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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

Radio MĂŒnchen · Argumente gegen die Herrschaft der Angst - Dr. Wolfgang Wodarg im GesprĂ€ch

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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Der BĂŒrgenstock beweist, warum die Schweiz ihre StĂ€rke nicht verspielen darf

Es sah zwischenzeitlich nach einem diplomatischen Fiasko fĂŒr die Schweiz aus. Alles war bereit fĂŒr die Unterzeichnung des Rahmenvertrages zwischen den USA und dem Iran in der Innerschweiz. Doch dann wurde dieser zu spĂ€ter Stunde am Rande eines Abendessens im Schloss Versailles unterschrieben. US-PrĂ€sident Trump wird sich wohl nicht der negativen historischen Reminiszenz eines in Versailles unterzeichneten Friedens bewusst gewesen sein (wir berichteten hier).

Doch dann traf man sich doch auf dem BĂŒrgenstock. In den frĂŒhen Morgenstunden des 22. Juni kam es in der Zentralschweiz zu einer Einigung ĂŒber einen Fahrplan fĂŒr die weiteren Verhandlungen. Die Vereinbarung ist kein fertiger Friedensvertrag, sondern erst der Anfang eines schwierigen Prozesses. Die großen Streitpunkte – insbesondere rund um das iranische Atomprogramm, Sicherheitsfragen und regionale Konflikte – mĂŒssen erst noch in zĂ€hen GesprĂ€chen geklĂ€rt werden.

Doch genau dafĂŒr braucht es Orte wie den BĂŒrgenstock. Orte, an denen Erzfeinde miteinander sprechen können. Und genau hier zeigt sich die eigentliche Bedeutung der Schweizer NeutralitĂ€t. Denn die entscheidende Frage lautet: Warum fand dieses Treffen ĂŒberhaupt in der Schweiz statt?

Die Antwort ist unbequem fĂŒr jene, die die NeutralitĂ€t zunehmend als ĂŒberholtes Konzept betrachten. Der Iran drĂ€ngte auf einen Ort in der Schweiz – und zwar bewusst. Denn trotz aller internationalen Spannungen gehört die Schweiz zu den wenigen europĂ€ischen Staaten, mit denen Teheran noch verlĂ€ssliche und funktionierende Beziehungen unterhĂ€lt. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger neutraler Diplomatie. So hat die Schweiz das Schutzmandat fĂŒr den Iran und die USA, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Die Kommunikation zwischen Teheran und Washington lĂ€uft vereinfacht gesagt ĂŒber Bern und nicht direkt.

NeutralitĂ€t bedeutet nicht, Konflikte gutzuheißen oder politische Systeme zu unterstĂŒtzen. NeutralitĂ€t bedeutet nicht GleichgĂŒltigkeit. Sie bedeutet, GesprĂ€chskanĂ€le offen zu halten – gerade dann, wenn andere diese lĂ€ngst geschlossen haben. Verstehen heißt dabei nicht billigen. Aber ohne den Versuch, die Positionen aller Seiten zu verstehen, gibt es keine Vermittlung, keine AnnĂ€herung und keinen Weg aus festgefahrenen Konflikten.

Der BĂŒrgenstock zeigt deshalb eindrĂŒcklich, welchen Wert eine glaubwĂŒrdige Schweizer NeutralitĂ€t in einer zunehmend polarisierten Welt besitzt. WĂ€hrend GroßmĂ€chte mit Sanktionen, Drohungen und militĂ€rischem Druck arbeiten, kann die Schweiz eine andere Rolle spielen: die einer Plattform, auf der ĂŒberhaupt noch geredet wird.

Genau diese Rolle gerĂ€t jedoch in Gefahr, wenn die Schweiz ihre NeutralitĂ€t verwĂ€ssert und international zunehmend als Teil eines politischen Lagers wahrgenommen wird. Eine Vermittlerin muss Vertrauen genießen – bei allen Seiten. Wer nur noch als VerbĂŒndeter einer Seite erscheint, verliert jene besondere Stellung, die ihn ĂŒberhaupt erst wertvoll macht.

Die jĂŒngsten Entwicklungen zeigen deshalb: NeutralitĂ€t ist kein historisches Relikt. Sie ist ein diplomatisches Werkzeug.

Dass die GesprĂ€che auf dem BĂŒrgenstock trotz aller Krisen und Drohkulissen nicht abgebrochen wurden, ist ein starkes Signal. Die politischen Spitzen reisen ab, doch die Arbeit geht weiter. Technische Teams sollen die nĂ€chsten Schritte ausarbeiten und die Details klĂ€ren.

Noch ist der Weg weit. Noch kann der Dialog jederzeit wieder scheitern. Noch bestehen tiefes Misstrauen und große GegensĂ€tze.

Aber es gibt einen Tisch. Und dieser Tisch steht in der Schweiz. Das ist kein Zufall, sondern der direkte Nutzen einer Politik, die ĂŒber Jahrzehnte auf Dialog, VerlĂ€sslichkeit und NeutralitĂ€t gesetzt hat. Die Schweiz sollte alles daransetzen, diese Rolle auch in Zukunft zu behalten. Denn in einer Welt voller Konflikte braucht es nicht weniger neutrale Staaten – sondern mehr.

54 Prozent Nein: Die NeutralitÀtsinitiative braucht jetzt eine andere Dringlichkeit

54 Prozent Nein, 34 Prozent Ja: GemĂ€ĂŸ einer Umfrage hat die NeutralitĂ€tsinitiative derzeit keine Mehrheit. FĂŒr SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi ist das jedoch kein Grund zur Sorge. Seine PrioritĂ€t liege im Kampf gegen die neuen EU-VertrĂ€ge; die NeutralitĂ€tsinitiative bleibe zwar wichtig, stehe aber derzeit nicht an erster Stelle.

Gerade diese Gewichtung könnte sich als strategischer Fehler erweisen. Denn die europĂ€ische Integrationsgeschichte zeigt ein klares Muster: Fast alle Staaten, die heute Mitglied der EU sind, traten zuerst der NATO bei. Die militĂ€rische Anbindung ging der politischen Integration meist voraus. Sicherheits-, RĂŒstungs- und Außenpolitik wurden schrittweise harmonisiert – der EU-Beitritt war oft nur noch der nĂ€chste logische Schritt.

Auch in der Schweiz wird die NeutralitĂ€t zunehmend aufgeweicht. MilitĂ€rische Kooperationen mit der NATO, gemeinsame Übungen, Datenaustausch und die Übernahme von Sanktionen verĂ€ndern die sicherheitspolitische Ausrichtung des Landes bereits heute. Wird die NeutralitĂ€t nicht verfassungsrechtlich gestĂ€rkt, könnte sie weiter ausgehöhlt werden – unabhĂ€ngig davon, wie die Debatte ĂŒber die EU-VertrĂ€ge ausgeht.

Wer die UnabhÀngigkeit der Schweiz bewahren will, sollte deshalb nicht zuerst die EU-Frage und erst danach die NeutralitÀt verteidigen.
Die NeutralitĂ€t ist das Fundament der schweizerischen EigenstĂ€ndigkeit. Wird dieses Fundament geschwĂ€cht, verlieren auch direkte Demokratie, Föderalismus und SouverĂ€nitĂ€t ihren wichtigsten Schutz. Die Reihenfolge ist entscheidend: Zuerst die NeutralitĂ€t sichern – dann erĂŒbrigen sich viele Integrationsschritte von selbst.

Wer sich fĂŒr die NeutralitĂ€t engagieren möchte: Bewegung fĂŒr NeutralitĂ€t

Großbritannien testet Langstreckenrakete fĂŒr die Ukraine

Die Ukraine macht deutlich, dass sie darauf abzielt, «den Krieg nach Russland zu tragen». So hat das Land jĂŒngst eine Serie massiver Drohnenangriffe auf Moskau durchgefĂŒhrt, die insbesondere bei Energieverarbeitungsanlagen und im Flugverkehr der Region verheerende SchĂ€den angerichtet haben.

KĂŒrzlich kĂŒndigte Großbritannien die Verabschiedung eines neuen MilitĂ€rhilfepakets fĂŒr die Ukraine an und versprach, das Land mit Hunderttausenden von Drohnen zu beliefern. Der Journalist und MilitĂ€rexperte Lucas Leiroz beanstandet dabei, dass sich Großbritannien damit am ukrainischen Terrorismus beteiligt (wir berichteten). ZeroHedge kommentiert:

«Dass die Ukraine verzweifelt versucht, so viel Einfluss wie möglich zurĂŒckzugewinnen, ist durchaus nachvollziehbar. Dass die NATO jedoch solche Aktionen gegen eine atomar bewaffnete Supermacht unterstĂŒtzt, grenzt an Wahnsinn.»

Doch damit nicht genug: Abgesehen von verdeckter UnterstĂŒtzung bei der Zielerfassung weist das Portal darauf hin, dass Großbritannien nĂ€mlich noch einen Schritt weiter geht: Berichten zufolge wĂŒrden gerade Raketen mit einer Reichweite von 300 Meilen getestet, die an das ukrainische MilitĂ€r geliefert werden sollen. Die britische Raketenplattform sei in der Lage, einen 500-Pfund-Sprengkopf bis nach Moskau zu befördern. «Purer Wahnsinn», titelt ZeroHedge.

The Telegraph liefert im Folgenden einige weitere Details zum Hintergrund des umfangreichen Hilfsprogramms fĂŒr die Ukraine:

«Das Verteidigungsministerium (MoD) forderte Unternehmen auf, Langstrecken-Angriffswaffen zu entwickeln, die mit einer Geschwindigkeit von mehr als 370 mph fliegen können, jeweils etwa 400.000 ÂŁ kosten und in einer StĂŒckzahl von 20 pro Monat hergestellt werden können.
Im Februar dieses Jahres gingen im Rahmen von PrĂ€sentationen im Stil der TV-Show â€čDragon's Denâ€ș rund 27 Angebote aus der Industrie ein, bevor sechs britische Unternehmen AuftrĂ€ge im Wert von jeweils rund fĂŒnf Millionen Pfund erhielten, um innerhalb von nur sieben Monaten Prototypen fĂŒr Testzwecke zu entwickeln.
Bis zum vergangenen Dezember waren nur noch drei Anbieter ĂŒbrig: MBDA UK, Hersteller der Stealth-Rakete â€čStorm Shadowâ€ș, MGI Engineering, ein britisches kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) mit Erfahrung in der Formel-1-Technologie, und Rotron Aerospace, ein weiteres britisches KMU, das bereits seit Langem mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet.»

Die Veröffentlichung bestĂ€tige zudem, dass neue Systeme, die Ziele in einer Entfernung von mehr als 300 Meilen angreifen können, «auf einem TestgelĂ€nde auf den Hebriden getestet wurden, wobei in den kommenden Monaten weitere Versuche in Großbritannien stattfinden werden».

ZeroHedge erachtet es fĂŒr Raketen dieser Reichweite und dieser Leistung als relativ gĂŒnstigen Preis. Und offenbar lassen sie sich schnell produzieren.

Die britische Ministerin fĂŒr die StreitkrĂ€fte, Louise Sandher-Jones, erklĂ€rte, die neuen Raketen sollen die «Storm Shadow»-Marschflugkörper «ergĂ€nzen», die London an die Ukraine liefert. Sie erklĂ€rte:

«Großbritannien steht Seite an Seite mit der Ukraine, und wir werden ihr weiterhin die UnterstĂŒtzung zukommen lassen, die sie benötigt, um sich gegen die russische Aggression zu verteidigen. Das Projekt â€čBrakestopâ€ș zeigt, was passiert, wenn wir dieses Engagement mit dem Talent und dem Einfallsreichtum der britischen Industrie verbinden.»

ZeroHedge stellt fest, dass die Ukraine parallel dazu die Herstellung ihrer im eigenen Land entwickelten Langstrecken-Drohnen vorangetrieben hat. Das Portal schließt:

«Das offene und unverhohlene EingestĂ€ndnis, dass diese zukĂŒnftigen Systeme bald dazu genutzt werden könnten, die russische Hauptstadt direkt anzugreifen, wĂ€re eine wahnwitzige Eskalation seitens der NATO. Sobald die NATO und westliche Systeme beginnen, GebĂ€ude in Moskau in die Luft zu sprengen, rĂŒckt eine direkte militĂ€rische Vergeltungsmaßnahme Russlands gegen Europa plötzlich viel nĂ€her an die RealitĂ€t heran. Auch dies ist schierer Wahnsinn und Irrsinn seitens einiger der kriegsbefĂŒrwortendsten Politiker Europas.»

Eine fahrende Schule der Demokratie auf Tour durch Deutschland

Seit fast vier Jahrzehnten rollt ein außergewöhnliches Fahrzeug durch Deutschland: Der Omnibus fĂŒr Direkte Demokratie ist eine fahrende Schule der Mitbestimmung. Seine Botschaft ist so einfach wie kraftvoll – «FĂŒr alle, durch alle, mit allen.» Als BĂŒrgerinitiative setzt er sich seit 1987 dafĂŒr ein, dass Menschen auf allen Ebenen, von der Kommune bis zum Bund, per Volksabstimmung ĂŒber ihre eigenen Angelegenheiten entscheiden können.

Der Ursprung dieser Arbeit liegt in der Kunst und in Joseph Beuys' Idee der «Sozialen Plastik»: Jeder Mensch trĂ€gt Verantwortung fĂŒr die Gestalt des Gemeinwesens, und eine stimmige Form entsteht nur im Zusammenwirken aller. Demokratie wird hier als Lernprozess verstanden – als das Vertrauen darauf, dass mĂŒndige Menschen Entscheidungen selbst treffen können, mit dem Mut zur Freiheit und dem Risiko, sich zu irren.

Konkret heißt das: Straßenaktionen, GesprĂ€che auf MarktplĂ€tzen, Workshops und das Bildungsprojekt «wo-hin gemeinsam gestalten», das junge Menschen ermutigt, Verantwortung fĂŒr die Zukunft zu ĂŒbernehmen. Auch die Geldfrage als Demokratiefrage und Projekte zu Europa und Grundeinkommen gehören dazu. Wo immer BĂŒrgerbegehren entstehen, hilft der Bus ganz praktisch beim Sammeln von Unterschriften.

Vom 22. bis 26. Juni 2026 macht der Omnibus im Rahmen der Aktionswoche «Demokratie weiter denken» in NĂŒrnberg Station – ein besonderer Moment, denn am 28. Juni stimmt die Stadt im BĂŒrgerentscheid ĂŒber den Frankenschnellweg ab. Kostenlose Abendveranstaltungen im Caritas-Pirckheimer-Haus laden ein: die Filmpremiere «Demokratie weiterdenken» mit Podium (25.6.) und der Dialogabend «Sprechen & Zuhören» (26.6.).

Die Reise geht weiter: Der Tourplan 2026 fĂŒhrt den Bus unter anderem nach Brandenburg, Hamburg, Sachsen, ins rheinland-pfĂ€lzische Mainz und im November zum Baumkreuz nach Ifta. Jede Station ist eine Einladung, die eigene Stimme als Gestaltungsinstrument zu entdecken. Denn, mit Beuys gesprochen: «Die Zukunft, die wir wollen, mĂŒssen wir erfinden.»

Mitfahren, mitgestalten, unterschreiben – alle Infos und Termine unter omnibus.org

Der Preis der Wahrheit: PrÀmierter Assange-Film findet Wege gegen Mainstream-Blockade

Der Dokumentarfilm «The Six Billion Dollar Man: Julian Assange and the Price of Truth» gewann 2025 die L'ƒil d'or bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, und sein Regisseur, Eugene Jarecki, den ersten Golden Globes-Dokumentarfilmpreis. Dann war Ruhe, sagt Jarecki. Kein Streamingdienst und kein Verleih wolle das Werk anrĂŒhren.

Dokumentarfilm «The Six Billion Dollar Man: Julian Assange and the Price of Truth» – Official Trailer

Sein Film Â«ĂŒber den Krieg der US-Regierung gegen Julian Assange» (aufgrund der WikiLeaks-EnthĂŒllungen zu Kriegsverbrechen im Irak) werde von «Medien-TorwĂ€chtern» geblockt. Jack Dorsey, der MitbegrĂŒnder von Bluesky und ehemalige CEO von Twitter, habe ihm daraufhin geraten, den Film direkt ĂŒber die Bitcoin-Community zu veröffentlichen. Das sei naheliegend:

«Lass den Mainstream einfach außen vor!»

Die Bitcoin-Community stelle eine AnhĂ€ngerschaft dar, die auf denselben Prinzipien basiere, fĂŒr deren Verteidigung Assange gekĂ€mpft habe, so Dorsey. Finanzielle SouverĂ€nitĂ€t und freie Information seien elementar verknĂŒpft. Als offenes Protokoll fĂŒr Geldtransfers umgehe Bitcoin die Gatekeeper wie Visa, Mastercard und die Banken.

Zudem erinnerte Dorsey an die gemeinsame Geschichte von WikiLeaks und Bitcoin. Damit bezog er sich auf die kritische Situation, als 2011 die US-Regierung den Spendenfluss an WikiLeaks durch Druck auf die klassischen KanÀle Banken, Kreditkarten-Unternehmen und Paypal blockierte.

Damals habe Bitcoin die Organisation der Aktivisten gerettet. Gleichzeitig habe sich die Freiheitsfunktion des damals noch sehr jungen Protokolls unter Beweis gestellt, da es sich in einem unmittelbaren Anwendungsfall in der realen Welt unter staatlichem Druck erfolgreich bewÀhrte.

Jarecki war begeistert von der Idee dieser Distributionsform. FĂŒnfzehn Jahre nach jenem Ereignis könne man auch den Versuch vereiteln, den Film darĂŒber zu blockieren. Obendrein hĂ€tte das noch eine weitere interessante Folge:

«Wenn wir diesen Film rausbekommen – jenen, den die Menschen offenbar nicht sehen sollen –, beweist das auch, dass die Gatekeeper nicht mehr nötig sind.»

Und so findet nun am Samstag, den 27. Juni 2026 um 22 Uhr MitteleuropĂ€ischer Sommerzeit die Premiere des Films als internationale «Watch Party» statt. Anstatt im Kino erscheint der Film weltweit gleichzeitig auf privaten Pay-per-View-VorfĂŒhrungen – finanziert ĂŒber Bitcoin. Die Organisatoren einer Watch Party in MĂŒnchen kommentieren dies treffend:

«Weil Wahrheit keine Erlaubnis braucht.»

Den Titel des Films erlĂ€utert Jarecki etwa folgendermaßen: Sechs Milliarden Dollar seien das «Kopfgeld» auf Assange gewesen, das die USA – ĂŒber die von ihnen dominierten Institutionen des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) und der Weltbank – an Ecuador gezahlt hĂ€tten, damit man ihn aus der Londoner Botschaft vertreibe, wo er Asyl genoss.

Der Regisseur bezieht sich damit auf die stark verÀnderten Rahmenbedingungen nach dem Regierungswechsel 2017 in Quito. Der Amtsantritt des neuen PrÀsidenten Lenín Moreno bedeutete eine neoliberale Kehrtwende. Damit einher ging das Bestreben, das VerhÀltnis zu den USA zu normalisieren, nicht zuletzt mit Blick auf dringend benötigte IWF-Kredite.

Die Folgen dieser Entwicklung fĂŒr den BotschaftsflĂŒchtling Assange bezeichnet Jarecki als «neues Niveau von Barbarei» gegen einen Mann, der damals unser aller Recht auf Wahrheit reprĂ€sentiert habe. Dieses Recht sei demnach also sechs Milliarden US-Dollar wert.

Ein weiteres Highlight dieser Premiere: Nach dem Film soll es noch eine GesprĂ€chsrunde geben, an der neben dem Regisseur auch Jack Dorsey und Edward Snowden teilnehmen werden. Snowden ist außerdem Teil des Films; in den Worten Jareckis «noch jemand, der den Preis der Wahrheit sehr gut kennt».


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BILDSTRECKE - Impressionen der Fussball-WM 2026

Drei Gastgeber, 48 Teilnehmer: Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet die Fussball-Weltmeisterschaft der MĂ€nner in Mexiko, Kanada und den USA statt. Einblicke in die WM in Bildern.
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Vera Lengsfeld

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Die kontraproduktive Frauenförderung der SPD

Das jĂŒngste Vorhaben der SPD, fĂŒr das angeblich schon Unterschriftenlisten in der Bundestagsfraktion oder sogar der ganzen Partei kursieren, ist ein Gesetz, das die ParitĂ€t von Frauen in den Parlamenten sichern soll. Dieser Beitrag zur Frauenemanzipation hat nur einen kleinen Haken, den auch die Kritiker dieser Aktion ĂŒbersehen haben: Die SPD ist die Partei mit 
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Weltanschauung ist unheilbar

Letzten Oktober hat JĂŒrgen K. Hultenreich, der sich leider kaum bemerkt in die erste Reihe der Gegenwartsliteraten geschrieben hat, einen neuen Band vorgelegt: Aphorismen. Bekannt wurde er mit seinem Roman Die Schillergruft, in dem er seine Erlebnisse als 17-JĂ€hriger verarbeitet hat, der Mitte der 60er Jahre in der DDR wegen eines gescheiterten Fluchtversuchs verhaftet wurde. 
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Zwanzig Jahre Schlossfestspiele Sondershausen

Mit dem Wetter hatten die Schlossfestspiele GlĂŒck. Keines der von den Wetterdiensten angekĂŒndigten denkbaren und undenkbaren Unwetter ging ĂŒber Sondershausen nieder. Statt dessen erwartete die Besucher ein warmer Sommerabend im schönen Lustgarten des Schlosses. Der Schlosshof konnte diesmal nicht genutzt werden, da es umfangreiche Reparaturarbeiten am OstflĂŒgel gibt. Aber es gibt offenbar jede Menge Lustgarten-Fans, 
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