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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

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Radio MĂŒnchen · Argumente gegen die Herrschaft der Angst - Dr. Wolfgang Wodarg im GesprĂ€ch


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Corona Transition

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Senator Rand Paul erlÀsst Vorladung, die Fauci zur Aussage unter Eid vor dem Senat zwingt

An ihrem letzten Tag als Direktorin des Nationalen Geheimdienstes machte Tulsi Gabbard bisher unveröffentlichte Korrespondenz und Dokumente publik (wir berichteten). Diese decken auf, wie Anthony Fauci, fast vier Jahrzehnte Leiter des Nationalen Instituts fĂŒr Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) und wissenschaftlicher Berater des Weißen Hauses, Millionen von Steuergeldern zur Finanzierung gefĂ€hrlicher â€čGain-of-Functionâ€ș-Forschung im Labor in Wuhan bereitstellte, mit Mitarbeitern der Geheimdienste zusammenarbeitete, um seine Handlungen zu vertuschen und den möglichen Ursprung von SARS-CoV-2 als Laborunfall zu verschleiern. Gabbard machte geltend, dass der «Virus-Zar» 2024 unter Eid vor dem Kongress gelogen hat.

Wie The Defender berichtet, hat der Senator Rand Paul nun eine öffentliche Vorladung erlassen, die Fauci dazu zwingt, nĂ€chsten Monat unter Eid vor dem Senatsausschuss fĂŒr Innere Sicherheit und Regierungsangelegenheiten auszusagen. Fauci hat sich nĂ€mlich geweigert, freiwillig zu erscheinen.

Laut einer Insiderquelle wird sich die Anhörung auf Faucis mögliche Beteiligung an der Finanzierung von Gain-of-Function-Forschung am Labor in Wuhan und die anschließenden VorwĂŒrfe der Vertuschung eines möglichen Laborunfalls konzentrieren. Senator Paul plane, Fauci zur Vernichtung von Bundesunterlagen, zu seinen Leitlinien fĂŒr die Geheimdienste bezĂŒglich der UrsprĂŒnge von SARS-CoV-2 sowie zu der ihm vom ehemaligen PrĂ€sidenten Joe Biden gewĂ€hrten prĂ€ventiven Begnadigung zu befragen.

WĂ€hrend Paul mit einem Rechtsstreit vor Gericht rechnet, um die Vorladung durchzusetzen, vertritt er die Auffassung, dass PrĂ€zedenzfĂ€lle die Befugnis des Kongresses stĂŒtzen, Faucis Anwesenheit anzuordnen.

Mary Holland, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Children's Health Defense, begrĂŒĂŸte die Vorladung und erklĂ€rte:

«Es ist nicht ĂŒberraschend, dass Senator Rand Paul endlich eine Vorladung an Dr. Tony Fauci erlassen hat, der wĂ€hrend der COVID-Pandemie die Stimme der Regierung und der Mainstream-Medien war. Überraschend ist jedoch, dass Dr. Fauci sich weigert, freiwillig auszusagen, obwohl er dem zuvor zugestimmt hatte. Menschen, die Dr. Fauci wĂ€hrend der COVID-Pandemie vertraut, unterstĂŒtzt und fast schon heiliggesprochen haben, mĂŒssen sich fragen, warum er sich weigert auszusagen.»

Rechtsanwalt Greg Glaser sagte, die Vorladung sei «eine direkte Folge des erschöpften öffentlichen Vertrauens» und ergÀnzte:

«Dass Rand Paul Fauci vorlĂ€dt, ist fĂŒr die Rechenschaftspflicht in der Zeit nach der Corona-Pandemie unerlĂ€sslich. FĂŒnf Jahre lang agierte Fauci als unantastbare Figur hinter einer Mauer aus institutioneller ImmunitĂ€t und medienseitiger Ehrerbietung. Diese Mauer bekommt nun endlich Risse.»

CardioBand-Skandal weitet sich aus: Jetzt gerÀt auch Bern ins Visier

Es ist die nĂ€chste ErschĂŒtterung im Schweizer Herzmedizin-Skandal: Nach dem UniversitĂ€tsspital ZĂŒrich (USZ) wird nun auch am Berner Inselspital der Einsatz des umstrittenen Herzimplantats CardioBand aufgearbeitet.

Was zunĂ€chst wie eine ZĂŒrcher AffĂ€re erschien, entwickelt sich immer stĂ€rker zu einer grundsĂ€tzlichen Debatte ĂŒber Kontrolle, Transparenz und mögliche Interessenkonflikte in der Spitzenmedizin.

Im Zentrum steht erneut eine Frage, die sich bereits nach den Untersuchungen am USZ gestellt hat: Wie konnte ein medizinisches Verfahren ĂŒber Jahre eingesetzt und wissenschaftlich begleitet werden, wenn spĂ€ter grundlegende Zweifel an Sicherheit, Nutzen und Kontrolle laut wurden?

Mit der Aufarbeitung in Bern wurde Herzchirurgie-Professor RenĂ© PrĂȘtre betraut, der bereits bei der Untersuchung in ZĂŒrich eine zentrale Rolle spielte. Besonders im Fokus steht dabei die Verbindung zwischen dem Berner Kardiologen Stephan Windecker und dem frĂŒheren ZĂŒrcher Herzchirurgie-Chef Francesco Maisano.

Beide galten ĂŒber Jahre als wichtige Akteure rund um die Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung des CardioBands. Windecker war zudem an Untersuchungen zu möglichen Interessenkonflikten beteiligt – gleichzeitig jedoch auch wissenschaftlich eng mit dem Implantat verbunden. Genau diese Doppelrolle wirft Fragen auf.

Es geht um ein System, in dem Forschung, Klinikbetrieb, akademische Anerkennung und wirtschaftliche Interessen eng miteinander verbunden waren. Und es geht um die Frage, ob Warnsignale ausreichend ernst genommen wurden.

Denn beim CardioBand handelt es sich nicht um irgendein medizinisches Produkt. Das Implantat sollte eine undichte Herzklappe behandeln, indem ein spezielles System den Klappenring verkleinert. Kritiker stellen jedoch infrage, ob die mechanischen Belastungen und langfristigen Risiken ausreichend untersucht wurden.

Die zentrale Frage lautet: War das Verfahren jemals genĂŒgend abgesichert, bevor es bei Menschen eingesetzt wurde? Genau hier liegt die Brisanz des Falls.

Denn medizinischer Fortschritt braucht Mut – aber er braucht auch Grenzen. Innovation darf nicht zum Selbstzweck werden. Ein neues Verfahren muss sich am entscheidenden Maßstab messen lassen: dem Nutzen und der Sicherheit fĂŒr Patientinnen und Patienten.

Im ZĂŒrcher Fall hatte der ehemalige Herzchirurg AndrĂ© Plass bereits frĂŒh vor Problemen gewarnt. Seine Hinweise wurden damals nicht als Weckruf verstanden, sondern fĂŒhrten zu einem persönlichen Absturz. Er verlor seine Stelle und wurde in der öffentlichen Wahrnehmung zum unbequemen Kritiker. Heute erhalten seine Aussagen neue Aufmerksamkeit.

Denn nachdem eine externe Untersuchung unter Leitung des ehemaligen Bundesrichters Niklaus Oberholzer beim USZ zahlreiche VorwĂŒrfe aufgearbeitet hatte, steht die damalige Darstellung des Spitals zunehmend unter Druck. Die Untersuchung kam zum Schluss, dass es statistisch rund 70 TodesfĂ€lle mehr gegeben habe, als unter anderen UmstĂ€nden zu erwarten gewesen wĂ€re. Damit stellt sich erneut die Frage: Warum dauerte es so lange, bis kritische Stimmen gehört wurden? Und weshalb musste zuerst ein Whistleblower seine berufliche Existenz riskieren, bevor grundlegende Fragen öffentlich diskutiert wurden?

Die CardioBand-AffĂ€re ist deshalb nicht nur eine Geschichte ĂŒber ein Implantat. Sie ist eine Geschichte ĂŒber Machtstrukturen. Über die NĂ€he zwischen Medizin, Forschung und Industrie. Über die Gefahr, dass wissenschaftlicher Erfolg und wirtschaftliche Interessen miteinander verschmelzen.

Die Untersuchung in Bern könnte ein weiterer Wendepunkt werden. Whistleblower AndrĂ© Plass berichtete diese Woche auf Inside Paradeplatz erneut ĂŒber die Entwicklungen rund um die CardioBand-AffĂ€re.

Seine zentrale Aussage: Die Untersuchungen mĂŒssten weiter gehen als nur zur Frage der TodesfĂ€lle. Es mĂŒsse auch geprĂŒft werden, ob das Implantat selbst jemals ausreichend abgesichert war und ob Patienten durch Eingriffe geschĂ€digt wurden, deren Nutzen nicht ausreichend bewiesen gewesen sei. Er kritisiert insbesondere mögliche Interessenkonflikte rund um wissenschaftliche Begleitung, Studien und Verantwortlichkeiten.

Seine Forderung: Nicht nur organisatorische Fehler benennen, sondern konkret klĂ€ren, wer wann welche Informationen hatte und warum Warnungen nicht frĂŒher Konsequenzen hatten.

Eine der grĂ¶ĂŸten Vertrauenskrisen im Schweizer Gesundheitswesen

70 mutmaßlich vermeidbare TodesfĂ€lle, jahrelange Warnungen und ein Hinweisgeber, dessen Karriere zerbrach: Der Skandal rund um die Herzchirurgie des UniversitĂ€tsspitals ZĂŒrich entwickelte sich zu einer der grĂ¶ĂŸten Vertrauenskrisen im Schweizer Gesundheitswesen (siehe hier).

Im Zentrum stand Francesco Maisano, ehemaliger Direktor der ZĂŒrcher Herzchirurgie. Unter seiner FĂŒhrung wurden umstrittene Implantate eingesetzt, wĂ€hrend gleichzeitig interne Warnungen ĂŒber mögliche Probleme laut wurden.

Die entscheidende Frage war nicht nur, was medizinisch falsch gelaufen sein könnte. Sondern auch: Warum reagierte das System so spĂ€t? Der Fall zeigte ein Muster, das viele große Institutionen kennen: Kritik wird nicht immer als notwendiger Kontrollmechanismus verstanden – sondern manchmal als Störung.

Der Whistleblower AndrĂ© Plass warnte frĂŒh. Doch statt dass seine Hinweise sofort umfassend geprĂŒft wurden, geriet seine eigene Position unter Druck.

Totalausfall der Deutschen Bahn – In Japan nahezu undenkbar

Am spĂ€ten gestrigen Abend kam der Bahnverkehr in Deutschland fĂŒr rund anderthalb bis zwei Stunden nahezu vollstĂ€ndig zum Erliegen. Eine Störung im digitalen Zugfunksystem GSM-R zwang ZĂŒge bundesweit zum Anhalten oder zum Verbleib im nĂ€chsten Bahnhof. Fern-, Regional- und S-Bahn-Verbindungen waren gleichermaßen betroffen.

Erst gegen 0:30 Uhr rollten die ersten ZĂŒge wieder an – mit massiven FolgeverspĂ€tungen, die noch bis in den Mittwochvormittag hinein den Betrieb beeintrĂ€chtigten. Die Ursache soll laut Sicherheitskreisen ein fehlerhaftes Software-Update gewesen sein. Hinweise auf einen Cyberangriff gab es nicht. Bahn-Chefin Evelyn Palla erklĂ€rte gegenĂŒber der Bild:

«Wir konnten mit einem Notfallsystem die Lage stabilisieren. Deshalb fahren nun alle ZĂŒge wieder. Die Ursache fĂŒr das Problem mĂŒssen wir jetzt klĂ€ren.»

Tausende Reisende saßen stundenlang in stehenden ZĂŒgen fest. Berichte aus Bahnhöfen wie Frankfurt oder Berlin zeugten von chaotischen ZustĂ€nden: ĂŒberfĂŒllte Wartebereiche, mangelnde Informationen und kaum verfĂŒgbare UnterkĂŒnfte. In manchen FĂ€llen half die Bahn mit Wasser sowie Taxi- oder Hotelgutscheinen aus.

Eine Welt-Reporterin im ICE von Karlsruhe nach Hamburg beschrieb, wie FahrgÀste mit Wasser versorgt wurden, wÀhrend der Zug stundenlang stand. Zwei Frauen am Berliner Hauptbahnhof, die nach einem Konzert nach Hause wollten, fassten ihre Lage lapidar zusammen:

«Wir haben so 'ne Krawatte.»

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (GrĂŒne) reagierte fassungslos:

«Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen BetriebsqualitÀt.»

Er forderte eine lĂŒckenlose AufklĂ€rung und deutlich bessere Notfallmechanismen. Auch der Verband der privaten GĂŒterbahnen verlangte eine unabhĂ€ngige Untersuchung und erneuerte die Forderung nach einem Bundesamt fĂŒr Schieneninfrastruktur.

Dieser Vorfall wirft einmal mehr ein grelles Licht auf die strukturellen SchwĂ€chen der Deutschen Bahn. Wie es grundsĂ€tzlich anders gehen kann, zeigt der Vergleich mit Japan. Wie Ricarda Breyton in einem ausfĂŒhrlichen Welt-Beitrag darlegt (siehe auch hier), erreichen japanische ZĂŒge – insbesondere die Shinkansen – eine PĂŒnktlichkeit, die in Deutschland nahezu unvorstellbar ist: Durchschnittliche VerspĂ€tungen bewegen sich oft nur im Sekundenbereich.

Selbst Abweichungen von einer oder zwei Minuten werden von den Betreibern öffentlich bedauert, und bei 15 bis 30 Sekunden VerspĂ€tung entschuldigen sich Mitarbeiter förmlich. Und ein solcher bundesweiter Totalausfall wie am Dienstag wĂ€re in Japan mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erst recht nicht passiert. Die Ursachen dafĂŒr liegen in mehreren grundlegenden Unterschieden:

  • Die ZĂŒge auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken fahren auf vollstĂ€ndig dedizierten, separaten Trassen, die unabhĂ€ngig vom Regional-, Nah- und GĂŒterverkehr sind. Dadurch können sich Störungen in einem Teilsystem nicht so leicht kaskadenartig auf das gesamte nationale Netz ausbreiten – anders als im stark vernetzten und historisch gewachsenen deutschen Mischverkehrsnetz.
  • Japan setzt beim Shinkansen auf moderne, hochautomatisierte Zugkontrollsysteme wie Digital ATC (D-ATC), die weniger abhĂ€ngig von einer einzigen funkbasierten Plattform wie GSM-R sind. Die ZĂŒge erhalten Signale und Geschwindigkeitsvorgaben kontinuierlich und automatisch, mit mehreren redundanten Sicherungsebenen. Software-Updates werden extrem streng getestet, phasenweise eingespielt und durch manuelle Back-up-Systeme abgesichert.
  • Hinzu kommen eine Kultur extremer PrĂ€zision, kontinuierliche Investitionen in Wartung und eine Fehlerkultur, die Probleme frĂŒh erkennt und lokalisiert. Japan hat in ĂŒber 60 Jahren Shinkansen-Betrieb keinen einzigen tödlichen Unfall durch Kollision oder Entgleisung zu verzeichnen. GroßflĂ€chige, stundenlange TotalausfĂ€lle durch Software- oder FunkausfĂ€lle sind praktisch unbekannt. Lokale Störungen (etwa durch Erdbeben oder Taifune) bleiben regional begrenzt und werden sehr schnell behoben.

Generalsanierung der Deutschen Bahn erst bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen

In Deutschland hingegen fĂŒhren ĂŒberlastete, gemischt genutzte Strecken, jahrelanger Sanierungsstau und eine hohe AbhĂ€ngigkeit von einzelnen zentralen Systemen zu genau jener AnfĂ€lligkeit, die gestern Nacht sichtbar wurde. Der Vorfall zeigt exemplarisch, wo die systemischen Schwachstellen liegen – und macht deutlich, dass tiefgreifende strukturelle Reformen notwendig wĂ€ren, um das japanische Niveau zumindest anzustreben: mehr dedizierte Trassen, modernere redundante Kontrollsysteme, strikteres Change-Management und eine konsequentere Priorisierung von ZuverlĂ€ssigkeit.

Mit welchen Problemen die Deutsche Bahn kĂ€mpft, zeigen auch Studien auf. Demnach bleiben die KernmĂ€ngel die marode und ĂŒberlastete Infrastruktur, der Sanierungsstau sowie die daraus resultierende schlechte PĂŒnktlichkeit. Im Fernverkehr lag diese 2025 bei nur etwa 60 Prozent – ein neuer Tiefstand.

  • Die HUK-MobilitĂ€tsstudie 2026 (reprĂ€sentative Befragung von ĂŒber 4.000 Personen) belegt stark steigende Unzufriedenheit: Fast jeder Dritte vermeidet Bahnfahrten, wo möglich. Das Vertrauen in die ZukunftsfĂ€higkeit von Bahn und ÖPNV ist deutlich erschĂŒttert.
  • Der Bundesrechnungshof kritisiert in mehreren Berichten das Sanierungskonzept der DB scharf: Fehlende Wirtschaftlichkeitsnachweise, unklare haushaltsrechtliche Grundlagen und dass allein mehr Geld die Dauerkrise nicht löst.
  • Die Monopolkommission mahnt in ihrem 10. Sektorgutachten Bahn 2025 strukturelle Reformen an, kritisiert hohe Trassenpreise und fordert, das geplante Sondervermögen Schiene nicht in alten Strukturen versickern zu lassen.

Die laufenden Generalsanierungen sollen derweil erst in einigen Jahren erste Besserung bringen – und sĂ€mtliche Projekte der Generalsanierung sollen erst bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen sein.

Maskenprozess: Mediziner Marc Fiddike zu einem Jahr und sechs Monaten auf BewÀhrung verurteilt

Der Mediziner Marc Fiddike, der mit seiner Praxis Mitte 2025 von Hamburg nach Buchholz in der Nordheide gezogen war, wurde gestern vom Landgericht Hamburg zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Grund: Er habe in den Jahren 2020 und 2021 in 90 FÀllen unrichtige Gesundheitszeugnisse (Maskenatteste) ausgestellt. Die Vollstreckung der Strafe wurde zur BewÀhrung ausgesetzt; die BewÀhrungszeit betrÀgt zwei Jahre.

Zwei Monate der Freiheitsstrafe erklĂ€rte die Kammer wegen der langen Verfahrensdauer – die Ermittlungen begannen bereits 2020 – fĂŒr vollstreckt. DarĂŒber hinaus ordnete das Gericht die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 4.775 Euro an.

Fiddike hat zudem die Kosten des Verfahrens zu tragen. Als BewĂ€hrungsauflage muss er 12.000 Euro an die Organisation Ärzte ohne Grenzen zahlen, monatlich in Raten von mindestens 500 Euro.

Fiddike musste sich seit dem 8. April 2026 vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Ausgangspunkt war bei ihm – genau wie bei seinem Kollegen, dem Hamburger Onkologen Walter Weber –, dass er 2021 Ziel einer großangelegten Hausdurchsuchung durch die Behörden gewesen war (TN berichtete hier, hier und hier).

Die Kammer kam zur Feststellung, Fiddike habe zwischen 8. Mai 2020 und 8. Februar 2021 in 90 FĂ€llen Maskenatteste ausgestellt, ohne dass eine ausreichende individuelle Ă€rztliche PrĂŒfung des jeweiligen Einzelfalls stattgefunden habe. Die Atteste seien ĂŒberwiegend auf Grundlage von Angaben der Antragsteller per Mail oder Attestfragebogen erstellt worden. FĂŒr die Atteste habe er 20 bis 80 € gefordert und somit Einnahmen von 4.775 Euro erzielt. Die Attestbezieher waren ihm, von einer Ausnahme abgesehen, nicht bekannt.

Anfangs habe der Kontakt per Mail stattgefunden, wie es weiter hieß, und so seien auch die Atteste ĂŒbermittelt worden. SpĂ€ter habe Fiddike ein Erscheinen in der Praxis gefordert, jedoch ohne dann eine persönliche EinzelfallprĂŒfung vorzunehmen.

Sascha Böttner, der Verteidiger Fiddikes, war zwar der Ansicht, dass keine Untersuchung nötig gewesen sei, so hÀtten es einige Gerichte entschieden. Und auch die Kammer teilte diese Ansicht.
Die Beweisaufnahme habe aber ergeben, dass Fiddikes Entscheidung, Atteste auszustellen, von vornherein festgestanden habe. Der Richter schloss, dass er damit einem Konzept folgte, was beispielsweise belegt sei durch KalendereintrÀge oder EDV-EintrÀge, in denen er Diagnosen vermerkt habe.

Die Kammer bewertete die Einlassungen Fiddikes teilweise als unglaubwĂŒrdig. Fiddike habe versucht, sich herauszureden, und behauptet, die Patienten seien anwesend gewesen. Doch nach Auffassung des Gerichts ergab die Beweisaufnahme in mehreren FĂ€llen, dass die von Fiddike geschilderte Anamnese so nicht stattgefunden habe oder die Patienten teilweise gar nicht in der Praxis gewesen seien.

FĂŒr den Richter stand fest, dass Fiddike aus Ă€rztlicher Überzeugung gehandelt habe, nicht aufgrund finanzieller BeweggrĂŒnde. Verteidiger Böttner war der Auffassung, der Verbotsirrtum sei zu prĂŒfen, die Rechtswidrigkeit des Verhaltens sei von Fiddike verkannt worden. Doch Richter Helmers teilte diese Auffassung nicht.

Die Kammer unterstellte derweil, dass Fiddike aus seiner Ă€rztlichen Überzeugung heraus gehandelt habe und nach seiner Auffassung Masken keinen Nutzen gehabt hĂ€tten – und berĂŒcksichtigte dies strafmildernd. Außerdem habe er nicht zum Nachteil von Menschen gehandelt.

StrafverschÀrfend habe sich jedoch ausgewirkt, so das Gericht, dass es sich bei der Ausstellung der Atteste um ein Konzept, also Wiederholungstaten handelte. Ein Berufsverbot sei dennoch nicht zu verhÀngen, obwohl er lÀnger so gearbeitet und sein Konzept staatlichen Regelungen widersprochen habe.

Die Kammer ging außerdem von einer positiven Sozialprognose aus, das heißt, dass er keine Straftaten mehr begehen wĂŒrde.

Zur Gesamtentscheidung sei Revision binnen einer Woche nach UrteilsverkĂŒndung möglich, die BegrĂŒndung mĂŒsse binnen eines Monats erfolgen.

Fiddike ist nach Auffassung der Organisation Ärzte mit Gewissen einer von inzwischen mehr als 1.000 Ärzten in Deutschland, die im Zusammenhang mit Corona-Maßnahmen verurteilt worden sind. Sieben von ihnen sind bereits unter der Belastung der Verfahren verstorben (TN berichtete).

***

Ruth GadĂ© hat das Verfahren gegen Marc Fiddike vom ersten Prozesstag an begleitet. Sie ist selbst Betroffene und Leidtragende der Corona-Politik und der damit einhergehenden juristischen Verfolgung in Sachen Maskenatteste. So wurde sie wegen eines von Fiddike ausgestellten Attests strafrechtlich verfolgt, erhielt einen Strafbefehl und wurde erst nach einer Hauptverhandlung durch die Hilfe von Tom Lausen freigesprochen (TN berichtete). Zugleich stĂŒrzte sie im Zuge der Corona-SoforthilferĂŒckforderung in den finanziellen Ruin, was sie dann auch noch psychisch zermĂŒrbte (TN berichtete ebenfalls).

Großbritanniens «erster homosexueller Leihmutterschafts-Vater» wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt

Ein millionenschwerer Fußballclub-Besitzer, der als Großbritanniens erster homosexueller Leihmutterschafts-Vater bekannt wurde, wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Wie The Telegraph berichtet, lagen gegen den 57-jĂ€hrigen Barrie Drewitt-Barlow bereits mehrere VorwĂŒrfe vor, ebenso wie gegen seinen zweiten Ehemann, den 32-jĂ€hrigen Scott Drewitt-Barlow. Das Paar sei wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung angeklagt.

WĂ€hrend einer Anhörung vor dem Amtsgericht Chelmsford habe die StaatsanwĂ€ltin Serena Berry erklĂ€rt, den MĂ€nnern werde vorgeworfen, «junge MĂ€nner ins Visier genommen» zu haben. Das Ehepaar, dem der Nicht-Ligaverein Maldon & Tiptree F.C. gehört, mĂŒsse im September vor dem Crown Court in Chelmsford erscheinen, wo voraussichtlich die Einlassung zu den Anklagepunkten erfolgen werde.

Dem Telegraph zufolge gehörten der Immobilienentwickler Barrie Drewitt-Barlow und sein damaliger Partner Tony im Jahr 1999 zu den ersten homosexuellen Paaren, die in den Geburtsurkunden ihrer Kinder, die von einer Leihmutter in einer Klinik in Kalifornien zur Welt gebracht wurden, als gleichgeschlechtliche Eltern eingetragen wurden.

Barrie Drewitt-Barlow sei in mehreren Reality-TV-Sendungen aufgetreten. Eine geplante ITV-Dokumentation mit dem Titel «Up The Jammers»* ĂŒber ihre Zeit als Verantwortliche des Fußballclubs Maldon & Tiptree F.C. sei nun aber abgesagt worden.

* Die «Jammers» sind die Spieler (die Mannschaft) des Maldon & Tiptree F.C.



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