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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Die Gedanken sind frei – Wie lange noch?

Der klinische Psychologe Harald Walach analysiert in einem Beitrag auf der Website der Gesellschaft der «Mediziner und Wissenschaftler fĂŒr Gesundheit, Freiheit und Demokratie» (MWGFD) schonungslos, wie die Meinungsfreiheit in Deutschland und Europa immer stĂ€rker unter Druck gerĂ€t.

Dabei beschĂ€ftigt er sich mit der dĂŒnnhĂ€utigen Reaktion der MĂ€chtigen, der vermeintlichen «Delegitimierung des Staates», den Faktencheckern, dem Digital Services Act der EU (DSA) – und der dadurch entstehenden gefĂ€hrlichsten Zensur: der Schere im Kopf.

Hinsichtlich der modernen Zensur, die in den letzte Jahren eingezogen ist, stellt Walach fest:

«Es gibt zu allen wichtigen Themen ein offizielles Narrativ. Dieses wird von den politisch Verantwortlichen definiert und von â€čLeitmedienâ€ș und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbreitet.
Wer sich diesem Narrativ entgegenstellt, der gehört zu denen, die â€čFalschinformationâ€ș verbreiten. Und weil das nun nicht nur ein Kavaliersdelikt ist, sondern zur â€čDelegitimierung des Staatesâ€ș fĂŒhrt, wenn man so etwas tut – denn dann greift man ja die staatliche Deutungshoheit an –, wird es nun ziemlich rasch zu einem Straftatbestand.
Man braucht kein Prophet zu sein, um zu sehen, wohin das fĂŒhrt: In eine totalitĂ€re, von oben definierte, Interpretation der Welt; dessen, was richtig ist; dessen, wer zu unseren Feinden gehört; dessen, was der BĂŒrger tun und lassen, sagen und verschweigen soll; ja und auch dazu, was der BĂŒrger denken und besser nicht denken darf.»

Doch all das hat mit demokratischen Werten nichts zu tun. Walach betont in diesem Zusammenhang: «Nicht der Konsens, sondern der Dissens, der Diskurs und das Ringen um Kompromisse sind das Wesen der Demokratie.»

Den ganzen Text können Sie auf der Website von MWGFD lesen.

«Keine aggressiven PlĂ€ne gegenĂŒber dem Westen» – Russischer Botschafter in Deutschland

Der kollektive Westen habe offen das Bestreben, Russland eine «strategische Niederlage» zuzufĂŒgen. Das kritisierte der Botschafter Russlands in Deutschland, Sergej Netschajew, am Freitag in Berlin. Er zeigte sich jedoch sicher, dass «den Widersachern erneut entschlossener Widerstand» entgegengesetzt wird.

Das Recht der Völker Russlands auf ihre IdentitÀt sowie auf traditionelle geistige und moralische Werte werde verteidigt, betonte der Botschafter. Die Werte des Landes «basieren auf ethnokultureller und religiöser Vielfalt, der Liebe zur Heimat und dem Respekt vor ihrer Geschichte». Der Botschafter machte klar:

«Ein entscheidender Faktor fĂŒr den Schutz der SouverĂ€nitĂ€t Russlands war schon immer der innere Zusammenhalt angesichts schicksalhafter Herausforderungen, Ă€ußerer Bedrohungen, DruckausĂŒbung und Destabilisierungsversuchen.»

Anlass der Rede war ein Empfang zum Nationalfeiertag Russland, dem 12. Juni, in der Botschaft. Am 12. Juni 1990 wurde die ErklĂ€rung ĂŒber die staatliche SouverĂ€nitĂ€t der Russischen Föderation verabschiedet. Das Datum wurde auf PrĂ€sidentenerlass 1998 zum russischen Nationalfeiertag, zum Tag Russlands, erklĂ€rt.

Botschafter Netschajew ging beim Empfang auf die Geschichte ebenso wie auf die aktuelle Lage ein. Der Einladung waren ĂŒber 50 Botschafter und Diplomaten sowie MilitĂ€rattachĂ©s zahlreicher Staaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Europa gefolgt. Unter den EhrengĂ€sten waren auch Überlebende der Blockade von Leningrad, ehemalige KZ-Gefangene, Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche, russische Landsleute und Journalisten sowie zahlreiche deutsche GĂ€ste.

Der Botschafter Russlands erinnerte daran, dass sich am 22. Juni zum 85. Mal der Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion und der Beginn des Großen VaterlĂ€ndischen Krieges jĂ€hrt. Dieses Datum markiere eines der tragischsten Daten in der Geschichte Russlands. «Von der Idee der rassischen Überlegenheit verblendet, beabsichtigten die Angreifer, die Völker der UdSSR zu vernichten und zu versklaven, um Lebensraum fĂŒr das Dritte Reich zu schaffen», so Netschajew.


Sergej Netschajew, Russlands Botschafter in Deutschland, am Freitag beim Empfang (Foto: Tilo GrÀser)

Um den Preis enormer Opfer sei es der Sowjetunion gelungen, «die Welt von der braunen Pest zu befreien», erinnerte er. Es sei die «gemeinsame Pflicht, die Erinnerung an diese Heldentat sorgfĂ€ltig zu bewahren, zu verhindern, dass die Lehren der Vergangenheit in Vergessenheit geraten und dass der Neonazismus in jeglicher Form wieder aufkeimt». Russland lehne «jede Form von Geschichtsrevisionismus entschieden ab, ebenso wie Versuche, den entscheidenden Beitrag der Roten Armee und des sowjetischen Volkes zur Zerschlagung des Nationalsozialismus herabzuwĂŒrdigen».

Es sei «unfassbar», dass heute in einer Reihe europĂ€ischer LĂ€nder Nazis und ihre Handlanger offen verherrlicht werden, beklagte der Botschafter. MĂ€rsche von SS-Veteranen wĂŒrden veranstaltet, wĂ€hrend gleichzeitig DenkmĂ€ler fĂŒr sowjetische Soldaten zerstört, Symbole des Sieges verboten und versucht werde, die Erinnerung daran auszulöschen. Das sei «unzulĂ€ssig», betonte Netschajew und fĂŒgte hinzu:

«Die vom NĂŒrnberger Tribunal dokumentierten, in der Weltgeschichte beispiellosen Verbrechen des Dritten Reiches und seiner Handlanger sind unbestreitbar und mĂŒssen als Völkermord an den Völkern der UdSSR anerkannt werden. Wir fordern den Bundestag und die Bundesregierung der BRD auf, diesen Schritt zu tun und die historische Gerechtigkeit fĂŒr Russland wiederherzustellen.»

Der Botschafter Russlands Ă€ußerte sich auch zum anhaltenden Krieg in der Ukraine. Er verwies auf den massiven politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Druck des Westens im Zusammenhang mit dem «gegen Russland entfesselten Stellvertreterkrieg und mehr als 30.000 unrechtmĂ€ĂŸiger antirussischer Sanktionen».

Russland setze sich fĂŒr eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts ein, «die die grundsĂ€tzlichen Sicherheitsinteressen unseres Landes und die Rechte der russischsprachigen Bevölkerung der Ukraine berĂŒcksichtigt». Dabei gehe es, «um ein langfristiges, umfassend ausgearbeitetes, rechtlich einwandfreies Abkommen und nicht um eine vorĂŒbergehende Atempause fĂŒr Kiew», betonte Netschajew. Russlands sei «konsequent und unverĂ€ndert».

Russland blicke trotz aller Probleme «zuversichtlich in die Zukunft, gestĂŒtzt auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens und ein klares Bewusstsein fĂŒr seine nationalen Interessen». Die Wirtschaft sei stabil und das jĂŒngste Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg mit mehr als 20.000 GĂ€sten aus 140 LĂ€ndern habe das wachsende Interesse der weltweiten Mehrheit an einer Zusammenarbeit mit Russland bestĂ€tigt.

«Unsere Gegner mĂŒssen anerkennen, dass der Versuch einer internationalen Isolierung Russlands gescheitert ist. Wir haben viele Freunde und Gleichgesinnte, die eine unabhĂ€ngige Politik betreiben und an der Gestaltung einer gerechten, multipolaren Welt mitwirken wollen.»

Er ging auch auf das VerhĂ€ltnis zu Deutschland und den anderen westlichen Staaten ein und erklĂ€rte: «Der Kurs auf die Zerstörung der einzigartigen und vielschichtigen bilateralen Beziehungen war nie unsere Wahl.» Die russische Politik sei «offen und berechenbar und auf die Entwicklung gleichberechtigter partnerschaftlicher Beziehungen zu allen LĂ€ndern ausgerichtet, einschließlich unserer europĂ€ischen Nachbarn». Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin habe wiederholt betont, «dass unser Land keine aggressiven PlĂ€ne gegenĂŒber den westlichen Staaten hegt».

Es bleibe zu hoffen, dass die westlichen Staats- und Regierungschefs diese Botschaft verstehen, so der Diplomat. An die Stelle der ungebremsten Militarisierung und der Kriegsvorbereitungen gegen Russland mĂŒsse die Erkenntnis der eigenen nationalen Interessen treten. Er sei ĂŒberzeugt, «dass davon alle Seiten profitieren werden und es gelingen wird, die Welt von der gefĂ€hrlichen Grenze zum Krieg abzubringen».

Die EZB und ihr Inflationsziel von 2 Prozent

«Durch den Krieg im Nahen Osten entsteht Druck auf die Inflation», stellte die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) vergangenen Donnerstag fest. Da der EZB-Rat fest entschlossen sei, sein PreisstabilitĂ€tsmandat zu erfĂŒllen und seine Geldpolitik am mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent auszurichten, habe er nun die Leitzinsen erhöht.

In den Systemmedien ist von einem «Inflationsschub infolge des Iran-Kriegs» zu lesen und davon, dass die Inflation auf dem Wege in einen «Galopp-Modus» gewesen sei. Das EU-Statistikamt Eurostat hatte zuletzt fĂŒr Mai eine Teuerungsrate von 3,2 Prozent im Euroraum geschĂ€tzt, und fĂŒr das gesamte Jahr 2026 werden 3,0 Prozent angenommen. Darauf habe die EZB reagieren mĂŒssen, heißt es.

All diese Darstellungen gehen von einem Inflationsbegriff aus, der sich auf steigende Preisniveaus bezieht, gemessen als VerĂ€nderung der Verbraucherpreisindizes. Das scheint inzwischen ĂŒblich. In diesem Sinne ist wohl unverkennbar, dass der USA-Israel-Iran-Krieg zum Beispiel mit seinen Auswirkungen auf Transportwege und Rohstoffversorgung einige Preise in die Höhe getrieben hat. Die Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage eben.

Vergessen wird indes gerne die sogenannte monetĂ€re Inflation, das heißt, die Zunahme der Geldmenge im VerhĂ€ltnis zur Wirtschaftsleistung. Diese ursprĂŒglich gĂ€ngige Definition ist ebenso plausibel wie offensichtlich heute unbeliebt. Steigt nur die Geldmenge, stehen einem unverĂ€nderten GĂŒterangebot mehr finanzielle Mittel gegenĂŒber, wodurch die Preise steigen. Die monetĂ€re kann also Ursache der Preisinflation sein. Anders ausgedrĂŒckt: Das Geld wird bei steigender Menge weniger wert.

Genau diesen Effekt sehen wir seit vielen Jahren. Permanente und extreme Schuldenpolitik, um die selbstgemachten Krisen zu «bewĂ€ltigen». Krisen wohlgemerkt, unter denen viele Menschen leiden, von denen aber einige wenige enorm profitieren. Dabei braucht zur Finanzierung nicht einmal die berĂŒchtigte Druckerpresse angeworfen zu werden, der Druck ist noch viel simpler.

Geldschöpfung funktioniert in unserem System auch auf Knopfdruck, elektronisch aus dem Nichts, am Computer, durch Kreditvergabe der Banken. Die Geldmenge im Euroraum hat sich seit 2002 mehr als verdreifacht. Die Wirtschaftsleistung ebenfalls?

Diese wunderbare Geldvermehrung ist erst möglich, seit US-PrĂ€sident Nixon 1971 einseitig die «vorĂŒbergehende Suspendierung» der Goldbindung des Dollar proklamierte. De facto beendeten die USA damit eigenmĂ€chtig das WĂ€hrungssystem von Bretton Woods und den internationalen Goldstandard.

Die Motivation? Der Vietnamkrieg war sehr teuer und die «Goldbremse» musste weg. Krieg verursacht nicht nur Inflation, weil er Ressourcen vernichtet, sondern (vor allem) auch, weil er lukrativ ist und finanziert werden muss. Und man kann es auch andersherum sehen: Ohne die Lizenz zum Gelddrucken wÀren Kriege schwieriger vom Zaum zu brechen oder lange aufrechtzuerhalten.

Die EZB wird derweil nicht mĂŒde, PreisstabilitĂ€t als ihre wichtigste Aufgabe zu betonen. Dabei erklĂ€rt man ernsthaft eine Teuerungsrate von 2 Prozent als wĂŒnschenswert. Viele Medien plappern das immer wieder nach und behaupten, das sei gut fĂŒr die Verbraucher. Die EZB schreibt:

«Unser Inflationsziel von 2 Prozent ist einfach, klar und leicht zu vermitteln. Alle verstehen es. (...) Preissteigerungen sollten so gering sein, dass Privatpersonen und Unternehmen nicht in Schwierigkeiten geraten. (...) Wir verstehen das Inflationsziel als ein symmetrisches Ziel. Das bedeutet, eine zu niedrige Inflation ist unseres Erachtens genauso schlecht wie eine zu hohe.»

Wieso bitte sollte es gut fĂŒr uns sein, wenn unser hart erarbeitetes Geld seinen Wert verliert? Was die EZB unter stabilen Preisen versteht, vernichtet in Wahrheit einfach stetig unser Erspartes. Das sind sehr konkrete Schwierigkeiten. Der Effekt hĂ€lt uns schön im Hamsterrad, denn den Verlust muss man ja stĂ€ndig wieder reinholen.

Die offizielle EZB-Strategie halbiert unsere Kaufkraft in etwa 35 Jahren. Folgende Grafik veranschaulicht die theoretische Entwicklung bei einer konstanten Inflationsrate von zwei Prozent. Bei Verwendung der realen historischen Inflationswerte (in Deutschland zwischen 0,3 und 6,9 Prozent) zeigt sich ungefÀhr das gleiche Ergebnis.


Kauf­kraft­verlust durch Inflation (Quelle: finanz-tools.de)

Es gibt durchaus Alternativen zum jetzigen Geld. Einige davon hat Christoph Pfluger, der GrĂŒnder von Transition News, bereits vor Jahren in dem lesenswerten BĂŒchlein «Das nĂ€chste Geld» vorgestellt. Es gibt noch andere. FĂŒr deren verbreitete Kenntnisnahme und vor allem Nutzung muss vielleicht der Leidensdruck in unseren Gesellschaften noch deutlich steigen. Hoffentlich ist diese These falsch. Frei nach Henry Ford sollte etwas mehr VerstĂ€ndnis ausreichen:

«WĂŒrden die Menschen das Geldsystem verstehen, hĂ€tten wir eine Revolution noch vor morgen frĂŒh.»

GeburtenrĂŒckgang im Fokus: Veranstaltung in Muri greift kontroverse Debatte auf

Die Geburtenrate in der Schweiz befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Im Durchschnitt bringt eine Frau derzeit 1,29 Kinder zur Welt. Damit gehört die Schweiz zu den LĂ€ndern mit den niedrigsten Geburtenraten weltweit. Die Entwicklung wirft Fragen nach den langfristigen Folgen fĂŒr Bildung, Gesundheitswesen, Altersvorsorge und den Generationenvertrag auf.

WĂ€hrend Medienberichte – ganz typisch diese Woche Tamedia - die rĂŒcklĂ€ufigen Geburtenzahlen hĂ€ufig mit verĂ€nderten LebensentwĂŒrfen und bewussten Entscheidungen junger Menschen erklĂ€ren, halten die Organisatoren einer Veranstaltung des AktionsbĂŒndnisses freie Schweiz (ABF) und des Lehrernetzwerks Schweiz diese Sichtweise fĂŒr unzureichend. Sie vertreten die Auffassung, dass weitere mögliche Einflussfaktoren stĂ€rker untersucht werden mĂŒssten.

«Der dramatische Geburtenknick setzt auffÀlligerweise rund neun Monate nach der Corona-Impfung ein. 2021 muss sich gesellschaftlich etwas Dramatisches ereignet haben.»

Dies schreiben die Organisatoren in ihrer Einladung. Im Zentrum des Anlasses steht ein Vortrag des Gesundheitsökonomen Konstantin Beck. Er prĂ€sentiert seine im Mai 2026 veröffentlichte Studie zum GeburtenrĂŒckgang und will darin neue Perspektiven auf die demografische Entwicklung eröffnen. Laut Veranstaltern soll die Untersuchung AnstĂ¶ĂŸe fĂŒr eine vertiefte gesellschaftliche Debatte liefern.

Anschließend findet ein PodiumsgesprĂ€ch zu den Themen GeburtenrĂŒckgang, WHO-Pandemievertrag und internationale Abkommen statt. Mit dabei ist auch Nicole Burger, Juristin des Lehrernetzwerks Schweiz und GrossrĂ€tin im Kanton Aargau (SVP). Sie will die aktuellen Entwicklungen in der Schweizer Gesundheitspolitik einordnen und Einblicke in ihre politische Arbeit geben.

Die Veranstaltung findet am 18. Juni im Festsaal des Klosters Muri (AG) statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Organisatoren bitten aufgrund der beschrÀnkten Platzzahl jedoch um eine vorgÀngige Reservation.

Sprachpolizei an den Hochschulen: Wer nicht gendert, fliegt

Jahrelang unterrichtete sie an Schweizer Hochschulen, fĂŒhrte Kurse durch und erhielt positive RĂŒckmeldungen von Studierenden. Dann genĂŒgte offenbar die Beschwerde einer einzelnen Person, um ihre TĂ€tigkeit abrupt zu beenden. Der Grund: Sie verwendet in ihren Unterlagen das generische Maskulinum und lehnt es ab, ihre Sprache und Bildauswahl den Vorgaben des Gender-Mainstreams anzupassen.

Der Fall von Esther Ziegler steht exemplarisch fĂŒr eine Entwicklung, die viele beobachten, aber nur wenige öffentlich ansprechen. WĂ€hrend UniversitĂ€ten und Fachhochschulen Vielfalt, Offenheit und kritisches Denken propagieren, scheint die Toleranz dort zu enden, wo von der offiziellen Doktrin abgewichen wird.

Auslöser war laut Ziegler eine anonyme Beschwerde eines Studenten, die gleichzeitig an mehrere Diversity-Stellen von Hochschulen weitergeleitet wurde. Beanstandet wurden ihre Sprache und die angeblich unausgewogene Darstellung von MĂ€nnern und Frauen in ihren Kursunterlagen. Was ĂŒber Jahre niemand störte, wurde plötzlich als diskriminierend und sexistisch eingestuft.

Bemerkenswert ist dabei weniger die Kritik selbst als die Reaktion der Institutionen. Anstatt eine offene Debatte zu fĂŒhren oder unterschiedliche Auffassungen zuzulassen, entstand bei der Betroffenen der Eindruck, dass Anpassung erwartet wird und Widerspruch unerwĂŒnscht ist. Wer nicht mitmacht, riskiert den Ausschluss.

Dabei ist die Kritik am Gendern weder neu noch randstĂ€ndig. Sprachwissenschaftler, Journalisten und Autoren weisen seit Jahren darauf hin, dass viele Genderformen die Lesbarkeit beeintrĂ€chtigen, den Sprachfluss erschweren und sprachlich oft kĂŒnstlich wirken. Die Tatsache, dass Behörden, UniversitĂ€ten und Verwaltungen umfangreiche HandbĂŒcher benötigen, um die Regeln der «geschlechtergerechten Sprache» ĂŒberhaupt zu erklĂ€ren, zeigt, wie weit sich diese Praxis vom natĂŒrlichen Sprachgebrauch entfernt hat.

Besonders problematisch erscheint die Entwicklung im akademischen Umfeld. Hochschulen sollten Orte des offenen Austauschs sein, an denen unterschiedliche Positionen diskutiert und hinterfragt werden können. Wenn jedoch bei sprachpolitischen Fragen nur noch eine zulÀssige Meinung akzeptiert wird, gerÀt dieses SelbstverstÀndnis ins Wanken.

Die eigentliche Ironie liegt darin, dass ausgerechnet im Namen von Vielfalt und Inklusion eine sprachliche Gleichschaltung vorangetrieben wird. Wer gendern möchte, soll dies tun können. Wer sich dagegen entscheidet, sollte dafĂŒr ebenso wenig sanktioniert werden. Toleranz bedeutet nicht, dass alle dieselbe Meinung vertreten mĂŒssen. Toleranz bedeutet, unterschiedliche Auffassungen auszuhalten.

Der Fall Ziegler zeigt deshalb nicht nur einen Streit um Sprache. Er steht fĂŒr eine grundsĂ€tzliche Frage: Wie viel Meinungsfreiheit und intellektuelle Offenheit sind an den Hochschulen noch erwĂŒnscht, wenn es um politisch aufgeladene Themen geht? Wer kritisches Denken fördern will, sollte auch Kritik am Zeitgeist zulassen. Andernfalls droht die UniversitĂ€t vom Ort der Debatte zum Ort der Gesinnungskontrolle zu werden.


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