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Feed Titel: Transition News


45 Prozent senden ein Warnsignal: Das Volk will Zuwanderung steuern

Die Abstimmung über die 10-Millionen-Initiative wird von vielen als Sieg der offenen Schweiz interpretiert. Das greift zu kurz. Zwar lehnte die Mehrheit der Bevölkerung eine starre Bevölkerungsobergrenze ab. Gleichzeitig stimmten aber rund 45 Prozent der Stimmberechtigten für eine Initiative, die bewusst das Risiko eines Bruchs mit der Personenfreizügigkeit und den bilateralen Verträgen mit der EU in Kauf nimmt..

Das ist kein Randphänomen. Es ist ein politisches Warnsignal. Auch weiß man aus Umfragen, dass zwei Drittel der Bevölkerung die Zuwanderung grundsätzlich steuern möchten. Ein Widerspruch?

Die zentrale Botschaft des Abstimmungssonntags lautet nicht: «Weiter wie bisher.» Die Botschaft lautet: Die Bevölkerung will keine radikale Abschottung, aber ebenso wenig eine ungesteuerte Fortsetzung des bisherigen Wachstums. Der Wunsch nach einer wirksamen Steuerung der Migration ist breit verankert.

Genau darauf weist auch der Zürcher Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann hin. Wer das Resultat als Zustimmung zu einer weiteren Ausweitung der Personenfreizügigkeit oder zu zusätzlichen Nachzugsrechten interpretiere, verkenne die politische Realität. Die Bevölkerung lehne zwar eine harte Deckelung ab, wünsche aber ebenso wenig einen weiteren Ausbau der Zuwanderung. Gefragt sei der traditionelle Schweizer Mittelweg: Offenheit mit klaren Leitplanken.

Wo kann die Schweiz überhaupt steuern?

Die politische Debatte krankt seit Jahren daran, dass kaum zwischen den verschiedenen Formen der Migration unterschieden wird.

  • 1. Asylmigration: Hohe politische Steuerbarkeit

Im Asylbereich besitzt die Schweiz vergleichsweise große Handlungsspielräume. Verfahren können beschleunigt, Rückführungen konsequenter umgesetzt, Sozialleistungen angepasst und die Anerkennungspraxis überprüft werden. Erfahrungen aus Dänemark und Schweden zeigen, dass nationale Asylpolitiken durchaus Auswirkungen auf die Attraktivität eines Landes haben können.

Die Schweiz kann die Möglichkeiten der europäischen Asyl- und Migrationsreformen konsequenter nutzen, Verfahren beschleunigen, Rückführungen abgewiesener Asylsuchender effizienter gestalten und die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten ausbauen.

Gleichzeitig braucht es eine konsequentere Bekämpfung von Sekundärmigration sowie schnellere strafrechtliche Verfahren, damit straffällige Personen rasch verurteilt und nach Verbüßung ihrer Strafe ausgeschafft werden können. Gegenüber Staaten, die bei Rückführungen nicht kooperieren, sollten gemeinsam mit europäischen Partnern wirksame Druckmittel geprüft werden. Die Schweiz verfügt bereits heute über eine vergleichsweise hohe Rückführungsquote – dieses Potenzial gilt es weiter auszubauen.

Ebenso wichtig ist eine klare Integrationspolitik. Wer in die Schweiz kommt, muss die geltenden Regeln, Werte und gesellschaftlichen Erwartungen kennen und respektieren. Der Staat soll deutlich kommunizieren, welche Verhaltensweisen akzeptiert werden und welche nicht. Integration bedeutet nicht nur Teilhabe, sondern auch die Bereitschaft, sich an die rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen des Landes anzupassen. Eine selbstbewusste Vermittlung der schweizerischen Traditionen, Institutionen und Werte kann dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken.

Zur Debatte stehen sollte auch eine stärkere Überwachung von Moscheen und islamistischen Gruppen. Dabei sollte das Verfahren der Ausbürgerung von Doppelbürgern überprüft und gegebenenfalls vereinfacht werden.

Gewichtung der Wirkung: Mittel.
Allerdings ist dies der Bereich, der die meisten gesellschaftlichen Konflike und Probleme auslöst. Diese entstehen vor allem durch steigende Kriminalität sowie durch Konflikte zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

  • 2. Arbeitsmigration aus Drittstaaten: Gut steuerbar, aber quantitativ begrenzt.

Bei Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten verfügt die Schweiz bereits heute über Kontingente. Denkbar wären strengere Zulassungskriterien, Punktesysteme nach kanadischem Vorbild oder eine stärkere Ausrichtung auf Mangelberufe.

Das Problem: Die Zahlen sind relativ klein. Die Arbeitsmigration aus Drittstaaten macht nur einen begrenzten Teil der gesamten Nettozuwanderung aus. Selbst weitreichende Reformen würden deshalb keine grundlegende Trendwende auslösen.

Gewichtung der Wirkung: Mittel bis gering.

  • 3. Arbeitsmigration aus der EU: Größter Hebel, aber eingeschränkte Steuerbarkeit

Hier liegt der eigentliche Kern der Debatte. Rund zwei Drittel der Zuwanderung stammen aus dem EU-Raum. Gleichzeitig setzt das Freizügigkeitsabkommen enge Grenzen für nationale Steuerungsinstrumente. Nicht möglich sind unter den heutigen Regeln beispielsweise:

  • Punktesysteme für EU-Bürger,
  • Kontingente,
  • Zuwanderungsabgaben,
  • berufsspezifische Zulassungsbeschränkungen.

Die Personenfreizügigkeit basiert auf dem Grundsatz der Gleichbehandlung. Wer einen Arbeitsvertrag hat, erhält grundsätzlich Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt.

Gewichtung der Wirkung: Sehr hoch – aber rechtlich stark eingeschränkt.

Was wäre trotz Freizügigkeit möglich?

Die Abstimmung zeigt gerade deshalb, dass eine ernsthafte Auslegeordnung notwendig ist. Denn zwischen «alles zulassen» und «Verträge kündigen» existiert ein breites Spektrum von Maßnahmen. Denkbar wären beispielsweise:

  • konsequenter Inländervorrang bei staatlichen Stellen,
  • strengere Anforderungen an den Familiennachzug innerhalb bestehender Spielräume,
  • konsequentere Bekämpfung von Missbrauch,
  • stärkere Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf Produktivität statt auf reines Mengenwachstum,
  • höhere Anforderungen an die Integration. Besonders interessant ist dabei die Sprachfrage.

Zwei Landessprachen als Voraussetzung?

Ein bislang kaum diskutierter Ansatz wäre die Einführung verbindlicher Sprachanforderungen für eine dauerhafte Niederlassung oder für bestimmte öffentliche Funktionen oder generell Berufe.

Die Schweiz unterscheidet sich von Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden dadurch, dass viele Zuwanderer bereits bei ihrer Ankunft eine Landessprache beherrschen. Deutsche sprechen Deutsch, Franzosen Französisch, Italiener Italienisch. Dadurch fallen natürliche Eintrittshürden weg.

Würde die Schweiz für bestimmte Aufenthaltsrechte, den Familiennachzug oder den Zugang zum öffentlichen Dienst oder gewisse Berufe den Nachweis von zwei Landessprachen verlangen, entstünde eine zusätzliche Integrationsanforderung. Eine solche Regel würde die Einwanderung nicht stoppen, könnte aber den Zustrom bremsen, steuern und gleichzeitig die Integration fördern. Wird ein solcher Nachweis auch von Schweizern und bereits niedergelassenen Ausländern verlangt, ist er nicht diskriminierend und verstößt nicht gegen die Verträge mit der EU.

Ein solcher Ansatz wäre politisch deutlich leichter vermittelbar als Kontingente, weil er nicht auf Herkunft abzielt, sondern auf Integrationsleistung. Zudem würde er die Mobilität innerhalb der Schweiz stärken und den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen fördern.

Gewichtung der Wirkung: Mittel bis hoch. Politische Akzeptanz: Potenziell hoch.

Standortförderung zurückfahren oder überprüfen

Zweitens muss die Schweiz ihre Standort- und Wachstumspolitik grundlegend überprüfen. Es ist widersprüchlich, einerseits mit Steuervorteilen, Subventionen und anderen Anreizen internationale Unternehmen anzulocken, und andererseits die Folgen des starken Bevölkerungswachstums zu beklagen. Wenn zusätzliche Firmen vor allem zusätzlichen Flächenverbrauch, mehr Verkehr, höheren Druck auf den Wohnungsmarkt und eine steigende Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften auslösen, stellt sich die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen dieser Politik.

Die Schweiz muss deshalb definieren, welches Wachstum sie überhaupt will. Nicht jede zusätzliche Ansiedlung schafft den gleichen Mehrwert. Künftig sollte die Qualität der Wertschöpfung wichtiger sein als die bloße Anzahl neuer Arbeitsplätze oder Unternehmenssitze. Es ist legitim zu fragen, welche Branchen und Unternehmen zur langfristigen Entwicklung des Landes beitragen und wo die Belastungsgrenzen bei Infrastruktur, Wohnraum und Landschaft erreicht sind.

In diesem Zusammenhang muss auch die Widersprüchlichkeit der SVP angesprochen werden. Einerseits kritisiert sie die hohe Zuwanderung und das starke Bevölkerungswachstum, andererseits unterstützt sie auf kantonaler und kommunaler Ebene häufig eine Wirtschaftspolitik, die genau dieses Wachstum durch zusätzliche Unternehmensansiedlungen und neue Arbeitsplätze befördert. Wer die Zuwanderung reduzieren will, muss auch bereit sein, die wirtschaftlichen Anreize zu hinterfragen, die sie überhaupt erst auslösen.

Gewichtung der Wirkung: Mittel bis hoch. Politische Umsetzbarkeit: Mittel. Gesellschaftliche Akzeptanz: Hoch.

Das Volk verlangt endlich eine Debatte ohne Tabus

Die Abstimmung hat weder einen Auftrag zur Abschottung noch einen Freipass für unbegrenztes Wachstum erteilt. Sie hat vielmehr gezeigt, dass ein großer Teil der Bevölkerung eine aktive Steuerung der Migration erwartet. Fast jeder zweite Stimmbürger war bereit, für eine drastische Lösung zu stimmen. Wer dieses Signal ignoriert, riskiert, dass die nächste Vorlage deutlich radikaler ausfällt.

Die eigentliche Lehre aus dem 10-Millionen-Urnengang lautet deshalb: Die Schweiz braucht endlich eine ehrliche Auslegeordnung aller Steuerungsmöglichkeiten – von der Asylpolitik über die Kriminalitätsbekämpfung, die Arbeitsmigration bis hin zu neuen Integrationsanforderungen. Nicht um die Zuwanderung zu stoppen, sondern um sie so zu gestalten, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung erhalten bleibt. Denn genau das hat das Volk verlangt: keine Abschottung, aber endlich Steuerung.

Weiß die US-Seuchenbehörde CDC seit Jahren über in Leichen gefundene weiße Blutgerinnsel Bescheid?

Der US-Einbalsamierer Richard Hirschman hat behauptet, dass ein Beamter der Seuchenbehörde (CDC) in einem persönlichen Gespräch zugegeben habe, dass die Behörde «schon lange von Problemen» im Zusammenhang mit den mysteriösen weißen, faserigen Blutgerinnseln wisse, die Einbalsamierer seit 2021 – also seit Beginn der Covid-Impfkampagnen – in Leichen finden. Darüber berichtet das Portal Exposing The Darkness.

Laut Hirschman sagte der CDC-Mitarbeiter, dass Bemühungen zur Untersuchung oder Bekämpfung des Phänomens durch Bürokratie, internen Widerstand, politische Hindernisse und Korruption behindert worden seien.

Hirschman enthüllte außerdem, dass die Regulierungsbehörde FDA schon 2022, nachdem er öffentlich über die Blutgerinnsel gesprochen hatte, damit begonnen habe, seine Qualifikationen zu überprüfen. Dennoch, so Hirschman, habe ihn niemand von der Behörde jemals kontaktiert, um die Beweise selbst zu prüfen.

Hirschman gibt außerdem an, 2022 mit Robert F. Kennedy Jr. gesprochen und das Phänomen der weißen Blutgerinnsel Jahre erörtert zu haben. Lange vor Kennedys Eintritt in die Trump-Regierung.

Gemäß Hirschman findet er die ungewöhnlichen Faserstrukturen auch fünf Jahre nach der ersten Entdeckung bei etwa 40 Prozent der von ihm einbalsamierten Leichen. Die Rate habe sich im Laufe der Zeit kaum verändert.

FBI durchsucht Hauptsitz einer von Soros unterstützten Wählermobilisierungsgruppe

FBI-Agenten haben im Rahmen einer laufenden Betrugsermittlung um eine von George Soros finanzierte Wählermobilisierungsgruppe die Zentrale der Ohio Organizing Collaborative (OOC) durchsucht und im gesamten Bundesstaat Mitglieder der Gruppe befragt, teilweise mit Vorladungen.

Die Durchsuchung sei der jüngste Brennpunkt in der ausgeweiteten Nutzung bundesstaatlicher Strafverfolgungsbehörden durch die Trump-Regierung zur Untersuchung mutmaßlichen Wahlbetrugs und wahlbezogenen Fehlverhaltens, berichtet Conservative Brief.

Der Vorstoß sei von Demokraten sowie Wahlrechtsgruppen verurteilt worden, die erklärt hätten, solche Ermittlungen würden das Risiko bergen, das FBI in eine politische Waffe gegen liberale Wählerregistrierungsinitiativen zu verwandeln. Konservative hätten die Durchsuchung dagegen begrüßt, da sie der Meinung seien, dass solche Fälle nicht ausreichend verfolgt werden.

Die OOC ist eine gemeinnützige Organisation, die in Ohio mit der Demokratischen Partei bei Maßnahmen zur Wählermobilisierung und Wählerregistrierung zusammenarbeitet. Sie ist besonders bei Volksabstimmungen aktiv und nutzt ihr großes Netzwerk von Spendern, darunter die «philanthropischen» Stiftungen der Familie Soros.

Das Justizministerium hat es laut Conservative Brief abgelehnt, sich zu den Einzelheiten der mutmaßlichen Untersuchung zu äußern.

Griechenland: Samaras kündigt neue Partei an – das Parteiensystem gerät ins Wanken

Spätestens in einem Jahr sind in Griechenland Parlamentswahlen. Das griechische Parteiensystem gerät im Hinblick auf diesen Urnengang ins Rutschen. Nach den angekündigten politischen Initiativen von Maria Karystianou und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Tsipras, je eine neue Partei zu gründen (siehe hier), sorgt nun auch der ehemalige Premierminister Antonis Samaras für Erschütterung im rechten Lager.

Der frühere Regierungschef der Nea Dimokratia (ND) deutete bei einer Veranstaltung in Kreta die Gründung eines neuen politischen Projekts an – und stellte sich damit offen gegen die aktuelle Regierungslinie von Kyriakos Mitsotakis. Samaras, einst Parteichef und Ministerpräsident, gilt als Vertreter eines nationalkonservativen Kurses innerhalb der griechischen Rechten. Er steht für eine deutlich härtere Linie in der Außenpolitik gegenüber der Türkei, für einen restriktiveren Migrationskurs und für eine konservative Gesellschaftspolitik.

In seiner aktuellen politischen Rhetorik grenzt er sich zunehmend von der ND-Führung ab, die er als zu «technokratisch», zu «globalistisch» und zu stark an westlich-liberale Debatten angelehnt kritisiert. Bei seiner Rede in Heraklion ließ Samaras keinen Zweifel daran, dass er sich weiterhin aktiv in die Politik einmischen will – auch mit 75 Jahren. Auf die Frage nach einer Parteigründung antwortete er:

«Ich habe meine Entscheidungen getroffen und werde sie zu gegebener Zeit bekannt geben.»

Ein Dementi tönt anders. Und weiter mit Blick auf sein Alter:

«Man sagt mir: Du bist 75, warum setzt du dich nicht zur Ruhe? Ich antworte: In den Kämpfen für die Heimat gibt es keine Pension. Der Vertrag mit dem Vaterland endet nicht.»

Diese Aussage wird in Athen bereits als politisches Signal gewertet: Samaras sieht sich nicht als Rückzugskandidat, sondern als möglicher Motor einer neuen rechten Sammlungsbewegung.

Inhaltlich positioniert sich der Ex-Premier klar gegen den Kurs der aktuellen Regierung. Er wirft der Führung in Athen vor, in der Außenpolitik gegenüber der Türkei zu sehr auf «Beschwichtigung» zu setzen und die geopolitischen Interessen Griechenlands zu schwächen. Auch wirtschaftspolitisch kritisiert er die Regierung, insbesondere im Umgang mit EU-Geldern, Steuern und der Mittelstandsbelastung.

Besonders scharf fällt seine gesellschaftspolitische Abgrenzung aus. Samaras spricht von einer «Woke-Agenda», die sowohl von Mitsotakis als auch vom früheren linken Premier Alexis Tsipras übernommen worden sei. Damit stellt er erstmals explizit eine ideologische Gleichsetzung der politischen Mitte-Rechts-Regierung mit der Linken her – ein Tabubruch innerhalb der ND-Tradition.

«Mitsotakis und Tsipras haben die gleiche woke Agenda übernommen», lautet eine seiner zentralen Aussagen.

Politisch zielt Samaras damit auf ein Milieu, das sich selbst als national, konservativ und kulturpolitisch traditionell versteht, sich aber von der heutigen ND-Führung entfremdet fühlt. Seine Kritik richtet sich weniger gegen das klassische rechts-konservative Spektrum, sondern gegen das, was er als «angepasste» EU- und USA-orientierte Regierungsführung beschreibt.

Damit entsteht im rechten Lager Griechenlands eine neue Dynamik: Während die Regierung Mitsotakis als pro-westlich, wirtschaftsliberal und institutionell stabil gilt, versucht Samaras offenbar, eine stärker identitäts- und souveränitätsorientierte Gegenbewegung zu formen – mit Betonung auf Nation, Grenzen, kulturelle Kontinuität und geopolitische Eigenständigkeit.

In der gesamten Nachkriegszeit wurde Griechenland meist von den drei Familien Papandreou, Mitsotakis und Karamanlis dominiert. Während Mitsotakis Nummer zwei nun regiert und Papandreou Nummer vier sich warm läuft, ist Samaras der Statthalter der Familie Karamanlis innerhalb der Regierungspartei ND. Sollte er sich mit der Familie Karamanlis von der ND absetzen, dann wäre das ein politisches Erdbeben und würde die Karten für die Wahlen neu mischen.

Ob daraus tatsächlich eine neue Partei entsteht, ist aber noch offen. Doch die politische Botschaft ist bereits klar: Samaras stellt die aktuelle Ausrichtung der konservativen Regierungspartei grundlegend infrage – und öffnet damit den Raum für eine mögliche Neuordnung des rechten Parteienspektrums in Griechenland.

«Ozempic-Gesicht», «Ozempic-Ohren», «Ozempic-Po», «Ozempic-Brüste»

Die Beliebtheit der sogenannten Abnehmspritzen hat eine neue Debatte ausgelöst. Nachdem bereits seit längerem über das sogenannte «Ozempic Face» berichtet wird, warnen plastische Chirurgen nun vor weiteren Phänomenen wie den «Ozempic Ears». Gemeint sind Veränderungen der Ohrläppchen, die infolge eines raschen Gewichtsverlusts schlaffer, dünner oder länger erscheinen können.

Wie Fox News schreibt, registrieren Schönheitschirurgen eine steigende Zahl von Patienten, die nach einer Behandlung mit sogenannten GLP-1-Medikamenten wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro kosmetische Korrekturen ihrer Ohrläppchen wünschen. Die Ursache sei ähnlich wie beim bereits bekannten «Ozempic Face»: Durch den schnellen Verlust von Fettgewebe verschwinden auch Fettdepots im Gesicht und an den Ohren, wodurch die Haut weniger gestützt wird.

Ein Chirurg erklärte gegenüber Fox News, dass die Ohrläppchen nach starkem Gewichtsverlust «entleert» wirken könnten. Andere Mediziner berichten von einer deutlichen Zunahme entsprechender Behandlungen. Die Veränderungen seien zwar medizinisch meist harmlos, würden von vielen Betroffenen jedoch als ästhetisch störend empfunden.

Besonders bekannt geworden ist in den vergangenen Jahren das sogenannte «Ozempic Face». Darunter versteht man ein eingefallenes oder gealtert wirkendes Gesicht infolge eines schnellen Gewichtsverlusts. Der Mediziner Joseph Mercola erläutert dazu auf seinem Substack-Account, dass die Medikamente selbst nicht unmittelbar das Gesicht verändern. Vielmehr gehe durch die starke Gewichtsabnahme Fettgewebe verloren, das normalerweise Wangen, Schläfen und andere Gesichtsbereiche stützt.

In dem Beitrag heißt es sinngemäß:

«Ozempic Face entsteht nicht durch das Medikament selbst, sondern durch den raschen Verlust von Fett und Muskelmasse.» Ein weiterer zentraler Punkt lautet: «Je schneller das Gewicht verloren wird, desto größer ist das Risiko sichtbarer Veränderungen im Gesicht.»

Die Liste der inzwischen kursierenden Begriffe wird dabei immer länger. Neben dem «Ozempic Face» und den «Ozempic Ears» sprechen Medien und Schönheitschirurgen mittlerweile auch vom «Ozempic Butt» («Ozempic-Po») und von «Ozempic Breasts» («Ozempic-Brüsten»).

Hinter diesen Bezeichnungen steckt dasselbe Grundprinzip: Der oftmals rasche Gewichtsverlust führt nicht nur zum Abbau von Fettdepots am Bauch oder an den Hüften, sondern im gesamten Körper. Dadurch kann auch das Fettgewebe im Gesäßbereich deutlich schrumpfen.

Betroffene berichten von einem flacheren, weniger straffen oder eingefallen wirkenden Po. Ähnliche Veränderungen werden an den Brüsten beobachtet, die durch den Verlust von Fettvolumen kleiner erscheinen oder an Festigkeit verlieren können.

Plastische Chirurgen berichten auch schon über eine steigende Nachfrage nach kosmetischen Eingriffen, mit denen die sichtbaren Folgen eines starken Gewichtsverlusts korrigiert werden sollen. Zugleich weisen sie darauf hin, dass es sich dabei nicht um direkte Nebenwirkungen des Medikaments handelt. Vielmehr seien die Veränderungen eine Folge der Gewichtsabnahme selbst:

«Das Medikament entscheidet nicht, an welchen Stellen Fett verloren geht», erläutern Experten. Welche Körperregionen besonders betroffen sind, hänge von genetischen Faktoren, Alter, Hautelastizität und der Geschwindigkeit des Gewichtsverlusts ab.

Besonders kritisch sehen einige Experten den Verlust von Muskelmasse. Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei einer Gewichtsabnahme unter GLP-1-Medikamenten nicht nur Fett, sondern auch ein erheblicher Anteil fettfreier Körpermasse verloren gehen kann. Dadurch könnten die Gesichtsstrukturen zusätzlich an Volumen und Spannkraft verlieren.

Mercola empfiehlt deshalb unter anderem eine ausreichende Proteinzufuhr, Krafttraining sowie eine langsame und kontrollierte Gewichtsabnahme. «Der beste Schutz gegen ein Ozempic Face besteht darin, Muskelmasse zu erhalten», schreibt er.

Verschiedene Experten warnen derweil auch vor einer übermäßigen Fixierung auf proteinreiche Low-Carb-Ernährung und die zunehmende Popularität von Abnehmspritzen. Sie befürchten, dass viele Anwender den Fokus zu stark auf eine schnelle Gewichtsreduktion legen und dabei die langfristige Versorgung mit wichtigen Nährstoffen aus dem Blick verlieren.

GLP-1-Medikamente können aufgrund ihrer appetithemmenden Wirkung auch zu einer insgesamt geringeren Nahrungsaufnahme führen. Dadurch steigt das Risiko für Defizite bei Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen, sofern die Ernährung nicht gezielt angepasst wird (TN berichtete).

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch eine Anfang des Jahres erschienene The BMJ-Metastudie, die dem Hype um die Abnehmspritzen die harte Realität vor Augen hält. Zeigt sie doch auf, dass deren Wirkungen alles andere als nachhaltig sind.

So wurde untersucht, was passiert, wenn Menschen die Ozempic & Co. wieder absetzen. Ein Forscherteam unter Federführung von Sam West von der University of Oxford hatte 37 Studien mit insgesamt über 9.300 Teilnehmern ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Wer die Spritzen absetzt, nimmt sehr rasch wieder zu – deutlich schneller als bei normalen Diäten oder Ernährungsumstellungen ohne Medikamente.


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