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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess<!markup:2:end> gegen die Herrschaft Verantwortlichen und Strippenzieher der Angst – Dr. Wolfgang Wodarg Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im GesprĂ€ch</a></div></iframe> #> <!markup:2:begin>Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE
# Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)<!markup:2:end> ===Corona Transition== XML

Feed Titel: Transition News


Jeremy Farrar tritt von WHO-Posten zurĂŒck

Jeremy Farrar, der bekannteste Wissenschaftler Großbritanniens, ist als stellvertretender Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurĂŒckgetreten. Farrar, ehemaliger Chef des Wellcome Trust, der zweitgrĂ¶ĂŸten Pharmalobby nach der Gates-Stiftung, war wĂ€hrend der «Pandemie» Mitglied der Scientific Advisory Group for Emergencies (Sage), die die britische Regierung beriet. Im Mai 2020 hatte die Regierung ihn zudem in die Impfstoff-Taskforce und die Serology Working Group der Gesundheitsbehörde Public Health England berufen. Diese half dabei, die Teststrategie des Vereinigten Königreichs zu steuern.

Farrar kam 2023 als Chefwissenschaftler zur WHO, nachdem er fast ein Jahrzehnt beim Wellcome Trust tĂ€tig gewesen war. Im Mai 2025 wurde er zum stellvertretenden Generaldirektor befördert. Laut dem Springer-Blatt The Telegraph ist unklar, was Farrars RĂŒcktritt ausgelöst hat. Allerdings hĂ€tten einige seiner Kollegen erklĂ€rt, er sei innerhalb der Organisation schon seit einiger Zeit «unzufrieden und zunehmend frustriert ĂŒber deren interne Politik und BĂŒrokratie» gewesen.

Der ĂŒberraschende Schritt erfolge zu einer schwierigen Zeit fĂŒr die WHO, die nach KĂŒrzungen und einem massiven Finanzierungsdefizit infolge des WHO-Austritts der USA eine umfassende Umstrukturierung durchlaufen habe, lamentiert The Telegraph. In diesem Rahmen habe die WHO fast ein Viertel ihrer weltweiten Belegschaft abbauen und ihren Hauptsitz in Genf verkleinern mĂŒssen. Die neue Organisationsstruktur habe es erforderlich gemacht, zehn Abteilungen zu vier zusammenzulegen.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, gab Farrars Entscheidung am Dienstagmorgen in einer E-Mail an alle Mitarbeiter bekannt und erklÀrte, der britische Wissenschaftler werde mit Wirkung zum 30. September aus der WHO «in den Ruhestand treten». «Dr. Tedros» schrieb:

«Dr. Farrar hat auf höchster Ebene ein außergewöhnliches Engagement fĂŒr Wissenschaft und öffentliche Gesundheit gezeigt, und wir sind dankbar, dass er sich dafĂŒr entschieden hat, seine Erfahrung, Energie und Überzeugungskraft in die WHO einzubringen. Im Namen der gesamten Organisation spreche ich Dr. Farrar meinen aufrichtigen Dank aus ... [und wĂŒnsche] ihm viel Erfolg in seinem nĂ€chsten Lebensabschnitt und einen wohlverdienten Ruhestand.»

Nach Angaben der WHO wird Bruce Aylward nun Farrars Position als stellvertretender Generaldirektor fĂŒr Gesundheitsförderung, KrankheitsprĂ€vention und Versorgung ĂŒbernehmen.

Farrar und Fauci pflegten Kontakt wÀhrend der «Pandemie»

Farrar ist einer von mehreren Wissenschaftlern, die in einem E-Mail-Verlauf mit Anthony Fauci, dem ehemaligen Covid-Chefberater des Weißen Hauses, auftauchen. Auch nahm er an einer Telefonkonferenz mit Fauci teil. Letzterer verweigerte kĂŒrzlich vor dem US-Kongress bei der Befragung ĂŒber seine Rolle wĂ€hrend der Virus-Hysterie bei allen Fragen die Aussage. Nun könnte er wegen Missachtung des Kongresses strafrechtlich verfolgt werden, sein Verhalten könnte mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden (wir berichteten hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Obendrein hat sich der Ex-Fauci-Berater, David Morens, gerade vor einigen Tagen schuldig bekannt, die Verschleierung von Bundesunterlagen im Zusammenhang mit der Erforschung der UrsprĂŒnge von SARS-CoV-2 geplant zu haben (wir berichteten). Ihm drohen bis zu fĂŒnf Jahre Haft.

The Telegraph erwĂ€hnt diese Aspekte nur am Rande. Die Zeitung teilt stattdessen lapidar – und in bekannter Verschleierungs-Manier – mit, dass «Kritiker und Verschwörungstheoretiker» aufgrund der E-Mails und der Telefonkonferenz behaupten wĂŒrden, dass es einen orchestrierten Versuch gegeben habe, die Labortheorie ĂŒber den Ursprung des Virus herunterzuspielen.

Moderna-Aktie schießt 177 Prozent in die Höhe

Der mRNA-«Impfstoff» gegen «COVID» war das erste Produkt, das die Pharmafirma Moderna auf den Markt brachte. Bereits vor dessen Zulassung schnellte der Aktienkurs des Unternehmens in die Höhe. Die GeschĂ€ftslage brach jedoch ein, als die Nachfrage nach den Injektionen drastisch zurĂŒckging.

Wie die New York Times berichtet, verunsicherte auch die Feindseligkeit der Trump-Regierung die Anleger. So sei der Aktienkurs bis Dienstag gegenĂŒber seinem Höchststand um fast 90 Prozent gefallen. Das entspreche einem Verlust von 170 Milliarden Dollar an Marktwert. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen mehr als 800 Mitarbeiter entlassen, was einem Zehntel seiner Belegschaft entspreche.

Doch mittlerweile hat Moderna die mRNA-Technologie auch auf Injektionen gegen Grippe, Vogelgrippe, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und Krebs angewandt – letztere zusammen mit dem großen Pharmakonzern Merck. Das Grippe-PrĂ€parat hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Anfang August fĂŒr Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen, obwohl in der entsprechenden klinischen Studie in der mRNA-Gruppe wesentlich mehr Nebenwirkungen festgestellt wurden als unter den Probanden, die eine konventionelle Impfung erhielten (wir berichteten).

Auch das RSV-PrĂ€parat erhielt bereits eine Zulassung. FĂŒr die anderen beiden Injektionen sind noch klinische Studien am Laufen. Was die Entwicklung der Vogelgrippe-Impfung betrifft, verlor Moderna laut der NYT AuftrĂ€ge im Wert von mehr als 700 Millionen Dollar, nachdem die Trump-Regierung die Vereinbarungen gekĂŒndigt hatte.

Nun gaben Moderna und Merck am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt, dass ihr experimenteller Krebsimpfstoff in einer klinischen Studie angeblich die Zeit bis zum Wiederauftreten eines Melanoms verlÀngert habe. Dabei handle es sich um die erste erfolgreiche Studie dieser Art im fortgeschrittenen Stadium, stellt die NYT fest. Torsten Engelbrecht hat die klinische Studie auf Transition News allerdings schon im Juni scharf kritisiert. Bei den Erfolgsmeldungen handle es sich um einen «Hype», der «ins Leere» laufe.

Die NYT weist indes darauf hin, dass die beiden Pharmaunternehmen ihren Erfolg bekannt gaben, ohne Zahlen zu nennen, die Aufschluss darĂŒber geben wĂŒrden, inwieweit die Patienten davon profitiert haben. In der Studie wurde die Injektion in Kombination mit Keytruda verabreicht, der laut NYT «extrem erfolgreichen» Krebsimmuntherapie von Merck. Jedenfalls schloss die Moderna-Aktie am Mittwoch mit einem Plus von 177 Prozent.

Krebsinjektionen auf mRNA-Basis könnten laut der NYT zu einem extrem lukrativen GeschĂ€ft werden, sofern der Ansatz bei verschiedenen Krebsarten funktioniere. Hochmoderne Krebsmedikamente wĂŒrden in der Regel mehrere hunderttausend Dollar pro Jahr kosten.

FĂŒr Moderna sei Krebs «bei Weitem die bedeutendste Chance in der Entwicklungspipeline», sagte Tyler Van Buren, Analyst bei der Wall-Street-Bank TD Cowen. Und StĂ©phane Bancel, der Vorstandsvorsitzende von Moderna, erklĂ€rte am Mittwoch gegenĂŒber dem Sender CNBC, dass die Arbeit des Unternehmens an dem Krebsimpfstoff dessen jĂŒngster Versuch sei, «sehr große, wissenschaftlich-klinische Wetten einzugehen».

Der Zeitung zufolge befanden sich bereits im vergangenen Jahr mehr als 60 Krebs-«Impfstoffe» auf Basis von mRNA oder Ă€hnlicher Technologie in der Entwicklung. Sie seien in ĂŒber 120 klinischen Studien getestet worden. Vier große Arzneimittelhersteller wĂŒrden die EntwicklungsbemĂŒhungen anfĂŒhren. Zwei davon seien Moderna und Merck, deren Zusammenarbeit bei diesem Ansatz bereits ein Jahrzehnt zurĂŒckreiche. Derselbe «Impfstoff» werde derzeit auch als Therapie gegen Lungen-, Nieren- und Blasenkrebs getestet.

BioNTech, ein weiterer Entwickler einer mRNA-Injektion gegen «COVID», arbeite mit Roches Genentech-Sparte an der Entwicklung eines PrĂ€parats zur Behandlung von BauchspeicheldrĂŒsen- und Darmkrebs, so die NYT. Die Ergebnisse einer kleinen Sicherheitsstudie dieser Therapie bei BauchspeicheldrĂŒsenkrebs hĂ€tten diesen FrĂŒhling fĂŒr Aufsehen gesorgt.

Neuer Korruptions-Skandal in der Ukraine

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat nach einer erneuten Razzia der Anti-Korruptions-Behörden die Vizechefin seines PrĂ€sidialbĂŒros, Iryna Mudra, entlassen. Ein entsprechendes Dekret veröffentlichte Selenskyj auf der Internetseite des PrĂ€sidialamts. Einen Grund fĂŒr die Entlassung nannte er nicht.

Zuvor hatte die ukrainische Antikorruptionsbehörde laut eigenen Angaben die HĂ€user von einem Angehörigen des PrĂ€sidialamtes und einem Abgeordneten durchsucht. Die Razzia wurde im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen kriminellen Vereinigung durchgefĂŒhrt. Es wird wegen GeldwĂ€sche ermittelt. Wie einige Medien berichten, gehe es um eine Kaution in Millionenhöhe, mit der im vergangenen Jahr ein anderer VerdĂ€chtiger aus dem GefĂ€ngnis gekommen sei. Mudra selbst sei von den Ermittlern aber nicht namentlich genannt worden.

FĂŒr die EU-Kommission ist alles in bester Ordnung

Lost in Europe kritisiert derweil, dass die EU trotz der grassierenden Korruption in der Ukraine zum Hauptsponsor im Krieg gegen Russland geworden sei. Erst habe BrĂŒssel auf «eingefrorenes» russisches Vermögen zugreifen wollen, um Kiew vor der drohenden Pleite zu retten. Dann habe Ursula von der Leyens Kommission den «Plan B» eingeleitet – in Form eines 90 Milliarden Euro schweren Kriegskredits auf Pump –, weil Belgien Nein gesagt habe.

Das Portal weist darauf hin, dass die neuen Korruptionsskandale Selenskyjs engstes politisches Umfeld betreffen. Nach seiner rechten Hand Andrij Jermak habe er nun auch seine Vize-PrĂ€sidialamtschefin Mudra entlassen mĂŒssen – erneut wegen Korruptions-VorwĂŒrfen.

Doch die EU-Kommission tue so, als sei alles in bester Ordnung. Die Anti-Korruptionsbehörden in Kiew wĂŒrden ihre Arbeit machen, heiße es in BrĂŒssel, Selenskyj genieße das volle Vertrauen seiner Partner.

Und so wĂŒrden die Milliarden-Zahlungen, auf die sich die EU nach monatelangem Streit geeinigt habe, trotz der Skandalserie weitergehen. Das Geld stĂŒtze nicht nur Selenskyj, sondern befeuere auch den Krieg gegen Russland. Das Portal warnt:

«Die EU hat sich in eine Eskalationsspirale verstrickt, ungedeckte Milliardenrisiken aufgenommen, auf parlamentarische Kontrolle verzichtet – und ist auch noch die Gefahr eines direkten Kriegseintritts eingegangen.»

Großbritannien sei davon nicht mehr weit entfernt, wie die jĂŒngsten Attacken mit britischen Drohnen auf Russland zeigten. Deutschland offenbar auch nicht – jedenfalls habe sich Berlin prompt hinter London gestellt.

Lost in Europe hat deshalb ein Dossier veröffentlicht, das dokumentiert, wie die EU nach dem RĂŒckzug der USA zum Hauptsponsor der Ukraine im Krieg gegen Russland aufgestiegen ist – und welche riskante Strategie sie dabei verfolgt. Hier die Details:

  • Militarisierung der Hilfe: Von den bewilligten 90 Milliarden Euro sind allein 60 Milliarden Euro fĂŒr die Verteidigung vorgesehen. Damit wird eine neue AufrĂŒstungswelle finanziert, bei der die Ukraine ihren Wehretat mit EU-Hilfe auf eine Rekordsumme von fast 50 Prozent des Gesamthaushalts aufstockt.
  • Fehlende Kontrolle und Korruption: Die Vergabe dieser gewaltigen Summen erfolgt trotz der grassierenden Korruption, die bis in die Spitze des ukrainischen Staates reicht. In BrĂŒssel und Kiew mangelt es an effektiven Kontrollmechanismen; so ist die Ukraine lediglich angehalten, «UnregelmĂ€ĂŸigkeiten» zu melden, wĂ€hrend interne MachtkĂ€mpfe um die Verteilung der EU-Milliarden bereits zu Krisen in der ukrainischen MilitĂ€rfĂŒhrung gefĂŒhrt haben.
  • Strategischer Kurswechsel zum Angriff: Die Quellen belegen eine Verschiebung von der Verteidigung hin zum Angriff mit weitreichenden Waffensystemen. Deutschland und andere EU-Staaten investieren massiv in Langstreckendrohnen, mit denen die Ukraine Angriffe tief im russischen Hinterland und im Baltikum ausfĂŒhrt. PrĂ€sident Selenskyj droht offen damit, dass nach den ukrainischen StĂ€dten nun auch «Moskau brennen wird».
  • Deutschland als FĂŒhrungsmacht: Unter Kanzler Friedrich Merz hat Deutschland seine MilitĂ€rausgaben auf den Rekordwert von 124,7 Milliarden Euro gesteigert. Berlin festigt seine Rolle als wichtigster Partner Kiews so stark, dass bereits die Frage im Raum steht, ob die Ukraine faktisch zu einem deutschen Protektorat geworden ist.
  • Politische Verrohung: Der Druck auf Abweichler innerhalb der EU nimmt zu. So drohte Selenskyj dem ehemaligen ungarischen MinisterprĂ€sidenten Viktor OrbĂĄn unverhohlen mit dem Einsatz ukrainischer KĂ€mpfer, sollte dieser die 90-Milliarden-Hilfe weiterhin blockieren.

Lost in Europe resĂŒmiert: «Zusammenfassend beleuchten die vorliegenden Analysen ein Europa, das sich in einer Eskalationsspirale befindet, Milliardenrisiken aufnimmt und dabei zunehmend die demokratische Kontrolle sowie die Gefahr eines direkten Kriegseintritts aus den Augen verliert.»

Angespannte Lage in Lugano vor dem Fußballspiel gegen Maccabi Tel Aviv

In der beliebten Touristendestination Lugano herrscht Spannung. Heute Abend findet in der Tessiner Stadt nĂ€mlich das Conference-League-Spiel zwischen dem FC Lugano und Maccabi Tel Aviv statt. Besorgnis löst dabei nicht nur die Tatsache aus, dass das Spiel vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges und der Konflikte im Westjordanland stattfindet, sondern vor allem, weil es unter den Maccabi-Fans eine Gruppe gibt, die fĂŒr ihre GewalttĂ€tigkeit bekannt ist.

Wie Ticinonline schreibt, handelt es sich dabei um die politisierten «Maccabi Fanatics», die wichtigste Ultras-Gruppe des Vereins, deren Ideologie auf die radikale israelische Rechte zurĂŒckgeht.

So hat die Tessiner Sektion der Bewegung fĂŒr den Sozialismus (Movimento per il Socialismo – MPS) dem Portal zufolge die Kantonsregierung gefragt, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um «Unruhen, Gewalt und rassistisches Verhalten zu verhindern». Daraufhin habe Gaza Action Ticino unter dem Motto «Nein zum Spiel der Schande» zu einer Mobilisierung aufgerufen. Die Stadt Lugano habe ihrerseits wissen lassen, dass die Situation «nicht leicht zu bewĂ€ltigen» sein werde.

Flyer von Gaza Action Ticino

Laut dem MPS entspringt die Besorgnis «der Erinnerung an die schwerwiegenden VorfĂ€lle in Amsterdam» anlĂ€sslich des Europa-League-Spiels gegen Ajax im November 2024, die «gezeigt haben, wie schnell sich ein Fußballspiel zu einer Situation schwerwiegender Störung der öffentlichen Ordnung entwickeln kann, wenn sich die sportliche RivalitĂ€t mit den Spannungen im Zusammenhang mit dem israelisch-palĂ€stinensischen Konflikt ĂŒberschneidet» (wir berichteten).

Damals wurden die Ereignisse von den Medien zuerst als antisemitisch dargestellt. Dann stellte sich jedoch heraus, dass die Gewalt und die Provokationen von den israelischen Fans ausgingen. So hatten sie zum Beispiel eine palĂ€stinensische Fahne von einem Haus im Stadtzentrum der niederlĂ€ndischen Metropole gerissen und rassistische Parolen gegrölt. Laut Zeugen hatten sie auch unschuldige Menschen auf der Straße, Eigentum und Taxifahrer angegriffen.

Das alles geschah bereits am Vorabend des Spiels. Nach dem Schlusspfiff, als die israelischen Fans die Johan-Cruyff-Arena verließen, wurden sie von einigen lokalen Gruppen angegriffen. Ticinonline erinnert daran, dass infolge der ZusammenstĂ¶ĂŸe sieben Personen ins Krankenhaus eingeliefert, fast dreißig verletzt und ĂŒber 50 festgenommen wurden.

Das Portal weist auch auf einen politischen Eklat hin, der ein Jahr spĂ€ter von einem weiteren AuswĂ€rtsspiel von Maccabi Tel Aviv ausgelöst wurde. Anlass war erneut ein Spiel in der Europa League, diesmal jedoch bei Aston Villa Anfang November 2025. Bei dieser Gelegenheit kĂŒndigten die Behörden der Stadt Birmingham einige Wochen vor dem Spiel aus Angst vor antisemitischen Angriffen an, dass den israelischen Fans der Zugang zum Stadion verwehrt sein werde. Der Beschluss wurde ein paar Wochen nach einem Anschlag auf eine Synagoge in Manchester gefasst.

Die Entscheidung wurde sowohl von der israelischen als auch von der britischen Regierung scharf kritisiert. Sie sorgte auch nach dem Spiel fĂŒr Aufsehen, als bekannt wurde, dass die lokalen Behörden ihren Beschluss mit Informationen begrĂŒndet hatten, die sich spĂ€ter als falsch herausstellten und unter anderem mithilfe kĂŒnstlicher Intelligenz erstellt worden waren.

Doch zurĂŒck in die Schweizer «Sonnenstube»: Dort gab es in den letzten Tagen Ticinonline zufolge sowohl vonseiten der Kantonspolizei als auch vom FC Lugano beruhigende Signale. Die Behörden hĂ€tten zwar wie ĂŒblich keine Details zum Einsatzkonzept bekanntgegeben, wĂŒrden die Lage jedoch seit Tagen beobachten.

Der Fußballverein habe am vergangenen Dienstag hingegen in einer kurzen Pressemitteilung erklĂ€rt, dass «alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen durch ein koordiniertes und den UmstĂ€nden angemessenes Einsatzkonzept getroffen werden, wobei Personal und Einrichtungen einsatzbereit sind». Der Club relativierte aber die BefĂŒrchtungen, indem er wissen ließ, dass «keine nennenswerte Anzahl israelischer Fans erwartet» werde.

Biologie-Fachjournal zieht wegen manipulierter Peer-Reviews mehr als 100 Studien zurĂŒck

Das von Elsevier herausgegebene International Journal of Biological Macromolecules hat seit Juni 120 Studien wegen manipulierter Peer-Review-Verfahren in von Gastherausgebern betreuten Sonderausgaben zurĂŒckgezogen – Tendenz steigend. Bei Sonderausgaben handelt es sich um Publikationen, die sich mit einem bestimmten Thema befassen. Wie Retraction Watch mitteilt, steht laut dem Verlag mindestens ein weiterer RĂŒckzug bevor.

Dem Portal zufolge hat das Journal eine «systematische, koordinierte und weitverbreitete Manipulation des Peer-Review-Prozesses» festgestellt. Ein Sprecher von Elsevier erklĂ€rte gegenĂŒber Retraction Watch, dass der Verlag im Jahr 2025 «auf mögliche systematische Manipulationen und andere Probleme wie Plagiate, Bildduplikation und Autorenschaftsfragen in einer Reihe von Artikeln aufmerksam wurde, die in Sonderausgaben veröffentlicht wurden». Dies habe zu einer umfassenderen Untersuchung weiterer aktueller Sonderausgaben gefĂŒhrt.

Nahezu alle zurĂŒckgezogenen Arbeiten stammen demnach von Autoren, die mit chinesischen Institutionen verbunden sind, und wurden in den Jahren 2024 und 2025 veröffentlicht. Die Arbeiten wĂŒrden unter anderem Krebszellmutationen und molekulare Ursachen chronischer Leiden wie Schlafapnoe und Schmerzen behandeln.

Retraction Watch stellt fest, dass von Gastherausgebern betreute Sonderausgaben besonders anfĂ€llig fĂŒr Manipulationen zu sein scheinen. So habe der Verlag Hindawi im Jahr 2023 im Zuge der ZurĂŒckziehung von mehr als 10.000 Arbeiten zwischen Ende 2022 und Anfang 2024 die Veröffentlichung von Sonderausgaben wegen manipulierter Peer-Review-Verfahren vorĂŒbergehend ausgesetzt. Und im Jahr 2024 habe eine Zeitschrift von Springer Nature 34 Arbeiten aus Sonderausgaben wegen «beeintrĂ€chtigter redaktioneller Betreuung und ÜberprĂŒfungsverfahren» zurĂŒckgezogen. Im selben Jahr habe die Fachzeitschrift Annals of Operations Research eine gesamte Sonderausgabe aufgrund von Bedenken ĂŒber ein «beeintrĂ€chtigtes» Peer-Review zurĂŒckgezogen.

Der Autor mit den meisten zurĂŒckgezogenen Arbeiten in der jĂŒngsten Welle, nĂ€mlich fĂŒnf, war gemĂ€ĂŸ dem Portal Junkai Qin. Er habe Zugehörigkeiten zum Minzu-Krankenhaus der Autonomen Region Guangxi Zhuang und zum Angegliederten Krankenhaus der Youjiang Medical University for Nationalities angegeben. Die fĂŒnf zurĂŒckgezogenen Artikel aus dem International Journal of Biological Macromolecules seien die einzigen, die auf Qins ResearchGate-Profil gelistet sind. Weder eine entsprechende digitale Kennnummer noch eine institutionelle Profilseite hĂ€tten fĂŒr den Forscher gefunden werden können. Keiner der korrespondierenden Autoren der fĂŒnf Arbeiten habe auf Anfragen per E-Mail reagiert.

Laut Retraction Watch erklĂ€rte der Elsevier-Sprecher, dass die ZurĂŒckziehungen, «die dieses Schema der Peer-Review-Manipulation betreffen, nun nahezu abgeschlossen sind und die ÜberprĂŒfungen von Gastherausgebern weiter verschĂ€rft wurden, um Probleme so schnell wie möglich zu erkennen».

Fabian Wittmers, ein Postdoktorand an der Oregon State University, habe angegeben, dem Journal seit April 2025 ĂŒber 300 auffĂ€llige Arbeiten gemeldet zu haben, sowohl beim Journal als auch auf der Plattform PubPeer. Und im vergangenen September habe er in einem Blogbeitrag ĂŒber das Journal geschrieben. Nur eine der von ihm gemeldeten Arbeiten habe zu denjenigen gehört, die wegen Peer-Review-Manipulation zurĂŒckgezogen wurden. Elf der von ihm gemeldeten 352 Arbeiten seien aus anderen GrĂŒnden zurĂŒckgezogen worden.

Retraction Watch stellt fest, dass das Journal sein Veröffentlichungsvolumen von fast 5.000 Artikeln im Jahr 2023 auf ĂŒber 9.600 im Jahr 2024 nahezu verdoppelt und im Jahr 2025 ĂŒber 10.300 Artikel veröffentlicht hat.

Auf eine Frage bezĂŒglich dieses Anstiegs habe der Verlag nicht direkt reagiert, jedoch erklĂ€rt:

«Angesichts des Anstiegs von Einreichungen im gesamten System des wissenschaftlichen Publizierens und anderer VerÀnderungen in den letzten Jahren sind die Investitionen der wissenschaftlichen Verlagsbranche zur Sicherung der wissenschaftlichen IntegritÀt höher als je zuvor.»

Im Jahr 2026 habe das International Journal of Biological Macromolecules bislang ĂŒber 4.000 Artikel veröffentlicht, schließt Retraction Watch.

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Peter Mayer

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Verfassungsblog

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Hoffnungsanker im Paradigmenwechsel

Bei dem aktuellen Entwurf des Reformgesetzes zum Nachrichtendienstrecht stehen die Aufweichung des Trennungsgebots und die beabsichtigten aktionellen Befugnisse der Dienste sowie Sonderregelungen fĂŒr den Spannungs- und Verteidigungsfall im Fokus (siehe den Beitrag von Anna Höning). Der Entwurf enthĂ€lt aber noch in anderer Hinsicht GrundsĂ€tzliches: eine Neuordnung der nachrichtendienstlichen Kontrollarchitektur durch den Ausbau der ZustĂ€ndigkeit des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats. Diese erweiterte verfahrensrechtliche Sicherung kann aber nur zum Teil die Erweiterungen der Befugnisse fĂŒr die Nachrichtendienste kompensieren, die in vielerlei Hinsicht einen Paradigmenwechsel darstellen. Ob diese starke verfahrensrechtliche Komponente ausreichend ist, um dem Entwurf zur VerfassungskonformitĂ€t zu verhelfen, ist daher fraglich.

Deutschland hat eine komplexe nachrichtendienstliche Kontrollarchitektur

An der Kontrolle der Nachrichtendienste sind in Deutschland zahlreiche Akteure mit sich zum Teil ĂŒberschneidenden ZustĂ€ndigkeiten beteiligt. Unternimmt man den Versuch einer systematischen Gliederung, kann man vier SĂ€ulen unterscheiden: die exekutive, die parlamentarische, die gerichtliche und quasi-gerichtliche sowie die öffentliche Kontrolle (nĂ€her hierzu Löffelmann/Zöller, Nachrichtendienstrecht, 2. Auflage 2025, S. 284 ff.).

Exekutive Kontrolle wird durch die den Diensten ĂŒbergeordneten Fachressorts im Wege der Fach-, Dienst- und Rechtsaufsicht vor allem durch den Erlass von Dienstvorschriften, Weisungen, in Gestalt von Berichtspflichten und im Falle des BND durch das Auftragsprofil der Bundesregierung ausgeĂŒbt. Es handelt sich um ein sehr engmaschiges, im öffentlichen und sicherheitspolitischen Diskurs stark unterschĂ€tztes Kontrollinstrument. Als Bundesoberbehörden fallen die Dienste zudem in die ZustĂ€ndigkeit der Bundesbeauftragten fĂŒr den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

Parlamentarisch werden die Nachrichtendienste in erster Linie durch legislative AktivitĂ€t kontrolliert: Mithilfe von Gesetzen soll nachrichtendienstliches Handeln eingehegt werden. Außerdem ist dort zentraler Akteur das Parlamentarische Kontrollgremium, welches nicht unmittelbar das operative Handeln der Nachrichtendienste, sondern die politische Verantwortlichkeit der Bundesregierung fĂŒr dieses kontrolliert (vgl. Art. 45d Abs. 1 GG, § 1 Abs. 1 PKGrG). Nachrichtendienstliches Handeln kann ferner durch die davon betroffenen Personen im Wege vorbeugenden und nachtrĂ€glichen Rechtsschutzes vor den Verwaltungsgerichten angegriffen werden und ist gelegentlich auch Gegenstand von Straf- und Zivilverfahren. Aufgrund der klandestinen Natur solchen Handelns und eingeschrĂ€nkter Benachrichtigungspflichten stĂ¶ĂŸt diese Form der Kontrolle an faktische Grenzen. FĂŒr Maßnahmen der TelekommunikationsĂŒberwachung nach dem G 10 ist der Rechtsweg vor einer Benachrichtigung der ĂŒberwachten Personen ausdrĂŒcklich ausgeschlossen (§ 13 G 10). Hinzu kommt die unabhĂ€ngige Vorabkontrolle.

Der öffentlichen Kontrolle dienen unter anderem presserechtliche und archivrechtliche sowie datenschutzrechtliche AuskunftsansprĂŒche (§ 15 BVerfSchG, § 9 BNDG, § 50 MADG). Bei einer Gesamtbetrachtung gibt es bei den deutschen Nachrichtendiensten – auch im VerhĂ€ltnis zu anderen Bereichen des Sicherheitsrechts und im internationalen Vergleich – kaum ein Zuwenig an Kontrolle. Das Problem ist die UnĂŒbersichtlichkeit der Kontrollarchitektur, dazu spĂ€ter mehr.

Die unabhÀngige Vorabkontrolle als verfassungsrechtliches Gebot bei schweren Grundrechtseingriffen

Angesichts der nur eingeschrĂ€nkten nachtrĂ€glichen Rechtsschutzmöglichkeiten ist das wichtigste Kontrollinstrument die Vorabkontrolle eingriffsintensiver Maßnahmen durch eine unabhĂ€ngige und neutrale Instanz. Vorbild hierfĂŒr ist der Richtervorbehalt, der fĂŒr Eingriffe in das Wohnungsgrundrecht verfassungsunmittelbar verankert ist. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Gedanken sukzessive aus VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeitserwĂ€gungen abgeleitet auf schwere Eingriffe in andere Grundrechte ĂŒbertragen. Es fordert dabei nicht zwingend eine gerichtliche, aber doch gerichtsĂ€hnliche Kontrolle (ausf. zur Thematik Höning 2024). FĂŒr Eingriffe in das Fernmeldegeheimnis nach Art. 10 GG stellen die G 10-Kommissionen auf Bundes- und LĂ€nderebene ein solches Instrument der Vorabkontrolle dar. Ihre verfassungsrechtliche Verankerung in Art. 10 Abs. 2 S. 2 GG war ursprĂŒnglich Surrogat fĂŒr den expliziten Ausschluss des regulĂ€ren Zugangs zu den Fachgerichten bei G 10-Maßnahmen. Unter anderem weil die Mitglieder der G 10-Kommissionen nur auf ehrenamtlicher Basis tĂ€tig sind, wurde in der Vergangenheit Kritik an der ProfessionalitĂ€t und EffektivitĂ€t ihrer KontrolltĂ€tigkeit geĂŒbt. FĂŒr Maßnahmen der strategischen Ausland-FernmeldeaufklĂ€rung des BND entwickelte das Bundesverfassungsgericht zudem in seiner Entscheidung vom 19. Mai 2020 nach dem Vorbild des britischen Kontrollsystems dezidierte Vorgaben zu einer lĂŒckenlosen Vorab- und Verlaufskontrolle durch ein unabhĂ€ngiges und neutrales Organ (BVerfG, 1 BvR 2835/17, Rn. 272 ff.). Der Gesetzgeber setzte die Vorgaben des Gerichts um, indem er 2021 den UnabhĂ€ngigen Kontrollrat etablierte (§§ 40 ff. BNDG): Dabei ging der Gesetzgeber gleich in mehrfacher Hinsicht – etwa bei der hochrangigen Besetzung durch sechs vormalige Bundesrichter – ĂŒber die verfassungsgerichtlichen Vorgaben hinaus. Der UnabhĂ€ngige Kontrollrat besteht aus zwei komplementĂ€ren Teilorganen, dem gerichtsĂ€hnlichen und dem administrativen Kontrollorgan, die gemeinsam eine umfassende Kontrolle der technischen AufklĂ€rungsmaßnahmen des BND gewĂ€hrleisten sollen. Das gerichtsĂ€hnliche Teilorgan muss Maßnahmen der technischen AufklĂ€rung vorab genehmigen, das administrative Teilorgan ĂŒberwacht unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten die RechtmĂ€ĂŸigkeit der weiteren Verarbeitung der erlangten Daten. Als oberste Bundesbehörde ist der Kontrollrat dem BND ĂŒber- und den aufsichtfĂŒhrenden Ressorts gleichgeordnet und verfĂŒgt ĂŒber einen eigenen Haushalt. Der Kontrollrat gilt nicht als dritte Stelle im Sinne der Third Party Rule und besitzt gegenĂŒber dem BND umfassende Informationsrechte.

DoppelzustÀndigkeiten, Kompetenzkonflikte und Verantwortungsdiffusion

An der aktuellen Kontrollarchitektur wird kritisiert, dass die Vielzahl der zustĂ€ndigen Kontrolleure DoppelzustĂ€ndigkeiten, Kompetenzkonflikte und Verantwortungsdiffusion hervorrufe. Besonders deutlich wird das im VerhĂ€ltnis von G 10-Kommission, UnabhĂ€ngigem Kontrollrat und Bundesbeauftragter fĂŒr den Datenschutz. FĂŒr die G 10-Kommission des Bundes stellte der Gesetzgeber mit der EinfĂŒgung des § 28 Abs. 2 S. 2 BVerfSchG (§ 26a Abs. 2 S. 2 BVerfSchG a.F.) deren vorrangige ZustĂ€ndigkeit klar. Ein anderes prominentes Beispiel fĂŒr solche Konflikte ist eine Klage der Bundesbeauftragten fĂŒr Datenschutz gegen den BND auf Einsichtnahme in Daten zu AufklĂ€rungsmaßnahmen, die der UnabhĂ€ngige Kontrollrat genehmigt hatte. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit seiner Entscheidung vom 4. MĂ€rz 2026 diese Klage ab (BVerwG, 6 A 2.24). ZustĂ€ndigkeitskollisionen gibt es auch bei der strategischen FernmeldeaufklĂ€rung des BND. FĂŒr Maßnahmen der Inland-Ausland-AufklĂ€rung nach § 5 G 10 ist die G 10-Kommission zustĂ€ndig, fĂŒr solche der Ausland-Ausland-AufklĂ€rung nach §§ 19 ff. BNDG der UnabhĂ€ngige Kontrollrat, obwohl beide Maßnahmen in technischer Hinsicht eng miteinander verknĂŒpft sind – ihre Behandlung in separaten Regelungsregimen lĂ€sst sich nur historisch erklĂ€ren. Rechtlich problematisch ist aber auch der Zuschnitt der G 10-Kommissionen. In seiner Entscheidung zu strategischen Überwachungsmaßnahmen des BND vom 8. Oktober 2024 griff das Bundesverfassungsgericht die erwĂ€hnte Kritik an der G 10-Kommission auf und monierte, dass der Kommission der nötige gerichtsĂ€hnliche Zuschnitt fehle (BVerfG, 1 BvR 1743/16 u.a., Rn. 170 ff.). Auch das war ein Anlass fĂŒr die aktuelle Reform. Der Gesetzgeber hĂ€tte die G 10-Kommission freilich alternativ ertĂŒchtigen können. Kritisiert wurden in der Vergangenheit ferner die hochrangige personelle Ausstattung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats und das dortige aufwĂ€ndige Verfahren bei zugleich begrenzten PrĂŒfungskompetenzen. Zum Vergleich: In den meisten anderen Bereichen des Sicherheitsrechts werden eingriffsintensive Überwachungsmaßnahmen von Richtern der Richtereingangsbesoldungsstufe R 1 ĂŒberprĂŒft. Rein statusmĂ€ĂŸig stellt allein das gerichtsĂ€hnliche Organ des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats ein vierundvierzigmal potenteres (und kostspieligeres) Instrument dar. Hinzu kommen zahlreiche Initiativen zur StĂ€rkung der parlamentarischen Kontrolle (vgl. etwa BT-Drs. 19/19502, 19/19509, 19/26221, 19/26120; Dietrich, ZRP 2014, 205 ff.). Bei alledem zeigt sich ein breiter gesetzgeberischer Spielraum fĂŒr die Ausgestaltung der Kontrollarchitektur.

Der aktuelle Gesetzentwurf stellt den Kontrollrat in den Mittelpunkt der Vorabkontrolle

Der aktuelle Gesetzentwurf unternimmt den begrĂŒĂŸenswerten Versuch, die unĂŒbersichtliche Kontrolllandschaft in Teilen zu glĂ€tten. Dem UnabhĂ€ngigen Kontrollrat kommt dabei eine integrative Funktion zu. De lege ferenda soll er fĂŒr die prĂ€ventive Kontrolle aller in besonderem Maße eingriffsintensiven Überwachungsmaßnahmen sowohl des BND (§ 97 Abs. 1 BNDG-E) als auch des BfV (§ 34 BVerfSchG-E) zustĂ€ndig sein. Zur Vermeidung von Kompetenzkonflikten wird die AlleinzustĂ€ndigkeit des Kontrollrats fĂŒr die operativen Maßnahmen dieser Dienste klargestellt (§ 3 Abs. 1 UKRatG-E); die Bundesbeauftragte bleibt zustĂ€ndig fĂŒr deren administrative Datenhaltung (§ 69 Abs. 2 Nr. 2 BVerfSchG-E, § 98 Abs. 2 BNDG-E). Die G 10-Kommission wird abgeschafft (Artikel 23 Ziff. 3). Außerdem ist der Kontrollrat unter anderem einzubinden bei der Erprobung unbenannter nachrichtendienstlicher Mittel (§ 16 Abs. 4 S. 4 BVerfSchG-E, § 97 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 19 BNDG-E), der Fassung des Katalogs nachrichtendienstlicher Mittel in der entsprechenden Dienstvorschrift des BND (§ 97 Abs. 3 Nr. 6 BNDG-E), bei Ausnahmen von der Benachrichtigung Betroffener (§ 35 Abs. 5 BVerfSchG-E, § 100 Abs. 4 S. 2, § 101 Abs. 2 BNDG-E) sowie bei den neuen „Schutzmaßnahmen“ des BfV (§ 60 Abs. 2, 4 S. 2 BVerfSchG-E) und „erweiterten nachrichtendienstlichen Mitteln“ des BND (§ 97 Abs. 2 i.V.m. § 50 BNDG-E). Im Spannungs- und Verteidigungsfall ist die Kontrolldichte eingeschrĂ€nkt, so entfĂ€llt zum Beispiel im Verteidigungsfall die Vorabkontrolle beim BND (§ 132 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 BNDG-E); Benachrichtigungspflichten werden bereits im Spannungsfall ausgesetzt (§ 132 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 BNDG-E, § 75 Abs. 4 BVerfSchG-E). Die bislang in den §§ 40 bis 58 BNDG enthaltenen Regelungen zur institutionellen Verfassung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats werden weiter ausgebaut und in ein eigenes Gesetz, das UKRatG, ĂŒberfĂŒhrt (Artikel 3). Die Besetzung des gerichtsĂ€hnlichen Kontrollorgans wird auf neun Mitglieder erweitert (§ 14 Abs. 1 S. 1 UKRatG-E). KĂŒnftig können nicht nur Bundesrichter, sondern auch BundesanwĂ€lte, Beamte einer obersten Bundesbehörde der Besoldungsgruppe B 6 und ehemalige Mitglieder der G 10-Kommision des Bundes zu Kontrollbeauftragten bestellt werden (§ 14 Abs. 2 UKRatG). Die Verankerung der letztgenannten Lex G 10 dĂŒrfte mit politischen und personellen Kompromissen bei der Abschaffung der G 10-Kommission zu tun haben. Die originĂ€re gerichtliche ex post-Kontrolle wird bei TelekommunikationsĂŒberwachungsmaßnahmen des BND ausgeschlossen (§ 103 BNDG-E). Die Benachrichtigung betroffener Personen ist fĂŒr den BND generell nur bei einem Inlandsbezug erforderlich (§ 100 Abs. 3 BNDG-E). Bei den Auskunftsrechten betroffener Personen geht das Ersatzauskunftsrecht von der Bundesbeauftragten auf den Kontrollrat ĂŒber (§ 70 Abs. 4 BVerfSchG-E, § 102 Abs. 5 BNDG-E). Neu hinzu kommt zudem ein Beschwerderecht zum Kontrollrat (§ 69 Abs. 1 und 2 BVerfSchG-E, § 38 UKRatG-E).

Reicht die StÀrkung der Vorabkontrolle?

FĂŒr sich betrachtet ist die Reform der Kontrollarchitektur schlĂŒssig und dĂŒrfte auch mit Blick auf die einzelnen KontrollgegenstĂ€nde verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sein. Dass nach der grundsĂ€tzlichen Weichenstellung mit der Etablierung des UnabhĂ€ngigen Kontrollrats 2021 dieser die Aufgaben der Vorabkontrolle ĂŒbernimmt, macht viel Sinn. Eine ressourcenschonendere und zugleich legitimationsstarke Lösung wĂ€re allerdings auch ein klassischer Richtervorbehalt gewesen. Diesen Weg geht weiterhin (mit Ausnahme der TelekommunikationsĂŒberwachung, Artikel 5 Ziff. 5 lit. b, Ziff. 6 lit. b) das bereits 2025 novellierte MADG, das die TĂ€tigkeit des MilitĂ€rischen Abschirmdienstes – des Verfassungsschutzes der Bundeswehr – regelt. Die LĂ€nder verfolgen ganz unterschiedliche KontrollansĂ€tze, von einer ErtĂŒchtigung der G 10-Kommissionen ĂŒber gerichtliche ZustĂ€ndigkeiten und unabhĂ€ngige Gremien bis hin zu hybriden Modellen. Das fundamentale Problem der Fragmentierung des Nachrichtendienstrechts wird also durch den Umbau der Kontrolle auf Bundesebene nur teilweise gelöst. Die zentrale Problematik des gegenstĂ€ndlichen Entwurfs ist allerdings nicht die Kontrollarchitektur, sondern der in vielerlei Hinsicht paradigmatische Befugniszuwachs der Dienste. Mit der umfangreichen Etablierung aktioneller Befugnisse wird das Trennungsgebot aufgeweicht und verfassungsrechtliches Neuland betreten. Denn der Umstand, dass die Dienste ĂŒber keine „operativen Anschlussbefugnisse“ verfĂŒgen, war bisher ein maßgeblicher Grund dafĂŒr, ihnen weitreichende AufklĂ€rungsbefugnisse im Gefahrenvorfeld zuzugestehen. Der Zuwachs solcher und anderer Befugnisse kann zwar durch die StĂ€rkung verfahrensrechtlicher Sicherungen, wie sie der Entwurf verfolgt, teilweise abgefedert werden. Allerdings liegt darin ein erhebliches verfassungs- und konventionsrechtliches Risiko. Problematisch sind zudem die Öffnungsklauseln: Sie erlauben den Einsatz von Befugnissen, die das Gesetz nicht benennt, und schwĂ€chen damit die parlamentarische Definitionsmacht ĂŒber das rechtliche Korsett der Dienste. Nach § 16 Abs. 4 BVerfSchG-E und § 19 Abs. 1 BNDG-E dĂŒrfen gesetzlich nicht geregelte nachrichtendienstliche Mittel fĂŒr eine Dauer von bis zu vier Jahren erprobt werden. Das ist – trotz der erforderlichen Einbindung des Kontrollrats – eine SelbstermĂ€chtigung der Exekutive unter Umgehung des Parlaments. Aus einer pragmatischen Perspektive ist die dadurch erreichte FlexibilitĂ€t durchaus wĂŒnschenswert. Parlamentarische Legitimation sollte aber nicht auf dem Altar der Pragmatik geopfert werden.

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Constitutional Politics in Action – Part II

In August 2026, the Hungarian Constitutional Court (CC) rejected (here and here) the petitions challenging the Sixteenth and Seventeenth Amendments to the Fundamental Law. The petitions concerned the dismantling of the public-interest asset management foundations performing public duty, the termination of the mandate of the President of the Republic, the introduction of an age limit affecting sitting CC judges, and limits on eligibility for parliamentary office. In each case, the Court held that the petition, although framed in terms of procedural or public-law invalidity, in substance sought a prohibited substantive review of a constitutional amendment. The decisions prompted extensive separate opinions. The dissenters developed arguments closely aligned with those of the petitioners, while several concurring judges accepted the Court’s restrictive understanding of its powers but nevertheless expressed substantive objections to the reconstruction measures.

An earlier analysis of the petitions showed how Fidesz, after losing constitutional power, strategically reconfigured constitutional doctrine and authorities previously used against its own autocratization as constraints on democratic reconstruction. The four CC decisions show a positional reversal within constitutional adjudication, although it appears differently across the majority and dissenting opinions. In the majority decisions (rejection) of the CC, which has been described as servants of the interests of the Orbán regime, the doctrine remains unchanged, but its effect reverses: restrictions on the review of constitutional amendments introduced by Fidesz now prevent the review of constitutional amendments adopted by the new Tisza constitutional majority. The dissenting opinions reveal the positional reversal more directly. They revive the logic of the CC’s 2012 decision, developed as creative resistance to abusive constitutional practices of the Fidesz majority, and combine it with later doctrines to argue for admitting petitions against the new majority’s constitutional amendments. The concurring opinions do not follow this move: several judges criticize the reconstruction measures substantively while maintaining the Court’s restrictive 2013 understanding of its powers and, therefore, agreeing with the rejection of the petitions.

The Court’s Doctrinal Trajectory Before 2026

The significance of this positional reversal becomes clearer against the Court’s earlier case law, which counts four key decisions.

Decision 61/2011. (VII. 13.) is a warning and procedural opening, while maintaining the feasibility of the procedural review of constitutional amendments. The case arose from constitutional amendments adopted in connection with the retroactive 98 percent tax and the restriction of the CC’s jurisdiction. While maintaining that it lacked competence to review constitutional amendments substantively, it has identified the danger of abusive constitutionalism. The Court articulated strong warnings about constitutional amendment in light of constitutional values and Hungary’s international obligations and laid out doctrinal arguments on which a more demanding approach towards constitutional amendments could later build. Nevertheless, it only accepted review of constitutional amendments on procedural grounds (public-law invalidity).

Decision 45/2012. (XII. 29.) is a decision of creative resistance against abusive constitutionalism of Fidesz. The case concerned the Transitional Provisions of the Fundamental Law (TP FL), adopted separately from the FL but declared to form part of it. This decision developed doctrine creatively to defend constraints against Fidesz’s emerging illiberal constitutional project. The Court refused to allow Parliament’s formal classification of the TP FL as “part of the Fundamental Law” to determine its constitutional status as constitutional text and examined whether it fell within the constitutional authorization under which it had been adopted. If the CC considered the self-declaration of the TP FL, it could not have reviewed and annulled parts of it because it lacked competence to review the constitution and its amendments on substantive grounds, as established in its earlier case law.

Decision 12/2013. (V. 24.) signals the self-limiting turn and accommodation of democratic backsliding. The Fourth Amendment to the FL responded to Decision 45/2012 by incorporating many contested provisions of the TP FL into the Fundamental Law and expressly limiting the CC’s review of constitutional amendments to procedural requirements. When the Fourth Amendment itself was challenged, the majority of the CC accepted this new restriction as the applicable standard in the case (which concerned its own constitutionality) and refused substantive review. Nevertheless, the majority decision added that fundamental rights, EU obligations, and international law continued to constrain constitutional and legislative action, but emphasized that this signaling position did not create an enforceable substantive limit on constitutional amendment.

The dissenting opinions maintained that another doctrinal route was nevertheless available and could have been chosen. AndrĂĄs Bragyova argued that the validity of the Fourth Amendment should be assessed under the FL as it stood when the amendment was adopted, which contained no rules on reviewing constitutional amendments. He recalled that substantive review had previously remained an interpretive question. LĂĄszlĂł Kiss likewise argued that the majority had abandoned doctrinal resources available in decisions 61/2011 and 45/2012.

Decision 22/2016 (XII. 5) means a creative facilitation of the entrenchment of backsliding. Shortly after an unsuccessful attempt to constitutionalize constitutional identity, the CC developed constitutional identity judicially in the context of EU law. This concept was subsequently incorporated into the FL. This decision therefore represents a very different use of judicial creativity from 45/2012. The Decision 45/2012 resisted the emerging illiberal constitutional project, whereas Decision 22/2016 contributed to its constitutional entrenchment.

The Majority and Concurring Opinions of the 2026 Decisions: Restrictive Continuity, Reversed Effect

The four 2026 decisions reaffirm the restrictive position consolidated in 12/2013. The CC reads Articles S(3) and 24(5) of the Fundamental Law as permitting review of constitutional amendments only for violations of the procedural requirements governing their adoption and promulgation. The petitioners argued that the Court had first to determine whether the challenged provisions were genuinely constitutional norms and thus capable of being adopted through the constitutional amendment procedure. The CC rejected this distinction. Assessing the normativity, generality, purpose, temporal effects or permissible subject matter of the challenged provisions would, in its view, require an examination of their content and therefore amount to prohibited substantive review.

The majority opinion places this conclusion within the restrictive line described above. It regards decisions 61/2011, 45/2012 and 12/2013 insofar as they support the conclusion that, after the Fourth Amendment, the scope of review is confined to procedural requirements. It does not engage with the different constitutional functions of these decisions or with the line of reasoning, emerging in 61/2011 and still visible in 12/2013, concerning substantive constitutional standards that might constrain constitutional power. Instead, it stresses that the FL contains no such binding standard that would allow the Court to conduct substantive amendment review.

This is also the safer doctrinal route for the majority. Taking the alternative suggested most clearly by PĂ©ter Polt would have required the CC to engage seriously with the petitions and to develop its doctrine creatively, as it had done in 45/2012. The paradox is evident. The CC would then have had to exercise a form of “creative resistance against abusive constitutionalism”, where abusive constitutionalism refers to measures adopted as part of democratic reconstruction. A Court that, as a body, has accommodated the OrbĂĄn regime’s illiberal constitutional project since at least 2016 would have had to confront difficult questions about the nature of that regime, the position of the new Tisza constitutional majority, the purposes of reconstruction, and the constitutional implications of the political change following the April 2026 elections. Instead, the CC chose an interpretative approach that appears more convenient in August 2026 and easier to defend.

The concurring opinions make the convenience of this position particularly visible. Several judges accept the rejection of the petitions for lack of competence while criticizing the reconstruction measures substantively. AndrĂĄs Patyi expressly distinguishes between his position as a scholar, from which perspective some of the amendments are constitutionally doubtful, and his position as a judge, in which he accepts that the CC lacks competence to review them. BalĂĄzs Schanda similarly criticizes particular reconstruction measures, including the restriction of passive suffrage and the treatment of sitting CC judges, while accepting the same jurisdictional limitation. IldikĂł Marosi HörchernĂ© invokes 45/2012’s criticism of the Fidesz majority’s amendment practices in 2011 and draws a parallel with the rapid adoption of the Sixteenth and Seventeenth Amendments by the Tisza majority. She also refers to the need for constitutional culture and to a constitutional and European minimum that a constitutional majority should not cross, implying that the new majority’s measures are raising precisely these concerns. These opinions thus place the constitutional excesses of the OrbĂĄn period and the reconstruction measures of the new majority on a similar plane, without addressing the difference between an illiberal constitutional project and measures aimed at dismantling its institutional legacy.

The Dissenting Opinions of the 2026 Decisions: Positional Reversal

The positional reversal becomes most visible in dissenting opinions. They recover doctrinal resources through which the CC could reopen the possibility of reviewing constitutional amendments, with the potential effect of preventing some of the reconstruction efforts.

Their principal resource, as in the petitions, is Decision 45/2012. The dissenting opinions argue in different ways that formal adoption as a constitutional amendment does not necessarily settle whether the challenged provisions are genuinely constitutional norms and, consequently, whether Article 24(5) excludes their review. This revives the central move of 45/2012 (creative resistance against Fidesz’s abusive constitutionalism): the Court may first examine the legal character of an act despite its formal constitutional designation. In 2012, the Court used that reasoning against the Fidesz constitutional majority; in 2026, it is invoked in support of Fidesz’s challenge to the reconstruction majority.

PĂ©ter Polt develops the reversal most clearly. He accepts that the majority’s restrictive reading of Article 24(5) is possible but argues that the CC must first determine whether the challenged provisions genuinely constitute exercises of constitution-amending power. More importantly, he places 45/2012, a decision resisting abusive constitutionalism, alongside 22/2016, which creatively facilitated authoritarian entrenchment, as examples of the CC adapting its doctrine when new constitutional circumstances required effective constitutional protection. Even though the two decisions had very different functions, Polt, like the majority opinion, disregard that difference and presents both as part of a single tradition of creative constitutional guardianship. On this reading, the CC should innovate again in 2026 – this time in a way that would protect the illiberal constitutional order against reconstruction.

Attila Horváth follows a different route. He regards the limits of Parliament’s amending competence as reviewable under Article 24(5) and goes further by invoking the historical constitution, the Holy Crown doctrine and 22/2016 constitutional identity as sources of limits on the amending power. His use of decision 22/2016 therefore differs from Polt’s: Polt uses the decision to justify renewed judicial creativity, while Horváth uses the doctrine developed in it as part of the constitutional constraints binding the new majority. In this sense, Horváth most directly carries the CC’s illiberal-era jurisprudence into the new reconstruction setting.

The positional reversal lies in the changed constitutional function of familiar arguments. Formal constitutional status should not be conclusive; jurisdiction should not be interpreted narrowly when constitutional protection is at stake; and the CC should be prepared to develop doctrine in response to a new constitutional threat. In 2011 and 2012, such arguments were deployed to preserve constitutional-democratic constraints against the Fidesz majority. In 2026, they are redeployed to constrain measures aimed at dismantling the constitutional order that Fidesz subsequently built.

The 2026 decisions reveal two forms of positional reversal. The majority leaves the restrictive 2013 doctrine intact, but its effect reverses, while the concurring opinions show how convenient that continuity is: judges can criticize reconstruction without reopening the question of jurisdiction or confronting the difference between illiberal entrenchment and democratic reconstruction. The dissenting opinions go further by reviving and recombining doctrines once used to resist Fidesz in order to argue for broader review of the new constitutional majority’s reconstruction measures.

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Constitutional Politics in Action – Part I

The Fidesz-KDNP parliamentary group submitted petitions to the Constitutional Court in July 2026 challenging Hungary’s newly adopted Sixteenth and Seventeenth Amendments to the Fundamental Law as the first constitutional steps in its regime change and constitutional reconstruction. The petitions challenging the constitutionality of the amendments to the Fundamental Law demonstrate how constitutional doctrine can be strategically reconfigured when political actors move from exercising constitutional power to challenging its exercise by others. The case contributes to debates on the use and abuse of constitutional ideas and documents a backlash against democratic front-sliding: after losing control of constitutional power, a former governing party, Fidesz, strategically reconfigures elements of domestic doctrine that had been used to resist its own autocratization and redeploys international and supranational authorities, including standards and judgments previously invoked against its conduct, as constraints on democratic reconstruction.

The 16th and the 17th Amendments of the Hungarian Fundamental Law

The Sixteenth Amendment introduced immediate constitutional reforms by limiting the Prime Minister’s tenure, creating the constitutional framework for dismantling the public-interest asset management foundations performing public duty, and ensuring the recovery of public assets. The Seventeenth Amendment complemented these immediate reforms through a broader package of institutional changes, including the removal of the President of the Republic, reforms concerning the Constitutional Court, including the reintroduction of a retirement age affecting 5 judges in 2026, the removal process of the President of the Curia, term limits for Members of Parliament, and reduction of the number of cardinal laws. It expressly presented itself as creating the constitutional framework for restoring constitutional democracy until the adoption of a new constitution through an inclusive constitution-making process.

The Petitions

According to the website of the CC, in July 2026, members of the Fidesz-KDNP parliamentary group submitted four petitions challenging provisions of the Sixteenth and Seventeenth Amendments on procedural grounds (in addition to challenging the implementing legislation thereof). The petitions concern the termination of the President’s mandate, the dismantling of the public-interest asset management foundation system, parliamentary term limits, and the application of a newly introduced retirement age to five sitting Constitutional Court (CC) judges. The petitioners seek the annulment of the challenged provisions, generally with retroactive effect, on a procedural ground, based on Article S) of the FL. Two petitions also request a preliminary reference to the Court of Justice of the European Union concerning democracy, the rule of law, and legality under EU law, also in light of rule of law restoration.

The Reasoning of Fidesz-KDNP: The Strategic Reconfiguration of Doctrine and its Weaknesses

As the CC does not have the power to conduct substantive review of constitutional amendments, the petitioners are explicit in their intention not to ask the Court to perform it. They repeatedly emphasize that they accept the CC’s limited jurisdiction and instead argue that the challenged provisions are not genuine constitutional amendments at all. The petitions challenging the constitutional amendments rely on the same conceptual argument, which is as follows. Article S) FL does not authorize every two-thirds political decision, and constitutional amendments must have normative constitutional content. That is why, according to the petitioners, one-off measures directed at identifiable persons are outside the material scope of a constitutional amendment.

The following five features of their argument reveal how Fidesz has reconfigured constitutional doctrine after moving from exercising constitutional power to challenging its exercise by others.

Who Holds the Constituent Power

First, citing Hungarian scholarship, the petitioners argue that the constitutional amending power is a distinct power from the constituent power. They conceptualize the constitutional amending power as a legally limited power with its own material scope. This departs from Fidesz’s earlier treatment of constitutional amendment as an exercise of constituent power, under which compliance with the formal constitutional requirements was sufficient to produce a valid amendment. Each amendment adopted during its period in government presented Parliament as acting in that capacity, beginning with the formula: “Parliament, acting as the constituent power 
”.

The Extent of the Procedural Review

Second, the petitioners maintain that self-classification does not determine the constitutional status of a legal instrument. The petitions argue that the Sixteenth and Seventeenth Amendments cannot qualify as genuine constitutional amendments merely because Parliament adopted them in that form. Their constitutional status depends on the nature of the rules they contain. Provisions terminating individual mandates as proposed without reforming the institutions to which those mandates belong back, according to the petitioners, the required normative constitutional character.

This argument directly contradicts the position taken by Fidesz when it adopted the Transitional Provisions of the Fundamental Law (TP FL). This legal instrument contained important elements of the emerging illiberalism and was strongly criticized. It was not a constitutional amendment but “part of the Fundamental Law” (as it declared itself) and entered into force together with the FL on 1 January 2012. Fidesz argued that this declaration – “part of the Fundamental Law” – and the adoption process – 2/3 parliamentary majority – were sufficient to establish its constitutional status. In Decision 45/2012, the still not yet fully compromised CC rejected that position: an instrument’s self-classification could not determine its place in the hierarchy of legal sources. The Court held that the instrument’s self-classification was insufficient, annulled the provisions that lacked genuinely transitional character, and required provisions intended to form “part of” the Fundamental Law to be incorporated into its text. The decision came in 2012, shortly after constitutional measures had restricted the Court’s review competence, increased the number of its judges, and changed the appointment process. At that point, the Court was still able to fight back.

To reach its conclusion, and keeping in mind that the constitutional context indicated that the TP FL is indeed part of the FL, the CC had to move beyond its existing doctrine. Review and potential annulment of provisions forming part of the constitution would thus have amounted to substantive constitutional review for which neither the constitution nor the CC has established any competence. That is why, in 2012, the CC took an innovative step, claiming that the TP FL, notwithstanding its self-classification and the adoption process, does not constitute part of the constitution because it comprises different types of norms and is not incorporated into the text of the FL. This classificatory move enabled the Court to scrutinize the substantive nature of the provisions and annul those it considered non-transitional while presenting the exercise as review of public-law validity rather than substantive review of the constitution. It is important to note here that the TP FL, including rules annulled in the CC’s Decision 45/2012, was subsequently incorporated into the FL through the harshly criticized Fourth Amendment to the FL (2013). That amendment, among others, expressly confined the CC’s review of constitutional amendments to procedural requirements, seeking to foreclose the possibility of substantive review that the Court had tentatively left open in response to repeated abusive amendments.

Decision 45/2012 created a difficulty for the governing Fidesz majority, which it overcame by incorporating the relevant provisions into the FL. Fidesz now relies on and further develops the reasoning used by the Court in that decision against its own TP FL. It seeks to place the constitutional challenge within procedural review, although determining the legal nature of the rules contained in a constitutional amendment requires an examination of their substantive characteristics. This weakness of the argument, of course, results from the review framework that Fidesz itself created through the Fourth Amendment: having confined the review of constitutional amendments to procedural requirements, it must now formulate its challenge to the new majority’s amendments within that limitation.

The Purpose of the Amendments

Third, the petitioners address the purpose of restoring the rule of law selectively. They invoke this purpose in relation to the Sixteenth Amendment, although that amendment does not expressly identify rule-of-law restoration as its objective. They do not give the Seventeenth Amendment’s expressly stated restoration purpose a comparable interpretative role. Article R) requires the Fundamental Law to be interpreted in accordance with its purposes. The Seventeenth Amendment states its purpose in its text, and its legislative materials elaborate upon it. Taking that purpose into account would have placed the challenged provisions within the broader project of constitutional reconstruction. It would also have supplied a legitimate objective against which their character as allegedly individualized public-law decisions could be assessed. The petitioners avoid this contextual analysis, which reveals the selectivity of their reasoning.

Selectivity of Legal Sources

Fourth, the petitioners display the same selectivity in their use of legal authorities. They rely on CC decisions adopted before the FL entered into force, although Fidesz itself used the Fourth Amendment to declare that decisions delivered before 1 January 2012 had lost their force. This is still doctrinally permissible under Decision 13/2013, but only one petition expressly relies on that methodology. The significance lies in Fidesz’s extensive use of doctrinal propositions originating in that jurisprudence once they become useful for constraining its successors.

They also invoke supranational and international hard and soft law concerning judicial independence and the constitutional position of the head of state – standards to which Fidesz attached little significance during its sixteen years in power. The authorities cited include Baka v Hungary, which arose from the premature termination of András Baka’s mandate as the President of the then Supreme Court under the Fidesz government and resulted in findings that Hungary had violated the European Convention on Human Rights.

Their selection of international sources is also temporally selective. The petitions cite numerous Venice Commission opinions but do not engage with its recent opinion on Poland and its Updated Rule of Law Checklist. Both recognize the particular challenges of restoring the rule of law, including within the judiciary, and provide a directly relevant framework for evaluating measures affecting judicial officeholders. The petitioners’ silence on these recent sources allows them to invoke European standards without confronting their application to democratic reconstruction – which they challenge in these petitions.

Preliminary Reference Proceeding

Lastly, the petitioners also request preliminary references to the Court of Justice of the European Union. This is significant in the Hungarian context, where the captured Constitutional Court has so far declined to initiate it, even in cases involving constitutional identity issues, which usually prompted other constitutional courts to enter into direct judicial dialogue with the CJEU. The petitions now ask the Court to seek an interpretation of EU values, particularly democracy, the rule of law, and legality.

Doctrine and Politics: Who Serves Whom?

The case reveals the positional character of constitutional doctrine: its content changes with the political actor’s relationship to constitutional power. After losing constitutional power, Fidesz invokes a restricted conception of the constitutional amending power, earlier Constitutional Court reasoning, European standards, and judicial dialogue with the CJEU as constraints on democratic reconstruction, repurposing authorities previously used against its own autocratization. The petitions thus document a legal backlash against democratic front-sliding: doctrine and standards used to obstruct and criticize Fidesz’s autocratization are reworked by Fidesz to obstruct the dismantling of the resulting autocratic system.

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