Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / II
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D e r K r e i s l a u f d e r W i r t s c h a f t . So lose auch beiÂ
Bereicherung der Erkenntnis ihres Wesens beizutragen befĂ€higt ist, so wird uns doch gerade aus dieser schaftlichen Bindungen und die wirtschaftlichen Funktionen der Werteinheit wird aufdecken können, ein Gewinn fĂŒr unsere Untersu- chung erwachsen. In ihrem Element, der Wirtschaft, gehorcht sie nimmer dem Winke der Lehre weiss keinen Zauberspruch mehr, den Geist, dem jene mĂ€hlich entwachsen ist, zu bannen. Wir sehen, d a s sind die Àusseren Formen der Werteinheit, d a s vermag sie und wenn wir sie dann so in das weit verzweigte Getriebe der Wirtschaft hineinverfolgt und ihr Sein in den die Sonde anlegen, um den Kern, den So wie es historisch gesehen Aufgabe irgendeines Tausch-
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kehr innerhalb einer Wirtschaftgemeinschaft zu verwirklichen, wie in allen Stufen und in jeder Phase der Wirtschaft stets noch die Werteinheit den Körper, d.i. die Technik annahm, die vonnöten war, sollte von dieser auch in der modernsten arbeitsteiligen Verkehrswirtschaft dazu be- rufen sein, um Produktion, Distribution und Konsumtion ein alles verbindendes lich unterscheidbaren drei Begriffen aufgehen muss, zu einer flĂŒs- sigen Abwicklung zu verhelfen. nur um so fester verbundene, geschlossenere Gebilde darstellen mĂŒs- sen, die den anderen gegenĂŒber als eine solidarisch haftende Ein- heit in die einheit, lebt ihr eigenes Leben und muss die KrĂ€fte dazu aus sich selbst schöpfen. Diese teilt und dabei noch das notwendige " volkwirtschaftliche das wesentliche Moment und den Nachdruck verlegte, von einer Geld- wirtschaft, von einer Kreditwirtschaft und schliesslich doch auch | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s21.png |
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noch von einer Tauschwirtschaft zu sprechen, wobei aber bei letz- terer Ausdrucksweise nicht ohne weiteres ersichtlich ist, ob der Tausch bereits bei Hingabe des Geldes oder erste bei Wiederein- lösung desselben in Waren als vollendet zu gelten hat. Mag eine Theorie auch einen Warenkauf mit gleichzeitiger Geldzahlung als einen Tausch charakterisieren wollen, wobei auch beim stoffwert- losen Gelde alle Gesetze eines realen Tausches, gleich wie bei zwei stofflichen GĂŒtern obwalten; bei der Betrachtung der Wirt- schaft mĂŒssen wir uns wieder begegnen, in deren Grenzen innerhalb einer bestimmten Periode alles zum letzten definitiven Tausche, zum Konsum drĂ€ngt. Nur dadurch wird die Wirtschaft wieder in das Gleichgewicht gebracht und zugleich zu neuer Leistung angefacht. Und zu diesem letzten Konsumakte gehören von der volkwirtschaft- lichen Perspektive aus gesehen alle GĂŒter die verzehrt oder doch nicht mehr mobil gemacht und nimmer in die Zukunft wirken können. Auch wenn das Geld stoffwertvolles Gut und etwas die zeitlich beschrĂ€nkten Produktionsphasen Ăberdauerndes, gewissermassen Ewiges darstellt und immer aufÂŽs neue gegen GenussgĂŒter zu tau- schen bereit ist, auch dann wird, natĂŒrlich immer nur periodisch gesehen, dieses Stoffgeld zum Stillstand verurteilt sein, wenn dieÂ ĂŒber den Eigenbedarf verfĂŒgungsfreien Waren gegen andere ebensolche sich ausgetauscht haben und so innerhalb der vorhan- denen Möglichkeiten der grösste SĂ€ttigungsgrad des Konsums er- reicht ist. Von diesem Augenblicke an ist das Geld begrifflich nicht mehr T a u s c hgut, sondern einfach Gut, ein Besitz wie irgend ein anderer, der in der Hand des Wirtschafters nach vol- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s22.png |
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lendetem Austausch seine ĂŒberschĂŒssigen Produkte in andere Konsum- gĂŒter mittels jenes Geldes doch im Einzelfall, nie aber in der Gesamt- heit möglich sein. In anderen Falle, wo das GEld in eienm stoffwert- losen Material vergegenstĂ€ndlicht ist, und das ganz besonders bei dem durch den Warenwechsel an die Produktion gebundenen Gelde, das wiederum eingezogen und damit volkswirtschaftlich vernichtet wird, bei dem Ware, wenn ĂŒberhaupt, so doch nur sehr gezwungen und gewagt gespro- chen werden. Wohl aber können wir dort, wo freie Menschen in wirtschaft-
schlossenen Wirtschaftsverbande organisiert werden, zusammen genom- men als Tauschwirtschaft allgemein anerkennen. Das Prinzip der Ăquivalenz, das wir geneigt sind, in den Tausch zu legen, kann durch MachtverhĂ€ltnisse getrĂŒbt bis schrill gestört werden, aber hier bei der Betrachtung des Kreislaufes kann es nur darauf ankommen, innerhalb der ganzen Wirtschaft nachzuweisen, dass trotz dieser Störung plus und minus sich aufhebt und der GĂŒterausgleich auf dieser Grundlage sich hat vollziehen können. Wir mĂŒnden hier in die Frage des Wertes und Mehrwehrtes
wie weit im einzelnen jenes plus oder minus ĂŒber das durchschnitt- liche Einkommen in der nur gedankanklich möglichen Abstraktion «der Gesellschaft der Gleichen» hinaus schwingt oder zurĂŒckbleibt. Wir sahen nur, dass solche Möglichkeit besteht, wenn der Arbeitende | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s23.png |
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nicht mehr das Werk seiner Arbeit verfĂŒgungsbereit in HĂ€nden hat, dass die Spanne eine immer grössere zu werden vermag, je entfernter der Wirtschaftende einer fertigen Ware insbesondere den Produktionsmitteln steht, je weiter die AbhĂ€ngigkeit reicht, ohna aber, was wesentlich ist, der Àusserlichen Freiheit verlustig zu gehen. Wenn, wie wir gesehen haben, ein Gut sich definitiv nur gegen ein anderes austauschen kann, so ist das natĂŒrlich fĂŒr die ganze GĂŒterwelt von GĂŒltigkeit und in der Volkswirtschaft kompen- sieren sich im Endzustande zwei gleiche GĂŒterkomplexe.Die Schwie- rigkeit, das plastisch zu erkennen, mĂŒssen wir hier im besonderen darin suchen, dass in der mordernen Wirtschaft, wohl Nutzungen und selbstĂ€ndige Dienste, die in keinerlei konnexer Beziehung zu deren Warenwelt stehen, ihrerseits doch an der GĂŒterentnahme aus der Wirtschaft, am Kuuo uunsum beteiligt sind und im allgemeinen noch darin, dass die Tauschhandlungen aus einander gerissen und erst durch den Kredit wieder verbunden werden, ferner dass der Schleier des Geldes ĂŒber den gĂŒterwirtschaftlichen wesentlichen VorgĂ€ngen gebreitet liegt. Wir bestreiten zudem nicht, dass alle VorgĂ€ng hier nicht ihre Wurzeln haben, wollen aber im Ferneren ein Bild geben, das , ohne das Gesagte zu negieren, den modernen Erscheinungen doch eher gerecht und uns allgemein verstĂ€ndlicher wird. Vorher aber wollen wir noch die Auffassung Schumpeters
«Wirtschaft ist der Kreislauf von produktiven Aufwen-
und zwar realisieren sich Produktion und Verteilung durch den | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s24.png |
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Austausch von produktiven Leistungen sachlicher und persönlicher Natur gegen GenussgĂŒter. FĂŒr letztere allein gelte der Ausdruck Sozialprodukt. Die Produktion ist wirtschaftlich nicht anderes als ein Kombinieren von Produktionsmitteln und damit realisiert sie in den GeschĂ€ftsakten, im Eigentum von Produktionsmitteln gegen GenussgĂŒter auch zugleich die Verteilung. Die Unternehmer tauschen das Sozialprodukt gegen Buuouuden-und Arbeitsleistungen und gegen produzierte Produktionsmittel. Mit letzteren produzieren sie wieder GenussgĂŒter auch zugleich die Verteilung. Die Unternehmer tauschen das Sozialprodukt gegen Buuouuden- und Arbeitsleistungen und gegen produzierte Produktionsmittel. Mit letzteren produzieren sie wieder GenussgĂŒter u.s.f. Die Produzenten von produzierten Produktionsmitteln tauschen gegen GenussgĂŒter und diese wieder aus gegen Produktionsmittel, mittels deren sie wieder neu zu pro- duzieren imstande sind. Der Anteil des einzelnen hĂ€ngt von dem Marktwert seiner TĂ€tigkeit ab. Jedes Subjekt wirft in den gĂŒter- wirtschaftlichen Automaten seinen Beitrag und erhĂ€lt durch den Mechanismus eine GĂŒterquantitĂ€t und alle diese GĂŒterquantitĂ€ten die Einkommen, erschöpfen das Sozialprodukt. Das Geld nun zerreisst die Volkswirtschaft, die sonst einen grossen Markt bilden wĂŒrde, in zwei MĂ€rkte. Auf dem Produktionsmittelmarkt sind die Unterneh- mer Nachfragende markt umgekehrt und so vollzieht sich dann der Austausch von Geld gegen GenussgĂŒter. Die Kuuouunsumenten des GenussgĂŒtermarktes sind dieselben, die auf dem Produktionsmittelmarkt als Anbietende auftreten und können auf dem GenussgĂŒtermarkt dasselbe Geld aus- geben, das sie auf dem Produktionsmittelmarkt eingenommen haben, wobei die Unternehmer bezĂŒglich ihrer eigenen Leistung den | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s25.png |
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Anbietenden auf dem Produktionssmittelmarkt und bezĂŒglich ihrer eigenen Konsumtion den Nachfragenden auf dem GenussgĂŒtermarkt beizuzĂ€hlen sind. Auf dem Produktionsmittelmarkt steht wiederum nur soviel zur VerfĂŒgung als korporativ ausgegeben wurde und durch Vermittlung der Unternehmer auf den ersteren gelangt ist."" Soweit Schumpeter.
verteilung zu suchen haben und der SchlĂŒssel, der uns die Pforten zum Kuuouusum öffnet, den finden wir im Einkommen.Der Konsumtrieb ist das Schwungrad fĂŒr jegliche Produktion, fĂŒr jegliche Bewegung im Wirtschaftskörper ĂŒberhaupt. Er ist immer das primĂ€re Moment und er allein diktiert die Produktion, mag er auch wieder in seiner möglichen Höhe an die Grösse der derzeitigen Produktion eng ge- bunden sein. Eine Vorauseskomptierung des wahrscheinlichen Konsums ist in der Wirklichkeit denn doch immer vom wirklichen Konsum abhĂ€ngig und folgt ihr der nicht, so entsteht mangels Abnahme derenWare, wenn auch möglicherweise nur ganz lokal, so doch immerhin dem Wesen nach eine Krise. Was wir heute verzehren wollen, muss wohl das Erzeugnis
die vom erfahrungsgemĂ€se vorauserwartetem heutigen Kuuoouunsum vor- geschrieben wurde. mit dem Einkommen, das wir heute ausgeben, kau- fen wir die GĂŒter frĂŒherer Produktionsepochen. Dazu ist nötig, dass | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s26.png |
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die Wirtschaft stets von einem konstinuierlich fortlaufenden GĂŒ- terstrom durchflutet ist, in dem Ein-und Abfluss, Produktion und Kuuouunsumtion in gewissen Guuruunzen sich die Wage halten mĂŒssen.Zwang- los finden wir hier die ErklĂ€rung mancher Krise:nĂ€mlich dann, wenn wir aus der MuuĂŒuundung mehr KuuouunsumgĂŒter erwarten, als diese uns fĂŒr den Augenblick zufĂŒhren kann, oder in anderer Variation, wenn wir einen spĂ€teren Kuuouunsum gewaltsam und stossweise hinaufzuschrau- ben versuchen und fĂŒr diese dahin zielende, sich aber erst spĂ€ter realisierende TĂ€tigkeit heute schon konsumreife Equivalente ver- langen. Hier der wirtschaftlichen Entwicklung keine Fesseln anzu- legen und ihr auf der anderen Seite doch auch wieder schwere Krisen zu ersparen, hier eine wahre Formel zu entdecken, das sind die Sorgen und zugleich die Streitpunkte der Geldpolitik in bezug auf die Geldschöpfung als auch hinsichtlich der Bank--und beson- ders der Diskontopolitik. Wir stellen fĂŒr unsere Untersuchung der modernen Wirt-
rechnen haben, die uns in ihren ZahlenausdrĂŒcken zwar keinen Auf- schluss ĂŒber deren absolute Werte, wohl aber ĂŒber das gegenseitige VerhĂ€ltnis ihrer absoluten Werte geben. Wir wissen, dass diese Preise einmal historischoaus dem direkten Tauschverkehr, dann aber als eine gesellschaftliche Erscheinung begriffen werden mĂŒssen, ohne indes an dem Kern des Wertbegriffes rĂŒtteln zu wollen, der als Maass des gegenseitigen AbwĂ€gens nur die wirtschaftlich notwen- dige, wertvolle und anerkannte Arbeit zulĂ€sst. Wenn nicht grundle- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s27.png |
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gende ProduktionsĂ€nderungen eintreten und besonders dann, wenn wir in einen Weltmarkt verflochten sind, werden wir in den Preisen mit gegebenen Grössen zu rechnen haben. Die Werteinheit hat die Bedeutung, â das sei hier wiederholt â uns nur relative Werte aufzuzeigen.Wohl aber muss jedes Gut seinen absoluten Wert aus dem oben besagten Arbeitsfaktor ableiten und wie das im einzelnen, so gilt es natĂŒrlich fĂŒr jedes andere Gut und alle GĂŒter, fĂŒr die ganze Produktion der Volkswirtschaft ĂŒberhaupt. Die wirtschaftlich wertvolle und anerkannte Arbeit, das sind in der modernen Wirtschaft die Produktionskosten der GĂŒter und diese Aufwende insgesamt das ist das Einkommen der Nation. Die Kalkulation ist nicht weiter, als eine Addition vonÂ
stellen. Wie sich dann wieder die verschiedenen Einkommenskategorien in die Preise aufteilen, denn meist mĂŒssen wir praktisch bei ihnen mit der starren oberen Grenze rechnen, das ist eine Machtfrage, die uns in diesem Falle nicht interessieren kann, insofern als wir nicht die Störungen, die in der Wirtschaftsordnung begrĂŒndet sind, im ein- zelnen zu untersuchen haben. FĂŒr die Betrachtung des Kreislaufes der Wirtschaft und insbesondeere fĂŒr das Erkennen des Wesens der Werteinheit genĂŒgt es festgestellt zu haben, dass alle erzeugten GĂŒter, alle Einkommen in sich enthalten mĂŒssen, dass aber der Zu- griff zum Realeinkommen, das meist nur aus einer gar nicht mess- baren Teilbarkeit an einem Gute besteht, fĂŒr den einzelnen gar nicht möglich ist und als ein Charakteristikum der arbeitsteili- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s28.png |
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gen Verkehrswirtschaft auch gar nicht möglich sein kann. FĂŒglich muss jeder sein Einkommen in einer Form zur VerfĂŒgung gestellt haben, die es ihm dennoch ermöglicht, dem realen Wert seines Anteils, den er iirgendeinem Gute zugefĂŒhrt hat, in anderen gleichen Werten auf dem Markte zu erreichen. Wir haben alle unsere Arbeitskraft in einen Einheitsstrom von Arbeit zusammen getan, in dem alles Per- sönliche und Individuelle untertaucht, wo aber dennoch jeder gerade in dem Verbundensein eine Bereicherung der Gesamtheit wie auch des einzelnen erwartet. Der ganze Arbeitsstrom findet sein Equivalent im ganzen Arbeitsprodukt, mag auch im einzelnen wiederum der eine auf Kosten des anderen seinen Vorteil zu erringen suchen. Zum Realeinkommen, zum KonsumgĂŒtermarkt ist und das Nomi-
wieder den Anschluss an die GĂŒterwelt finden, von der wir uns in der arbeitsteiligen Wirtschaft mehr und mehr entfernt haben; das Nominaleinkommen muss insgesamt das Realeinkommen vom Markte wie- der mobil machen. So ist es uns, â gleich in welcher rechnerischen Grösse, -die Anweisung auf den Konsumtionsfond und unter Anerken- nung der QuantitĂ€tstheorie muss der Ausgleich von Einkommens-und Preishöhe auf dem Markt sich vollziehen. Betonen wollen wir gleich, dass diesenEndzustand zwar in jeder Wirtschaft erreicht sein muss, dass aber keine dauernden Preisrevolutionen notwendig sind, die Zungen der Wirtschaftswage, Nominaleinkommenshöhe und Preisstand zu equilibrieren. Wir können sagen:
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Realeinkommen R mal Preis (im Durchschnitt, Index ) P ist
GĂŒltigkeit zuerkennen. Vorher aber haben wir schon gesehen, dass ehedem der Begriff des Normaleinkommens noch möglich war, doch das System der Preise, d.h. zahlenmĂ€ssig differenzierte Werteinheits- ausdrĂŒcke sich im Verkehr herauskristallisiert hatten. Wenn nun dieser nicht mehr imstande ist seine Arbeiter oder Mitglieder in einem Gute zu entlohnen, das auf Grund seines Stoffwertes in jene Relation eingezogen werden kann, so muss er an Stelle von Gleich- wertigem(Tauschgut ) doch Gleichnamiges, Tauschmittel oder Anweisung auf das Sozialprodukt den Leistenden zur VerfĂŒgung stellen. In jedem Falle muss die BrĂŒcke geschlagen werden zwischen Einkommen und Konsumtionsmöglichkeit und in der modernen Wirtschaft ist es das Vorherrschen der Werteinehit, die in Geld oder der Wirkung nach geldgleicher Form das Nominaleinkommen, eine, isoliert betrachtet abstrakte Grösse mit etwas durchaus Realem, dem Produkt der ganzen Gemeinschaft verbindet. Doch ist die Werteinheit eine Ă€ltere Er- scheinung nd hat doch ihren Ursprung, wo wir erstmals von Preisen sprechen; die Funktion, die wir ihr hier zuerkennen, das Bindeglied des zerrissenen und gespaltenen Tausches zu sein, ist dem gegenĂŒber eine abgeleitete und setzt die erstere voraus. In der Kalkulation bedienen wir uns der Werteinheit und
sich ergebende Preis ist dann der Kostenfaktor aller Einkommen. | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s30.png |
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Die ParalellitĂ€t in der Höhe der Werteinheit zwischen dem Nominal- einkommen und den Preisen insgesamt: N ist gleich R mal P, ist uns damit nichts Verwunderliches. Wir können auf die Wagschale der GĂŒter nichts legen, ohne auf der anderen, wo die Arbeitsauf- wĂ€nde und damit die Einkommen sich sammeln, StĂŒcke gleichen Ge- wichtes, gleiche Mengen von Werteinheiten hinzuzufĂŒgen; ja es fĂŒhrt kein anderer Weg zur Produktion als durch Aufwendungen von Arbeit und damit von Einkommen. Der nominelle Preis eines Produktes wird zerlegt in die prozentualen nominellen Anteile der verschiedenen Erzeuger und sie erhalten so ihr Nominaleinkommen, prozentuale Anteile am gesamten Produktionsfond. Wir sehen, dass in ordnungsmĂ€ssigem Gang der Wirtschaft
schem Ausschwingen zwischen Einkommen und Preisen praktisch gar nicht mehr gesprochen werden kann; beides sind eigentlich eines und dasselbe. Die GĂŒterpreise finden wir in gewissen Grenzen als gegebene Grössen vor, denn die Produktionsweise Ă€ndert sich allge- mein meist nicht spr Produkte ordnen sich in VerhĂ€ltnismĂ€ssigkeit schon ehedem sie auf den Markt gelangen diesem Netz von Relationen ungefĂ€hr ein. Mit der Grösse der Produktion und den Preisen wird als abhĂ€ngige Grösse das Nominaleinkommen in absolut gleicher Höhe geschaffen. Preiskampf und Preisrevolution kann begrifflich nicht möglich sein, wenn beide Faktoren jeweils das gleiche bedeuten, wenn sie nur verschieden aufgeteilt, das eine Mal in nominelle GĂŒterpreise, | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s31.png |
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das andere Mal in nominelle Einkommen, gegeneinander gestellt aber doch sich gegenseitig aufheben mĂŒssen. Der Konsum bestimmt nicht nur die Höhe, sondern auch die Auswahl der Produktion und je nach seinen objektiven WertschĂ€tzungen einerseits und den objektiven BeschaffungswiderstĂ€nden andererseits werden diese oder jene GĂŒter herangezogen werden. Was aber in diesem Zusammenhang mitbestimmt das sind die Einkommen, die nicht nur allein von der Form als einer gesellschaftlichen Einrichtung, sondern auch von der IntensitĂ€t und der QualitĂ€t der Produktion beeinflusst und geĂ€ndert werden. Wir deuten damit an, dass in einem gegebenen Land unter gegebenen ProduktionsverhĂ€ltnissen alle Einkommenskategorien in einem bestimm- ten VerhĂ€ltnis zu einander stehen mĂŒssen; dass Unternehmer und Ar- beiter, Bauern, Beamter und freie Berufe nicht willkĂŒrlich nebenein- ander bestehen, sondern von einer wirtschaftlichen Notwendigkeit gezwungen sich zu einem harmonischen Ganzen vereinen mĂŒssen. Neben dem PreisgebĂ€ude oder besser mit dem PreisgebĂ€ude ist auch das EinkommensgebĂ€ude geschaffen und gebunden, nicht so dass bei beiden eine absolute Starrheit erreicht wĂ€re, aber doch ein innerer Zusam- menhang zu konstatieren ist. Der Kreislauf der Wirtschaft wĂŒrde bei uns in dem Pro-
so zu ordnen und so unter alle EinkommensempfĂ€nger zu verteilen, das insgesamt nicht mehr nominelles Einkommens auf dem Markte er- scheinen kann, als wĂ€hrend der Produktion gleichnamige Einheiten fĂŒr die erstellten Produkte verausgabt wurden. Darin mĂŒssen sich | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s32.png |
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aller, aber auch alle Berufsgruppen teilen. In den GĂŒterkalkulati- onen finden wir die Substanz fĂŒr alle Einkommen. In einem Schema wollen wir aufzeigen, wie wir uns die
von Einkommen zu unterscheiden haben: 1.) Die an der Produktion und an der Zumarktebringung der Genuss- gĂŒter unmittelbar Beteiligten, also die Produzenten, HĂ€ndler, Zins-, Renten- Gehalts- und LohnempfĂ€nger. Sie stellen die primĂ€re Haupt- einkommensform dar und verkörpern das gesamte Einkommen der Gesell- schaft. Alle weiteren Einkommen werden aus dieser Masse gespeist. 2.) Die an der Erschaffung des festen «volkswirtschaftlichen Kapitals» arbeitenden Berufskreise (Bauarbeiter und -unternehmer, BrĂŒcken-, Eisenbahnbauer usw.); sie schöpfen ihr Einkommen aus den Ersparnissen aller ĂŒbrigen Gruppen ( 1 ; 3 ; 4 . ) 3.) Die freien Berufe, wie Aerzte, Schriftsteller, KĂŒnstler usw., die aus den freiwilligen Abgaben aller ĂŒbrigen ihren Anteil geltend machen können . 4.) Die Beamten im öffentlichen Dienst, die mittels Steuern jeg- licher Art durch den Fiskus kaufkrĂ€ftig werden. | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s33.png |
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Was an jeder bildlichen Darstellung fehlerhaft sein
keit natĂŒrlich im organischen Flusse befinden. Das mĂŒssen wir auch hier berĂŒcksichtigen, wenn wir eine Periode in ein einmaliges Ge- schehen zusammenpressen. Was uns deutlich werden soll, ist die Para[ergĂ€nzt handschriftlich: l]ellitĂ€t von Nominaleinkommen mit der Preishöhe der Gesamtpro- duktion. Wenn nach unserer Zeichnung in der Kalkulation das Produkt einen Preis von 100 erzielt, so darf fĂŒr jenes Produkt auch nicht mehr wie 100 Einheiten auf dem Markte kaufkrĂ€ftig werden. Arbeiter, Angestellte, Produzenten und HĂ€ndler (Gruppe I) geben insgesamt ab an Beamte durch Steuern und Abgaben 4 mal 3 ist 12, an freie Berufe 4 mal 2 ist 8, an die Kapitalerstellenden 4 mal 3 ist 12; treten also von ihren Einkommen ab 12, 8 und 12 ist 32 und es bleiben ihnen folglich 68 und diese 68 und 32 zusammen auf dem KonsumgĂŒtermarkt ausgegeben, heben das Produkt von 100 auf. Weiter ist im Bilde angenommen, dass die verschiedenen sekundĂ€ren Einkommenszweige sich gegenseitig ZuschĂŒsse leisten, der Einfach- heit halber hier immer das gleiche. Was an die kapitalerzeugenden Berufe hingegeben wurde, bedeutet zwar fĂŒr die Abtretenden privat- wirtschaftliches Kapital ; â privatwirtschaftliches Kapital aber, das sich in sog. volkswirtschaftlichem Kapital niedergeschlagen hat in dem Werk derjenigen, welche die Konsummöglichkeit von den Sparenden erhielten. Diese haben dann, sofern es sich nicht um direkten Eigenbesitz mit Eigenverantwortung handelt [ergĂ€nzt handschriftlich:, ] einen obligato- rischen oder schliesslich auch dinglichen Anspruch. | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s35.png |
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Halbfabrikate gelten als GenussgĂŒter, denn es ist leicht zu ersehen, dass diese in der weiterverarbeitenden Produktion in deren Kalku- lationen als ein fertiger Posten erschienen, fĂŒr den in der voraus- gegangenen Produktion EinzelarbeitsaufwĂ€nde entlohnt werden muss- ten. Zins und Rente wurde ohne weiteres dem Produzenten- und HĂ€nd- leranteil zugerechnet. Des weiteren sind die Posten fĂŒr Abschrei- bung und Abnutzung weggelassen, denn ob von der Gesamtheit aus ge- sehen 20 mal 5 zurĂŒckbehalten, dafĂŒr dann einmal 100 aufgewendet wurde, ist belanglos und muss sich zum mindesten in grösseren Zeit- lĂ€ufen ausgleichen. Das Realeinkommen der Gemeinschaft besteht in der Masse
preise. Das ist nichts zufĂ€lliges, sondern die notwendige Folge des Gleichlaufs von Produktion und sie begleitender Einkommensbildung . Wenn wir sagen, die Preise und in ihnen die Idee der Werteinheit seien VerhĂ€ltniszahlen zwischen den einzelnen GĂŒterwerten, so dass diese vergleichbar und gesellschaftlich gĂŒltig austauschbar wer- den, so mĂŒssen wir auch bekennen, dass innerhalb der Einkommen selbst der gleiche Geist wie bei den Preisen vorherrscht; auch sie werden, ohne dass die absolute Leistung mehr erkenntlich ist, doch nach gesellschaftlicher Wertung geschieden und vergleichbar. Die Nominaleinkommen sind das Speigelbild der Preise und so können wir die letzteren auch als VerhĂ€ltniszahlen zwischen Real- und Nominal- einkommen bezeichnen. Das wir den Preisen die primĂ€re Rolle ein- rĂ€umen, könnte als gegen die Tatsachen verstossend erschienen, denn | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s36.png |
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Ă€usserlich treten tatsĂ€chlich zuerst die Einkommen in Erscheinung und nehmen möglichst an dem Preise im einzelnen die letzte Kor- rektur vor; aber die Preise sind nicht nur historisch gegenĂŒber dem Nominaleinkommen das UrsprĂŒngliche, sondern selbst in der von uns geschilderten Ordnung bilden sie sich nur in strenger Anlehnung an einen wirtschaftlichen bereits fixierten, oder wenigstens voraus- kalkulierten Preis. Was aber nachzuholen wichtig ist, das ist der Begriff des
haben. Wir konnten das tun, nachdem wir im ersten Abschnitt vom Gelde gesprochen und in ihm das technische Mittel erkannt haben, das die Verkehrswirtschaft zu funktionieren befĂ€higt. Aber wir sahen auch, Voraussetzung fĂŒr das Geld ist wiederum das Vorhanden- und Wirksamsein der Preisidee, wenn auch ursprĂŒnglich nur Stoff- quantitĂ€ten zum Vergleich gelangen. Das Nominaleinkommen ist nun, (wenigsten teilweise) dieses Geldeinkommen. Wie weit die beiden Begriffe sich decken, ist in jedem Einzelfall wohl verschieden; sie können das völlig tun, wenn das ganze Einkommen in Geld erstat. tet ist, d.h., wenn keine Möglichkeit besteht, reale GĂŒter direkt als Einkommen zu erhalten, wĂ€hrend also Real. und Nominaleinkommen sich stets decken mĂŒssen, weil es nur verschiedene AusdrĂŒcke gleicher Sache sind, ist das Geldeinkommen nicht ohne weiteres eine 3.Aus- drucksform dafĂŒr; wird oftmals nur ein Tel [sic] der erstgenannten Be- griffe sein und kann nur in der Ausschliesslichkeit des Einkom- mensempfanges in dieser Form zum gleichen Werte werden. Das Geld lebt, um die GĂŒter auszutauschen, die eine FĂŒlle von Relationen | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s37.png |
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darstellen;â wenn es heute nun den Kauf vermittelt durch Hingabe von Nominaleinkommen gegen GĂŒter, so ist das durch den Schleier gesehen der gleiche witschaftliche Vorgang. Diese letzte Karte decken wir auf, wenn wir den Mechanismus kurz erklĂ€ren, wie das Nominaleinkommen, das Geldeinkommen entsteht. Nach unserer ganzen AusfĂŒhrung kann es keine Frage sein, dass wir es in engster Anleh- nung an die GĂŒterproduktion zur Schöpfung bringen mĂŒssen. Stellen wir dabei die Geldkreation auf Grund des akzeptierten Warenwech- sels als die der Vollendung am nĂ€chsten kommende Einrichtung hin, so handeln wir nur folgerichtig unserer bisher beschriebenen Auf- fassung. Im Gelde, dem ReprĂ€sentanten unseres Nominaleinkommens
wertvollen Dienste der privaten Produktion liehen und auch hier- her die Quelle unseres Einkommens verlegten. Jede Hingabe von Dienst Nutzung oder Gut bewirkt zuerst einmal ein privates Forderungs- recht, das wir irgendwann einmal zum Eigengebrauch lebendig wer- den lassen wollen. Eine solche private Forderung ist die Buchfor- derung und es ist der Warenwechsel, den der Fabrikant fĂŒr eine wirt- schaftlich abgenommene Leistung in HĂ€nden hĂ€lt. In diesem Wechsel sind aber, da viele HĂ€nde dem Unternehmer dienstbar waren, das Produkt zu vollenden, auch alle deren Arbeitsleistungen und fĂŒg- lich deren Einkommen eingeschlossen und hier erlöst uns die Geld- schöpfung vor weiteren privaten, in's kleinste zu zerlegenden Forderungsrechten, welche die Arbeiter wiederum ihren Unternehmer | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s38.png |
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Unternehmer [sic] geltend machen mĂŒssten. Die starre Berufsgliederung zeugt davon, dass wir das Vertrauen zur Gemeinschaft, zu der Wirt- schaft haben, und darum entĂ€ussern wir uns unserer vergegenstĂ€nd- lichten Arbeit, weil wir erwarten und wissen, dass wir auf dem Markte auch ohne dieses Gut oder Teilgut selbst doch der Equi- valente habhaft werden können. Im privaten Verkehr konnten nur privaten Forderungen entstehen. Die private Produktion aber ist so enge mit einander verbunden und in solch' grosser gegensei- tiger AbhĂ€ngigkeit, dass wir in der Marktwirtschaft, wo alles in einander greift, wo alle fĂŒr einen und einer fĂŒr alle zusammen stehen, dass wir dort jedes derartige private Forderungsrecht in ein öffentliches umwandeln und als das Symbol der Forderung an die Allgemeinheit das Geld der Gemeinschaft, das staatliche Geld ansehen. Die Reichsbank fĂŒhrt hier nur eine Funktion des Marktes zu Ende. Jede Forderung ist von der anderen Seite gesehen aber eine Schuld, also hier eine Schuld, die von der Gesamtheit getilgt werden muss. Praktisch geschieht das, indem wir bei der Konsumtion Teile dieser Forderung fortgeben, bis unser ganzes Forderungsrecht, eben unser Einkommen sich aufgelöst hat und in der Wirkung das Forderungsrecht und das Geld aus der Wirtschaft entfernt ist. Wir haben konsumiert. Mit der letzten Konsumtion und der letzten Wechseleinlösung ist der Kreislauf beendet. Dass das Geld uns als etwas anscheinend ewig Bleibendes
In Wahrheit entsteht es tÀglich mit der Leistung und vergeht mit | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s39.png |
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der Konsumtion, gleich wie uns ein grosses Feuerwerk eine dauernde Helle vorspiegelt, die durch tausende von Raketen, die nacheinander aufsteigen und wieder in's Nichts zurĂŒckfallen, verursacht wird. Es könnte hier natĂŒrlich nicht unsere Aufgabe sein, die
wollen, das sind die ZusammenhĂ€nge, sowiet sie das gezeichnete Bild vollenden mĂŒssen. Zur Verteidigung des Wechsels wollen wir aber doch die HauteinwĂ€nde betrachten. Seine Sicherheit und seine Eig- nung zur Geldschöpfung, d.h., ob er wirklich absatzfĂ€hige Konsum- gĂŒter reprĂ€sentiert, das können wir ruhig xxx dem viel bekritelten Profitstreben der Privatwirtschaft ĂŒberlassen. Sie hat selbst das denkbar grösste Interesse daran, Gnade vor den Augen ihrer Mitmenschen zu finden. Die grösste Sicherheit liegt nicht etwa in den geforderten prima Unterschriften, sondern in der wirt- schaftlichen Unmöglichkeit, dass auch nur eine nennenswerte Anzahl von Wechseln notleidend wĂŒrde. Die Gefahr auch, dass mehrere Wech- sel fĂŒr ein und dieselbe Ware im Umlaufe sind, ist nicht so hoch zu bewerten, denn der erste Wechselschuldner, der darauf GlĂ€ubiger wird, kann den diskontierten Wechselbetrag nucht als Einkommen geltend werden lassen, d.h. konsumieren; muss er doch sein Accept wieder einlösen. ImÂ ĂŒbrigen gelangt immer nur ein Prozentsatz von Wechseln bis zum obersten Organ der Reichsbank, dieÂ ĂŒbrigen können aus dem Umlaufe der gerade freien Gelder gespeist werden. Doch zurĂŒck zu unserer Betrachtung: Die Einkommensgrösse,
die wir mit dem gesamten erzeugten GĂŒtervorrat gegenĂŒber stellen,eben in dem Sinne, dass beide nur neben einander zur Entstehung | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s40.png |
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kommen können, kann uns nur eine gedanklich mögliche Grösse sein. Wenn wir das Geldeinkommen mit Nominaleinkommen gleich setzen und es in Paralelle stellen zum gesamten Realeinkommen, dann mĂŒssten wir fordern, dass jegliche Einkommen in neu geschöpf- ter Geldform zur Verteilung gelangen. In Wahrheit wird aber Pro- duktion in Natura verteilt, es wird mit noch umlaufendem Gelde bezahlt, es werden Gegenforderungen au als Zahlungsmittel, Giroguthaben ersetzen neues Geld und so kommt es, dass wir in diesem ganzen Konglomerat die Einkommensgrösse zu suchen haben. Was das Geld anlangt, so ist in der Grösse der Produktion wohl eine obere Grenze geschaffen. nach unten aber ist der Verkehr souverĂ€n. Denken wir nun daran, dass das gleiche Geld teilweise als blosses Rechengeld z.B. an den Quartalsterminen aufzutreten pflegt, des weiteren auch mit tĂ€tig ist, den Kapital- markt zu speisen. In diesen FĂ€llen steht das Geld fern seiner eigentlichen primĂ€ren Funktion. Das Geld ist auf der einen Seite Bescheinigung fĂŒr unsere Leistung, die sich in realem Gute hat niederschlagen mĂŒssen, das uf dem Markte erscheinen wird, auf der anderen Seite ist es eine Anweisung auf wieder ein reales Gut ; verbunden also, vermittelt uns das Geld den Austausch zwischen den realen GĂŒtern. Das Nominaleinkommen schiebt sich nur dazwischen als eine Folgeerscheinung der heutigen Produktionsweise. Diesen Dienst vermag das Geld, das haben wir bereits im ersten Abschnitt gesehen, zu leisten, weil es im ZusammenfĂŒgen und Teilen von Wert- einheiten auch die GĂŒter vergleichbar und teilbar werden lĂ€sst. Die Werteinheit schafft Preise und lĂ€sst durch sie den GĂŒter- | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s41.png |
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austausch möglich werden. Das erste und letzte Glied des modernen wirtschaftlichen Kreislaufes betrachtet. â die Distribution scheiden wir aus, â bietet uns wieder das gleiche ursprĂŒngliche Bild. Die Wirtschaft erschöpft sich im Austausch von realen
Tausch dem Bereiche des ZufÀlligen entwÀchst und sich zu einer gesellschaftlichswirtschaftlichen Erscheinung erhebt und verdichtet, auch dort den Gesetzen des Realtausches die freie Bahn zu bereiten. | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/wesenundinhaltderwerteinheit_s42.png |
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