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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE

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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Totalausfall der Deutschen Bahn – In Japan nahezu undenkbar

Am spĂ€ten gestrigen Abend kam der Bahnverkehr in Deutschland fĂŒr rund anderthalb bis zwei Stunden nahezu vollstĂ€ndig zum Erliegen. Eine Störung im digitalen Zugfunksystem GSM-R zwang ZĂŒge bundesweit zum Anhalten oder zum Verbleib im nĂ€chsten Bahnhof. Fern-, Regional- und S-Bahn-Verbindungen waren gleichermaßen betroffen.

Erst gegen 0:30 Uhr rollten die ersten ZĂŒge wieder an – mit massiven FolgeverspĂ€tungen, die noch bis in den Mittwochvormittag hinein den Betrieb beeintrĂ€chtigten. Die Ursache soll laut Sicherheitskreisen ein fehlerhaftes Software-Update gewesen sein. Hinweise auf einen Cyberangriff gab es nicht. Bahn-Chefin Evelyn Palla erklĂ€rte gegenĂŒber der Bild:

«Wir konnten mit einem Notfallsystem die Lage stabilisieren. Deshalb fahren nun alle ZĂŒge wieder. Die Ursache fĂŒr das Problem mĂŒssen wir jetzt klĂ€ren.»

Tausende Reisende saßen stundenlang in stehenden ZĂŒgen fest. Berichte aus Bahnhöfen wie Frankfurt oder Berlin zeugten von chaotischen ZustĂ€nden: ĂŒberfĂŒllte Wartebereiche, mangelnde Informationen und kaum verfĂŒgbare UnterkĂŒnfte. In manchen FĂ€llen half die Bahn mit Wasser sowie Taxi- oder Hotelgutscheinen aus.

Eine Welt-Reporterin im ICE von Karlsruhe nach Hamburg beschrieb, wie FahrgÀste mit Wasser versorgt wurden, wÀhrend der Zug stundenlang stand. Zwei Frauen am Berliner Hauptbahnhof, die nach einem Konzert nach Hause wollten, fassten ihre Lage lapidar zusammen:

«Wir haben so 'ne Krawatte.»

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (GrĂŒne) reagierte fassungslos:

«Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen BetriebsqualitÀt.»

Er forderte eine lĂŒckenlose AufklĂ€rung und deutlich bessere Notfallmechanismen. Auch der Verband der privaten GĂŒterbahnen verlangte eine unabhĂ€ngige Untersuchung und erneuerte die Forderung nach einem Bundesamt fĂŒr Schieneninfrastruktur.

Dieser Vorfall wirft einmal mehr ein grelles Licht auf die strukturellen SchwĂ€chen der Deutschen Bahn. Wie es grundsĂ€tzlich anders gehen kann, zeigt der Vergleich mit Japan. Wie Ricarda Breyton in einem ausfĂŒhrlichen Welt-Beitrag darlegt (siehe auch hier), erreichen japanische ZĂŒge – insbesondere die Shinkansen – eine PĂŒnktlichkeit, die in Deutschland nahezu unvorstellbar ist: Durchschnittliche VerspĂ€tungen bewegen sich oft nur im Sekundenbereich.

Selbst Abweichungen von einer oder zwei Minuten werden von den Betreibern öffentlich bedauert, und bei 15 bis 30 Sekunden VerspĂ€tung entschuldigen sich Mitarbeiter förmlich. Und ein solcher bundesweiter Totalausfall wie am Dienstag wĂ€re in Japan mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erst recht nicht passiert. Die Ursachen dafĂŒr liegen in mehreren grundlegenden Unterschieden:

  • Die ZĂŒge auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken fahren auf vollstĂ€ndig dedizierten, separaten Trassen, die unabhĂ€ngig vom Regional-, Nah- und GĂŒterverkehr sind. Dadurch können sich Störungen in einem Teilsystem nicht so leicht kaskadenartig auf das gesamte nationale Netz ausbreiten – anders als im stark vernetzten und historisch gewachsenen deutschen Mischverkehrsnetz.
  • Japan setzt beim Shinkansen auf moderne, hochautomatisierte Zugkontrollsysteme wie Digital ATC (D-ATC), die weniger abhĂ€ngig von einer einzigen funkbasierten Plattform wie GSM-R sind. Die ZĂŒge erhalten Signale und Geschwindigkeitsvorgaben kontinuierlich und automatisch, mit mehreren redundanten Sicherungsebenen. Software-Updates werden extrem streng getestet, phasenweise eingespielt und durch manuelle Back-up-Systeme abgesichert.
  • Hinzu kommen eine Kultur extremer PrĂ€zision, kontinuierliche Investitionen in Wartung und eine Fehlerkultur, die Probleme frĂŒh erkennt und lokalisiert. Japan hat in ĂŒber 60 Jahren Shinkansen-Betrieb keinen einzigen tödlichen Unfall durch Kollision oder Entgleisung zu verzeichnen. GroßflĂ€chige, stundenlange TotalausfĂ€lle durch Software- oder FunkausfĂ€lle sind praktisch unbekannt. Lokale Störungen (etwa durch Erdbeben oder Taifune) bleiben regional begrenzt und werden sehr schnell behoben.

Generalsanierung der Deutschen Bahn erst bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen

In Deutschland hingegen fĂŒhren ĂŒberlastete, gemischt genutzte Strecken, jahrelanger Sanierungsstau und eine hohe AbhĂ€ngigkeit von einzelnen zentralen Systemen zu genau jener AnfĂ€lligkeit, die gestern Nacht sichtbar wurde. Der Vorfall zeigt exemplarisch, wo die systemischen Schwachstellen liegen – und macht deutlich, dass tiefgreifende strukturelle Reformen notwendig wĂ€ren, um das japanische Niveau zumindest anzustreben: mehr dedizierte Trassen, modernere redundante Kontrollsysteme, strikteres Change-Management und eine konsequentere Priorisierung von ZuverlĂ€ssigkeit.

Mit welchen Problemen die Deutsche Bahn kĂ€mpft, zeigen auch Studien auf. Demnach bleiben die KernmĂ€ngel die marode und ĂŒberlastete Infrastruktur, der Sanierungsstau sowie die daraus resultierende schlechte PĂŒnktlichkeit. Im Fernverkehr lag diese 2025 bei nur etwa 60 Prozent – ein neuer Tiefstand.

  • Die HUK-MobilitĂ€tsstudie 2026 (reprĂ€sentative Befragung von ĂŒber 4.000 Personen) belegt stark steigende Unzufriedenheit: Fast jeder Dritte vermeidet Bahnfahrten, wo möglich. Das Vertrauen in die ZukunftsfĂ€higkeit von Bahn und ÖPNV ist deutlich erschĂŒttert.
  • Der Bundesrechnungshof kritisiert in mehreren Berichten das Sanierungskonzept der DB scharf: Fehlende Wirtschaftlichkeitsnachweise, unklare haushaltsrechtliche Grundlagen und dass allein mehr Geld die Dauerkrise nicht löst.
  • Die Monopolkommission mahnt in ihrem 10. Sektorgutachten Bahn 2025 strukturelle Reformen an, kritisiert hohe Trassenpreise und fordert, das geplante Sondervermögen Schiene nicht in alten Strukturen versickern zu lassen.

Die laufenden Generalsanierungen sollen derweil erst in einigen Jahren erste Besserung bringen – und sĂ€mtliche Projekte der Generalsanierung sollen erst bis Mitte der 2030er-Jahre abgeschlossen sein.

Maskenprozess: Mediziner Marc Fiddike zu einem Jahr und sechs Monaten auf BewÀhrung verurteilt

Der Mediziner Marc Fiddike, der mit seiner Praxis Mitte 2025 von Hamburg nach Buchholz in der Nordheide gezogen war, wurde gestern vom Landgericht Hamburg zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Grund: Er habe in den Jahren 2020 und 2021 in 90 FÀllen unrichtige Gesundheitszeugnisse (Maskenatteste) ausgestellt. Die Vollstreckung der Strafe wurde zur BewÀhrung ausgesetzt; die BewÀhrungszeit betrÀgt zwei Jahre.

Zwei Monate der Freiheitsstrafe erklĂ€rte die Kammer wegen der langen Verfahrensdauer – die Ermittlungen begannen bereits 2020 – fĂŒr vollstreckt. DarĂŒber hinaus ordnete das Gericht die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 4.775 Euro an.

Fiddike hat zudem die Kosten des Verfahrens zu tragen. Als BewĂ€hrungsauflage muss er 12.000 Euro an die Organisation Ärzte ohne Grenzen zahlen, monatlich in Raten von mindestens 500 Euro.

Fiddike musste sich seit dem 8. April 2026 vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Ausgangspunkt war bei ihm – genau wie bei seinem Kollegen, dem Hamburger Onkologen Walter Weber –, dass er 2021 Ziel einer großangelegten Hausdurchsuchung durch die Behörden gewesen war (TN berichtete hier, hier und hier).

Die Kammer kam zur Feststellung, Fiddike habe zwischen 8. Mai 2020 und 8. Februar 2021 in 90 FĂ€llen Maskenatteste ausgestellt, ohne dass eine ausreichende individuelle Ă€rztliche PrĂŒfung des jeweiligen Einzelfalls stattgefunden habe. Die Atteste seien ĂŒberwiegend auf Grundlage von Angaben der Antragsteller per Mail oder Attestfragebogen erstellt worden. FĂŒr die Atteste habe er 20 bis 80 € gefordert und somit Einnahmen von 4.775 Euro erzielt. Die Attestbezieher waren ihm, von einer Ausnahme abgesehen, nicht bekannt.

Anfangs habe der Kontakt per Mail stattgefunden, wie es weiter hieß, und so seien auch die Atteste ĂŒbermittelt worden. SpĂ€ter habe Fiddike ein Erscheinen in der Praxis gefordert, jedoch ohne dann eine persönliche EinzelfallprĂŒfung vorzunehmen.

Sascha Böttner, der Verteidiger Fiddikes, war zwar der Ansicht, dass keine Untersuchung nötig gewesen sei, so hÀtten es einige Gerichte entschieden. Und auch die Kammer teilte diese Ansicht.
Die Beweisaufnahme habe aber ergeben, dass Fiddikes Entscheidung, Atteste auszustellen, von vornherein festgestanden habe. Der Richter schloss, dass er damit einem Konzept folgte, was beispielsweise belegt sei durch KalendereintrÀge oder EDV-EintrÀge, in denen er Diagnosen vermerkt habe.

Die Kammer bewertete die Einlassungen Fiddikes teilweise als unglaubwĂŒrdig. Fiddike habe versucht, sich herauszureden, und behauptet, die Patienten seien anwesend gewesen. Doch nach Auffassung des Gerichts ergab die Beweisaufnahme in mehreren FĂ€llen, dass die von Fiddike geschilderte Anamnese so nicht stattgefunden habe oder die Patienten teilweise gar nicht in der Praxis gewesen seien.

FĂŒr den Richter stand fest, dass Fiddike aus Ă€rztlicher Überzeugung gehandelt habe, nicht aufgrund finanzieller BeweggrĂŒnde. Verteidiger Böttner war der Auffassung, der Verbotsirrtum sei zu prĂŒfen, die Rechtswidrigkeit des Verhaltens sei von Fiddike verkannt worden. Doch Richter Helmers teilte diese Auffassung nicht.

Die Kammer unterstellte derweil, dass Fiddike aus seiner Ă€rztlichen Überzeugung heraus gehandelt habe und nach seiner Auffassung Masken keinen Nutzen gehabt hĂ€tten – und berĂŒcksichtigte dies strafmildernd. Außerdem habe er nicht zum Nachteil von Menschen gehandelt.

StrafverschÀrfend habe sich jedoch ausgewirkt, so das Gericht, dass es sich bei der Ausstellung der Atteste um ein Konzept, also Wiederholungstaten handelte. Ein Berufsverbot sei dennoch nicht zu verhÀngen, obwohl er lÀnger so gearbeitet und sein Konzept staatlichen Regelungen widersprochen habe.

Die Kammer ging außerdem von einer positiven Sozialprognose aus, das heißt, dass er keine Straftaten mehr begehen wĂŒrde.

Zur Gesamtentscheidung sei Revision binnen einer Woche nach UrteilsverkĂŒndung möglich, die BegrĂŒndung mĂŒsse binnen eines Monats erfolgen.

Fiddike ist nach Auffassung der Organisation Ärzte mit Gewissen einer von inzwischen mehr als 1.000 Ärzten in Deutschland, die im Zusammenhang mit Corona-Maßnahmen verurteilt worden sind. Sieben von ihnen sind bereits unter der Belastung der Verfahren verstorben (TN berichtete).

***

Ruth GadĂ© hat das Verfahren gegen Marc Fiddike vom ersten Prozesstag an begleitet. Sie ist selbst Betroffene und Leidtragende der Corona-Politik und der damit einhergehenden juristischen Verfolgung in Sachen Maskenatteste. So wurde sie wegen eines von Fiddike ausgestellten Attests strafrechtlich verfolgt, erhielt einen Strafbefehl und wurde erst nach einer Hauptverhandlung durch die Hilfe von Tom Lausen freigesprochen (TN berichtete). Zugleich stĂŒrzte sie im Zuge der Corona-SoforthilferĂŒckforderung in den finanziellen Ruin, was sie dann auch noch psychisch zermĂŒrbte (TN berichtete ebenfalls).

Großbritanniens «erster homosexueller Leihmutterschafts-Vater» wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt

Ein millionenschwerer Fußballclub-Besitzer, der als Großbritanniens erster homosexueller Leihmutterschafts-Vater bekannt wurde, wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Wie The Telegraph berichtet, lagen gegen den 57-jĂ€hrigen Barrie Drewitt-Barlow bereits mehrere VorwĂŒrfe vor, ebenso wie gegen seinen zweiten Ehemann, den 32-jĂ€hrigen Scott Drewitt-Barlow. Das Paar sei wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung angeklagt.

WĂ€hrend einer Anhörung vor dem Amtsgericht Chelmsford habe die StaatsanwĂ€ltin Serena Berry erklĂ€rt, den MĂ€nnern werde vorgeworfen, «junge MĂ€nner ins Visier genommen» zu haben. Das Ehepaar, dem der Nicht-Ligaverein Maldon & Tiptree F.C. gehört, mĂŒsse im September vor dem Crown Court in Chelmsford erscheinen, wo voraussichtlich die Einlassung zu den Anklagepunkten erfolgen werde.

Dem Telegraph zufolge gehörten der Immobilienentwickler Barrie Drewitt-Barlow und sein damaliger Partner Tony im Jahr 1999 zu den ersten homosexuellen Paaren, die in den Geburtsurkunden ihrer Kinder, die von einer Leihmutter in einer Klinik in Kalifornien zur Welt gebracht wurden, als gleichgeschlechtliche Eltern eingetragen wurden.

Barrie Drewitt-Barlow sei in mehreren Reality-TV-Sendungen aufgetreten. Eine geplante ITV-Dokumentation mit dem Titel «Up The Jammers»* ĂŒber ihre Zeit als Verantwortliche des Fußballclubs Maldon & Tiptree F.C. sei nun aber abgesagt worden.

* Die «Jammers» sind die Spieler (die Mannschaft) des Maldon & Tiptree F.C.

Großbritannien wird zum Mitwirkenden am ukrainischen Terrorismus

Angesichts der derzeitigen Eskalation beim Einsatz von Langstrecken-Drohnen durch die Ukraine gegen Russland scheint Großbritannien eine aktive Haltung einzunehmen und den Terror des Kiewer Regimes zu unterstĂŒtzen. Vor kurzem kĂŒndigten die Behörden des Landes die Verabschiedung eines neuen MilitĂ€rhilfepakets fĂŒr die Ukraine an und versprachen, das Land mit Hunderttausenden von Drohnen zu beliefern. Dieser Schritt erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt des Konflikts, in dem die Ukraine ihre terroristischen Aktionen bis tief in russisches Territorium ausweitet und damit Großbritannien zum Mitverursacher der Verbrechen des Regimes macht.

Der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis erklĂ€rte, dass bis zum Jahresende mindestens weitere 150.000 britische Drohnen an die Ukraine geliefert werden sollen. Das MilitĂ€rhilfepaket hat einen Wert von 752 Millionen Pfund und wird durch ein kĂŒrzlich von London an Kiew gewĂ€hrtes Darlehen in Höhe von 2,26 Milliarden Pfund abgesichert. Jarvis erklĂ€rte zudem, dass das Darlehen durch Mittel aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten garantiert sei. Das bedeutet, dass die dem Paket zugrunde liegende Finanztransaktion illegal ist und auf dem tatsĂ€chlichen Diebstahl russischer Staatsgelder beruht.

Das Paket wurde wĂ€hrend eines Treffens der Ukraine-Verteidigungskontaktgruppe in BrĂŒssel angekĂŒndigt. Mehrere europĂ€ische AmtstrĂ€ger waren anwesend und erhoben keinen Einspruch gegen die britische Entscheidung, was bedeutet, dass auch die EU die Maßnahme billigt – und damit ebenfalls zu einem Mitwirkenden an etwaigen ukrainischen DrohneneinsĂ€tzen gegen Russland wird. Dies ist nicht ĂŒberraschend, wenn man die automatische UnterstĂŒtzung berĂŒcksichtigt, die europĂ€ische Regierungen allen kriminellen Handlungen des ukrainischen Regimes gewĂ€hren.

Neben Drohnen sollen im Rahmen des neuen Pakets auch andere Arten von militĂ€rischer AusrĂŒstung geliefert werden, insbesondere Raketen und Radarsysteme. Ziel ist es, die OffensivkapazitĂ€ten des ukrainischen Regimes zu stĂ€rken und damit Langstreckenangriffe auf Ziele auf russischem Territorium zu ermöglichen. In der Praxis macht die britische Regierung damit deutlich, dass sie der Ukraine die notwendigen Mittel zur VerfĂŒgung stellen will, um die aktuellen Terrorangriffe fortzusetzen, die in verschiedenen russischen Zivilgebieten, darunter auch in mehreren Regionen des international anerkannten russischen Territoriums, Panik auslösen.

Ukrainische Langstrecken-Drohnenangriffe sind nichts Neues. Diese Operationen finden schon seit Jahren statt, doch in den letzten Monaten hat sich das Problem erheblich verschĂ€rft. Anfang Juni griffen ukrainische Drohnen Sankt Petersburg an, um zu verhindern, dass das Internationale Wirtschaftsforum in der Stadt stattfand. Anschließend wurde Moskau mit hoher IntensitĂ€t ins Visier genommen, wobei mehrere DrohnenschwĂ€rme auf die Stadt und ihre Vororte zusteuerten. Am 18. Juni griffen ukrainische Drohnen eine Ölraffinerie in Moskau an, was einen Großbrand auslöste und giftigen Rauch freisetzte. Auch WohngebĂ€ude wurden ins Visier genommen.

Die meisten Drohnen, die tief in russisches Gebiet gestartet werden, lassen sich durch elektronische KriegsfĂŒhrung oder Luftabwehrsysteme leicht unschĂ€dlich machen. Einige schaffen es jedoch, ihre Ziele zu treffen. Die Ukraine greift hĂ€ufig Treibstofftanks und Ölanlagen an, wodurch BrĂ€nde und giftiger Rauch entstehen, was zu Problemen fĂŒr die umliegende Bevölkerung fĂŒhrt und die Behörden dazu zwingt, die Bewohner zu evakuieren. Die militĂ€rischen Auswirkungen dieser Angriffe sind unerheblich und haben keine Folgen fĂŒr den russischen Verteidigungsapparat, doch die Operationen sind wirksam darin, das tĂ€gliche Leben der einfachen Menschen zu beeintrĂ€chtigen.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass es in letzter Zeit einen bedeutenden russischen Vorstoß auf dem Schlachtfeld gegeben hat. Die Moskauer Truppen stehen kurz davor, die vollstĂ€ndige Befreiung der wichtigen Donbass-StĂ€dte Kostantynowka und Krasny Liman zu erreichen. Auch die Stadt Kupjansk in der Region Charkiw steht kurz davor, unter russische Kontrolle zu geraten. Diese VorstĂ¶ĂŸe werden von den westlichen Medien ignoriert, die versuchen, den bevorstehenden Zusammenbruch der Verteidigungslinien des Regimes zu verschleiern, indem sie die Wirksamkeit ukrainischer Drohnenangriffe ĂŒbertreiben – um den Anschein zu erwecken, dass die Ukraine «immer noch in der Lage ist, zu gewinnen». In der Praxis sind die ukrainischen DrohneneinsĂ€tze also Teil einer umfassenderen Ablenkungsstrategie.

Je weiter die Russen am Boden vorrĂŒcken, desto mehr neigt die Ukraine dazu, ihre Fernangriffe zu eskalieren, um ihre militĂ€rische Lage zu verschleiern. Die Briten sind sich dessen bewusst und bestehen dennoch darauf, Kiew durch die Lieferung neuer Drohnen zu unterstĂŒtzen – die mit Sicherheit bei diesen terroristischen Operationen gegen russische Zivilgebiete eingesetzt werden. Damit macht sich London zum Komplizen der ukrainischen Verbrechen – und ist folglich mitverantwortlich fĂŒr den möglichen Tod russischer Zivilisten bei ukrainischen Angriffen unter Einsatz britischer Drohnen.

Angesichts dieses Szenarios hat Russland keine andere Wahl, als seine militĂ€rischen Maßnahmen zu verschĂ€rfen und so schnell wie möglich die vollstĂ€ndige Neutralisierung der ukrainischen OffensivfĂ€higkeiten anzustreben. DarĂŒber hinaus hat Moskau in mehreren ErklĂ€rungen deutlich gemacht, dass westliche LĂ€nder, die an den Verbrechen des Regimes mitwirken, ebenso wie die Ukraine selbst als verantwortlich angesehen werden, was russische Reaktionen im politischen und diplomatischen Bereich legitimiert. Wenn also nichts unternommen wird, um die westliche Einmischung in den Konflikt zu beenden, wird eine ernsthafte Eskalation der Spannungen auf dem europĂ€ischen Kontinent unvermeidlich werden.

***

Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und MilitÀrexperte.

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂŒbersetzt und ĂŒbernommen.

Europa soll pflegen statt rĂŒsten: Breite Allianz protestiert in BrĂŒssel

Rund 12.000 Personen demonstrierten am 14. Juni in BrĂŒssel gegen die neue europĂ€ische AufrĂŒstungspolitik. Ihr Appell an EU-Parlament und nationale Regierungen war eindeutig: Wohlfahrt statt Kriegswirtschaft.

Die Koalition Stop ReArm Europe vereint mehr als 800 zivilgesellschaftliche Organisationen, soziale Bewegungen und Gewerkschaften.
Sie fordert die Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments in einem offenen Brief unter dem Titel «Sicherheit fĂŒr wen?» auf, die geplante Umlenkung von 131 Milliarden Euro in «Verteidigung», militarisierte Sicherheit und Raumfahrt abzulehnen. Gleichzeitig sollen Sozial- und KohĂ€sionsfonds gekĂŒrzt werden.

Die Friedensorganisationen rechnen vor, was mit diesem Geld möglich wĂ€re: Löhne fĂŒr 300'000 PflegekrĂ€fte, 500'000 moderne Sozialwohnungen oder mehr als das FĂŒnffache der von Hilfsorganisationen geforderten humanitĂ€ren Mindesthilfe von 25 Milliarden Euro.

Der Protest war mehr als eine Demonstration gegen einen Budgetposten. Auf der Stop-ReArm-Versammlung kamen Schulstreiks gegen Wehrpflicht, PalÀstina-SolidaritÀtsgruppen, Gewerkschaften, feministische Kollektive, Klimabewegung und Friedensorganisationen zusammen. Ihr gemeinsamer Nenner: Europa soll nicht weiter in Waffen, KriegsfÀhigkeit und AusteritÀt investieren, sondern in menschliche Sicherheit, SolidaritÀt und soziale Zukunft.


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