Versionsunterschiede von Wesen Und Inhalt Der Werteinheit / IV / a




← Vorherige Änderung
Nächste Änderung →




180      - 99 -
181
182 rechterhaltung der Goldwährung notwendigerweise wieder abgetragen
183 werden müssen. Die Goldwährung ist nur das Ääusserste Ventil,
184 das der Währungspolitik zum ha^^a^^lten des intervalutaren Paris
185 zur Verfügung steht. Praktisch waren es die Gold[übertippt p]**p**unkte, -die Ver-
186 sendungskosten von Land zu Land, die das [übertippt i]**i**ntervalutare Pari mit
187 dem Münzpari eng verbanden.
188      Die alten Fävvävvden wieder aufnehmend, können wir sagen, dass
189 als Folge der absoluten Vergleichbarkeit die Goldwährung unser
190 ganzes Preisniveau auf dem Uvvmvvwege üder [sic] den Weltmarkt von aussen
191 herein beeinflusst habe, so dass jede Stimme wohl gehört wird, aber
192 doch immer alle gegen einen stehen und dessen Wirtschaft beein-
193 flussen. Was aber ist mit diesem Ereignis weiter gewonnen? Zungebnis weiter gewonnen? Zu**n**ächst
194 einmal: eine allgemeine Preisänderung kann nur statthaben in Ge-
195 meinsamk**k**eit mit dem ganzen Weltmarkt. Wir können unsere Produktions
196 kosten in der Gesamthöhe, soweit sie den Preis bestimmen, nicht än-
197 dern, ohne dass dies allgemeine Regel wäre, und dazu liegen**en** noch
198 hemmend die Bindungen an das Gold vor, dessen Gebrauchswert sich
199 bei Innehaltung des alten Münz**z**fusses gegenüber dem erhöhten Preis-
200 niveau auflehnen würde. Schwanken können also nur die einzelnen
201 Produktionsgrössen, das sind die Einkommen untereinander. Von ihnen
202 können wir wohl sagen, dass in längeren Zeitabläufen genommen durch
203 die gegenseitige Konkurrenz und aAbwanderung, Stabilität sowohl im
204 allgemeinen, alsnauch in ihrem gegenseitigen Verhältnis obwaltet.
205 Das Real- und das Nominaleinkommen in der Nation sind nur verschie-
206 dene Namen zur Versinnbildlichung eines Vorrates an Gütern, ersteres
215      - 100 -
216
217 ist die periodisch erzeugte Gütermenge als Masse, letzteres ist
218 eine gesellschaftliche Kategorie, bedingt dur[übertippt c]h arbeit**c**h arbeitsteilige
219 Produktion und Privatwirtschaft, - der Anspruch der einzelnen
220 insgesamt auf jenen Vorrat. Mit den Prvvrvveisen sind die Einkommen
221 gebunden, denn Einkommen sind nichts anderes wie Preise, Preise
222 für geleistet Arbeit, die zusammengenommen in den Wavvavvrenpreisen
223 das notwendige Gegenüber finden müssen. Das ist der Weg, auf dem
224 die Goldwährung über die Preisbildung und -bindung ihren Weg
225 bis zu den Einkommen findet. Das aber ist etwas durchaus verschie-
226 denes der Bedeutung, die Metallisten dem Gelde imputieren. Wir
227 aber gehen auf unserem Wege noch weiter. !!Es ist klar, dass das
228 Nominaleinkommen der Nation nur geändert werden kann und darf im
229 Einklang mit der Produktionsleistung.!! Nie kann es geändert werden
230 pro Anteil am Produkt, sondern immer nur pro Zahl. So können wir
231 die Fvvrvvage der Arbeitszeit, der Beamtengehälter, denn das sind aus
232 der Produktion geleistete Steuern; wir können das Maass, wie weit
235 müssen kalkulieren, gewissermaassen von oben nach unten, denn das
236 Oben ist uns durch die Goldwährung gegeben. In jenem fest begrenz-
237 ten Raume muss sich unser Wirtschaftsleben bewegen und einrich-
238 ten, und die angeschnittenen Fragen sind aus diesen Gesichtspunk-
239 ten heraus zu prüfen und zu beantworten. Während wir auf den Preis
240 kaum einen Einfluss haben, bleibt uns doch als Regulator unserer
241 Einkommen die Höhe der Produktion vorbehalten. Mit beiden gegebenen
249
250      - 101 -
251
252 Grössen haben wwir auch die Notenproduktion in die Klammer ein-
253 gezogen. Wir brauchen nur von der Banknote rückwärts zu schreiten
254 über Wechsel zur Forderung, um die Verknüpfung der Note mit der
255 Ware und, was die Höhe und Menge ihres Umlaufs anlangt, mit dem
256 durch den Wevvevvltmarkt und Goldwährung uns vorgeschriebenem Preis-
257 niveau gewahr zu werden. Das liegt durchaus im Rahmen der im
258 K**K**reislauf der Wirtschaft von uns vorgetragenen Auffassung. Mit
259 diesem Eegebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösergebnis haben wir eine Waffe gegen die Einlösungpflicht
260 und die Deckungsfrage der Noten in der Hand. Lehrt uns der Me-
261 tallismus nicht, dass das Gold als Wertmaass real vorhanden sein
262 müsse und dass die Banknote nur deshalb wie Gold kursiere, weil
263 sie in solches u[übertippt m]**m**wandelbar ist? Wurde uns nicht besonders im
264 Kriege die Dritteldeckung als die Bremse gegen die Inflation
265 hingestellt, um allerdings praktisch in der Art und Weise, wie
266 sie gehandhabt wurde, in der Einbeziehung der assignatenmässig
267 gedeckten Darlehenskassenscheinse als Deckungsgrundlage, einen
268 sinnfälligen, wirtschaftlichen Betrug zu begehen. !!Aus unserer
269 Betrachtung erkennen wir, dass, so lange wir an die G[übertippt ol]**ol**dwährung
270 angeschlossen waren, eine Inflation als ausgeschlossen anzuse-
271 hen war.!! Wir können das Maass der Noten in der Goldwährung in
272 der Zahl gewiss nicht fixieren, aber wir können ohne weiteres
273 das Maximum angeben, bis zu dessen Höhe, obgleich sie das die
274 Deckung beträchtlich überschreiten würde, eine Notenausgabe ge-
284
285      - 102 -
286
287 zu Forderungen, diese alle zu Wechseln und end**d**lich zu Banknoten
288 führen würden. Wir wissen aber auch, dass Kompensationen, Natural-
289 empfang, Wechselzahlung, Barzahlung, Gutschrift auf Girokontois, das
290 alles technische Modifikationen sind, die eine einzige Grösse
291 darunter wie die Banknoten, ihrerseits in der Höhe beinflussen
292 müssen. Jedenfalls erkennen wir die Bedeutungslosigkeit jeglicher
293 Deckungsvorschrift in diesem Zusammenhang.
294      Es ist charackteristisch, dass wir mit dem Metallismus
295 zu scheinbar gleichen Ergebnissen gelangen. Wir**r** haben dabei
296 bisher allerdings bewusst von den Krisen abstrahiert, in der Annahme,
297 dass in einem Goldwährungsverband als Gavvavvnzem, eben weil ihm die
298 stärksten Wirtschaftsmächte angehören, Krisen sich nicht durch-
299 setzen können.**.** Das einzelne Land, von ihr befallen, muss automa-
300 tisch aus dieser Gruppe ausscheiden, ohnae dass an der Bedeutung
301 und dem Ivvnvvhalt der Goldwährung in diesem Sinne etwas geändert
302 wurde. So lange nun eine Macht besteht, die, ein ruhender Pol mit
303 allgemein gültigen Werten operiert, so lange ist die metallistisch
304 geforderte Funktion des GvvGvvoldes, Maasstab für Wertgrösse im Einzel-
305 nen zu sein nach unserer Darlegung nicht vonnöten. Nur wenn wir
306 annehmen, dass ein Land in sich ohne Anlehnung an die Weltwirt-
307 schaft, die als ganzes praktisch immer krisenfrei sein muss, aus
308 einer alle Wevvevvrte umlagernden Krise gesunden will, dann wird eine
309 Materie, sagen wir das Gold als Maass vonnöten, dann allerdings
310 müssen wir von neuem aufbauen auf Arbeitswerten, wie sie sich
311 in der Beschaffung ergeben. Ob in einer modernen Wirtschafts-
320      - 103 -
321
322 verfassung eine solche Grundlegung der Werte sich reibungslos
323 vollziehen kann ist eine Fvvrvvage für sich. Praktischer erscheint
324 uns auch in diesem Falle die Anlehnung an [übertippt i]i**i**nternationale Währun-
325 gen als das nächstliegende. Bliebe noch übrig, dass wirklich eine
326 Weltkrise in den Bereich der Möglichkeit zu ziehen wäre; dann
327 allerdings könnten wir einer objektiv messbaren Grösse als Maass
328 für alle anderen Dinge um uns nicht mehr eintraten. Wenn wir wo
329 die Krise fast bis zur wirtschaftlichen Revolution unseres Plane-
330 ten ausdehnen, dann triumphiert der Stoff allein, dann ist das
331 Gold als Metall in Herrschaft so lange bis die Entwicklung wie-
332 der historische gültige Werte schafft.
333      Späterhin wird dieser Gevvevvdanke nochmals gestreift werden
334 und nun zurück zur Betrachtung der Goldwä**ä**hrung in unserem be-
335 schriebenen Gedankengang: Sie wirkt hier zwar vollkom**m**men als der
336 Stabilisator der Wirtschaft, aber das nicht aus der Preisfixierung
337 durch Vergleich mit dem Golde, das sich in allen Geistern gleicher
338 Wertschätzung erfreut, im Ivvnvvlande sowohl als auch im Auslande; auch
339 nicht deshalb erhält es die Wirtschaft im stabilen, gesunden Zu-
340 stande, weil es in der Deckung überschüssiger Notenausgabe, Preis-
341 steigerung und Inflation entgegensteuert, sondern deshalb, weil `e**e**s
342 zum straffen Svvtvvabilisator aller Goldwährungsländer, weil es in
343 der Gemeinsamkeit der Bindung, in der Kvvovvnkurrenz der Stärksten
344 jeweils die Spitzenleistungen mit den relativ geringsten Erzeu-
356
357 Struktur der modernen Wirtschaft drängt zum Export sowohl als
358 auch zum Import. Ob wir nun das eine oder andere in den Vorder-
359 grund schieben, ist gleichgültig; immer aber müssen wir den unbe=**-**
360 dingt notwendigen Import mit Export decken. Beides sind Grössen
361 aus Menge mal Preis. Preis gibt es auf dem Weltmarkt nur einen
362 einzigen, den alles untertanen Weltmarktpreis. Was wir importieren
373 Länder an diese. Wo das Gold anfängt als Metall eine wichtigere
374 Rolle zu spielen, wo es zur Begleichung von Saldis auf Grund
375 mangelnden Exports ( das Land hat zu wenig gearbeitet oder zu
376 teuer) auf die Davvavvuer ins Ausland strömt, da wo das Geld allzu
377 stark sichtbar wird, da ist es nötig, dass der Staat einen War-
378 nungsruf an die Wirtschaft ertönen lässt und mit seinen gegebe-
379 nen Mitteln solcher Weiterentwicklung hemmend entgegenwirkt.
394 portreife Produkte von jenen Neuunternehmungen auf dem Markte
395 waren, die dann allerdings in nachfolgender Periode den Verlust
396 zurückerwarben. Hier kam vielmehr der allgemeine Run von Amerika,
397 und darum konnte keone [sic] Diskontpolitik als das vorzüglicheste Mit-
398 tel zur Eindämmung überspannten Unvvnvvternehmungsgeistes den Krisen-
399 herd treffen. In Ansehen unserer Davvavvrlegung müssen wir auch die
400 Handhabung der Diskontpolitik, wenn sie di**i**e gefährdete Golddek-
401 kung im Auge hat, ablehnen**e**nd kritisieren und können die Berechtigung
402  der Anwendung nur dann erkennen, wenn wirklich der Warenausgleich
403 von Land zu Land des Goldes zur Deckung bedarf. Mit der Diskonter-
404 höhung wir [sic] nicht nur ein Anreiz zum Sparen gegeben, in dem Bank-
405 guthaben und Wertpapiere, diese auf dem Umwege über niederere No-
406 tierung, ihre Zinsvergütungen erhöhen, auch Wechseldiskontierungen
407 werden te**e**urer und damit warden [sic] Gold und ausländische Waren
408 schwerer erreichbar. Dvvevvr Notenumlauf kann uns in diesem Zusammen-
409 hang nicht interessieren, auch nicht der Goldumlauf im inneren
410 Verkehr, obwohl dieser geeignet ist, Diskontpolitik voreilig in
411 Anwendung bringen zu lassen, denn einmal vermindert er als fehlen-
412 des Deckungsmetall die mögliche Notenausgabe, zum anderen belibt [sic]
413 er der Kontrolle des Gesetzgebers entz[übertippt o]**o**gen und kann von ihm unbe-
414 rück[übertippt s]**s**ichtigt ins Ausland abströmen. Also auch hier ist das allzu
415 Sichtbarwerden des Goldes, so p[hands. durchgestrichen --r--]aradox es klingen man [sic], eine [übertippt G]--r--aradox es klingen man [sic], eine **G**efahr
416 für die Goldwährung. Dvvavvs hat Heyn erkannt, wenn er die von ihm
417
418 | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s105.png
426
427 vorgeschlagene Goldkernwährung forderte.
428      Den Gvvüvvteraustausch im Innern reibungslos zu gestalten -
429 in dem Preise und Einkommen g**g**ebunden sind - den Güteraustausch
430 nach aussen automatisch und selbstsicher sich vollziehen zu las-
431 sen, darin liegt die Bedeutung der Goldwährung. Was den inneren
432 Verkehr anlangt, so hat die Goldwährung damit, dass sie uns die
448 Goldwährung muss auch ohne weiteres das Problem der Uebereinstim-
449 mung von den Gesamtpreisen aller Produkte mit dem Nominaleinkommen
450 der Nation gelöst sein und das verlangt auch im einzelnen Ueber-
451 einstimmung des Arbeitsw e r [übertippt t]**t** e s der Einkommem mit dem
452
453 | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s106.png
454 ||
461
462 Arbeits w e r t der dafür erlangten Güter; nicht aber muss im
463 einzelnen die Parallelität sein in Bezug auf die absolute Ar-
464 beits m e n g e. Wiederu[übertippt m]**m** müssen wir sagen, dass das Gold nur eine
465 Beziehung der Werteinheit ist, die im tiefsten Sinne ein bestimm-
466 tes Arbeitsquantum bedeutet und bei der Goldwährung, wenn sie
467 bei uns nicht ursprünglich ist, haben wir nun eine zweifache Wahl,
468 de**e**n historischen Ursprung der Basierung auf das wertvolle Gut
469 durch Gewinnung der Relationen zu suchen. Wir können einammal im
470 rekurrenten Anschluss rückwärts zu Silber und noch weiter gehen
471 und können die heutigen Preise begrifflich hier im Ursprunge
472 finden wollen; wir können auch auf das Land überwechseln, an des-
473 sen Währung wir uns anschlossen, weil wir sagen, von ihm ist uns
474 das Prvvrvveisniveau vorgeschrieben, und darum müssen wir dort die ers-
475 ten Wertschätzungen und Beziehungen zum Stoffe finden. Was wir
476 ursprünglich von einem Lande zu sagen wussten, dass Arbeitswert-
477 mengen die Preise aufbauen und dass wir das absolute Grössenmaass
478 dieser Arbeitswerteinheiteinheit [sic] in allen Dingen der Aussenwelt, dabei
479 auch im Golde finden, das können wir nun ohne weiteres auf den
480 ganzen Verband der Goldwährungsländer anwenden. Auf dieser erwei-
481 terten Grundlage wird die Arbeitsteilung um ein übriges gestei-
482 gert, insofern nun auch die Nationen untereinander nach dem ökono-
483 mischen Prinzip des grössten Erfolges bei kleinstem Aufwand de[übertippt n]**n**
484 zum Zug kommen lassen, der aus natür[übertippt l]**l**ichen, produktionstechnischen
485 oder standortgegebenen Bedingungen zur billigsten Produktion in
486 der Lage ist. Dass ein Pfund Sterling, eine Mark, ein Franken
487
497 gleich X, Y , und Z gramm Gold seinen, darf uns nicht dazu verlei-
498 ten zu glauben, dass im Auslande unsere Preise am Golde abgewogen
499 würden. Die Bedeutung beruht vielmehr auf der Vergleichbarkeit der
500 Prvvrvveise auf Grund des Münzfusses ohne Zuhilfenahme und ohne Kennt-
501 nis des Wechselkurses. Als Ergebnis des Vergleichs von Inlands-
502 und Auslandspreis erscheint uns als Resultat nur die Kenntnis
503 des billigeren Produzenten; mit dem Golde aber haben wir zum Pro-
507 fällt. Wvvavvs sie weiterhin an Vorteil gegenüber den Ländern mit
508 freier Währung bedeutet, bei denen wir ja auch durch die Valuta
509 stets denselben Vergleichsweg einschlagen können, das lag in der
510 St^^t^^abilität der Vvvavvluta jedes Goldwährungslandes, das nun auf weite
511 Sicht rechnen liess. Das alles aber sind Vorteile wohl der Gold-
512 währung als der Währung der stärksten Länder, nicht aber des Gol-
513 des als Metall, als Währungsbasis. Die wirkliche Währungsbasis
514 ist immer die menschliche produktive Arbeit; nur die Einheit, die
515 wir zu Grunde legen, ist jeweils verschieden und das(ist der Grund,
516 waru**m** als tertium comparationis ein Etwas in der Uvvmvvrechnung von
517 Land zu Land dazwischen treten muss. Das vvfvvindet in den Preisen
518 seinen sichtbaren Ausdruck. Wenn jedes gleiche Produkt in England
519 nominell ein Pfund Sterling ausgedrückt den zwanzigsten Teil
520 kostet wie bei uns, so gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass
521 bei Goldwährung die der Mark zu Grunde liegende Goldmenge ein
522
523 | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s1071.png
529
530      - 108 -
531
532 Zwanzigstel des Pfund Sterling sein muss. Dass durch währungs-
533 politische Massnahmen diese Sätze abso**o**lut fest begründet sind,
534 ist nichts, was in der Natur des Goldes begründet wäre, und ist
535 auch die Dauer auch nur durchführbar, wenn die Gesamtsumme aller
536 Preise oder sagen wir der Preisindex, gemessen von Land zu Land,
548 geeignet, den Vorrang vor anderen Währungen zugesprochen zu er-
549 halten.
550      Gold als ein in der Natur lagerndes Gut ist nun auch
551 allen Wechselfällen und Zvvuvvfällen der Produktion ausgesetzt, siist
552 also in der Komparativen Statik gesehen nicht unbedingt wertkon-
553 stant. Das veranlasst uns, der Vollständigkeit halber zu prüfen,
554 wie im einzelnen z.B. bedeutende Goldfunde, neue technische Wege
555 der Gewinnung, wie etwas [sic] gar Herstellung auf synthetischem Wege
556 oder wie umgekehrt plötzliches Aufhöhren von Goldfunden auf die
557
558 | file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/IV/wesenundinhaltderwerteinheit_s108.png
559 ||
565      - 1 [übertippt 0]9 -
566
567 Währung wirken müsste. Es ist nebensächlich, welchen Prozentsatz
568 der mMöglichkeiten unsere Fälle in sich schliessen. Die ersten
569 beiden Evvrvvwä[übertippt g]**g**ungen scheinen sogar von wirklich praktischer Bedeu-
570 tung. Nach immer grösseren Opfern für die Währungsbanken kommt
571 endlichh auch einmal der Punkt des Unvermögens, weiterhin mehr
572 Gold aufzunehmen. Schliessen sich in diesem Augenblicke nicht
573 weitere Länder der Goldwährung an und treten dabei mit neuem Be-
574 darfe auf, so sind die Goldwährungsstaaten gezwungen, die freie
577 der Förderung Monopolgewinne über den wirklichen Herstellungs-
578 wert hinaus vereinnahmen und inflationistisch das Preisniveau
579 beeinflussen konnten. Gegenüber einer so vermehrten und verbillig-
580 ten Goldpruoduktion könnte der Staat und vor allem der führende
581 Wirtschaftsstaat in seiner Geldpolitik nicht untätig verharren,
582 denn in seiner vorgeschriebenen Prägepflicht wechselt er nicht
583 nur 1 kg ungeprägtes Gold in 1 kg geprägtes Gold um., er wechselt
584 nicht nur die Form, sondern er stempelt in einer gegebenen Form
585 das Golsd zu seinem nominellen Gelde, das historisch verankert,
586 vor allem in einem anderen, höheren Goldwert verankert [sic] Gemeinbesitz
587 aller menschlichen Handlung, ihrer gesamten Denk - und Rechenope-
588 rationen geworden ist. Das in Münze geprägte Gold ist ein anderes
604 Produktionskosten trennt. Der Staat darf hier aber nicht als
605 selbstherrlicher Autokrat betrachtet sein, sondern er ist hier
606 nur Ausdruck und Funktion einer Vielheit, nämlich der wirtschaf-
607 tenden Gesellschaft und diese[handsch. durchgestrichen --r--]**e**nden Gesellschaft und diese--r-- wird nicht willens sein ihr Ein-
608 kommen schmälern zu lassen zum Vorteil einer verschwindenden Min-
609 derheit oder überhaupt einer anderen Wirtschaftsgemeinschaft;
610 sie wird sich gegen die Unwahrheit der Tauschakte zur Wehr setzen
611 und das heisst hier in seiner Wirkung; sie wird die Prägepflicht
612 aufheben. [handsch. geändert , und handsch. ergänzt zumindest so lange bis ?der Restwerwenigstens so lange bis ?das Produkt? wieder stabil geworden ist . ]
613      So könnte wohl die Mvvövvglichkeit bestehen, dass die erste
614 Wirtschaftsmacht sich vom Golde löst, dabei diese Vormachtstel-
615 lung hält und auch weiterhin ruhender Pol in der Währungen Spiel
616 und Schwanken bleibt, eben weil diese [hands. geändert Großschreibung L]andesallmächtige Währung
617 die Preise praktisch so fest als das objektiv messbare Geld zu
618 binden vermag. Wäre es denkbar**r**, dass solches Land das gesamte Gold
619 in seinen Gvvrvvenzen und nur i[übertippt n]**n** eigener Regie fördere, dann wäre es
620 wohl auch in der Lage, dem Golde einen über seinenm wirtschaftli-
621 chen Herstellungswert gelegenen Preis zubgeben und in seiner
622 Münze zu statuieren. Andere Svvtvvatten würden praktisch, wenn auch
623 mit wirtschaftlichen Opfern die gleiche Währung annehmen und so
624 biete**e**t sie bisher gesehen auch alle Segnungen einer Goldwährung
625 mit wirtschaftlich wahrem Inhalt.
626      Eine Einschränkung allerdings, die geeignet ist, aus dieser
627 theoretischen Möglichkeit eine fast praktische Unmöglichkeit