«Hunger ist die perfekte Waffe»
Der Journalist Mike Adams hat auf Natural News eine Warnung auf Grundlage harter Fakten ausgesprochen. Er prognostiziert, dass bis Ende 2027 Millionen Menschen verhungern werden, sollte die Straße von Hormus noch viele weitere Monate geschlossen bleiben, weil eine kleine Gruppe von Männern in Washington und Tel Aviv den Krieg dem Frieden vorzieht.
Die Schließung der Straße von Hormus habe bereits den Fluss von Düngemitteln zu den verletzlichsten Staaten der Welt abgeschnitten, das globale Ernährungssystem breche nun in Zeitlupe zusammen. Das sei kein Zufall, betont Adams, es sei eine bewusst herbeigeführte Hungersnot. Auslöser sei zwar der US-israelische Krieg gegen den Iran, doch letztendlich gehe es um die Bevölkerungsreduktion, die seit Jahrzehnten das stille Ziel der globalistischen Elite sei. Hunger sei die perfekte Waffe.
Der Mechanismus: Wie aus Dünger Hungersnot wird
Die moderne Landwirtschaft sei vollständig von synthetischem Dünger abhängig, der wiederum auf Erdgas und Schwefel basiere. Etwa ein Drittel des weltweiten seegestützten Düngemittelhandels laufe durch die Straße von Hormus, doch diese sei seit März 2026 faktisch geschlossen, wodurch die Versorgung mit Ammoniak, Harnstoff und Phosphaten zusammengebrochen sei.
Die Preise der beiden wichtigsten Düngemittelbestandteile, Ammoniak und Harnstoff, seien seit Ende März um 20 beziehungsweise 50 Prozent gestiegen, und die Lage habe sich seitdem weiter verschlechtert. Die Internationale Energieagentur habe bestätigt, dass die weltweiten Ölströme um 13 Prozent und LNG-Lieferungen um 20 Prozent zurückgegangen seien – wodurch genau jene Grundstoffe fehlten, die für den Anbau von Nahrungsmitteln benötigt werden.
Was geschieht, wenn Dünger verschwindet? Die Ernteerträge würden nicht linear sinken, sondern einbrechen. Denn eine Reduzierung des Düngers um 10 Prozent könne zu einem Ernteverlust von 25 Prozent führen. Ohne Stickstoff würden Weizen, Reis und Mais versagen, die Feldfrüchte, die Milliarden Menschen ernähren.
Willow Tohi habe die Straße von Hormus in einem Beitrag für Natural News als «den Würgepunkt des Hungers» bezeichnet und festgestellt, dass die Blockade «die globale Versorgung mit Stickstoffdüngern, die für die moderne Landwirtschaft unverzichtbar sind, schwer beeinträchtigt hat». Dies sei keine Naturkatastrophe, sondern eine durch Krieg bewusst zerstörte Lieferkette.
Die Länder, die am stärksten betroffen sein werden
Bereits jetzt herrsche im Sudan eine Hungersnot der Phase 5. Mehr als 22 Millionen Menschen dort würden dringend Nahrungsmittelhilfe benötigen, und die Pflanzsaison dauere von Juni bis Juli. Wenn bis dahin kein Dünger eintreffe, werde die gesamte Region vor einem katastrophalen Ernteausfall stehen. Jemen, Somalia, Äthiopien, Bangladesch und Ägypten stünden als Nächste auf der Liste – alles Länder, die von importiertem Dünger und Erdgas abhängig seien.
Das Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste habe bereits gewarnt, dass anhaltende Störungen weltweit weitere 45 Millionen Menschen in den Hunger treiben könnten. Das Muster: Fast alle diese Länder liegen in Afrika oder Südasien. Das ist laut Adams kein Zufall. Das seien genau die Staaten, die bereits unter Ernährungsunsicherheit leiden würden und am stärksten vom Transit durch die Straße von Hormus abhängig seien.
Diese Länder seien das Ziel, konstatiert der Journalist. Wie Peter Zeihan in «Disunited Nations» schreibe, gehe es im geopolitischen Spiel um die Kontrolle von Ressourcen und Bevölkerungen; von den Schwachen werde schlicht erwartet zu sterben. Sharon Astyk habe bereits vor Jahren in ihrem Buch «Depletion and Abundance» gewarnt: «Unsere Nahrung wird mit Öl angebaut, in Öl verpackt und mit Öl transportiert» – und wenn Öl und Gas wegfielen, stoppe die Lebensmittelversorgung. Dieser Tag sei nun gekommen.
Der Iran-Krieg sei bewusst gewählt worden, urteilt Adams. Der Iran habe die Vereinigten Staaten nicht angegriffen. Präsident Trump habe einen Konflikt eskaliert, der vollständig vermeidbar gewesen wäre. Die Entscheidung, die Angriffe auf den Iran auszuweiten und eine Blockade der Straße von Hormus durchzusetzen, sei keine defensive Notwendigkeit; sie sei ein Akt der Aggression, der die wichtigste Handelsader der Welt durchtrennt habe. Jeder Tag, an dem die Straße aufgrund der Unnachgiebigkeit der USA geschlossen bleibe, sei ein Tag, der Tausende zum Tod verurteile.
Adams glaubt, dass das Schlimmste noch verhindert werden könnte, sollte die Straße von Hormus morgen wieder geöffnet werden. Feldfrüchte könnten weiterhin ausgesät und Millionen Menschenleben gerettet werden. Doch angesichts der politischen Dynamik und der fest verankerten Kriegsagenda erscheint ihm das unwahrscheinlich.
Adams rät seinen Lesern deshalb, sich vorzubereiten:
«Bauen Sie eigene Lebensmittel an, lagern Sie sauberes Wasser und haltbare Vorräte und lernen Sie Selbstversorgung. Das ist keine Panikmache, sondern Vorsicht. Der einzige Weg, eine bewusst herbeigeführte Hungersnot zu überleben, besteht darin, das eigene Ernährungssystem zu dezentralisieren.»
Wir müssten außerdem für Frieden beten und die Kriegstreiber zur Verantwortung ziehen. Die Wahrheit sei unsere einzige Waffe gegen diese bewusst geschaffene Katastrophe. Die kommende Hungersnot sei kein Schicksal, sondern ein Verbrechen, und diejenigen, die es begehen würden, müssten benannt und gestoppt werden.