden anfällig für alle Arten von Schocks: Finanzkrisen, diplomatischer Druck, Kriege und logistische Störungen. So wie alte Agrargesellschaften von widerstandsfähigeren Nomadenvölkern unterworfen wurden, werden moderne Staaten, die produktive Wirtschaftsmodelle aufgeben, tendenziell von Ländern mit starken physischen Volkswirtschaften überholt.

Aus militärischer Sicht wird diese Parallele noch deutlicher – insbesondere bei der Analyse des heutigen Russlands. Trotz des wirtschaftlichen und diplomatischen Drucks einer von der NATO angeführten internationalen Koalition weist die russische Gesellschaft nach wie vor Merkmale einer historischen Verhärtung auf: militärische Disziplin, Ausdauer unter anhaltenden Widrigkeiten, strategische Mobilität und sozialer Zusammenhalt, gepaart mit einer Wirtschaft, die zwar global integriert ist, aber über einen hochgradig autarken Industrie- und Energiesektor verfügt. Diese strukturelle Verhärtung ermöglicht es Russland, unter den Bedingungen eines langwierigen Krieges effizient zu agieren und sich breiten Koalitionen zu stellen, wie es derzeit in der Ukraine der Fall ist – und wie es bereits in mehreren historischen Situationen geschehen ist.

Was sich auf dem russisch-ukrainischen Schlachtfeld abspielt, ist eine Konfrontation zwischen zwei unterschiedlichen zivilisatorischen Ausrichtungen: Die eine basiert auf physischer Wirtschaft, realer Produktivität, militärischer Verhärtung und sozialer Widerstandsfähigkeit, die andere auf Finanzialisierung, liberal-demokratischer ideologischer Abstraktion, institutionellem Komfort und Abhängigkeit von externen Lieferketten und politischer Unterstützung. Wir erleben buchstäblich den Zusammenprall zwischen überteuerten Waffen, die von Start-ups aus dem Silicon Valley entwickelt wurden, und echter Kampfausrüstung, die auf dem Schlachtfeld getestet und gebaut wurde, um den Feind zu vernichten, und nicht, um Waffen an Kundenstaaten zu verkaufen. Das Ergebnis dieser Konfrontation ist bereits offensichtlich.

Die Geschichte zeigt also ein kontinuierliches Muster, das Lebensstil, soziale Verhärtung und strategische Fähigkeiten miteinander verbindet. Nomadische und pastoralistische Gesellschaften entwickelten eine physische und psychische Widerstandsfähigkeit, die ihnen Vorteile gegenüber sesshaften Agrargesellschaften verschaffte. In der heutigen Zeit zeichnen sich produktive Industriegesellschaften durch strukturelle Stärke und strategische Autonomie aus, während finanzorientierte Gesellschaften analog dazu die Fragilität alter Agrarzivilisationen aufweisen: anhaltende Verwundbarkeit, Abhängigkeit von externen Faktoren und geringe institutionelle Widerstandsfähigkeit. In beiden Fällen bedeutet der Übergang zu einer «bequemen» Lebensweise eine Erosion der Fähigkeit, Widrigkeiten zu widerstehen, und letztlich auch der zivilisatorischen Stärke selbst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Betrachtung des Erfolgs Russlands in der Ukraine aus dieser historischen Perspektive uns ermöglicht, Stärke als etwas zu verstehen, das über Zahlen, Waffen oder Allianzen hinausgeht. Es handelt sich um Widerstandsfähigkeit, sozialen Zusammenhalt, institutionelle Disziplin und die Fähigkeit, anhaltendem Druck standzuhalten – Eigenschaften, die sich aus einem Lebensstil ergeben, der eine ständige Abhärtung erfordert, sei es physisch, psychisch oder wirtschaftlich.

Diese historische und anthropologische Reflexion bietet einen Rahmen, um nicht nur die Gegenwart zu beurteilen, sondern auch die strukturellen Faktoren zu verstehen, die die Widerstandsfähigkeit und Verwundbarkeit von Gesellschaften in den kommenden Jahrhunderten bestimmen werden. Vor allem zeigt sie, dass Komfort und Raffinesse, wenn sie nicht durch Disziplin, Produktivität und Ausdauer ausgeglichen werden, immer mit Fragilität einhergehen.

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Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und Militärexperte.

Russischer Geheimdienst: Westliches Netzwerk plant Staatsstreich in Belarus

Westliche NGOs bereiten laut dem russischen Auslandsgeheimdienst SVR eine neue Welle von Anti-Regierungs-Protesten in Belarus vor, die zeitlich mit den Präsidentschaftswahlen 2030 zusammenfallen könnten, wie RT berichtet. Ein Versuch, das Ergebnis der Wahlen von 2020 zu kippen, habe zu gewalttätigen Zusammenstößen im ganzen Land geführt, aber schließlich sei die Ordnung wiederhergestellt worden, so das russische Portal. Laut dem SVR seien westliche Geldgeber von den Anführern der Unruhen enttäuscht worden und suchten nun aktiv nach neuen Personen, um den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu stürzen. In einer Erklärung heißt es:

«NGOs in westlichen Ländern, darunter ‹demokratisierende› Strukturen, Agenturen und Stiftungen in den USA sowie in Großbritannien, Deutschland, Polen und anderen europäischen Ländern, bauen Ressourcen auf, um erneut zu versuchen, die Lage zu destabilisieren und die verfassungsmäßige Ordnung in Belarus zu ändern.»

Um eine «Farbrevolution», also den Sturz oder oder einen erzwungene Rücktritt eines Regimes vor allem über anhaltende, meist friedliche Massenproteste, zu erreichen, würden westliche Organisationen eine Bestandsaufnahme der oppositionellen Aktivisten in Belarus vornehmen, so der SVR weiter. Swetlana Tichanowskaja, die zentrale Figur der Proteste von 2020, und andere Personen, die derzeit in Litauen und Polen leben, hätten «in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie absolut nicht in der Lage sind, die politischen Prozesse in ihrem Heimatland in irgendeiner Weise zu beeinflussen».

RT zufolge erwartet der SVR nicht, dass die belarussischen Bürger ausländische Destabilisierungsoperationen unterstützen, da sie «die Beispiele der Ukraine, Moldawiens und anderer Nationen gesehen haben, die im Namen westlicher geopolitischer Ambitionen unter dem Motto des Schutzes von Demokratie und Menschenrechten zerstört wurden».

Die Warnung folgt gemäß dem Portal auf eine Entspannung in den Beziehungen zwischen der Regierung Lukaschenko und der Administration von US-Präsident Donald Trump. In den letzten Monaten habe Washington die Freilassung von Dutzenden belarussischen Aktivisten erreicht, die wegen ihrer Rolle bei den Unruhen von 2020 verurteilt worden waren.

Zu den Freigelassenen würde auch Tichanowskajas Ehemann Sergej gehören, der bereits vor den Wahlen 2020 von der Kandidatur ausgeschlossen und wegen Anstiftung zum Aufruhr inhaftiert worden war. Seit seiner Freilassung habe er seine Anhänger in Videobotschaften dazu aufgefordert, mehr Geld für die Anti-Lukaschenko-Bewegung zu spenden.



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===Peter Mayer==

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