Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a
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182 | 182 | rechterhaltung der Goldwährung notwendigerweise wieder abgetragen |
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werden müssen. Die Goldwährung ist nur das |
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das der Währungspolitik zum h |
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zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold |
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sendungskosten von Land zu Land, die das |
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183 | werden müssen. Die Goldwährung ist nur das äusserste Ventil, | |
184 | das der Währungspolitik zum h^^a^^lten des intervalutaren Paris | |
185 | zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold**p**unkte, -die Ver- | |
186 | sendungskosten von Land zu Land, die das **i**ntervalutare Pari mit | |
187 | 187 | dem Münzpari eng verbanden. |
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Die alten F |
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188 | Die alten Fvvävvden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass | |
189 | 189 | als Folge der absoluten Vergleichbarkeit die Goldwährung unser |
190 | 190 | ganzes Preisniveau auf dem Uvvmvvwege üder [sic] den Weltmarkt von aussen |
191 | 191 | herein beeinflusst habe, so dass jede Stimme wohl gehört wird, aber |
192 | 192 | doch immer alle gegen einen stehen und dessen Wirtschaft beein- |
193 |
flussen. Was aber ist mit diesem Er |
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193 | flussen. Was aber ist mit diesem Ergebnis weiter gewonnen? Zu**n**ächst | |
194 | 194 | einmal: eine allgemeine Preisänderung kann nur statthaben in Ge- |
195 |
meinsam |
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195 | meinsam**k**eit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions | |
196 | 196 | kosten in der Gesamthöhe, soweit sie den Preis bestimmen, nicht än- |
197 |
dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu lieg |
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197 | dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu lieg**en** noch | |
198 | 198 | hemmend die Bindungen an das Gold vor, dessen Gebrauchswert sich |
199 |
bei Innehaltung des alten Mün |
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199 | bei Innehaltung des alten Mün**z**fusses gegenüber dem erhöhten Preis- | |
200 | 200 | niveau auflehnen würde. Schwanken können also nur die einzelnen |
201 | 201 | Produktionsgrössen, das sind die Einkommen untereinander. Von ihnen |
202 | 202 | können wir wohl sagen, dass in längeren Zeitabläufen genommen durch |
203 |
die gegenseitige Konkurrenz und |
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203 | die gegenseitige Konkurrenz und Abwanderung, Stabilität sowohl im | |
204 | 204 | allgemeinen, alsnauch in ihrem gegenseitigen Verhältnis obwaltet. |
205 | 205 | Das Real- und das Nominaleinkommen in der Nation sind nur verschie- |
206 | 206 | dene Namen zur Versinnbildlichung eines Vorrates an Gütern, ersteres |
… | … | … |
215 | 215 | - 100 - |
216 | 216 | |
217 | 217 | ist die periodisch erzeugte Gütermenge als Masse, letzteres ist |
218 |
eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur |
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218 | eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur**c**h arbeitsteilige | |
219 | 219 | Produktion und Privatwirtschaft, - der Anspruch der einzelnen |
220 |
insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den P |
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220 | insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den Pvvrvveisen sind die Einkommen | |
221 | 221 | gebunden, denn Einkommen sind nichts anderes wie Preise, Preise |
222 |
für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den W |
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222 | für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den Wvvavvrenpreisen | |
223 | 223 | das notwendige Gegenüber finden müssen. Das ist der Weg, auf dem |
224 | 224 | die Goldwährung über die Preisbildung und -bindung ihren Weg |
225 | 225 | bis zu den Einkommen findet. Das aber ist etwas durchaus verschie- |
226 | 226 | denes der Bedeutung, die Metallisten dem Gelde imputieren. Wir |
227 |
aber gehen auf unserem Wege noch weiter. |
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227 | aber gehen auf unserem Wege noch weiter. Es ist klar, dass das | |
228 | 228 | Nominaleinkommen der Nation nur geändert werden kann und darf im |
229 |
Einklang mit der Produktionsleistung. |
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229 | Einklang mit der Produktionsleistung. Nie kann es geändert werden | |
230 | 230 | pro Anteil am Produkt, sondern immer nur pro Zahl. So können wir |
231 | 231 | die Fvvrvvage der Arbeitszeit, der Beamtengehälter, denn das sind aus |
232 | 232 | der Produktion geleistete Steuern; wir können das Maass, wie weit |
… | … | … |
235 | 235 | müssen kalkulieren, gewissermaassen von oben nach unten, denn das |
236 | 236 | Oben ist uns durch die Goldwährung gegeben. In jenem fest begrenz- |
237 | 237 | ten Raume muss sich unser Wirtschaftsleben bewegen und einrich- |
238 |
ten |
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238 | ten, und die angeschnittenen Fragen sind aus diesen Gesichtspunk- | |
239 | 239 | ten heraus zu prüfen und zu beantworten. Während wir auf den Preis |
240 | 240 | kaum einen Einfluss haben, bleibt uns doch als Regulator unserer |
241 | 241 | Einkommen die Höhe der Produktion vorbehalten. Mit beiden gegebenen |
… | … | … |
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252 |
Grössen haben |
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252 | Grössen habenwwir auch die Notenproduktion in die Klammer ein- | |
253 | 253 | gezogen. Wir brauchen nur von der Banknote rückwärts zu schreiten |
254 | 254 | über Wechsel zur Forderung, um die Verknüpfung der Note mit der |
255 | 255 | Ware und, was die Höhe und Menge ihres Umlaufs anlangt, mit dem |
256 |
durch den W |
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256 | durch den Wvvevvltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis- | |
257 | 257 | niveau gewahr zu werden. Das liegt durchaus im Rahmen der im |
258 |
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259 |
diesem E |
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258 | **K**reislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit | |
259 | diesem Ergebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösungpflicht | |
260 | 260 | und die Deckungsfrage der Noten in der Hand. Lehrt uns der Me- |
261 | 261 | tallismus nicht, dass das Gold als Wertmaass real vorhanden sein |
262 | 262 | müsse und dass die Banknote nur deshalb wie Gold kursiere, weil |
263 |
sie in solches u |
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263 | sie in solches u**m**wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im | |
264 | 264 | Kriege die Dritteldeckung als die Bremse gegen die Inflation |
265 | 265 | hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie |
266 | 266 | sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig |
267 |
gedeckten Darlehenskassenschein |
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268 |
sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. |
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269 |
Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G |
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267 | gedeckten Darlehenskassenscheine als Deckungsgrundlage, einen | |
268 | sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. Aus unserer | |
269 | Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G**ol**dwährung | |
270 | 270 | angeschlossen waren, eine Inflation als ausgeschlossen anzuse- |
271 |
hen war. |
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271 | hen war. Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in | |
272 | 272 | der Zahl gewiss nicht fixieren, aber wir können ohne weiteres |
273 | 273 | das Maximum angeben, bis zu dessen Höhe, obgleich sie das die |
274 | 274 | Deckung beträchtlich überschreiten würde, eine Notenausgabe ge- |
… | … | … |
284 | 284 | |
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287 |
zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und en |
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287 | zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und en**d**lich zu Banknoten | |
288 | 288 | führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural- |
289 |
empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokont |
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289 | empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokontis, das | |
290 | 290 | alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse |
291 | 291 | darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen |
292 | 292 | müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher |
293 | 293 | Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang. |
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Es ist chara |
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zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wi |
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294 | Es ist charakteristisch, dass wir mit dem Metallismus | |
295 | zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wi**r** haben dabei | |
296 | 296 | bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme, |
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dass in einem Goldwährungsverband als G |
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298 |
st |
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setzen können |
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300 |
tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohn |
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297 | dass in einem Goldwährungsverband als Gvvavvnzem, eben weil ihm die | |
298 | stärksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch- | |
299 | setzen können**.** Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa- | |
300 | tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohne dass an der Bedeutung | |
301 | 301 | und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert |
302 | 302 | wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit |
303 | 303 | allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch |
304 |
geforderte Funktion des |
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304 | geforderte Funktion des vvGvvoldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel- | |
305 | 305 | nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir |
306 | 306 | annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt- |
307 | 307 | schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus |
308 |
einer alle W |
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308 | einer alle Wvvevvrte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine | |
309 | 309 | Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings |
310 | 310 | müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich |
311 | 311 | in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts- |
… | … | … |
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321 | 321 | |
322 | 322 | verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos |
323 |
vollziehen kann ist eine Fvvrvv |
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324 |
uns auch in diesem Falle die Anlehnung an |
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323 | vollziehen kann ist eine Fvvrvvage für sich. Praktischer erscheint | |
324 | uns auch in diesem Falle die Anlehnung an **i**nternationale Währun- | |
325 | 325 | gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine |
326 | 326 | Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann |
327 | 327 | allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass |
328 |
für alle anderen Dinge um uns nicht mehr e |
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328 | für alle anderen Dinge um uns nicht mehr entraten. Wenn wir wo | |
329 | 329 | die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane- |
330 | 330 | ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das |
331 | 331 | Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie- |
332 | 332 | der historische gültige Werte schafft. |
333 |
Späterhin wird dieser G |
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334 |
und nun zurück zur Betrachtung der Goldw |
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335 |
schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollko |
|
333 | Späterhin wird dieser Gvvevvdanke nochmals gestreift werden | |
334 | und nun zurück zur Betrachtung der Goldw**ä**hrung in unserem be- | |
335 | schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollko**m**men als der | |
336 | 336 | Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung |
337 | 337 | durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher |
338 | 338 | Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch |
339 | 339 | nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu- |
340 | 340 | stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis- |
341 |
steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil |
|
341 | steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil **e**s | |
342 | 342 | zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in |
343 | 343 | der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten |
344 | 344 | jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu- |
… | … | … |
356 | 356 | |
357 | 357 | Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als |
358 | 358 | auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder- |
359 |
grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe |
|
359 | grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe**-** | |
360 | 360 | dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen |
361 | 361 | aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen |
362 | 362 | einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren |
… | … | … |
373 | 373 | Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere |
374 | 374 | Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund |
375 | 375 | mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu |
376 |
teuer) auf die D |
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376 | teuer) auf die Dvvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu | |
377 | 377 | stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War- |
378 | 378 | nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe- |
379 | 379 | nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt. |
… | … | … |
394 | 394 | portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte |
395 | 395 | waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust |
396 | 396 | zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika, |
397 |
und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglich |
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398 |
tel zur Eindämmung überspannten U |
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399 |
herd treffen. In Ansehen unserer D |
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400 |
Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie d |
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401 |
kung im Auge hat, ablehn |
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397 | und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglichste Mit- | |
398 | tel zur Eindämmung überspannten Uvvnvvternehmungsgeistes den Krisen- | |
399 | herd treffen. In Ansehen unserer Dvvavvrlegung müssen wir auch die | |
400 | Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie d**i**e gefährdete Golddek- | |
401 | kung im Auge hat, ablehn**e**nd kritisieren und können die Berechtigung | |
402 | 402 | der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich |
403 | 403 | von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter- |
404 | 404 | höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank- |
405 | 405 | guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No- |
406 | 406 | tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen |
407 |
werden t |
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407 | werden t**e**urer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren | |
408 | 408 | schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen- |
409 | 409 | hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren |
410 | 410 | Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in |
411 | 411 | Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen- |
412 | 412 | des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic] |
413 |
er der Kontrolle des Gesetzgebers entz |
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414 |
rück |
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415 |
Sichtbarwerden des Goldes, so p |
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413 | er der Kontrolle des Gesetzgebers entz**o**gen und kann von ihm unbe- | |
414 | rück**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu | |
415 | Sichtbarwerden des Goldes, so p--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr | |
416 | 416 | für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm |
417 | 417 | |
418 | 418 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s105.png |
… | … | … |
426 | 426 | |
427 | 427 | vorgeschlagene Goldkernwährung forderte. |
428 | 428 | Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten - |
429 |
in dem Preise und Einkommen |
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429 | in dem Preise und Einkommen **g**ebunden sind - den Güteraustausch | |
430 | 430 | nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las- |
431 | 431 | sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren |
432 | 432 | Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die |
… | … | … |
448 | 448 | Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim- |
449 | 449 | mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen |
450 | 450 | der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber- |
451 |
einstimmung des Arbeitsw e r |
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451 | einstimmung des Arbeitsw e r **t** e s der Einkommem mit dem | |
452 | 452 | |
453 | 453 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s106.png |
454 | 454 | || |
… | … | … |
461 | 461 | |
462 | 462 | Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im |
463 | 463 | einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar- |
464 |
beits m e n g e. Wiederu |
|
464 | beits m e n g e. Wiederu**m** müssen wir sagen, dass das Gold nur eine | |
465 | 465 | Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm- |
466 | 466 | tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie |
467 | 467 | bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl, |
468 |
d |
|
469 |
durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können ein |
|
468 | d**e**n historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut | |
469 | durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einmal im | |
470 | 470 | rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen |
471 | 471 | und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge |
472 | 472 | finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des- |
473 | 473 | sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns |
474 |
das P |
|
474 | das Pvvrvveisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers- | |
475 | 475 | ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir |
476 | 476 | ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert- |
477 | 477 | mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass |
478 |
dieser Arbeitswer |
|
478 | dieser Arbeitswereinheit [sic] in allen Dingen der Aussenwelt, dabei | |
479 | 479 | auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den |
480 | 480 | ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei- |
481 | 481 | terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei- |
482 | 482 | gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono- |
483 |
mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de |
|
484 |
zum Zug kommen lassen, der aus natür |
|
483 | mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de**n** | |
484 | zum Zug kommen lassen, der aus natür**l**ichen, produktionstechnischen | |
485 | 485 | oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in |
486 | 486 | der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken |
487 | 487 | |
… | … | … |
497 | 497 | gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei- |
498 | 498 | ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen |
499 | 499 | würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der |
500 |
P |
|
500 | Pvvrvveise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt- | |
501 | 501 | nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands- |
502 | 502 | und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis |
503 | 503 | des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro- |
… | … | … |
507 | 507 | fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit |
508 | 508 | freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta |
509 | 509 | stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der |
510 |
S |
|
510 | S^^t^^abilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite | |
511 | 511 | Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold- |
512 | 512 | währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol- |
513 | 513 | des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis |
514 | 514 | ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die |
515 | wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das[handsch. ergänzt (]ist der Grund, | |
516 | waru[übertippt m] als tertium comparationis ein etwas in der Uvvmvvrechnung von | |
517 | Land zu Land dazwischen treten muss. Das findet in den Preisen | |
518 | seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt den zwanzigsten Teil | |
519 | kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass | |
515 | wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das(ist der Grund, | |
516 | waru**m** als tertium comparationis ein Etwas in der Uvvmvvrechnung von | |
517 | Land zu Land dazwischen treten muss. Das vvfvvindet in den Preisen | |
518 | seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt in England | |
519 | nominell ein Pfund Sterling ausgedrückt den zwanzigsten Teil | |
520 | kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass | |
520 | 521 | bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein |
521 | 522 | |
522 | 523 | | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s1071.png |
… | … | … |
528 | 529 | |
529 | 530 | - 108 - |
530 | 531 | |
531 |
Zwanzigstel des Pfund Sterlin |
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532 |
politische Massnahmen diese Sätze abs |
|
532 | Zwanzigstel des Pfund Sterling sein muss. Dass durch währungs- | |
533 | politische Massnahmen diese Sätze abs**o**lut fest begründet sind, | |
533 | 534 | ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist |
534 | 535 | auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller |
535 | 536 | Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land, |
… | … | … |
547 | 548 | geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er- |
548 | 549 | halten. |
549 | 550 | Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch |
550 |
allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, |
|
551 | allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, ist | |
551 | 552 | also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon- |
552 | 553 | stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen, |
553 | 554 | wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege |
554 |
der Gewinnung, wie etwas |
|
555 |
oder wie umgekehrt plötzliches Aufhö |
|
555 | der Gewinnung, wie etwas [sic] gar Herstellung auf synthetischem Wege | |
556 | oder wie umgekehrt plötzliches Aufhören von Goldfunden auf die | |
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566 | 567 | Währung wirken müsste. Es ist nebensächlich, welchen Prozentsatz |
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der |
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568 |
beiden Evvrvvwä |
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568 | der Möglichkeiten unsere Fälle in sich schliessen. Die ersten | |
569 | beiden Evvrvvwä**g**ungen scheinen sogar von wirklich praktischer Bedeu- | |
569 | 570 | tung. Nach immer grösseren Opfern für die Währungsbanken kommt |
570 |
endlich |
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571 | endlich auch einmal der Punkt des Unvermögens, weiterhin mehr | |
571 | 572 | Gold aufzunehmen. Schliessen sich in diesem Augenblicke nicht |
572 | 573 | weitere Länder der Goldwährung an und treten dabei mit neuem Be- |
573 | 574 | darfe auf, so sind die Goldwährungsstaaten gezwungen, die freie |
… | … | … |
576 | 577 | der Förderung Monopolgewinne über den wirklichen Herstellungs- |
577 | 578 | wert hinaus vereinnahmen und inflationistisch das Preisniveau |
578 | 579 | beeinflussen konnten. Gegenüber einer so vermehrten und verbillig- |
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ten Goldpr |
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580 | ten Goldproduktion könnte der Staat und vor allem der führende | |
580 | 581 | Wirtschaftsstaat in seiner Geldpolitik nicht untätig verharren, |
581 | 582 | denn in seiner vorgeschriebenen Prägepflicht wechselt er nicht |
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nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um |
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583 | nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um, er wechselt | |
583 | 584 | nicht nur die Form, sondern er stempelt in einer gegebenen Form |
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das Gol |
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585 | das Gold zu seinem nominellen Gelde, das historisch verankert, | |
585 | 586 | vor allem in einem anderen, höheren Goldwert verankert [sic] Gemeinbesitz |
586 | 587 | aller menschlichen Handlung, ihrer gesamten Denk - und Rechenope- |
587 | 588 | rationen geworden ist. Das in Münze geprägte Gold ist ein anderes |
… | … | … |
603 | 604 | Produktionskosten trennt. Der Staat darf hier aber nicht als |
604 | 605 | selbstherrlicher Autokrat betrachtet sein, sondern er ist hier |
605 | 606 | nur Ausdruck und Funktion einer Vielheit, nämlich der wirtschaf- |
606 |
t |
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607 | t**e**nden Gesellschaft und diese--r-- wird nicht willens sein ihr Ein- | |
607 | 608 | kommen schmälern zu lassen zum Vorteil einer verschwindenden Min- |
608 | 609 | derheit oder überhaupt einer anderen Wirtschaftsgemeinschaft; |
609 | 610 | sie wird sich gegen die Unwahrheit der Tauschakte zur Wehr setzen |
610 | 611 | und das heisst hier in seiner Wirkung; sie wird die Prägepflicht |
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aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt |
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612 | aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt wenigstens so lange bis ?das Produkt? wieder stabil geworden ist . ] | |
612 | 613 | So könnte wohl die Mvvövvglichkeit bestehen, dass die erste |
613 | 614 | Wirtschaftsmacht sich vom Golde löst, dabei diese Vormachtstel- |
614 | 615 | lung hält und auch weiterhin ruhender Pol in der Währungen Spiel |
615 | 616 | und Schwanken bleibt, eben weil diese [hands. geändert Großschreibung L]andesallmächtige Währung |
616 | 617 | die Preise praktisch so fest als das objektiv messbare Geld zu |
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binden vermag. Wäre es denkba |
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in seinen Gvvrvvenzen und nur i |
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wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seine |
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618 | binden vermag. Wäre es denkba**r**, dass solches Land das gesamte Gold | |
619 | in seinen Gvvrvvenzen und nur i**n** eigener Regie fördere, dann wäre es | |
620 | wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seinem wirtschaftli- | |
620 | 621 | chen Herstellungswert gelegenen Preis zubgeben und in seiner |
621 | 622 | Münze zu statuieren. Andere Svvtvvatten würden praktisch, wenn auch |
622 | 623 | mit wirtschaftlichen Opfern die gleiche Währung annehmen und so |
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biet |
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624 | biet**e**t sie bisher gesehen auch alle Segnungen einer Goldwährung | |
624 | 625 | mit wirtschaftlich wahrem Inhalt. |
625 | 626 | Eine Einschränkung allerdings, die geeignet ist, aus dieser |
626 | 627 | theoretischen Möglichkeit eine fast praktische Unmöglichkeit |