«Deutschlands politische Klasse will ihre Kinder für den Krieg»
Deutschlands Kriegstreiberei hat auch den US-Finanzanalytiker Martin Armstrong auf den Plan gerufen. In einem aktuellen Beitrag befasst er sich vor allem mit der möglichen Wiedereinführung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht in dem Land. Armstrong weist auf die Aussage des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius hin, wonach «nicht alle eingesetzten Soldaten Freiwillige sein werden». Und er stellt fest, dass Deutschland seine militärische Präsenz in Litauen weiter ausbaut.
Jahrelang sei der Öffentlichkeit versichert worden, dass der Wehrdienst freiwillig bleiben würde, so der Finanzanalytiker. Pistorius gebe nun hingegen offen zu, dass eine Wehrpflicht bevorsteht. Armstrong weiter:
«Manche mögen glauben, es gehe hier lediglich um Soldaten, die sich freiwillig für einen Einsatz in Litauen melden, doch in Wahrheit sagt er damit, dass Deutschland alles tun wird, um seine Vereinbarungen mit ausländischen Regierungen und in ausländischen Kriegen einzuhalten.»
Der Finanzanalytiker beobachtet, dass deutsche Politiker nun offen über die Wehrpflicht diskutieren, sollte es der Bundeswehr an ausreichenden Freiwilligen mangeln. Dabei sei die eigentliche Frage, die niemand stellen wolle, einfach:
«Gegen wen genau bereiten sie sich auf einen Kampf vor? Die europäischen Staats- und Regierungschefs sprechen weiterhin von Russland, als würde Moskau sich darauf vorbereiten, morgen in Berlin einzumarschieren. Anstatt innenpolitische Probleme zu lösen, geben sie nun Hunderte von Milliarden für den Ausbau des Militärs aus. Deutschlands Militärbudget ist dramatisch gestiegen, und es gibt Pläne, das aufzubauen, was Regierungsvertreter offen als Europas stärkste konventionelle Streitmacht bezeichnen.»
Regierungen würden niemals mit einer umfassenden Wehrpflicht beginnen, erläutert Armstrong. Sie würden die Öffentlichkeit nicht in Panik versetzen wollen, und gegenwärtig befinde sich Deutschland noch nicht im Krieg. Der Finanzanalytiker erinnert daran, dass das Land bereits ein System eingeführt hat, das junge Männer verpflichtet, dem Militär Informationen zur Verfügung zu stellen, und dass es ab 2027 obligatorische Untersuchungen vorbereitet. Die Infrastruktur werde aufgebaut, noch bevor die Öffentlichkeit vollständig verstehe, wohin der Weg führt. Die Regierung erkläre offen, dass die Deutschen mit Krieg konfrontiert werden. Armstrong schließt:
«Junge Europäer, die sich kein Eigenheim leisten können, die mit steigenden Steuern und schwindenden wirtschaftlichen Perspektiven konfrontiert sind, erfahren nun, dass sie möglicherweise eine Dienstpflicht haben werden. Politiker, die maßgeblich an vielen der geopolitischen Katastrophen des letzten Jahrzehnts beteiligt waren, sind zunehmend bereit, die Last auf die nächste Generation abzuwälzen.
Unsere Modelle haben bereits darauf hingewiesen, dass das Jahr 2026 ein Jahr des ‹Panikzyklus› sein wird, der mit zunehmenden geopolitischen Spannungen und einer militärischen Eskalation einhergeht. Der sich bis ins Jahr 2027 fortsetzende Trend wird zunehmend gefährlicher. Sobald Regierungen damit beginnen, die Bevölkerung auf den Wehrdienst vorzubereiten, geben sie damit implizit zu, dass sie nicht mehr mit Frieden rechnen. Die Ära des rein freiwilligen Wehrdienstes neigt sich dem Ende zu.»